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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Stephen Hawking

Die Berichte der Journalisten strotzen seines Schicksals wegen oft von gutmenschlich und politisch korrekten Überbewertungen:
Am Dienstag erscheint das letzte Buch des verstorbenen Astrophysikers Stephen Hawking. Bei einer Presseveranstaltung zu dem Werk mit dem Titel "Brief Answers To The Big Questions" wurde nun die vermutlich letzte Einschätzung des Wissenschaft-Stars zur Situation der Welt bekannt. Wissenschaft und Bildung seien stärker in Gefahr als je zuvor, hatte Hawking demnach kurz vor seinem Tod im März 2018 gewarnt.

In diesem Zusammenhang sprach er auch über die Wahl von US-Präsident Donald Trump und die Entscheidung der Briten aus dem Jahr 2016, aus der Europäischen Union auszutreten. Es handele sich um "eine globale Revolte gegen Experten. Und das schließt Wissenschaftler ein", so Hawking.
Gerade diese Beispiele sind unsinnig. Dann wäre der Volksentscheid gegen die Rechtschreib„reform“ ja auch eine „Revolte gegen die Experten“ und „die Wissenschaft“ gewesen, wie uns die SPD-KMK-Präsidentin Gabriele Behler 1998 weismachen wollte.

Die Beurteilung, ob die Kampfdrohne Hillary nicht doch vielleicht zu Recht von den Amerikanern verschmäht wurde, sollten wir doch wohl denen überlassen und nicht ihrem Wahlkampfhelfer Ralf Stegner oder auch nicht Hawking – und ebensowenig den „Brexit“ dem Europa-Fuzzy und -Profiteur Martin Schulz.

Interessant wäre, ob Hawking in seinem Buch das durch die islamische Invasion neu aufgeheizte Religiotentum gegen Vernunft und Wissenschaft erkannt hat. In anderen Dingen hat er zweifellos mehr als recht:
In diesem Zusammenhang verwies er auf die Herausforderungen und Gefahren der kommenden Jahre und Jahrzehnte: Die Erderwärmung, das Bevölkerungswachstum, das Artensterben, die Abholzung von Wäldern und die Schädigung der Ozeane...

Hawking war am 14. März 2018 im Alter von 76 Jahren gestorben. Bereits zu Lebzeiten hatte er immer wieder düstere Prognosen abgegeben. Im Mai 2017 gab er der Menschheit noch 100 Jahre auf der Erde.
Haltlose Phantasterei ist dagegen sein Vorschlag:
Damals empfahl er als Ausweg, fremde Himmelskörper zu besiedeln.
Auch in 500 Jahren werden wir keinen genügend nahen bewohnbaren Planeten im All gefunden haben, geschweige denn eine sinnvolle Auswanderung zu ihm hin organisieren können. Der liebevolle Umgang mit unserer Erde wäre deutlich vernünftiger.
Im Juni wurde Hawkings Asche in der Westminster Abbey beigesetzt, zwischen den Gräbern von Charles Darwin und Isaac Newton. Hawking gilt als der größte Wissenschaftler unserer Zeit und der letzte Popstar der Wissenschaft.
spiegel.de 16.10.2018
Größenvergleiche sind immer fragwürdig. Auf die bekannteste Idee, die vielleicht nicht einmal nachweisbare Hawking-Strahlung an der Grenze des Schwarzschild-Radius eines Schwarzen Loches durch bleibende Dissoziation der Quantenfluktuation, hätten auch schlichtere Wissenschaftler kommen können.


Sigmar Salzburg

16.10.2018 11:34   Rechtschreibforum   >   Spiegel Online   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die Hirnforscher

Der Hirnforscher Wolf Singer sagt in einem Interview mit der FAZ (13.10.2018):
Lesenlernen ist eine zusätzliche Herausforderung, weil die Umsetzung der Buchstabenfolgen in Silben, Worte und Sätze und die dann folgende Zuweisung von Bedeutungen zusätzlichen Aufwand erfordert. Wenn man liest, spricht man eigentlich stumm. Man formt die Worte, die man geschrieben sieht, in ein Lautbild und verarbeitet dieses dann, als wenn man etwas gehört beziehungsweise gesprochen hätte.
Das dürfte nur für Schreibanfänger zutreffen. An mir selbst beobachte ich, daß ich Wörter und Satzteile ganzheitlich wahrnehme in einer Geschwindigkeit, die das Sprechen bei weitem übersteigt. Das kann Herr Singer mit seinen MRT-Blutdurchflußmessungen überhaupt nicht erfassen. Interessant ist auch eine politisch relevante Bemerkung:
Wenn zwanzig Prozent einer Gruppe sich zusammentun und hinreichend kohärent agieren, kann das am Ende dazu führen, dass sie die ursprüngliche Mehrheit zum Kippen bringen. Zum Guten, wenn es etwa darum geht, den extremen Klimawandel zu verhindern, oder zum Schlechten, wenn sie rechten Populismus fördern.
Diese natürlich „politisch korrekt“ auf die AfD zielende Bemerkung geht in die falsche Richtung. Die AfD wäre sicher zufrieden, wenn die demokratischen und demographischen Verhältnisse von 1965 wiederhergestellt wären. Wie man sieht, reichen heute schon sechs Prozent Moslems aus, um zusammen mit Parteien der unseligen Multikultur-Ideologie Deutschland in ein islamisch-afrikanisches Überschwemmungsgebiet zu verwandeln.


Sigmar Salzburg

16.10.2018 05:54   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   faz.net Frankfurter Allgemeine Zeitung   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Zur Bayernwahl

Seehofer hat aus Angst, wegen Merkel Wählerstimmen an die AfD zu verlieren, seine Eiertänze in der „Flüchtlings“politik vollführt. 180000 ehemalige CSU-Wähler haben ihm nichts geglaubt und sind deswegen zur AfD übergelaufen.

Viele, vor allem junge Wähler haben aber auch eine mediale oder schulische Indoktrination zur Akzeptanz von Mulitikultur hinter sich, und etliche sind selbst migrantischer Herkunft. Von denen sind 180000 durch die ökokommunistischen Grünen eingefangen worden.

Es ist aber schon darauf hingewiesen worden, daß trotz des Vertrauensverlustes der Groko-Parteien die konservative Mehrheit in Bayern erhalten geblieben ist: Rund 65 Prozent wählten konservativ (CSU, Freie Wähler, AfD, FDP), rund 30 Prozent links (Grüne, SPD, Linke).

Nach dem Ausbrüten der 90-Prozent-Moslemklassen werden wir ganz andere Umstürze erleben. Dann kann Herr Söder, wenn es ihn dann noch gibt, noch soviele Kreuze in die Ämter nageln lassen. Vom sogenannten „christlichen Abendland“ wird nicht mehr allzuviel übrigbleiben. (geä. 16.10.)



Sigmar Salzburg

15.10.2018 05:38   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Italiens Innenminister Salvini verbannt Flüchtlinge aus Riace

Das italienische Dorf Riace gilt als Beispiel für gelungene Integration. Doch der Regierung passt das offenbar nicht: Zuerst wurde der Bürgermeister festgenommen. Jetzt ordnet Innenminister Salvini an, die Geflüchteten abzutransportieren.

spiegel.de 14.10.2018

Wie ist das möglich, wenn sie doch schon geflüchtet sind?


Sigmar Salzburg

14.10.2018 14:03   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Untertitel mit Spuren bewährter Rechtschreibung

Nicolaus Fest prangert in seinem Wahlkampfbeitrag Lügenmedien und die Lügenregierung an:
Erdogan grüßte in Berlin mit dem Islamistengruß und eröffnete die Kölner Moschee auf Türkisch unter bewußter Ausgrenzung deutscher Politiker – auch das – Sie ahnen es – keine Islamisierung.
Nicolaus Fest hatte als stellvertr. BamS-Chefredakteur 2014 ganz zurückhaltend über die Islamisierung geklagt und war entlassen worden. Ich habe in der Folge bis heute hunderte Medientexte gefunden, die eine „vermeintliche Islamisierung“ behaupteten, z.B Spiegel Online, 9.12.2014. Google findet diese Unterstellung etwa 15000mal.

https://youtu.be/iLOCapBDueg


Sigmar Salzburg

14.10.2018 09:53   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Krause Grünen-Denke

BILD berichtet über den Wahlkampf in Bayern:
Ist eine Wahl undemokratisch, wenn eine Partei sie mit absoluter Mehrheit gewinnt? Bestimmt nicht! Genau das deutete aber Grünen-Vorsitzender Robert Habeck (49) gestern mitten im Wahlkampfendspurt zur Landtagswahl in Bayern in einer Video-Botschaft an.

Darin sagte er mit Blick auf die Bayern-Wahl am Sonntag, bei der die CSU aller Voraussicht nach ihre absolute Mehrheit verlieren wird: „Endlich, endlich gibt es wieder Demokratie in Bayern.“ Und weiter: „Eine Alleinherrschaft wird beendet.“

bild.de 13.10.2018
Die einstigen „basisdemokratischen“ Grünen werden größenwahnsinnig! Blicken wir ein wenig in der Demokratie-Geschichte zurück: 1998 haben die Schleswig-Holsteiner trotz massiver Behinderungen und Propaganda im Volksentscheid mit 56,4 Prozent gegen die Rechtschreib„reform“ gestimmt. Ein Jahr später wurde dies, ohne erneute Volksbefragung, von dummdreisten 100 Prozent der Kieler Altparteien-Parlamentarier annulliert. Nach Habeckscher Denke herrscht damit endlich wieder Demokratie in Schleswig-Holstein: Die Alleinherrschaft des Volkes wurde beendet!

Sigmar Salzburg

14.10.2018 07:01   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Einer wollte nicht an den politisch korrekten Katzentisch

Götz Kubitschek
Leitmedien am Nasenring über die Buchmesse geführt

Von Alexander Wallasch

Ehrlich, wer hier nicht laut lachen muss, der geht zum Lachen in den Keller. Dieser Götz Kubitschek aus Schnellroda mag ja sein, was er will, auf jeden Fall ist er eines ganz sicher: Einer, dem es erneut gelungen zu sein scheint – wie schon in Leipzig, so auch in Frankfurt – auf der Buchmesse eine der am lautesten nachhallenden Nachrichten zu setzen. Eine konspirative Energie und überschäumende Kreativität des gerne Vordenker der neuen Rechten genannten Verlegers werden ihm nach Buchmesse jedenfalls schwer streitig zu machen sein.

Worum geht’s? Große Aufregung in den Leitmedien, großes Flügelschlagen: Kubitschek verkauft seinen Antaios Verlag! Justus Bender von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung glaubte sich wohl im siebten Journalisten-Himmel, diese Nachricht, noch dazu live zur Buchmesse, als erster exklusiv präsentieren zu können. Der Journalist war so aufgeregt, dass er schon am Vortag die in seinen Augen sensationelle Entwicklung aus Schnellroda twitterte, damit bloß niemand vor Erscheinen der Frankfurter am nächsten Morgen doch noch als Erster berichten kann. Bender legt also beide Hände schützend über sein scheues Vögelchen und wurde öffentlich.

Und er berichtet via Twitter weiter, was er für die Zeitung für den nächsten Morgen schon aufgeschrieben hat: Kubitschek würde jetzt politischer Berater werden für AfD und CDU Politiker. [...] Wir rufen beim neuen Verlag an und am Telefon ist der Zahnarzt Dr. Thomas Veigel, der jetzt also auch Verleger ist. [...]

Nun lohnt ein Blick auf die Website des Loci-Verlages von Veigel, der nun auch Verlag für die Antaios-Bücher sein soll. Kaum ein paar Monate alt ist die Seite, ausgestattet mit einer Art Tagebuch von Dr. Veigel. Auf der Startseite findet sich ein Zitat aus dem Dada-Manifest (!) von Richard Huelsenbeck aus dem Jahre 1918.[...]

Noch schöner, noch lustiger, noch wahnsinniger dann das vorgestellte Verlagsprogramm, das vier Bücher umfasst. Buch 1: „Wir hatten es uns anders vorgestellt. Wie Neudeutsche auf ihre Heimat blicken.“ Autoren sind acht fiktive (?) Migranten. Der Preis ist 19,18 Euro (!). Ein Verweis auf das Geburtsdatum von Richard Huelsenbeck? Nachsatz dort: „Erscheint später“. Nein, alle vier Bücher des neuen Verlages erscheinen erst „später“. So auch Buch Nr. 3, „Homestory – Selbstinszenierung als Strategie“ von, Sie dürfen raten … Götz Kubitschek und Ellen Kositza!

[...] Ach ja, Stimmen zum Buch gibt es auch schon drei an der Zahl. Und die sind von einem Olaf S., Jakob A. und einer Sibylle B. Klingelt da was?

Bei Justus B. und den ihm nacheilenden Kollegen offensichtlich nicht. Zu aufregend die Nachricht, zu brennend das Mitteilungsbedürfnis und die Lust, diese Mega-Nachricht nun als erster, zweiter oder wenigstens dritter kommentieren zu dürfen.

Aber was, wenn das alles nur ein großer Witz gewesen ist? Eine geniale Eulenspiegelei des schwarzen Dada-Ritters aus Schnellroda? [...]

Nun hat dieser zahnärztliche Loci-Verlag tatsächlich einen kleinen Stand auf der Buchmesse in Halle 4.1 D57 – schön inmitten linker Verlage und mittendrin lächelnd Kubitschek aus Schnellroda und ein Zahnarzt, während die Junge Freiheit irgendwo aufs Abstellgleis gestellt wurde und darüber in diesem Schmollwinkel nach Wunschvorstellung der Messeleitung nun bittere Tränen weinen soll.

tichyseinblick.de 10.10.2018

Der Antaios-Verlag soll seine Bücher auch gern in der bewährten Rechtschreibung drucken. Da mich dessen Themen selten reizen, habe ich das noch nicht näher nachprüfen können.

Nachtrag: Kubitschek schreibt selbst über den folgenden Überfall auf ihn und seine Begleiter durch linke Gutmenschen – wie zu erwarten in unreformierter Schreibweise.



Sigmar Salzburg

13.10.2018 14:41   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Die Ethnien, die sich zu Hause bekriegt hatten, saßen nebeneinander, Toleranzlevel kaum vorhanden
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Berlin-Neukölln
Wie eine Schulleiterin gegen die Clan-Kriminalität kämpft

Bei einer Diskussion zur Kriminalität in Neukölln schildert Schulleiterin Astrid-Sabine Busse ihren täglichen Kampf um die Kinder der Clans.
11.10.2018, 05:57
Alexander Dinger

Schulleiterin Astrid-Sabine Busse ist für eine engere Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Jugendamt.

Die Schule in der Köllnischen Heide an der Hänselstraße in Neukölln liegt mitten in einem Brennpunkt. Die Sonnenallee ist nur wenige Meter entfernt. Auch die Al-Nur-Moschee liegt im Einzugsgebiet der Einrichtung. 96 Prozent der Schüler haben einen Migrationshintergrund. 77 Prozent sind arabischstämmig. Viele Kinder kommen aus bekannten Großfamilien. „Wir haben Zweitklässler, die uns erklären können, wie man mit einem Bolzenschneider umgeht“, sagt Schulleiterin Astrid-Sabine Busse.

Busse, feuerrote Haare, resolutes Auftreten, hat 36 Jahre Erfahrung. Die Vorsitzende des Interessenverbandes Berliner Schulleitungen (IBS) ist seit 1982 Lehrerin und seit 1992 Schulleiterin. Wenn die Sprache auf kriminelle Clans in Neukölln kommt, wird die 60-Jährige ungehalten. „Das Thema beschäftigt mich seit vielen Jahren“, berichtet sie bei einer Diskussionsrunde der Neuköllner SPD am Dienstagabend, zu der auch Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD), SPD-Innenexperte Tom Schreiber, der Publizist Ralph Ghadban und der Ermittler Thomas Spaniel von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) geladen sind. Die Diskussion findet in der Mensa der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg statt – direkt neben der Wohnsiedlung Gropiusstadt.

Mensa ist bis auf den letzten Platz gefüllt

Dass das Thema die Neuköllner interessiert, zeigt sich an dem großen Zuspruch. Die Mensa ist mit 200 Menschen bis auf den letzten Platz gefüllt. Im Publikum sitzen Lehrer, Sozialarbeiter, Polizisten, Staatsanwälte. Als Busse von ihrer Arbeit berichtet, ist es in dem Saal ruhig. Niemand tuschelt, alle hören zu. „Wir haben den Nachwuchs der großen Familien und der großen Namen“, berichtet Busse. Sie warne zwar davor, alle in einen Topf zu werfen, man dürfe aber nicht die Augen vor Problemen verschließen. Solche Probleme gebe es etwa, wenn sie das Gespräch mit namenhaften Großfamilien suche. „Man darf da nicht im Konjunktiv sprechen. Man muss sich Respekt erarbeiten“, sagt Busse.

Die Schulleiterin berichtet aber auch von wissbegierigen Viertklässlern, die auf sie zukommen und umarmt werden wollen, weil sie, obwohl die Familie groß ist, nicht die Zuneigung bekämen, die sie eigentlich in diesem Alter brauchen. Seit einiger Zeit beobachte sie auch die Zunahme einer „Pseudoreligiosität“. Mädchen, die im Hochsommer Kopftuch tragen, und Jungen, die ihr sagen, dass etwas „Haram“ sei, aber im gleichen Atemzug nicht wüssten, wofür das Opferfest stehe.

Busse wünscht sich eine engere Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Jugendamt, um bei Fehlentwicklungen frühzeitig gegensteuern zu können. Unterstützung bekommt Busse dabei von Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der sich für eine bessere Vernetzung der Behörden im gesamten Bundesgebiet ausspricht und seit längerer Zeit etwa eine einheitliche Definition von Clankriminalität fordert. Neben einer besseren Vernetzung der Behörden ist für den ehemaligen Mathelehrer Hikel aber vor allem Bildung der Schlüssel, um Kindern aus bekannten Großfamilien ein Leben abseits der Kriminalität zu ermöglichen. „Wir müssen die legalen Wege attraktiv machen“, sagt Hikel.

Acht relevante arabische Clans mit mehreren Hundert Mitgliedern

Laut Martin Hikel gibt es in Neukölln acht relevante arabische Clans mit mehreren Hundert Mitgliedern, die für zahlreiche Straftaten verantwortlich gemacht werden. Hikel plädiert gegenüber diesen Familien für eine Null-Toleranz-Politik. Zu der würden etwa Schwerpunkteinsätze in Shisha-Bars, die Arbeit der Müllsheriffs, Wachschutz vor Schulen, die Arbeit der Staatsanwaltschaft vor Ort sowie eine Sonderkommission für Abrechnungsbetrug gehören. „Das klingt nach Nadelstichen. Die sind aber notwendig“, sagt Hikel. Man könne niemandem erklären, wenn junge Männer, die gerade erst den Führerschein gemacht haben, hinter dem Steuer von 120.000-Euro-Autos sitzen würden. „Der illegale Weg muss ein steiniger sein“, so Hikel.

Von steinigen Wegen kann allerdings auch Schulleiterin Busse berichten. Sie kennt die Väter, die eigentlich Sozialhilfe kassieren und sich nicht einmal das Geld für die Klassenfahrt ihrer Kinder leisten können, aber den Nachwuchs mit Luxusautos von der Schule abholen. Sie habe vor langer Zeit versucht, Kontakt mit dem Jobcenter aufzunehmen. Antwort erhielt sie nie.

Das ist eine Erfahrung, die Busse mit dem Publizisten und Islam-Experten Ghadban teilt, der das Thema seit den 70er-Jahren begleitet. Abgeschottete patriarchalische Strukturen treffen auf eine freiheitliche Gesellschaft. „Diese Parallelwelt wurde viel zu lange von der Politik ignoriert“, sagt Ghadban und bekommt dafür sehr viel Applaus.

https://www.morgenpost.de/bezirke/neukoelln/article215535181/Die-Unerschuetterliche.html
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Mehr Taten als im Vorjahr
Warum die Gewalt unter Schülern so deutlich zunimmt

Matthias Korfmann
11.10.2018 - 18:28 Uhr
Szenen, wie diese, sind an Schulen in NRW leider wieder Alltag. Die Zahl der Körperverletzungen nahm im vergangenen Jahr auf 6200 Fälle zu

Düsseldorf/Ruhrgebiet. Der Hass bahnt sich seinen Weg in die Schulen. Über 22.000 Gewaltdelikte wurden im vergangenen Jahr registriert. Eine Ursachenforschung:

Der Fall löste Bestürzung weit über Nordrhein-Westfalen hinaus aus: Im Januar 2018 sticht ein 15-jähriger Junge in einer Gesamtschule in Lünen einem 14-Jährigen ein Messer in den Hals. Das Opfer stirbt, der Täter begründet die Gewalttat damit, dass seine Mutter von dem Jungen „provozierend“ angeschaut worden sei. Solche Verbrechen sind sehr selten im schulischen Umfeld, im Jahr 2017 gab es hier in NRW zwei Tötungsdelike. Aber Gewalt insgesamt hat an Schulen wieder deutlich zugenommen. Grund genug für die Landesregierung, am Donnerstag Experten zu einem „Gipfel zu Gewalt an Schulen“ einzuladen.

Andreas Zick, Konfliktforscher an der Universität Bielefeld, ist einer dieser Experten. Der Professor geht den Ursachen der zunehmenden Schul-Gewalt auf den Grund. Die Datenbasis ist dünn, die Unlust mancher Rektoren, ihre Schule als Hort der Gewalt beschrieben zu sehen, groß. Zick hat aber eine Theorie, die etwas von den Schulen wegführt: „In einer aufgeheizten Gesellschaft darf man sich nicht wundern, dass es auch in den Schulen ruppiger zugeht“, sagte er gestern bei einem Pressetermin im Schulministerium.

Mehr Mobbing, mehr Nötigung, mehr Stigmatisierung

Auch ohne Datensatz sei zu spüren, dass in den vergangenen Jahren die Vorurteile gegenüber Migranten und Flüchtlingen zugenommen hätten. Auch in den Schulen. Mehr Mobbing, mehr Nötigung, mehr Stigmatisierung gebe es dort. In der Klasse, auf dem Schulhof, in den sozialen Medien. „Der Hass in der Gesellschaft, vor allem auf Minderheiten, bahnt sich seinen Weg in die Schulen“, warnt der Wissenschaftler.

Während Rechtspopulisten und Rechtsextreme oft direkt in den Schulen Anhänger suchten oder Opfer auswählten, wirkten Islamisten in der Regel eher vor den Schulen oder beschränkten sich darauf, ihre kruden und gefährlichen Botschaften im Internet zu verbreiten. Die Entwicklung ist aus der Sicht von Andreas Zick bedenklich, es gibt aber auch Hoffnung: Schulen, die das Thema Gewaltvorbeugung nicht scheuen, die Zivilcourage fördern, gute Sozialarbeiter beschäftigen und Opfer nicht im Stich lassen, hätten kaum Probleme.

Eigentlich waren die Schulen beim Thema Gewalt zuletzt auf einem guten Weg. Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten sank zwischen 2010 und 2016 immer weiter. Dann aber „knickte die Kurve leider wieder nach oben“, erklärte gestern Schul-Staatssekretär Mathias Richter. Die Gewaltdelikte an Schulen nahmen im vergangenen Jahr um fast 1100 Taten auf 22.900 zu. Die Zahl der Körperverletzungen stieg von 5600 auf 6200, die der Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen von 40 aus 55 Fälle. Auch bei Raubdelikten ist ein Zuwachs zu verzeichnen.

Körperliche Gewalt gegen Lehrer

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in NRW präsentierte das Thema Gewalt gegen Lehrer im Frühjahr 2018 nach einer großen Umfrage unter Schulleitern. Eines der wichtigsten Ergebnisse: Mehr als die Hälfte der Schulleitungen in NRW (55 Prozent) gaben an, dass es an ihrer Schule in den letzten fünf Jahren Fälle von psychischer Gewalt gab, also Fälle, bei denen die Pädagogen beschimpft, bedroht, beleidigt, gemobbt oder belästigt wurden. Jede dritte Schulleitung berichtete von körperlicher Gewalt gegen Lehrer.

https://www.waz.de/region/rhein-und-ruhr/die-gewalt-unter-schuelern-nimmt-deutlich-zu-id215543019.html

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See



Kevin Kraus

13.10.2018 13:15   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die Kultusministerkonferenz als linke Projektschmiede …

Das Spitzenprodukt dieses durch kein Gesetz legitimierten Verschwörungs-Instituts war die Rechtschreib„reform“. Zu spät hatte der seinerzeitige Kultusminister Zehetmair (CSU) erkannt, daß er von seinen linken Kollegen und seinem Pressesprecher Bertelsmann-Schmid übertölpelt worden war, Aber auch zahllose andere linke Projekte wurden dort ausgebrütet, die meist zum Schaden von Schule und Bildung ausschlugen.

In diesem Jahr, 28 Jahre nach den Zusammenbruch der SED-Diktatur, steht erstmalig mit Helmut Holter an der Spitze der KMK ein Präsident mit lupenreiner SED/PDS/LINKE-Karriere, einer Partei, die eigentlich wegen Mauermord und Spaltung Deutschlands hätte verboten werden müssen:
1969 – 1971 Abitur an der Martin–Luther-Universität Halle/Wittenberg
1971 – 1976 Studium an der Bauingenieurhochschule Moskau;
1976 – 1981 Technologe und später Produktionsleiter beim VEB Betonleichtbaukombinat Dresden/VEB Beton Nord Milmersdorf
1982 – 1985 Parteisekretär der SED-Kreisleitung Templin; Betriebsparteiorganisation des VEB Beton Nord Milmersdorf
1985 – 1987 Studium an der Parteihochschule Moskau;
1987 – 1989 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg
1991 – 2001 Landesvorsitzender der PDS Mecklenburg-Vorpommern
2001 – 2006 Mitglied im Ausschuss der Regionen der Europäischen Union
2009 – 2016 Fraktionsvorsitzender Fraktion DIE LINKE. Im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
seit 17. August 2017 Minister für Bildung, Jugend und Sport des Freistaates Thüringen. [PI]
Das Bildungswesen der DDR zeichnete sich dadurch aus, daß die Schüler und Jugendgruppen ständig in Kampagnen im Sinne des Regimes eingespannt wurden, um sie zu aufrechten „Antifaschisten und Demokraten“ zu erziehen. „Demokraten“ sind hier aber nicht freidenkende Menschen, die im Sinne des Volkes dem Staatswesen nach bestem Wissen und Gewissen dienen, sondern Apparatschiks, die von dem Glauben besessen sind, notfalls auch mit Gewalt den seligen, nach Karl Marx klassenlosen, Endzustand der Welt herbeiführen zu müssen.

Wenn also Holter modisch gendernd sagt:
„Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen. Dafür braucht es überzeugte und engagierte Demokratinnen und Demokraten.“ Schüler müssten so früh wie möglich erfahren, dass Beteiligung und Mitbestimmung elementarer Bestandteil der demokratischen Gesellschaft seien.
... dann kann man annehmen, daß damit die scheindemokratische Überwältigung und Unterdrückung anderer, vor allem nichtsozialistischer Meinungen gemeint ist. Die Linientreue soll dann im Zeugnis vermerkt werden – eine Idee, der auch die bedrängten Deutschlandabschaffer der anderen Parteien etwas abgewinnen können.
Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) will die Demokratieerziehung in den Schulen stärken. Eine Idee unter vielen: Schüler, die sich innerhalb und außerhalb der Schule engagieren, sollen künftig unter anderem mit einem Vermerk auf dem Zeugnis ausgezeichnet werden.
Die entsprechende Indoktrinierung ist schon seit Jahrzehnten im Gange. Jetzt kam die AfD, gegen die es nun zuvörderst geht, auf den naheliegenden Gedanken, entsprechende Informationen darüber einzusammeln.
Gegen die Pläne hatte es breite Kritik von Lehrerverbänden gegeben. „Die AfD verbindet mit ihrem Vorstoß zwei Ziele: Einschüchterung und das Drängen in die Opferrolle“, sagte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes unserer Redaktion. Auch KMK-Präsident Holter warnte, dies erinnere an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.
abendblatt.de 11.10.2018
Reformfreund Meidinger hat sich immer noch nicht von der Altparteien-Propaganda emanzipiert – während Holter erwartungsgemäß mit der Nazikeule auf die AfD eindrischt. Die SED-Keule gegen sich selbst kann er ja schlecht schwingen.

Sigmar Salzburg

13.10.2018 01:22   Rechtschreibforum   >   KMK   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Auch Jahrgang 72 in traditioneller Orthographie

DIE NEUE ORDNUNG

Jahrgang 72 Nr. 5/2018 Oktober

Editorial

• Wolfgang Ockenfels, Wer soll wen bereichern?
• Peter Schallenberg, Karl Marx und das Menschenbild. Sozialethische Anmerkungen
• Thomas Gottfried, Entmündigung, Gehirnwäsche, Intoleranz. Josef Kraus und die 68er
• Jürgen Aretz, Migrationsland Deutschland. Historische Erfahrung und Herausforderung
• Ingolf Schmid-Tannwald, Das Kind – Handlungsresultat der Eltern, Subjekte im Alltag
• Stefan Hartmann, Sozialethische Texte von Benedikt XVI.

Bericht und Gespräch

• Matthias Pankau, Kirchliche Printmedien in der Krise

• Sebastian Prinz, Rhetorik und Debattenkultur im Zeichen des Populismus
• Felix Dirsch, Der kleine große Unterschied. „Rechte“ Christen unter Beschuß
• Franco Rest, Haben „Heimat“ und „Gott“ Verfassungsrang?
• Hans-Peter Raddatz, Der Niedergang der Orientalistik. I.: Tilman Nagel als Gegenpol

http://www.die-neue-ordnung.de/

[Welch ein Gegensatz zum „angepassten“ Kriechgang der offiziellen Kirchen!]

Sigmar Salzburg

12.10.2018 08:22   Bücher   >   Bewährt verfaßte Texte   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Ein „wohl verdienter“ oder „wohlverdienter“ Abstieg?

Die einstmals führende Partei der reformistischen Deutsch-Verstümmler, die Volksentscheid-Vernichter-Partei von Schleswig-Holstein (im Komplott mit der CDU), befindet sich im Abstieg:
Bundesweite Umfrage SPD erstmals bei 15 Prozent und nur noch viertstärkste Partei

CDU/CSU (27 Prozent) und die AfD (18 Prozent) können ihre Ergebnisse aus der letzten GMS-Umfrage Ende September halten. Die Grünen legen einen Prozentpunkt zu und liegen mit 16 Prozent bei der Bundestagswahlabsicht in GMS-Umfragen zum ersten Mal vor der SPD. Die FDP (plus ein Prozentpunkt) und die Linke (unverändert) erreichen jeweils zehn Prozent.

welt.de 11.10.2018
Der Hauptgrund dürfte aber heute das unglaubwürdige Personal der SPD sein, man denke nur an Nahles, Arschlöcher-Kahrs*), Pöbel-Ralle Stegner und 100-Prozent Schulz.

*) https://youtu.be/xlDdej4gssc ab Min 8:00


Sigmar Salzburg

12.10.2018 03:34   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Ein „objektiver“ Forscher

Gestern saß ich, von Paderborn kommend, im Zug und hörte die Ansage, daß schon in Hannover-Linden Endstation sei. Ein Mitreisender erläuterte, vor dem Hauptbahnhof sei die Königsbrücke gesprengt worden, und ich müsse für die restliche Strecke die Straßenbahn nehmen, um meinen Anschlußzug zu erreichen.

Die Fahrt führte mich durch eine altvertraute Gegend, die ich seit vierzig Jahren nicht mehr betreten hatte. Ich war entsetzt. Hätten nicht bisweilen wilhelminische Fassaden durchgeschimmert, ich hätte glauben mögen, ich wäre in Klein-Kabul. Dicht an dicht reihten sich Läden und Dönerlokale mit afghanischen, persischen, arabischen und türkischen Inschriften. Das Volk sah auch danach aus. Mir erstarb jegliches Heimatgefühl.

Nun lese ich, der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland habe in der FAZ einen Gastbeitrag zum Thema „Heimat“ geschrieben und der „renommierte“ Antisemitismusexperte Wolfgang Benz mit seinem hochentwickelten „Nazi“-Riechorgan darin Ähnlichkeiten mit einer Rede Adolf Hitlers von 1933 erschnüffelt, lt. Tagesspiegel:
Eine „globalistische Klasse“ gebe kulturell und politisch den Takt vor. Ihre Mitglieder fühlten sich in einer abgehobenen Parallelgesellschaft als Weltbürger, schrieb der AfD-Politiker. Ihnen gegenüber stünden „diejenigen, für die Heimat noch immer ein Wert an sich ist und die als Erste ihre Heimat verlieren, weil es ihr Milieu ist, in das die Einwanderer strömen“.

Hitler hatte in seiner Siemensstadt- Rede 1933 gegen „eine kleine, wurzellose, internationale Clique“ Front gemacht, die überall und nirgends zu Hause sei, heute in Berlin lebe und morgen in Brüssel. Das Volk aber könne ihnen nicht nachfolgen, es sei „gekettet an seine Heimat, ist gebunden an die Lebensmöglichkeiten seines Staates, der Nation“.
Bei der Beschreibung von Verhältnissen werden sich immer Übereinstimmungen finden lassen, vor allem bei Sichtweisen, wie sie in den 20er-Jahren von links bis rechts verbreitet waren. Benz' üble demagogische Absicht wird deutlich, wo er ein gefühlsbeladenes Wort wählt, um Gauland eine geradezu liebevolle Nähe zu Hitlers Text zu unterstellen. Benz:
Trotz der auffälligen Übereinstimmung von Argumentation und Diktion handelt es sich aus formal-juristischen Gründen wohl nicht um ein Plagiat. Denn nicht der Wortlaut stimmt überein, sondern „nur“ die vorgetragene Ideologie. Doch Gaulands Text ist ganz offensichtlich eng an den Hitlers angeschmiegt.
Benz' Perfidie steckt auch in seiner Betonung seiner vorgeblichen Objektivität:
Nach der Lektüre und der feierlichen Versicherung, man halte nicht alle AfD-Wähler für runderneuerte Nazis, darf man wohl doch vermuten, dass derselbe Geist weht wie einst 1933.
Den Vogel aber schießt Benz mit der religiösen Klassifizierung von Juden in der AfD ab;.
Seit neuestem gibt es eine Gruppe „Juden in der AfD“. Eine Handvoll nur, deren Berechtigung, sich Juden zu nennen, einer rabbinischen Prüfung möglicherweise nicht standhält.

tagesspiegel.de 9.10.2018
Ob er dabei auch an den beamtenrechtlich unqualifizierten thüringischen Verfassungsschutzpräsidenten Stephan J. Kramer gedacht hat? – der nur aufgrund seines vorgeblichen Judentums auf diesen Posten gehievt werden konnte und auf den trotz seiner Konversion auch die Einschätzung als „Kostümjude“ passen würde, wie sie Lea Rosh von traditionell jüdischer Seite erfahren mußte.

PS: Ich kenne Benz' Forschungen nicht, bin aber nach solcher „Objektivität“ auch nicht neugierig darauf.

M. Klonovsky bemerkt Unvergleichliches und gibt verwandte Texte an ... Dazu das Neueste: Gauland soll jetzt nicht mitfühlend Hitler (*1889), sondern direkt den „Kulturwissenschaftler“ Michael Seemann (*1977) plagiiert haben – erschienen im „Tagesspiegel“ 2016 (bildblog)! Wenn das stimmt, hätte Benz' Riechkolben Seemanns Hitler-Plagiat in Gaulands FAZ-Text gewittert! Ein übler Artikel auch bei heise.de 13.10.2018
Die geschwätzwissenschaftliche Unschärferelation läßt alles als möglich erscheinen.



Sigmar Salzburg

10.10.2018 06:24   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Tagesspiegel-online   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Wie wir es dann (1996) so herrlich weit gebracht ...

Wirthschaft, Thäter, Gedächtniß, Rath und Thür

Peter Schmachthagen

Deutschstunde: Als die erste Ausgabe der Berliner Morgenpost erschien, gab es noch keine amtlich einheitliche Orthografie.

Berlin. Wer das allererste Exemplar der Berliner Morgenpost betrachtet, nämlich die Ausgabe vom 20. September 1898, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Unsere heutige digitale Jugend wird sich zwar mehr über den Preis des neuen iPhones aufregen und ein vergilbtes Zeitungsblatt mit Schulterzucken quittieren, doch wir Fachleute bekommen große Augen, als Erstes über den Bezugspreis. Dieses Lokalblatt war für zehn Pfennig zu beziehen – nein, nicht am Tag (das schaffte die „Bild“-Zeitung 1952 auch), sondern in der ganzen Woche einschließlich des Sonntags „frei in’s Haus“! Wer gleich für ein Vierteljahr „abonnirte“, zahlte nur 1,30 Mark. Trotz der damals weitaus geringeren Löhne und Einkommen waren das Beträge, die heute ein sehnsuchtsvolles Seufzen hervorlocken.

Dann erstaunt die Schriftart. Die Zeitung ist in Fraktur gedruckt, die jetzt nur noch die Älteren lesen können. Alle Zeitungen und Bücher erschienen bis in den Zweiten Weltkrieg hinein in dieser barocken „gebrochenen“ Schrift, die so typisch deutsch anmutet, dass einige uninformierte Kommentatoren vorschnell von der „Nazi-Schrift“ sprechen. Allerdings erschienen Flugblätter und Plakate der SPD und sogar der Kommunisten in der Weimarer Republik ebenfalls in Fraktur. Hitler war es selbst, der am 2. Januar 1941 alle Fraktur-Druckschriften als „Schwabacher Judenlettern“ sowie die Sütterlin-Schreibschrift verbieten und durch die Antiqua und in der Schule durch lateinische Buchstaben ersetzen ließ.

Doch zurück zu unserer Erstausgabe. Ich stelle erfreut fest, dass der Sonnabend in der Morgenpost „Sonnabend“ genannt wird, wie es für den Norden und Osten korrekt ist und noch heute für ganz Berlin gelten sollte. Vorhanden war auch ein Leitartikel auf Seite 1, der in den Jahren, als ein junger Kaiser sein Volk „herrlichen Zeiten“ entgegenführen wollte, ins Horn der Jugend blies. Er forderte, die passive Wählbarkeit bei ca. 60 Jahren aufzuheben: „Dann würden unsere Parteivertretungen nicht mehr von Mummelgreisen geleitet sein, die der nothwendigen Entwicklung des Volkslebens den Hemmschuh anlegen. Junge Kräfte brauchen wir überall an der Spitze mit jungen Gehirnen und modernen Begriffen statt der feierlichen alten Herren mit ihren vorsintfluth¬lichen Anschauungen.“ Ließen sich diese Forderungen heute, 120 Jahre später, durchsetzen, würde sich der Bundestag stark lichten.

Um von der Geschichtsstunde zur Deutschstunde zu kommen, betrachten wir die Orthografie (oder die „Orthographie“, wie es damals hieß [und auch heute noch kultiviert und richtig ist]). Wir finden in der Morgenpost so antiquierte Schreibungen wie „roth“, „Wirthschaft“, „Thäter“, „Gedächtniß“, „Rath“ oder „Thür“. 1898 gab es noch keine amtlich einheitliche Orthografie [und heute gibt's trotz „amtlich“ keine einheitliche mehr]. Die deutsche Rechtschreibung ist ein Kompromiss aus phonetischen, historischen und etymologischen (wortgeschichtlichen) Elementen. Sie ist über Jahrhunderte gewachsen. Noch im 19. Jahrhundert pflegte jede Buchdruckerei, Kanzlei und Behörde ihre eigenen Schreibweisen. Selbst die Lehrer desselben Kollegiums hatten unterschiedliche Ansichten über die Orthografie, was den Schülern von Stunde zu Stunde eine große Anpassungsfähigkeit abverlangte [reichlich übertrieben].

Schließlich setzte sich der Direktor des Königlichen Gymnasiums zu Hersfeld hin und gab in Jahre 1880 ein „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ heraus. Sie kennen alle seinen Namen. Es handelte sich um Konrad Duden. Sein 214 Seiten starker „Urduden“, kartoniert für eine Mark vom Bibliographischen Institut in Leipzig angeboten, trug wie kein zweiter zur Vereinheitlichung der deutschen Rechtschreibung bei.

Er diente auch als Vorlage für die Beschlüsse der Staatlichen Orthographiekonferenz in Berlin vom Jahre 1901, die eine amtlich geregelte, weitgehend einheitliche Rechtschreibung festlegte – jedenfalls für die Bereiche, auf die der Staat Zugriff hatte: auf Schulen und Behörden. Privatpersonen wie mein Großvater schrieben weiterhin in steilen deutschen Buchstaben „Rath“ und „Thür“. Die Konferenz kam nur zu einem Abschluss, weil sie mancherlei Kompromisse schloss. Es war damals nicht anders als heute: Wenn sich zwei Professoren über die Schreibweise eines Wortes streiten, werden am Ende drei Möglichkeiten erlaubt.

Es war Konrad Duden selbst, der gleich nach der Konferenz eine Reform der Beschlüsse forderte. Es dauerte aber 95 Jahre, bis eine solche [völlig nichtnutzige!] Rechtschreibreform beschlossen werden konnte. Am 1. Juli 1996 unterzeichneten Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein und einige benachbarte Länder mit deutschsprachigen Bevölkerungsteilen eine zwischenstaatliche Absichtserklärung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung.

Davor hatte es im Jahresrhythmus Reformvorschläge gegeben, die fast alle – Pardon! – an Dämlichkeit nicht zu überbieten waren [wie heute: „Tollpatsch wie Töllpel“!]. So sollte nach den Stuttgarter Empfehlungen von 1954 neben der Großschreibung das Dehnungs-h, das Längen-e und die Vokaldoppelung abgeschafft werden. Das hätte zu „zan, wise, libe“ und „bot“ geführt. [ „dass“ statt „daß“ nützt auch niemand! ]

Hinzu kam, dass die Kulturhoheit mit dem Grundgesetz auf die Bundesländer übergangen war. Die Kultusminister und Schulsenatoren, vielfach Ministerinnen und Senatorinnen, verstanden sich häufig mehr als Ideologen denn als Pädagogen. Sie treffen sich in der Kultusministerkonferenz, die doch 1973 tatsächlich den Beschluss zustande brachte, durchgehend die Kleinschreibung einzuführen. Die deutsche Teilung bewahrte uns davor, dass dieser Beschluss umgesetzt wurde, da mit einem Entgegenkommen der DDR nicht zu rechnen war. Eine getrennte Rechtschreibung in Kreuzberg und in Friedrichshain diesseits und jenseits der Mauer wollte man nun doch nicht riskieren. [...]

morgenpost.de 20.9.2018

Sigmar Salzburg

01.10.2018 09:28   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Berliner Morgenpost   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Zur Eröffnung der türkischen Eroberer-Moschee

Imad Karim 30. Sept. 2018. ·

Die Zukunft Deutschland ist Schramma! [...]

FRITZ SCHRAMMA (CDU) war von 2000 bis 2009 Oberbürgermeister der Stadt Köln. Er war stets ein überzeugter VERFECHTER und KÄMPFER für die Integration. Für seinen DAUERHAFTEN Einsatz für Integration und seine ÜBERZEUGUNGSARBEIT im Sinne einer Akzeptanz der Kölner Bevölkerung für den Bau der KÖLNER GROSSMOSCHEE bekam er den Genç-Preis für friedliches Miteinander ausgezeichnet.

Er war gerade ein Jahr als Oberbürgermeister, da wurde sein einziger Sohn (31j.) von zwei türkischstämmigen jungen Männer, die ein illegales Autorennen mitten in Köln führten, getötet.

https://www.nyaryum.de/18488-Bei-Plasberg-Empörung-über-das…

Das Gericht sprach den beiden Rasern milde, j[a] skandalöse Urteile aus. Die beiden jungen Männer verließen das Gericht lachend und fanden bis heute keine Worte der Entschuldigung für die Familie des getöteten Sohnes. [...]

Fritz Schramma behauptet, er sei immer stets bemüht, human und humanistisch zu handeln, als er den Mördern seines Sohnes verzieh und als er sich vehement, FÜR den Bau der Moschee einsetzte. Ich spreche Herrn Schramma und mit ihm der ganzen verlogenen Elite dieses Landes jeglichen Hauch einer Humanität oder eines Humanismus ab.

Nein, diese Leute sind überhöhte selbsternannte Missionare, die längst den Bezug zur Realität und jegliche Bodenhaftung verloren haben. Das sagen ihnen Leute wie ich, aber sie wollten und wollen uns nicht zuhören.

Diese Leute, so wie Herr Schramma ist heute ein wenig kluger, aber zu spät klüger geworden.

Herr Schramma ist Deutschland von morgen, denn die Ignoranz frisst zuerst die fremden, dann aber bald die eigenen Kinder.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/erdogans-moschee-eroeffnung-erntet-kritik-von-koelns-ex-buergermeister-15807559.html

Siehe auch dies und das.


Sigmar Salzburg

01.10.2018 04:22   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Deutschlernen nicht mehr möglich?

Mitarbeiter von Brennpunktschule in Halle berichtet:
Klassen mit Ausländeranteil von 100 Prozent


Bild: Silvio Kison Über die Sekundarschule an der Kastanienallee in Halle-Neustadt wird derzeit viel diskutiert. Grund ist der hohe Migranten-Anteil.

Die Sekundarschule an der Kastanienallee in Halle-Neustadt genießt landesweit einen zweifelhaften Ruf. Mitten in den Sommerferien hatten sich Lehrer in einem Brief an Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gewandt und sich über den ihrer Meinung nach zu hohen Ausländeranteil beschwert. Die Rede war von 70 Prozent.

Doch geändert hat sich seitdem offenbar nichts. Im Gegenteil: Die Situation sei katastrophal wie nie, berichtet ein Mitarbeiter der Schule, der aus Angst um berufliche Nachteile unerkannt bleiben will. „Es gibt an der Schule drei Klassen, die zwar offiziell als Regelklassen geführt werden, de facto aber keine sind, weil in ihnen ein Migranten-Anteil von 100 Prozent herrscht“, sagt er...

Deutsch als Fremdsprache: „Das System wird vollkommen ad Absurdum geführt“

m.focus.de 28.9.2018 ... gefunden bei Imad Karim

Fehlender Text hier: https://www.mz-web.de/halle-saale/brennpunkt-schule-kastanienallee-insider--klassen-mit-auslaenderanteil-von-100-prozent-31362794

Die Umvolkung läuft, der Osten hat Nachholbedarf.


Sigmar Salzburg

30.09.2018 10:41   Schule   >   Was ist heute Schule?   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Das Echo des Urknalls der „Reform“

Doppelspaltversuch: Was verrät die Quantentheorie über die Realität?

spektrum.de 26.9.2018

Orthographieanalyse –1511 Wörter: 7 dass; 11 sonstige Reform-ss: 6 lässt, 5 bewusst.. [Erleichterung = 0]

Spektum bringt die Übersetzung eines Artikels des Wissenschaftsjournalisten Anil Ananthaswamy über das grundlegende Doppelspaltexperiment zur Interferenz von Licht- und Materiewellen – in Urreformschreibung:

Young [1803] ... schien zunächst Recht zu behalten ... Newton, der meinte, Licht würde ... aus so_genannten Korpuskeln bestehen...[das Überbleibsel der reformistischen Spaltungsorgie]

Interferenzmuster entstehen im Allgemeinen, wenn sich mehrere Wellen überlagern ...[nein, sie entstehen auf einer Projektionsfläche]

Der Augenarzt und Physiker Thomas Young war im Jahr 1807 der Erste [klein wg. Bezug auf Physiker u. als Zahlwort], der mit einem Doppelspalt... experimentierte ...

Mathematisch gesehen ist das, was durch beide Spalte geht, kein physikalisches Teilchen und keine Welle im klassischen Begriff, sondern eine so_genannte Wellenfunktion – ... .

... ist laut der Theorie die Wellenfunktion jedes Photons zusammengebrochen, und zwar in_Folge irgendeines Prozesses, der als Messung bezeichnet wird...

Die Quantentheorie als eine der genauesten physikalischen Theorien entzieht sich bislang einer allgemein anerkannten philosophisch-physikalischen Deutung. Gegenüber stehen sich u.a. die Wahrscheinlichkeitsdeutung, sowie die Führungswellentheorie.

Ich bevorzuge die Vorstellung einer nicht wahrnehmbaren Welle, die erst bei einer Wechselwirkung als Teilchen erscheint. Die ausgedehnte Welle konzentriert sich instantan auf einen Punkt. Diese Nichtlokalität ist auch über große Entfernungen als Verschränkung vermeintlicher Teilchen nachgewiesen.


Sigmar Salzburg

30.09.2018 08:04   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Spektrum der Wissenschaft   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Ex-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder (CDU)

Theodor Ickler erwähnt:
Volker Kauder hat übrigens kräftig mitgeholfen, die Rechtschreibreform durchzusetzen. [Link auf 23.2.2011:] Volker Kauder erklärt das Thema Guttenberg für erledigt. Ebenso hat er sich seinerzeit für die Rechtschreibreform eingesetzt, immer nach dem Motto: Was wir als Politiker einmal beschlossen haben, bleibt!

In unseren Annalen ist dazu nichts verzeichnet; Wikipedia aber schreibt zur causa Kauder: Des Weiteren sind für ihn zentral: „die Bibel als Gottes unmittelbares Wort, der Auftrag zur Mission, die große Bedeutung des Lebens Jesu für den eigenen Alltag, die Sündhaftigkeit des Menschen, die nur durch einen Gnadenakt Gottes und durch den Opfertod Jesu erlöst werden kann.“

Also: „Alle Oberkeit ist von Gott!“ (Paulus/Luther)

Sigmar Salzburg

30.09.2018 07:10   Rechtschreibforum   >   Unsere Politiker und die RSR   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Arschloch mit Fliege“ ...

... wurde Ralf Stegner angeblich parteiintern genannt. Seither fehlt die Fliege, der Geist ist aber derselbe. Eben hatten wir den 20. Jahrestag des Volksentscheids gegen die Rechtschreib„reform“, der nach 354 Tagen und schmutzigen Tricks der SPD von den Altparteien im Komplott annulliert wurde – da wagt es Stegner, eine neue Partei, die Volksentscheide will, „Demokratiefeinde“ zu nennen:
Ralf Stegner hat retweetet
SPD Landtagsfraktion Schleswig-Holstein‏ @SPD_LTSH 28.Sep. 2018
Rückblick auf die #Landtagssitzung "Wir müssen alles dafür tun, unsere #Grundordnung gegen die #Demokratiefeinde zu verteidigen und dafür sorgen, dass die #Populisten so schnell wie möglich wieder aus dem #Parlament verschwinden!" @Ralf_Stegner
Und bald nach der Schurkerei der Volksentscheid-Vernichtung ging die SPD wieder mit der Forderung nach „bundesweiten Volkentscheiden” hausieren, zeigte aber gleichzeitig, daß sie als Scharia-Partei Deutschlands eine Partei der Unterwanderer des Volkes geworden ist. Fort mit ihr in die Bedeutungslosigkeit!

Empfehlung: 28.Sep. 2018 anklicken. – Neuerdings: Link kopieren und in Adresszeile einsetzen!

Ansonsten: Leif-Erik Holm (AfD) faßt die jüngsten antidemokratischen Schandtaten der Deutschlandabschaffer zusammen:

https://youtu.be/0dhpRm6rvUY




Sigmar Salzburg

29.09.2018 06:24   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Eröffnung Neue Frankfurter Altstadt

Die Zerstörung der alten deutschen Städte durch die alliierten Bomberflotten war ein militärisch sinnloses Kriegs- und Kulturverbrechen. Das „Moral Bombing“ zur Demoralisierung der Bevölkerung bewirkte eher das Gegenteil.

Die linken Modernisten im Gefolge des Architektur-Revoluzzers Le Corbusier (übrigens ein Faschistenfreund), die ähnliches schon gefordert hatten, fanden nun endlich die ersehnten Freiflächen, um ihre Wohnmaschinen und autogerechten Straßen zu verwirklichen.

Ungläubig hörten wir daher in den Sechzigern an der Architekturabteilung Hannover, daß die Polen in der usurpierten Stadt Danzig die Altstadt fassadengetreu wiederaufgebaut hätten.

In Deutschland erfolgten noch weitere Abrisse, im Osten aus Ideologie, im Westen außerdem aus Raffgier. Als in Frankfurt der Frankfurter Römer nachgebaut wurde, empörte sich der Architekturkritiker (und Musikwissenschaftler) Manfred Sack, daß sich Architekten „für derlei hergeben“. (Beim Nachspielen der Musik Mozarts und Bachs hatte er diese Bedenken wohl nicht).

1981 sah ich noch Bäume aus den Fenstern der Ruine der Alten Frankfurter Oper sprießen, die der Dynamit-Rudi, SPD-OB Arndt, hatte wegsprengen wollen. Zwei Jahr später konnte ich an der ersten Musikaufführung dort teilnehmen.

Nun ist seit heute die Neue Altstadt Frankfurt eröffnet, die das frühere Aussehen der Häuser hinter dem Römer annähernd wiedergibt. Den mühsamen Kampf dahin beschreibt der einstige FFB-Vorsitzende Wolfgang Hübner, während die „Junge Freiheit“ einen aufschlußreichen Video-Bericht dazu liefert.


https://youtu.be/lIlLF3yX5ak

Die „Junge Freiheit“ zeigt in der orthographischen Gestalt ihrer Druckausgabe zugleich, wie viel einfacher es wäre, auch in der Rechtsschreibung das Altbewährte wiederherzustellen, das von den Ideologen und Fortschrittsfanatikern zerstört wurde.

Dazu bei Tichy von Thorsten Meyer:
Warum hassen Linke die neue Altstadt?
tichyseinblick.de 27.9.2018

... und vom unserem wackeren Dankwart Guratzsch:
Ist Fachwerk faschistisch?
welt.de 23.4.2018




Sigmar Salzburg

28.09.2018 09:27   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Kulturerbe   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


20. Jahrestag – in der Tradition des 17. Juni !

27. September
Tag der deutschen Rechtschreibung


Am 27. September 1998
stimmte die Mehrheit der Schleswig-Holsteiner,
stellvertetend für ganz Deutschland,
gegen die Rechtschreib„reform“
und für die bewährte Schreibtradition.


Das kulturbanausische Vorhaben, über die Schulen
das Volk „erleichternd“ seiner schriftlichen Vergangenheit
zu entfremden, schien gestoppt.

Alle Umfragen seit 1995 hatten bis zu diesem Zeitpunkt
i.M. eine 90prozentige Ablehnung der „Reform“ festgestellt.

Die Volksabstimmung ergab, wegen der Dreiteilung der Wahl-Alternativen,
eine 71prozentige Ablehnung der Reformvorlage der Regierung und
56,4 Prozent für die bedingungslose Beibehaltung der
bewährten Rechtschreibung.

Der „Glänzende Sieg“ der Bürgerinitiative ließ hoffen:
Die Kultusminister hätten nach ihrer eigenen Vorgabe,
nur gemeinsam einheitlich zu reformieren,
das ganze Vorhaben abbrechen müssen.

Aber das Bundesverfassungsgericht, das schon
die Geiselnahme der Schüler nicht beanstanden wollte,
hatte am 14. Juli 1998 noch eine Fallgrube gegraben:
Die Einheit der Rechtschreibung sei nicht erforderlich.

So konnten die „demokratischen“ Politiker der anderen Länder ungerührt weitermachen, obwohl in allen Umfragen von 1995 – 2015 die „Reform“ abgelehnt wurde.

Und warum das Ganze, obwohl die Nichtsnutzigkeit der Reform seit langem erwiesen ist?
Einige Gründe: Ideologische Verblendung, Gesichtswahrung, Klientelpolitik, Gutmenschenfanatismus, Rechthabertum u.a. ...
Einen Grund hat der Österreicher Karl Blüml im Standard (31.1.98) verraten:
„Das Ziel der Reform waren aber gar nicht die Neuerungen. Das Ziel war, die Rechtschreibregelung aus der Kompetenz eines deutschen Privatverlages in die staatliche Kompetenz zurückzuholen.“
... auch als Gefälligkeit für den Bertelsmann-Konzern,
... und natürlich unter dem Drängeln der penetranten Kleinschreibersekte,
die aber nun das Gegenteil erreicht hat:

„Dass Schüler und Lehrer des Öfteren im Nachhinein den Kürzeren ziehen.“

Die Geschichte des folgenden Meuchelmords am Volksentscheid ist hier zu lesen.

Nachtrag: Der Reformfan von Morgenpost und Abendblatt, Peter Schmachthagen, schrieb am 7.8.: „Auf der Suche nach Themen sind einige Kollegen beim Abgleichen der runden Jahrestage auf „20 Jahre Rechtschreibreform“ gestoßen. Auf dieses Jubiläum hätten wir gut verzichten können.“ Die Zeitungen haben über alles geschrieben: 1996, 1998, 2005, 2006 u.s.w. „Verzichtet“ haben sie nur auf „20 Jahre Volksentscheid gegen die Rechtschreibreform“. Klar, eingedenk ihrer eigenen Mitwirkung an diesem Kulturschurkenstück wollen sie ihre Leser nicht daran erinnern.

Bis zum 30. September fand sich bei Google News kein einziger Hinweis auf dieses wichtigste Ereignis während der „Reform“ – Lücken- und Lügenpresse eben.



Sigmar Salzburg

26.09.2018 17:10   Volksentscheid   >   Schleswig-Holstein: Forum zum Volksentscheid   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln