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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Altertümlicher Misstand bei der Mißstandsbeschreibung

Interne Dokumente aufgetaucht
Bamf-Vorgesetzter drohte Josefa Schmid: „Wenn noch ein Bericht über Sie erscheint, dann ...“


Der Bamf-Skandal weitet sich aus: Interne Dokumente scheinen zu belegen, dass die Behörde die leitende Mitarbeiterin mundtot machen wollte, die die Misstände ans Licht brachte. Das Amt dementiert.

merkur.de 24.5.2018

Wie ich gerade gelernt habe, gab man um 1900 in gepflegter ß-loser Orthographie dem „Misstand“ den Vorzug vor der heutigen „Missstandsorthografie“.


Sigmar Salzburg

24.05.2018 18:09   Rechtschreibforum   >   Nein zu Heyse 3   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Der als Antifaschismus getarnte Faschismus

taz 2005: Autorin Bettina Pfeil widmet sich der Geschichte seiner [Shylocks] fast unbekannten Nachfahren, vor allem ihrem dramatischstem Kapitel: der Shoa... Das Schmählied, das eine Venezianerin singt – genauso, wie es ihr als Kind hinterherkrakeelt wurde. Die Geschichte des Barbesitzers, der noch vor dem Inkrafttreten der Rassegesetze „Zutritt für Hunde und Juden verboten“ an den Eingang schrieb...
taz.de 20.4.2005

Die Volksverhetzung lebt auch in Deutschland wieder auf, jetzt getarnt als Antifaschismus, in der undefinierten Beschilderung „Kein Ort für Neonazis“ (AfD eingeschlossen?) von der Amadeu/Kahane-Stiftung, als erpreßtes Bewirtungs- und Vermietungsverbot für AfD-Versammlungen und jetzt als symbolisches Zugreiseverbot vom „Künstler“-Kollektiv Zentrum für politische Schönheit – das schon früher auch im linkslastigen „Humanistischen Pressedienst“ so gepriesen wurde, daß die Bundeskanzlerin aus Angst „vor unschönen Bildern“ einige Wochen später die Grenzen öffnen ließ.




Sigmar Salzburg

24.05.2018 08:03   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Nach dem Antifa-Endsieg „mensch“ statt „man“?

Eben haben wir noch darüber spekuliert, ob man anstelle von „Herr“ und „Frau“ die Anrede „Mensch“ durchsetzen könnte, da zeigt ein Antifa-Ableger, daß dort der Ersatz von „man“ durch „mensch“ schon völlig normal ist. Auch die früher gern gesehene Kleinschreibung wurde durch bemühte Reformschreibung ersetzt. – Aus der Broschüre „Riot Maker“ (Krawallmacher):
Anleitungen
Im folgenden haben wir einige Anleitungen (teils gekürzt) für Aktionsformen, die uns im Zusammenhang mit dem Krawall gegen die deutsche Mehrheitsgesellschaft in Augsburg interessant erscheinen, aus der PRISMA aufgelistet. Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren.

Farbangriff
Mit der Spraydose

Bevor ihr loslegt solltet ihr Latexhandschuhe anziehen ... Auch ob die Dose dann wirklich sprüht und mit welchem Abstand zur Fläche das Gesprayte gut aussieht und nicht verläuft (das passiert, wenn mensch zu nah rangeht), solltet ihr vorher ausprobieren.

Mit Wurfgeschossen ...
Glasbruch
Mit Steinen
Mensch nehme: Eine geeignete Anzahl an Steinen in geeigneter Größe, z.B. Pflastersteine, und Handschuhe... Auch auf Steinen können Fingerabdrücke zurückbleiben. Deshalb solltet ihr schon während ihr die Steine sammelt, unbedingt Handschuhe tragen!

Der klassische Steinwurf hat den Vorteil, dass die Aktivist_innen bei der Arbeit auch einigen Abstand zum Objekt halten können... Und natürlich sollte die ganze Aktion so koordiniert sein, dass mensch sich nicht gegenseitig in die Wurfbahn gerät.

Mit dem Hammer
Mensch nehme: Einen Hammer (besonders geeignet sind spitze sog. Zimmermannshämmer und die schön handlichen roten Nothämmer, die ihr in jedem Bus findet) und Handschuhe (am Besten aus Leder, um die Verletzungsgefahr zu verringern)... [DNA-Spuren!]

Straßenblockaden
Eine Straßenblockade kann eine eigenständige Aktion sein ... Manchmal kann es hilfreich bis notwendig sein, den Bullen bei Anfahrt oder Verfolgung einige “Steine” in den Weg zu legen …

Brennende Autoreifen [Bald auch „necklacing“?]
Autoreifen brennen gut und räuchern die Umgebung ein... Klassisch: Benzin drüber schütten, eine Spur legen, diese anzünden. Nachteil dabei: mensch läuft Gefahr sich mit Benzin einzusauen...

Eine andere Variante ist, in die Reifen eine oder mehrere mit Benzin gefüllte Plastikflaschen zu legen. Um diese herum werden Frühstücksbeutel mit Grillanzündern gepackt. Kurz vor der Aktion drückt mensch eine Tube Pattex darüber und zündet diesen an. Schnell entfernen!

Nagelbretter
... Das Nagelbrett sollte je nach Einsatzort getarnt werden. Auf Waldwegen bieten sich Laub und Zweige an, auf der Straße kann es angesprüht werden... Ein Nagelbrett bringt die Reifen eines auffahrenden Autos zum Platzen. Das bedeutet, dass der*die Fahrer*in leicht die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren kann...

Brennende Autos (mit Grillkohleanzünder)
Ihr nehmt “Renommee”, das ist eine Art Grillanzünder aus dem Baumarkt... Das Auto brennt schon nach wenigen Minuten, deshalb solltet ihr daraufhin schleunigst verschwinden.
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Impressum
Zu früh gefreut, wer wir sind, verraten wir natürlich nicht. Schreibt uns einfach eine E-Mail an augsburg-fuer-krawalltouristen@riseup.net. Ach ja, und vergesst nicht die Verschlüsselung ...
augsburgfuerkrawalltouristen.noblogs.org
Etwas anderes haben wir auch nicht erwartet nach diesen verschwörungstheoretischen und -praktischen Vorbereitungen. Aber worum geht es eigentlich? Die „junge Freiheit“ schreibt (in traditioneller Rechtschreibung):
Bundesparteitag in Augsburg

Mit Brandsätzen und Nagelbrettern gegen die AfD

Auf den ersten Blick wirkt das kleine Büchlein wie ein ganz gewöhnlicher Reiseführer für Augsburg. Im klassischen Design der Marke Marco Polo mit rotem Kreis in der Mitte und gelbem Streifen am oberen Rand. Nur steht auf diesem nicht Marco Polo, sondern „Riot Maker“ – zu Deutsch: „Krawallmacher“. Es ist ein Reiseführer für die linksextreme Szene, die für das letzte Juni-Wochenende in Augsburg erwartet wird, wenn die AfD dort ihren Bundesparteitag abhält...

Doch nicht nur die AfD steht im Visier der gewaltbereiten Linksextremisten. Im Kapitel „Sehenswürdigkeiten“ listet der Reiseführer unter „rechte und autoritäre Organisationen“ auch die Parteizentralen von CSU, SPD und Bayernpartei in Augsburg auf, sowie die Häuser dreier Studentenverbindungen und das Karrierecenter der Bundeswehr.
Sehenswürdigkeiten
Interessante Ort[e] für dezentralen Protest in Augsburg
... All diese „Sehenswürdigkeiten“ sind sicher einen Besuch wert, immerhin könntet ihr die Letzten sein, die diese zu Gesicht bekommen.
Selbst die Stadtbibliothek Augsburg wird als potentieller Angriffsort aufgeführt, da dort Ende April eine Veranstaltung der CSU mit dem Titel „Die 68er und ihre geistigen Brandstifter“ stattfand.

jungefreiheit.de 23.5.2018
Würden solche Bürgerkriegsvorbereitungen bei irgendwelchen „Rechten“ bekannt, wäre schon längst der Notstand ausgerufen worden und eine Verhaftungswelle rollte. So aber spielt sich alles unter der „unaufgebauschten“ Nachsicht von Schwesig und Stegner ab. – Siehe auch Randalemeister 2015.

Sigmar Salzburg

23.05.2018 12:36   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Aus der Schwäbischen

Sprachplauderei: Eine Lanze für die Rechtschreibung
Vor vier Wochen ging es hier um den Unterschied zwischen aufs Geratewohl (richtig) und aufs Geradewohl (falsch). Das rief einen Leser auf den Plan: „Hören Sie doch endlich auf mit Ihrem Rechtschreibfimmel! Das interessiert niemanden mehr.“ Sprach’s und hängte wieder auf.

„Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben“ heißt ein verdienstvolles Bändchen aus dem Duden Verlag (64 Seiten, 8 Euro), das genau für das Gegenteil steht.

[Also eine Broschüre des Dudenverlages, die dem Ansehen der von den Kultusministern mutwillig verballhornten Rechtschreibung wiederaufhelfen soll.:]

... Auf der anderen Seite vergibt sich eine Gesellschaft enorm viel, wenn sie die korrekte Form des Schreibens vernachlässigt. Weil Rechtschreibung zur Zivilisation gehört, zum strukturierten Denken, zum Respekt gegenüber der Muttersprache, weil sie zur Chancengleichheit beiträgt, weil sie etwa bei Bewerbungen über Lebenswege entscheidet – kurz: weil man Inhalt immer ernster nimmt, wenn die Form stimmt. All dies wird in der Broschüre thematisiert.

Einen Webfehler hat sie allerdings: Zwei der Diskutanten sind Mitglieder des 2004 ins Leben gerufenen Deutschen Rechtschreibrats. Und so verwundert es nicht, dass an einer Stelle die bei der Reform eingeführte Variantenschreibung als sinnvolles Konzept schöngeredet wird. Dass man also schwarzes Brett schreiben kann oder Schwarzes Brett, schwarzes Gold oder Schwarzes Gold, beim Schwarzen Meer oder beim Schwarzen Freitag aber nur die eine Form gilt.

Eingeweihte wissen, warum das so kam: Zur Zweidrittelmehrheit verpflichtet, musste sich die internationale Expertenrunde bei Uneinigkeit notgedrungen immer für Varianten entscheiden. Also eine Verlegenheitslösung – und mit schlimmen Folgen.

Wenn mir die Neuregelung die Möglichkeit lässt, hoch geehrt zu schreiben oder hochgeehrt, warum soll ich mich dann bei hochgelehrt an eine einzige vorgeschriebene Form halten? So fragt sich der sprachwissenschaftlich unbedarfte Schreiber – und schludert fortan munter vor sich hin. Dass eine solche Attitüde höchst ansteckend ist, versteht sich.

schwaebische.de 18.5.2018


Sigmar Salzburg

23.05.2018 06:55   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   SZON.de Schwäbische Zeitung online   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die bewährte Groß- und Kleinschreibung erleichtert die Orientierung im Satz

... war aber für die Kleinschreibideologen der Hauptantrieb zur Rechtschreib„reform“. Nachdem sie damit nicht durchkamen, rächten sie sich, indem nun adverbiale Wendungen wie „im allgemeinen“, die gleichrangig für „meistens“ o.ä. stehen, „bei Verdacht auf Substantiv“ großgeschrieben werden sollen. Das Untergeordnete wird optisch zum Wichtigsten im Satz aufgeblasen, wie ich gerade beim Nachschlagen einer Physikvorlesung fand:

Postulat 1. Zu einem Teilchen (Massepunkt) gehört eine eindeutige, quadratisch integrable, im Allgemeinen komplexe Wellenfunktion ψ(x,t).

Man postuliert dann eine weitere, ebenfalls eindeutige, quadratisch integrable, im Allgemeinen komplexe Wellenfunktion ϕ(p,t) ...

Quantenmechanische Operatoren kommutieren im Allgemeinen nicht.

Zudem sind quantenmechanische Operatoren linear, erfüllen das Distributiv- und Assoziativgesetz, er[f]üllen im Allgemeinen das Kommutativgesetz nicht und besitzen reelle Erwartungswerte. [Messerwartungswerte!]


Sigmar Salzburg

23.05.2018 06:07   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 4   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

spiegel.de 20. Mai 2018, 19:24 Uhr

Allgäu Airport
Polizei kontrolliert Schulschwänzer am Flughafen
Flüge sind in den Ferien teuer - manche Eltern lassen ihre Kinder deshalb die Schule schwänzen, um früher zu starten. Die Polizei in Memmingen griff nun zu einem besonderen Mittel.


Vor dem Start der Pfingstferien haben sechs Beamte Familien kontrolliert, die unter der Woche am Allgäu Airport erschienen. Der Grund: Immer wieder lassen Eltern ihre Kinder die Schule schwänzen, um früher in den Urlaub starten zu können. Doch in Deutschland gilt die Schulpflicht.

Wie die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West gegenüber SPIEGEL ONLINE bestätigte, wurden bei der Aktion mehrere Kinder im schulpflichtigen Alter entdeckt. Nach Rückfragen bei den zuständigen Schulen war in zehn Fällen klar: Die Kinder waren unentschuldigt dem Unterricht ferngeblieben.

"Das Phänomen ist uns seit Längerem bekannt, und so etwas gehört eben auch zu unseren Aufgaben", kommentierte ein Polizeisprecher die Maßnahme. "Wenn der Lehrer dann sagt, dass er auf die Anwesenheit der Kinder besteht, müssen wir sie zurückbringen."

Ob das geschehen sei, wusste der Sprecher nicht. Das sei aber unwahrscheinlich, schließlich müsse die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Vielmehr müssten die Eltern wohl ein bisschen vom Urlaubsgeld für eine Ordnungsbuße aufheben.

Zehn Anzeigen gegen Eltern sind bei den zuständigen Landratsämtern eingegangen. In der Regel haben die Eltern in einem solchen Fall zwei Wochen Zeit, einen triftigen Grund für das unentschuldigte Fehlen geltend zu machen.

Die Höhe der Bußgelder bestimmt der Ordnungswidrigkeiten-Katalog. Rund um die Ferien ist Schulschwänzen aber teuer als im restlichen Schuljahr, berichtete die "Augsburger Allgemeine" bereits im vergangenen Jahr.

löw/dpa

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/memmingen-polizei-kontrolliert-schulschwaenzer-am-flughafen-a-1208757.html

Kevin Kraus

22.05.2018 21:16   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Laokoon

Theodor Ickler, 20.5.2018: „Daß Demagogen (heute sagt man Populisten) einen Staat zugrunde richten, kommt immer wieder vor... Besonnene Menschen machen sich an die Lösung des Problems*, aber allzu viele ziehen es vor, erst mal alles (das ganze "System") kurz und klein zu schlagen. Hierher gehören die Überfremdungs-Hochrechnungen.“

Wie diese? – Timeo Danaos virides et dona humana ferentes.


Sigmar Salzburg

22.05.2018 21:01   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Geschlechtergerechte Sprache

Kommt das Gendersternchen jetzt in den Duden?

... Am 8. Juni will der Rat für deutsche Rechtschreibung, der die amtliche Schreibweise von Worten festlegt, sich bei seiner Sitzung in Wien mit „geschlechtergerechter Schreibung“ befassen. Mit auf der Tagesordnung steht das Gendersternchen.

Es wird bei Personenbezeichnungen zwischen den Wortstamm und der weiblichen Endung eingefügt: „Kolleg*innen“. Damit wollen viele Schreiberinnen und Schreiber auch Frauen sprachlich sichtbar machen. Ursprünglich soll der Stern aber auch auf die Fülle anderer Geschlechter verweisen, ebenso wie der „Gendergap“ (deutsch: „Geschlechterlücke“): „Kolleg_innen“.

Warum befasst sich der Rat für Rechtschreibung mit dem Thema?

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat die Aufgabe, den Schreibgebrauch zu beobachten [„Reformdurchsetzungsforschung“] So geraten auch orthografische Phänomene wie das Gendersternchen in seinen Blick. Sprachpolitisch will der Rat aber nicht wirken, wie Heinz Bouillon, Linguistikprofessor in Louvain und Vorsitzender der zuständigen Arbeitsgruppe des Gremiums, betont.

Vielmehr reagiert der Rat aktuell auf eine Anfrage des Landes Berlin vom April, nämlich der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, genauer: der dort angesiedelten Landesstelle für Gleichbehandlung. Diese hatte um eine Formulierungsempfehlung gebeten: Wie lässt sich angemessen über Personen jenseits der beiden klassischen Geschlechter Mann und Frau schreiben? Gemeint sind einerseits Intersexuelle (also Menschen, deren angeborene Geschlechtsmerkmale, von der herrschenden Norm nicht als „eindeutig“ akzeptiert werden) oder solche Transmenschen, die sich weder als männlich noch als weiblich identifizieren.

Der Rat hat nach dem Karlsruher Urteil vom November noch weitere Anfragen registriert, bei denen es um die Möglichkeit ging, ein drittes Geschlecht angemessen abzubilden. Das Bundesverfassungsgericht hatte festgestellt, die bisherigen Regelungen des Personenstandsrechts, die bloß „männlich“ oder „weiblich“ sind und keine dritte Möglichkeit zulassen, verstießen gegen das Grundgesetz.

Allerdings sei dieses Thema zuallererst „sprachpolitisch und erst in zweiter Linie orthografisch“, sagt Sabine Krome, die die Geschäftsstelle des Rats für deutsche Rechtschreibung vertritt und das Positionspapier zur geschlechtergerechten Schreibung für die anstehende Sitzung in Wien vorbereitet. Möglicherweise werde der Rat also abwarten, wie Bund und Länder sich in der Angelegenheit verhalten.

www.tagesspiegel.de 17.5.2018

Es gibt genetisch nur zwei Geschlechter: Frauen mit vollkommenem XX-Chromosomensatz und singulärem X-Satz (0,02 Prozent) und Männer mit XY- sowie weniger gelungene mit XXY-Chromosomen (0,2 Prozent). Es war ein Trick der Gender-Lobby, das Verfassungsgericht zu übertölpeln, ein „drittes Geschlecht“ zu fordern und dafür auch noch die Sprache umzugestalten.

Da es seit langem zulässig ist, Leute mit Identifikationsstörungen ihr Geschlecht selbst definieren zu lassen und sich sogar einer „geschlechtsangleichenden“ Operation zu unterziehen, könnten sich die genetisch Betroffenen mühelos einer der beiden Gruppen anschließen oder einfach Xo oder XXY in ihren Paß eintragen lassen.

Ob die Anrede „Mensch“ o.ä. sich anstelle von „Herr“ oder „Frau“ gegen die überwältigende Mehrheit der Sprachnutzer durchsetzen läßt, ist sehr die Frage. Aber das hat man ja auch bei der Rechtschreib„reform“ kaum glauben können. Der nichtsnutzige „Rat“ ist sicher dankbar, wieder Aufgaben zugewiesen zu bekommen, da er die verbliebenen Albernheiten der „Reform“ nicht abändern darf und will.



Sigmar Salzburg

22.05.2018 14:59   Rechtschreibforum   >   Rat für deutsche Rechtschreibung   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Wie bei der Rechtschreib„reform“!

Deutsche Politiker und Medien verbreiten wieder einmal Fake-News
Obama-Atomabkommen mit dem Iran hat offiziell keinen Vertragsstatus


US-Präsident Donald Trump hat das von seinem Vorgänger Barack Obama mit dem Iran geschlossene Atom-Abkommen aufgekündigt. Deutsche Politiker und Medien schwafeln von Vertragsbruch und einem Verstoß gegen das internationale Vertragsrecht. Dabei hatte das Abkommen keinen Vertragsstatus.

Barack Obama ließ sich für sein mit dem Iran abgeschlossenes Atomabkommen in der Öffentlichkeit und in den Medien feiern. Wohl wissen[d], dass er politisch und parlamentarisch in den USA zu keiner Zeit die notwendige Rückendeckung für dieses Abkommen gehabt hat. Deswegen hat er es auch wohlweislich unterlassen, sein Abkommen dem Kongress zu einer Ratifizierung vorzulegen. Doch eine solche Ratifizierung ist zwingend erforderlich, um einem wie auch immer gearteteten Abkommen den Status eines Vertrages zukommen zu lassen.

freiewelt.net 18.5.2018

Auch die Absprachen zur Rechtschreib„reform“ waren keine staatsrechtlichen Verträge. Am 18.8.1997 schrieb mir die Ministerialrätin Gerburg Böhrs vom Kieler Kultusministerium auf meinen Protest gegen die Rechtschreib„reform“ scheinheilig:
„Das Bildungsministerium ist an die Wiener Absichtserklärung gebunden … Gerburg Böhrs“.
Bald darauf entschied das Bundesverfassungsgericht, daß praktisch jedes Bundesland seine eigene Rechtschreibung beschließen könne, wenn die Verständigung noch möglich sei. Das wurde dann aber nur ausgenutzt, um die „Reform“ ohne moralisch-rechtliche Bedenken trotz des gegenteiligen schleswig-holsteinischen Volksentscheids in den übrigen Bundesländern weiter durchzusetzen. Als ich dann im Prozeß 2008 auf die den Ländern zugestandene Freiheit hinwies, bestand die Richterin auf der nun angeblich dem Bundesverfassungsgericht geschuldeten Treue, deren Folgen ich dann „Narrenfreiheit für die Kultusminister“ nannte. Sachliche Argumente waren damit außer Kraft gesetzt. Juristen können eben alles.

Sigmar Salzburg

22.05.2018 10:34   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


T-Onlines Versprechungen

Tagesanbruch: Gute Nachrichten, Merkels China-Reise, Einsteins Gehirn...
http://www.t-online.de/nachrichten/id_83768480/tagesanbruch-..
vor 10 Stunden

Und in Münster? Ja, was ist in Münster? Mal nachsehen … Hmm … Tja … Oh! Hab was gefunden: In Münster werden heute Teile von Albert Einsteins Gehirn angeliefert. O-Ton Deutsche Presse-Agentur. Ein wunderbarer Satz. Was dahintersteckt, erfahren Sie heute, wie überhaupt alles, was wichtig ist, wie gewohnt auf Deutschlands Nachrichtenseite Nummer eins: t-online.de.

Pustekuchen, da ist nix zu finden!


Sigmar Salzburg

22.05.2018 09:12   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Ist der Ramadan wichtiger?

Kirchen und Regierung übertreffen sich gegenseitig in der Islam-Umarmung:
Alice Weidel 21. Mai 2018 lustig. Verblödet 😂
schwaebische.de
Pfarrer trägt aus Protest gegen Weidel Kopftuch in der Messe.

Alice Weidel 21. Mai 2018

+++Bundesregierung: Gute Wünsche zum Ramadan - nicht aber zu Pfingsten!+++

Wenn muslimische Feiertage beginnen, dann ist auf die Bundesregierung Verlass. So wünschte sie den Muslimen in Deutschland über Facebook bereits Anfang der Woche einen „gesegneten und friedvollen Ramadan“. Nun hätte man erwartet, dass den Deutschen auch anlässlich des Pfingstfestes „gesegnete und friedvolle“ Wünsche entgegengebracht würden, doch: Fehlanzeige. Während man den Ramadan feiert, als gehöre er zu Deutschland, werden christliche und kulturelle Traditionen derer, die schon länger hier leben, nahezu vollständig ignoriert!
Nun, schon vor über hundert Jahren gab es skurrile Pastoren und wurde der pfingstliche Geist nicht mehr so ernst genommen. Mein Stiefvater (baltischer Uradel) besaß ein baltisches Anekdotenbuch, in dem erzählt wurde:

Ein Pastor wollte seine Pfingstpredigt bildhaft untermalen, indem der Küster an verabredeter Stelle eine Taube aus einem Holzkasten aufflattern lassen sollte. Als dann an der Stelle der Pastor dramatisch ausrief, „Heiliger Geist, erscheine!“ kam der Küster atemlos angelaufen und stammelte in (inzwischen ausgestorbenem) baltischem Platt: „Herr Pastor, Herr Pastor, den Heiljen Jeist hett de Katt opfreten!“



Sigmar Salzburg

22.05.2018 06:02   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Beschluß chinesischer Kulturfunktionäre im Hotel „Langem“ im Da-Bezirk?

Der deutsche Sinologe Kai Marchal, Jahrgang 1974, ist Professor für Philosophie an der National Chengchi University im chinesischen Inselstaat Taiwan und schreibt in einem langen Artikel über neuere chinesische Literatur:
Die eigene Stimme verloren zu haben, keine Wörter mehr zu finden, die noch etwas bedeuten können in einer verödeten Gesellschaft, ist eine Grunderfahrung chinesischer Schriftsteller... Eine ähnliche „kulturelle Wiederaufladung“ belegt wohl auch der Selbstmord einer 26-jährigen Schriftstellerin im letzten April in Taipeh: In ihrem ersten und einzigen Roman, Fang Siqis Paradies der ersten Liebe, wird die 13-jährige Hauptfigur von ihrem 50-jährigen Chinesischlehrer vergewaltigt. Lin Yihan gab in einem Fernsehinterview kurz vor ihrem Tod zu verstehen, dass diese Handlung auf eigenem Erleben beruhe – und erklärte sodann mit manisch leuchtenden Augen dieser „großartigen, fünftausendjährigen Sprache“ ihre unbedingte Loyalität (der Lehrer habe sie mit der Beschreibung zerbre[c]hlicher Frauenkörper und antikisierenden Zeichengebilden wie huai cai bu yu 懷才不遇, wörtlich: „talentiert, aber glücklos“, verführt). Derselbe Kulturnationalismus wird seit Langem von der kommunistischen Partei bedient oder sogar verstärkt, die neuerdings ihre Sportler und Schauspieler die Propaganda in klassischem Chinesisch vortragen lässt.

zeit.de 13.5.2018
Leider sieht man im Propaganda-Video Maos „Reform“-Zeichen auch in den klassischen Texten – wie bei uns.


Sigmar Salzburg

21.05.2018 05:44   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Politisch korrekte Karikaturen

In den Sechziger Jahren hängte der Staatsanwalt ein Bild des Malers Georg Baselitz ab: „Die lange Nacht im Eimer“ – weil es einen Onanierenden mit Riesengemächt zeigte und somit sittengefährdend sei.
Wiki: » Der Kunsthistoriker Klaus Gallwitz beschrieb das Motiv: „Die Gestalt, die vom Körperbau an einen Jungen erinnert, steht mit gespreizten Beinen da und hält mit der linken Hand einen überdimensionierten Phallus.“«
Die satirische Zeitschrift Pardon brachte dazu eine Maßtabelle für die von Phall zu Phall zulässigen Penislängen, beginnend mit „beklagenswert“ über „hochanständig“, „anständig“, „jugendgefährdend“ „unsittlich“ oder so ähnlich ... das Höchstmaß weiß ich nicht mehr.

Jetzt ist es wohl an der Zeit, Euronormen für zulässige Ohrengröße, Lippendicke und Nasenlänge karikierter Juden in Brüssel ausarbeiten zu lassen, wie der Fall Hanitzsch in der Süddeutschen zeigt:
18. Mai 2018, 18:10 Uhr
In eigener Sache
Stereotype und Klischees

Kurt Kister erklärt die Haltung der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung" zur Netanjahu-Karikatur und die Gründe, die zur Trennung vom langjährigen Karikaturisten Dieter Hanitzsch geführt haben..

Von Kurt Kister, Chefredakteur

Am Dienstag erschien auf der Seite Vier eine Zeichnung unseres langjährigen Karikaturisten Dieter Hanitzsch. Man sah eine Figurine des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, ... Im Gesicht des karikaturistisch Porträtierten sah man eine sehr große Nase und eher dicke Lippen. Die Ohren waren sehr groß...

Diese Karikatur führte innerhalb und außerhalb der SZ zu Verwerfungen, zu denen auch gehört, dass die Chefredaktion die Entscheidung getroffen hat, dass Dieter Hanitzsch nicht mehr für uns zeichnen wird...

Anders als der Zeichner und der Redakteur bin ich der Auffassung, dass sie antisemitische Stereotype oder Klischees enthält. Ich kenne Dieter Hanitzsch lange genug, um zu wissen, dass er weder Rassist ist noch Antisemit.

Das aber ändert nichts daran, dass die Art der karikaturistischen Überzeichnung der Netanjahu-Figur physiognomische Merkmale hat, die auch heute noch in vielen Ländern dieser Erde benutzt werden ...

sueddeutsche.de 18.5.2018
Karikaturen sollen den Typus des Karikierten durch Überzeichnung symbolisch kenntlich machen. Das ist jetzt anscheinend nicht mehr möglich: Demnächst dürfen Schwarze nur noch weiß dargestellt werden, Chinesen ohne Schlitzaugen und Netanjahu wohl auch nicht mit Schlitzohren.

Sigmar Salzburg

20.05.2018 13:12   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Nachtrag zu „Focus“

Die Volksverblödung durch das „Fakten, Fakten, Fakten“-Blatt geht weiter:
Nach Islam-Hetze von AfD-Chefin:
Muslima erklärt, wie sie deutschen Wohlstand sichert

Weidels Äußerungen zeugt für die [islamische] Unternehmerin [und „Hessin“ Sara Naggar] vor allem von Unwissenheit: „Wenn sie sich mit der Geschichte Deutschlands auskennen würde, wüsste sie, dass die Muslime Deutschland mit aufgebaut haben,“ erklärt sie.
focus.de 18.5.2018
Ich kann Frau Naggar versichern, daß ich zwischen 1955 und 1965 viele deutsche Städte gesehen habe, die alle bestens (wieder)aufgebaut waren. Helmut Kohl wollte 1982 vorteilhaft die Hälfte der seit Anfang 1962 eingeströmten 1,5 Millionen türkischen Gastarbeiter nach Hause schicken. Das wurde wohl vergessen, als die Wiedervereinigung überraschend möglich wurde und Kohl sich ebenso überraschend islamisch versippt fand.

Frau Naggar hat naturgemäß keine Ahnung, sollte damit aber nicht noch die Islamisierungs-Lobby bedienen. Michael Klonovski hat die Zeit auch nicht miterlebt, aber er hat sich über diese Geschichte Deutschlands gründlich belesen.

Nebenbei: Ihr islamischer Verhüllungsschlabberlook gehört auch nicht zu Deutschland.



Sigmar Salzburg

19.05.2018 13:28   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Schäuble rügt das korrekte Nennen von Tatsachen

Focus gebraucht wieder das Wort „hetzen“ und hetzt damit gegen unbestreitbare Tatsachenfeststellungen der AfD-Abgeordneten Weidel:
Weidel hetzt gegen "Kopftuchmädchen" - Buh-Rufe und Rüffel von Schäuble
9.01 Uhr: ... Zunächst spricht Alice Weidel für die AfD-Fraktion. ... An die Adresse der Bundesregierung sagt Weidel: „Sie wollen Ihr eigenes Volk zusammenstellen.“ ...
9.08 Uhr: "Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner" würden im Lande bestimmen, wo es langgeht, so Weidel. Empörung in allen Fraktionen - außer der AfD. "Dieses Land wird von Idioten regiert", schließt Weidel. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rüffelt die AfD-Fraktionsvorsitzende: "Sie haben in Ihrer Rede die Formulierung 'Kopftuchmädchen' verwendet. Damit diskriminieren Sie alle Mädchen, die ein Kopftuch tragen", betont er.
focus.de 16.5.2016
Alice Weidel hatte wörtlich gesagt:
„Doch, ich kann Ihnen sagen, Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messer-Männer und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.“
Die Frauen werden hier nicht diskriminiert, sondern vielmehr als Objekte oder Opfer der islamischen Religionsdressur kenntlich gemacht. Sie sollen ihre Unterwerfung unter die Religion dauerhaft spüren und verinnerlichen, sich ohne Tuch „gottlos“ vorkommen, als Ehefrau dem Manne untertan sein und wieder „Kopftuchmädchen“ produzieren. Zugleich erwartet man von ihnen das Reklamelaufen für den Islam – mit erleichterter Kontrolle ihres öffentlichen Verhaltens durch ihre Glaubens„brüder“. Und wenn sie nicht spuren, droht Ehrenmord.

Daß sie damit nicht voll einsatzfähige, integrierte Mitglieder unseres Gemeinwesens werden, sondern eher Islam-U-Boote, ist unbestreitbar. Obwohl die Mädchen eigentlich erst mit der Pubertät ihr Haar verhüllen sollen, legen viele Imame und Eltern Wert darauf, daß schon Vierjährige das Kopftuch tragen, damit sie es als Körperteil empfinden und bei seinem Fehlen Schamgefühl entwickeln. Die frühkindliche Prägung eines ähnlichen Tabus hat ein Soziologe für einen afrikanischen Negerstamm beschrieben: Dort gilt der weibliche Hintern als Schamteil, und wenn die Frauen nackt überrascht werden, werfen sie sich auf den Rücken. Die Burka ist nun die absurde Überspitzung solch ethnoreligiöser Scham- und Unterwerfungsdressur, die keinesfalls nach Europa gehört.

Aus Kiel wurde mir berichtet, daß dort sogar Schülerinnen mit Burka im Bus fahren und sorgsam Abstand zu Ungläubigen halten. Bei genügender Anzahl von Kopftuchmädchen ist auch auf dem Schulhof keine Integration erkennbar, sondern sie bleiben unter sich und reden selbstausgegrenzt in ihrer Sprache miteinander.

Wenn der nun etwas senile Inzuchtsverhinderer und einstige Spendenkofferträger Schäuble trotz dieser Tatsachen aus Haß gegen die AfD die Abgeordnete Weidel mit einer Rüge überzieht, so sei ihm gesagt: Nicht Weidel diskriminiert die „Kopftuchmädchen“, sondern eine unsinnige religiöse Lebensdiktatur tut alles, um ihre erwünschte Ausgrenzung sichtbar zu machen und aufrechtzuerhalten.


PS. Adorján F. Kovács hat in freiewelt.net 17.5.2018 noch auf andere Aspekte zum Thema hingewiesen.


Sigmar Salzburg

19.05.2018 10:32   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Merkel trifft Putin ...

... und begrüßt ihn mit dem slavischen Blick ihrer polnischen Vorfahren (Spiegel-Bild). Die Spiegel-Berichterstatterin läßt im unklaren, ob die Zivilisten in Idlib Geiseln oder Sympathisanten der „Rebellen“ sind.
... Russland möge vermitteln, damit die äußerst gefährliche Lage um die Stadt Idlib, wo sich 50.000 Rebellen zusammen mit Zivilisten verschanzt haben, entschärft werden kann.
Und nun kommt es auf das „wie“ an: Nicht „wieviel“, sondern „wie“ das viele Gas durch die Ölleitung (!) strömen könnte. (Oder „fließt“ da Flüssiggas?) „Wie viel“ und „so genannt“ sind zwei sprachwidrige Wortspaltungen, deren Rücknahme bei der Revision 2006 vergessen wurde:
Im Gegenzug konnte Merkel vor allem eines anbieten: weitere Unterstützung für Nord Stream 2. Berlin stemmt sich bisher in Brüssel gegen die EU-Kommission, die Russland per Verordnung vorschreiben will, wie_viel Gas durch die Ölleitung fließen könnte.
Wieder zeigt sich, daß das Heysesystem auch nach zwanzig Jahren nicht beherrscht wird:
Bei ihrem Eintreffen im Palast hatte der russische Präsident die Kanzlerin mit einem Strauss weißer Rosen empfangen.

spiegel.de 18.5.2018
Gestern zeigte Google News erstmals wieder ältere Einträge an, u.a. ein MDR-Interview anläßlich des 20jährigen Reformjubiläums mit dem DDR-Reformer Dieter Nerius. Der behauptete, dort habe man (er) die „Reform“ erst auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Als Glanzstück führte er die Heyse-ss/ß-Regel an. – Im gleichen Jahr hatte aber der Westreformer Lutz Götze im Schreibwettbewerb der Reformgegner wütend beklagt, daß man das ß (wegen der folgenden Fehlerkatastrophe) nicht gänzlich abgeschafft habe.


Sigmar Salzburg

19.05.2018 07:17   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   SPIEGEL 2   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Enzensberger reformfrei im „Spiegel“

Heute morgen blätterte ich im Wartezimmer im „Spiegel“ (den ich seit seinem „Reform“-Umfall nicht mehr kaufe). In Nr. 17 vom 21. April 2018 fand ich einen längeren Text, oh Wunder, in bewährter Rechtschreibung. Der Verfasser war, kein Wunder, Hans Magnus Enzensberger, der mit seinem Verdikt der Reformmacher als „Sesselfurzer“ für sich schon moralisch eine Unterwerfung ausgeschlossen hatte – was aber für andere kein Hinderungsgrund gewesen wäre. Sein Essay hatte den Titel „Lebenskünstler“. Es ging um Ricarda Huch, Curzio Malaparte, Gustav Regler, Nadeschda Mandestam ...

Leider wurde ich zu schnell abgerufen, aber mir fiel noch ein, daß zur Zeit der eifernden Zwangsunterwerfung die Spiegel-Redaktion darauf bestanden hatte, einen Text des Althistorikers Christian Meier in die „gültige“ Rechtschreibung zu konvertieren und dieser daraufhin auf die Veröffentlichung verzichtete.

Die weltfremden, aber parteilichen Bundesverfassungsrichter haben reichlich danebengegriffen, als sie dem größten und sinnlosesten Erpressungswerk der Kultusminister und ihrer Hintermänner ihren Segen erteilten:


„... auch für die Zeit nach dem 31. Juli 2005 ist nicht erkennbar, daß ein Festhalten an den überkommenen Schreibweisen für den Schreibenden mit gesellschaftlichem Ansehensverlust oder sonstigen Beeinträchtigungen der Persönlichkeitsentfaltung verbunden sein könnte.“ (Bundesverfassungsgericht 14.7.1998)

Sigmar Salzburg

18.05.2018 13:40   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Spiegel   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Correctiv“ für politisch korrekte Berichterstattung

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hatte festgestellt, daß „Mohammed“ in Bremen inzwischen der häufigste Jungenname für Neugeborene sei. Aber erst, als die „Junge Freiheit“ das aufgriff, trat die Gruppe „Correctiv“ – auch für Maas-mäßige „Hass- und Fake-News“-Kontrolle bei Facebook aktiv – in Aktion und lieferte einen „Faktencheck“. Es gelang ihr aber nicht nur nicht, diese Behauptung zu widerlegen, sondern sie deckte unfreiwillig auf, daß die Bremer Standesämter verschleiernd zählen, indem sie jede Schreibvariante getrennt aufführen:
Echtjetzt

Faktencheck: Ist Mohammed der beliebteste Vorname in Bremen?

Die Standesämter Bremen und die Gesellschaft für deutsche Sprache kommen zu abweichenden Ergebnissen bei den beliebtesten Vornamen für Neugeborene.
Die Seite „jungefreiheit.de” schreibt, Mohammed sei der beliebteste Jungenvorname 2017 in Bremen. Die Innenbehörde Bremen widerspricht. Wer hat recht?
„In Bremen hat erstmals ein arabischer Name die Spitzenposition auf der Rangliste der beliebtesten Vornamen erobert. Mohammed war 2017 zusammen mit Leon der am häufigsten ausgesuchte Name in dem Bundesland”, schreibt die Seite „jungefreiheit.de” und beruft sich auf Zahlen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). Die Innenbehörde Bremen erklärt dagegen auf Nachfrage von EchtJetzt: „Mohamed war in 2017 nicht der beliebteste Vorname für Jungen in Bremen.

Wie kommt es zu den unterschiedlichen Aussagen – und welche stimmt?

83 Mal – so oft wurde im Jahr 2017 Mohammed in Bremen als Name für Jungen vergeben. Ob der Name an erster Stelle steht, oder nur Zweit- oder Drittname ist, macht in der Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache keinen Unterschied. Insgesamt kamen in Bremen im letzten Jahr 5317 Jungen zur Welt. Für ihre Berechnungen der beliebtesten Vornamen im Bundesland Bremen zieht die Gesellschaft für deutsche Sprache die Daten aus drei Standesämtern zusammen: Bremerhaven, Bremen-Nord und Bremen-Mitte. Das Ergebnis: Mohammed landete, genau wie Leon, mit 83 Mal, auf dem ersten Platz.

Bei der Innenbehörde Bremen kommt man jedoch zu anderen Ergebnissen. „In den Standesämtern Bremerhaven, Bremen-Nord und Bremen-Mitte befindet sich der Name Mohamed oder Varianten des Namens nicht unter den Top 25”, schreibt Nesrin Kök-Evcil von der Innenbehörde Bremen. Stattdessen fänden sich dort auf dem jeweils ersten Platz der drei Standesämter die Namen Ben (Bremerhaven), Paul (Bremen-Nord) und Leon (Bremen-Mitte).

Der Grund ist eine andere Zählweise der Namen. „In den Standesämtern erfolgt die Namensauswertung nach der exakten Schreibweise”, erklärt Kök-Evcil von der Inne[n]behörde.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache berücksichtigt dagegen auch den „phonetischen Aspekt”. „Lautet ein Name gleich, wird er zusammengefasst”, sagt Frauke Rüdenbusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache. In dieser Form untersuche man die Vornamen schon seit Beginn der Auswertung. „Sophie und Sofie sind für uns ein Name”, nennt Rüdenbusch als Beispiel. Genauso verfahre man deshalb auch mit dem Namen Mohammed. Insgesamt sieben Varianten des Namen fasse man für die Auswertung zusammen. Das seien die Varianten: Mohammed, Mohamed, Muhammed, Muhamed, Mohammad, Mohamad und Muhammet.

correctiv.org 11.5.2018
Das ist natürlich sinnvoll, besonders, da es sich um Übertragungen aus der vokallosen arabischen Schrift oder den Dialekten verschiedener Ethnien handelt. Auch das Verdopplungszeichen (Taschdid ّ _ ) wird im Original meist nicht gesetzt. In Wirklichkeit geht es aber nicht um Orthographie, sondern um das Bekenntnis, das dahinter steht. Umgekehrt würde niemand behaupten wollen, hinter den unzähligen Transkriptionsvarianten des Namens Qaddhāfī (قذافي ) stünden ebensoviele verschiedene Personen.

Übrigens lt. Wikipedia: Förderer von Correctiv sind neben der Brost-Stiftung ... u. a. die Rudolf Augstein Stiftung, die Bundeszentrale für politische Bildung [unter dem Innenministerium] und Google. Nach einem Bericht des Handelsblatts erhielt Correctiv 2017 eine Spende der Open Society Foundations des US-Milliardärs George Soros von über 100.000 €. Gefördert werden soll der Kampf gegen sogenannte Fake News.


Sigmar Salzburg

18.05.2018 09:43   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Broder verzichtet auf den Voß-Preis

Selberdenker 18. Mai 2018 at 09:47
Henryk M. Broder hat es nicht nötig, ein Aal zu sein. Er ist einer der wenigen wirklich freien Schriftsteller und Journalisten in Deutschland, passt in keine Schublade. Er muß nicht gefallen und will es vermutlich auch nicht – bestimmt nicht um jeden Preis.
http://www.pi-news.net/2018/05/broder-verzichtet-auf-voss-preis/

Manchmal scheint die Reformkonfusion nur Tarnung der Reformverachtung zu sein.


Sigmar Salzburg

18.05.2018 08:17   Rechtschreibforum   >   Ein Volk zu Schreibstümpern gemacht   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Schaden durch das Tollpatsch-System zehnmal höher?

Streit um Lkw-Maut beendet
Toll Collect zahlt dem Bund 3,2 Milliarden Euro


Der Streit über die verspätete Einführung der Lkw-Maut zwischen dem Bund und Toll Collect währte 14 Jahre. ... Die Regierung einigte sich mit den Hauptgesellschaftern des Betreiberkonsortiums Toll Collect - Daimler und die Deutsche Telekom - auf einen Vergleich im Volumen von insgesamt 3,2 Milliarden Euro zugunsten des Bundes
spiegel.de 16.5.2018

Das waren noch Zeiten, als wir hofften, die Tollpatsch-Narren der Rechtschreib„reform“ durch milden Spott und den Vergleich mit dem ewig versagenden Toll-Collect-System auf den Weg der schreiblichen Vernunft zurückführen zu können: hier, da und dort. Inzwischen funktioniert Toll Collect anscheinend. Die Tollpatsch-Kultusminister und ihre Vorturner haben dagegen ein gespaltenes Volk von Schreibstümpern hinterlassen, dessen orthographische Ausdrucksmöglichkeiten schon an ein künftiges deutsches Kiez-Kreolisch angepaßt sind.


Sigmar Salzburg

17.05.2018 17:35   Gästebücher   >   Spott, Ironie...   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln