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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Heinrich Lummer ist tot

Folgende Mitglieder des Deutschen Bundestages (13. Wahlperiode) haben sich kritisch gegen die Rechtschreibreform geäußert:

1. Unterzeichner des Antrages vom 21.02.97 u.a.: Heinrich Lummer

Björn Höcke schreibt (in der richtigen Rechtschreibung) in seinem Nachruf:

Björn Höcke 17.6.2019, 22:13

Der frühere Berliner Innensenator Heinrich Lummer ist tot.
Mit Lummer geht ein CDU-Urgestein, das seine Partei prägte, als sie sich noch einen echten konservativen Flügel erlaubte. In den meisten aktuellen Nachrufen kann man lesen, daß Lummer mit seinen Positionen »umstritten« gewesen sei – denn er ging konsequent gegen die linksextreme Hausbesetzerszene in West-Berlin vor. Trotzdem – oder gerade deswegen – war er zu seiner Zeit ein sehr populärer und bürgernaher Politiker. Wegen seiner Beliebtheit bekam er Ende der 1990er Jahre eine eigene Fernsehsendung: »Auf den Punkt Berlin«.

Lummer bezog klar Stellung gegen die Einwanderungspolitik. 1992 erschien sein Buch »Asyl. Ein mißbrauchtes Recht«, in dem er das Asylrecht in der damaligen Form als »Zeitbombe für unsere Gesellschaft« bezeichnete. Dem Tagesspiegel sagte der CDU-Politiker später in einem Interview: »Wenn Ausländer eine Bereicherung sind, dann können wir schon seit langem sagen: Wir sind reich genug.«. 1999 veröffentlichte er ein flammendes Plädoyer für den Erhalt unserer Identität: »Deutschland soll deutsch bleiben – kein Einwanderungsland, kein Doppelpaß, kein Bodenrecht«.

Innerhalb der Union versuchte Lummer stets, den wertkonservativen Flügel zu stärken. Er gehörte 1992 zu den Gründern des Christlich-Konservativen Deutschland-Forums (CKDF), das allerdings nie offiziell als CDU-Vereinigung anerkannt wurde. Als ihnen dieser Status verweigert wurde, kam es zum Bruch und es traten viele der etwa 800 CKDF-Mitglieder dem Bund freier Bürger (BFB) bei. Lummer verblieb in der CDU und im CKDF. Diese Vereinigung machte ein letztes Mal Schlagzeilen, als der damalige CDU-Politiker Martin Hohmann wegen seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2003 in der Kritik stand und schließlich aus der Union ausgeschlossen wurde. Heinrich Lummer beteiligte sich neben anderen CDU-Politikern aus dem CKDF-Umfeld an einer Petition für »Kritische Solidarität mit Martin Hohmann«.

Heinrich Lummer wäre im November 87 Jahre alt geworden.


Sigmar Salzburg

18.06.2019 05:37   Rechtschreibforum   >   Unsere Politiker und die RSR   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Gedenktag

17. Juni – Tag der deutschen Einheit
1953 Aufstand gegen die Separat-Diktatur der DDR-Kommunisten.
Inzwischen durch ein Datum der Parlamentsbürokraten ersetzt.


18.1.1871 Einheit Deutschlands (kleindeutsch durch Bismarck)
17.6.1901 Einheit der deutschen Rechtschreibung (durch Konrad Duden):

Fortfall entbehrlicher Zeichen:
h nach t: Thür >Tür

1949 Teilung Deutschlands (durch die Kommunisten)
1996 Teilung der deutschen Rechtschreibung (durch die Kultusminister)
… in die klassische Kulturschreibung – und die neu erpreßte Stussschreibung:

Vermehrung überflüssiger Zeichen:
ss-Reformsignal: As > Ass ( = am.- engl. „Arsch“)
Dreifachbuchstaben: Schwimmeister > Schwimmmeister
… auch kombiniert: Flußschiffahrt > Flussschifffahrt
Stammpedanterie: Roheit > Rohheit
Ratlosigkeit: Zierat > Zierrat
„Volksetümologie“: Tolpatsch > Tollpatsch
Punktuelle Sinnfälschung: Quentchen > Quäntchen
Bindestrichfimmel: der 14jährige > der 14-Jährige
Notlösungs-Bindestrich: Brennessel > Brenn-Nessel
Lückentick: die Leidtragenden > die Leid Tragenden (mehr)
Kommakrampf: „Kommst du?“ fragte er > „Kommst du?“, fragte er
„Kackofonie“ : selbständig > selbstständig

Außerdem:
Stammschreibtick: behende Schlange > behände Schlange
Zweideutigkeiten: greulicher Hut > gräulicher Hut
Sprachverfälschung: rauher Wind > rauer Wind
Spaltungsirresein: sogenannte Reform > so genannte Reform
Wörterverbot: jedesmal > nur: jedes Mal
Zwangsvereinigung: zur Zeit > zurzeit
Größenwahn: seit Langem
usw. usw.


1999 – Der Volksaufstand gegen die Rechtschreibreform vom 27.9.1998
wurde am 17. September 1999 durch das Kieler Parlament niedergeschlagen.


Millionen Bücher wurden ... „Ausgemistet, aussortiert, exiliert
Milliarden-Kosten wurden sinnlos verursacht.
Ein ganzes Volk wurde zu Rechtschreibstümpern gemacht.


Einen Tag vor dem 17. Juni 2017 verstarb Helmut Kohl. Er ergriff 1990 die Chance zur deutschen Einheit, aber ließ schon 1996 einen Staatssekretär das Wiener Spaltungsabkommen zur Rechtschreib„reform“ unterzeichnen. Seine richtigen Gedanken von 1982 wurden von seiner Nachfolgerin ins genaue Gegenteil verkehrt.

Sigmar Salzburg

17.06.2019 05:01   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Die Deutschen müssen einem Leid tun   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


ZUERST! – in traditioneller Rechtschreibung erscheinend:

Demonstrative Demütigung Serbiens: Clinton und Albright zum Gedenken an die NATO-Angriffskrieg in Prishtina

Prishtina. Es kommt einer abermaligen Demütigung gleich: im demonstrativen Beisein hochrangiger amerikanischer Politiker wie Ex-Präsident Clinton und der früheren US-Außenministerin Albright wurde heute in Prishtina des 20. Jahrestages der Beendigung des Kosovokrieges 1999 gedacht.

Die NATO hatte damals gegen jedes Völkerrecht, aber auch gegen die NATO-Statuten Jugoslawien angegriffen und 78 Tage lang bombardiert. Dabei erlitt zwar die jugoslawische Armee, die ihr Gerät gut getarnt oder versteckt hielt, kaum nennenswerte Verluste, dafür wurde jedoch die zivile Infrastruktur des Landes schwerstens in Mitleidenschaft gezogen. Den Bomben der NATO fielen unter anderem zahlreiche Schulen, Brücken und Fabriken zum Opfer.

Als Vorwand für die Bombardierungen, an denen sich auch die Bundesluftwaffe beteiligte, dienten angebliche Massaker an Kosovo-Albanern und der sogenannte „Hufeisen-Plan“ der jugoslawischen Führung, mit dem unter anderem der damalige SPD-Bundesverteidigungsminister Scharping die Teilnahme Deutschlands an der NATO-Aggression begründete. Der „Hufeisen-Plan“ erwies sich später als plumpe Propagandafälschung...

zuerst.de 16.6.2019

Nicht zu vergessen: Es war die ROT/GRÜNE-Koalition unter Gerhard Schröder und Joschka Fischer, die dieses erste deutsche Kriegsverbrechen nach Hitler beging.


Sigmar Salzburg

16.06.2019 11:59   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Panorama beweist: Gebührenverweigerung ist Bürgerpflicht

Das Personal des öffentlichen Rundfunks wird seit Jahrzehnten aus Parteigängern der Altparteien rekrutiert. Jetzt, wo die ehemaligen Volksparteien an Zuspruch verlieren – wegen ihres Versagens – wird die einzige Partei, die das schonungslos aufdeckt, die AfD, einem vernichtenden, parteiischen Dauerfeuer der Rundfunkanstalten ausgesetzt.

Damit ist die verfassungsmäßige Neutralität nicht mehr gegeben.

Da diese dennoch weiter vorgespielt werden muß, „berichtet“ die Panorama- Redaktion ausgiebig von einseitigen Haßkampagnen einzelner Institutionen oder Promis, ohne die Fragwürdigkeit von Anschuldigungen zu kennzeichnen oder Betroffenen die Möglichkeit zur Gegenrede zu geben.

Als Gebührenverweigerer verirrte ich mich eher zufällig auf die Homepage von „Das Erste“:
Die Panorama-Redaktion stellt sich vor.
Die Sendung wird von Volker Steinhoff geleitet, Anja Reschke moderiert. Ihr Credo: pointiert, engagiert, nicht berechenbar - kritisch nach allen Seiten. Alle drei Wochen donnerstags um 21.45 Uhr.
Ich muß sagen, daß ich entsetzt bin über die dortige einseitige Propaganda:
Umgang mit der AfD: Schluss mit Verständnis
von Tina Soliman

"Später ist es zu spät", sagte einmal Erich Kästner.

Nach dem jahrelangen Credo, "man müsse besorgte Bürger ernst nehmen", gibt es seit einiger Zeit vermehrt auch andere Stimmen, die in Richtung AfD sagen: Klare Kante zeigen! Nicht einladen! Abgrenzen!
1991 gab es (lt. Allensbach) für 65 Prozent der Westdeutschen zuviel Ausländer in Deutschland, für die ehemaligen DDR-Bürger waren es erst 59 Prozent. Die hatten noch nicht gemerkt, was weltweit offene Grenzen bedeuten. tripod.com

Trotz der medialen Dauer-Indoktrination dürfte sich daran nicht viel geändert haben, wenn man die gezielt neu eingebürgerten Massen der Ausländer ausnimmt. Es ist das verfassungsmäßige Recht jedes Deutschen, sich in einer politischen Partei auf demokratische Weise gegen diese Unterwanderung des Landes zu wehren. Diese Partei ist heute die AfD.

Der Zuspruch im Osten trotz übelster Gegenpropaganda zeigt, daß sich die Deutschen ihr Land nicht nehmen lassen wollen. Im Westen sind die Menschen schon länger – wie die bekannten Frösche im Kochtopf – weichgekocht und als Jugendliche von Alt-68ern, maoistischen Grünen o.ä. indoktriniert worden.

Als Promi gegen die AfD wird nun ein Fußball-Manager herausgehoben:
Peter Fischer, Präsident der Eintracht Frankfurt (80.000 Mitglieder), hat sich als einer der ersten öffentlich klar gegen Antisemitismus und Rassismus bei der Eintracht positioniert. "Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei (AfD) wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt", entschied die Führung der Eintracht Frankfurt und auch deren Mitglieder...
Als erstes wird natürlich „Antisemitismus“ angeführt, den es meiner Beobachtung nach in Moslemkreisen tausendmal intensiver gibt als in der AfD.

„Rassismus“ – man kann jede Abneigung gegen unerwünschte Zuwanderung als „Rassismus“ denunzieren. Es bleibt das Recht jeder Bevölkerung, sich dagegen zu wehren. Niemals ist es „menschenverachtend“, das eigene Volk dem fremden vorzuziehen. Nie gab es mehr Vorfälle, die einem dazu die Augen öffnen.

Die Kirchenvertreter dürfen bei dieser Volksverblödung erwartungsgemäß nicht fehlen. Haben sie im Mittelalter noch Hexen und Ketzer verbrannt, Judenpogrome gefördert, und schließlich die Nazis hofiert, so nehmen sie jetzt den Habitus büßender, todesbereiter Märtyrer an, wobei sie aber nicht sich selbst und ihren gutbezahlten Job opfern, sondern das Volk, das sich immer mehr von ihnen abwendet.
Kirchentag - warum die Rechten mit Dialogangeboten hoffähig machen?

Der ehemalige Journalist und heutige Präsident des evangelischen Kirchentages. Hans Leyendecker will den Rechten keine Bühne bieten.

Auch der Präsident des Evangelischen Kirchentages, Hans Leyendecker will sich nicht mit den Wortführern der Rechten zum demokratischen Gespräch treffen. Auf keiner der 2.300 Veranstaltungen des in wenigen Tagen beginnenden Evangelischen Kirchentages in Dortmund wird ein Vertreter der AfD auf einem Podium sprechen, so haben es die Veranstalter des Kirchentages entschieden...
Schließlich setzen die linken Sozialverbände einfachste Regeln geschäftlichen Umgangs mit diskriminierend abartigen, aber heimtückischen Vergleichen außer Kraft – wo gerade ein ASB-Migrationshintergründler Millionen veruntreut haben soll:
Ulrich Bauch ist Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes und lehnt Geschäftsbeziehungen mit der AfD ab... Beispiel: der Arbeiter-Samariter-Bund. Die AfD-Fraktion wollte dort einen Erste-Hilfe-Kurs buchen. Der ASB lehnte aufgrund der eigenen Geschichte ab. Denn er wurde 1933 von den Nazis enteignet und zerschlagen....

Dieses Thema im Programm:
Das Erste | Panorama | 13.06.2019 | 21:45 Uhr

daserste.ndr.de 13.6.2019
In einer Seitenrubrik zeigt Panorama stolz noch ARD-Haßsendungen der letzten Jahre gegen die AfD, u.a.:
25.04.19 | 21:45 Uhr
Vereinigte europäische Rechte: Wunsch oder Wirklichkeit?
Die rechten Parteien im EU-Parlament wollen nach den Wahlen ein neues Bündnis bilden - wieder einmal. | mehr

22.03.18 | 21:45 Uhr
Holocaust: Wie die AfD die Schuld beenden will
Die AfD möchte nicht an deutsche Verbrechen erinnern, fordert einen Schlussstrich. Die Besucherzahlen in Gedenkstätten steigen. | mehr

11.09.18 | 21:15 Uhr
Rechter Schulterschluss: Der Grenzgang der AfD
Auch in Norddeutschland paktieren Teile der AfD mit Rechtsextremen. | extern

01.07.10 | 22:00 Uhr [?]
Jetzt offiziell: Die AfD ist rechter als die NPD
AfD-Vize Gauland überholt die NPD rechtsaußen und fabuliert von einer Nationalmannschaft mit "echten" Deutschen. | mehr

01.09.16 | 21:45 Uhr
NPD und AfD: Original und Kopie?
Worin unterscheiden sich die beiden Parteien? Panorama auf Spurensuche. | mehr
Von den überwiegend empörten Leserzuschriften sei nur eine zitiert:
Ö. R. schrieb am 15.06.2019 00:09 Uhr:
Habe selten so viele Demagogen aufeinmal, in einem Bericht gesehen. Da hat Panorama ganze Arbeit geleistet. Ein weiterer Tiefpunkt der tendenziösen Berichterstattung.....
Was hier vom Stapel gelassen wird, ist billige Meinungsmache unterster Schublade.
Das Demokratieverständnis aller Beteiligten, dieses Beitrags, ist äußerst fragwürdig.
Der "braune" Osten kann sich noch an represive Zeiten erinnern, ein Glück, dass diese Menschen noch nicht vergessen haben und mit Ihrer Stimme entgegen treten, dafür danke ich und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus dem irren Westen!



Sigmar Salzburg

16.06.2019 05:35   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Hildebrandslied

Wie ich aus meiner Beschäftigung mit alten Musikhandschriften weiß, darf man sich nie auf neuzeitliche Wiedergaben verlassen. Oft fehlen darin Striche und Punkte, die übersehen oder für Fliegendreck gehalten wurden. Ein Wikipedianer hat sich nun bemüht, das originale „ƿ“ (v oder w) im Unicode nachzubilden. Man sieht jedoch im Faksimile, daß zum Zeichen meist noch ein längerer, leicht gebogener Accent aigue gehört. Aber darum soll es nicht gehen, sondern um folgenden Hinweis:
... die Verse 46–48 werden heute von der überwiegenden Zahl der Forscher Hadubrand zugeschrieben; die Platzierung nach Vers 57 wird befürwortet.
Mich störte bei der Deklamation ebenso der kurz aufeinander folgende, ähnlich klingende Beginn der Verse (46) „ƿela gıſihu ıh ın dınem hruſtım“ und (49) „ƿelaga nu ƿaltant got quad hıltıbrant ƿeƿurt ſkıhıt “ wie die Unlogik, daß Hildebrand nach seiner Toterklärung durch den Sohn dessen Rüstung bewundert haben sollte. Erinnerungspsychologisch ist klar, daß der Schreiber oder seine Gewährsleute durch den ähnlichen Anfang aufs falsche Gleis geraten sind. Allerdings scheint mir nach der Verschiebung hinter Vers 57 nun ein Übergang zu Vers 61 zu fehlen.



Hildebrandslied– Faksimile: Wikipedia


Sigmar Salzburg

15.06.2019 04:17   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Kulturerbe   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Die Rechtschreibung macht keine Schwierigkeiten“ - seit 1998

Rechtschreibung ist gar nicht so einfach



Karl May würde im Grab rotieren ...

Enger/Spenge. Die Methode „Sprechen nach Gehör" funktioniert seit dem Beginn der menschlichen Kommunikation. Das Projekt „Schreiben nach Gehör" ist wohl ein auslaufendes. Letzteres hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer erkannt. Die schwarz-gelbe Landesregierung leitet die Abkehr von diesem umstrittenen Ansatz ein. Jahrelang waren die Kinder in den ersten beiden Grundschuljahren angehalten, einfach mal drauf los zu schreiben um ohne die bremsende Rechtschreibhürde den Spaß am geschriebenen Wort zu gewinnen. Die Folge: Eine nicht wegzudiskutierende Zahl an Kindern hat jetzt in der Mittelstufe deutliche Probleme mit der Rechtschreibung. Für sie kommt die Abkehr der Ministerin zu spät...

Maike Wolters ist Deutschlehrerin in einer 7. Klasse des Widukind-Gymnasiums Enger. Und auch sie sieht gewisse Defizite bei einigen Schülerinnen und Schülern in Sachen Rechtschreibung. Doch geht sie prinzipiell differenziert an die Problematik heran...

„Selbstvertrauen" ist der Bereich, den Wolters fördern will. Dazu nutzt sie einige Werkzeuge. Eines ist das Diktat. Oft gibt sie den Kindern sogar den Diktattext mit nach Hause, damit sie üben könnten. Dadurch würde die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler gesteigert. „Und wer sich sicher ist, verliert auch die Angst vor Fehlern."

Wo die vorkommen, weiß die Lehrerin genau: „Bei den ,nis-Endungen’wird gern ein Doppel-s verwendet, bei der Nominalisierung gibt’s Probleme mit der Groß- und Klein-Schreibung. Und auch die Sache mit dem ,das’ und ,dass’ und dem ,wieder’ und ,wider’ ist problematisch." ... [die Glanzstücke der „Reform“]

Neue Westfälische 12.6.2019


Sigmar Salzburg

14.06.2019 16:34   Schule   >   Schule   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Rechtschreibreform

Deutsche haben immer noch Probleme mit neuer Rechtschreibung

Vor 23 Jahren wurde die Rechtschreibreform durchgeführt. Viele Deutsche kennen bis heute die Regeln nicht.

Die Deutschen haben 23 Jahre nach der Rechtschreibreform von 1996 immer noch Schwierigkeiten mit Rechtschreibung und Zeichensetzung. Das zeigt eine Auswertung von telefonischen und schriftlichen Sprachanfragen der letzten 30 Jahre, die die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) Ende des letzten Jahres durchführte.

Getrennt- und Zusammenschreibung sowie Groß- und Kleinschreibung machen der Auswertung zufolge den Deutschen am meisten zu schaffen. Gut ein Drittel aller telefonischen Sprachanfragen sei zu diesen Themen gestellt worden.

Grammatikalische Probleme wurden bei durchschnittlich jeder fünften Anfrage adressiert, Wortschatzfragen ergaben sich bei etwa jedem zehnten Anruf. Fragen zum Wortschatz werden hingegen bei schriftlichen Sprachanfragen meistgenannt. Erst dann folgten – mit durchschnittlich ähnlicher Häufigkeit – Fragen zur Orthographie und zur Grammatik.

Verwirrung und Frustration der Ratsuchenden werden laut GfdS insgesamt vor allem deutlich, wenn es kein Richtig und Falsch gebe, sondern mehrere korrekte Varianten nebeneinander existierten.

Größter Sprachfundus im deutschen Sprachraum

Die GfdS hat nach eigenen Angaben 10.000 telefonische und schriftliche Sprachanfragen aus den Jahren 1989 bis 2018 digitalisiert und ausgewertet. Die Grundlage dafür bildeten alle eingegangenen Briefe und E-Mails an die Sprachberatung innerhalb dieses Zeitrahmens sowie die Protokolle, die während der telefonischen Beratung erstellt wurden.

Dabei habe sich auch gezeigt, dass die Beratungsangebote der GfdS unterschiedlich genutzt würden. Die schriftliche Sprachberatung werde etwa vorwiegend von Privatpersonen angefragt, während die telefonische mehrheitlich Institutionen in Anspruch nähmen. Auch stellten Männer hauptsächlich schriftliche Sprachanfragen, während Frauen eher zum Telefon griffen.

Die Sprachberatung der GfdS gibt es seit 1947. Sie erteilt sowohl Privatpersonen als auch Firmen, Medien, Behörden und Institutionen Auskunft zu allen Fragen rund um die deutsche Sprache und zu sprachlichen Zweifelsfällen. Mittlerweile hat sie nach eigenen Angaben etwa 45.000 schriftlichen und über 355.000 telefonischen Sprachanfragen beantwortet. Damit verfügt sie über einen Sprachfundus, der in seinem Umfang im deutschen Sprachraum als beispiellos gilt.

forschung-und-lehre.de 6.6.2019

Da gab es doch einen Kultusminister einer heute der Einstelligkeit zustrebenden Partei, der gesagt hat, mit der „Reform“ seien die Deutschen 90 Prozent ihrer Rechtschreibprobleme los und eine Ministerpräsidentin der gleichen Partei, die gemeinsam mit CDU, FDP und Grünen einen Volksentscheid gegen die „Reform“ annulliert hat. Mögen sie bald alle in der 4,9-Prozent-Hölle schmoren.


Sigmar Salzburg

14.06.2019 16:02   Volksentscheid   >   »Demokratur« und Verantwortungslosigkeit der Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Unabhängige“ Missstands-Rechercheure:

Der CORRECTIV GmbH wünscht ...
Imad Karim 6. Juni um 09:36 ·

... den ISLAM TOTAL
Für diejenigen, die nicht wissen, wer “das gemeinnützige Büro Correctiv” ist und was dessen “gemeinnützigen Rechercheure” machen: das sind die Leute, die hier auf Facebook aus dem Nichts auftauchen und uns sagen, was wir an falschen Informationen verbreiten. Es sind die Leute, die uns z.B. so korrigieren: “Nein, das Foto von der Grünen EU-Chefin mit der Antifa-Fahne belegt nicht, dass Ska Keller „Mitglied der Antifa“ ist”
Begründung der Correct-Kacker:
Die Antifa verfüge nicht über Mitgliedschaftsanträge und deshalb sei Ska Keller kein Antifa-Mitglied, wie es behauptet werde. Ergo: das war fake news, um der Obergrünen in Brüssel zu schaden...
... und fügt einen Spiegellink an, der einen dahintersteckenden „Menschenfreund“ zeigt:
Das gemeinnützige Recherchebüro Correctiv will im Netz Falschnachrichten kennzeichnen - finanziert wird die Arbeit zunächst von Stiftungen des Milliardärs George Soros.
spiegel.de 4.4.2017
Die Rabulistik der correctivistischen Original-„Recherche” ist hier zu bewundern:
correctiv.org 25.5.2019
Die Antifa ist bewußt nur eine formlose Bürgerkriegstruppe und kein Verein, den man verbieten könnte. Dennoch sind einzelne Sektionen mächtig genug, um als „Antifa Interventionistische Linke“ Aufrufe zu unterzeichnen, gemeinsam mit den Geschwistern im Geiste, Manuela Schwesig und Ralf Stegner.


Sigmar Salzburg

14.06.2019 11:04   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Willy Wimmer schreibt doch weiter traditionell

Kehraus der CDU/CSU

Mit aufgestautem Vergnügen stürzt sich die deutsche Presse auf die CDU/CSU. Es geht um eine Frage, die sich nach der derzeitigen politischen Entwicklung nicht mehr stellt und nach aller Wahrscheinlichkeit nie mehr stellen wird. Dafür hat die verantwortungslose Politik der noch amtierenden Bundeskanzlerin gesorgt...

Ein führender deutscher Mediengewaltiger ließ sich in Zusammenhang mit einem ehemals führenden „grünen Khmer“ vor Jahr und Tag eindeutig dazu vernehmen. Wenn man der Ansicht in den großen Medienhäusern sei, daß die Zeit für ein Spitzenamt vorbei sei, würden die Schubladen geöffnet. Dann gebe es nur noch den Wettbewerb unter den Medienhäusern, wer den Fangschuß gesetzt habe...

Als Bismarck ging, wurde das Lotsenbild berühmt. Um im Bild des großen Deutschen zu bleiben, werden wir dann einen Rettungsring in einem Trümmerfeld vorfinden, wenn Frau Dr. Merkel gehen muß.

Willy Wimmer

freiewelt.net 13.6.2019

Wimmers letzter Artikel war wohl für Medien ohne Rechtschreibfreiheit gedacht. Er ist immer noch CDU-Mitglied, wird aber bei Wikipedia, weil er nicht mehr überall schreiben darf, mit Verschwörungstheoretikern in Verbindung gebracht.


Sigmar Salzburg

14.06.2019 08:47   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Freie Welt, FreieWelt.net   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Der vermeintliche freie Wille

Zum freien Willen haben sich viele geäußert. Erst kürzlich fiel mir die Physikerin Sabine Hossenfelder auf (Wiki):
Ihrer Ansicht nach ist freier Wille eine Illusion. Er sei durch keine Naturgesetze begründbar, da diese entweder deterministisch sind (auch in der Chaostheorie) mit Ausnahme der Quantenmechanik, die aber nur unsteuerbaren Zufall kennt. (Link: backreaction.blogspot.com 10.1. 2016)
Vermutlich hat sie recht. Willen gibt es nur in der selbstorganisierten Lebenswelt, das heißt, uns bekannt nur auf der Erde für etwa 2,5•1015kg Materie, nach Dr. Werner Brefeld.

Da er das sichtbare Universum auf 1053kg schätzt, die Biomasse der irdischen Lebewesen auf 2,5•1015kg und das Gewicht aller Menschen etwas hoch mit 4•1011 kg, dürfte man höchstens einem 4000000000000000000000000000000000000000000stel der Masse des Weltalls (den Menschen) einen geringen freien Willen zubilligen, während dem Rest der Biomasse nur eine evolutionär erworbene Lebenserhaltungsautomatik bleibt.

Aber auch diese geringe Möglichkeit eines freien Willens erweist sich als Illusion. Das Gehirn, der neuronale Rechner des Menschen, entscheidet außerhalb der Lebensbedürfnisse nur nach seiner genetischen Ausstattung, der sozialen Prägung und der erfahrenen Geschichte.

Der Zufallsgenerator Quantenmechanik dürfte dabei nur eine geringe Rolle spielen.

Siehe auch dies.



Sigmar Salzburg

14.06.2019 05:05   Rechtschreibforum   >   Aus der Wissenschaft   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Der geheimnisvoll Öftere ...

... treibt wieder sein Unwesen.

Es muss hierbei betont werden, dass die strengen Regeln des germanischen Stabreims im Hildebrandslied vielfach nicht beachtet werden: Doppelstäbe im Abvers (17), zweifache Stabreime in der gekreuzten Form abab (40), Missachtung des Satzpartikelgesetzes und des Satzspitzengesetzes (59), Eindringen von Endreimbindung (67), weiter prosaähnliche Zeilen (29), wozu noch Störungen im Anlaut einiger stabender Wörter auf Grund der Überlieferung kommen (21). Wegen dieser Widersprüche im Bezug auf die metrische Bindung des Liedes gab es in der jüngeren Forschung des Öfteren Streit über althochdeutsche Stabreimdichtung und dies führte zu einer Abwertung vieler Stabreimgedichte.

https://www.grin.com/document/347150

Nachdem ich das älteste deutsche Heldengedicht schon in der Schulzeit memoriert hatte, interessierten mich jetzt doch noch offene Fragen. „Der Öftere“ muß wohl ein verkannter „Forschender“ sein, der „seit Langem“, dem Stalingrad Rechtschreib„reform“, zu „Allem“ und „Jedem“ seinen Senf dazugibt. Merkwürdig ist auch in unserer genderaffinen Zeit, daß nie von „der Öfteren“ die Rede ist.


Sigmar Salzburg

13.06.2019 11:42   Gästebücher   >   Spott, Ironie...   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Rückentwicklung der CDU zur DDR-Blockpartei

„Ich bedaure, dass wir die SED nicht verboten haben ...“
Ex-Finanzminister Theo Waigel (CSU) am 12.4.2019 in spiegel.de

Genau zwei Monate später:

Ministerpräsidenten Günther und Ramelow "Die Zeit der Ausgrenzung ist vorbei"
Der eine ist in der CDU, der andere bei den Linken
[umbenannte SED] - trotzdem verstehen sich die Ministerpräsidenten Daniel Günther und Bodo Ramelow gut. Ein Gespräch über neue Bündnisse - und den gemeinsamen Gegner...
spiegel.de 12.6.2019

Sigmar Salzburg

12.06.2019 17:21   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Hans Olde – Impressionist des Nordens

Dank an Peter Petersen für den Hinweis auf die bemerkenswerte Ausstellung. Hans Olde ist Nietzsche-Kennern vor allem durch sein Bildnis des Philosophen in verschiedenen Variationen bekannt. Zu dem Zeitpunkt hatte dessen geistige Erkrankung schon zehn Jahre angedauert. Oldes Darstellung vermittelt noch einen Abglanz des einstigen scharfen Denkers. Aber auch das übrige Werk und Wirken des Malers ist beachtenswert:




Hans Olde, Friedrich Nietzsche, ölhaltige Farben auf Pappkarton, 1899

Zu den herausragenden Erneuerungen gehörte außerdem, dass Hans Olde 1902 die Zulassung von Frauen zum Kunststudium veranlasste – ein Novum im Deutschen Reich. Im selben Jahr wurde auf Erlaß von Wilhelm Ernst die Kunstschule – die bisher großherzogliche Privateinrichtung war – verstaatlicht und erhielt den Namen Großherzoglich Sächsische Kunstschule. Die Anstalt erlebte aufgrund der Reformen eine neue Hochzeit. Bereits die Berufung des neuen Direktors sorgte für eine steigende Anzahl von Studierenden, von denen sich einige zu sehr erfolgreichen Künstlern entwickelten, darunter Hans Arp, Max Beckmann, Ivo Hauptmann und Otto Illies.

Zweifelsohne war Wilhelm Ernst und seinen Beratern mit Hans Olde ein Glücksgriff gelungen: Seine Berufung wurde sowohl von traditionellen als auch von modernen Kreisen begrüßt. Die Presse war allgemein voll des Lobes für den Direktor. So heißt es in einem Artikel über die Deutsche Ausstellung in Düsseldorf in der „Weimarischen Zeitung“ im September 1902 über den Künstler:

„Wie Recht die Künstlerkreise Weimars haben, Professor Hans Olde mit Stolz an ihrer Spitze zu sehen (…).“

Der Blogtext basiert auf dem Aufsatz „… eine das Leben bereichernde Episode…“ Hans Oldes Weimarer Jahre (1902–1911) aus dem Katalog „Impressionist des Nordens. Hans Olde“ zur Ausstellung auf Schloss Gottorf, die noch bis zum 20. Oktober 2019 besucht werden kann.

Zu Ausstellung “Impressionist des Nordens – Hans Olde d. Ä.”
Daß meine Anschrift 26 Jahre lang „Hans-Olde-Weg“ war, erhöht noch einmal den Reiz, mich von neuem mit dem Werk des Malers zu beschäftigen.


Sigmar Salzburg

12.06.2019 10:32   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Kulturerbe   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Vita Nuova

Der florentinische Dichter Dante begegnete der Liebe seines Lebens, der etwas jüngeren Beatrice, als Neunjähriger. Zum letzten Mal traf er sie neun Jahre später bei ihrer Hochzeit, bevor sie sechs Jahre später an einer Epidemie starb.

Als ich die Geschichte zum erstenmal in seiner „Vita Nuova“ las, war ich tief beeindruckt, denn ich erinnerte mich meiner eigenen heimlichen Lieben. Im gleichen Alter empfand ich zunächst an einem Mädchen ein unnennbares Wohlgefallen.

Obwohl ich durch Viehzucht und Doktorspiele der Bauernkinder einigermaßen über die Sexualität aufgeklärt war, brachte ich dieses Gefühl kaum damit in Verbindung, und das hielt wohl auch noch neun Jahre an.

Nun steht der Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera vor Gericht, weil er die „widernatürliche Früh-Sexualisierung“ in einem Interview als „geistige Vergewaltigung Schutzbefohlener“ bezeichnet hat.

Wäre Dante wohl der große Dichter geworden, wenn er einer der von unseren rot-grünlichen Kultusministerien organisierten sexuellen Vielfaltsindoktrinationen ausgesetzt worden wäre? Die ihn zum Masturbieren angehalten hätten und zur Erforschung des eigenen Ichs, ob er nicht doch eigentlich „schwul“ sei?



Sigmar Salzburg

12.06.2019 05:12   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Nachtrag zu Pfingsten

Selbst konservative Zeitungen verzichteten in diesem Jahr auf die üblichen erbaulichen Betrachtungen zum Pfingstfest. Dagegen berichteten die politisch korrekten Medien ausgiebig über den Ramadan. Der Wiener „Standard“ befaßte sich erstaunlicherweise mit der nach den Christen größten Glaubensgruppe, den Ungläubigen, vor allem den Atheisten und Agnostikern – aber nur, um zu behaupten, daß auch die an etwas glauben:
Auch viele Atheisten glauben an Übernatürliches
Klaus Taschwer 8. Juni 2019, 09:00
1154 Postings

Forscher untersuchten "Ungläubige" in sechs Ländern und förderten überraschende Erkenntnisse zutage ...

Trotz der großen und weiter wachsenden Gruppe der Nichtgläubigen ist Österreich in Sachen Säkularisierung im internationalen Vergleich eher "konservativ". Zum Vergleich: In China gaben laut einer Studie aus dem Jahr 2015 nicht weniger als 61 Prozent der Bevölkerung an, Atheisten zu sein. Was genau darunter zu verstehen ist, bleibt freilich meist unklar...

[Bild] Die prominenten britischen Atheisten Ariane Sherine und Richard Dawkins vor einem Londoner Doppeldeckerbus mit einer Botschaft, auf die sich auch Agnostiker einigen können.

Befragungen in sechs Ländern
... So zeigte sich, dass es insbesondere in christlichen Ländern möglich scheint, Atheismus und Religion zumindest in der Selbstwahrnehmung zu verbinden: In Dänemark etwa gaben 28 Prozent der Atheisten und Agnostiker an, Christen zu sein...
... sogenannte „Kulturchristen“, wie z.B. Alexander Gauland sich nannte. Aber selbst atheistische Marxisten können an Jesus als frühen Sozialrevolutionär glauben.
Glauben an Übernatürliches
... Besonders empfänglich für übernatürliche Phänomene jeglicher Art sind chinesische Agnostiker, von denen mehr als die Hälfte an Astrologie, an gute und böse Kräfte und einen universellen Geist der Lebenskraft glaubt...
In der verbotenen Rechtschreibung: „Ungläubige glauben an alles mögliche – Physiker aber nur an alles Mögliche.“
Falsche Vorstellungen über Atheismus
Für Lois Lee, deren frühere Arbeiten zum Thema Atheistmus bereits im STANDARD vorgestellt wurden, wird durch diese Ergebnisse jedenfalls offensichtlich, "dass die üblichen Vorstellungen der Öffentlichkeit über Atheisten bestenfalls eine Vereinfachung und schlimmstenfalls eine grobe Karikatur darstellen". Ihr Ko-Autor Jonathon Lanman ergänzt, dass Nichtgläubigen oft unterstellt werde, ihnen fehle ein Gefühl für objektive Moral oder für einen Sinn im Leben und sie besäßen ein ganz anderes Wertesystem als der Rest der Bevölkerung. "Unsere repräsentativen Daten aus sechs verschiedenen Ländern zeigen, dass nichts davon wahr ist." (Klaus Taschwer, 8.6.2019)

derstandard.at 8.6.2019
Einstein glaubte nicht an die „spukhaften Fernwirkungen“ der Quantenmechanik, aber hätte ihre Existenz akzeptiert, wären die beweiskräftigen Experimente schon damals möglich gewesen. Für die Wirkung von Gott, Feng-Shui oder Homöopathie gibt es solche Beweise nicht, obwohl die Esoteriker nun auch dafür die Quanten bemühen. Hat das Leben mehr Sinn, wenn man daran glaubt?

Sigmar Salzburg

11.06.2019 16:53   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Übersetzung fremdsprachiger Kraftausdrücke

Zufallsfund bei Sprachforschung.org:
Theodor Ickler, 19.04.2019 , 17.15

I´m fucked. (Trump)

Ich bin am Arsch. (WELT)
Ich bin geliefert. (FAZ)
Ich bin erledigt. (ZEIT)
Ich bin am Ende. (Basler Zeitung)
Ich bin gefickt. (Google Translator)

Kommentar von A.B., 19.04.2019, 21.13

I am fucked -> Ego eruditionis habes
(Google-Übersetzung nach "Latein", zurückübersetzt dann: I have learned.)
Eigenrecherche:
CDU-Chefin AKK zur Flüchtlingspolitik: „Wir haben unsere Lektion gelernt“
focus.de 11.2.2019

CSU-Politiker Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair hält die Einmischung der Politik in die Rechtschreibung für einen Fehler: "Das sollte nie wieder vorkommen, die Lektion haben alle gelernt."
zeit.de 27.7.2015
Politiker „gef...."? Was sagt der Latein-Dienst des Vatikans dazu?
Ähnliche Begriffsakrobatik auch bei Übersetzungen aus dem Italienischen und Französischen.


Den Correctness-Wächtern ist bisher entgangen, daß der englische Kraftausdruck eine derbe Diskriminierung der Schwulen darstellt, da er deren wichtigsten Trieb, von einem heterosexuellen Mann empfunden, als unangenehm darstellt.

Sigmar Salzburg

11.06.2019 04:02   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Nach Rechtschreib„reform“ und Ehe„reform“ nun die Eltern„reform“

[Tichys Einblick:] Genial

Giffey löst mit Elternteil 1 und Elternteil 2 die Krise der SPD

Die SPD muss ihre Politik die drängendsten Probleme des Landes entschieden anzugehen, dem Gros von Elternteil 1 und Elternteil 2 einfach nur besser erklären. So wird das schon wieder werden mit kommenden Wahlerfolgen, ganz bestimmt.

„Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) schaltete im Mai eine neue Seite auf der Homepage des Ministeriums frei, die sich „Regenbogenportal“ nennt (www.regenbogenportal.de).

Die Seite soll „umfangreiche Informationen zu LSBTI-Themen bündeln und verständlich aufarbeiten“. Mit dem Kürzel „LSBTI“ sind „lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Personen und deren Familien und Angehörige“ gemeint, wie das Ministerium mitteilt.“,
schreibt Gunnar Schupelius in seiner aktuellen Kolumne bei BZ Berlin.

Und weiter: „Und noch einen Tipp hat das Ministerium zur Hand: Die Lehrer sollten in Formularen auf geschlechtsneutrale Formulierungen achten. Empfehlung: „Nicht mehr „Mutter“ und „Vater“ schreiben, sondern nur noch „Elternteil 1“ und „Elternteil 2“.

Die SPD nimmt sich die desaströsen Ergebnisse der EU-Wahl und den folgenden Umfrageergebnissen von INSA und Forsa zu Herzen, „hat verstanden“ und nun entschieden, ihre Politik der drängendsten Probleme des Landes ganz zielgerichtet zu verfolgen und dem Gros der Elternteil 1 und Elternteil 2 einfach nur besser zu erklären. So wird das schon wieder werden mit den kommenden Wahlerfolgen, ganz bestimmt.

tichyseinblick.de 5.6.2019

Kommentar: Auch bei der Rechtschreib„reform“ wollten die Parteien zunächst dem dummen Volk den Segen ihres unheilvollen Wirkens nur besser erklären. Nach der Ablehnung im Volksentscheid halfen dann „ganz demokratisch“ dessen Annullierung, die Geiselnahme der Schüler, die Kumpanei der zwangsmissionierenden Presse und die elektronischen Korrekturautomaten.


Sigmar Salzburg

10.06.2019 08:06   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Dichter und Denker“ gegen Genderlobby in der SZ

Der Sprachwissenschaftler und Schriftsteller Daniel Scholten schreibt nach Ausweis einer Antwort vom 5.6.2019, wenn er nicht von Verlagen oder Verkaufserwägungen gezwungen wird, weiter in der traditionellen deutschen Rechtschreibung.
Daniel Scholten: Es ist reiner Zufall, daß sich die beiden Wörter etymologisch nahestehen und nicht einfach nur ähnlich klingen...
Vor einigen Monaten schon hatte er sich in einem langen Video mit einem Text auseinandergesetzt, der von zwei hochgestellten Mitläufern der Genderlobby in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht worden war:
Daniel Scholten 15. November 2018
📺 Neues Video
Die Verfasser von Gender-Kampftexten führen empirische Studien an, die sie nie gelesen haben und nur vom Hörensagen kennen. Im Falle von Henning Lobin, jetzt Direktor am IDS Mannheim, und Damaris Nübling, Professorin in Mainz, ist das aber eine Fahrlässigkeit, die nicht von vorsätzlichem Unterlaufen wissenschaftlicher Mindestsstandards zu trennen ist.
http://www.belleslettres.eu/…/gender-nubling-lobin-sueddeut…

Die empirischen Forschungen der feministischen Linguistik
Die Kampftexte der Gender-Ideologie führen neben ihren lustigen Interpretation der Sprachgeschichte immer auch noch empirische Studien an, die die Wahrheit ihrer Glaubenssätze wissenschaftlich und mit endgültiger Gewißheit bewiesen haben sollen. Doch wie wir am Beispiel von Damaris Nübling und Henning Lobin (Süddeutsche Zeitung am 7.6.2018) zeigen, haben die Verfasser diese Studien anscheinend nie selbst gelesen. In kindlicher Naivität glauben sie, sich Studien zusammenlügen zu dürfen, wie es ihnen gefällt. Dauer: 111 Minuten.
Video herunterladen

https://www.belleslettres.eu/content/deklination/gender-nubling-lobin-sueddeutsche.php
Ganz zum Schluß dieser, vor allem auf das Erzeugnis von Damaris Nübling in der SZ beschränkten, Untersuchung darf der Name des eigenbrötlerischen Fossils der feministischen Sprach„kritik“, Luise Pusch, natürlich nicht fehlen.


Sigmar Salzburg

08.06.2019 12:09   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Der Gender-Totalitarismus schlägt zu

Vor kurzem konnte man auf der Facebook-Seite der AfD SH lesen:
AfD-Fraktion Schleswig-Holstein
29. Mai um 17:01 ·
Der Linksextremismus in Schleswig-Holstein eskaliert weiter – bis vor die Türen des Landtags
Der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Ulrich Kutschera, der am gestrigen Dienstag auf einer Diskussionsveranstaltung der AfD-Fraktion im Kieler Landeshaus als Gastredner gesprochen hat, ist bei seiner Ankunft auf dem Kieler Hauptbahnhof von einer Gruppe schwarzgekleideter junger Männer umringt, genötigt und als ‚Nazi‘ beleidigt worden. Der Fahrer, der den Professor vom Bahnhof abgeholt hat, wurde ebenfalls dabei bedrängt...
Jetzt haben ihn wohl ebenfalls „junge Männer“, Gender- und Schwulenaktivisten, wegen einer Meinungsäußerung, die Kutschera als kompetenter Wissenschaftler für belegbar hält, vor Gericht gezerrt. Die „Junge Freiheit“ schreibt (in der vom Volk in S-H 1998 ausdrücklich gewünschten Rechtschreibung):
Anti-Gender-Forscher Kutschera vor Gericht

KASSEL. Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera muß sich seit Mittwoch wegen Äußerungen über Homosexuelle vor dem Kasseler Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Universitätsprofessor unter anderem Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung vor.

Hintergrund ist ein Interview Kutscheras mit dem Nachrichtenportal kath.net aus dem Jahr 2017. Darin attestierte der Wissenschaftler Homosexuellen eine Neigung zur Pädophilie. Angesprochen auf das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare nach der Einführung der sogenannten Ehe für alle, sagte er: „Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmißbrauch auf uns zukommen.“
Natürlich sind das finstere Vorwürfe. Aber vor einiger Zeit konnte man von einem Prozeß lesen, in dem einem „Paar“ vorgeworfen wurde, Kinder nur zum Zweck der Pädophilie gezeugt zu haben. Näheres wurde nicht bekannt.
„Widernatürliche Früh-Sexualisierung“

Die „widernatürliche Früh-Sexualisierung“ interpretierte Kutschera in dem Interview als „geistige Vergewaltigung Schutzbefohlener“. Kinder lesbischer Paare, die mittels künstlicher Befruchtung gezeugt wurden, bezeichnete er als „bemitleidenswerte Befruchtungsprodukte“.

Kutschera begründete seine Aussagen gegenüber dem Portal mit evolutionsbiologischen Erkenntnissen. „Im Lauf der Evolution der Säuger hat sich, über 150 Millionen Jahre hinweg, die Mutter-Kind-Bindung als stärkstes Band überhaupt herausgebildet.“ Wenn nun einem Kind etwa die Mutter entzogen werde, „so ist das eine Verletzung des elementarsten Menschenrechts, das überhaupt existiert“...

Kutschera bezeichnet sich als atheistischen Evolutionsforscher, dessen Darlegungen auf biowissenschaflichen Fakten basierten. „Mit Politik oder Religion hat diese naturalistische Anti-Gender-Agenda nichts zu tun.“ (ls)

jungefreiheit.de 6.6.2019
Schon vor zwei Jahren konnte man vermuten, daß auch die Leitung der Universität hinter dem Versuch steht, Kutschera aus seinem Lehramt herauszudrängen. Ich hatte ihm meinen kritischen Leserbrief zugeschickt, der nach Protest beim gendergläubigen atheistischen „Humanistischen Pressedienst“ erschienen war. Dort war Kutschera auch nach einem genderkritischen Artikel wegzensiert und ausgegrenzt worden.


Sigmar Salzburg

07.06.2019 04:29   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Dante Alighieri – Einblicke in Leben und Werk“

Gestern, am 5. Juni 2019, war in der Kieler Kunsthalle ein Vortrag mit dem obigen Titel als Veranstaltung der „Società Dante Alighieri – Deutsch-Italienische Gesellschaft e. V. Kiel“ zu hören. Vortragender war Peter Petersen, Altphilologe, Kunstgeschichtler und ehemaliger Lehrer für Griechisch und Latein an der Kieler Gelehrtenschule.

Anlaß war die Verabschiedung des Vorsitzenden der Gesellschaft von 1978 bis 2019, Prof. Sebastiano Caso, der sich nun wohl in seine italienische Heimat zurückziehen will. Er war auch selbst zugegen und sprach eine kurze Begrüßung. Zu seinem achtzigsten Geburtstag vor zwei Jahren hatten die Kieler Nachrichten ein freundliches Lebensbild von ihm gezeichnet. Zugleich wurde Hermann Gmelins gedacht, der die Romanistik an der Kieler Universität bis zu seinem Tod 1958 vertrat und der ein Kenner, Übersetzer und Kommentator Dantes war.

Petersens Vortrag, auf eine gute Stunde berechnet, dauerte dann doch noch eine spannende Dreiviertelstunde länger und wurde, wie gewohnt, mit sachkundig ausgewähltem Bildmaterial untermalt. Dantes Lebensstationen waren, nach Petersen:
A. Heimat Florenz 1265 - 1302: Jugend, Schulzeit, Begegnung mit Beatrice, Lyriker und Familienleben, Studium in Bologna, politische Tätigkeit in Florenz, B. Exil in Oberitalien 1302 – 1321: Bologna, Treviso, Venedig, Trient, Padua, Verona, Lunigiana, Ravenna, ... Venedig; Tod in Ravenna.

Biographische Zeugnisse über das Leben Dantes gibt es fast ausschließlich nur in seinem Werk: „La Vita Nuova“ (1293), „Il Convivio“ (1304), De Vulgari Eloquentia Doctrina“, „De Monarchia“, Divina Comedia“ drei Teile, Epistolae/Ecloghe; Il Fiore — Detto d’Amore

Neben den schriftlichen gibt es eine Reihe von fast zeitgenössischen „authentischen“ Bildern: Giotto, Fresko im Barghelllo (ca. 1321) Boccaccio, Porträt und „Divina Comedia“, Luca Signorelli, Dom in Orvieto
Auch dies steht in dem zum Vortrag beigegebenen 24seitigen Leitfaden, den Petersen ausgearbeitet und reich bebildert im Farbdruck vervielfältigt hat, S. 9:
Italienisches Original [VITA NUOVA]
[...] sì tosto com'io imagino la sua mirabile bellezza,
sì tosto mi giugne uno desiderio di vederla,
lo quale è di tanta vertude
che uccide e distrugge ne la mia memoria
ciò che si potesse levare;
e però non mi ritraggono le passate passioni
da cercare la veduta di costei...

Deutsche Übersetzung
[…] sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle,
[ergreift mich] sogleich ein Verlangen [...] sie wirklich zu sehen,
und [...] dieses [ist] von solcher Wirkungsmacht [...],
daß es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet,
was sich dagegen erheben könnte
und deshalb halten mich die vergangenen Leiden nicht davon ab,
ihren Anblick zu suchen.

Die Erinnerung des Ichs reicht nur soweit, “dass es sich ein Bild davon macht, wie Amor es zurichtet.
La mia memoria movesse la fantasia ad imaginare quale amore mi facea
Diese Zeilen mögen genügen, um anzudeuten, welch ein literarisches und ästhetisches Vergnügen der Vortrag bereitete.


Sigmar Salzburg

06.06.2019 18:03   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Kulturerbe   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln