Willkommen Forum neueste Einträge mit Technik

Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Die neue Kunst: Zwischen den Zeilen lesen

Der Informatiker a.D Dr. Jochen Heistermann stellt auf der „Achse des Guten“ neben einer Reihe von Beispielen für verschleierte Nachrichten einige Hilfen für die Entschlüssung zusammen:

Mir springen die fehlenden Informationen derzeit mehr ins Auge als die gelieferten Daten. Dabei führt die Wortakrobatik der Journalisten zu Vermutungen der Leser, die sich oft bewahrheitet haben. Eine kleine Übersicht zeigt auf, was der geübte Leser mittlerweile unter den gebotenen Textbausteinen versteht.

„Täter mit südländischem Äußeren“: Migrant aus Afrika oder dem nahen Osten, kein Italiener oder Grieche

„Deutscher ohne Nennung des Vornamens“: in Deutschland lebender Migrant

„Gebürtiger Deutscher/Schwede/Franzose etc.“: In jeweiliger Parallelgesellschaft aufgewachsener Mann

„Psychisch gestörter Täter“: Islamist oder wirklich Psychopath

„U-Bahn-Schubser“ – Krimineller, der ohne Anlass Passanten die Treppe heruntertritt oder ins Gleisbett wirft

„Antänzer oder Grabscher“: schwere sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung gegen Frauen in der Öffentlichkeit

„Bub“, „Teenie“ oder „Teenager“ : Junger Schwerverbrecher (meist mit Stichwaffe) mit Migrationshintergrund

„Mann oder Gruppe von Männern“: Migrant oder Gruppe von Migranten

„Jugendliche Einheimische“: Bande von ethnisch homogenen in Deutschland aufgewachsenen jungen Migranten

„Streitigkeit“: brutale Schlägerei, oft mit Hieb- und Stichwaffen und vielen Verletzten

„Streit mit Eisenstangen“: Interne Schlägerei im Asylheim, wobei Teile des Mobiliars zweckentfremdet wurden

„Kampf gegen jede Form des Terrorismus“: Täter ist eindeutig Islamist

Ich habe diese Liste anhand vieler Beispiele zu validieren versucht, in fast allen Fällen war meine Vermutung richtig oder der Täter bleibt unklar

achgut.com 27.3.2017




Sigmar Salzburg

27.03.2017 09:46   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Saarwahl: Schulz

Hüpe und Heiligsprechung haben nichts genützt:
Ralf Stegner 10. Feb. 2017

Schäuble haut auf Schulz herum
Trump-Vergleich ist mehr als dumm
Schwarze hetzen im Akkord
wünschen sich St.Martin fort.
Schulz kann von Glück sagen, daß keine Gegenpartei sein Bild verbreitet hat mit dem Wahlkampfslogan von 1972 gegen Richard Nixon :

Würden Sie von diesem Mann einen Gebrauchtwagen kaufen?


Sigmar Salzburg

27.03.2017 06:23   Demokratiefrage   >   Demokratie-Wettbewerb   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Quark und As(s)

Rüdiger Vaas, der Chefredakteur von „Bild der Wissenschaft“, hat vor drei Jahren eine Zusammenfassung des Standes der Elementarteilchenphysik verfaßt, in der er seine Sicht der literarischen Bedeutung des Wortes „Quark“ und der nicht durchgedrungenen Bezeichnung „As(s)“ beschrieben hat:

1963 und 1964 arbeitete Gell-Mann an einer physikalischen Interpretation seiner SU(3)-Symmetriegruppe. Er entdeckte, dass sich alles logisch fügte und erklären ließ, wenn man diverse Teilchen des Zoos als zusammengesetzt betrachtet – aufgebaut aus elementareren Entitäten. Gell-Mann nannte sie Quarks (was er „ kworks“ aussprach).

Der Physiker hatte sich dabei von James Joyce inspirieren lassen. In dessen Roman „Finnegans Wake“ von 1939 heißt es: „Three quarks for Muster Mark! / Sure he hasn't got much of a bark / And sure any he has it's all beside the mark.“ Was etwa bedeutet: Drei Dreikäsehochs („quarks“) sind so viel wert wie ein richtiger Mann. Die drei Kinder von Mr. Mark – der eigentlich Mr. Finn ist – treten manchmal für diesen auf. Eine seltsame Story, die gut zur seltsamen Elementarteilchenphysik passt, wo ein Proton sich wie Mr. Mark als drei interagierende Quarks darstellt. Kurzum: In der Physik „menschelt“ es. Und wer sie schwierig findet, der kann sich damit trösten, dass er es mit „Finnegans Wake“ nicht leichter hat.

Übrigens war Joyce angeblich auch die deutsche Bedeutung von „ Quark" bekannt – er hatte das Wort wohl in Freiburg bei Marktfrauen gehört, die Quark verkauften. Gell-Mann gefiel außerdem, dass „Quarks" auf der Seite 383 seiner „Finnegans Wake" -Ausgabe stand – die Drei und die Acht spielten in seinem Modell ja eine wichtige Rolle...

Unabhängig von Gell-Mann kam George Zweig am CERN ebenfalls zum Ergebnis, dass Hadronen aus kleineren Konstituenten zusammengesetzt sind. Er nannte die Objekte „Aces“ – nach den vier Assen bei Spielkarten –, weil er vier verschiedene Arten dieser Partikel vermutete.

wissenschaft.de 15.4.2014 ... (aber Murray Gell-Mann selbst.)

Fast wäre ich Gell-Mann zuvorgekommen. Bei einem Militärmanöver in der Heide, Sommer 1960, war unser Trupp vergessen worden und lag in der Sonne. Dabei vertrieb ich mir die Zeit mit physikalischen Rechnungen und verfiel darauf, statt mit Plus(s) und Minus mit drei Kräften zu arbeiten, bis ein Marschbefehl dem ein Ende setzte. – Erst 50 Jahre später konnte ich mit neuem Ansatz eine as(s)-holistische Theorie des Quarks vol-lenden.

Sigmar Salzburg

25.03.2017 19:25   Rechtschreibforum   >   Aus der Wissenschaft   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Keinen Cent für die Staatspropaganda-Sender!

Prof. Dr. Jörg Meuthen 24. März 2017·

Eine weitere Woche der deutschen Talkshow-Kultur ging mit der gestrigen Sendung von Maybrit Illner zu Ende. Und wie könnte es anders sein: Selbstverständlich wieder ohne einen Vertreter unserer Partei...

So wurden in die genannten vier Talkshows seit Beginn des Jahres insgesamt 28 Vertreter von CDU/CSU eingeladen, 23 von der SPD, elf von den Grünen, acht von der FDP und sieben von der mehrfach umbenannten SED-Nachfolgeorganisation "Die Linke".

Dagegen beträgt die Anzahl der AfD-Politiker bei Will, Maischberger und Illner seit Jahresanfang exakt null. Kein einziger Vertreter unserer Bürgerpartei in diesen drei Sendungen! Lediglich bei "Hart aber fair" konnte meine Kollegin Frauke Petry ein einziges Mal unsere Positionen darlegen.

(Nachgerechnet: Obwohl die AfD in den bisherigen Wahlen 12 bis 24 Prozent der Wählerstimmen erreichte, darf sie im Staatsfunk nur zu 0 Prozent (in Worten „null Prozent“) gegenüber den 66 Vertretern der anderen Parteien auftreten („Hart aber fair“ eingerechnet: 1,4 Prozent). – Keinen Cent Zwangsgeld für die Staatspropaganda-Sender!)


Sigmar Salzburg

25.03.2017 07:00   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Groß bei Verdacht auf Substantiv

Als Kind lebte Christiani in Paderborn in der Nähe des Domes. Bei einer Radtour mit seinem Vater kamen die Beiden [an der] Dreckburg vorbei. Das ganze Ambiente machte einen starken Eindruck auf ihn, und er sagte spontan zu seinem Vater: „Wenn ich groß bin, kaufe ich die Burg". Ein Traum, der Wirklichkeit wurde.
nw.de 21.3.2017

Nicht erwähnt wird im zugehörigen Bericht, daß mein nun leider verstorbener Schwager Erhard Christiani vor seiner Architektenlaufbahn ein vollständiges Physikstudium mit Abschluß absolviert hatte.


Sigmar Salzburg

24.03.2017 22:42   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 4   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Spiegel online zu Walsers Neunzigstem

Wenn der Kulturredakteur des Spiegel (oder sein Korrekturautomat) alle alten Zitate in die „neue“ Rechtschreibung umsetzt, ist es Zitatenfälschung. Wenn er „schrieb“ o.ä. dazusetzt, werden daraus Lügenfälschungen:
Martin Walser und seine Kritiker
Ein bisschen hinrichten
Sein Zerwürfnis mit Marcel Reich-Ranicki ist legendär - aber Martin Walser hatte nie ein einfaches Verhältnis zur Literaturkritik. Erinnerungen von Volker Hage zum 90. Geburtstag des Schriftstellers.


Freitag, 24.03.2017 17:04 Uhr

Es begann mit einem Leserbrief. Er schickte ihn im Februar 1964 von Friedrichshafen nach Hamburg. Das Thema: Marcel Reich-Ranicki, der zuvor im SPIEGEL ordentlich gerupft worden war... Mit Mitte dreißig, in seinem Leserbrief, war der emporstrebende Schriftsteller kämpferischer gestimmt. "Der blinde, einsträngige Indikativ ist sein bevorzugter Modus", schrieb er dem SPIEGEL: "Urteilen, aburteilen und ein bisschen hinrichten."
Spiegel-Lüge: Selbstverständlich hatte Walser „ein bißchen hinrichten“ geschrieben.
Über Rudolf Augstein, den er schon 1947 kannte und mit dem er später befreundet war, äußerte Walser sich erstmals 1987 im SPIEGEL. Den "Erfinder eines Hamburger Nachrichtenmagazins" behandelte er nicht ohne Spott ("Immer wieder kriegt er es hin, dass seine Sätze strahlen wie aus dem allerbesten Latein übersetzt")...
In Walsers Laudatio steht natürlich im Original geschrieben:
Immer wieder kriegt er es hin, daß seine Sätze strahlen wie aus dem allerbesten Latein übersetzt. Einmal murmelt er eher schwermütig, der Publizist dürfe eigentlich gar nicht daran denken, "daß Cicero den Catilina erledigen, nicht aber Cäsar und dessen Alleinherrschaft verhindern konnte". (Spiegel 8/1987)
Weiter in Spiegel-Neudeutsch:
Immer wieder wurde dabei Walsers Sprachkraft bewundert und das künstlerische Ergebnis bemängelt. Walsers auf "Halbzeit" folgender Roman "Das Einhorn", hieß es 1966, sei "so eloquent, dass es kaum noch auszuhalten ist. Der Roman selbst hält es nicht aus."
Natürlich wurde wieder „nur“ ein „daß“ umgefälscht:
Walsers neuer Roman "Das Einhorn", eine Art zweite "Halbzeit", ist so eloquent, daß es kaum noch auszuhalten ist. Der Roman selbst hält es nicht aus. Gewiß, auch hier gibt es wieder Preziosen der Formulierkunst (Spiegel 37/1966)
In der Zeit des Wiedervereinigungs- und Rechtschreibumbruchs traten seltsam widersprüchliche Positionen zutage: Grass als Gegner der Wiedervereinigung blieb auch Gegner der Rechtschreib„reform“, während Walser trotz seiner Freude über die Wiedervereinigung schließlich Mitläufer der orthographischen Spalter wurde.
Tatsächlich war es ein gründliches, ein grundsätzliches Gespräch über Deutschland und die Rolle der deutschen Intellektuellen - die standen, wie Günter Grass, in jenen Tagen zu einem großen Teil der Wiedervereinigung skeptisch gegenüber. Walser dagegen erklärte, "dass für mich die Entwicklung, die jetzt zur Einigung geführt hat, das schönste Politische ist, was ich in meinem Leben erfahren habe",
Walsers Rede wurde jedoch richtig so wiedergegeben:
WALSER: Also erst einmal muß ich wirklich deutlich sagen, daß für mich die Entwicklung, die jetzt zur Einigung geführt hat, das schönste Politische ist...(Spiegel 41/1990)
Auch hier kann sich der Kulturredakteur damit herausreden, daß er die Worte Walsers ja so gehört habe:
"Ich kenne keinen Schriftsteller, der lieber nach seinen politischen Auftritten beurteilt werden möchte als nach seinen Romanen", sagte er fünf Jahre später zu mir, als ich für den SPIEGEL mit ihm sprach. "Die Forderung, dass bei einem Schriftsteller die Weltveränderungsbotschaft dabei sein müsse, ist eher eine Art von Gesellschaftsspiel."
Im Spiegel kurz vor Beginn der Reformkatastrophe 1995 steht es jedoch so:
Walser: Ich kenne keinen Schriftsteller, der lieber nach seinen politischen Auftritten beurteilt werden möchte als nach seinen Romanen. Die Forderung, daß bei einem Schriftsteller die Weltveränderungsbotschaft dabeisein müsse, ist eher eine Art von Gesellschaftsspiel. (Spiegel 4.9.1995)
Das „Treffen an Goethes Geburtstag“ fand dann in Walsers Wohnort mit dem reformresistenten Namen Nußdorf statt, der nun reformlogisch „Nuusdorf“ auszusprechen wäre. Hier haben die nichtsnutzigen Politiker ihr Weltveränderungs-Gesellschaftsspiel nicht zuende zu spielen gewagt.
Dieses Treffen im August 1995 verdankte sich weniger einem aktuellen Anlass als einer alten Verabredung zwischen uns. Mein erster Besuch in Nußdorf am Bodensee, die erste persönliche Begegnung mit Walser, hatte genau zehn Jahre zuvor stattgefunden... ( spiegel.de 24.3.2017)
Man kann nun einwenden, daß hier sichtbar wird, wie harmlos das ganze „Reförmchen“ sei. Gerade das penetrante Dass-Deutsch zeigt aber, wie sinnlos dieser herostratische Anschlag auf die seit 600, 400 und 200 Jahren gewachsene Rechtschreibung war, in dem eine Handvoll Wichtigtuer und Politkasper hundert Millionen Deutschsprachige am Nasenring mitgezogen haben. Jetzt soll niemand mehr an die gute Tradition erinnert werden.


Sigmar Salzburg

24.03.2017 21:14   Dokumente   >   Unwichtige Geschichtsfälschungen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Mehr rot-rot-grüne „Demokratie“

Vor einem Jahr gab der SPD-Vize Stegner die Parole aus:
Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner 8. Mai 2016 um 00:33
Fakt bleibt, man muss Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren,weil sie gestrig,intolerant, rechtsaußen und gefährlich sind!
Die Gewerkschaft ver.di, geführt vom grünen Kryptokommunisten Bsirske, hat sich das zu Herzen genommen und eine „Handlungshilfe“ erarbeitet:
Handlungshilfe für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieb und Verwaltung
Die vorliegende Handlungshilfe ist dafür gedacht, im Falle des Auftretens von AFDlern oder anderen Rechtspopulisten im betrieblichen Alltag den Umgang mit ihnen zu erleichtern.[...]
Weil das Elaborat unangenehme Aufmerksamkeit erregt hat, ist der angegebene Link stillgelegt, aber hier http://bit.ly/2nPk8t6 war der Text eben noch zu finden. Die Sciencefiles bringen Fotos der stasihaften Beobachtungsbögen mit rechter Eintragsspalte für die Denunzianten und schreiben vorweg:
Ver.di – Verfassungsfeindliche Gewerkschaft macht Hetzjagd auf Andersdenkende (AfDler)
Wir empfehlen unseren Lesern vorab unseren Beitrag zum Konzept der Zersetzung, mit dem die Stasi in der DDR versucht hat, Regimegegner menschlich, sozial und öffentlich zu zerstören, und zerstören ist hier nicht figurativ, sondern wörtlich zu nehmen. Wer den Beitrag gelesen hat, wird nicht nur einige, sondern viele Parallelen zwischen dem Stasi-Konzept und der „Handlungshilfe für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieb und Verwaltung“ finden, die die Landesbezirke von ver.di für Niedersachsen und Bremen herausgegeben haben.[...]
Hier einige der ver.di-Empfehlungen:
• Gezielte Beobachtung;
• Den AfD-Feind „ins Gespräch ziehen“;
• Ihn in Gremien anschwärzen;
• Ein gemeinsam abgestimmtes Vorgehen absprechen;
• Den AfD-Feind im Unternehmen „isolieren“;
• Ihn im Unternehmen und in der Öffentlichkeit outen;
• Den Arbeitgeber unter Druck setzen, so dass der AfDler entlassen wird, denn: „viele Arbeitgeber wollen keine betrieblichen Konflikte“
Usw…
Diese ver.di Maßnahmen richten sich gegen Menschen, die ihr verfassungsmäßig verbrieftes Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen und Mitglied einer rechtmäßigen Partei in Deutschland sind. Die entsprechenden Maßnahmen von ver.di stehen somit im Gegensatz zu den im Grundgesetz formulierten Grundfreiheiten und –rechten. Daher ist ver.di als verfassungsfeindliche Organisation zu werten.[...] Wir danken dem Leser, der uns dieses Beispiel für ideologisch bedingte Niedertracht zugespielt hat.

sciencefiles.org 23.3.2017
Auch in der „Jungen Freiheit“,„tichyseinblick.de“ und in den „pi.news“ wird dieses Schurkenstück der Mehr-Demokratie-Demokraten besprochen. Vom „Sturmgeschütz“ der Demokratie („Spiegel“) kam bislang noch nichts – aber von BILD.
Nachtrag: Bsirske distanziert sich von der (schriftlichen Fixierung der) Praxis seiner Mitstreiter.


Sigmar Salzburg

24.03.2017 12:21   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Der Informatiker Hadmuth Danisch ...

... hat über seine (verhinderte) Dissertation eine umfangreiche Dokumentation erstellt:
Hadmut Danisch
Adele und die Fledermaus
Über den Wissenschaftssumpf,
Schwindel, Korruption und Quacksalberei in der
Krypto- und Sicherheitsforschung und das
Promovieren an der „Exzellenz-Universität“ Karlsruhe

http://danisch.de/Adele.pdf
In seiner Vorrede schreibt er:
Meinen besonderen Dank auch an die – ganz wenigen – deutschen Wissenschaftler, die sich mehr oder weniger offen für mich eingesetzt und wissenschaftliche Kritik an den Zuständen an deutschen Universitäten und den hier beschriebenen Vorgängen gewagt haben.

Gar kein Dank geht an die Urheber der Rechtschreibreform(en), weil ich nicht die allergeringste Lust habe, ein solches Werk über mehrere hundert Seiten, an dem ich seit vielen Jahren immer wieder mal weiterschreibe, ständig den jeweils wechselnden Rechtschreib- und Interpunktionsregeln anzupassen, und genausowenig Lust habe, diese Änderungen zu verfolgen. Nach dem Abitur war ich in Rechtschreibung und Interpunktion nahezu perfekt und tadellos, inzwischen machen sich bei mir gelegentliche Zweifel breit, die über die normale Dichte an Schreib- und Tippfehlern hinausgehen. Außerdem halte ich die meisten der Änderungen für bescheuert. Hinweise auf Schreib- und Sprachfehler nehme ich gerne und dankend an und werde sie wie bisher einarbeiten, aber darüber hinaus ist das Werk eben so wie es ist und über die Jahre auch organisch gewachsen. Es soll ja auch einen langen Zeitraum dokumentieren und ist damit zwangsläufig genauso wenig von exakt konstantem Stil wie ich selbst.

Hadmut Danisch
Danischs Artikel spiegeln nun auch zwanzig Jahre unwillig befolgte Rechtschreib„reform“ wieder.

Sigmar Salzburg

24.03.2017 07:26   Rechtschreibforum   >   Zitate__-__was klare Köpfe passendes sagten   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Verfassungskonform und doch sittenwidrig?

Ein Verfassungsgericht prüft, ob ein Gesetz oder eine ministerielle Anordnung verfassungsgemäß ist. Die Verfassung ist jedoch ein grober, allgemein gehaltener Rahmen, der nicht alle Vorgänge erfassen und regeln kann. So kann zweifellos mitunter staatliches Handeln zwar als verfassungsgemäß angesehen werden, aber doch sittenwidrig sein.

Ein solcher Fall ist die Rechtschreib„reform“. In einer sehr fragwürdigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts v. 14.7.1998 ist sie den Kultusministern unter Mißbrauch der Schulkinder „im Namen des Volkes“ erlaubt worden, obwohl eine eindeutige Mehrheit des Volkes dagegen war.

Ein ebenso sittenwidriges Ansinnen ist das Zwangsgeld des Rundfunkstaatsvertrages, wenn es wie ein Bußgeld oder Schutzgeld von Nichtnutzern der halbstaatlichen Belaberungs- und Belustigungssender abgezockt wird.

Am 1. März war ich Zuhörer von Verhandlungen am Verwaltungsgericht Schleswig über Zwangsmaßnahmen gegen Nichtzahler. Es wurde beantragt, diese bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zurückzustellen. Dies wies der zuständige Richter Dr. Harald Alberts selbstüberzeugt zurück, da seiner Meinung nach die Verfassungsmäßigkeit nicht zu bezweifeln sei.

Ein staatsgefälliges Vorgehen des Verfassungsgerichts liegt tatsächlich auch hier im Bereich des Möglichen, wenn man die zurückliegenden Entscheidungen oder Nichtentscheidungen zur Rechtschreib„reform“, zu Genderfragen oder zu religiösen Fragen betrachtet. Hier spielt auch das Auswahlverfahren oder besser das Auskungeln der Richter durch die politischen Parteien und Lobbyisten eine entscheidende Rolle.

Zufällig bin ich auf die Beobachtungen des Informatikers Hadmut Danisch gestoßen, die er anläßlich einer verhinderten Doktorarbeit im Zusammenhang mit der Verfassungsrichterin Susanne Baer gemacht hat, die eine Vertreterin des Gender- und Feministennetzwerks zu sein scheint und auch Verbindungen zur „Refugee Law Clinic“ haben soll. Aber dem nachzugehen überschreitet unsere Kräfte.


Nachtrag: Auch interessant:
http://www.danisch.de/blog/2017/03/15/neues-zur-verfassungsrichterin-susanne-baer/
Danischs Artikel zu „Gender“ der letzten fünf Jahre:
http://www.danisch.de/blog/?s=Gender




Sigmar Salzburg

23.03.2017 14:27   Dokumente   >   Bundesverfassungsrichter   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Je religiöser ein Land, desto schlechter seine Schüler in den Naturwissenschaften
21. März 2017, 11:21

Forscher werteten 76 Länder nach den jeweiligen Schulleistungen und dem Grad an Religiosität aus

Leeds – Religion und die Naturwissenschaften gehen im Normalfall nicht allzu gut zusammen, wie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte in Europa zeigte. Nun haben Gijsbert Stoet (Leeds Beckett Uni) und US-Kollege David Geary (University of Missouri) erstmals für 76 Länder erhoben, ob und wie sich die Religiosität in 76 Staaten auf die Leistungen ihrer 14- bis 15-jährigen Schüler in den Naturwissenschaften und der Mathematik auswirkt.

Grundlage der Auswertung waren zum einen die Daten aus den einschlägigen Schulleistungstests wie Pisa oder Timms, zum anderen erstellten die Forscher eine Rangliste je nach Einfluss der Religion im jeweiligen Land.
Zu den säkularsten Staaten gehören laut dieser Liste Tschechien, Estland, Schweden und Norwegen, zu den religiösesten Katar, Indonesien, Ägypten, Jordanien und Tunesien.

Wie das Team um Stoet im Fachblatt "Intelligence" berichtet, zeigte sich ein ganz eindeutiger Zusammenhang: Je wichtiger die Religion, desto schlechter schneiden die Kinder in den jeweiligen naturwissenschaftlichen und mathematischen Tests ab. Die einfache Erklärung der Forscher: Je mehr Zeit die Kinder im Religionsunterricht und mit anderen religiösen Aktivitäten verbringen, desto weniger Zeit bleibt für alles andere. (tasch, 21.3.2017)

http://derstandard.at/2000054518375/Je-religioeser-ein-Land-desto-schlechter-sinddie-Schueler-in-Naturwissenschaften


Kevin Kraus

23.03.2017 10:15   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Willy Wimmer, wieder unredigiert und unreformiert

In der Turbulenz der Ereignisse durfte in der „Freien Welt“ wieder ein unreformierter Artikel von Willy Wimmer durchrutschen.
Wir müssen uns fragen, was eigentlich noch geschehen muß, eine mögliche Effizienz auch umsetzen zu können? Wieviele Zufallsopfer müssen noch ins Gras beißen ...
Nur einmal ist ein „dass“ in den Text hineingeraten:
Einer Führungskraft aus der Spitze des amerikanischen Außenministeriums war es Mitte der neunziger Jahre vorbehalten, den Takt für die Jahre bis heute zu geben. Die zentrale Erkenntnis war, dass man "Afghanen nicht kaufen, aber sehr wohl mieten könne". Bei so viel Weisheit war es nicht verwunderlich, die Taliban als "unsere Jungs" zu bezeichnen. So unrecht hatte diese Führungskraft jedenfalls nicht, denn seit den Taliban haben die Vereinigten Staaten den internationalen Terrorismus in einer Art "Franchising System" auf solche Gebiete erstreckt, die es zu zerstören galt. Zu dieser Ansicht muß man jedenfalls gelangen, wenn die entsprechenden Äußerungen des leider verhinderten ersten Sicherheitsberaters von Präsident Trump, General Flynn, über den IS und seine amerikanischen Gründungsväter herangezogen werden.
Auch sonst ist Wimmer um unreformierte Auskünfte nicht verlegen:
Die Meldungen und Aussagen zu aktuellen Entwicklungen, die dem parteiübergreifenden Establishment nicht passen, sollen aus dem öffentlichen Erscheinungsbild verdrängt und gänzlich eliminiert werden. Man will unter sich und alleine mit seiner Meinung sein, nachdem über Jahre hinweg im Deutschen Bundestag modellartig unliebsame Ansichten über Frieden, Freiheit und Völkerrecht unter Verschluß gehalten werden konnten. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair ist allerdings der Säulenheilige der Europäischen Union dafür, daß seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien Lügen zu Entfachung der Kriegsfurien amtliches Regierungshandeln geworden sind...

Um die seit Belgrad 1999 massiv betriebene Kriegspolitik aufrecht erhalten zu können, muß die europäische Bevölkerung dumm und ahnungslos gestellt werden, weil es sonst nicht mehr geht.
Die Flüchtigkeitsfehler am Ende zeigen, daß Wimmers Artikel in großer Eile verfaßt wurde.
Man wird sich vielleicht auf Täter und Hintermänner konzentrieren, die Blairs, Bushs und Obamas und vor allem Clintons werden weiter Vorträge halten. Die Herzkammer des ehemals freiheitlichen Westens - Westminster eben - wurde heute attakiert. Das hat uns alle im Selbstverständnis getroffen. Unsere Freiheit wird weiter stranguliert und zwar durch dienigen, die wir selbst gewählt haben.

freiewelt.net 22.3.2017
Wimmers Wahrheiten sind erwartungsgemäß allgemein wenig gegenwärtig.

Sigmar Salzburg

23.03.2017 09:52   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Freie Welt, FreieWelt.net   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Prozesse wegen Belästigung Silvester 2015/16

Man kann schon im voraus sagen, daß die Belästigungs-Prozesse eingestellt werden, weil die damals im Voraus befindlichen Richter Schwierigkeiten hatten, ausreichend Beweise zu finden:

Trotz der Freispruchforderung der Staatsanwaltschaft ließ es sich der Verteidiger von Behzad S. nicht nehmen, ein langatmiges Plädoyer zu halten... Die Staatsanwaltschaft habe die Gerichte zum Eröffnen der Verfahren gedrängt, obwohl die Richter schon im Voraus erkannt hätten, dass die Beweislage kaum für Verurteilungen ausreiche.

welt.de 22.3.2017

... und wenn sie es von Vorne herein gesehen hätten?

Sigmar Salzburg

23.03.2017 08:37   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 4   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


BILD ist schnell ...

... und immer aktuell:
Über den erfolglosen Helfer des tödlich getroffenen Polizisten:
Politiker Tobias Ellwood
Der tragische Held vom London-Terror

23.03.2017 - 02:37 Uhr
Unter dem Bericht werden wechselnd weitere Meldungen anklickbar eingeblendet:
Australier wollte Frau beeindrucken
ER wurde wegen IHR fast vom Krokodil gefressen

21.03.2017 - 21:02 Uhr
Fußball ist auch immer wichtig:
Siegtor gegen Lyon im Video
Draxler hält Paris im Titelrennen

20.03.2017 - 10:38 Uhr
Aber dann – groß mit Bild:
AfD-Chefin Frauke Petry (40)
Firma weg! Scheidung!

19.03.2016 - 23:48
Der breit ausgewalzte Bericht über Petry ist ein Jahr alt; der Anlaß: Ihr Ex-Ehemann, ein Pastor, hatte am 8. März 2016 seine 15 Prozent Beteiligung an ihrer ehemaligen Firma verkauft. – Damit will BILD auch heute noch der Friede-Springer-Freundin Merkel einen Denunziationsdienst leisten.


Sigmar Salzburg

23.03.2017 06:22   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die gute alte Rechtschreibung

Prof. Adorján F. Kovács verwendet in einem sachlich zutreffenden Text nur ein Wort mit „Reformbedarf“, und ausgerechnet da schlägt die erlernte Rechtschreibung durch, obwohl das auch in „Freie Welt“ nicht gern gesehen wird:

Warum Erdoğan & Co. mit ihren Nazi-Vergleichen irgendwo recht haben
Im Grunde machen die türkischen Politiker nämlich nichts anderes als unsere. [*]

von Professor Adorján F. Kovács

[...] Wer gegen die obergrenzenlose und unkontrollierte Einwanderung von Fremden ist, wird von den im Deutschen Bundestag befindlichen Parteien bzw. deren Politikern als „Nazi“ beschimpft und verunglimpft. [...] Es ist nur logisch, was Erdoğan und Kollegen sagen. Wer nicht jeden nach Deutschland einreisen läßt, ist ein „Nazi“. Erdoğan sagt nur, was Merkel & Co. auch sagen. Aber diesmal wird es eben zu Merkel & Co. gesagt. So wird man von seinen Taten eingeholt; es ist der Fluch der bösen Tat.[...]

freiewelt.net 19.3.2017


Sigmar Salzburg

22.03.2017 09:23   Rechtschreibforum   >   Nein zu Heyse 3   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Für die Jugend ein „Schulzzug“ als Schulzug

Aufregung um Spiel mit SPD-Kanzlerkandidat

Entwickler entfernen Frauke Petry aus Schulzzug-Game

Martin Schulz ist seit Kurzem ein inoffizielles Videospiel gewidmet. Es ist auf plumpe Art provokant: Mit dem "Schulzzug" kann man politische Gegner umfahren - darunter Frauke Petry. Nun soll diese Funktion entfernt werden.


[Ist „umfahren“ oder „umfahren“ gemeint? Reformbedarf!]

CDU-Bundesvize Julia Klöckner twitterte: "Menschen in einem Spiel überfahren zu lassen, ist nicht wirklich witzig, geschmacklos." ... Vom vermeintlichen Crash-Skandal abgesehen, will das Spiel, das bei einem Hackathon in der SPD-Parteizentrale entstanden ist, Teil einer Netzbewegung sein. Der virtuelle Zug fährt darin nicht zufällig mit "voller Kraft" Richtung Kanzleramt, "ohne Bremsen".

spiegel.de 21.3.2017

Mitten in der Ideenschmiede – ein bekanntes Arbeiterkind mit Fliege:

Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner 10. Feb. 2017

Merkel schweigt und Horsti grollt
doch der Schulzzug weiter rollt
Nach Berlin in voller Fahrt
#jetztistschulz - der Mann mit Bart.

Ein Denker, aber kaum ganz Dichter, der SPD.


Sigmar Salzburg

21.03.2017 18:50   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Streit um Briefe von Britta Ernst und Stefan Studt :
Wahlwerbung der Landesregierung teilweise verfassungswidrig


vom 21. März 2017

Einige Passagen überschreiten „die verfassungsrechtlichen Grenzen zulässiger regierungsamtlicher Öffentlichkeitsarbeit“.

Kiel | Im Streit um möglicherweise verfassungswidrige Wahlwerbung der Landesregierung hat die Opposition juristische Rückendeckung erhalten. Nach Auffassung des unabhängigen Wissenschaftlichen Dienstes des Landtags überschreiten einzelne Passagen in Briefen von Kultusministerin Britta Ernst und Innenminister Stefan Studt (beide SPD) „die verfassungsrechtlichen Grenzen zulässiger regierungsamtlicher Öffentlichkeitsarbeit“.

Wenige Wochen vor der Landtagswahl am 7. Mai kommt die Eskalation des Streits zur Unzeit für die Landesregierung. Der Vorwurf der unerlaubten Wahlwerbung steht im Raum. Das Bundesverfassungsgericht mahnt Regierungen zur Zurückhaltung, je näher der Wahltermin rücke. Die Forderung: Die entstandenen Kosten müssen dem Land erstattet werden.

Ein solches „parteiergreifendes Hineinwirken in den Wahlkampf“ verstoße gegen das aus dem „Demokratieprinzip, dem Grundsatz freier Wahlen und dem Recht der politischen Parteien auf Chancengleichheit abgeleitete Gebot äußerster Zurückhaltung im Wahlkampf“. Die FDP-Landtagsfraktion hatte den Wissenschaftlichen Dienst mit einer Prüfung der beiden Ministerschreiben beauftragt.

Studt hatte im Januar in einem Schreiben an die Mitarbeiter der Landespolizei im hausinternen Intranet berichtet, dass er und Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sich grundsätzlich darauf verständigt hätten, die Arbeitszeit der Beamten schrittweise zu reduzieren – dies allerdings erst nach der Landtagswahl. Albig habe auf einer Veranstaltung zugesagt, „dass dieses Projekt das erste in einem nächsten Koalitionsvertrag sein wird, das wir umsetzen“, schrieb Studt.

Die Schulministerin hatte in einem Schreiben an Schulleiter, Lehrkräfte Eltern und Schüler nicht nur eine Erfolgsbilanz gezogen, sondern auch darauf hingewiesen, dass die Koalition aus SPD, Grünen und SSW deutlich mehr Lehrerstellen geschaffen habe als von der Vorgängerregierung vorgesehen. Gemünzt war dies auf CDU und FDP. Die CDU vermutete bereits im März, dass die SPD mit den Briefen die Wahlkampfkosten senken wolle.

CDU Landeschef Daniel Günther kündigte unterdessen eine Normenkontrollklage beim Landesverfassungsgericht an. „Das werden wir ab heute vorbereiten“, sagte Günther vor Journalisten in kiel. Seine Partei hatte die Regierung zuvor aufgefordert, auf unzulässige Wahlwerbung zu verzichten und eine detaillierte Kostenaufstellung über die bisher initiierten Aktionen vorzulegen. Beides sei bisher nicht bei der Union eingegangen. Der Landtag wird am Dienstag auf Antrag der CDU über die umstrittene Wahlwerbung debattieren.

Die FDP hatte zuvor angekündigt sich einem möglichen Verfahren der CDU vor dem Verfassungsgericht anzuschließen. Die Schreiben hätten die „Grenzen der parteipolitischen Neutralität verletzt“, sagte Fraktionschef Wolfgang Kubicki am Dienstag. „Das, was gerade passiert in Schleswig-Holstein, ist verfassungswidrig.“ (mit dpa)

Autor: Peter Höver


http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/politik/wahlwerbung-der-landesregierung-teilweise-verfassungswidrig-id16402831.html

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

Kevin Kraus

21.03.2017 16:13   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Kabinett des Grauens gegen die Raute des Grauens

Jürgen Elsässer macht Werbung für das Erste-April-Heft seines Compact-Magazins. Ob die „Titanic“ mit ihrer wesentlich schwieriger zu lesenden Altschreibung dagegenhalten kann? Wir greifen nur die für uns wesentlichen Figuren seines fiktiven fortzschrittlichen Kabinetts heraus:
Kim Jong Shulz und sein Kabinett des Grauens
Schulz mit nordkoreanischem Ergebnis zum SPD-Kanzlerkandidaten gewählt. Honecker wäre neidisch gewesen. Sozzen wie entfesselt. Was kommt als nächstes? COMPACT zeigt die Regierungsmannschaft eines Kanzlers Schulz

Wie könnte die Regierungsmannschaft aussehen, wenn Martin Schulz eine rot-rot-grüne Koalition bildet? COMPACT stellt die heißesten Anwärter auf Ministerposten vor. Vorsicht: Angesichts des Zustands dieses Landes ist schon manche Satire von der Realität überholt worden.

Bundeskanzler: Martin Schulz (SPD). „Und ob he can!“ (Jakob Augstein) So wie Obama, logo.

Vizekanzler und Außenminister: Cem Özdemir (Grüne). Der anatolische Schwabe kann alles außer Hochdeutsch. Seit einem Lehrjahr als Young Leader beim German Marshall Found Experte für Menschenrechting und humanitäres Bombing. Immer gut für einen Arabischen Frühling, gerne auch in Deutschland.

Innenminister: Gregor Gysi (Linke). Hat schon als Senator in Berlin nach ein paar Monaten hingeschmissen und ist deswegen prädestiniert für Krisen aller Art. Wird sich energisch für mehr Abschiebungen einsetzen – aber nur, was Schwaben im Prenzlauer Berg angeht.[...]

Bildungsminister: Ralf Stegner (SPD). Entschlossener Kämpfer gegen deutsche Rechtschreibung (rechts!) und deutsche Grammatik (völkisch, da kompliziert). Wird das Abitur für alle durchsetzen und allen Refugees die Zugangsberechtigung zum Unistudium schenken („Willkommenspolitik“).

Frauen- und Familienminister: Daniel Cohn-Bendit (Grüne). Hat Erfahrungen mit Kleinkindbetreuung in einer Frankfurter Kita gesammelt („Her mit den kleinen Lolitas“) und lässt auch sonst nichts anbrennen. Gendertoiletten werden kostenneutral eingeführt. („Pipifax“).

Integrationsministerin: Anetta Kahane (parteilos). Die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung hat klar erkannt, dass der Osten Deutschlands nach der Wiedervereinigung zu weiß geblieben ist. Deswegen soll aus abgebrannten Aleppo-Bussen eine Mustersiedlung „zur Resozialisation von Dschihad-Kämpfern“ in Dresden aufgebaut werden.

Drogenminister: Volker Beck (Grüne). Hat auf dem Gebiet große Erfahrungen (Spitzname: „Crystal Beck“). Sein Programm: Wenn Cannabis bereits in der Grundschule legalisiert wird, sind die Knirpse weniger anfällig für das harte Zeug.

Umwelt- und Landwirtschaftsminister: Jürgen Trittin. Klare Kante: Viehzucht wird abgeschafft, da die Viecher CO2 furzen und damit den Klimawandel herbeiführen...

juergenelsaesser.wordpress.com 20.3.2017
Sicher wird deswegen baldmöglichst eine Furzsteuer eingeführt.

Aber warum wird Ralf Stegner, schulzbesoffen, hillary-mad und ss-gestört, als Bildungs- oder besser als Um- und Unbildungsminister vorgeschlagen? Wegen seiner (bei uns dokumentierten) mühsamen Anpassung ans „neue“ ss-Deutsch?


Sigmar Salzburg

21.03.2017 06:58   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Thilo Sarrazin rezensiert ...

... als Gastautor auf der „Achse des Guten“ das Buch „Was will die AfD?“ von Justus Bender, der darin schon viele haltlose Unterstellungen gegen die Partei zurückweist. Sarrazin entkräftet auch noch den wesentlichen Grund Benders, die AfD für „gefährlich“ zu halten, nämlich das Streben nach mehr „direkter Demokratie“.

Deren Ablehnung ist bei der CDU Glaubenssache, während die „Mehr-Demokratie“-Partei SPD versucht , das gleiche Verlangen der AfD als gemeingefährlich zu denunzieren. Die SPD selbst läßt aber nur Abstimmungsergebnisse zu, die der Parteilinie entsprechen. So wurde die Volksabstimmung gegen die Rechtschreib„reform“ 1999 annulliert. Thilo Sarrazin braucht nur auf die Schweiz zu verweisen, um die Haltlosigkeit dieses Ängsteschürens zu zeigen
[Text nur auszugsweise]:

Thilo Sarrazin, Gastautor

Was will die AfD? Und wie gefährlich ist sie?


Der FAZ-Redakteur Justus Bender begleitet die AfD seit ihrer Gründung 2013 und hat über ihre Entwicklung und ihre Querelen zahlreiche, großenteils kritische Artikel veröffentlicht. Sein jetzt erschienenes Buch zur AfD habe ich mit großem Interesse zur Hand genommen: ...

Man merkt Benders Buch an, dass er sich mit der Ideenwelt der AfD, mit einer Vielzahl ihrer Akteure und den unterschiedlichen Strömungen in dieser Partei intensiv befasst hat. ...

Justus Bender hält die AfD für gefährlich, daraus macht er keinen Hehl, und er ringt immer wieder mit dieser Einschätzung. Er sieht sie nicht in der Nähe zum Rechtsextremismus. Selbst Björn Höcke verteidigt er gegen den Vorwurf, der NPD nahe zu stehen. Er glaubt auch, dass die meisten Funktionäre subjektiv auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen. Die größte Gefahr sieht er in der Verachtung der repräsentativen Demokratie und ihrer Bindungen, die er überall in der Partei zu entdecken glaubt. [...]

Bender versucht seine Besorgnisse mit einem Szenario greifbar zu machen, in dem ein AfD-Bundeskanzler André Poggenburg mit der CDU/CSU als Koalitionspartner ab der Mitte des nächsten Jahrzehnts das AfD-Grundsatzprogramm von 2016 Stück für Stück umsetzt.

Ich habe dieses Szenario zum Anlass genommen, das ganze Grundsatzprogramm der AfD zu lesen. Über weite Strecken könnte es das Programm einer beliebigen liberal-konservativen Partei vor dreißig Jahren sein, wenn nicht drei Dinge gefordert würden: Geordneter Ausstieg aus dem Euro, Unterbindung von Wirtschaftsflüchtlingen unter dem Vorwand des Asyls, Warnung vor einem fundamentalistischen, radikalen Islam... Prominent ist die Forderung nach mehr direkter Demokratie platziert, dabei wird die Schweiz als Vorbild erwähnt...

Aus der Lektüre schlussfolgere ich: Wenn die AfD gefährlich ist, dann bestimmt nicht wegen ihres Grundsatzprogramms. Benders Versuch, die Gefährlichkeit der AfD anhand der fiktiven Umsetzung Ihres Grundsatzprogramms zu zeigen, misslingt deshalb. [...]

Im Zentrum von Benders Befürchtungen steht die Sorge vor mehr direkter Demokratie: ... Mit dem Beispiel der Schweiz scheint sich Bender noch nicht intensiv befasst zu haben. Dort bestätigen sich seine Befürchtungen nämlich nicht: ... Erkennbar wird eine Tendenz zur Vorsicht gegenüber radikalen Veränderungen und unerprobten Neuerungen.

Mir ist nicht klar, was daran schädlich sein soll, im Gegenteil: Hätte es in Deutschland über die Energiewende, [die Rechtschreib„reform“,] die Einführung des Euro, den Bruch des Maastricht-Vertrages und die Öffnung der Grenzen 2015 Volksabstimmungen gegeben, so wären diese mit großer Sicherheit negativ ausgefallen, und Deutschland hätte einige große Probleme weniger. Meine These ist: Volksentscheide führen nicht in Abenteuer, sie ersparen Abenteuer. Die Bevölkerung ist meist viel vorsichtiger als die Politiker.[...]

Sowohl in der Politik rund um die Euro-Rettung als auch in der Flüchtlings-und Einwanderungspolitik gibt es sehr tragfähige und rational nachvollziehbare Gründe, die in Deutschland eingeschlagene Politik für grundsätzlich falsch zu halten und eine weitgehende Revision zu fordern... Er findet es nur bei AfD, und das gab der Partei den Auftrieb in der Wählergunst.

Insofern kann man die Entstehung und den bisherigen Erfolg der AfD auch als Zeichen dafür sehen, dass die Demokratie in Deutschland funktioniert. Das kommt dabei heraus, wenn reale Alternativen in den zwei für Deutschland zentralen Fragen vom etablierten Parteienspektrum ausgeklammert werden.

achgut.com 19.3.2017

PS: Es ist nicht bekannt, was Thilo Sarrazin über die Rechtschreib„reform“ denkt. Als SPD-Finanzsenator hat er wohl geschwiegen und wird, wie die meisten freiwilligen oder gezwungenen Mitmacher, dazu weiter schweigen, weil sie sich ja sonst selbst kritisieren müßten.


Sigmar Salzburg

20.03.2017 21:07   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Das Deutsche Grundgesetz: Kämpfe um die Menschenwürde

Siegfried R. Krebs rezensiert bei Freigeist Weimar ausführlich das Buch von Manfred Baldus „Kämpfe um die Menschenwürde“. Da dieser Begriff unvermeidlich auch bei der Diskussion der gewalttätigen Eingriffe des Staates in die Kultur auftaucht, sei ausdrücklich darauf und auf diese Rezension verwiesen:
WEIMAR. (fgw) „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ So steht es geschrieben in Artikel 1 (1) des deutschen Grundgesetzes. Und auf diesen Satz berufen sich seither Juristen, Philosophen, Theologen, Publizisten und Politiker, aber auch „einfache Bürger“, wenn es um ihre jeweiligen Interessen geht.

Doch niemand vermag genau zu sagen, was unter dem Begriff „Menschenwürde" konkret zu verstehen ist. Der Rheinland-Pfälzer Manfred Baldus, Professor für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte an der Universität Erfurt (und für die SPD Richter am Thüringer Verfassungsgericht), versucht in einem informativen und lesenswerten Streifzug durch die jüngere (bundes-)deutsche Rechts- und Ideengeschichte zu erklären, wie dieses Postulat seinerzeit ins Grundgesetz gekommen ist und wie dies begründet wurde. Baldus verschweigt dabei keinesfalls, daß und wie seit den 1950er Jahren mit den christlichen Dominanzgewinnen in der westdeutschen Gesellschaft vehement versucht wird, die Menschenwürde christlich-religiös zu vereinnahmen. [...]

Würdenorm als Norm aller Normen?

Aber bereits im 1. Kapitel „Verstörende Lage" beschreibt Baldus das Dilemma: „Die Würdeform als Norm aller Normen - auf dieses strahlende Bild fallen aber noch weitere Schatten. Die Problematik der Blüte um Blüte treibenden Deutungsvielfalt und die Ratlosigkeit angesichts einer Fülle von Interpretationsmethoden, die zu gänzlich voneinander wegstrebenden Gehalten der Norm führen, haben sich inzwischen noch weiter verschärft. (...) Nein, inzwischen formulieren sie [die Theologen; SRK] ebenfalls diverseste Thesen zur Norm von der Menschenwürde - und dies nicht ohne Selbstbewußtsein, sei doch 'die Menschenwürde als solche' gar kein 'juristischer Begriff'." (S. 13) - Womit die Theologen nicht mal Unrecht haben. [...]

Siegfried R. Krebs

Manfred Baldus: Kämpfe um die Menschenwürde - Die Debatten seit 1949. 452 S. brosch. suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2199. Suhrkamp-Verlag. Berlin 2016. 20,00 Euro. ISBN 978-3-518-29799-5

freigeist-weimar.de 15.3.2017
Leider ist das Buch, wie ein Blick in die Leseprobe zeigt, anders als die Rezension nach der Zitiergewohnheit von SRK hoffen läßt, in „reformierter“ Rechtschreibung erschienen.


Sigmar Salzburg

20.03.2017 04:07   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Bücher   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Facebook begrüßt seine Nutzer:

Heute ist Frühlingsanfang!
Ab morgen werden die Tage wieder länger. Genieße die milde Jahreszeit!


Leider völlig falsch. Die Tage sind seit dem 21. Dezember schon länger geworden.


Sigmar Salzburg

20.03.2017 03:16   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln