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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Präsidentschaftswahl in Chile

Ein tollpatschiger Milliardär vor dem Comeback

Die Chilenen spotten über peinliche Versprecher, dazu kommen Skandale aus der Vergangenheit. Dennoch dürfte der Milliardär Piñera zum zweiten Mal Präsident werden. ...
spiegel.de 18.11.2017

Man muß es wiederholen bis zum Erbrechen (bei einer Seekrankheit „ad nauseam“):

Der einstige Obernarr der Rechtschreibkommission hatte sich in den Kopf gesetzt, die vom ungarischen „talpas“ (Fuß, Sohle) abstammende Bezeichung für die früher schnürsohlenbeschuhten und nicht sehr feinfühligen ungarischen Soldaten nach einem verbreiteten Mißverständnis mit „Tollheit“ in Verbindung zu bringen. Vermutlich wollte er mit dieser „erleichternden“ Irreführung für Minderbemittelte den Ruhm eines zweiten Konrad Duden erringen.

Hier versagten die vom Volk bestellten Kontrollinstanzen, die Parlamente, Kultusminister und Ministerpräsidenten und bestimmten, das Falsche sei nunmehr richtig und das Richtige falsch. Das ist wie der ominöse Schwur der Jesuiten, daß Weiß Schwarz sei, wenn die Kirche will – nur jetzt, daß ein Latschenträger ein toller Mensch sei, wenn es die scheinheilige Kultusministerkonferenz so beschließt.

Man schreibt ja auch „Tulpe“ und nicht „Tullpe“ oder „Nulpe“ und nicht „Nullpe“ – obwohl letzteres für einen Blödsinnsreformer passender wäre. Es wäre eine Aufgabe des Rates für Rechtschreibung, mit diesem Unfug aufzuräumen, aber man traut sich nicht: „Schon wieder eine Reform?“


Sigmar Salzburg

20.11.2017 11:49   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Etymogeleien   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Ein Werbe-Geck für Langenscheidt

Im Kölner Stadtanzeiger schreibt ein Lemm ganz unverklemmt:
Was für 1 Quatsch
Köln -
Was ist das nur für 1 Entscheidung vong Sinnhaftigkeit her? Auf „Smombie“ und „fly sein“ folgt also „I bims“ als „Jugendwort des Jahres“. Was natürlich schon grundlegend Unsinn ist, denn „I bims“ sind - und das sollten auch die Sprachpeniblen des Langenscheidt Verlags gemerkt haben - zwei Wörter. Übersetzt man „I bims“ von Internet zu Deutsch, kommt man sogar auf ganze drei: „Ich bin es“. Und doch: Nicht einmal die Bezeichnung „Jugendsatz des Jahres“ wäre angemessen für „I bims“. Vielmehr versuchte die Jury in diesem Jahr einem ganzen Sprachphänomen zu huldigen, eine rebellische Rechtschreibreform, geboren in sozialen Netzwerken. Dass es überhaupt so weit gekommen ist, liegt an Money Boy, einem österreichischen Rapper. Am 30. Juni 2014 twitterte er folgenden, noch wenig phänomenal anmutenden, Satz: „m1 ist steif von 1 sexy girl her“...
ksta.de 17.11.17
Das Ganze ist eine Gipfelleistung, die Goethe und Mozart früher eben noch nicht erreichen konnten. Die spätpubertäre Infantil-Ausgabe des „Spiegels“ für Twenteenies, „bento“, macht natürlich wieder einen Test daraus – anlaßlos mit Fotos eines Schwarzen (Neger) garniert, den meine Tochter mal niedlich fand:
"I bims" – Nenn uns deine Jugendwörter und wir erraten dein wahres Alter
bento.de 17.11.2017
Meinen Testversuch kommentierte das System: „Egal, wie alt du bist, du hat keinen Humor!“ Das will ich nicht unbedingt widerlegen, aber ich finde das Frühstückseiergespräch von Brösel zwischen einem Europäer und einem Chinesen viel lustiger: „Eiweiß!“ „I gelb“ „I know!“ Dabei fällt mir ein, I bims seit Jahren chinesische Zeichen, vergesse aber mangels Gebrauch ebensoviele wie ich neu lerne.

Sigmar Salzburg

19.11.2017 15:49   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Josef Kraus

Der ehemalige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, fordert eine „Revolte für die bewährte Bildung“, die die „Errungenschaften“ der 68er-„Studierenden“-Revolte ganz erheblich zurückstutzen muß. Die JUNGE FREIHEIT druckt diesen Vortrag in der bewährten Rechtschreibung ab, die ohne den sinnlosen Bildersturm der Fortschritts-Taliban nie in Bedrängnis gekommen wäre. Hier ein Auszug aus seinen Gedanken:
Niedergang des Schulsystems seit 1968

Revolte für bewährte Bildung

von Josef Kraus

Im kommenden Jahr 2018 wird es zu deren fünfzigstem „Geburtstag“ wieder so manche weihrauchschwangere Jubel-Arie über die Errungenschaften der Achtundsechziger geben. Daß deren größte Hinterlassenschaft aber ein weitreichender Bildungsabbau ist, wird übersehen werden.

Denn wohin man schaut, nur gähnende Leere: Die Zahl der Rechtschreibfehler, die Zehnjährige machen, hat sich binnen 40 Jahren um 77 Prozent erhöht. Deren Wortschatz wurde in dieser Zeit, schulamtlich vorgegeben, von 1.100 auf 700 Wörter reduziert. In Berlin dürfen sich Schüler der 10. Klasse mit Mathematikaufgaben herumschlagen, die früher Drittkläßler bewältigten: „Gegeben sind die Ziffern 2, 3 und 6. Bilde daraus die größtmögliche dreistellige Zahl!“

Unter Schulabsolventen hat sich ein zeitgeschichtlicher Analphabetismus breitgemacht: [...]

Die Zahl der 1,0-Abiturzeugnisse hat sich in wenigen Jahren vervielfacht. Weil ein Abiturzeugnis oft nur noch eine Studierberechtigung, aber keine Studierbefähigung mehr attestiert, gibt es in universitären Fachbereichen 30 und mehr Prozent Abbrecher; und immer mehr Hochschulen richten für Studienanfänger „Liftkurse“ ein, um aufzuholen, was die jungen Leute aus der Schule nicht mehr mitbringen. In Baden-Württemberg hat es eine grün-rote Regierung geschafft, aus einem Bildungs-Musterländle einen Bildungsabsteiger zu machen. Die Defizitliste ließe sich wahrlich endlos fortsetzen.

Anstatt aber etwas gegen diese Defizite zu tun, schwärmt eine ewigmorgige, progressive Schulpolitik und -pädagogik schon wieder von neuen Visionen: „Gymnasium für alle!“ „Lebensraum Schule!“ „Offene Schule!“ „Bildung darf nichts kosten, außer ein wenig (sic!) Anstrengung!“ „Keine Kränkungen mehr durch Noten und Zeugnisse!“ „Kein Streß mehr mit Hausaufgaben und Auswendiglernen!“ „Neue Unterrichtskultur durch selbstgesteuertes, hirnbasiertes Lernen!“ „Schluß mit Frontalunterricht!“

Das ist Verschleierungs- und Ablenkungstaktik. Denn hinter all den Visionen verbirgt sich das krachende Scheitern pädagogischer Irrlehren. Diese gilt es aufzudecken und zu entzaubern.

Eine erste Irrlehre ist der Egalitarismus. Das ist der Irrglaube, daß alle Menschen, Strukturen, Werte, Inhalte gleich bzw. gleich gültig seien. Das ist auch die Ideologie, daß es keine verschiedenen Schulformen, keine verschiedenen Begabungen sowie keine bestimmten Werte geben dürfe. Schule ist aber keine Institution zur Herstellung von Gleichheit, sondern zur Förderung von Verschiedenheit und Individualität.[...]

Eine zweite Irrlehre ist die Hybris des Machbarkeitswahns. Das ist der aus dem Marxismus („Der neue Mensch wird gemacht“) und dem Behaviorismus („Der neue Mensch ist konditionierbar“) abgeleitete Wahn, jeder könne zu allem „begabt“ werden. Aber: Es gibt Unterschiede in der Begabung von Menschen.[...]

Was den Faktor Begabung betrifft, so mag es heute politisch nicht korrekt sein, davon zu sprechen. In manchen Diskussionen ist aus Begabung eine „vermeintliche Begabung“ geworden. Wissenschaftlich haltbar ist eine solche Diktion nicht. [...]

Eine dritte Irrlehre ist die Spaß-, Erleichterungs- und Gefälligkeitspädagogik. Diese tut so, als ob Schule immer nur „cool“ sein könne und ja alles tun müsse, daß sich Kinder bitte nicht langweilten. In der Folge wurden Leistung und Anstrengung schier zu Mißgunst-Vokabeln erklärt. [...]

Eine vierte Irrlehre ist die Quotengläubigkeit. Das ist die planwirtschaftliche Vermessenheit, es müßten möglichst alle das Abiturzeugnis bekommen, und es dürften möglichst wenig oder gar keine Schüler sitzenbleiben. Dabei müßte doch eigentlich klar sein: Wenn alle Abitur haben, hat keiner mehr Abitur! Und: Die Wachstumsbremse der Zukunft wird die Pseudoakademisierung sein – weil diese einhergeht mit einem gigantischen Fachkräftemangel. [...]

Die fünfte Irrlehre heißt Utilitarismus. Das ist ein Trend, der vor langer Zeit eingeschlagen wurde. Vor mehr als einem halben Jahrhundert, 1961, hat die OECD, die ja auch für die Pisa-Testerei verantwortlich zeichnet, in einem Grundsatzpapier festgehalten: „Heute versteht es sich von selbst, daß auch das Erziehungswesen in den Komplex der Wirtschaft gehört, daß es genauso notwendig ist, Menschen für die Wirtschaft vorzubereiten wie Sachgüter und Maschinen. Das Erziehungswesen steht nun gleichwertig neben Autobahnen, Stahlwerken und Kunstdüngerfabriken.“ [...]

Die sechste Irrlehre heißt Empirismus (Testeritis, Evaluationitis). Sie hat viel mit Pisa und Co. zu tun. Dahinter steckt die Vorstellung, alle Bildung müsse sich messen und in Rankingtabellen abbilden lassen. Wer aber so tut, als sei Bildung das, was Pisa mißt, der hat ein armes, ja ein erbärmliches Bildungsverständnis. Denn Pisa und die sogenannte empirische Bildungsforschung haben nur noch das an schulischem Lernen im Blick, was sich messen läßt.[...]

Nicht erfaßt von Pisa werden folgende Bildungsbereiche: sprachliches Ausdrucksvermögen, Fremdsprachenkenntnisse, Wissen in den Bereichen Literatur, Geschichte, Geographie, Politik, Wirtschaft, Religion/Ethik, ästhetische Bildung in den Fächern Kunst und Musik usw.

Und schließlich die Irrlehre eines seichten Psychologismus: Das ist der Irrglaube, Pädagogik von einer vagen Traumapsychologie her aufziehen zu können. Alle Pädagogik soll offenbar vom zerbrechlichen Kind, dessen permanenter Traumatisierbarkeit, dessen Gegenwartsperspektive und dessen unmittelbaren Bedürfnissen her gedacht werden. Dem Kind, dem Schüler soll bloß nichts zugemutet werden, es könnte ja frustriert, demotiviert, ja traumatisiert werden. [...]

Wer trägt die Schuld an all dem? Wahrscheinlich hat der destruktive Erfolg der Achtundsechziger zu tun mit dem Nationalcharakter der Deutschen, nämlich deren Selbstvergessenheit. Dagegen brauchen wir eine Revolte. Denn nach all den skizzierten Irrlehren drohen Individualität, Leistung, Anstrengungsbereitschaft, natürliche Reifung und Qualität unterzugehen.

Viel zu lange wurde Bildung – je nach Bundesland unterschiedlich intensiv – kopf- und konzeptionslos re- und deformiert. Reformen über Reformen werden in den Sand gesetzt, ohne Produkthaftung von seiten derjenigen, die all dies inszeniert haben. Dabei hat jeder junge Mensch nur eine einzige „Fertigungs“-Biographie! Vor allem brauchen wir endlich eine Schulpolitik und eine Pädagogik, die Probleme löst und keine neuen Probleme schafft.


Josef Kraus war von 1987 bis 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Dem vorliegenden Text liegt Kraus‘ Vortrag in der Bibliothek des Konservatismus in Berlin vom 8. November zugrunde.

jungefreiheit.de 18.11.2017
Den letzten heute entscheidenden Punkt deutet Josef Kraus nur ganz zart an als „deutsche Selbstvergessenheit“ – verständlich, denn anders darf man von jedem dummdreisten Fraktionsvorsitzenden im Bundestag als Anhänger einer Massenmordideologie bezeichnet werden.

Sigmar Salzburg

19.11.2017 06:31   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Junge Freiheit   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


BILDZEITUNG: Grundschul-Irrsinn

BILD: 15.11.2017


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Es gibt größere genauere Bilddateien.



Druckauflage: 1 687 717 im März 2017

Norbert Lindenthal

18.11.2017 14:02   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Bildzeitung   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln




Nur elf Lichtjahre entfernt
Forscher entdecken Planeten mit mildem Klima

17.11.2017, 17:54 Uhr | dru, AFP

Anhand der "Harps"-Daten fand das Astronomenteam heraus, dass Ross 128 b seinen Mutterstern 20 Mal enger umkreist als unsere Erde die Sonne. Trotz seiner Nähe zum Stern kommt auf dem Planeten nur 1,38 mal so viel Strahlung wie auf der Erde an. Dadurch lässt sich abschätzen, dass seine Temperatur zwischen minus 60 und plus 20 Grad Celsius liegt.
t-online.de 17.11.2017

Der Abstand der Erde von der Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Wie groß wäre er, wenn er „1 Mal enger“ wäre, oder „2 Mal enger“? Gemeint ist natürlich ein Bahnradius von einem Zwanzigstel des Abstands Erde – Sonne: 0,05mal 150 Millionen = 7,5 Millionen Kilometer.

Sigmar Salzburg

18.11.2017 06:46   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 4   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Aus einer umfangreichen Analyse in der FAZ

Merkel – ein Rückblick

Wolfgang Streeck

Die Ära Merkel geht zu Ende. Zum Glück, denn sie steht für den sinnentleerten Machterhalt einer Monarchin. Ein Gastbeitrag.

Die Ära Merkel geht zu Ende, und das ist auch gut so. Allmählich erwachen die deutsche Politik und ihre Öffentlichkeit aus ihrer postdemokratischen Narkose. Merkels basale Herrschaftstechnik bestand bekanntlich darin, statt Wähler für eigene Ziele zu mobilisieren, den Wählern anderer Parteien die Gründe zu nehmen, zur Wahl zu gehen – durch so unauffällig wie möglich gehaltene Bekenntnisse zum eigenen Programm bei angedeutetem Verständnis für die Programme der Konkurrenz...
[...]
„Mitte statt rechts“ opferte das Strauß’sche Erbe, indem es die Repräsentation des rechten Randes der Wählerschaft einer neuen, mit der Union konkurrierenden Partei überließ – in Gestalt der AfD, ursprünglich eine elitär-bürgerliche neoliberale Kleinpartei, deren Marsch in den „Rechtspopulismus“ dadurch beschleunigt wurde. Für Ausgleich sollte eine umfassende Mobilisierung von Politik und Gesellschaft zur Ausschließung der populistisch gewendeten AfD aus dem demokratischen Verfassungsspektrum sorgen, unter Anrufung der antinationalsozialistischen Staatsraison des Landes.

So konnte die AfD als Vogelscheuche zum Zweck der politischen Disziplinierung einer neuen, 90-prozentigen gesellschaftlichen Großmitte dienen – indem kritische Themen wie die Zukunft der Nationalstaaten in der Europäischen Union, der Aus- und Umbau der Währungsunion und die ungeregelte Einwanderung als Lehrstück über die Grenzenlosigkeit der Marktgesellschaft zu AfD-Themen erklärt wurden, über die man nicht sprechen durfte, wollte man dem „rechten Populismus“ nicht „Vorschub leisten“.
[...]
Im weiteren Umkreis des offiziellen Antifaschismus begannen Presse, Rundfunk und Fernsehen, Schulen, Volkshochschulen und Universitäten, Jugendverbände, Kulturschaffende und Kleriker aller Art eine landesweite Immunisierungskampagne gegen die AfD. In Köln forderten Oberbürgermeisterin und Kardinal zusammen mit Karnevalsvereinen und Rockgruppen dazu auf, sich durch eine Demonstration gegen die Abhaltung eines Parteitags der AfD in einem Kölner Hotel „für Toleranz“ einzusetzen – beide Kirchen unter dem für ihre historischen Verhältnisse durchaus riskanten Slogan „Unser Kreuz hat keine Haken“.

Auch an den deutschen Grenzen machte der Antifaschismus der breiten Mitte, „proeuropäisch“ wie er sich verstand, nicht halt. Bei Wahlen und Abstimmungen im Ausland wusste die deutsche Öffentlichkeitsmaschine genau, wie diese auszugehen hatten, und tat dies unmissverständlich kund. Ab November 2016 konnte dann Donald Trump als Erzfeind aller Menschen guten Willens als Begründung herhalten, warum in Österreich der Kandidat der Grünen unbedingt Bundespräsident werden musste. Für Frankreich feierte der SPD-Vorsitzende, zusammen mit dem Philosophen Jürgen Habermas, unter dem Eindruck der antieuropäischen Gefahr den Banker Macron als legitimen Sohn der deutschen Sozialdemokratie und langersehnten Überwinder der unseligen französischen Spaltung zwischen links und rechts.
[...]
Wolfgang Streeck, Jahrgang 1946, ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln...

plus.faz.net 16.11.2017

Streeck scheut auch keine Kritik an der Kritiklosigkeit der FAZ gegenüber der Kanzlerin selbst und zitiert: „Die ganze Meckerei wirkt hilflos, lächerlich und misogyn – denn auf die Kanzlerin kommt es an“ (F.A.Z. vom 16. September 2016)

Daß nun überhaupt Verhandlungen über ein Jamaika-Format möglich sind, verdanken wir dem unverantwortlichen Nazi-Geschrei der Altparteien. Das hat viele Wähler dazu verleitet, die nichtsnutzige FDP zu exhumieren, deren Chef nun schon seine Wahlversprechen zurücknimmt. Sonst hätte die AfD doppelt so viele Stimmen bekommen.


Sigmar Salzburg

17.11.2017 22:28   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   faz.net Frankfurter Allgemeine Zeitung   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Jusos fordern Vielfalts-Pornos für Schulen

http://parteitag.spd-berlin.de/antraege/dirty-diaries-auch-in-deutschland/

Antrag 60/II/2017 „Dirty Diaries“ auch in Deutschland!

AntragstellerInnen:
Jusos LDK

Der Landesparteitag möge beschließen:
Der Bundesparteitag möge beschließen:
„Dirty Diaries“ auch in Deutschland!

Mainstream-Pornos zeigen in der Regel sexistische und rassistische Stereotype, in denen Konsens kein Thema ist und die bestimmten, „optimalen“ Körpertyp zum Standard erheben. In diesen Filmen wirkt Sex eher wie eine Performance oder Leistungssport: ...

Schweden hat mit den „Dirty Diaries“ dieses Problem in Angriff genommen. Die „Dirty Diaries“ sind eine feministische Pornosammlung, die 2009 vom staatlichen Schwedischen Filminstitut finanziert wurden und fernab vom standardisierten Mainstream-Porno Menschen und Sexualität in all ihrer Vielfalt zeigt.

Dieser feministische Porno beinhaltet mindestens die folgenden Aspekte:

• Regisseur*innen und Produzent*innen, die die Vielfalt der Gesellschaft abbilden
• Gute und gerechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung
• Die Darstellung von Vielfalt an Körperformen, Geschlechtern, ethnischer Herkunft, Sexualität und Sexualpraktiken .[...]

Selbstverständlich kann die Einführung und die Verfügbarkeit von feministischen Pornos nicht eine grundsätzliche Reformierung des Sexualkundeunterrichts ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Unterstützend fordern wir aber, dass im Sexualkundeunterricht an Schulen auf die Verfügbarkeit feministischer Pornos verwiesen wird.

Wir fordern, dass die angeführten Kanäle geprüft werden und die Förderung über die geeigneten Kanäle und in wirkungsvoller Höhe begonnen wird. [über GEZ?]

Wir fordern die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion und der SPD-Fraktionen in den Landesparlamenten auf, entsprechend tätig zu werden.

Empfehlung der Antragskommission: Überweisung an: FA XII Kulturpolitik
(Kein Konsens)
Überweisen an: FA XII Kulturpolitik
PDF

Download (pdf)

[Bezeichnend für die linke Spießer-Vielfalt ist, daß Sexualität weiterhin unter „dirty“ eingeordnet wird – am meisten wohl das ganz normale Kindermachen.]


Sigmar Salzburg

17.11.2017 07:57   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Einstiger Mafia-Boss Toto Riina gestorben

Unter anderem wurde Riina für schuldig befunden, in den Jahren 1992 und 1993 die Mordanschläge auf die Anti-Mafia Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino in Auftrag gegeben zu haben. Außerdem war er nach Überzeugung der italienischen Justiz einer der Drahtzier von Anschlägen in Rom, Mailand und Florenz, bei denen 1993 zehn Menschen getötet wurden.
focus.de 17.11.2017

Logische Folge des kultusministeriellen Auftragsmords am „h“ im Zuge der rau(h)en Rechtschreib„reform“.


Sigmar Salzburg

17.11.2017 06:48   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   rauh__rau   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Joachim Nikolaus Steinhöfel

Laut Grundgesetz findet eine Zensur in Deutschland nicht statt. Dennoch haben die versagenden Altparteien einen Weg gefunden, Unerwünschtes zu unterbinden, indem sie die Zensur an Privatunternehmen auslagern, die nebenbei auch noch ihre eigene Correctness-Agenda verfolgen. Auf der „Achse des Guten“ klagt der Anwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel am 16.11.2017:
Wie Facebook seine Grundidee gegen die Wand fährt

Um einer Person bei Facebook zu folgen, muss man nicht zwangsläufig mit ihr befreundet sein – abonnieren genügt. Man erhält dann die Postings, die der Abonnierte „öffentlich“, also nicht nur für seine „Freunde“ oder einen beliebigen anderen, beschränkten Empfängerkreis zugänglich macht.
Steinhöfel beobachtet nun, daß Facebook automatisch Abonnenten herausfiltert, vermutlich in vorauseilendem Gehorsam und aus Angst vor den Maas-Stasi-Gesetzen:
Würde das Unternehmen hier lediglich Fake-Profile löschen oder solche, die mißbräuchlich genutzt werden (Spam, Pornografie, Bots usw.), wäre das völlig legitim. Aber dies erklärt nicht den Verlust von 25 Prozent der Abonnenten, den auch andere Personen mit ähnlich hoher Zahl von Followern zu beklagen haben. Es waren keine 5.000 Fake-Profile unter den Abonnenten! Nicht annähernd.

Facebook lässt seit der Verabschiedung des verfassungswidrigen* Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (Netz-DG) maschinelle Säuberungswellen durch das Netz laufen. Dies hat das Unternehmen selber eingeräumt. Im August zitierte die Bild-Zeitung eine Konzernsprecherin wie folgt:

„Facebook bemüht sich seit Langem, sowohl die Erstellung gefälschter Accounts zu verhindern als auch gefälschte Konten zu identifizieren und zu entfernen. Dank technischer Fortschritte können wir besser gegen manuell erstellte Fake-Profile vorgehen und nutzen neue Analysetechniken wie Machine Learning, um weitere Formen von Missbrauch zu erkennen und zu unterbinden.“

„Machine Learning“ als „neue Analysetechnik“ verkaufen zu wollen ist schon ein sehr gewagter Versuch, die maschinelle und massenhafte Vernichtung von Profilen als Errungenschaft verkaufen zu wollen. Aus Angst vor politischem Druck und den völlig unverhältnismässigen Strafdrohungen des Netz-DG (bis zu 50.0 Millonen Euro drohen dem Unternehmen aber auch seinen leitenden Angestellten, wenn man beim Löschen das Plansoll nicht erfüllt)....
Mehr auf der Achse v. 16.11.2017.

Nachtrag: Siehe auch Steinhöfel in „Junge Freiheit“ Säuberungswellen 17.11.2017, hier ohne „Reform“-ss:
Aus den „Sondierungsgesprächen“ von Union, Grünen und FDP dringt derweil die gemeinsame Position nach außen, man wolle „das Netzwerkdurchsetzungsgesetz durch eine Neuregelung weiterentwickeln“. Ein Gesetz, das FDP-Chef Lindner kurz vor der Bundestagswahl in einem Interview mit dem Autor „aus mehreren Gründen für falsch“, für „verfassungswidrig“ und „eine große Gefahr für die Meinungsfreiheit“ bezeichnete. Ein solches Gesetz kann man nicht weiterentwickeln...


Sigmar Salzburg

16.11.2017 21:16   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Strategien mit Verfassungsrichtern

Der freie Rechtsanwalt Ansgar Neuhof, hier orthographisch gelobt, verweist bei der „Achse des Guten“ darauf, daß der kürzlich ergangene Spruch des Bundesverfassungsgerichts zum „Dritten Geschlecht“ am Parlament vorbei neues Recht schafft – als Ergebnis „Strategischer Prozeßführung“. Dabei nutzen Lobbygruppen ihre ideologische und institutionelle Nähe zu gleichgesinnten Richtern, die von einschlägig bekannten Parteien in ihr Amt gewählt wurden.
Eine unter den Richtern des 1. Senats ist Susanne Baer. Sie ist Professorin für Geschlechterstudien der Berliner Humboldt-Universität.

Prozeßbevollmächtigte des Klägers in diesem Verfahren waren Konstanze Plett und Friederike Wapler. Die Richterin und die beiden Prozeßbevollmächtigten kennen sich gut.

Friedrike Wapler ist Privatdozentin und hat die Professur von Susanne Baer im Wintersemester 2015/16 an der Humboldt-Universität vertreten. Baer und Wapler haben unter anderem im Januar 2016 gemeinsam für den Familienausschuß des Bundestages eine Stellungnahme zum Thema Kinderrechte angefertigt.

Konstanze Plett ist Professorin im Zentrum Gender Studies an der Universität Bremen. Bei ihr promoviert derzeit Baers wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität Juana Remus zum Thema „Strafbarkeit von genitalverändernden Eingriffen an intersexuellen Minderjährigen in Deutschland“. Platt und Baer waren gemeinsam Vorstand der Vereinigung für Recht & Gesellschaft (siehe hier, S. 20).

Die Initiative „Dritte Option“

Zurück zu dem Verfahren beim Bundesverfassungsgericht. Initiiert wurde es von der Kampagne „Dritte Option“. Wer dahinter steckt, ist unklar. Ein Impressum oder dergleichen gibt es nicht. Sie gründete sich 2013 mit dem Ziel der juristischen und politischen Begleitung eines personenstandsrechtlichen Individualverfahrens, mit dem die Möglichkeit eines weiteren Geschlechtseintrages – jenseits von „männlich“ und „weiblich“ – erstritten werden soll (siehe hier).

Es gab also nicht einen Betroffenen, der juristischen Beistand suchte. Sondern es gab ein politisches Ziel, für dessen Durchsetzung man einen Betroffenen suchte. In einer Demokratie erfolgt die Durchsetzung politischer Ziele üblicherweise im Rahmen der demokratischen Willensbildung, und die Änderung des rechtlichen Rahmens obliegt der Volksvertretung, dem Parlament.

Die Initiative „Dritte Option“ wollte diesen (beschwerlichen) Weg nicht gehen, sondern nahm die Abkürzung über den Rechtsweg. Dabei war klar, dass die Instanzgerichte die Klage auf Anerkennung eines dritten Geschlechts abweisen würden. Denn das Gesetz ist eindeutig. Selbst wenn ein Gericht wider Erwarten der Ansicht gewesen wäre, das Gesetz sei verfassungswidrig, hätte es das nicht selbst entscheiden dürfen, sondern hätte das Bundesverfassungsgericht anrufen müssen. Es war also zwangsläufig, dass das Bundesverfassungsgericht am Ende entscheiden mußte. Und damit der 1. Senat laut Geschäftsverteilung mit Richterin Susanne Baer. Die zwar nicht allein entscheidet, aber sicher abschätzen kann, wie die anderen Richter „ticken“.

achgut.com 13.11.2017
(Neuhof schreibt diesmal unter „Dass-Tarnung“.) Es ist klar, daß die relativ unbeleckten Richterkollegen der (obskuren) Qualifikation der Genderfachfrau Baer ein besonderes Gewicht einräumen mußten. (Mit der Personalie Susanne Baer hat sich Hadmut Danisch des öfteren auseinandergesetzt).

Es lief hier also genau gegensätzlich wie 1998 bei der Entscheidung der Bundesverfassungsgerichts zur Rechtschreib„reform“. Damals stießen arglose Kläger auf eine Allianz von Richtern wie Papier (CSU) und Limbach (SPD), deren Parteien gerade in Gestalt ihrer Kultusminister an den Parlamenten vorbei die erlaßweise Erpressung eines ganzen Volkes zur „Reform“ unter Geiselnahme der Schüler in Angriff genommen hatten. Die Kläger liefen ins offene Messer.



Sigmar Salzburg

16.11.2017 05:42   Dokumente   >   Bundesverfassungsrichter   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Achse des Guten

Henryk M. Broder läßt sich durch Ralf Stegner zu poetisch-satirischen Höchstleistungen anspornen:
... Stegner, der den Charme eines Pitbulls mit der Ausstrahlung einer defekten Grubenlampe verbindet, leidet an einer Krankheit, die besonders oft im Politiker-Milieu vorkommt: Logorrhoe, eine Art von verbaler Inkontinenz. Und weil er das Wasser nicht halten kann, twittert er im Minutentakt ...
Am 7. November 2017, um 22.15 Uhr setzte Stegner einen Tweet zu Ehren des amerikanischen Präsidenten ab: „Heute vor einem Jahr wurde Trump zum US-Präsidenten gewählt, der Aufschneider, Sexist, Rassist und intellektueller Tiefflieger in einem ist.“ Dann nahm Stegner noch einen Möwenschiss zu sich, stieg in sein doppelt gefedertes Bettchen und wälzte sich gleich in Morpheus‘ Armen.

Präsident Trump aber war mehr als ungehalten, nachdem ihm der Tweet vorgelegt wurde. „Who, the fuck, is this moron?" soll er gerufen haben. Und als er sich wieder beruhigt hatte, ließ er seinen Secretary of Defense, James Mattis, genannt „Mad Dog“, kommen und brüllte ihn an: „We will never liberate these bastards again, let them eat their own shit!", worauf Mattis Haltung annahm, salutierte und ausrief: „Bet your[n] ass, Mr. President!"
Dank der erleichternden deutsch-denglischen Reformen kann der polyglotte Leser nun leicht erraten, was gemeint ist: „Herr Präsident, Sie sind’n Ass!“


Sigmar Salzburg

15.11.2017 10:42   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Aus einem längeren Artikel von Vera Lengsfeld

Die alltägliche Unbildung in Deutschland

... Anabel Schunke hat kürzlich in einem sehr lesenswerten Artikel darauf hingewiesen, dass Deutschlands einzigste Ressource die Bildung ist. Seit Jahren schreiben sich Politiker Bildung auf ihre Wahlkampffahnen, drücken aber in der Praxis das Bildungsniveau stetig nach unten. Es machen immer mehr Schüler Abitur, aber das Abitur ist kaum noch so viel wert wie die Zehnklassenabschlüsse vergangener Jahrzehnte.

Die Regierung verweist mit arroganter Selbstgefälligkeit darauf, dass so viele Schulabgänger studierten wie nie zuvor. Nur können diese Studenten kaum noch fehlerfrei schreiben, was man nach der Reform der Reform der Rechtschreibreform aber nicht nur ihnen allein anlasten kann. Ich weigere mich auch konsequent, die Dreifachkonsonanten zu benutzen, sondern folge darin der alten Schreibweise.

Die Betriebswirtschaftsstudenten, die ich kennengelernt habe, können aber auch kaum multiplizieren und schon gar keine Brüche kürzen, was mein Vater, der nur die achte Klasse gemacht hatte, problemlos beherrschte...

freiewelt.net 14.11.2017

Vera Lengsfeld trat 2004 gegen die Rechtschreib„reform“ auf, ergab sich dann aber der Übermacht der „Fakten“.


Sigmar Salzburg

14.11.2017 20:31   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Freie Welt, FreieWelt.net   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Genug gebüßt?

Nicolaus Fest 14. Nov. 2017
CDU-Personalpolitik. Am schönsten die Begründung, warum die – rechtswidrig auf den Botschafterposten am Vatikan entsandte – Merkel-Vertraute Schavan neue Chefin der Konrad-Adenauer-Stiftung werden solle: Sie habe nun (in Rom) "genug gebüßt".
faz.net 14.11.2017

Für die „Rettung“ der Rechtschreib„form“ hat sie nie genug gebüßt!


Sigmar Salzburg

14.11.2017 18:20   Deutsche Rechtschreibgrößen   >   Annette Schavan   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Aus „FREIE WELT“: Gastkommentar von Prof. Dr. Ulrich Kutschera

Drittes Geschlecht? Biologische Fakten und postfaktische Fiktionen

Mit Verwunderung konnte man vor einigen Tagen in den Leitmedien, wie der FAZ, der Süddeutschen Zeitung, Der Spiegel usw. lesen, es gäbe demnächst ein „Drittes Geschlecht“, welches im Geburtenregister eingetragen werden darf. Diese Schlagzeilen vermitteln der Allgemeinbevölkerung den irrigen Eindruck, man hätte jetzt endlich die schon lange von Vertretern der Gender-Ideologie geforderte „Überwindung“ des binären „Mann-Frau-Denkens“ vollzogen – die sowieso nur sozial konstruierte Zweigeschlechtlichkeit sei jetzt um eine dritte Option erweitert, könnte man annehmen. In verschiedenen Kommentaren wurde bereits auf die Widersinnigkeit dieser Begriffsbildung und deren Implikationen hingewiesen. Nachfolgend möchte ich auf biologische Hintergründe eingehen, die leider in den o. g. Medien falsch dargestellt sind. Worum geht es hierbei?

Der Fall Vanja – weder Mann noch Frau?

Eine Person, genannt Vanja, die korrekt als „Intersexuelle“ gekennzeichnet ist, hat gefordert, eine positiv besetzte Bezeichnung ihrer subjektiv gefühlten Geschlechtsidentität, neben männlich-weiblich, eintragen lassen zu können – sie fühle sich weder als Mann noch als Frau. Wie die SZ berichtet, hat Vanja über eine Chromosomenanalyse erfahren, dass sie den Karyotyp 45 X0 trägt – korrekt dargestellt – sie verfügt über 44 Autosomen (A) und nur ein Geschlechtschromosom, somit 44 A X0, pro Körperzelle. Jeder Mensch trägt das Erbgut seiner Mutter und des Vaters im Genom (22 Autosomen, X von der Mutter, und 22 A, X oder Y vom Vater; doppelter Chromosomensatz pro Zelle). Fertile, ausgereifte Männer sind 44 A XY-, Frauen demgegenüber 44 A XX-Menschentypen, definiert als Spermien- bzw. Eizellen-Produzenten. Das ist der im Verlaufe der Evolution herausgebildete Sexual-Dimorphismus unserer Spezies, eine belegte Tatsache. Da etwa 99 % aller neugeborenen Babys eindeutig männlich oder weiblich sind, erkenntlich an den noch unreifen Kopulationsorganen Penis bzw. Vagina plus den o. g. Chromosomensätzen, funktioniert die zweigeschlechtliche Reproduktion, genannt sexuelle Fortpflanzung (Kurzform Sex), seit Jahrmillionen recht gut. Wir existieren, weil sich unsere heteronormalen Eltern sexuell fortgepflanzt haben: Innere Befruchtung, Spermien-Eizellen-Fusion, Zygote, Baby, Kind.

Turner-Syndrom: Klinische Daten für die Evolutionsforschung

Bei Vanja liegt eine Chromosomenanomalie vor, die ich in meinem Fachbuch Das Gender-Paradoxon, 2016 im Detail dargestellt habe – es handelt sich um eine Intersex-Frau, die das Turner-Syndrom aufweist. Diese natürliche genetische Variation kommt mit einer Häufigkeit von 1 zu 5000 Lebendgeburten in europäischen Populationen vor. Und da sind wir schon beim Punkt.

Nahezu 99 % der vorgeburtlich festgelegten 44 A X0-Turner-Föten werden vom Mutterkörper abgestoßen, Stichwort Fehlgeburt; die wenigen lebend Geborenen entwickeln sich dann später zu einem Mädchen. Während der Jugend treten typische Symptome, wie verdickter Hals, kleiner Wuchs oder geschwollene Füße auf. Oft kommen dann später Herz- und Skelettprobleme dazu; wegen dem mangelhaften Estrogen-Pegel – Ovarien bleiben unterentwickelt – sind die allermeisten Turner-Frauen, die keinen Menstruationszyklus ausbilden, fortpflanzungsunfähig, d. h. steril. In der Evolutionsforschung werden Menschen mit Turner-Syndrom analysiert, um den stammesgeschichtlichen Ursprung des Sexual-Dimorphismus, das Mann-Frau-Sein, d. h. die Ausbildung der beiden Geschlechter, zu verstehen (s. Crespi, B.: Turner syndrome and the evolution of human sexual dimorphism. Evolutionary Applications1, 449–461, 2009). In der klinischen Praxis versucht man, durch Estrogen-Ersatztherapien den betroffenen Turner-Frauen ein besseres Leben zu ermöglichen. Die AA X0-Turner-Personen werden als Intersex- Menschen bezeichnet, weil eine geschlechtliche Ausreifung zu einer fertilen, fortpflanzungsfähigen Frau, bedingt durch die Chromosomenanomalie, unterbleibt – ob man hier von einer Entwicklungsstörung oder einem evolutionären Design-Fehler sprechen sollte, ist eine Frage, die nicht diskutiert werden soll.

Weder Frau noch Mann – daher die juristische Kategorie Inter

Soviel zur Biologie – was folgt daraus? Der Person Vanja sollte man, bei gefühlter Inter-Geschlechtlichkeit, die Option einräumen, sich nicht als dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugehörig definieren zu müssen – ihr Körper produziert (wie alle 44 A X0-Personen) in jungen Jahren, weder Spermien (m), noch Eizellen (w). Neben den zwei Geschlechtern m & w – die Evolution hat im Verlaufe der letzten 500 Millionen Jahre kein weiteres Geschlecht hervorgebracht – sollte es daher die juristische Kategorie „Inter“ geben.

Fazit: Die in den Medien dargestellte Wundergeschichte vom vermeintlichen „Dritten Geschlecht“, verbunden mit dem Personenstandsrecht, sollte korrigiert werden. Es gibt Spermien und Eizellen, eine dritte Gameten-Form hat die Evolution in Jahrmillionen nicht hervorgebracht – daran ändert auch ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts nichts. Postfaktische Fiktionen, wie die hier dargelegte „Vanja-als-Drittes-Geschlecht-Story“, haben in einer auf Naturwissenschaft und Technologie basierenden Gesellschaft keinen Platz – sie passen gut in die Esoterik-Ecke, wo auch andere derartige Absurditäten (Homöopathie, Kreationismus etc.) ihre Daseinsberechtigung haben.

Übernahme des Artikels mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. U. Kutschera.

Prof. Ulrich Kutschera ist international tätiger Evolutionsbiologe und Physiologe. Er ist Professor am Institut für Biologie der Universität Kassel, außerdem Visiting Scientist in Stanford/Kalifornien.


freiewelt.net 14.11.2017



Sigmar Salzburg

14.11.2017 15:20   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Hat Karl Lagerfeld recht?

Darüber entbrannte die Diskussion in der französischen und Empörung in der deutschen Presse:
Karl Lagerfeld dérape sur les juifs et les migrants
Dans l'émission "Salut les Terriens" diffusée le samedi 11 novembre sur C8, le couturier allemand a critiqué la politique migratoire de la chancelière Angela Merkel ...

"Je vais dire une horreur. On ne peut pas, même s'il y a des décennies entre (les deux événements, ndlr), tuer des millions de juifs pour faire venir des millions de leurs pires ennemis après".
nicematin.com 13.11.2017
FOCUS betitelt die Meldung so:
Rundfunkaufsicht prüft Rüge
Karl Lagerfeld: Mode-Zar nennt Flüchtlinge "Feinde der Juden"

focus.de 13.11.2017
Am selben Tag gab es dazu bei Focus 54 fast ausnahmlos zustimmende Leserzuschriften. Das ergab die Gelegenheit, anstelle des „Rates für Rechtschreibung“, der seiner Aufgabe nicht gerecht wird, den Gebrauch der reformierten, meist grammatisch falschen Großschreibung „Recht haben“ zu untersuchen:
54 Leserzuschriften

11mal „Recht haben“, darunter „er hat vollkommen Recht“, „er hat so was von Recht“ (2mal),. „wie Recht er hat“,

12mal „recht haben“, darunter „Lagerfeld hat vollkomen recht“, „hat gar nicht so unrecht“.
Bekanntlich haben sich die Kultusminister so aus der Affäre gezogen, daß sie die richtige Kleinschreibung nicht mehr als Fehler bezeichnen. Trotzdem entstehen durch die gleichzeitig zugelassene „erleichternde“ Großschreibung schlimme grammatische Fehler – hier bis 50 Prozent. Früher, in der reformlosen Zeit, waren es gewiß nie mehr als 5 Prozent.


Sigmar Salzburg

14.11.2017 09:29   Rechtschreibforum   >   Ein Volk zu Schreibstümpern gemacht   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Doppelsprech

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Susanne Eisenmann, hat wie der Spiegel schreibt, an Deutschlands Schulen ein sinkendes Niveau festgestellt. Es wird auch nicht besser: »Der Trend geht nach unten«, sagt sie. Als Grund nennt sie eine »zunehmend heterogene Schülerschaft«.

Hadmut Danisch hat hier gleich einen Fall von Doppelsprech bemerkt: »Behauptet man Gutes, heißt es Diversität. Muss man Schlechtes berichten, heißt es Heterogenität.« Dabei handelt sich um denselben Sachverhalt. Die Diversität ist gewollt, die Vielfalt ist gewünscht, die Inklusion soll mit ganzer Kraft vorangetrieben werden. Wenn es sich dann als Problem herausstellt, wird es umbenannt und heißt: Heterogenität.

Besonders drastisch ist es in Baden-Württemberg, wie auch Susanne Eisenmann einräumen muss. Die Presse hatte schon von weinenden Lehrerinnen gesprochen ... [auch hier]

freiewelt.net 8.11.2017


Sigmar Salzburg

13.11.2017 10:19   Schule   >   Schule   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Imad Karim,...

... der libanesischstämmige große Freund Deutschlands hat das ARD-Zwangsgebühren-„Panorama“ und Verwandtes kritisiert. Dabei erinnert er sich (bewußt?) an Schreibweisen deutscher Wörter, wie sie vor dem gewaltsamen Kulturumbruch durch die nichtsnutzigen Kultusminister 1996-2006 üblich waren:

Imad Karim hat Panoramas Beitrag geteilt.
8. November um 07:50 ·

Gerade bei Panorama geschrieben.

"Panorama hört auf, uns zu mißbrauchen!
Panorama und wie Ihr alle heißt, hört auf, uns Menschen mit Migrationshintergrund für eure Ideologie zu mißbrauchen. Ihr seid diejenigen, die dieses großartige Land spaltet.

Ja, unsere Exekutive und andere Bereiche des Rechtsstaates werden von diesen Kriminellen mit arabischer und türkischer-kurdischer Herkunft unterwandert. DAS IST FAKT und es gilt diese gefährliche sehr gefährliche Entwicklung bei deren häßlichen Namen zu nennen und ihr rechtsstaatlich, medial und gesellschaftlich entgegenzuwirken. DAS HAT MIT RASSISMUS NICHTS ZU TUN. Im Gegenteil, Ihr verhält euch rassistisch, wenn Ihr glaubt, Ihr müsst Leute wie mich (libanesischer Herkunft) schützen. Eure "Sorgfaltspflicht" beleidigt mich, denn Ihr stellt zwischen diesen Kriminellen und uns "RASSISCH bedingt", eine Verbindung und das macht euch zu GUTEN RASSISTEN, auf die wir gerne VERZICHTEN.

Wir, die sich u.a. aufgrund der Sprache aber nicht nur der Sprache, in diesen arabischen Communities sehr gut auskennen, wissen lange, dass dieser Rechtsstaat dieser schleichenden VERNAHÖSTLICHUNG nicht gewachsen ist.

Und dieser Panoramaautor mit seinem exotischen Namen beleidigt ein ganzes Volk und wird noch von euch und anderen bejubelt. Es sind die Deutschen mit allen ihren Schichten und gesellschaftlichen Gruppen " die aus Deutschland ein Land machten, zu dem Viele gekommen sind, um hier in Freiheit und Würde zu leben. Ihr diffamiert dieses Volk und glaubt, die Zivilgesellschaft für euch allein verbuchen zu können. IHR BEGEHT EINEN TÖDLICHEN FEHLER!

Deutschland hat kein Naziproblem. Die Nazis geistern in euren Köpfen und NUR in euren Köpfen. Natürlich gibt es ein paar dumme, aggressive, menschenverachtende EWIGGESTRIGE aber das ist alles und solche Idioten findet man LEIDER in jedem Land dieser Welt und zu allen Zeiten.

Hört auf mit eurem göttlichen Selbsthass, das macht euch zu einer Sekte, muffig und reif für die Kläranlage. und hört auf mit eurer mit unserem Geld finanzierten Hetze.

Ihr seid nicht nur redundant, langweilig und eintönig, ihr seid Brandstifter und vor allem feige. Feige weil Ihr euch stundenlang in den Redaktionen setzt und euch überlegt, wie Ihr in der Postproduktion einen islamkritischen Beitrag so zusammenschneidet, so, dass die EHRBAREN Gefühle der Muslime nicht verletzt werden. Ich bin Insider und weiß, wovon ich rede.

DAS, WAS IHR MACHT, NENNT MAN GESINNUNG!!!!!

Hört auf, uns für eure Feigheit zu mißbrauchen. Wir alle haben Verantwortung gegenüber morgen und den kommenden Generationen. Ihr könnt jederzeit das nächste Flugzeug nehmen und euch ins Ausland absetzen, die Massen aber nicht, sie müssen ausbaden, was ihr jahrelang mit eurer Gesinnung angerichtet und stets die hässliche Realität zu vertuschen versucht habt.

Hört auf, uns zu mißbrauchen!!!!!!!

Imad Karim
Deutsch-Libanese
Ex-Moslem & Agnostiker
WertePatriot und verrückt nach Deutschland und der Freiheit


Sigmar Salzburg

13.11.2017 07:36   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Zunehmende Laberwissenschaft bei Spektrum

Die Zeitschrift „Scientific American“ besteht seit 1845. Hochrangige Wissenschaftler berichten darin allgemeinverständlich über ihre Arbeit. Früher habe ich sie des öfteren gelesen, vor allem, als die Quantenchromodynamik entscheidende Fortschritte in die Elementarteilchenwelt brachte. Deswegen war ich auch erfreut, ab etwa 1980 eine deutsche Ausgabe „Spektrum“ abonnieren zu können.

Leider nahm der Anteil der deutschen Eigenbeiträge aus der Welt der Laberwissenschaften immer mehr zu, so daß nach zwanzig Jahren die Umstellung auf die alberne Rechtschreib„reform“ den letzten Anstoß gab, das Abonnement zu kündigen. Geärgert hatte mich schon vorher ein Artikel von Mentrup über die „wissenschaftliche“ Rechtschreib„reform“ und ein anderer, indem der Schreiber empfahl, das Kinderkriegen den Ausländern zu überlassen.

Wenn man heute in den Internet-Auftritt von Spektrum schaut, überwiegen die Beiträge aus den Laberfächern, und ganz beiläufig sorgt man dafür, vor allem in den „Blog“-Bereichen“, daß bei aller Liberalität die Steinzeitidee „Gott“ nicht in Vergessenheit gerät.
Warkus' Welt: Hat Gott eine Ursache?
Keine Wirkung ohne Ursache - dieses Prinzip gilt nicht nur für die verärgerte Chefin oder das weinende Kind, sondern auch für Zitronen. Bei Gott und der Zahl "1" wird es allerdings schwierig, erklärt unser Kolumnist Matthias Warkus.

von Matthias Warkus

Im Alltag, aber auch in Wissenschaft und Politik geht es ständig um Ursachen und Wirkungen...
"Keine Wirkung ohne Ursache" ist ein Satz, der nichts Neues sagt...

Die materielle Ursache (causa materialis) ist ein Material, ein Substrat, das verändert oder bewegt wird;... Die formale Ursache (causa formalis) ist die Gestalt, die der Veränderung zu Grunde liegt;... Die Wirkursache (causa efficiens) ist etwas anderes, was mit dem veränderten oder bewegten Gegenstand interagiert, um die Veränderung oder Bewegung auszulösen; ... Die Zweckursache (causa finalis) ist der Zweck der ganzen Veranstaltung ...

Bei der Zahl 1 oder Gott wird es schon schwieriger, und wer aufmerksam gelesen hat, wird bemerkt haben, dass das Vier-Ursachen-Schema unterstellt, dass das, was da verursacht wird, immer die Veränderung oder Bewegung von etwas Materiellem ist. Ich weiß nicht, ob Gott unter diese Beschreibung passt, aber zumindest die Zahl 1 fällt ganz klar heraus. Sie ist durch nichts verursacht.

Ist es also so, dass jede Wirkung – also alles, was Ursachen hat –, immer eine Veränderung oder Bewegung eines materiellen Gegenstands ist? Was meinen Sie?

Viele heute tätige Philosophinnen und Philosophen würden diese Frage bejahen, aber längst nicht alle; das Thema ist alles andere als ausdiskutiert. Es handelt sich hier um eine genuin philosophische Frage: Sie ist so allgemein gefasst, dass sie sich nicht weiter verallgemeinern lässt, und sie lässt sich nicht durch Experimente oder durch Rechnen beantworten.

Matthias Warkus ist Philosoph und lehrt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Es ist sehr die Frage, ob die Zahl „eins“ durch nichts verursacht ist. In den dreißiger Jahren legte P.A.M. Dirac in einer Theorie nahe, daß die Quantisierung der elektrischen Elementarladung durch die Existenz mindestens eines magnetischen Monopols erklärt werden könnte. Die Existenz des Spins ℏ/2 bewirkt ebenfalls eine unterscheidbare Ordnung der Materieteilchen. Ihre gedankliche Aufreihung und Abzählung ist dann wieder die Leistung höherer Organismen.


Sigmar Salzburg

12.11.2017 09:00   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Spektrum der Wissenschaft   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Um nichts erleichtert: „Rechtschreibung“

Meine polyglotte Namensvetterin Karin hat eben ein Video verbreitet, das die Schwierigkeiten zweier junger Amerikaner mit der Aussprache deutscher Wörter zeigt:

https://www.facebook.com/videotrendsoffiziell/videos/941077029383371/

Sigmar Salzburg

11.11.2017 17:54   Aufsätze   >   Akzentfreie Aussprache   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Früher Spießerfuhren – heute Genderfurien

Vor über fünfzig Jahren hatte ein Künstler ein Relief für die Göttinger Stadthalle oder Uni geschaffen. Die stilisiert im Stil der Zeit dargestellte nackte Menschenmenge wurde zu einem sittlichen Skandal aufgebauscht: Es sollen darunter auch kopulierende Paare zu sehen gewesen sein. Der Kölner katholische „Volkswartbund“ fuhr Busladungen von Empörten herbei, die das Kunstwerk betrachten, daran Anstoß nehmen und dann den Behörden melden sollten.

Überraschend – oder auch nicht – wirken die heutigen Gleichmacher- und Genderfurien noch spießiger als der damalige Volkswartbund.

Michael Klonovsky erinnert an kürzliche ähnlich absurde Fälle in Berlin und Göttingen:
Das Gedicht "avenidas" von Eugen Gomringer, das auf der Fassade der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf steht, soll entfernt werden, weil der Asta und der Zeitgeist es so wollen, denn, so heißt es in einem offenen Brief, dieses Gedicht vertrete "eine klassische patriarchale Kunsttradition, in der Frauen* ausschließlich die schönen Musen sind, die männliche Künstler zu kreativen Taten inspirieren" und erinnere "zudem unangenehm an sexuelle Belästigung, der Frauen* alltäglich ausgesetzt sind" (ich habe keine Ahnung, was die Sternchen im Text bedeuten sollen, aber es scheint etwas eminent Bedeutendes zu sein). Zwar beschreibe Gomringer in seinem Gedicht "keineswegs Übergriffe oder sexualisierte Kommentare, und doch erinnert es unangenehm daran, dass wir uns als Frauen* nicht in die Öffentlichkeit begeben können, ohne für unser körperliches ,Frau*-Sein‘ bewundert zu werden. Eine Bewunderung, die häufig unangenehm ist, die zu Angst vor Übergriffen und das konkrete Erleben solcher führt." Wetten, dass diese Hochbegabten zugleich für die "Willkommenskultur" trommeln?

Das 1953 verfasste Gedicht des bolivianisch-schweizerischen Schriftstellers ist lediglich eine puristische, minimalistische Beschreibung dessen, was ein Flaneur halt so sieht:

avenidas
avenidas y flores
flores
flores y mujeres
avenidas
avenidas y mujeres
avenidas y flores y mujeres y
un admirador


Blumen und Frauen in einem Atemzug! Sah ein Knab' ein Röslein stehn, wie? Na der soll nach Russland gehen mit seinen sexistischen Phantasien! ...

Oder, um wieder in die Gegenwart zu wechseln: In der Mensa der Uni Göttingen wurden jetzt nach Beschwerden bei der Gleichstellungsbeauftragten die Bilder der Ausstellung "Geschmackssache" entfernt, angeblich waren sie "sexistisch" und diskriminierend ohnehin, weil sie allzu perfekte Frauenkörper zeigten...

michael-klonovsky.de 9.11.2017 (Hervorhebung redaktionell)
Der frühe Fall aus den Fünfzigern oder Sechzigern findet sich anscheinend noch nicht im Internet. Dieses wirkt damit als Orwellsches Gedächnisloch – wie auch die mit der Rechtschreib„reform“ vernichteten Bücher.

Sigmar Salzburg

11.11.2017 02:05   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln