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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge (mit Technik) ...


Gotische Sprache

Einmal las ich beim promovierten Literaturwissenschaftler und bekannten Kirchenkritiker Karlheinz Deschner, der gotische Bischof Wulfila habe um 340 das Neue Testament „ins Deutsche“ übersetzt. Bald darauf traf ich einen Letten, der mir sagte: „Ach was, Gotisch ist doch fast Lettisch“, aber ein Blick ins lettische Vokabular zeigte nur eine entfernte Verwandtschaft. Dagegen kann man als deutscher Europäer das Gotische mit kleinen Hilfen gut verstehen – bis auf einige seltsame Wörter. Im Markus-Evangelium heißt es von Johannes, der in der Wüste taufte:
(Diphthonge hellenistisch gelesen, gg=ng, 𐌸 = þ)
(5) Jah usiddjedun du imma all Iudaialand jah Ierusaulymeis jah daupidai vesun allai in Jordane ahvai fram imma, andhaitandans fravaurhtim seinaim. (6) Vasuþþan Iohannes gavasiþs taglam ulbandaus jah gairda filleina bi hup seinana jah matida þramsteins jah miliþ haiþivisk.
Lateiner verstehen „iddja“ als gehen, ‚ire‘ (idg. ei-), „ahva“ als Wasser (aqua, dt. –ach); „fravaurhts“‚Verwirkung, Sünde‘; „tagl“ ‚Haar‘ (mnl. tākel ‘Tau(werk)’, Herkunft unbekannt lt.DWDS), aisl. tagl Schweif; „ulbandus“ Kamel, eig. Elefant, großes afrik. Tier; „hup“ engl. ‚hip‘; „matjan“ essen, dän. ‚Mad‘ (alte Großschreibung) Speise; aber „þramstei“? Heuschreck, vermutl. idg. Wurzel „trem-“, also wie engl. ‚tremble‘, seine Reibetöne erzeugend? „miliþ“ lat. ‚mel‘ Honig, „haiþivisk“ heidemäßig, wild.


Sigmar Salzburg

27.06.2019 05:39   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag einzeln


Üble Zwangsgebühren-Propaganda – üble Altparteien-Spitzenpolitiker

Jörgen Meuthen, Bundessprecher der AfD, beschwerte sich bei Facebook sich zu Recht über die heimtückischen Verleumdungen durch Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne), die offensichtlich bewußt ohne Gegenrede in der Staatsfunk-ähnlichen ARD gesendet wurden:
Prof. Dr. Jörg Meuthen· 24. Juni um 05:58

Liebe Leser, was sich gestern bei Anne Will in der ARD abspielte, ist wohl der absolute Tiefpunkt der bisherigen deutschen Talkshow-Geschichte - und zugleich ein Höhepunkt der GEZ-Gehirnwäsche für die weniger informierten Fernsehzuschauer.

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Katrin Göring-Eckardt (sogenannte "Grüne") verbreiteten in einem fort unwidersprochen und ohne jeden inhaltlichen Beleg Hass-, Hetz- und Lügenpropaganda gegen unsere Bürgerpartei in einem bislang noch nicht dagewesenen Ausmaß - und es gab in der Vergangenheit wahrlich schon viel Unsägliches, was so inhaltslos wie perfide gegen uns abgefeuert wurde.

Es ging in dieser unterirdischen Sendung ganz offensichtlich um den ungeheuerlichen Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem abscheulichen Mord an Dr. Walter Lübcke, Regierungspräsident in Kassel, und unserer strikt rechtsstaatlichen Alternative für Deutschland herbeizufabulieren. [...]

Und diese übelste Art und Weise wurde gestern geradezu zelebriert: Frau Kramp-Karrenbauer, selbst politisch aussichtslos mit dem Rücken zur Wand stehend, erdreistete sich allen Ernstes und wiederholt zu insinuieren, dass wir für diese furchtbare Mordtat mitverantwortlich seien.

Dieses niederträchtige und groteske Ansinnen gipfelte darin, dass sie meinte, wer sich vorstellen könnte, mit so einer Partei zusammenzuarbeiten, der solle die Augen schließen und sich vorstellen, wie Walter Lübcke die Waffe an die Schläfe gehalten und abgedrückt wurde.


[url]https://www.merkur.de/politik/anne-will-ard-akk-bringt-afd-mit-luebcke-mord-in-verbindung-meuthen-antwortet-zr-12643394.html[/url]

Wie tief beschämend und schäbig ist es, dieses schreckliche Mordgeschehen in einer Talkshow für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren.

Unfassbar.

Und leider völlig unwidersprochen durch die Moderatorin. [...] Weder gegenüber Kramp-Karrenbauer noch gegenüber der total verblendeten Ökosozialistin Göring-Eckardt.

Diese verstieg sich, neben vielen anderen Hetzattacken, zu der restlos skandalösen Aussage:

"Die AfD hat ein Gewaltproblem." [...]

Ja, wir als AfD haben in der Tat ein Gewaltproblem - aber nicht als Täter, sondern stets und immer wieder und immer besorgniserregender als Opfer.

Täter sind in der Regel skrupellose, verblendete Gewaltverbrecher der sogenannten Antifa oder der "interventionistischen Linken", [...]

Angestachelt werden solche linken Gewaltfanatiker von geistigen Brandstiftern wie Ralf Stegner (SPD) und Franziska Keller (sogenannte "Grüne"), aber auch mittlerweile, wie sich seit der gestrigen Sendung nicht mehr leugnen lässt, von der CDU-Vorsitzenden ebenso wie von der Fraktionsvorsitzenden der "Grünen" im Bundestag. [...]

Fakt ist: Die sogenannten "Grünen" haben von ihrem Anbeginn bis heute ein massives Gewaltproblem. [...]

Und noch einmal, für alle Beteiligten der gestrigen Propagandasendung der ARD zum Mitschreiben: Von unserer Bürgerpartei ist NICHTS, überhaupt GAR NICHTS an Gewalt bekannt, und das, obwohl man uns permanent bedroht und provoziert. WIR gehen diesen Irrweg nämlich nicht mit, sondern WIR bleiben auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung!

Zeit daher für das Ende der Lügen und der Propaganda in zwangsfinanzierten Fernsehsendungen. Zeit für unsere politischen Gegner (die mittlerweile statt als Gegner als Feinde agieren), endlich zur Vernunft zu kommen und zu sehen, dass SIE SELBST es sind, die das Klima in Deutschland immer weiter vergiften und anzünden. Höchste Zeit für eine strikt rechtstreue Bürgerpartei. Höchste Zeit für die #AfD.
Hervorhebungen und leider notwendige Kürzungen redaktionell.

Wäre die CDU in der Spitze noch eine anständige Partei, dann würde die Kramp-Karrenbauer noch heute aus dem Verkehr gezogen!



Sigmar Salzburg

26.06.2019 06:44   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Vor 20 Jahren unterwarf sich die deutsche Presse der Rechtschreib„reform“, ...

...die „Zeit“ etwas früher, die meisten am 1. August, der„ Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag“ nach der Annullierung des Volksentscheids durch das Kieler Parlament, vereinzelte andere auch erst Jahre später. Stefan Stirnemann ist es gelungen, das inzwischen ängstlich gemiedene Thema in Jakob Augsteins Wochenzeitung „Freitag“ unterzubringen. Wir dokumentieren den Text hier für den Schleswig-Holsteinischen Elternverein und verbliebene Interessierte dieser Seiten:

Die Bessere, Pardon, die bessere Schreibweise

Sprache
Zum Stand der Rechtschreibreform – zwanzig Jahren nach ihrer Einführung und etliche Kompromisse später

Stefan Stirnemann

Im weltweiten Netz geistert zu einer der schönsten Erscheinungen des Buchmarktes der folgende Eintrag herum: „Die andere Bibliothek (eigene Schreibweise: Die Andere Bibliothek) ist eine bibliophile Buchreihe.“ Hier versucht einer der vielen unsichtbaren Schreiber des Internets, amtstreu und dienstbeflissen die Neuregelung unserer Rechtschreibung anzuwenden, verbessert den Großbuchstaben zum kleinen und verbannt die Namensform, welche die Begründer der Reihe, Hans Magnus Enzensberger und Franz Greno, zehn Jahre vor der Rechtschreibreform wählten, in eine Klammer; die »eigene« Schreibweise wird zur eigentümlichen, d.h. sonderbaren, jetzt überholten und deswegen verbotenen.

Hätte der heutige Herausgeber der Anderen Bibliothek, Christian Döring, eine amtliche Lizenz einholen sollen, den Verlagsnamen weiter zu verwenden? Der Vorgang ist ein Symbol: Was als Vereinfachung behauptet wurde, sorgt noch nach zwanzig Jahren und etlichen Überarbeitungen für Verunsicherung, und noch immer werden reihenweise Ausdrucksmöglichkeiten und ganze Wörter unserer Sprache von Amtes wegen ausgeklammert.

Das Regelwerk selber, das vor zwölf Jahren vom Rat für Rechtschreibung als Kompromiss vorgelegt wurde, ist noch immer in Arbeit. Einen der Paragraphen, welche die Verwendung des großen Buchstabens darstellen sollen, hat der Rat aus dem Verkehr gezogen und an seine Stelle das vornehme lateinische „vacat“ gesetzt. Die Formel bedeutet an sich „es ist leer, es fehlt“, doch es fragt sich, was sie hier anzeigen soll: eine Problem im Aufbau der Regelung? Ratlosigkeit im Inhalt? Das Vorbereiten neuer Schreibbefehle?

An der Schwelle zur Öffentlichkeit

Die Grundfrage dieser sogenannten Reform finde ich von Christian Morgenstern angesprochen. Als der Dichter der Galgenlieder im Jahre 1906 für den Verlag Bruno Cassirer die Korrekturen von Robert Walsers Roman Geschwister Tanner las, schrieb er dem sieben Jahre jüngeren Schweizer: „Der Anfang Ihrer Arbeit machte auf mich, aus dem Privatgebiet des Handschriftlichen in die Öffentlichkeit des Drucks gerückt, einen schlechten Eindruck.“ So ist es, es gibt das Privatgebiet, wo jeder nur für sich schreibt: Einkaufszettel, Notizen, Tagebuch; wer in die Öffentlichkeit tritt, wer gedruckt werden möchte, muss sich an Vorgaben halten. Was aber dürfen diese Vorgaben betreffen, und wer gibt sie weiter? In Christian Morgenstern hatte Walser keinen Rechthaber und Befehlsgeber, sondern einen erfahrenen und gewissenhaften Berater. Heute ist es der Staat, der mit undurchdachten Vorgaben in die lebendige Entwicklung der Sprache und ihrer Ausdrucksmittel eingreift.

Was an der Schwelle zur Öffentlichkeit schiefgehen kann, zeige ich, wenn auch ungern, an einem Fehler, der mir selber unterlaufen ist. Vor einiger Zeit erschien in der Anderen Bibliothek der Jubiläumsband 400, der herrliche Roman Der Goldene Esel, den der römische Dichter Apuleius im zweiten Jahrhundert n. Chr. geschrieben hat. Apuleius, Erzähler und Sprachkünstler von Weltklasse, fand in August Rode, einem Zeitgenossen Goethes, den ebenbürtigen Übersetzer.

Rodes Übersetzung aber teilt das Schicksal aller noch so sorgfältig gedruckter Literatur, dass einige Wörter und Wendungen außer Gebrauch kommen und nicht mehr verstanden werden; so ist Rodes Text immer wieder angepasst worden. Ich nun musste die Überarbeitung prüfen, die der umsichtige und sachkundige Wilhelm Haupt vor fast fünfzig Jahren durchgeführt hatte. Ich las dazu auch die Erstausgabe von 1783 und stand insofern an der Schwelle zwischen dem Privatgebiet, zu dem eine vergangene Zeit geworden war, und unserer Öffentlichkeit. Ich stieß auf eine auffällige Wendung, welche Haupt hatte stehen lassen.

tausend Glück

Der Held des Romans, der junge Lucius, ist in gewissem Sinne ein Vorläufer Harry Potters und wird von seiner Geliebten versehentlich in einen Esel verzaubert, was unerhörte Abenteuer zur Folge hat. Vor diesem Missgeschick sagt der Gastgeber Milo, ein Geschäftsmann, dessen Frau eine Hexe ist, zu seinem jungen Gast: „Inzwischen wünsch` ich von Herzen, Herr Lucius, daß Ihnen tausend Glück begegnen und Ihre Reise höchst ersprießlich sein möge!“ Dieses „tausend Glück“ erinnerte mich an den „privat Mann“ der Erstausgabe, welcher bei Wilhelm Haupt wie heute üblich als Privatmann erscheint, und so hielt ich es für einen echten Einfall und Fund, hier das Wort Tausendglück einzusetzen, das ich im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm aufgespürt hatte. Irrtum! Was hatte ich falsch gemacht?

Es fehlte mir die Geistesgegenwart, an die Wendung „tausend Dank“ zu denken. Und ich hatte offenbar übersehen, dass im Deutschen Wörterbuch neben „tausend Dank„ auch „tausend Segen, tausend Glück“ belegt und besprochen sind, – übersehen, obwohl ich das Buch dicht vor der Nase hatte. Folge meines Fehlers: Ich habe August Rode in diesem Falle seine Stimme genommen und eine Möglichkeit sich auszudrücken unter den Tisch gefegt, während doch das Gegenteil mein Ziel war.

Dem Sprachgefühl widersprechen

Die eigenen Fehler schaue ich mit mildem Auge an; ich halte mir jeweils zugute, dass ich es bin, der sie macht. Was sind die Fehler der Rechtschreibreformer? Sie ließen es an geistesgegenwärtigem Sprachbewusstsein fehlen, und sie versäumten es, unseren Sprachschatz zu mustern, den sie doch vor der Nase hatten: in Zeitungen, Literatur, Wörterbüchern. So stellten sie Regeln auf, die nichts mit der Sprachwirklichkeit zu tun haben und zu unvorhersehbaren Schreibweisen führen – bald groß, bald klein, bald getrennt, bald zusammen – , die, da sie dem Sprachgefühl widersprechen, nur von einem Korrekturprogramm angewendet werden können.

Werfen wir einen Blick auf die Sprachwirklichkeit. Erich Kästner schreibt in Notabene 45, seinem Tagebuch der letzten Kriegstage, von einem Versuch zu kochen, während die Stromzufuhr immer wieder ausgeschaltet wurde: „Die Wirtschafterin kämpfte in der Küche wie ein Löwe. Doch sie brachte die heißersehnten und heiß ersehnten Bratkartoffeln trotzdem nicht zustande.“ Wortspiele sind Spiele mit Wörtern, Wörter gehören ins Wörterbuch, sofern sie allgemein gebräuchlich sind.

Das Wort heißersehnt war zunächst verboten, wurde dann als angebliche Variante wieder erlaubt, die Dudenredaktion aber empfiehlt das getrennte „heiß ersehnt“ und nimmt uns damit nicht etwa nur ein Wort oder eine Ausdrucksmöglichkeit, sondern ein ganzes Muster der Wortbildung.

Louise Gottsched, die im Schatten ihres Mannes leben musste, des Sprach- und Literaturwissenschaftlers Johann Christoph Gottsched, hielt 1748 fest, dass die Zuständigkeit des „Orthographus“ begrenzt ist, „als welcher nicht bestimmet, wie die Wörter heißen und abgeändert werden: sondern nur bloß, wie man die einmal festgesetzten schreiben soll.“ Ob es Wörter wie heißersehnt, wiedersehen, fleischfressend gibt, hat nicht der Orthograf zu entscheiden. Der Stillehrer Eduard Engel schrieb einst: „Das beherrschende Gesetz der deutschen Sprache heißt Freiheit.“

Adverbien wie Pronomen

„Sie lebt, sie sprießt, sie wandelt sich unaufhörlich, und sie will nicht, sie soll nicht gemeistert, geknebelt, gehudelt, gebüttelt werden, am wenigsten von solchen, die sich durch kein eignes Sprachkunstwerk als Könner und Meister der Sprache erwiesen haben.“ Engel war im sogenannten Dritten Reich seiner jüdischen Herkunft wegen verboten und wurde, da rechtlich schutzlos, plagiiert. Gert Ueding wertete im Freitag seine „Deutsche Stilkunst“, die vor zwei Jahren in der Anderen Bibliothek neu aufgelegt wurde, als „das schönste und zugleich genaueste Porträt der deutschen Sprache, das wir besitzen“.

Nicht nur in der Wortbildung, auch beim Großbuchstaben gelten heute Regeln, die nichts taugen. Die alte Wendung »heute früh« lautet reformiert „heute Früh“. Soll man also auch schreiben: „heute ganz Früh“? Adverbien werden wie Pronomen herkömmlich klein geschrieben, und mit dem Kleinbuchstaben ist seit langem unser Sprachgefühl verbunden.

Die Großschreibungen der Neuregelung stammen aus dem tiefen 19. Jahrhundert (der Erstere, im Allgemeinen), und es fällt schwer zu verstehen, wie ein Rückschritt als Reform ausgegeben werden konnte. Bei Wendungen aus fremden Sprachen verlangt die Neuregelung das Wissen, ob der zweite Bestandteil ein Substantiv oder Adjektiv sei.

Im Andenken an Louise Gottsched

Falsch schreibt die Dudenredaktion nach dieser Regel „Perpetuum mobile“ und „Spiritus Rector“. Richtig wäre Perpetuum Mobile (das ewig Bewegliche) und Spiritus rector (der lenkende Geist). Anstatt mit kiloschweren Wörterbüchern und Grammatiken zu beweisen, dass mobile ein Substantiv und rector ein Adjektiv ist, erinnere ich an die herkömmliche und einfache Richtlinie, welche das Stemmen dicker Bücher unnötig macht; ihr folgend schreibt man jeweils das erste fremdsprachliche Wort groß und das zweite klein.

Es ist nicht nötig, die Fehlerliste fortzusetzen, denn es gibt Gesamturteile. Vor zwölf Jahren sagte Johanna Wanka, die Präsidentin der deutschen Kultusministerkonferenz: „Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.“ Und vor einigen Monaten sagte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes: „Wir hätten das ganze Unternehmen nicht gebraucht.“ Der Auftraggeber der Reform, die Kultusministerkonferenz, und die Schule, die Einrichtung, für die sie gedacht war, halten das Unternehmen für falsch oder unnötig. In Kernbereichen ist es mehr als unnötig oder einfach falsch, es schadet, und der Schaden trifft auch die Staatsräson, die man zu wahren wähnte.

Was ist zu tun? Der Kompromiss des Rates für Rechtschreibung besteht wesentlich darin, neben die reformierte Trennung (wohl bekannt) das herkömmliche Wort zu setzen (wohlbekannt). Nun muss endlich anerkannt werden, dass das grundsätzlich keine Varianten sind, die vertauscht werden können. Adverbien und Pronomen müssen wieder klein geschrieben werden; gute Zeitungen könnten damit anfangen. Verdient unsere Sprache nicht ein besseres Regelwerk? Wenn der Staat auf Vorgaben verzichtet und wenn ein erneuerter Rat für Rechtschreibung nur an die Sache, d. h. an die freie Sprache denkt, werden wir es haben. Dieses andere, Andere Regelwerk widmen wir dem Andenken an Louise Gottsched.

Stefan Stirnemann (* September 1960 in Aarau) ist ein Schweizer Gymnasiallehrer, Altphilologe und Übersetzer

freitag.de 9.6.2019



Sigmar Salzburg

25.06.2019 03:25   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag einzeln


Sprachliche Verrenkungen zur Abtreibung

Die katholische Publizistin Birgit Kelle hat die derzeit gängige sprachliche Darstellung von Tiermißhandlungen und -tötungen mit der üblichen politisch korrekten Beschreibung von Abtreibungen verglichen und in der „Jungen Freiheit“ (in traditioneller Rechtschreibung) veröffentlicht:
Babys töten
Von Küken und Kindern

Kükenschreddern: ... Vergangene Woche entschied ein Gericht, daß es in Deutschland weiterhin erlaubt sei, die aus Sicht von Tierzüchtern nutzlosen, unwirtschaftlichen, männlichen Küken nach der Geburt massenhaft zu töten ...

Das kollektive Kükenretten läßt sich gerade politisch keiner entgehen. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter ...; Linken-Abgeordnete Amira Mohamed Ali ...; die Tierschutzpartei ...; die FDP findet es „unerträglich“; die Grüne Jugend ist entsprechend ihrem Intelligenzquotienten „fucking angry“, und Georg Restle, Leiter des ARD-Magazins „Monitor“, spricht angesichts des Gerichtsurteils gar von einem „juristischen Offenbarungseid“.

Unrecht an ungeborenen Menschenkindern wird aus Sprache und Bild getilgt

Zu den Schlagzeilen, die wir niemals in den Tageszeitungen lesen oder bei ARD-Reportagen hören werden, gehören jedoch jene wie: „Kinder ohne Kindheit“ oder auch „Kinderschreddern ethisch skandalös“. Dabei findet es täglich statt. In den vergangenen 20 Jahren wurden über fünf Millionen Kinder im Bauch ihrer Mütter zerstückelt und getötet, weil sie gerade aus unterschiedlichen Gründen nicht ins Lebenskonzept ihrer Eltern paßten...
Das macht seit der Freigabe der Abtreibung 1976 etwa 12 Millionen Kinder aus (ohne deren Nachkommen), deren Fehlen nun angeblich durch den Import aus abtreibungsfreien „Kulturen“ ausgeglichen werden muß, ein Vorgang, der nach dem Verfassungsschutz noch nicht einmal treffend als „Umvolkung“ bezeichnet werden darf, weil nazibelastet.
Bei Küken ist es also „Schreddern“, bei Kindern im Mutterbauch wurde es aseptisch und verbraucherfreundlich umgeschrieben, auf daß sich niemand durch martialische Sprache gestört oder irritiert fühle. Die Abtreibung wird so zur „Schwangerschaftsunterbrechung“, als könne man eine Werbepause einschalten und danach mit der Schwangerschaft fortfahren. Statt „Töten“ hören wir das Märchen vom „Kampf um die Rechte der Frau“. Abtreibung wird zum „Recht auf reproduktive Gesundheit“, dabei geht es gerade darum, Reproduktion zu verhindern.

„Schwangerschaftsgewebe“ statt „Embryo“

Das Kind darf nicht einmal mehr „Embryo“ sein, professionelle Abtreibungslobbyisten wie Pro Familia sprechen längst vom „Schwangerschaftsgewebe“, so als gälte es, einen gefährlichen Tumor aus dem Bauch der Mutter zu entfernen und nicht ihr eigenes Kind. ...

Frankreich hat es 2017 gesetzlich geregelt: Nicht etwa Abtreibung, sondern deren „Behinderung“ durch „Desinformation“ in den sozialen Medien gilt seither als Straftat, die mit zwei Jahren Haft und 30.000 Euro Geldstrafe geahndet werden kann.

Informationen zu Komplikationen oder psychischen Folgen von Abtreibungen sind damit nicht mehr die Verbreitung von Fakten, sondern Auslegungssache im Bereich strafbarer „Desinformation“. Statt Meinungsvielfalt gilt fast wortwörtlich: Bloß nicht das Kind beim Namen nennen.

jungefreiheit.de 23.6.2019
Die modernen linken Atheisten sind meist eifrige Verfechter der freien Abtreibung, preisen aber, anders als die alten Materialisten, die vegane Kost aus ethischen, ernährungspolitischen und klimatischen Gründen. Der „humanistische Pressedienst“ ist voller Erörterungen dazu. Zentraler Punkt ist aber meist, neben „Religion“ und „Rassismus“, die Abtreibung, siehe die Diskussion im Audimax der Uni Kiel (CAU) zwischen Michael Schmidt-Salomon (GBS) und Volker Beck (GRÜNE)....
Volker Beck brachte dann die AfD ins Spiel, die er als säkulare Partei bezeichnete. Das wies Michael Schmidt-Salomon vehement zurück: "Man kann ja auch das Richtige aus den falschen Gründen fordern", sagte er bezogen auf das Argument vermeintlicher Schnittmengen zwischen gbs und AfD. "Die Partei, die den Schwangerschaftsabbruch verbieten will (…) ist die AfD, wir unterstützen Kristina Hänel." [Abtreibungsärztin]

hpd.de 12.5.2019
Hier geht es wieder gegen die vermeintlich christlich-fundamentalistische AfD, obwohl sich die GBS im letzten Wahlkampf ungewöhnlich zurückhaltend gezeigt hat, anders, als nach dem vorherigen Dauerfeuer gegen AfD und Pegida zu erwarten war.

Selbstverständlich muß Abtreibung möglich sein, bei Lebensgefahr für die Mutter und bei Vergewaltigungen. Selbstverständlich ist eine Tötung eines Kindes ohne Not, anders als von den Jusos gefordert, kurz vor der Geburt verwerflich und mit Mord gleichzusetzen. Die ethische Abgrenzung will den atheistischen Philosophen anscheinend nicht gelingen, und so schieben sie die Verantwortung einfach den Frauen zu.



Sigmar Salzburg

24.06.2019 05:47   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag einzeln


[Käfig-]Haltungs-Journalismus

Vor über 70 Jahren begann ich, Politik und Weltgeschehen in den Zeitungen zu verfolgen. Ich erinnere mich noch gut an den Bericht der „Lübecker Nachrichten“ über die Ermordung des UN-Vermittlers Graf Folke-Bernadotte im damaligen Palästina. Bald konnte ich auch die „Kieler Nachrichten“ lesen, denn ich mußte als Neunjähriger hilflos miterleben, wie meine willensschwache Großmutter von einem Vertreter eine Stunde lang erpreßt wurde, eine zweite Zeitung zu abonnieren, obwohl wir arme Flüchtlinge waren. Im folgenden Text von Nicolaus Fest spielt ein Vertreter von Vertretern auch eine Rolle.

Aber was ich sagen wollte: Niemals seither habe ich solch einen tendenziösen Tiefststand in Berichten und Kommentaren erlebt wie heute. Anscheinend hat der 2006er Kotau der damals besten Zeitungen vor der Reform-Staatsschreibe allmählich auch andere moralische Maßstäbe verkommen lassen. Besser als ich und kürzer kann das Nicolaus Fest ausdrücken, den man wegen seiner vorsichtigen Islam-Kritik bei „BILD am SONNTAG“ rausgeschmissen hat. Seinen Text, diesmal ohne „versehentlich falsche“ Eszett, habe ich den Untertiteln seines Videos nachgeschrieben:


[url]https://youtu.be/_mBiium4m4Y[/url]

Nicolaus Fest zu FAZ & WELT, Tauber, Poschardt und Altenbockum

Guten Tag! Was diese Woche in FAZ und WELT zu lesen war, waren absolute Tiefpunkte des deutschen Journalismus. Es waren zwei Totschlag-Artikel. Jasper von Altenbockum von der einst angesehenen FAZ erklärte in einem wirren Stück grundsätzlich alles, was von AfD-Repräsentanten gesagt werde, zur Heuchelei, der man nicht glauben dürfe. So geht totale Ausgrenzung.

Noch tiefer sank die WELT. Dort durfte der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber wörtlich behaupten, Herr Höcke, Herr Otte und Frau Weidel seien mitschuldig am Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Eine absolut unfassbare Denunziation! Und um dem Gaul des Schwachsinns noch die Sporen zu geben, forderte Tauber, früher Pressesprecher von Drückerkolonnen im Finanzsektor und auch insofern ein Ehrenmann, noch gleich die Einschränkung von Grundrechten. Also: Keine Versammlungs- oder Meinungfreiheit, kein aktives oder passives Wahlrecht, dazu [und auch noch] Berufsverbote für “Rechte“, also für AfDler.

Nicht mal in Zeiten des linken RAF-Terrors wurde so etwas auch nur diskutiert. Aber heute ist es möglich, und die WELT unter ihrem überforderten, zeitgeistig-dummen Chefredakteur Ulf Poschardt findet nichts dabei. Und um die Denunziation noch geschichtlich abzurunden, ergänzte die WELT die Abstrusitäten Taubers durch ein langes Stück zu dem berühmte Zitat “Der Feind steht rechts“. Ist klar: Wie in der Weimarer Republik gibt’s auch heute ein großes geheimes Netzwerk von “Rechten“, die den Staat stürzen wollen. So lange Leute wie Herr Tauber ungeohrfeigt solchen Stuss von sich geben können, muss man sagen: Die Bedrohung kommt von einem Netzwerk der Doofheit!

Halten wir mal fest: Ob Stephan E. der Mörder Walter Lübckes ist, weiß man nicht. Alles, was es gibt, ist eine DNA-Spur. Aber es gibt eben auch die[se] seltsame Präsenz des V-Mannes Temme, der schon im NSU-Verfahren eine grotesk dubiose Rolle spielte. Ferner: Bisher konnt noch nie ein rechtsterroristisches Netzwerk nachgewiesen werden. Weder im NSU-Verfahren noch bei der Bundeswehr. Im Gegenteil hat man den Eindruck, dass das Gefasel von “rechten Netzwerken“ immer dann kommt, wenn, wie jüngst in Görlitz, die AfD zu gute Wahlergebnisse erzielt. Oder wenn, wie in Chemnitz, von schwerkriminellen Taten illegaler Migranten abgelenkt werden soll; oder wenn, wie beim Bundeswehrsoldaten Franco A., die durchaus AfD-affine Bundeswehr auf Linie zu bringen und gleichzeitig das Totalversagen der Verteidigungsministerin zu verschleiern ist.

Im Fall von Franco A. sind übrigens alle Verfahren eingestellt worden. Aber auch das hindert Herrn Tauber und die WELT nicht, Franco A. noch einmal zu erwähnen und seine Entlassung zu fordern. Denn was kümmert den Chefredakteur der WELT und einen Denunzianten wie Tauber schon die Unschuldsvermutung? Tauber ist übrigens [momentan] Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Er hätte also eigentlich eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Soldaten Franco A. Aber wer die Pressearbeit für Drückerkolonnen gemacht hat, hat von Fürsorgepflicht, Anstand und Charakter vermutlich noch nie etwas gehört.

Der Kniefall von FAZ und WELT vor dem linken Zeitgeist der Denunziation ist ein Signal. Man schreibt dort nicht mehr Artikel, sondern Ergebenheitsadressen. Auch WELT und FAZ wollen zeigen, dass man schon immer gegen “rechts“ war. Sollte ein Kanzler Habeck an die Macht kommen, könnte das helfen...

FAZ und WELT sind das heutige Hotel Lux für bürgerliche Journalisten. In das Moskauer Hotel hatte sich zur Zeit des Dritten Reiches die deutsche Linke geflüchtet. Doch Stalin bedrohte auch sie mit Mord und Folter. So denunzierten die dortigen Exilanten hemmungslos einander, um die eigene Haut zu retten. Stalin amüsierte sich über solche nützlichen Idioten. Denn er wusste: Verliert der nützliche Idiot seine Nützlichkeit, bleibt er immer noch ein Idiot.

Absätze hinzugefügt, [...] = gesprochener Text.


Sigmar Salzburg

23.06.2019 06:08   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag einzeln


Zur Erinnerung:

Kurzgefaßte Zusammenstellung aller markanten Ereignisse in Zusammenhang mit der Rechtschreib„reform“ seit dem fragwürdigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Juli 1998:

[url]http://www.schriftdeutsch.de/orth-akt.htm[/url]


Sigmar Salzburg

22.06.2019 14:45   Dokumente   >   Geschichte der Rechtschreibreform   Beitrag einzeln


Dr. Wolfgang Prabel schreibt im allgemeinen traditionell ...

... und wer das tut, kann beim exakten Zitieren leicht ins Schleudern geraten, wenn die Anführungszeichen unübersichtlich werden, z.B.:
Als der ungarische Regierungschef über den EU-Gipfel sprach, der am Donnerstag begann, betonte er, „wir haben wichtige Schritte unternommen“. Wir, das sind die ungarische Delegation und die Visegrad-Staaten.
Er erinnerte an die großartige Unterstützung der FIDESZ bei der EU-Wahl, 53 Prozent waren beispiellos, fast niemand in Europa hätte soviele Stimmen bekommen. Er sagte, dass er mit dieser Unterstützung die Führer der Europäischen Union daran hindern könne, die Einwanderung zu unterstützen. Er fügte hinzu, daß er auch angenommen habe, daß jemand Führer der Union sein würde, der „Ungarn und den Ländern Mitteleuropas keinen Respekt zollen würde“...
Aber um das antidemokratisch durchgedrückte Dass-Deutsch soll es hier nicht gehen, sondern ...
Was mir beim Ansehen der Tagungsvideos aufgefallen ist: Obwohl der Brexit fast durch ist, reden die Kommissare immer noch englisch. Nun wäre es eigentlich an der Zeit, daß deutsch die Tagungssprache wird, denn Deutschland und Österreich haben die meisten Einwohner in der EU. Oder Italienisch. Das wird noch in Slowenien, Rumänien, Spanien, Malta und Kroatien mehr oder weniger verstanden.

prabelsblog.de 21.6.2019
Ein solches Ansinnen wird aber nie die Unterstützung unserer obersten Flaggenwegwerferin erhalten und die der Nachfolger*innen noch weniger.



Sigmar Salzburg

22.06.2019 11:57   Rechtschreibforum   >   Deutsch   Beitrag einzeln


Gericht untergräbt die Meinungs- und Redefreiheit

Die „Junge Freiheit“ berichtet in traditioneller Rechtschreibung:
Klage gegen Facebook-Sperre abgewiesen
Flüchtling als „Goldstück“ bezeichnet – laut Gericht Haßrede


BREMEN. Das Landgericht Bremen hat die Klage eines Facebook-Nutzers abgewiesen, der wegen der Verwendung des Begriffs „Goldstücke“ für Asylbewerber gesperrt worden war. „Es ist gerichtsbekannt, daß Anhänger der rechten Szene Flüchtlinge als ‘Goldstücke’ bezeichnen“, heißt es laut Redaktionsnetzwerk Deutschland im Gerichtsurteil.

Facebook hatte den Nutzer aus Bremen im August 2018 für 30 Tage gesperrt, weil er den Mord eines somalischen Asylbewerbers an einem Arzt in Offenburg wie folgt kommentiert hatte: „So, so, ein ‘Mann’ … Messermord … Goldstücke …?“ Er habe damit seinen Ärger über die Empfehlung des Presserats zum Ausdruck gebracht, die Herkunft von Tatverdächtigen nicht zu nennen.

Formulierung geht auf Schulz-Zitat zurück

Die Richter schlossen sich der Bewertung von Facebook an, wonach dies ein Fall von „Haßrede“ sei. Der Beitrag des Nutzers sei ein „Angriff auf eine Personengruppe“, da er alle Flüchtlinge mit dem Mord in Verbindung bringe.

Der Begriff „Goldstücke“ als Synonym für Asylbewerber geht auf ein Zitat des ehemaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz zurück. Er hatte 2016 gesagt: „Was die Flüchtlinge uns bringen, ist wertvoller als Gold. Es ist der unbeirrte Glaube an den Traum von Europa.“ (ag)

jungefreiheit.de 21.7.2019
Der zu Recht als Hinterbänkler geendete Europa-Schwafler, -Profiteur und 100-Prozent-Kandidat der SPD, Martin Schulz, hat die Deutschen zur bereitwilligen Aufnahme beliebig hergelaufender Ein- und Unterwanderer übertölpeln wollen. Dazu unterstellte er ihnen, völlig unbegründet, daß sie so etwas wie seine eigene Europa-Vision mitbrächten, die er für wertvoller als Gold darstellte.

Es kamen aber neben wenigen wirklich vom Tod bedrohten Menschen hauptsächlich ungebildete junge Männer, die nach nichts anderem strebten als den bekannten Sozialleistungen und den sagenhaften „leicht fickbaren“ Frauen. Die Lächerlichkeit des Schulzschen Aufwertungsversuchs schlug sich dann in der Begriffsprägung „Goldstücke“ nieder. Sie richtet sich also vor allem gegen Schulz und seinen Volksverdummungsversuch.

Aber auch wenn der Begriff ein Eigenleben entwickelt hat, drückt er immer noch keinen „Haß“ aus, sondern nur eine ironische Übertreibung. „Haß“ ist nebenbei eine natürliche, nicht strafbare menschliche Empfindung.

Vor kurzem wurde vom Bundesverfassungsgericht für die Europawahl die Bezeichnung von Asylbewerbern als "art- und kulturfremde Asylanten, die mitunter ihrer Dankbarkeit mit Gewalt und Kriminalität Ausdruck verleihen" für zulässig erklärt – auch gegenüber Facebook ( spiegel.de 23.5.19).
[Siehe auch den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages:] Im rechtswissenschaftlichen Schrifttum wird betont, dass eine sachliche, wahrheitsgemäße Berichterstattung in keinem Fall als Aufstacheln zum Hass angesehen werden könne, auch wenn sie in tendenzieller Absicht erfolge und geeignet sei, ein feindseliges Klima gegen einen Teil der Bevölkerung zu schaffen. (bundestag.de 5.12.16)
Das genannte Urteil ist also unhaltbar, fördert die private Zensur und zeigt, daß teilweise auch schon die Justiz in den beliebig ausdehnbaren „Kampf gegen Rechts“ eingespannt ist.


Sigmar Salzburg

22.06.2019 04:50   Körperschaften   >   Ungenießbare deutsche Gerichte   Beitrag einzeln


Die „Junge Freiheit“ berichtet in traditioneller Rechtschreibung:

Rupert Scholz wirft Regierung andauernden Verfassungsbruch vor

[Bild] Rupert Scholz: „Die AfD ist die einzige Partei, die hier die Dinge klar beim Namen nennt“ Foto: dpa

BERLIN. Der Staatsrechtler und frühere Verteidigungsminister Rupert Scholz hat der Bundesregierung einen fortlaufenden Bruch des Grundgesetzes vorgeworfen. „Der entscheidende Verfassungsbruch lag darin, daß die Bundesregierung seinerzeit unkontrolliert die Grenzen Deutschlands für eine ebenso unkontrollierte Einwanderung geöffnet hat“, sagte Scholz im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT.

Das CDU-Mitglied verwies auf Artikel 16a des Grundgesetzes, wonach Personen, die aus einem sicheren Drittstaat kämen, kein Anrecht auf Asyl in Deutschland hätten. „Dieser Artikel wurde nicht nur 2015 massiv gebrochen – er wird es seitdem noch immer! Und damit auch das Dubliner Übereinkommen, das das gleiche besagt.“

Was damals passiert sei, „war nicht nur ‘ein’ Verfassungsbruch – sondern der schwerste, den wir in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland jemals erlebt haben“. [...]

> Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT (26/19).

jungefreiheit.de 20.6.2019

Auch die Rechtschreib„reform“ hatte Rupert Scholz als verfassungswidrig bekämpft, da die Sorge für die Einheit der Rechtschreibung in ganz Deutschland dem Bundestag obliege. Der hatte schon am 26. März 1998 gegen die Rechtschreib„reform“ beschlossen: „Die Sprache gehört dem Volk“. Scholz hatte noch kurz vor dem ablehnenden Volksentscheid in Schleswig-Holstein diesen für entscheidend für die Fortführung der ganzen „Reform“ in Deutschland erklärt.

Er hatte wohl nicht mit der Dreistigkeit der „Reform“-Politiker und den verfassungswidrigen Fallstricken im Urteil des Verfassungsgerichts gerechnet, das einerseits den Schleswig-Holsteinern die Beibehaltung der traditionellen Rechtschreibung gestattete, andererseits den übrigen Ländern die erpresserische Fortführung der „Reform“ unter Geiselnahme der Schüler und mit Zwangsmissionierung der Bevölkerung durch die „freie“ Presse ermöglichte.

Der Ablauf der „Reform“ sollte als Lehrstück in den Schulen behandelt werden, wie Demokratie von den Altparteien ausgehebelt wurde und wird. Ähnliches gilt für die „Flüchtlings“politik.



Sigmar Salzburg

21.06.2019 12:59   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Junge Freiheit   Beitrag einzeln


Kirchentag

„Ich wollt‘, es wäre jeden Tag Kirchentag“, schwärmte meine erste Liebe, eine Pastorentochter, meiner Mutter vor. Da hatte sie mir wohl schon von ihrer Sorge um mein Seelenheil geschrieben und ihren Pastor kennengelernt. Der las vierzig Jahre später meinen Leserbrief zur Gottlosigkeit in der FAZ (kurz vor der ersten Umstellung auf die „Reform“), worauf sie meine Rufnummer ausfindig machte und mich freundlich anrief.

Ob sie heute wohl noch ihren Kirchentag wiedererkennen würde? Mit Muschimalen, Moscheebesuchen und Verteufelung einer sich auch christlich verstehenden Partei? Allerdings, an der meinte der Chef-Atheist der Giordano-Bruno-Stiftung schon, trotz atheistischer Mitglieder, christlichen Fundamentalismus festzumachen, dessen Kennzeichen die (früher als normal geltende) Ablehnung von Gender, Schwulenehe und Abtreibung seien. Vielleicht stört aber nur die Unabhängigkeit von der Staatskirche. Deren Käßmannisierung und Bedford-Verstrohmung läßt nun wohl auch allmählich die letzten Gläubigen vom Glauben abfallen.

Dann verspricht uns gewiß noch unsere GroKoDeal-Führerin, daß wir in den neuangelegten religiösen Krokodilteichen auch ohne Bart und Burkini nicht gefressen werden, wenn wir ihr nur „Vertrauen“ schenken. Der findige Michael Klonovsky hatte schon im Frühjahr die zum Spott reizende Veranstaltung ausgemacht. Es grüßt die Vulva der Venus einer Steinzeitreligion vom „Hohlen Fels“ – ziemlich kopflos.



Ramessos - Own work, CC BY-SA 3.0

Geä. 21.6.19.


Sigmar Salzburg

21.06.2019 03:12   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln


„Organisierte Kampagne“

YouTube löscht Kanal von Islamkritiker Abdel-Samad

BERLIN. Die Videoplattform YouTube hat den Kanal des Islamkritikers Hamed Abdel-Samad gelöscht. „YouTube hat meine Arbeit von vier Jahren gelöscht und zerstört“, sagte Abdel-Samad am Donnerstag der JUNGEN FREIHEIT. „Ich hatte bislang nie Probleme mit YouTube gehabt, habe keine einzige Warnung bekommen.“
[...]
In einer Stellungnahme warf Abdel-Samad der zum Alphabet-Konzern gehörenden Videoplattform vor, den Wunsch von radikalen Moslems zu erfüllen, die ihn zum Schweigen bringen wollten. Der Politologe mußte in der Vergangenheit immer wieder untertauchen oder unter Polizeischutz gestellt werden. 2013 verhängte ein Scheich ein „Todesurteil“ gegen Abdel-Samad und rief zu seiner Ermordung wegen „Prophetenbeleidigung“ auf. (ls)

jungefreiheit.de 20.6.2019

Letzteres ist nun ganz korangemäß und „gehört“ seit Wulff und Merkel zu Deutschland.

Sigmar Salzburg

20.06.2019 13:03   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Junge Freiheit   Beitrag einzeln


Kinderrechte und Religion

Dem Islamkritiker Michael Stürzenberger gelang es, ein Gespräch mit dem Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael-Schmidt Salomon, zu führen. Das ist an sich schon bemerkenswert, wo man jetzt allgemein die Ausgrenzung und Entrechtung aller „Rechten“ propagiert.

Die Körpersprache des „Chefatheisten“ der GBS scheint ebenfalls diesen Zwiespalt widerzuspiegeln. Es ging um Religionsfreiheit und Menschenrechte.
Hier sei nur der Teil wiedergegeben, der sich auf die körperliche Unversehrtheit der Kinder bezieht.


[url]https://youtu.be/XkZwrd99PJw[/url]
Michael Schmidt-Salomon: ... Der Staat darf Muslimen nicht verwehren, was man Christen gewährt. Wir müssen dafür sorgen, daß der Staat durchsetzt, daß Verstöße gegen Grundrechte niemals toleriert werden, auch wenn sie christlich statt muslimisch begründet werden. Ja, und das ist ein Grundproblem der politischen Rechten hier in Deutschland. Die meinen doch tatsächlich, daß sie den Islam bekämpfen können, indem sie das Christentum stärken. Damit macht man nur den Bock zum Gärtner ...

Michael Stürzenberger: Also der Oberbegriff: Weltliche Gesetze vor religiösen Gesetzen. [MSS nickt]. Wie sehen Sie dann, ja die heikle Situation mit der jüdischen Religion, da haben wir ja eine gewisse Sonderverantwortung. Dann kommt ja die Beschneidung und das Schächten in Kollision mit den Grundrechten. Wie würden Sie das sehen?

Schmidt-Salomon: Also, das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit ist wichtiger als das Recht der Eltern, über das Kind zu bestimmen. Wir fordern, und das steht in unserer Broschüre auch drin, Kinderrechte, daß sie explizit in der Verfassung genannt werden. Das ist im Moment ein Problem. Kinder werden in der Verfassung nur genannt als Rechtsobjekte, über die die Eltern Verfügungsgewalt haben, aber nicht als Subjekte. Hätten wir die Kinderrechte gestärkt, dann wäre dieses Beschneidungsgesetz nicht gekommen. [...]
Die Forderung ist verständlich. Allerdings entwertet sie den Bezug auf die Menschenrechte im Grundgesetz – als ob Kinder keine Menschen wären.

Vielleicht wäre damit aber auch die Rechtschreib„reform“ gescheitert, denn die parteiischen Verfassungsrichter hätten dann das Recht der Kinder anerkennen müssen, das zu lernen, was in der Erwachsenenwelt der Kulturstand ist, und daß alles andere ein Mißbrauch von Schülern im Interesse reformistischer Wichtigtuer und Medienkonzerne ist.

Noch schlimmer aber ist die mehrheitliche Zustimmung der Bundestagsabgeordneten am 12.12.12 zur körperlichen Verstümmelung, eine ganz klare Mißachtung der Menschenrechte:
Stürzenberger: [...] Aber da gab es ja schon Statements von Funktionären jüdischer Organisationen, Frau Knobloch hat z.B. schon gesagt, dann wäre jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr möglich. Da wird es schwierig, ja?

Schmidt-Salomon: Ja, das ist aber so nicht wahr. Denn die Mehrheit der Juden beschneiden ja gar nicht ihre Kinder in Deutschland. Das ist ... Fake-News sozusagen. Ganz viele Juden haben auch gesagt, wir müssen das überdenken. Auch die Vordenker des Zionismus haben ihre Kinder nicht beschnitten. Das waren ja auch säkulare Menschen. [...]
Wieder haben aber die Fundamentalisten gesiegt und mit der moralischen Erpressung Erfolg gehabt: „Dann müssen wir gehen“, sagte Graumann, Präsident des ZdJ. Die Russen jüdischer Abstammung, die ab 1991 nach Deutschland kamen, waren meistens nicht beschnitten, weil das in der Sowjetunion verboten war. Vielleicht haben sie es jetzt nachgeholt.




Sigmar Salzburg

19.06.2019 21:14   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln


Isoliertes linguistisches Wissen

Zufällig gefunden bei Wikipedia:
Die sumerische Sprache ist die Sprache des altorientalischen Kulturvolkes der Sumerer. Sie ist nach bisherigen Erkenntnissen mit keiner anderen bekannten Sprache verwandt, weswegen man sie als linguistisch isoliert bezeichnet.
Nun, da hatte nicht nur ich andere Ideen. Auch der Sinologe Prof.Ulrich Unger (1930-2006) antwortete mir auf eine Anfrage in einem Brief v. 2.12.1991:
»Sie haben Ihre Studie „Sumerisch ein urtibetischer Dialekt“ genannt. Just so ist mir das Sumerische immer vorgekommen.«
Seltsamerweise ist von seinen Untersuchungen nichts Näheres bekannt geworden. Und ich mußte meine bescheidenen Kräfte bald für die Abwehr des Jahrhundertunfugs Rechtschreib„reform“ einsetzen.


Sigmar Salzburg

18.06.2019 21:06   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag einzeln


Ex-Muslime gegen Mißbrauch von Kunst- und Religionsfreiheit

Offener Brief
"Die Verharmlosung der Vollverschleierung ist ein Skandal"
Von:
Zentralrat der Ex-Muslime
17. Jun 2019

Die multimediale Ausstellung "Munaqabba − über Frauen mit Vollverschleierung in Deutschland" wird in wenigen Tagen in Köln eröffnet. Der Zentralrat der Ex-Muslime sieht in der Ausstellung eine unzulässige Verharmlosung des politischen Islam und ruft in einem Offenen Brief zum Protest auf.

Nach der Hijab-Ausstellung in Frankfurt, soll nun in Köln vom 21. bis 30. Juni eine Multimedia- Ausstellung mit Burka, Nikab und islamischer Vollverschleierung stattfinden, in der die Fotografin der Öffentlichkeit die innere Welt dieser Frauen zeigen will. Es wird dem Publikum sogar die Möglichkeit geboten, diese islamische Vollverschleierung selbst anzuprobieren. Die Ausstellung wird mit Unterstützung von Regierungsbehörden in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Diese Nachricht löst bei uns Frauen aus Ländern wie Iran, Irak, Saudi-Arabien, Sudan und Afghanistan, die hier in Deutschland leben, eine Welle von Empörung und Schock aus. Die Verharmlosung der Tatsache dass Frauen gesichtslos gemacht werden, und die Exotisierung der völligen Missachtung der Frauenrechte in einem europäischen Land ist ein Skandal und ein beschämendes politisches Ereignis. [...]

An die Bevölkerung von Köln und NRW: Dies ist ein Aufruf an Sie alle. Köln muss sich gegen die Gesichtslosmachung von Frauen stellen. Köln muss sich gegen diesen Angriff der islamischen Organisationen auf die Rechte und die Existenz der Frauen auflehnen und gegen solches Verhalten der Regierungsbehörden protestieren, das der islamischen Bewegung hilft, zu wachsen und systematisch die Rechte der Frauen zu verletzen. [...]

hpd.de 17.6.2019

[Einer der Leserkommentare – betrifft eher hpd und GBS]

Gerd Soldierer am 17. Juni 2019 - 16:17 Permanenter Link
Es ist unfaßbar, daß ihr Verband u. die gbs, nicht in der Lage sind Glaube u. Ideologie im Islam zu trennen.
Sie sind nicht in der Lage "Glaube" im Islam gegenüber dem "politischen Islam" abzugrenzen : Spiritualität, Werte, begrenztes soziales Umfeld: schon haben Sie einen Eckpfeiler für Glaube gesetzt.
Und schon geht es an die spezifische Begrifflichkeit des politischen Islam:
Das Kopftuch, Ungläubiger, Apostat, Märtyrer, Dschihad, Diskriminierung der Frau sind alles Inhalte, Verse des Koran, die zum politischen Islam gehören, nicht zum Glauben, definitv.
Sie haben a l l e Begrifflichkeiten des politischen Islam zu demaskieren, zu entkleiden, nackt zu machen:
Wenn Sie u. Herr Schmidt- Salomon nicht die Traute haben, holen Sie sich einen Rezo - einen mit Rückgrat!
So ein bißchen Stoff.... bleibt immer zu kurz.

(fett/farbig durch Redaktion)


Sigmar Salzburg

18.06.2019 11:59   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln


Heinrich Lummer ist tot

Folgende Mitglieder des Deutschen Bundestages (13. Wahlperiode) haben sich kritisch gegen die Rechtschreibreform geäußert:

1. Unterzeichner des Antrages vom 21.02.97 u.a.: Heinrich Lummer

Björn Höcke schreibt (in der richtigen Rechtschreibung) in seinem Nachruf:

Björn Höcke 17.6.2019, 22:13

Der frühere Berliner Innensenator Heinrich Lummer ist tot.
Mit Lummer geht ein CDU-Urgestein, das seine Partei prägte, als sie sich noch einen echten konservativen Flügel erlaubte. In den meisten aktuellen Nachrufen kann man lesen, daß Lummer mit seinen Positionen »umstritten« gewesen sei – denn er ging konsequent gegen die linksextreme Hausbesetzerszene in West-Berlin vor. Trotzdem – oder gerade deswegen – war er zu seiner Zeit ein sehr populärer und bürgernaher Politiker. Wegen seiner Beliebtheit bekam er Ende der 1990er Jahre eine eigene Fernsehsendung: »Auf den Punkt Berlin«.

Lummer bezog klar Stellung gegen die Einwanderungspolitik. 1992 erschien sein Buch »Asyl. Ein mißbrauchtes Recht«, in dem er das Asylrecht in der damaligen Form als »Zeitbombe für unsere Gesellschaft« bezeichnete. Dem Tagesspiegel sagte der CDU-Politiker später in einem Interview: »Wenn Ausländer eine Bereicherung sind, dann können wir schon seit langem sagen: Wir sind reich genug.«. 1999 veröffentlichte er ein flammendes Plädoyer für den Erhalt unserer Identität: »Deutschland soll deutsch bleiben – kein Einwanderungsland, kein Doppelpaß, kein Bodenrecht«.

Innerhalb der Union versuchte Lummer stets, den wertkonservativen Flügel zu stärken. Er gehörte 1992 zu den Gründern des Christlich-Konservativen Deutschland-Forums (CKDF), das allerdings nie offiziell als CDU-Vereinigung anerkannt wurde. Als ihnen dieser Status verweigert wurde, kam es zum Bruch und es traten viele der etwa 800 CKDF-Mitglieder dem Bund freier Bürger (BFB) bei. Lummer verblieb in der CDU und im CKDF. Diese Vereinigung machte ein letztes Mal Schlagzeilen, als der damalige CDU-Politiker Martin Hohmann wegen seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2003 in der Kritik stand und schließlich aus der Union ausgeschlossen wurde. Heinrich Lummer beteiligte sich neben anderen CDU-Politikern aus dem CKDF-Umfeld an einer Petition für »Kritische Solidarität mit Martin Hohmann«.

Heinrich Lummer wäre im November 87 Jahre alt geworden.

Aus Junge Freiheit:

... Unvergessen ist einer seiner Auftritte in einer RTL-Talkshow 1992, in der er einen Satz mit dem Wort „jeder“ einleitete. Eine Gesprächspartnerin korrigierte ihn: „…und jede“. Daraufhin Lummer, als habe er darauf gewartet: „Jeder Mensch.“ Sofort war der Seitenhieb der Dame verpufft. 27 Jahre später – und die Leute führen noch immer die gleichen Debatten – aber kaum einer redet noch ungegendert...

jungefreiheit.de 18.6.2019



Sigmar Salzburg

18.06.2019 05:37   Rechtschreibforum   >   Unsere Politiker und die RSR   Beitrag einzeln


Gedenktag

17. Juni – Tag der deutschen Einheit
1953 Aufstand gegen die Separat-Diktatur der DDR-Kommunisten.
Inzwischen durch ein Datum der Parlamentsbürokraten ersetzt.


18.1.1871 Einheit Deutschlands (kleindeutsch durch Bismarck)
17.6.1901 Einheit der deutschen Rechtschreibung (durch Konrad Duden):

Fortfall entbehrlicher Zeichen:
h nach t: Thür >Tür

1949 Teilung Deutschlands (durch die Kommunisten)
1996 Teilung der deutschen Rechtschreibung (durch die Kultusminister)
… in die klassische Kulturschreibung – und die neu erpreßte Stussschreibung:

Vermehrung überflüssiger Zeichen:
ss-Reformsignal: As > Ass ( = am.- engl. „Arsch“)
Dreifachbuchstaben: Schwimmeister > Schwimmmeister
… auch kombiniert: Flußschiffahrt > Flussschifffahrt
Stammpedanterie: Roheit > Rohheit
Ratlosigkeit: Zierat > Zierrat
„Volksetümologie“: Tolpatsch > Tollpatsch
Punktuelle Sinnfälschung: Quentchen > Quäntchen
Bindestrichfimmel: der 14jährige > der 14-Jährige
Notlösungs-Bindestrich: Brennessel > Brenn-Nessel
Lückentick: die Leidtragenden > die Leid Tragenden (mehr)
Kommakrampf: „Kommst du?“ fragte er > „Kommst du?“, fragte er
„Kackofonie“ : selbständig > selbstständig

Außerdem:
Stammschreibtick: behende Schlange > behände Schlange
Zweideutigkeiten: greulicher Hut > gräulicher Hut
Sprachverfälschung: rauher Wind > rauer Wind
Spaltungsirresein: sogenannte Reform > so genannte Reform
Wörterverbot: jedesmal > nur: jedes Mal
Zwangsvereinigung: zur Zeit > zurzeit
Größenwahn: seit Langem
usw. usw.


1999 – Der Volksaufstand gegen die Rechtschreibreform vom 27.9.1998
wurde am 17. September 1999 durch das Kieler Parlament niedergeschlagen.


Millionen Bücher wurden ... „Ausgemistet, aussortiert, exiliert
Milliarden-Kosten wurden sinnlos verursacht.
Ein ganzes Volk wurde zu Rechtschreibstümpern gemacht.


Einen Tag vor dem 17. Juni 2017 verstarb Helmut Kohl. Er ergriff 1990 die Chance zur deutschen Einheit, aber ließ schon 1996 einen Staatssekretär das Wiener Spaltungsabkommen zur Rechtschreib„reform“ unterzeichnen. Seine richtigen Gedanken von 1982 wurden von seiner Nachfolgerin ins genaue Gegenteil verkehrt.

Sigmar Salzburg

17.06.2019 05:01   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Die Deutschen müssen einem Leid tun   Beitrag einzeln


ZUERST! – in traditioneller Rechtschreibung erscheinend:

Demonstrative Demütigung Serbiens: Clinton und Albright zum Gedenken an die NATO-Angriffskrieg in Prishtina

Prishtina. Es kommt einer abermaligen Demütigung gleich: im demonstrativen Beisein hochrangiger amerikanischer Politiker wie Ex-Präsident Clinton und der früheren US-Außenministerin Albright wurde heute in Prishtina des 20. Jahrestages der Beendigung des Kosovokrieges 1999 gedacht.

Die NATO hatte damals gegen jedes Völkerrecht, aber auch gegen die NATO-Statuten Jugoslawien angegriffen und 78 Tage lang bombardiert. Dabei erlitt zwar die jugoslawische Armee, die ihr Gerät gut getarnt oder versteckt hielt, kaum nennenswerte Verluste, dafür wurde jedoch die zivile Infrastruktur des Landes schwerstens in Mitleidenschaft gezogen. Den Bomben der NATO fielen unter anderem zahlreiche Schulen, Brücken und Fabriken zum Opfer.

Als Vorwand für die Bombardierungen, an denen sich auch die Bundesluftwaffe beteiligte, dienten angebliche Massaker an Kosovo-Albanern und der sogenannte „Hufeisen-Plan“ der jugoslawischen Führung, mit dem unter anderem der damalige SPD-Bundesverteidigungsminister Scharping die Teilnahme Deutschlands an der NATO-Aggression begründete. Der „Hufeisen-Plan“ erwies sich später als plumpe Propagandafälschung...

zuerst.de 16.6.2019

Nicht zu vergessen: Es war die ROT/GRÜNE-Koalition unter Gerhard Schröder und Joschka Fischer, die dieses erste deutsche Kriegsverbrechen nach Hitler beging.


Sigmar Salzburg

16.06.2019 11:59   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag einzeln


Panorama beweist: Gebührenverweigerung ist Bürgerpflicht

Das Personal des öffentlichen Rundfunks wird seit Jahrzehnten aus Parteigängern der Altparteien rekrutiert. Jetzt, wo die ehemaligen Volksparteien an Zuspruch verlieren – wegen ihres Versagens – wird die einzige Partei, die das schonungslos aufdeckt, die AfD, einem vernichtenden, parteiischen Dauerfeuer der Rundfunkanstalten ausgesetzt.

Damit ist die verfassungsmäßige Neutralität nicht mehr gegeben.

Da diese dennoch weiter vorgespielt werden muß, „berichtet“ die Panorama- Redaktion ausgiebig von einseitigen Haßkampagnen einzelner Institutionen oder Promis, ohne die Fragwürdigkeit von Anschuldigungen zu kennzeichnen oder Betroffenen die Möglichkeit zur Gegenrede zu geben.

Als Gebührenverweigerer verirrte ich mich eher zufällig auf die Homepage von „Das Erste“:
Die Panorama-Redaktion stellt sich vor.
Die Sendung wird von Volker Steinhoff geleitet, Anja Reschke moderiert. Ihr Credo: pointiert, engagiert, nicht berechenbar - kritisch nach allen Seiten. Alle drei Wochen donnerstags um 21.45 Uhr.
Ich muß sagen, daß ich entsetzt bin über die dortige einseitige Propaganda:
Umgang mit der AfD: Schluss mit Verständnis
von Tina Soliman

"Später ist es zu spät", sagte einmal Erich Kästner.

Nach dem jahrelangen Credo, "man müsse besorgte Bürger ernst nehmen", gibt es seit einiger Zeit vermehrt auch andere Stimmen, die in Richtung AfD sagen: Klare Kante zeigen! Nicht einladen! Abgrenzen!
1991 gab es (lt. Allensbach) für 65 Prozent der Westdeutschen zuviel Ausländer in Deutschland, für die ehemaligen DDR-Bürger waren es erst 59 Prozent. Die hatten noch nicht gemerkt, was weltweit offene Grenzen bedeuten. tripod.com

Trotz der medialen Dauer-Indoktrination dürfte sich daran nicht viel geändert haben, wenn man die gezielt neu eingebürgerten Massen der Ausländer ausnimmt. Es ist das verfassungsmäßige Recht jedes Deutschen, sich in einer politischen Partei auf demokratische Weise gegen diese Unterwanderung des Landes zu wehren. Diese Partei ist heute die AfD.

Der Zuspruch im Osten trotz übelster Gegenpropaganda zeigt, daß sich die Deutschen ihr Land nicht nehmen lassen wollen. Im Westen sind die Menschen schon länger – wie die bekannten Frösche im Kochtopf – weichgekocht und als Jugendliche von Alt-68ern, maoistischen Grünen o.ä. indoktriniert worden.

Als Promi gegen die AfD wird nun ein Fußball-Manager herausgehoben:
Peter Fischer, Präsident der Eintracht Frankfurt (80.000 Mitglieder), hat sich als einer der ersten öffentlich klar gegen Antisemitismus und Rassismus bei der Eintracht positioniert. "Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei (AfD) wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt", entschied die Führung der Eintracht Frankfurt und auch deren Mitglieder...
Als erstes wird natürlich „Antisemitismus“ angeführt, den es meiner Beobachtung nach in Moslemkreisen tausendmal intensiver gibt als in der AfD.

„Rassismus“ – man kann jede Abneigung gegen unerwünschte Zuwanderung als „Rassismus“ denunzieren. Es bleibt das Recht jeder Bevölkerung, sich dagegen zu wehren. Niemals ist es „menschenverachtend“, das eigene Volk dem fremden vorzuziehen. Nie gab es mehr Vorfälle, die einem dazu die Augen öffnen.

Die Kirchenvertreter dürfen bei dieser Volksverblödung erwartungsgemäß nicht fehlen. Haben sie im Mittelalter noch Hexen und Ketzer verbrannt, Judenpogrome gefördert, und schließlich die Nazis hofiert, so nehmen sie jetzt den Habitus büßender, todesbereiter Märtyrer an, wobei sie aber nicht sich selbst und ihren gutbezahlten Job opfern, sondern das Volk, das sich immer mehr von ihnen abwendet.
Kirchentag - warum die Rechten mit Dialogangeboten hoffähig machen?

Der ehemalige Journalist und heutige Präsident des evangelischen Kirchentages. Hans Leyendecker will den Rechten keine Bühne bieten.

Auch der Präsident des Evangelischen Kirchentages, Hans Leyendecker will sich nicht mit den Wortführern der Rechten zum demokratischen Gespräch treffen. Auf keiner der 2.300 Veranstaltungen des in wenigen Tagen beginnenden Evangelischen Kirchentages in Dortmund wird ein Vertreter der AfD auf einem Podium sprechen, so haben es die Veranstalter des Kirchentages entschieden...
Schließlich setzen die linken Sozialverbände einfachste Regeln geschäftlichen Umgangs mit diskriminierend abartigen, aber heimtückischen Vergleichen außer Kraft – wo gerade ein ASB-Migrationshintergründler Millionen veruntreut haben soll:
Ulrich Bauch ist Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes und lehnt Geschäftsbeziehungen mit der AfD ab... Beispiel: der Arbeiter-Samariter-Bund. Die AfD-Fraktion wollte dort einen Erste-Hilfe-Kurs buchen. Der ASB lehnte aufgrund der eigenen Geschichte ab. Denn er wurde 1933 von den Nazis enteignet und zerschlagen....

Dieses Thema im Programm:
Das Erste | Panorama | 13.06.2019 | 21:45 Uhr

daserste.ndr.de 13.6.2019
In einer Seitenrubrik zeigt Panorama stolz noch ARD-Haßsendungen der letzten Jahre gegen die AfD, u.a.:
25.04.19 | 21:45 Uhr
Vereinigte europäische Rechte: Wunsch oder Wirklichkeit?
Die rechten Parteien im EU-Parlament wollen nach den Wahlen ein neues Bündnis bilden - wieder einmal. | mehr

22.03.18 | 21:45 Uhr
Holocaust: Wie die AfD die Schuld beenden will
Die AfD möchte nicht an deutsche Verbrechen erinnern, fordert einen Schlussstrich. Die Besucherzahlen in Gedenkstätten steigen. | mehr

11.09.18 | 21:15 Uhr
Rechter Schulterschluss: Der Grenzgang der AfD
Auch in Norddeutschland paktieren Teile der AfD mit Rechtsextremen. | extern

01.07.10 | 22:00 Uhr [?]
Jetzt offiziell: Die AfD ist rechter als die NPD
AfD-Vize Gauland überholt die NPD rechtsaußen und fabuliert von einer Nationalmannschaft mit "echten" Deutschen. | mehr

01.09.16 | 21:45 Uhr
NPD und AfD: Original und Kopie?
Worin unterscheiden sich die beiden Parteien? Panorama auf Spurensuche. | mehr
Von den überwiegend empörten Leserzuschriften sei nur eine zitiert:
Ö. R. schrieb am 15.06.2019 00:09 Uhr:
Habe selten so viele Demagogen aufeinmal, in einem Bericht gesehen. Da hat Panorama ganze Arbeit geleistet. Ein weiterer Tiefpunkt der tendenziösen Berichterstattung.....
Was hier vom Stapel gelassen wird, ist billige Meinungsmache unterster Schublade.
Das Demokratieverständnis aller Beteiligten, dieses Beitrags, ist äußerst fragwürdig.
Der "braune" Osten kann sich noch an represive Zeiten erinnern, ein Glück, dass diese Menschen noch nicht vergessen haben und mit Ihrer Stimme entgegen treten, dafür danke ich und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus dem irren Westen!



Sigmar Salzburg

16.06.2019 05:35   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Hildebrandslied

Wie ich aus meiner Beschäftigung mit alten Musikhandschriften weiß, darf man sich nie auf neuzeitliche Wiedergaben verlassen. Oft fehlen darin Striche und Punkte, die übersehen oder für Fliegendreck gehalten wurden. Ein Wikipedianer hat sich nun bemüht, das originale „ƿ“ (v oder w) im Unicode nachzubilden. Man sieht jedoch im Faksimile, daß zum Zeichen meist noch ein längerer, leicht gebogener Accent aigue gehört. Aber darum soll es nicht gehen, sondern um folgenden Hinweis:
... die Verse 46–48 werden heute von der überwiegenden Zahl der Forscher Hadubrand zugeschrieben; die Platzierung nach Vers 57 wird befürwortet.
Mich störte bei der Deklamation ebenso der kurz aufeinander folgende, ähnlich klingende Beginn der Verse (46) „ƿela gıſihu ıh ın dınem hruſtım“ und (49) „ƿelaga nu ƿaltant got quad hıltıbrant ƿeƿurt ſkıhıt “ wie die Unlogik, daß Hildebrand nach seiner Toterklärung durch den Sohn dessen Rüstung bewundert haben sollte. Erinnerungspsychologisch ist klar, daß der Schreiber oder seine Gewährsleute durch den ähnlichen Anfang aufs falsche Gleis geraten sind. Allerdings scheint mir nach der Verschiebung hinter Vers 57 nun ein Übergang zu Vers 61 zu fehlen.



Hildebrandslied– Faksimile: Wikipedia


Sigmar Salzburg

15.06.2019 04:17   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Kulturerbe   Beitrag einzeln


„Die Rechtschreibung macht keine Schwierigkeiten“ - seit 1998

Rechtschreibung ist gar nicht so einfach



Karl May würde im Grab rotieren ...

Enger/Spenge. Die Methode „Sprechen nach Gehör" funktioniert seit dem Beginn der menschlichen Kommunikation. Das Projekt „Schreiben nach Gehör" ist wohl ein auslaufendes. Letzteres hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer erkannt. Die schwarz-gelbe Landesregierung leitet die Abkehr von diesem umstrittenen Ansatz ein. Jahrelang waren die Kinder in den ersten beiden Grundschuljahren angehalten, einfach mal drauf los zu schreiben um ohne die bremsende Rechtschreibhürde den Spaß am geschriebenen Wort zu gewinnen. Die Folge: Eine nicht wegzudiskutierende Zahl an Kindern hat jetzt in der Mittelstufe deutliche Probleme mit der Rechtschreibung. Für sie kommt die Abkehr der Ministerin zu spät...

Maike Wolters ist Deutschlehrerin in einer 7. Klasse des Widukind-Gymnasiums Enger. Und auch sie sieht gewisse Defizite bei einigen Schülerinnen und Schülern in Sachen Rechtschreibung. Doch geht sie prinzipiell differenziert an die Problematik heran...

„Selbstvertrauen" ist der Bereich, den Wolters fördern will. Dazu nutzt sie einige Werkzeuge. Eines ist das Diktat. Oft gibt sie den Kindern sogar den Diktattext mit nach Hause, damit sie üben könnten. Dadurch würde die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler gesteigert. „Und wer sich sicher ist, verliert auch die Angst vor Fehlern."

Wo die vorkommen, weiß die Lehrerin genau: „Bei den ,nis-Endungen’wird gern ein Doppel-s verwendet, bei der Nominalisierung gibt’s Probleme mit der Groß- und Klein-Schreibung. Und auch die Sache mit dem ,das’ und ,dass’ und dem ,wieder’ und ,wider’ ist problematisch." ... [die Glanzstücke der „Reform“]

Neue Westfälische 12.6.2019


Sigmar Salzburg

14.06.2019 16:34   Schule   >   Schule   Beitrag einzeln