Willkommen Forum neueste Beiträge (ohne Technik)

Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge (mit Technik) ...


Neue Großschrei(b)erei: Alles wirklich Mögliche?

Ausstellung
Als die Revolution nach Blankenese kam
Die Arbeiter- und Soldatenräte bildeten sich in den Elbgemeinden zumeist erst nach Absetzung des Kaisers und der Ausrufung der Republik. „Die Gründungen waren weniger revolutionäre Akte als vielmehr die pragmatische Reaktion auf die neuen Umstände“, schreibt Jan Kurz, einer der Ausstellungs-Macher. Anders gesagt: Die Räte waren in der Provinz alles Mögliche – nur nicht revolutionär.
abendblatt.de 14.8.2018

Meine Mutter wohnte damals als Vier- bis Fünfjährige im nahen Rellingen und erzählte: Man konnte die durch die Stadt ziehenden Bewaffneten schon am Schritt erkennen: die Unformierten am Gleichschritt, die Revolutionäre am Getrappel. Man mußte sich auf den Boden legen, denn es wurde gesagt, die schießen auf jeden, der sich am Fenster zeigt.

Sigmar Salzburg

16.08.2018 17:55   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 4   Beitrag einzeln


Schmacht auf Schmachthagen

Manche Leute sterben, andere werden abberufen

Peter Schmachthagen

Die Stilform des Euphemismus sorgt dafür, dass Unangenehmes in angenehme Worte verpackt wird...
[z.B. Rechtschreib„reform“]
Manche Tote sind nicht einfach gestorben, sondern verstorben. Das ist „gehobene“ Sprache. Beim Durchsehen der Todesanzeigen kann man den Eindruck gewinnen, dass je „gehobener“ die soziale Stellung des oder der Toten war, desto gehobener auch die Sprache in der Anzeige ist. Dazu besteht heutzutage aber kein Anlass mehr.
[ ... genau! Wie die höfliche Großschreibung des „Du“.]
Die Stilform, unangenehm wirkende Bezeichnungen zu verhüllen, zu mildern und zu beschönigen, nennt man einen Euphemismus. Der Begriff stammt vom griechischen eúphēmos ... Statt vom Gesäß oder gar vom Hintern wird verhüllend vom Allerwertesten gesprochen.
[... nicht aber im Sport: „French-Open-Ass“!]
Der Nachbar mag kurz vor seinem 100. Geburtstag stehen, wir werden ihn nicht als alten Mann, sondern als älteren Mann darstellen.
[... außer bei politischem Anlaß, z.B. auf einem Transparent gegen Sarrazin: „Alter Mann, halts Maul!“]
Doch Euphemismen können nicht nur verhüllen, sie können auch verdecken, und zwar die weniger angenehme Realität. Wenn Sie etwas von einem Rückbau lesen, dürfen Sie getrost annehmen, dass es sich schlicht um einen Abriss handelt
[... z.B. „Rückbau“ der doppelplussunguten Rechtschreib„reform“ – vollständiger Abriß wäre besser gewesen.]
abendblatt.de 14.8.2018



Sigmar Salzburg

16.08.2018 13:46   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Hamburger Abendblatt   Beitrag einzeln


Wir sind nicht pervers, sondern nur divers!

Gesetzentwurf verabschiedet
Kabinett billigt drittes Geschlecht im Geburtenregister


"Divers" soll die neue dritte Geschlechtsoption heißen: Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett verabschiedet. Es bleibt ansonsten bei der bereits bekannten Minimallösung.

... Ursprünglich hatte das Bundesinnenministerium "Anderes" als Name für die dritte Geschlechtsoption vorgesehen, was nicht nur von Interessensverbänden, sondern auch den SPD-Ministerinnen Giffey und Katarina Barely (Justiz) als diskriminierend zurückgewiesen wurde. Erst wurde die Bezeichnung in einem Referentenentwurf zu "Weiteres" abgeändert, jetzt also zu "Divers".

tagesspiegel.de 15.8.2018

Früher hieß es amtlich „Herr/Frau/Fräulein“ , dann nur „Herr/Frau“.
Soll nun „Herr/Frau/Divers“ nichtdiskriminierend sein?
Früher gebrauchte man gerne die Anrede „Verehrtes Fräulein!“
Wird „Verehrtes Diverses“ genauso beliebt werden?



Sigmar Salzburg

16.08.2018 11:54   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag einzeln


Nachtrag zum ZDF-Gauland-Interview

Was ich als medial fast Blinder mit dem Krückstock gefühlt habe, wird von anderer Seite nun bestätigt. Peter Bartels schreibt:
[Thomas Walde] und seine ZDF-Schlaumeier sind nicht nur verschlagen, sie sind auch noch verschlafen. Sie hätten ahnen müssen: Nirgendwo haben Lügen so kurze Beine wie im Netz.

So war es nur eine Frage der Zeit, dass von den drei von der ZDF-Taktstelle mindestens einer womöglich als ZDF-Clacqueur (Klatscher und Gröhler) im Netz ins Gerede kommen könnte. Er soll schon am 14. September 2017 bei Maybrit Illner fürs ZDF Stimm- und Handarbeit geleistet haben…
Wenn, dann mußte der Illner-Klatscher und seine beiden Hiwis wahrscheinlich nicht lange nach dem „geheimen“ Drehort am See in Potsdam suchen … Vielleicht fanden sie sogar die Papp-Plakate ganz zufällig in den Büschen, nebst Buntstifte[n] zum Malen und Schreiben, versteht sich … Das ZDF mußte also nur noch die Mikros ausrichten, weil’s ja immerhin 20 Meter vom Schiff, wo Gauland vorgeführt wurde, bis zum Ufer waren...
pi-news.net 15.8.2018

Orthographie-Analyse: 769 Wörter – 2 dass; fasst, Fress; Falsch-Reform-ss: weisse (für weißt du); Sonntag Abend; Traditions-ß: 2 mußte, Kurzschlußreaktionen, wüßten; Papp-Plakate
Mehr zum ZDF-Lügen- und Propagandastück findet sich hier:
AfD Ortsverband Bretten stinksauer. 14. August 2018
ZDF erneut der Medien-Manipulation überführt!
Nachdem bereits im September 2017 bezahlte Klatscher entlarvt wurden, konnte beim ZDF-Sommerinterview erneut eine inszenierte Demo entlarvt werden.....
Daß Thomas Walden den Gauland scheinheilig gefragt hat: „Haben Sie die bestellt!“ hatte ich beim kurzen Hineinhören gar nicht mitgekriegt. Ekelhaft!


Sigmar Salzburg

15.08.2018 18:19   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Das Menetekel

Eben hatte Nicolaus Fest für Deutschland gemahnt, die Straßen seien marode, die Brücken baufällig, da bricht mitten in der Stadt Genua die große Autobahnbrücke zusammen. Im Italien der Mafiosi nicht unerwartet; aber selbst auf meinem Spazierweg sehe ich, wie an den Straßenrändern der Asphalt bröckelt, und ich denke, wie lange wohl die uralte Klappbrücke über die Schlei hält, die der Zug nur noch mit 15 km/h überqueren darf. – Stattdessen wird mancherorts wie verrückt gebaut, um die Flut der Zukurzgekommenen und Kriminellen aus Burkina Faso bis Bangladesh zu beherbergen.

Übrigens: Der Spruch aus Daniel 5,25, den Belšazar an der Wand sieht, „mene, mene tekel upharsin“, beginnt mit dem bekannten Lehnwort „Mine“ aus dem Sumerisch-Akkadischen (mana), eine Gewichtseinheit in Silber. Es folgt die kleinere Geldeinheit „Šekel“, während das letzte akkadische „parašu“ nochmals „geteilt, halbiert“ bedeutet. Deutung: Das Reich des Belšazar wird geteilt werden (wie Deutschland 2500 Jahre später).

1200 Jahre vor Daniel hatte bereits der akkadische Herrscher Hammurapi verordnet: Wenn ein Baumeister jemandem ein Haus baut, erhält er pro Sar (ca. 36 m²) 1 Šekel Silber als Honorar. Bricht es zusammen und der Bauherr stirbt, „bel bitim uštamit“, .... töte man den Baumeister: „itinnumšu idak“.


Mein Statikprofessor begann seine einführende Vorlesung so: „Früher bauten die Baumeister nach Erfahrung. Die Summe ihrer Einstürze war ihre Erfahrung. Nun, heute macht man das nicht mehr so ...“ und schrieb seine erste Formel an die Wandtafel. Tatsächlich gab es bedeutende Einstürze, z.B. die Kathedrale von Beauvais 1289, die dann Zwischenpfeiler erhielt. 1980 der Absturz des Dachrandes der Berliner Kongreßhalle, erbaut 1957, weil auf Wunsch der Behörde die hyperbolische Paraboloidschale des Daches nur vorgetäuscht wurde. Bei der Morandi-Brücke wird vieles zusammmenkommen: Mangelnde Erfahrung, Qualitätssicherung, Wartung und vielleicht auch mangelnde Absicherung der Fundamente.



Sigmar Salzburg

15.08.2018 09:33   Sitte und Recht   >   Staat ohne Verantwortung   Beitrag einzeln


Konnte der autonome Sprechschreiber nicht bis drei l zählen?

Google News:

HAMBURG: 14-Jährige am heiligten Tag in der City vergewaltigt
WELT heute

Auch im WELT-Video bis jetzt nicht verbessert:
[url]https://www.youtube.com/watch?v=Wlljw2noDq8[/url]
... und wieder ein noch nicht abgeschobener Afghane.

Typischer Verständnisfehler eines Sprechschreibprogramms. Was mag der „heiligste Tag“ Hamburgs sein? Die Kontrolle kennt anscheinend das Wort „hellicht“ nicht mehr.


Sigmar Salzburg

14.08.2018 15:01   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Dreifachbuchstaben   Beitrag einzeln


„Mit dem Arschloch sieht man besser!“ ...

... eine Verballhornung des ZDF-Slogans „Mit dem Zweiten sieht man besser“ durch Akif Pirincci. Die AschlOchlokraten der Länder, die die Ausplünderung der Nichthörer und -seher beschlossen haben, können beruhigt sein: Das zwangsabgezockte Geld wird zur Volksverdummung gut angelegt. Die „Alpen-Prawda“ kann vermelden:
AfD: Noch dürftiger als Gauland kann man sich kaum geben
In einem Fernsehinterview wird klar, wie wenig Konkretes der AfD-Chef zu bieten hat...*)
sueddeutsche.de 13.8.2018
Das Video geistert durchs Internet. Der Interviewer Thomas Walde spielt den Objektiven, versucht aber, Gauland damit aufs Kreuz zu legen, daß die Partei keine Zukunftsplanung habe (für die „Misssstände“, die die Altparteien angerichtet haben). Da sie in absehbarer Zeit in keine Regierungsverantwortung kommt, ist das jedoch völlig unwichtig. Verdächtig ist aber der „kleine Zwischenfall“, wie der „Merkur“ etwas zu ausführlich berichtet:
Zwischenfall im Sommerinterview ...

... Die Aufzeichnung des Interviews am Sonntagmorgen in Potsdam wurde kurzfristig von Passanten gestört, die Gauland beschimpften und ausbuhten mit den Worten: „Gauland, die Schande im Herzen von Potsdam“ oder „widerlich“. Sie hielten Schilder nach oben mit der Aufschrift: „Schämen Sie sich.“

ZDF-Moderator Thomas Walde und Gauland setzten ihr Interview etwas irritiert fort. Wenig später hatten sich die drei Protestierenden beruhigt. Auf Anfrage von Merkur.de erklärte das ZDF: „Den drei Personen wurde gesagt, dass hier gerade eine Aufzeichnung eines Live-Interviews stattfinde, das am Abend um 19.10 Uhr im ZDF gesendet werde. Sie wurden gebeten, dies zu respektieren.“
Das Interview fand auf einem größeren Kahn statt, mit deutlichem Abstand zum Ufer. Dennoch hatten die drei „Passanten“ Gauland in der Ferne sogleich erkannt und zufällig großes Papier und Stifte dabei, um Parolen zu schreiben, hochzuhalten und sie übers Wasser zu brüllen. Und gleich darauf sollen sie aus „Respekt“ vorm Fernsehen ihre Aktion abgebrochen haben. Vielleicht fürchteten sie um die Auszahlung ihres Honorars.
Zur großen Überraschung ging es während des gesamten Interviews im Übrigen nicht einmal über das AfD-Kernthema Migrationspolitik.
merkur.de 13.8.2018
Das ist gar nicht überraschend, denn damit konnte man die AfD ja nicht „bloßstellen“. Daß Merkur dazu die noch nichtssagenderen Twitter-Meinungen von Marco Buschmann (FDP), Kevin Kühner und Stegner (SPD) verbreitet, sagt alles.

*) Das ist auch nicht die Aufgabe einer kleinen Oppositionspartei. Sinngemäß soll der als Stückeschreiber unproduktive Kritiker Karl Kraus gesagt haben: „Ich kann zwar keine Eier legen, aber riechen, wenn sie faul sind!“



Sigmar Salzburg

14.08.2018 09:01   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Hic Rhodos, hic salta*

Im rechten Blog „PI-News“ entwickelt ein Anonymus (?), was der Innenminister Horst Seehofer nicht zustande bringt: einen „Meisterplan“:
EUGEN PRINZ | Wir kommen nun zum dritten und letzten Teil der Artikelserie „Alternativer Masterplan für Deutschland“.
Als letzten Punkt führt er an (Tusch!):
30. Last but not least: Gender Wahnsinn

Rückkehr zur Rechtschreibung vor der Rechtschreibreform mit allen Konsequenzen, inklusive Abschaffung des Gender Sternchens (*innen). Mit dem generischen Maskulinum deckt die deutsche Sprache beide Geschlechter ausreichend ab, wie sich in vielen Jahrhunderten Sprachgebrauch gezeigt hat. Sämtliche staatlich finanzierte Lehrstühle für „Gender Studies“ werden aufgelöst. Die Lehrpläne an den Schulen und die Erziehung in den Kindergärten werden entsprechend bereinigt.

Einige Gedanken zum Schluss ...

pi-news.net 13.8.2018
Niemand ist daran gehindert, dort schon jetzt vorbildhaft voranzuschreiten. Oder doch? Bislang wird mit längeren Texten in bewährter Rechtschreibung meist nur Akif Pirinçci zitiert.

*) Nach einer Fabel des antiken Äsop prahlte ein Fünfkämpfer, wie weit er auf seiner Heimatinsel Rhodos springen könne. Darauf kam die Aufforderung „Hier ist Rhodos, hier springe!“


Sigmar Salzburg

14.08.2018 05:46   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Frühsexualisierung im Islam

Nicolaus Fest „teilt“ ein Video mit den Worten:
Nicolaus Fest hat ein Video geteilt. 11. August um 12:35
Sollte man gesehen haben. Aber schon jetzt klar: Kritik an den päderastischen Traditionen des Islam ist "Vulgärrationalismus" (Navid Kermani).
Zur Erläuterung: Kermani läßt seine Bücher und Texte in traditioneller Rechtschreibung erscheinen, propagiert aber zugleich seinen Islam. „Vulgärrationalismus“ nannte er das Kölner Urteil gegen die Beschneidung (vom Bundestag sogleich per Gesetz entkräftet). Und peinlich: Bei der Verleihung des Friedenspreises des Buchhandels forderte er die Teilnehmer zum gemeinsamen Gebet auf.

Das Video, das Fest hier weiterverbreitet, stammt vom australischen Imam Tawhidi, der versucht, durch offene Kritik der dunklen Seiten des Islams diesen und sich selbst akzeptabler zu machen, vielleicht sogar ehrlich gemeint. Darin zitiert er aus einem Werk des iranischen Ayatollah Khomeini die islamische Lehre zum Sex mit kleinen Mädchen, wie ihn auch Mohammed „gepflegt“ haben soll.

[url]https://www.facebook.com/sichertmartin/videos/1704957816467111/?hc_ref=ARQAg9FX5pIgRhLF00F1P1UJaL_v3v6I7ERNPaARN6agIlRVSg2yoEbnt1qHw8yYn4o[/url]

Sigmar Salzburg

13.08.2018 12:37   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln


Einschleimende Wahlgeschenke gegen die AfD

Markus Söders Versprechen war eindeutig: Alle Familien erhalten mehr Geld als bisher. Alle, auch Empfänger von Sozialleistungen. So sagte es Söder in seiner Regierungserklärung, so bekräftigte es die Sozialministerin. Es war ein Versprechen, das Söder nicht halten konnte. Nach Auffassung des Bundesarbeitsministeriums muss das Familiengeld mit Sozialleistungen verrechnet werden. Gerade die Ärmsten gingen damit leer aus.
Damit entpuppt sich wieder eine von Söders großen Ideen als Luftnummer.
sueddeutsche.de 12.8.2018

Déja-vu – aber diesmal keine Erinnerungstäuschung: Anfang der 60er beschlossen die Parteien des Bonner Parlaments kurz vor der Wahl, ein „Schülergehalt“ an Schüler und Studenten zu zahlen. Auch Millionärssöhnchen konnten es als zusätzliches Taschengeld einstreichen. Ich hatte dagegen nur die Last, nun bei drei Behörden Anträge stellen zu müssen, denn das Stipendium, das ich neben der Waisenrente bekam, wurde um den Betrag gekürzt.

Sigmar Salzburg

13.08.2018 02:47   Sitte und Recht   >   Staat ohne Verantwortung   Beitrag einzeln


Nicolaus Fest (in richtiger Rechtschreibung)

Dysfunktionaler Staat
Deutschland ist abgebrannt

... Wohin man auch blickt, herrscht Verfall. Die Bundeswehr ist im Verteidigungsfall unbrauchbar...

Ähnlich ist es im Bildungswesen. Derzeit verlassen rund zehn Prozent funktionale Analphabeten die Schulen, obwohl doch gerade die Rechtschreibreform Lesen und Schreiben vereinfachen, mehr Chancengleichheit herstellen sollte. Tatsächlich hat sie jene, die aufgrund ihrer Herkunft wenig Zugang zur Bildung haben, endgültig deklassiert...

Und kaputt ist auch die Infrastruktur. Die Straßen marode, Hunderte Brücken baufällig, die Bahn notorisch unpünktlich. Großprojekte, ob Berliner Flughafen, Stuttgart 21, Toll Collect, Nürburgring, ob Bonner World Congress Center oder die Hamburger Elbphilharmonie, laufen regelmäßig komplett aus dem Ruder...

Alles ist nur noch ein Job, nichts mehr Berufung oder Dienst am Vaterland.
So ist die Verachtung der Deutschen für das Nationale auch in den Institutionen angekommen...Was folgt, muß man fürchten.

jungefreiheit.de12.8.2018

„Die Straßen sind marode ...“ Das war zuletzt vor 60 Jahren so. In einem Witz wunderte sich ein Amerikaner auf Deutschlandtour: „Funny, jedes zweite deutsche Dorf heißt ‚Straßenschäden‘!“ Genau um den 13. August 1961 herum unterhielt ich mich in Dänemark mit einem Studenten über die dortige Kleinschreibreform und die deutschen Straßen – von denen er schwärmte. Als ich widersprach, meinte er: „Die Landstraßen sehen wir nicht, wir fahren nur Autobahn.“


Sigmar Salzburg

12.08.2018 12:08   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Junge Freiheit   Beitrag einzeln


Aus der Rundfunkbeitragsdiktatur

Rundfunkbeitrag :
Rentnerin will nicht zahlen

Glückstadt: Ursula Thiel verweigert sich der Rundfunkgebühr und will deshalb vor Gericht ziehen.


Seit 2013 wird der Rundfunkbeitrag in der jetzigen Form erhoben... Privatleute zahlen im Moment für ihre Wohnung 17,50 Euro im Monat. Mancher allerdings nicht. Wie es Ursula Thiel aus der Schenckstraße praktiziert.

Ganz im Gegenteil: In Schriftstücken bezeichnete sich Ursula Thiel mit dem Rundfunkbeitrag als Bestohlene und dass sie von Staats wegen verpflichtet wäre, Diebesgut [besser: Diebstahl] zu unterstützen. Nachdem sie diverse Mahnungen vonseiten des Beitragsservice – denen Ursula Thiel immer widersprach – erhalten und zur Kenntnis genommen hatte, ging sie in die Offensive: Sie reichte Klage beim Verwaltungsgericht in Schleswig gegen den Beitragsservice des Norddeutschen Rundfunks ein.

In ihrer Schrift geht sie sogar so weit, richterliche Entscheidungen als „Handlungsgehilfen von Dieben“ sowie den Rundfunkbeitrags-Staatsvertrag als „unerhörte Erpressung“ zu artikulieren.

Sie fühlt sich ungerecht behandelt. „Wo bleibt das Recht des Schwächeren?“, fragt Ursula Thiel. Auf 436 Euro inklusive Mahngebühren haben sich mittlerweile ihre Rückstände aufgebaut...

Inwieweit ihre Klage beim Verwaltungsgericht Schleswig nach dem jetzt erfolgten höchstrichterlichen Urteil aus Karlsruhe weiter verfolgt wird, ist noch ungewiss. Ursula Thiel kämpferisch: „Wenn die die Klage fallen lassen, gehe ich weiter bis zum Europäischen Gerichtshof.“

shz.de 20.7.2018

Das dummdreiste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zwei Tage vorher wird hier erst beiläufig erwähnt. Das Gericht fand es noch nicht einmal nötig, einen anderen als den Bruder des Erfinders der Beitragsgaunerei als Verkünder des Schandurteils einzusetzen.

Die Altparteien sind dabei, Deutschland zugrundezurichten. Zur Volkslenkung haben sie Riesenkonzerne entstehen lassen, für deren überflüssige Erhaltung jetzt das Volk seine eigene Verdummmung bezahlen soll.

Die parteiliche Rechthaberei des Verfassungsgerichts in der Urteilsverkündung hat Sieglinde Baumert, erstes Opfer der Beitragsdiktatur, hier nachfolgend als Tatzeugin geschildert.



Sigmar Salzburg

12.08.2018 08:55   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Michael Klonovskys Acta Diurna ...

Kurzer Zwischenruf aus dem Urlaub

Das Lied "Unsre Heimat" lernte in der DDR jeder Thälmann-Pionier (also jeder); es endet mit den Versen:

"Und wir lieben die Heimat, die schöne
und wir schützen sie,
weil sie dem Volke gehört,
weil sie unserem Volke gehört."

Wie der Kabarettist Uwe Steimle mit seinem Publikum vorführt, "sitzen" Text und Melodie noch bei allen. Die Schlusspointe freilich ist neu.

[url]https://www.youtube.com/watch?v=VH1a5UmL1HE&feature=youtu.be[/url]

acta-diurna 10.8.18

Welch völkische Relikte in der DDR! Unfaßbar, daß die Stasi-Spitzeline Anetta Kahane einem Kunststaat diente, der das Volk auch noch „weiß bleiben“ ließ!

1914 konnte Kaiser Wilhelm zu Beginn des Ersten Weltkriegs noch verkünden: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!“

Wie anders dagegen 2015 die gelernte DDR-Bürgerin Merkel in ihrer Kriegserklärung an das Volk: „Ich kenne keine Deutschen mehr, ich kenne nur noch kürzer oder länger hier Lebende!“ – mit dem Segen von Großdenker Heiko Maas:


Verfassungspatriotismus ist die schönste Form von Heimatliebe.


Sigmar Salzburg

11.08.2018 10:22   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Fest zitiert C. Bradley Thompson

Nicolaus Fest 7. August um 08:20 ·

Zum Untergang der liberalen Bildung und damit der europäischen Welt: "Um einen Bachelor-Abschluss in Englischer Literaturwissenschaft von der University of California in Los Angeles zu bekommen, müssen Studenten kein Shakespeare-Seminar mehr belegt haben, sondern sie müssen drei Kurse in Gender, Rasse, Ethnizität, Behinderung, Sexualität oder Postcolonial Studies absolviert haben."

Die Suche nach Wahrheit, Freiheit und Größe

Von C. Bradley Thompson

Professor C. Bradley Thompson ist Leiter des Clemson Instituts für Kapitalismusstudien an der Clemson University und Autor des Buches „John Adams and the Spirit of Liberty“.

„Was wir heute an unseren Hochschulen erleben, lässt sich mit der Zerstörung der Buddha-Statuen durch die Taliban vergleichen.“

[Die englische Rechtschreibung ist wegen ihrer vielgestaltigen Verbreitung trotz schwierigerer Orthographie nicht reformierbar, sonst hätten auch dort schon längst die Traditionszerstörer eingegriffen – wie die deutschen Kultur-Taliban. Auf anderen Gebieten ist der anglophone Westen uns im Irrsinn aber oft voraus – Erreger vermutlich Toxoplasma culturalis.]


Sigmar Salzburg

10.08.2018 13:53   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Die Blödsinnsgroßschreibung infiziert auch traditionelle Texte

LÜBBEN. Der Bürgermeister der brandenburgischen Stadt Lübben hat den Übergriff auf mehrere Frauen durch Asylbewerber als „bedauerlichen Einzelfall“ bezeichnet. Es sei der erste derartige Vorfall seit Langem, von dem die Stadtverwaltung wisse, sagte Bürgermeister Lars Kolan (SPD) der Lausitzer Rundschau.

jungefreiheit.de 9.8.2018


Sigmar Salzburg

10.08.2018 09:39   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GKS 4   Beitrag einzeln


Lügen von Ramelow und einem Mann von „Welt“

Thüringens Ministerpräsident Ramelow sieht AfD als mitverantwortlich für wachsenden Antisemitismus
welt.de 9.8.2018

Mein Kommentar:

Als 1961 die Berliner Mauer gebaut wurde, um die Teilung Deutschlands für insgesamt 40 Jahre mit Mauer und Stacheldraht, Todesstreifen, Schußwaffengebrauch und zahlreichen Todesopfern aufrechtzuerhalten, verdrehte der Drucker einer DDR-Zeitung den Titel des Hauptverantwortlichen in „Vorsitzender des KZ der SED, Walter Ulbricht“. Er wurde verhaftet. Über das weitere Schicksal des Unglücklichen ist nichts bekannt.

Jetzt besuchte der Vertreter dieser umfirmierten Mauermörderpartei, Bodo Ramelow – mit SPD-Hilfe ausgekungelter Ministerpräsident Thüringens – das KZ Auschwitz, zusammen mit dem Kieler CDU-MP Daniel Günther, der sich wohl für Notfälle Koalitionspartner sichern will. Das Makabre ist, daß neben Vertretern der Juden der Vorsitzende des Mini-Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, Gedenken heucheln mußte, um die Moslems, die mit Auschwitz nichts zu tun haben, als gleichgestellte Opfer der Deutschen zu inszenieren. Und das als Vertreter einer Religion, in deren Koran die Judenfeindschaft als ewiggültiger Befehl „Gottes“ verankert ist. Nach Mohammeds Tod war Arabien „judenfrei“.

Natürlich ging es gegen die AfD, die das Verbrechen begeht, dem deutschen Volk dienen zu wollen, wie das Grundgesetz vorsieht. Dazu ist jede Wortverdrehung recht, vom angeblich gewünschten „Schießbefehl gegen Frauen und Kinder“ bis zu Höckes „Denkmal der Schande“, einem Zitat des Spiegel-Gründers Augstein. Ramelow gelingt es schließlich auch noch, die koranisch-gottgewollte Mordlust gegenüber „Ungläubigen“ und Juden* modisch als allgemeine „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ zu vernebeln – welch ein übles Schmierenstück!


*) Sure 9:30 – Wer als Jude oder Christ sagt, Ezra oder Jesus sei Gottes Sohn, den töte Allah...
& Sure 8:17 – Nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah ...



Sigmar Salzburg

10.08.2018 06:53   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag einzeln


PC-Programm mit traditioneller Rechtschreibung (Duden, 20. Auflage)

Hallo Freunde der traditionellen Rechtschreibung,

ich bin ein Vielschreiber, der „stur“ die traditionelle Rechtschreibung weiter anwendet und deshalb auch gerne ein PC-Programm hat, das noch den traditionellen Rechtschreibduden (20. Auflage) einbinden kann.

Das Bibliographische Institut, das solch ein Programm noch bis 2004 im Angebot hatte (PC-Bibliothek 3.0), hat sein Nachfolgeprogramm (Duden-Bibliothek) so abgeändert, daß der traditionelle Rechtschreibduden nicht mehr eingebunden werden kann. Die alte PC-Bibliothek (Versionen 1.x bis 3.0) läßt sich wiederum nicht auf neuen Windows-Versionen installieren.

Ich habe nun einen Weg gefunden, noch den traditionellen Rechtschreibduden auch unter Win10 (x64) verwenden zu können. Durch einen Zufall fand ich heraus, daß sich mit dem Programm e-Wörterbuch von Langenscheidt auch (alte) Duden-Bücher einbinden lassen. Dieses Programm (das keine Wörterbücher enthält) kann man kostenlos hier herunterladen:
[url]ftp://ftp.langenscheidt.de/_files_media/lkg_uploads/updates/eWUpdate.zip[/url]

Wer Probleme hat (oder wem irgendwelche „Hierarchie-Dateien“ [*.hic] fehlen), kann sich an mich wenden.

Dirk Wunderlich

09.08.2018 20:54   PC und Rechtschreibung   >   PC-Programm mit traditioneller Rechtschreibung (Duden, 20. Auflage)   Beitrag einzeln


Tollpatsch-Reform und Toll-Collect-System

2005 ging das Toll-Collect-Maut-System nach eineinhalbjährigem Versagen an den Start. Die Bundesregierung forderte vom Konsortium rund 7 Milliarden Euro Schadenersatz.

Zugleich wurde nach zehnjährigem Krampf die Tollpatsch-Reform des Narrenkonsortiums aus Politikern, Staatssekretären, Bertelsmannfreunden und Stroh-zu-Gold-spinnenden Kleinschreibreformern nochmals neureformiert in Kraft gesetzt. Dieser völlig überflüssige und gegen den Willen des Volkes erpreßte Kulturfrevel hatte bis dahin real nachweisbare Schäden von 5 Milliarden Euro verursacht und bewirkt bis heute weitere in nicht bezifferbarer Höhe.

Hier kann das übertölpelte Volk keinen Schadenersatz erwarten – im Gegenteil: Zur Ablenkung werden ihm jetzt noch vielfache Kosten für seine eigene Abschaffung aufgebürdet – mit Aussicht auf den Gutmenschen-Weltmeistertitel.
Hunderte Millionen Euro:
Wollte Toll Collect den Bund betrügen?

Der Mautbetreiber zieht für den Bund die Lkw-Maut ein. Das dahinterstehende Konsortium soll jahrelang zu viel Geld abgerechnet haben – es geht um Hunderte Millionen Euro...
Der Bund hatte rund 1,1 Milliarden Euro von den Vergütungen einbehalten, die Toll Collect verlangt hatte.
faz.net 9.8.2017
Nebenbei: Der töllpelige „Tollpatsch“, Schnapsidee des Reformers Augst, wird zur Volksverdummung immer noch als „allein richtig“ in Schulen und Druckerzeugnissen durchgesetzt.


Sigmar Salzburg

09.08.2018 19:02   Meinungsumfragen   >   Tolpatsch   Beitrag einzeln


Schmachthagen ist ein kleines Kaff, ...

... 40 km von Hamburg entfernt, und hatte bis zur Eingemeindung 250 Einwohner. Daneben ist der Name das Pseudonym eines alten Narren, der die „Reform mit Geiselnahme“ immer noch für erwünscht, gelungen und vielleicht sogar für demokratisch hält, obwohl die Bevölkerung zwanzig Jahre lang in Umfragen und Abstimmungen das Gegenteil bekundet hat:
Selbstverständlich hat die Rechtschreibreform entscheidende Vereinfachungen und Systematisierungen gebracht, selbstverständlich war die alte Rechtschreibung, die von 1955 bis 1996 dem sogenannten „Duden-Privileg“ unterlag, in Teilen chaotisch und reformreif.
Betrachten wir zunächst die „Reform“ in Schmachthagens Artikel selbst:
637 Wörter: 6 dass; sonst. Reform-ss: 1 muss, 1 beschloss; reformwidrig-traditionell: 0.
Die neuen „dass“ erleichtern nichts, sind aber psychologisch fehlerträchtiger. Sie machen bis zu 50 Prozent der „Reform“ aus, die nach der Ex-Bildungsministerin Wanka zu 95 Prozent aus der neuen ss-Regel besteht. Beim herkömmlichen ß-Gebrauch wurden kaum Fehler gemacht.
Beim Absuchen der runden Jahrestage waren einige Kollegen auf „20 Jahre Rechtschreibreform“ als Sommer-Thema gestoßen. Auf dieses Jubiläum hätten wir gut verzichten können. Erstens wurde die neue Rechtschreibung in den meisten Ländern am 1. August 1998 nur probeweise eingeführt. Wer in der Schule nach alter Norm schrieb, bekam keinen Fehler, sondern den Hinweis „veraltet“.
Genau das war die psychologische Kriegführung: Wer als begabter Schüler nicht den Reformerunfug „der belämmerte Tollpatsch konnte mir Leid tun“ mitmachte, wurde als Stümper bloßgestellt.
Die Medien folgten erst am 1. August 1999 (fürs nächste Jahr vormer-ken!), aber nicht in Schleswig-Holstein.
Doch! Nur der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag zögerte ein paar Wochen, angeblich „aus Achtung vor dem Volksentscheid“ (den Schmachthagen unterschlägt), in Wirklichkeit aber, um zu abzuwarten, ob die Konkurrenz, die „Kieler Nachrichten“, durch einen etwaigen Boykott in die Knie gezwungen wird. Dafür hetzten dessen Blätter solange gegen die Traditionsschreibung, bis die Parlamentarier in Kiel in einem einstimmigen Schurkenstreich den Volksentscheid annullierten.
Heike Schmoll schreibt in der „Frankfurter Allgemeinen“ unter der Überschrift „20 Jahre Rechtschreibanarchie: Ein Unglück der Sprachgeschichte“: „Von Anfang an war klar, dass der Versuch, die deutsche Rechtschreibung zu vereinfachen, schiefgehen würde. Denn sie ist viel besser als ihr Ruf. […] Von einer Rücknahme der sinnentstellenden Regeln etwa bei der Groß- und Kleinschreibung ist man weit entfernt.“ Leider verwehrt uns Heike Schmoll die Beispiele für ihre Behauptungen, die natürlich völlig danebenliegen...
abendblatt.de 7.8.2018
Nun, da können wir aushelfen, mit unseren Sammlungen GKS, GKS 2, GKS 3, GKS 4 und GZS 1, GZS 2, GZS 3, oder mit geeigneter Auswahl von besonders gelungenen Schmuckstücken der „Reform“, satirisch verdeutlichten Anwendungen oder sogar im Gedicht.


Sigmar Salzburg

09.08.2018 05:50   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Hamburger Abendblatt   Beitrag einzeln


Der eher linke „Humanistische Pressedienst“ (hpd)...

... bringt ein Interview mit dem Psychologen und Tierrechtler Colin Goldner zum Thema Veganismus, das anscheinend seine Frau geführt hat, aber dessen Text der Rechtschreibung nach wohl von ihm stammt:
Interview
Vegan Religion?

Von: Claudia Goldner

hpd.de 6.8.2018

2761 Wörter: „Reform“: 16 dass, 7 weitere Reform-ss; im Übrigen; traditionell: bewußt, läßt, muß, 2 wieviele, sogenannt, hierzulande
Daß ich auf der Seite der Pazifisten stehe, brauche ich hier nicht mehr zu betonen. Interessant ist, daß sich die tierschonende Lebensweise auch links verbreitet hat, wo früher „das Huhn im Topf“ ein wichtiges Lebensziel war. Heute wird bisweilen skandiert „Kein Gott, kein Staat, kein Fleischsalat!“ – ein weiter Abstand zu Friedrich Engels, wie er im Neuen Deutschland zitiert wird:
»Mit Verlaub der Herren (!) Vegetarianer, der Mensch ist nicht ohne Fleischnahrung zustande gekommen, und wenn die Fleischnahrung auch bei allen uns bekannten Völkern zu irgendeiner Zeit einmal zur Menschenfresserei geführt hat (die Vorfahren der Berliner, die Weletaben oder Wilzen, aßen ihre Eltern noch im 10. Jahrhundert), so kann uns das heute nichts mehr ausmachen.«
Ich will auf die kontroverse Diskussion bei hpd nicht weiter eingehen, aber doch meinen eigenen Beitrag erwähnen:
Sigmar Salzburg am 7. August 2018 - 20:23 Permanenter Link

Von Geburt an lebe ich gott- und fleischlos, seit dem sechsten Lebenjahr milchfrei, seit einer Salmonelleninfektion strikt eifrei. Seitdem lebe ich fast vegan und gönne mir nur selten etwas Schimmelkäse. Wie man gesäuertes Brot erfunden hat, hätte man auch natürliche Gärmethoden zur B12-Anreicherung marktfähig machen können. So aber nimmt man zur Sicherheit ein paar µg naturidentische Chemie.

Als Nachfahre von Insektenfressern vor 60 Millionen Jahren sollte man nicht auf die herabsehen, die noch weiterhin die Spannweite der menschlichen Möglichkeiten zwischen Baumrindennager und Raubaffe ausnutzen. Selbst unsere neandertalischen Vettern in Mitteleuropa aßen im Norden Wollnashorn und in Nordspanien fast vegetarisch.

Es kann aber kein Zweifel bestehen, daß die freie Entscheidung, der fühlenden Tierwelt ohne irgendeine Gegenleistung Leid zu ersparen, eine ethische Höherentwicklung bedeutet. Ich habe dabei nie Entbehrungen empfunden. Der heute gegenüber früher zunehmende Zuspruch zu dieser Lebensweise beweist, daß Europa auf gutem Wege sein könnte, wenn es nicht durch hereinströmende archaische Schächtkulturen bedroht wäre.
Der letzte Absatz sollte nur nochmal dem hpd wegen meiner reform- und fremdenfeindlichen Einstellung einen kleinen Zensuranlaß geben.


Sigmar Salzburg

08.08.2018 09:47   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln