Willkommen Forum neueste Beiträge (ohne Technik)

Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge (mit Technik) ...


Der Lautbildung beim Sprechen zusehen

Faszinierende MRT-Aufnahmen vom Sprechvorgang:

[url]https://youtu.be/6dAEE7FYQfc[/url]

vom Max-Planck-Institut heute in Bild der Wissenschaft:

[url]https://www.wissenschaft.de/technik-digitales/live-aus-dem-koerper/[/url]

Sigmar Salzburg

25.04.2018 13:22   Deutsch   >   Sprache   Beitrag einzeln


Deutschland wieder auf dem Weg zum „Gottesstaat“

MÜNCHEN. Die bayerische Staatregierung hat beschlossen, im Eingang aller staatlichen Behörden im Freistaat künftig Kruzifixe anzubringen...

Bei seiner Regierungserklärung vergangene Woche hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gefordert, daß jeder, der in Bayern lebe, sich auch an die hiesigen Sitten und Gebräuche halten müsse. Er wolle daher ein Zeichen setzen und in allen Behörden des Freistaats Bayern „nicht Kreuze abhängen, sondern überall sichtbar anbringen. Das ist unsere Prägung, und wir wollen, daß diese Prägung auch erhalten bleibt.“

jungefreiheit.de 24.4.2018 (reformfrei)

1995 fällte das Bundesverfassungsgericht das „Kruzifixurteil“, das die religiöse Indoktrination mittels christlichem Kreuz in den Schulklassen verbot. Der damalige bayerische Kultusminister Zehetmair kämpfte so verbissen dagegen an, daß ihm der gleichzeitig laufende Unfug der Rechtschreib„reform“ völlig entging und sein PressesprecherBertelsmann-Schmid“ unbehelligt die Übernahme durch Bayern als erstes Bundesland verkünden konnte.

Nun zahlt sich die auch von den scheinheiligen Kirchen geförderte Aufheizung der religiösen Klimas durch die Islamisierung derart aus, daß sogar säkulare öffentliche Gebäude, soweit sie bisher davon verschont waren, demonstrativ mit einem Kreuz „geschmückt“ werden sollen. (Unfeinere setzen auf den Abwehrzauber von Schweinekoteletts.) Die AfD, im Westen ohnehin mit leicht fundamentalchristlicher Schlagseite, konnte da nur zustimmen, um nicht wieder Wähler an die CSU zu verlieren.

Es wird nun versucht, das Kreuz als säkulares Symbol der Kultur Europas darzustellen, so wie der Ex-Verfassungsrichter di Fabio auch einen „Gott der Atheisten“ erfand, um ihn, glücklicherweise erfolglos, in die schleswig-holsteinische Verfassung zu schleusen. Tatsache ist, daß der Glaube an einen göttlichen Strippenzieher mit der Zunahme des Wissens über die Welt natürlicherweise abnimmt.

Im Westen hängen dem noch etwa zwei Drittel taufscheinmäßig an, im Osten höchstens ein Drittel. Eine gewisse verbleibende Zahl von „Kulturchristen“ ist wünschenswert, die sich um die Erhaltung der alten Kirchen und ihre alte Musik sorgt.

Auf den Islam jedoch könnten wir vorteilhaft verzichten, aber gerade auf dieses Menschenreservoir sind die Kirchen, die Eine-Welt-Ideologen und die Wirtschaftsmagnaten (auch von CDU/CSU) zur Machterhaltung verfallen. Der Blick auf dessen Prozente in den Schulklassen zeigt deutlich, daß die Gesellschaftsveränderer, aber letztlich auch wir alle, in der Zukunft „den Kürzeren“ ziehen werden, wenn der religiösen und ethnischen Überwältigung Deutschlands nicht umgehend Einhalt geboten wird.

PS.: Nach der Bayern-Wahl werden vielleicht die Kreuze wieder abgehängt, um die Moslems nicht zu beleidigen, oder Halbmonde dazugehängt.



Sigmar Salzburg

25.04.2018 07:28   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln


Die so genannte technische Intelligenz

Mein Brauser drängt mir neuerdings Zeitungsartikel mit der Behauptung „beliebt“ auf, darunter ein taz-Interview mit einem CDU-Mann, der anscheinend offizielle Kirchenpolitik und Merkel-Agenda in sich vereint:
Andreas Püttmann, 53, ist Politologe und katholischer Publizist. Er war Mitglied der CDU-Zukunftskommission 2014/15 und hat umfassend zu christlicher Sozialethik und der religiösen Rechten veröffentlicht.

„Unter AfD-Anhängern mit formal höherem Bildungsabschluss ist die so genannte technische Intelligenz überrepräsentiert, der es an geistes- und sozialwissenschaftlicher Kompetenz, auch an Geschichtskenntnissen oft fehlt.“
taz.de 15.4.2018
Der alberne Trennunfug der Schreib„reform“ am „sogenannten“ hält sich im Prekariat der indoktrinierten Schreiber dauerhaft, oft nur automatengestützt. – Zum Inhalt: Der sicherlich sorgsam ausgewählte Interviewpartner verschweigt in seinem Geifern gegen die Erfolge der AfD offensichtlich bewußt den Hauptgrund: Islam und Islamisierung werden mit keinem Wort erwähnt.

Sigmar Salzburg

25.04.2018 03:56   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   GZS 3   Beitrag einzeln


„Das Leben der Bienen“ (2)

Maurice Maeterlinck, belgischer Dichter und Schriftsteller des Symbolismus, Schöpfer der Dichtung „Pelleas und Melisande“, von Debussy als Oper komponiert, Literatur-Nobelpreisträger von 1911, war auch ein hingebungsvoller Bienenzüchter. 1901 erschien sein Werk „Das Leben der Bienen“, das heute noch von Imkern und Wissenschaftlern (Lars Chittka) bewundert wird. Nur die späteren Erkenntnisse Karl von Frischs fehlen noch.

Ich habe mir jetzt ein Exemplar von 1906 besorgt – ein poetisch-philosophischer und zugleich wissenschaftlicher Text, ca. 250 Seiten in Antiqua. Die Rechtschreibung ist eine Überraschung: Übersetzer (F. von Oppeln-Bronikowski) und Verlag (Diederich) verwenden noch die ß-losen, dudenfreien Schreibweisen vor 1900, wie sie neben dem ſs-Gebrauch für Antiqua seit etwa 1800 häufiger wurden. Jedoch treten die häßlichen Dreifach-s (sss) nicht auf: „Haselnussträucher“, „Masstab“, „Schlusstein“, „Grosstadt“. Störend ist mitunter, wie in der heutigen „Reform-“ und Schweizer Orthographie, die mangelnde Markierung des Schlusses innerhalb eines zusammengesetzten Wortes: „Fussenden“ (und bei uns seit 1996: „Schlosserhaltung“).

Ungewohnt, aber nicht störend ist das alte „th“: „er thut“, „Thätigkeit“, „Thorwache“, „Blüthen“.

Die erst seit der Rechtschreib„reform“ von 1996 erpreßte sprachverbrecherische Verstümmelung des „Rauhen“ gibt es selbstverständlich nicht: „an der rauhen Oberfläche“ (S.138), „nordwärts wird das Klima zu rauh“ (S. 189).

Auch die klippschulhafte Großschreibung der 96er „Reform“ findet man nicht: „er war der erste“, „nichts ähnliches“, „zu eigen machen“, „im allgemeinen“ (S. 48), „zu gunsten“, „von neuem“, „Im übrigen ist sie von Kopf zu Füssen voll entwickelt“ (S. 134), „vor kurzem“ (S. 245), „Er macht reich arm und arm reich“ (S. 12). Wie man das heute wohl schreiben soll?

Allerdings wird von einer Betonungsgroßschreibung mitunter Gebrauch gemacht: „Blicke des Anderen“ (S.10), „wie Viele es gethan haben“ (S. 94), „fast Alles, was besteht“ (S. 102). Bei der „recht“-Schreibung besteht eine gewisse Unsicherheit – wie heute wieder: „Und wer hat recht“, „das Leben ... gibt ihr jederzeit Recht.“ (beide S. 159).

Die dumme neue Getrenntschreibung häufiger Wortbildungen findet man nicht, obwohl sonst damit freier umgegangen wird: „ebensoviel“, „ebensowenig“, „jedesmal“, „soviel“. Die (inzwischen schon abgebremste) neue Radikaltrennung ist den Sprachästheten fremd: „segenspendende Stunden“, „honigspendende“ oder „honigtragende Pflanzen“ (100/101), „fleischfressende Pflanzen“.

In der Umlautschreibung weiß man noch, daß „überschwenglich“ (S. 122) mit „schwenken“ und „schwingen“ zu tun hat. Bei „Geberde“ ist das „ä“ auch noch nicht angekommen. Dagegen erscheint „mit Hülfe“ heute atavistisch.

Die fast einzige sinnvolle Neuerung unserer heutigen „Reform“ findet sich auch damals schon: „in Bezug auf den Intellekt“ (S. 253)



Sigmar Salzburg

24.04.2018 05:14   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Bücher   Beitrag einzeln


Gudrun Eussner

Gudrun Eussner schreibt (in traditioneller Orthographie) über das Unwort „Holocaust“ und wie es von Politikern und Meinungsmachern benutzt wird, um dem Begriff die Direktwirkung zu nehmen und um es, wie ich es sehe, für andere und geschichtliche Mordaktionen gegen die Juden unanwendbar zu machen.
Der angeblich neue Antisemitismus

Mathias Döpfner und die sieben Riesen

Das "staatstragende Dröhnen" in allen Reden zu Israel zeigt, daß die Redner nicht nur im Handeln, sondern auch im Gedenken Zwerge sind. Mathias Döpfner ist einer von ihnen...

Ahnungslos, als wenn er noch nie über eine Straße in Berlin gegangen wäre, bezeichnet er den seit 1400 Jahren im Islam fest verankerten Judenhaß als "neuen Antisemitismus". Wenn man nur die ersten beiden Koransuren liest, die erste, eine Mekka-Sure mit sieben, und die zweite, die erste Medina-Sure, mit 286 Versen, von der vorletzten, der Medina-Sure 9, mit 120 Versen, nicht zu reden, weiß man, daß es um den Muslimen vorgeschriebenen Judenhaß geht, daß man im Zusammenhang mit Aktivitäten und Operationen von Muslimen nicht von "Antisemitismus" reden kann. Es gibt keinen "neuen Antisemitismus" von Muslimen.

Der Judenhaß der Muslime aber soll von Politik und Medien verschwiegen werden, darum wird er in einen unzugänglichen, nicht zutreffenden Begriff eingeschlossen. [...]

Remember - Zachor - Sich Erinnern

Was heißt das für den "Holocaust"?

Mittels dieser wohlfeilen Vokabel, die in unserer deutschen Sprache nicht vorkommt, stehlen wir uns aus der Verantwortung. Ein altes Duden-Fremdwörterbuch, von 1966, das mir ansonsten immer noch gute Dienste leistet, kennt den mit "Holo" zusammengesetzten Begriff noch nicht, in einem neueren Duden der Rechtschreibung aber kommt er selbstverständlich als deutsches Wort vor: "(griech.) Tötung einer großen Zahl von Menschen, bes. der Juden während des Nationalsozialismus". Der Holocaust ist zum deutschen Begriff mutiert.

Gabriele Yonan schreibt dazu:
"Das neudeutsche Lehnwort 'Holocaust' ist eine Zusammensetzung aus griechisch 'holos' in der Bedeutung 'ganz, total' und dem lateinischen Verbaladjektiv 'caustos' - 'angebrannt' (griech. 'kaio' - brennen)." Im Mittelalter heiße das Wort "Brandopfer darbringen", seit dem 17. Jahrhundert bezeichne es den "Feuertod von Menschen".

"In seiner heutigen Bedeutung läßt sich das Wort 'Holocaust' mit 'Massenvernichtung' übersetzen, bleibt aber ohne Subjektbenennung neutral. Die einmalige Katastrophe der Vernichtung der Juden während der Herrschaft des Nationalsozialismus, die viel umfassender war als nur ein 'Feuertod vieler Personen', ist in dem Wort somit nicht enthalten. [...]

Das althebräische 'ha-shoa' bedeutet dagegen 'Heimsuchung, Vernichtung, Katastrophe' (vgl. AT Jes.10,3), hier bilden Wort und Wortsinn eine Einheit." (1)
Ha-shoa ist ein Begriff, den die Juden gebrauchen, und dessen Gebrauch sich für uns nicht ziemt.

Die "erstaunliche Ausschließlichkeit", mit der bei uns Holocaust mit Judenvernichtung übersetzt wird, ist nicht so erstaunlich, wenn wir bedenken, daß eine Massenvernichtung von Menschen in dieser Form bei uns noch nicht vorkam, handelt es sich doch um sechs Millionen ermordeter Juden. Es ist also für uns Deutsche angemessen, "Holocaust" mit "Judenvernichtung" zu übersetzen, man möchte sagen rückzuübersetzen, den Originalzustand wieder herzustellen und sich endlich damit auseinanderzusetzen.

Stattdessen wollen deutsche Dichter und Denker, den Holocaust mit "k" schreiben und ihn so dem Deutschen aneignen. Etwas Abstruseres gab es wohl selten. So stehlen wir uns immer weiter aus der Verantwortung, bis die Spur nicht mehr zurückzuverfolgen ist - was die Absicht sein dürfte.

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin könnte man sich getrost sparen, denn wir Deutschen verbinden mit dem Begriff Holocaust nichts. Auf diesem Grundstück in bester Lage hätte anderes besser Platz gehabt. Die Errichtung eines Bankgebäudes wäre ehrlicher gewesen, aber das hätte der Stimmungslage der ins Jüdische diffundierten Frau Lea Rosh nicht entsprochen: "Dem Holocaust der Nationalsozialisten ein Mahnmal zu setzen, machte sich Lea Rosh zur Lebensaufgabe". (2)
[...]

Die Sprache entlarvt - die Sprache verbirgt.

11. Juni 2002 - ergänzt um den von Lea Rosh im Vernichtungslager Belzec entwendeten Backenzahn, am 1. März 2006

(1) Eine sprachhistorische Ergänzung zum Begriff 'HOLOCAUST', von Gabriele Yonan (1989)
(2) "Geschmacklos und anmaßend", von Ayhan Bakirdögen, Die Welt, 13. Mai 2005

[...]
eussner.blogspot.de 21.4.2018
Ich erinnere mich, wie verwirrt ich war, als plötzlich das Wort „Holocaust“ von der Presse, von der Unterhaltungs- und der Bewältigungsindustrie in unser Deutsch gepreßt wurde. Mit meinen bescheidenen Griechischkenntnissen konnte ich mir keinen Reim darauf machen. Inzwischen glaube ich, daß damit frühere Morde zur Bedeutungslosigkeit schrumpfen sollen, die in ähnlichem Geiste, aber mit primitiverer Handarbeit ausgeführt wurden.

PS: Über Dr. Gudrun Eussner weiß ich fast nichts, außer daß sie früher in dem Blatt „Kalaschnikow“ geschrieben haben soll und daß ihre Artikel durchweg israelfreundlich sind.



Sigmar Salzburg

23.04.2018 09:29   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Wer vieles bringt, wird manchmal Richtiges bringen

Antiker Dichter Ovid gibt gute Ratschläge für die Liebe

Offenburger Literaturtage »Wortspiel«


In diesem Jahr ist es ein Theaterabend über Ovids Liebeskunst. Unter dem Titel »Der Brennessel ganz nah ist oft die Rose«, einem Zitat von Ovid, setzen Siemen und Rühaak und Cordula Trantow morgen, Freitag, 20 Uhr, im Salmen die erotischen Ratschläge des antiken Dichters in Szene. Dazu gibt es Barockmusik: Sam Chapmann, ein in Basel lebender Spezialist für alte Musik, spielt die Laute...

»Der Brennessel ganz nah ist oft die Rose«, ist ein »Lustspiel«, das das Publikum durchaus nicht nur literatisch inspirieren kann, hat Georg Rootering bei seinen Vorstellungen bereits mit großem Vergnügen beobachtet.

Info
Theaterabend
Theaterabend »Der Brennnessel ganz nah ist oft die Rose«, ein erotischer Ratgeber aus der Antike mit Gedichten aus »Ars amatoria« (Liebeskunst) und den Metamorphosen von Ovid. Mit Cordula Trantow und Siemen Rühaak in einer Inszenierung von Georg Rooting. ...
Baden Online


Sigmar Salzburg

22.04.2018 13:08   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Dreifachbuchstaben   Beitrag einzeln


Monika Maron

Munin oder Chaos im Kopf
Roman

S. Fischer
EUR 16,99

Schade, daß sich Frau Maron von einer bekennenden Gegnerin der Rechtschreibreform zur Fatalistin wandelte, sicher auch unter dem wirtschaftlichen Druck des Verlages, obwohl andere besser standgehalten haben.

Eine Rezension gibt es von Thorsten Hinz in der „Jungen Freiheit“. Vorsicht, die Zitate sind, wie dort üblich, auf traditionelle ß umgestellt!

Leben in der Vorkriegszeit

Sigmar Salzburg

22.04.2018 11:34   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Bücher   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Hamburger Abendblatt 19.04.18

So hoch ist der Migrantenanteil an Hamburger Schulen

Peter Ulrich Meyer

Senatsantwort dokumentiert, wie hoch der Anteil von Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund ist. Alle Schulen im Überblick.

Hamburg. Der Senat hat zum ersten Mal den Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an allen allgemeinbildenden Schulen veröffentlicht. Das Abendblatt dokumentiert das Ergebnis aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bürgerschaftsfraktionschefs Alexander Wolf (Tabelle unten). Danach hatten im Schuljahr 2016/17 insgesamt 45,1 Prozent der Schüler an Grund-, Stadtteilschulen und Gymnasien einen Migrationshintergrund. Die Differenz zwischen den staatlichen Schulen mit 45,2 Prozent und den nichtstaatlichen mit 44,1 Prozent fällt ausgesprochen gering aus.

An Gymnasien ist der Anteil niedriger als an Grundschulen

Deutlicher unterschieden sind die Anteile je nach Schulform: An den staatlichen Grundschulen wurden 49,3 Prozent Kinder nicht-deutscher Herkunft gezählt, an den Stadtteilschulen war der Anteil mit 48 Prozent fast gleich hoch, während er an den Gymnasien lediglich 37,3 Prozent betrug. Bei den Privatschulen ergab sich eine andere Tendenz: Die Gymnasien wiesen mit 51 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt von Grundschulen mit 47,7 Prozent und den Stadtteilschulen mit 38,3 Prozent.

Einen Migrationshintergrund hat ein Schüler nach der Definition, die auch beim Mikrozensus angewendet wird, wenn eines der vier folgenden Merkmale zutrifft: selbst nicht in Deutschland geboren, keine deutsche Staatsangehörigkeit, Vater oder Mutter nicht in Deutschland geboren oder Vater oder Mutter ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Die Herkunftsstaaten der Schülerinnen und Schüler werden von den Schulen statistisch nicht erfasst.

Den höchsten Migrationsanteil hatte die Stadtteilschule auf der Veddel mit 90,8 Prozent. An 65 Schulen lag der Anteil über 70 Prozent, an 21 Schulen über 80 Prozent. Andererseits: An nur elf Prozent der 191 staatlichen Grundschulen betrug der Wert weniger als 25 Prozent. Auch an den staatlichen Gymnasien sind die Zahlen sehr unterschiedlich: Den niedrigsten Anteil verzeichnete das Gymnasium Altona mit neun Prozent, den höchsten das Helmut-Schmidt-Gymnasium in Wilhelmsburg mit 83,2 Prozent. Die Privatschule mit dem höchsten Migrationsanteil war die Katholische Stadtteilschule Neugraben mit 85,3 Prozent.

AfD fordert Aufnahmestopp

"Wie kann an Schulen mit 70, 80 oder 90 Prozent Migranten Integration noch gelingen und wer integriert hier wen?

Integration verkommt zur bloßen Worthülse", sagt AfD-Politiker Wolf. Es gebe Schulen, "die bereits eine verfestigte Parallelkultur – zumeist die einer muslimisch geprägten – aufweisen und überdurchschnittlich oft in sozialen Brennpunkten liegen". Ein "geregelter Unterricht" sei nur schwer möglich, wenn Lehrer ihre Schüler überhaupt erst auf ein einheitliches Sprachniveau bringen müssten. "Zu Hause sprechen die Kinder häufig nicht Deutsch und auch auf Hamburgs Schulhöfen hört man immer häufiger Türkisch und Arabisch", sagt Wolf. Probleme mit dem wachsenden Islamismus und muslimisch motiviertem Antisemitismus seien auf dem Vormarsch.


Tabelle zum Großklicken


Der AfD-Politiker erinnert an den "Appell des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, einen Aufnahmestopp von Flüchtlingen für Kommunen zu erlassen, wenn dort eine Überforderung drohe. "Das wäre auch ein Modell für Hamburg. Die Kapazitätsgrenzen zur Aufnahme weiterer Schüler sind längst erreicht, bzw. überschritten", sagt Wolf.

Schulsenator kritisiert AfD-Darstellung

Schulsenator Ties Rabe (SPD) hält dagegen. "Die Definition von Migrationshintergrund ist so weit gefasst, dass ein großer Teil dieser Kinder von niemandem außer den Statistikern als Migrationskinder erkannt werden. Die allermeisten dieser Kinder sind voll integriert, sprechen gut Deutsch und verstehen sich selbst zu recht als Hamburger Kinder", sagt der Senator.

Die AfD übersehe, dass sich die Wirklichkeit verändert habe. "So heißen zum Beispiel unsere Nachrichten-Moderatorinnen Linda Zervakis, Pinar Atalay oder Dunja Hayali. Sie alle machen unsere Welt reicher und besser. Ohne die knapp 50 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund wären Hamburgs Schulen leer und öde. Hamburg wäre eine schrumpfende Stadt, um deren Zukunft man sich Sorgen machen müsse", sagt Rabe. Dass die Anteile der Kinder mit Migrationshintergrund von Schule zu Schule schwankten, sei "zwangsläufig und mathematisch logisch". Rabe: "Schulen bilden damit die gesellschaftliche Wirklichkeit der Stadt und ihrer Stadtteile ab."

Schwächere Lernleistungen der Migrationskinder

"Dass die Schüler mit Migrationshintergrund auch an Hamburger Schulen im Schnitt schwächere Leistungen erzielen als ihre Mitschüler, ist wissenschaftlich erwiesen, dass deren Leistungen darunter litten, hingegen nicht. Während Hamburg beim Ländervergleich der Schülerleistungen der Neuntklässler im Jahr 2015 in Deutsch einen Mittelplatz und in Englisch einen vierten Platz belegt, landen die Hamburger Schüler ohne Migrationshintergrund allein in beiden Fächern auf Platz eins, nur in der Rechtschreibung auf Platz fünf.

"Unsere Aufgabe in den Schulen besteht darin, dass alle Schüler gleich welcher Herkunft gute Hamburger werden. Wer heute eine Hamburger Schule besucht, gleich wo sie steht, sieht, dass wir auf einem guten Weg sind", sagt Schulsenator Rabe.


[url]https://www.abendblatt.de/hamburg/article214067503/So-hoch-ist-der-Migrantenanteil-an-Hamburger-Schulen.html[/url]

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See



Kevin Kraus

21.04.2018 05:40   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag einzeln


Das Erbe der Achtundsechziger

Anläßlich des 50sten „Jubiläums“ führte die FAZ ein Interview mit einem Alt-68er, dem inzwischen zum emeritierten Professor aufgestiegenen (was denn sonst!) Soziologen mit dem so schön reformwidrigen Namen:
Wolfgang Eßbach im Gespräch : Achtundsechzig war das Ende einer Reformphase
Die Rechtschreib„reform“ soll ja auch eine Folge des Gesellschaftsveränderungsfurors sein, der sich schon 1973 mit der fast schon beschlossenen Radikalreform („der keiser im bot sit sich vom hei bedrot.“) beinahe durchgesetzt hätte.

25 Jahre später gelang den unentwegt konspirierenden Kleinschreibern der Coup mit der Einführung des „Dass-Deutsch“ nebst gesteigerter Groß- und Trennschreibpedanterie und weiteren Etümologeleien, die angeblich Erleichterungen bringen sollten, aber ähnlich den einstigen Schröpfköpfen der Quacksalber nur die Patienten schwächten.

Der Geßlerhut der „Reform“ waren die „neuen“ ss nach dem Philologen Heyse um 1800, und dabei überwiegend die „dass“, die absolut nichts „erleichterten“. Um es kurz zu machen: Das Interview faz.net 15.3.18 zeigt die völlige Nichtnutzigkeit der „Reform“. Analyse des Artikels:
1789 Wörter: 11 dass, 5 weitere Reform-ss;
traditionell beibehalten wurden: 5 ph, hierzulande
Besonders die von der FAZ in ihren Neuschrieb „geretteten“ 11 Wörter kommen nur selten zur Wirkung. Die Dass-Reform macht so etwa Zweidrittel der Gesamtreform-ss aus, ist also nur ein Mittel der Reformdurchsetzung zur schnellen Kontrolle der Unterwerfungsbereitschaft der Schreiber. Daher ist verständlich, daß die linke „junge Welt“, um der Dressur der jüngeren Generation Rechnung zu tragen und allen Vorhaltungen zu entgehen, seit 2014 nur in diesem Punkt der „Reform“ folgt – was den wenigsten auffällt. – Ohne die „ss“ hätte man die „Reform“ auch ganz bleiben lassen können. Wer will schon „behände Schlangen“, „gräuliche Hüte“ usw.

Jetzt war die Frage, wieweit das Dass-Deutsch sich auch beim eher konservativen bis rechten Publikum, beispielsweise den überwiegend reformiert schreibenden „PI-News“, durchgesetzt hat.

Der thematisch ähnliche Artikel selbst ist Heyse-neutral:
VON DER BUNDESREPUBLIK ZUR BUNTEN REPUBLIK
50 Jahre 1968, 50 Jahre Zerstörung

18. März 2018

Von LEO | 1968 konnten Kinder auf allen Grundschulen der Bundesrepublik schon in der ersten Klasse lesen und schreiben. 1968 konnte in der Bundesrepublik jeder seine freie Meinung sagen, sogar die Kommunisten...

1968 erhielten in der Bundesrepublik auch Arbeiterkinder in einer einfachen Wohngegend eine gute Schulausbildung, sogar auf der Grundschule. 50 Jahre später ist auf den Schulen der einfachen Wohngegend die Hölle los.

1968 war die Bundesrepublik eine verhältnismäßig egalitäre, nahezu klassenlose Gesellschaft...

1968 waren die Universitäten der Bundesrepublik geprägt vom freien Wettstreit der Gedanken. 50 Jahre später herrscht an den Hochschulen der geistige Muff von vor 1000 Jahren: einseitiger Dogmatismus, politische Indoktrination und eine allgemeine Kultur ängstlichen Mundhaltens, aus Angst vor der Religion...

1968 war die Bundesrepublik Deutschland ein weitgehend geordnetes, zivilisiertes, deutsches Land.

pi-news 18. März 2018
Es gab 247 Leserkommentare, sicher vorwiegend aus der Generation, die 1968 noch erlebt hat – also die bewährte Rechtschreibung gründlich erlernt hat. Man sieht, wie wirksam die quasi Zwangsmissionierung durch die Medien in die Rechtschreibung durchgeschlagen hat. Viele lassen auch anpassungswillig ihre Automaten machen. Analyse:
Im Text und 247 Leserkommentaren:
Reform: 57 dass, 61 Heyse-ss, traditionell: 14 daß, 17 trad. ß, 35 ss statt ß,
Fehler: Meissten, bissschen, Kaoss
Es ist offensichtlich, daß die von niemandem herbeigesehnte Heyse-ss-Reform die deutsche Rechtschreibung überwältigt und daß der übrige häßliche bis gemeingefährliche Reform-Unfug bedeutungslos bleibt, aber durch die neuen ss am Leben erhalten wird.


Sigmar Salzburg

20.04.2018 06:24   Rechtschreibforum   >   Nein zu Heyse 3   Beitrag einzeln


Ausrottungsphantasien eines „Gut Deutschen“

Ein Gastwirt im hessischen Heuchelheim bei Gießen kündigte auf diese Weise einen Vertrag mit AfD-Mitgliedern. Man sieht, daß die fünfzigjährige Antifa-Gehirnwäsche irreparable Schäden verursacht hat, selbst wenn der Typ sich als konservativ ansieht:
Kündigung von den von Ihnen
reservierten Räumlichkeiten

Sehr geehrter Herr XXX
wie Ihnen mitgeteilt werden wir in unseren Räumen keine Veranstaltungen von radikalen Parteien wie der AfD dulden!

Sie haben uns erst auf Anfrage mitgeteilt, dass es sich um die AfD handelt! Solange diese Partei ekelerregende Menschen wie von Storch und Höcke beheimatet, solange muss jeder „Gute Deutsche“ dafür sorgen, dass diese Nazi-Weisheiten nicht unter die Menschen gebracht wird! Diese Partei schadet unserem Land im Ausland und unseren Kindern! Es ist ein Virus, der hoffentlich bald völlig ausgerottet ist! Herr XXX, bei Ihnen tut es mir Leid zu hören, dass Sie SPD-Mitglied waren! Ich glaube ein Willy Brandt hat mit Höcke nichts gemeinsam!

Der eine ist ein Friedensstifter gewesen, der andere ein „Bombenleger“ mit dem Worte. Wenn Sie Kinder oder Enkel haben, ersparen Sie denen eine Welt mit so bösen Kreaturen!
Mit freundlichen Grüßen

XY
11.4.18
Heuchelheim
Wie man sieht, ist der altparteilich erpreßte Blödsinn des „Leid tuns“ beim Schreiber immer noch fest verinnerlicht, obwohl längst zurückgenommen. – Deutschland ist wieder gespalten, nicht nur orthographisch, sondern vor allem wegen der „Zuwanderung“. Eine echte Demokratie muß alle Standpunkte zwischen „keiner darf rein“ und „jeder darf rein“ zulassen. Daß die indoktrinierten Gutmenschen nur die letzte Meinung tolerieren, zeigt wie krank unsere Demokratie ist.

1982 gab es in der SPD Willy Brandts und Helmut Schmidts noch eine freie Diskussion, wie das eben zitierte Buch Martin Neuffers beweist.



Sigmar Salzburg

19.04.2018 18:53   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag einzeln


Moschee-Kindergarten erzieht Islamkrieger für Mitteleuropa

[„Religionsfreiheit“ - Bericht hpd]
Türkischer Militarismus in Deutschland und Österreich
Wenn die Ditib Kinder Krieg spielen läßt


Kinder in Soldatenuniformen, die mit türkischen Fahnen eine Kriegsszene nachspielen, waren in etlichen Ditib-Moscheen Deutschlands und Österreichs zu sehen...
[Zitat Michalowsky, LINKE] „... In einem Facebookeintrag heißt es: 'Nächstes Wochenende bei der Ditib Moschee in Gladbeck: Ein sehr interessantes Theaterstück aus der selben Epoche: Wie deutsche Schiffe unter türkischer Flagge russische Häfen bombardieren. Und die Türkei in den Krieg zwingen.' Mitglieder des Gladbecker Ditib-Moscheevereins bestätigen das."
... Und – wie in solchen Fällen immer – wußte die Zentrale Ditib-Gemeinde in Köln von nichts. Sie verschickte lediglich eine Pressemitteilung aus der vergangenen Woche, in der sie die Vorfälle in Herford kritisierte. Nachfragen beantwortete die Ditib-Zentrale nicht. Offen ließ die DITIB-Zentrale auch, ob sie zu den Propaganda-Veranstaltungen am 18. März motiviert hat und ob sie im Vorfeld über die Inhalte Bescheid wusste.

hpd.de 19.4.2018

Die Linken betonen den „Militarismus“, denn den Islam kritisieren wäre ja „Rassismus“.

Sigmar Salzburg

19.04.2018 09:50   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Studie: Verbesserte Schulleistungen aufgrund Musizierens?

Frankfurt, 13.04.2018. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben im Rahmen einer Studie Schüler zu ihren schulischen Leistungen befragt.

Dabei habe sich gezeigt, dass das Spielen eines Musikinstruments die Leistungen in Deutsch und Mathematik gemeinhin verbessere. Die musizierenden Schüler hätten höhere sprachliche Fähigkeiten und ein besseres muttersprachliches Selbstkonzept. Ebenso sei laut der Studie die Leistungsbereitschaft höher als bei denjenigen Schülern, die sich in ihrer Freizeit nicht mit einem Instrument beschäftigten.


Im Rahmen des Forschungsprojektes "Musikalisches Selbstkonzept" wurden rund 4.500 Kinder befragt. Darunter waren Schüler von musischen, sowie naturwissenschaftlichen Gymnasien. Ebenfalls wurden Mitglieder der Regensburger Domspatzen, des Windsbacher Knabenchores und des Dresdener Kreuzchores miteinbezogen.

Vorgestellt wurde das Projekt nun vom Branchenverband der Musikintrumentenwirtschaft, der Society of Music Merchants (SOMM). Die Interessenvereinigung ist der größte deutsche Industrieverband der Hersteller und Händler von Musikinstrumenten und Musikausrüstung. Derzeit hat die Organisation 53 Mitglieder, die zusammen rund zwei Drittel des Umsatzes der gesamten Branche ausmachen. SOMM wurde im Februar 2005 aus dem bestehenden Verband der Vertriebe und Musikinstrumente in Deutschland (VVMD) heraus gegründet und ist Mitglied im Deutschen Musikrat. Erklärtes Ziel des Verbandes ist es, das aktive Musizieren als festen Bestandteil des alltäglichen Handelns in der Gesellschaft zu etablieren.

[url]https://magazin.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=14117&nachricht=Studie:%20Verbesserte%20Schulleistungen%20aufgrund%20Musizierens?[/url]


Kevin Kraus

19.04.2018 07:46   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag einzeln


Michael Klonovsky ...

... stellt eine Quiz-Frage

Wer hat's geschrieben?

"Es ist eine Illusion, zu meinen, die Bundesrepublik könne ihre Grenzen für alle Asylanten der Erde weit offen halten. Sie könnte es schon nicht annähernd für die unübersehbare Masse der echten politischen Flüchtlinge. Sie wäre aber auch überhaupt nicht in der Lage, zwischen echten und den Fluten der unechten Asylsuchenden zu unterscheiden. Eine solche Unterscheidung verlöre von einem bestimmten Punkt an auch jeden Sinn.

Natürlich müssen wir helfen – sogar bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit und unter großen eigenen Opfern. Aber unser kleines Land kann nicht zur Zuflucht aller Bedrängten der Erde werden. Es bleibt uns keine andere Wahl, als das Asylrecht drastisch einzuschränken. Damit sollte aber nicht so lange gewartet werden, bis die ersten Millionen schon hier sind und die Binnenprobleme bereits eine unlösbare Größenordnung erreicht haben. Wir müssen die Frage unverzüglich diskutieren und entscheiden. Eine Beschränkung des Asylrechts auf Bürger europäischer Länder könnte zum Beispiel als sachgerecht ins Auge gefaßt werden."

Die Antwort hier.

An einem einzigen Buchstaben sieht man, daß ein vorausschauender Politiker diese Worte schon vor Jahrzehnten geschrieben hat. Fünf Jahre danach beschlossen die Kultusminister, dem Drängen der Kleinschreibersekte nachzugeben und unter Ausschluß der Kleinschreibung die Ausarbeitung einer alles erleichternden Rechtschreibreform zu beauftragen, um das dringendste Problem der Deutschen zu beheben.

Sigmar Salzburg

19.04.2018 06:36   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Politische Korrektheit

Die noch in deutscher Kulturrechtschreibung erscheinende „Junge Freiheit“ schreibt:

Zuckowski beklagt „Maulkorb“ wegen gendersensibler Sprache

HAMBURG. Der Liedermacher Rolf Zuckowski hat den Gebrauch von gendersensibler Sprache an Bildungseinrichtungen kritisiert. „Ich bin jetzt 70 Jahre alt und sorge mich um die Zukunft meiner Lieder“, sagte Zuckowski im Interview mit der Zeit. Er befürchtet, wegen der gendersensiblen Sprache an Schulen und Kindergärten könnten seine Lieder aus diesen Einrichtungen bald verschwinden.

„An Schulen verändert sich die Sprache gerade stark: Man spricht vielerorts nur noch gegendert, sagt ‘Schülerinnen und Schüler’, ‚Lehrerinnen und Lehrer’.“ Man könne Kindern nur noch schwer erklären, warum Liedersprache anders klinge.

Gehören bei „Freunden“ die Mädchen dazu?

In einem Geburtstagslied Zuckowskis heißt es etwa: „Alle deine Freunde freuen sich mit dir“. Dazu Zuckowksi: „In den Schulen könnte man bald fragen: ‘Freunde? Sind da die Mädchen nicht drin?’“ Er könne seine Lieder „nicht ändern in die Sprache, die man in der Schulszene nun benutzt“.

Manche Verse könnten heute nicht mehr entstehen. „Ich würde eine Art Maulkorb spüren“, klagte der Künstler, der mit rund 20 Millionen verkaufter CDs einer der beliebtesten Kinderliederinterpreten Deutschlands ist. (tb)

jungefreiheit.de 18.4.2018


Sigmar Salzburg

18.04.2018 19:07   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag einzeln


Correctness verhindert Correctnessdiskussion

Nach umstrittenem Tweet
MDR sagt Sendung zu "politischer Korrektheit" ab

Der MDR Sachsen wollte über Sprachtabus diskutieren - und löste vorab mit einer provokativen Frage Kritik aus. Zwei Gäste sagten ihre Teilnahme ab. Nun wurde die Radiosendung gestrichen.


Die Diskussion hätte am Dienstagabend um 20 Uhr beginnen sollen. Eingeladen hatte der MDR Sachsen, er wollte eigenen Angaben zufolge mit vier Gästen darüber sprechen, warum "politische Korrektheit" zur "Kampfzone" geworden ist, es sollte um "moralische Normen und Tabus in der Sprache und deren Verletzung" gehen. Doch so weit kam es nicht: Der Sender sagte die Ausgabe der Radiosendung "Dienstags direkt" ab.

Hintergrund ist massive Kritik, die der MDR Sachsen mit seiner Programmankündigung für die Diskussionsrunde ausgelöst hatte. Via Twitter fragte die Redaktion: "Darf man heute noch 'Neger' sagen?"

Darüber hätten die Rechtspopulistin Frauke Petry und der konservative Publizist Peter Hahne mit der Linken-Politikerin Kerstin Köditz und dem Soziologen Robert Feustel diskutieren sollen. Nach dem Ankündigungstweet sagten Köditz und Feustel ihre Teilnahme an der Sendung allerdings ab.
[...]
Bereits zuvor hatte der MDR Sachsen bei Twitter um Entschuldigung für "die rhetorisch gemeinte Einstiegsfrage unseres Tweets" gebeten. "Wir haben mit der Überspitzung die Gefühle vieler verletzt."

spiegel.de 18.4.2018

Man wollte auch Frau Petry gegen ihre ehemalige Partei aus dem Nichts holen. Es geschieht nichts ohne Absicht. Siehe auch dies.


Sigmar Salzburg

18.04.2018 04:23   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag einzeln


Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“

Für meine zweite, oder je nach Zählung, dritte Tochter, eine begeisterte Bienenfreundin, suchte ich das Buch und fand, daß es wieder vom Unionsverlag angeboten wird:
Maurice Maeterlinck, zu seinen Lebzeiten gefeierter Nobelpreisträger für Literatur, hat selbst Bienen gezüchtet und erforscht. Sein erstmals 1901 erschienenes Buch Das Leben der Bienen fand in zahlreichen Sprachen weiteste Verbreitung und gilt unter Fachleuten und Imkern bis heute als gültige Darstellung. Sachlich und präzis, aber mit berückender Sprachkraft schildert er die faszinierenden, rätselhaften Ereignisse im Bienenstock. In Maeterlinck verbindet sich der Naturforscher mit dem Denker und Dichter, der den Wundern der Natur nachspürt und das Staunen nicht verlernt hat.
Ich hatte das Buch noch als schöne Jugendstil-Ausgabe in Fraktur in Erinnerung. Jetzt mußte ich zu meinem Entsetzen feststellen, daß der ins Deutsche übersetzte Text für die Neuausgabe in die häßliche Reformschreibung der nichtnutzigen Kultusminister konvertiert wurde. Ich werde mich also in den Antiquariaten umsehen. Es muß ja nicht gleich eine Erstausgabe für 144 Euro sein.

Sigmar Salzburg

17.04.2018 20:23   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Bücher   Beitrag einzeln


Da fehlt doch etwas?

Angela Merkel „befürwortet“ den Luftangriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf syrische Einrichtungen.
Die Mehrheit der Deutschen gegen Luftschläge der westlichen Allianz
Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von SPIEGEL ONLINE und dem Meinungsforschungsinstitut Civey hervor. Demnach lehnen 59,9 Prozent das Vorgehen der amerikanischen, britischen und französischen Regierungen ab oder eher ab. 30,8 Prozent der Befragten stimmen dem zu oder eher zu. 9,3 Prozent sind unentschieden.
spiegel.de 15.4.2018
Auch das eher AfD-nahe Publikum bei „Freie Welt“ kommentiert das, aber – fehlt da nicht etwas?
Ede Wachsam 16.04.2018 - 10:30
Ich nehme mal an, dass solche Umfrageergebnisse Niemand ernsthaft wundern, denn jeder Mensch der einigermaßen klar im Kopf ist, würde nach den Katastrophen der beiden Weltkriege im 20. JH immer gegen solche Kriegstreibereien sein und jeder Art von provozierten Angriffskriegen eine Absage erteilen.

Hätte man auch in anderen Fragen hier in Deutschland Volksabstimmungen durchgeführt, würden 70 – 80 % der Befragten gegen folgende uns aufoktroyierten Dinge votieren und damit eine klare Mehrheit der Bevölkerung diese folgenden Dinge ablehnen.

Gegen den Verbleib der US Atomwaffen in Deutschland nach 1990
Gegen den Verbleib der alliierten Streitkräfte nach 1990
Gegen den Verbleib Deutschlands in der NATO Nach dem 1. Angriffskrieg gegen Jugoslawien.
Gegen die Einführung des Euro
Gegen den Bruch der Maastricht Verträge (No Bail Out Klausel)
Gegen die Installierung des ESM
Gegen die EU als allein bestimmende Machtbasis über die Souveränität der europäischen Völker, durch die nicht demokratisch gewählten Kommissare.
Gegen die Vergesellschaftung der Staatschulden der EU Länder
Gegen die geplante Bankenunion
Gegen die EU Einlagensicherung
Gegen die geplante Abschaffung des Bargeldes
Gegen die Zwangsgebühren der vom Staat manipulierten Rundfunk und Fernsehanstalten,
Gegen die Einmischung der USA in das gesamte Informations- und Pressewesen.
Gegen die Öffnung der deutschen Grenzen für sog. Flüchtlinge ohne Prüfung der Asylberechtigung außerhalb unseres Landes.
Gegen die massive finanzielle Benachteiligung Biodeutscher Staatsbürger gegenüber den her gekarrten Migranten zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Gegen die schleichende Installation des Islam und die Behauptung der Islam gehöre zu Deutschland.
Gegen die Laxe Behandlung der kulturfremden Migranten bei ihren oft schwerstkriminellen Straftaten durch Polizei und Justiz.
Gegen die verschleierte Massenmigration und die EU gesteuerte Ansiedlung mittels Kopfprämien nicht asylberechtigter Invasoren in Deutschland.
Gegen die Zerrüttung der öffentlichen Ordnung und die parteiliche Massivbeeinflussung der Gerichtsbarkeit.
Gegen die Hetze bezüglich der Andersdenkenden Bevölkerung und deren Stigmatisierung als NAZIS.

freiewelt.net 16.4.2018
Tatsächlich fehlen da die hundert Umfragen, die zur Rechtschreib„reform“ im Laufe von 20 Jahren gemacht wurden und die eine durchgängige Ablehnung von 56 bis 89 seriösen Prozent ergeben haben.

Es ist eine Schande für die Konservativen, daß die meisten von ihnen zu Kreuze gekrochen sind. In „Freie Welt“ besteht nur noch Willy Wimmer in seinem Blog auf seiner bewährten Rechtschreibung.

Gestern konnte ich kurz in den Zeitschriftenladen des Kieler Hauptbahnhofs hineinsehen. Die traditionell druckenden „Junge Freiheit“ und „zuerst!“ waren erstaunlicherweise offen verkäuflich. Auch die „Titanic“ fehlte nicht. Die nur die ss-Tarnung verwendende „junge Welt“ ebenso.

Das „Compact-Magazin“ hat ein Sonderheft nur mit Akif Pirinçci herausgebracht – und seine gute alte Rechtschreibung total auf Dass-Deutsch umgestellt. Der Boykottierte wird froh gewesen sein, daß er überhaupt noch irgendwo veröffentlicht wird. So bringt das „neue“ Novischock-ss-Gift unsere bewährte Rechtschreibung um.



Sigmar Salzburg

17.04.2018 06:58   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Freie Welt, FreieWelt.net   Beitrag einzeln


Das Kuckucksei der Schreib„reform“ ...

... ist die „neue“ ss/ß-Regel. Die Verfassungsrichter hatten hier versagt – trotz der Einsicht ihres Vorgängers Prof. Mahrenholz. Obwohl die bewährte Rechtschreibung nicht verboten ist und für hochrangige Literatur bevorzugt wird, herrscht die Hysterie, auch ältere Texte umzufälschen. Spiegel-EinesTages bringt wieder Auszüge aus einem Buch mit Texten des Schriftstellers Bernhard Schulz kurz nach dem Krieg:
"Wenn diese verdammten Idioten nur Schluss machen wollten", schrieb Bernhard Schulz am 2. April 1945 seiner Gerda.
Man kann leicht nachprüfen, daß er am 2.4.1945 geschrieben hatte:
„Wann sehe ich Dich wieder? Wenn diese verdammten Idioten nur Schluß machen wollten!“
(angeblich Sütterlin, in Maschinenschrift abgeschrieben.)
Das „ehrerbietige“ große „Du“ fälscht man aber wohl meist nur für Schulbücher in das Reform-Prekariats-du um.
Der Journalist und Schriftsteller (1913-2003) hatte den Krieg mehr als satt, er wollte nach Hause, seine Frau und sein Baby im Arm halten, es sollte in diesen Tagen zur Welt kommen. Schulz geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst im Spätsommer 1945 zu seiner Familie zurück...

"Bleistiftumriss eines Auferstandenen": Mit dieser Überschrift versah Schulz den folgenden Text. Er bezieht sich auf den Kampf um die zentralrussische Stadt Suchinitschi, die Anfang Oktober 1941 von der Wehrmacht besetzt und knapp drei Mon[a]te später von der Roten Armee zurückerobert wurde.

spiegel.de 15.4.2018
Wohl aus der Gegend von Suchinitschi schrieb er auch an seine Frau, wie man auf der Homepage lesen kann:
23/1.42
Meine liebe, liebe Gerda!
Gestern erlebten wir einmal etwas Gutes. Die alte Frau Ju, die uns fast täglich Munition bringt, brachte Post mit. Ich bekam drei Briefe von Dir, vom 17., 18. und 19. Dezember. Über fünf Wochen hatte ich nichts mehr von Dir gehört. Du kannst Dir ausmalen, welche Freude es für mich war, so unverhofft drei Briefe zu bekommen! Die sind jetzt meine tägliche Lektüre! Gut, daß auch ein Brieflein von meiner Mutter dabei war! Es ist mir beim Lesen noch einmal ordentlich schwer gefallen, daß ich auf das Weihnachtsfest in der Heimat habe verzichten müssen... bernhardschulz.de
700 Kilometer weiter südlich wurde fünf Tage zuvor mein Vater nach einem Gefecht bei Kamenka vermißt, ohne daß danach jemals eine Spur von ihm gefunden wurde. Zu Weihnachten hatte meine Mutter (auch mit Namen Gerda) ihm noch einen Napfkuchen gebacken und mitten hinein einen Apfel gesteckt. Ob ihn das Paket vorher noch erreicht hatte?

Sigmar Salzburg

15.04.2018 19:15   Dokumente   >   Unwichtige Geschichtsfälschungen   Beitrag einzeln


Hetze vom Zwangsgeldfernsehen – von „Spiegel-Online“ gefeiert:

Franken-"Tatort" über Fremdenhass

Im finstren Herzen von Gau-Land

Ein libysches Geschwisterpaar wird ermordet - die Spur führt die "Tatort"-Ermittler zu einem rechten Stimmungsmacher, der an eine reale AfD-Spitzenkraft erinnert. Düster-Krimi aus Dunkeldeutschland - stark!


spiegel.de 13.4.2018

Das Wort „Hetze“ sollte man meist meiden, hier trifft es zu: DDR.2 – oder besser: Goebbels-Gebührenfunk.

Sigmar Salzburg

14.04.2018 12:36   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Angriff auf Syrien

Der Militärschlag sei eine Vergeltung für den Giftgaseinsatz des syrischen Regimes in Duma, an dem nun kein Zweifel mehr bestehen könne, sagte Trump in seiner Fernsehansprache. "Dies sind nicht die Taten eines Menschen. Es sind die Verbrechen eines Monsters." Auch Russland und Iran müssten sich dafür verantworten: "Was für eine Art Nation würde im Zusammenhang stehen wollen mit dem Massenmord an unschuldigen Männern, Frauen und Kindern?"...

Russlands Botschafter in den USA, Anatolij Antonow, drohte den USA mit Konsequenzen... "Die USA, die das größte Arsenal chemischer Waffen besitzen, haben kein moralisches Recht, andere Staaten zu verurteilen."

spiegel.de 14.4.2018

Solange die Kriegsverbrecher G.B. Bush, Friedenspreisträger Obama, Tony Blair und Sarkozy immer noch frei herumlaufen, ist das Weltpolizeigehabe der USA, Englands und Frankreichs eine dreiste Anmaßung. Sie haben selbst durch ihre völkerrechtswidrigen Kriege und Militäreinsätze Millionen Tote verursacht, das Entstehen des IS ausgelöst, Staaten unterminiert, sie auf Jahrzehnte ins Chaos gestürzt und nie gekannte Flüchtlingströme in Bewegung gesetzt. – Natürlich „befürwortet“ unsere peinliche Bundeskanzlerin nachträglich den alliierten Raketenangriff.

Es sei noch daran erinnert, daß nach dem Giftgasangriff auf das kurdische Halabscha 1988, bei dem 5000 Menschen starben, die unmittelbare Verurteilung des Irak am Veto der USA und den Enthaltungen von Großbritannien und Frankreich scheiterte, denn damals unterstützte man Saddam Hussein noch gegen Iran.



Sigmar Salzburg

14.04.2018 10:37   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag einzeln