Willkommen Forum neueste Beiträge (ohne Technik)

Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge (mit Technik) ...


BILD ist schnell ...

... und immer aktuell:
Über den erfolglosen Helfer des tödlich getroffenen Polizisten:
Politiker Tobias Ellwood
Der tragische Held vom London-Terror

23.03.2017 - 02:37 Uhr
Unter dem Bericht werden wechselnd weitere Meldungen anklickbar eingeblendet:
Australier wollte Frau beeindrucken
ER wurde wegen IHR fast vom Krokodil gefressen

21.03.2017 - 21:02 Uhr
Fußball ist auch immer wichtig:
Siegtor gegen Lyon im Video
Draxler hält Paris im Titelrennen

20.03.2017 - 10:38 Uhr
Aber dann – groß mit Bild:
AfD-Chefin Frauke Petry (40)
Firma weg! Scheidung!

19.03.2016 - 23:48
Der breit ausgewalzte Bericht über Petry ist ein Jahr alt – der Anlaß: Ihr Ex-Ehemann, Pastor, hatte am 8. März 2016 seine 15 Prozent Beteiligung an ihrer ehemaligen Firma verkauft. – Damit will BILD auch heute noch der Friede-Springer-Freundin Merkel einen Denunziationsdienst leisten.


Sigmar Salzburg

23.03.2017 06:22   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag einzeln


Die gute alte Rechtschreibung

Prof. Adorján F. Kovács verwendet in einem sachlich zutreffenden Text nur ein Wort mit „Reformbedarf“, und ausgerechnet da schlägt die erlernte Rechtschreibung durch, obwohl das auch in „Freie Welt“ nicht gern gesehen wird:

Warum Erdoğan & Co. mit ihren Nazi-Vergleichen irgendwo recht haben
Im Grunde machen die türkischen Politiker nämlich nichts anderes als unsere. [*]

von Professor Adorján F. Kovács

[...] Wer gegen die obergrenzenlose und unkontrollierte Einwanderung von Fremden ist, wird von den im Deutschen Bundestag befindlichen Parteien bzw. deren Politikern als „Nazi“ beschimpft und verunglimpft. [...] Es ist nur logisch, was Erdoğan und Kollegen sagen. Wer nicht jeden nach Deutschland einreisen läßt, ist ein „Nazi“. Erdoğan sagt nur, was Merkel & Co. auch sagen. Aber diesmal wird es eben zu Merkel & Co. gesagt. So wird man von seinen Taten eingeholt; es ist der Fluch der bösen Tat.[...]

freiewelt.net 19.3.2017


Sigmar Salzburg

22.03.2017 09:23   Rechtschreibforum   >   Nein zu Heyse 3   Beitrag einzeln


Für die Jugend ein „Schulzzug“ als Schulzug

Aufregung um Spiel mit SPD-Kanzlerkandidat

Entwickler entfernen Frauke Petry aus Schulzzug-Game

Martin Schulz ist seit Kurzem ein inoffizielles Videospiel gewidmet. Es ist auf plumpe Art provokant: Mit dem "Schulzzug" kann man politische Gegner umfahren - darunter Frauke Petry. Nun soll diese Funktion entfernt werden.


[Ist „umfahren“ oder „umfahren“ gemeint? Reformbedarf!]

CDU-Bundesvize Julia Klöckner twitterte: "Menschen in einem Spiel überfahren zu lassen, ist nicht wirklich witzig, geschmacklos." ... Vom vermeintlichen Crash-Skandal abgesehen, will das Spiel, das bei einem Hackathon in der SPD-Parteizentrale entstanden ist, Teil einer Netzbewegung sein. Der virtuelle Zug fährt darin nicht zufällig mit "voller Kraft" Richtung Kanzleramt, "ohne Bremsen".

spiegel.de 21.3.2017

Mitten in der Ideenschmiede – ein bekanntes Arbeiterkind mit Fliege:

Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner 10. Feb. 2017

Merkel schweigt und Horsti grollt
doch der Schulzzug weiter rollt
Nach Berlin in voller Fahrt
#jetztistschulz - der Mann mit Bart.

Ein Denker, aber kaum ganz Dichter, der SPD.


Sigmar Salzburg

21.03.2017 18:50   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag einzeln


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Streit um Briefe von Britta Ernst und Stefan Studt :
Wahlwerbung der Landesregierung teilweise verfassungswidrig


vom 21. März 2017

Einige Passagen überschreiten „die verfassungsrechtlichen Grenzen zulässiger regierungsamtlicher Öffentlichkeitsarbeit“.

Kiel | Im Streit um möglicherweise verfassungswidrige Wahlwerbung der Landesregierung hat die Opposition juristische Rückendeckung erhalten. Nach Auffassung des unabhängigen Wissenschaftlichen Dienstes des Landtags überschreiten einzelne Passagen in Briefen von Kultusministerin Britta Ernst und Innenminister Stefan Studt (beide SPD) „die verfassungsrechtlichen Grenzen zulässiger regierungsamtlicher Öffentlichkeitsarbeit“.

Wenige Wochen vor der Landtagswahl am 7. Mai kommt die Eskalation des Streits zur Unzeit für die Landesregierung. Der Vorwurf der unerlaubten Wahlwerbung steht im Raum. Das Bundesverfassungsgericht mahnt Regierungen zur Zurückhaltung, je näher der Wahltermin rücke. Die Forderung: Die entstandenen Kosten müssen dem Land erstattet werden.

Ein solches „parteiergreifendes Hineinwirken in den Wahlkampf“ verstoße gegen das aus dem „Demokratieprinzip, dem Grundsatz freier Wahlen und dem Recht der politischen Parteien auf Chancengleichheit abgeleitete Gebot äußerster Zurückhaltung im Wahlkampf“. Die FDP-Landtagsfraktion hatte den Wissenschaftlichen Dienst mit einer Prüfung der beiden Ministerschreiben beauftragt.

Studt hatte im Januar in einem Schreiben an die Mitarbeiter der Landespolizei im hausinternen Intranet berichtet, dass er und Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sich grundsätzlich darauf verständigt hätten, die Arbeitszeit der Beamten schrittweise zu reduzieren – dies allerdings erst nach der Landtagswahl. Albig habe auf einer Veranstaltung zugesagt, „dass dieses Projekt das erste in einem nächsten Koalitionsvertrag sein wird, das wir umsetzen“, schrieb Studt.

Die Schulministerin hatte in einem Schreiben an Schulleiter, Lehrkräfte Eltern und Schüler nicht nur eine Erfolgsbilanz gezogen, sondern auch darauf hingewiesen, dass die Koalition aus SPD, Grünen und SSW deutlich mehr Lehrerstellen geschaffen habe als von der Vorgängerregierung vorgesehen. Gemünzt war dies auf CDU und FDP. Die CDU vermutete bereits im März, dass die SPD mit den Briefen die Wahlkampfkosten senken wolle.

CDU Landeschef Daniel Günther kündigte unterdessen eine Normenkontrollklage beim Landesverfassungsgericht an. „Das werden wir ab heute vorbereiten“, sagte Günther vor Journalisten in kiel. Seine Partei hatte die Regierung zuvor aufgefordert, auf unzulässige Wahlwerbung zu verzichten und eine detaillierte Kostenaufstellung über die bisher initiierten Aktionen vorzulegen. Beides sei bisher nicht bei der Union eingegangen. Der Landtag wird am Dienstag auf Antrag der CDU über die umstrittene Wahlwerbung debattieren.

Die FDP hatte zuvor angekündigt sich einem möglichen Verfahren der CDU vor dem Verfassungsgericht anzuschließen. Die Schreiben hätten die „Grenzen der parteipolitischen Neutralität verletzt“, sagte Fraktionschef Wolfgang Kubicki am Dienstag. „Das, was gerade passiert in Schleswig-Holstein, ist verfassungswidrig.“ (mit dpa)

Autor: Peter Höver


[url]http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/politik/wahlwerbung-der-landesregierung-teilweise-verfassungswidrig-id16402831.html[/url]

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

Kevin Kraus

21.03.2017 16:13   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag einzeln


Kabinett des Grauens gegen die Raute des Grauens

Jürgen Elsässer macht Werbung für das Erste-April-Heft seines Compact-Magazins. Ob die „Titanic“ mit ihrer wesentlich schwieriger zu lesenden Altschreibung dagegenhalten kann? Wir greifen nur die für uns wesentlichen Figuren seines fiktiven fortzschrittlichen Kabinetts heraus:
Kim Jong Shulz und sein Kabinett des Grauens
Schulz mit nordkoreanischem Ergebnis zum SPD-Kanzlerkandidaten gewählt. Honecker wäre neidisch gewesen. Sozzen wie entfesselt. Was kommt als nächstes? COMPACT zeigt die Regierungsmannschaft eines Kanzlers Schulz

Wie könnte die Regierungsmannschaft aussehen, wenn Martin Schulz eine rot-rot-grüne Koalition bildet? COMPACT stellt die heißesten Anwärter auf Ministerposten vor. Vorsicht: Angesichts des Zustands dieses Landes ist schon manche Satire von der Realität überholt worden.

Bundeskanzler: Martin Schulz (SPD). „Und ob he can!“ (Jakob Augstein) So wie Obama, logo.

Vizekanzler und Außenminister: Cem Özdemir (Grüne). Der anatolische Schwabe kann alles außer Hochdeutsch. Seit einem Lehrjahr als Young Leader beim German Marshall Found Experte für Menschenrechting und humanitäres Bombing. Immer gut für einen Arabischen Frühling, gerne auch in Deutschland.

Innenminister: Gregor Gysi (Linke). Hat schon als Senator in Berlin nach ein paar Monaten hingeschmissen und ist deswegen prädestiniert für Krisen aller Art. Wird sich energisch für mehr Abschiebungen einsetzen – aber nur, was Schwaben im Prenzlauer Berg angeht.[...]

Bildungsminister: Ralf Stegner (SPD). Entschlossener Kämpfer gegen deutsche Rechtschreibung (rechts!) und deutsche Grammatik (völkisch, da kompliziert). Wird das Abitur für alle durchsetzen und allen Refugees die Zugangsberechtigung zum Unistudium schenken („Willkommenspolitik“).

Frauen- und Familienminister: Daniel Cohn-Bendit (Grüne). Hat Erfahrungen mit Kleinkindbetreuung in einer Frankfurter Kita gesammelt („Her mit den kleinen Lolitas“) und lässt auch sonst nichts anbrennen. Gendertoiletten werden kostenneutral eingeführt. („Pipifax“).

Integrationsministerin: Anetta Kahane (parteilos). Die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung hat klar erkannt, dass der Osten Deutschlands nach der Wiedervereinigung zu weiß geblieben ist. Deswegen soll aus abgebrannten Aleppo-Bussen eine Mustersiedlung „zur Resozialisation von Dschihad-Kämpfern“ in Dresden aufgebaut werden.

Drogenminister: Volker Beck (Grüne). Hat auf dem Gebiet große Erfahrungen (Spitzname: „Crystal Beck“). Sein Programm: Wenn Cannabis bereits in der Grundschule legalisiert wird, sind die Knirpse weniger anfällig für das harte Zeug.

Umwelt- und Landwirtschaftsminister: Jürgen Trittin. Klare Kante: Viehzucht wird abgeschafft, da die Viecher CO2 furzen und damit den Klimawandel herbeiführen...

juergenelsaesser.wordpress.com 20.3.2017
Sicher wird deswegen baldmöglichst eine Furzsteuer eingeführt.

Aber warum wird Ralf Stegner, schulzbesoffen, hillary-mad und ss-gestört, als Bildungs- oder besser als Um- und Unbildungsminister vorgeschlagen? Wegen seiner (bei uns dokumentierten) mühsamen Anpassung ans „neue“ ss-Deutsch?


Sigmar Salzburg

21.03.2017 06:58   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag einzeln


Thilo Sarrazin rezensiert ...

... als Gastautor auf der „Achse des Guten“ das Buch „Was will die AfD?“ von Justus Bender, der darin schon viele haltlose Unterstellungen gegen die Partei zurückweist. Sarrazin entkräftet auch noch den wesentlichen Grund Benders, die AfD für „gefährlich“ zu halten, nämlich das Streben nach mehr „direkter Demokratie“.

Deren Ablehnung ist bei der CDU Glaubenssache, während die „Mehr-Demokratie“-Partei SPD versucht , das gleiche Verlangen der AfD als gemeingefährlich zu denunzieren. Die SPD selbst läßt aber nur Abstimmungsergebnisse zu, die der Parteilinie entsprechen. So wurde die Volksabstimmung gegen die Rechtschreib„reform“ 1999 annulliert. Thilo Sarrazin braucht nur auf die Schweiz zu verweisen, um die Haltlosigkeit dieses Ängsteschürens zu zeigen
[Text nur auszugsweise]:

Thilo Sarrazin, Gastautor

Was will die AfD? Und wie gefährlich ist sie?


Der FAZ-Redakteur Justus Bender begleitet die AfD seit ihrer Gründung 2013 und hat über ihre Entwicklung und ihre Querelen zahlreiche, großenteils kritische Artikel veröffentlicht. Sein jetzt erschienenes Buch zur AfD habe ich mit großem Interesse zur Hand genommen: ...

Man merkt Benders Buch an, dass er sich mit der Ideenwelt der AfD, mit einer Vielzahl ihrer Akteure und den unterschiedlichen Strömungen in dieser Partei intensiv befasst hat. ...

Justus Bender hält die AfD für gefährlich, daraus macht er keinen Hehl, und er ringt immer wieder mit dieser Einschätzung. Er sieht sie nicht in der Nähe zum Rechtsextremismus. Selbst Björn Höcke verteidigt er gegen den Vorwurf, der NPD nahe zu stehen. Er glaubt auch, dass die meisten Funktionäre subjektiv auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen. Die größte Gefahr sieht er in der Verachtung der repräsentativen Demokratie und ihrer Bindungen, die er überall in der Partei zu entdecken glaubt. [...]

Bender versucht seine Besorgnisse mit einem Szenario greifbar zu machen, in dem ein AfD-Bundeskanzler André Poggenburg mit der CDU/CSU als Koalitionspartner ab der Mitte des nächsten Jahrzehnts das AfD-Grundsatzprogramm von 2016 Stück für Stück umsetzt.

Ich habe dieses Szenario zum Anlass genommen, das ganze Grundsatzprogramm der AfD zu lesen. Über weite Strecken könnte es das Programm einer beliebigen liberal-konservativen Partei vor dreißig Jahren sein, wenn nicht drei Dinge gefordert würden: Geordneter Ausstieg aus dem Euro, Unterbindung von Wirtschaftsflüchtlingen unter dem Vorwand des Asyls, Warnung vor einem fundamentalistischen, radikalen Islam... Prominent ist die Forderung nach mehr direkter Demokratie platziert, dabei wird die Schweiz als Vorbild erwähnt...

Aus der Lektüre schlussfolgere ich: Wenn die AfD gefährlich ist, dann bestimmt nicht wegen ihres Grundsatzprogramms. Benders Versuch, die Gefährlichkeit der AfD anhand der fiktiven Umsetzung Ihres Grundsatzprogramms zu zeigen, misslingt deshalb. [...]

Im Zentrum von Benders Befürchtungen steht die Sorge vor mehr direkter Demokratie: ... Mit dem Beispiel der Schweiz scheint sich Bender noch nicht intensiv befasst zu haben. Dort bestätigen sich seine Befürchtungen nämlich nicht: ... Erkennbar wird eine Tendenz zur Vorsicht gegenüber radikalen Veränderungen und unerprobten Neuerungen.

Mir ist nicht klar, was daran schädlich sein soll, im Gegenteil: Hätte es in Deutschland über die Energiewende, [die Rechtschreib„reform“,] die Einführung des Euro, den Bruch des Maastricht-Vertrages und die Öffnung der Grenzen 2015 Volksabstimmungen gegeben, so wären diese mit großer Sicherheit negativ ausgefallen, und Deutschland hätte einige große Probleme weniger. Meine These ist: Volksentscheide führen nicht in Abenteuer, sie ersparen Abenteuer. Die Bevölkerung ist meist viel vorsichtiger als die Politiker.[...]

Sowohl in der Politik rund um die Euro-Rettung als auch in der Flüchtlings-und Einwanderungspolitik gibt es sehr tragfähige und rational nachvollziehbare Gründe, die in Deutschland eingeschlagene Politik für grundsätzlich falsch zu halten und eine weitgehende Revision zu fordern... Er findet es nur bei AfD, und das gab der Partei den Auftrieb in der Wählergunst.

Insofern kann man die Entstehung und den bisherigen Erfolg der AfD auch als Zeichen dafür sehen, dass die Demokratie in Deutschland funktioniert. Das kommt dabei heraus, wenn reale Alternativen in den zwei für Deutschland zentralen Fragen vom etablierten Parteienspektrum ausgeklammert werden.

achgut.com 19.3.2017

PS: Es ist nicht bekannt, was Thilo Sarrazin über die Rechtschreib„reform“ denkt. Als SPD-Finanzsenator hat er wohl geschwiegen und wird, wie die meisten freiwilligen oder gezwungenen Mitmacher, dazu weiter schweigen, weil sie sich ja sonst selbst kritisieren müßten.


Sigmar Salzburg

20.03.2017 21:07   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag einzeln


Das Deutsche Grundgesetz: Kämpfe um die Menschenwürde

Siegfried R. Krebs rezensiert bei Freigeist Weimar ausführlich das Buch von Manfred Baldus „Kämpfe um die Menschenwürde“. Da dieser Begriff unvermeidlich auch bei der Diskussion der gewalttätigen Eingriffe des Staates in die Kultur auftaucht, sei ausdrücklich darauf und auf diese Rezension verwiesen:
WEIMAR. (fgw) „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ So steht es geschrieben in Artikel 1 (1) des deutschen Grundgesetzes. Und auf diesen Satz berufen sich seither Juristen, Philosophen, Theologen, Publizisten und Politiker, aber auch „einfache Bürger“, wenn es um ihre jeweiligen Interessen geht.

Doch niemand vermag genau zu sagen, was unter dem Begriff „Menschenwürde" konkret zu verstehen ist. Der Rheinland-Pfälzer Manfred Baldus, Professor für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte an der Universität Erfurt (und für die SPD Richter am Thüringer Verfassungsgericht), versucht in einem informativen und lesenswerten Streifzug durch die jüngere (bundes-)deutsche Rechts- und Ideengeschichte zu erklären, wie dieses Postulat seinerzeit ins Grundgesetz gekommen ist und wie dies begründet wurde. Baldus verschweigt dabei keinesfalls, daß und wie seit den 1950er Jahren mit den christlichen Dominanzgewinnen in der westdeutschen Gesellschaft vehement versucht wird, die Menschenwürde christlich-religiös zu vereinnahmen. [...]

Würdenorm als Norm aller Normen?

Aber bereits im 1. Kapitel „Verstörende Lage" beschreibt Baldus das Dilemma: „Die Würdeform als Norm aller Normen - auf dieses strahlende Bild fallen aber noch weitere Schatten. Die Problematik der Blüte um Blüte treibenden Deutungsvielfalt und die Ratlosigkeit angesichts einer Fülle von Interpretationsmethoden, die zu gänzlich voneinander wegstrebenden Gehalten der Norm führen, haben sich inzwischen noch weiter verschärft. (...) Nein, inzwischen formulieren sie [die Theologen; SRK] ebenfalls diverseste Thesen zur Norm von der Menschenwürde - und dies nicht ohne Selbstbewußtsein, sei doch 'die Menschenwürde als solche' gar kein 'juristischer Begriff'." (S. 13) - Womit die Theologen nicht mal Unrecht haben. [...]

Siegfried R. Krebs

Manfred Baldus: Kämpfe um die Menschenwürde - Die Debatten seit 1949. 452 S. brosch. suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2199. Suhrkamp-Verlag. Berlin 2016. 20,00 Euro. ISBN 978-3-518-29799-5

freigeist-weimar.de 15.3.2017
Leider ist das Buch, wie ein Blick in die Leseprobe zeigt, anders als die Rezension nach der Zitiergewohnheit von SRK hoffen läßt, in „reformierter“ Rechtschreibung erschienen.


Sigmar Salzburg

20.03.2017 04:07   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Bücher   Beitrag einzeln


Facebook begrüßt seine Nutzer:

Heute ist Frühlingsanfang!
Ab morgen werden die Tage wieder länger. Genieße die milde Jahreszeit!


Leider völlig falsch. Die Tage sind seit dem 21. Dezember schon länger geworden.


Sigmar Salzburg

20.03.2017 03:16   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag einzeln


Auf dem Journalisten-Abwatsch-Blog ...

... „Journalistenwatch“ verwendet Max Erdinger standhaft die traditionelle Rechtschreibung:

Schon der deutsche Bundestag ist nichts als eine Ansammlung von verbeamteten Juristen und Lehrern, die für ihre politische (Un)tätigkeit freigestellt worden sind. Die deutsche Regierung besteht aus Parteifunktionären, die zum größten Teil noch nie mit etwas anderem als ihrem Mundwerk einen Euro gemacht haben.

Sehr verkürzt könnte man sagen, daß es sich bei der amerikanischen um eine Macherregierung handelt und bei der deutschen um eine Gesinnungs- und Bekenntnisregierung, die außer fordern, warnen und Zeichen setzen nicht viel zustande bringt.

Mit Andrea Nahles haben wir eine Arbeitsministerin, die noch nie in ihrem Leben mit produktiver Arbeit Geld verdient hat, mit Ursula von der Leyen eine Verteidigungsministerin, die bei Amtsantritt keinen blassen Dunst von militärischen Dienstgraden hatte. Bis heute ist nicht ganz klar, was die in der DDR sozialisierte Angela Merkel zur CDU gebracht hat. Weggefährten Merkels hätten sie eher bei der SPD oder bei den Grünen gesehen.

Die amerikanische Regierung arbeitet für das amerikanische Volk, die deutsche für ihre ideologischen Visionen. Es ist Altbundeskanzler Helmut Schmidt gewesen, der den Ratschlag äußerte, daß, wer Visionen hat, besser zum Arzt gehen sollte...

journalistenwatch.com/ 18.3.2017


Sigmar Salzburg

19.03.2017 09:49   Bücher   >   Bewährt verfaßte Texte   Beitrag einzeln


Nicolaus Fest, der „religionsfreundliche Atheist“ und Islamgegner, ...

... kämpft drei Jahre nach seinem Rausschmiß bei „BILD am SONNTAG“ nun für die AfD. Hier seine letzte Video-Mitteilung. Dabei fällt auf, daß der Text reform-ss-frei verfaßt ist. Absicht oder nicht, er zeigt, daß diese „Reform“ mit ihren zweistelligen Milliardenkosten und dem (wohl gewollten) Kulturbruch vermeidbar gewesen wäre.

Vermeidbar gewesen wären auch die nun jährlich wachsenden Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe, die uns das Versagen von Merkel-Regierung und parlamentarischer Opposition in der „Flüchtlings“-Frage beschert hat. Fest beweist dies anhand einer neuen Untersuchung:
Nicolaus Fest 17. März 2017

Unsere große, großartige, allergrößte Kanzlerin hat mal wieder ein Problem. Das Problem heißt Robin Alexander und ist Redakteur der WELT. Alexander hat ein wirklich fulminantes Buch geschrieben: Wie es 2015 zur Grenzöffnung kam, warum die Grenze offen blieb und was die Verantwortlichen zu diesen Entscheidungen trieb. Was war es, was trieb Frau Merkel? Vor allem, das macht das Buch klar, Feigheit!

Zwei Wochen nach der Grenzöffnung war alles vorbereitet, die Grenzen zu schließen, die illegale und unkontrollierte Einwanderung zu stoppen. Und zwar komplett. Nicht nur Flüchtlinge sollten abgewiesen werden, sondern auch Asylbewerber, Kinder, Frauen, alle. Die Pläne waren ausgearbeitet, der Bundesgrenzschutz stand buchstäblich Gewehr bei Fuß. Aber Merkel fürchtete schlechte Presse und „schwer vermittelbare Bilder“. Deshalb unterblieb der Einsatz. Merkel war zu feige, die Verantwortung zu übernehmen.

Sie war zu feige für ihren Job. So ließ sie die Dinge laufen. Und erzählte uns immer neue Lügen, warum sie die Grenzen offen ließ.

Erst deklarierte sie das Offenbleiben der Grenzen als humanitäre Tat. Doch Merkel handelte nicht aus Mitgefühl, sondern eben aus Feigheit.

Dann war das Offenbleiben plötzlich alternativlos: „Wir können die Grenzen nicht schützen“. Offensichtlich, das zeigen die Pläne, hätte man es doch gekonnt.

Zuletzt beruhigte sie die Öffentlichkeit mit dem Versprechen, die Flüchtlinge würden auf andere europäische Länder verteilt. Auch das war glatt gelogen. Bis heute sagen alle diese Länder ,Nein'! Lügen, lauter Lügen.

Und das Lügen ging immer weiter. Denn im Stillen traf Merkel auch noch eine Abmachung mit der Türkei. Pro Jahr sollte uns die Türkei 250.000 Syrer schicken können. Das ist jedes Jahr die Einwohnerzahl von Kiel, ausgesucht von den Türken. Also: Die Terroristen, Kriminellen, Kriegsversehrten zu uns, die Facharbeiter, Ärzte und Akademiker für die Türkei. So, wie es heute tatsächlich geschieht. Die Türkei entscheidet darüber, wer zu uns kommt. Deutschland hat kein Mitspracherecht.

So verdealte Merkel mal eben die Souveränität Deutschlands – und informierte über diesen Deal – niemanden. Nicht ihre Mitglieder der Regierung, nicht die CDU, nicht die CSU, nicht die SPD, nicht das Parlament, schon gar nicht das Volk.

Während Horst Seehofer öffentlich von einer Obergrenze von 180 oder 200 Tausend schwadronierte, hatte Merkel längst 250 Tausend zugesagt – und das nur der Türkei, ohne die Migranten aus Afrika oder Afghanistan. Jetzt hat wohl auch Herr Seehofer ein Problem mit Merkel. Denn Merkel hat deutlich gemacht, was sie von ihm, ihrer eigenen Regierung und dem Parlament hält. Nichts. Alles aufgeblasene Schwätzer ohne Mut, ohne Treue zur Verfassung, ohne Rückgrat.

Und damit hat sie leider recht. Denn auch jetzt kommt aus SPD, Union oder Parlament: Nichts. 630 Abgeordnete hat der Deutsche Bundestag und 630 verraten täglich den Parlamentarismus, unsere Verfassung und ihr eigenes Volk. Keine Person hat der Bundesrepublik mehr geschadet als diese Kanzlerin.

Kein Parlament hat der Selbst-Entmachtung und dem permanenten Verfassungsbruch tatenloser zugeschaut als der jetzige Bundestag. Beide sind eine Gefahr für Deutschland und Deutschlands Zukunft; beide sind eine Schande!

Und jetzt mal unter uns: Wollen Sie das fortführen? Wollen Sie weiterhin diesem unwürdigen Schauspiel von Feigheit, Lügen, Machterhalt zuschauen? Wenn ja, dann wählen Sie bitte bitte Merkel. Oder den Merkel mit Bart. Aber wenn nicht: Wählen Sie die AfD!
Das Perfide: Die arschkriechenden Medien beeilten sich im Anschluß an das Versagen der Großen Koalition, die völlig schuldlosen AfD-Politikerinnen Beatrix von Storch und Frauke Petry nach der Gesetzeslage bei der Grenzsicherung auszuquetschen und deren korrekten Hinweis auf Schußwaffengebrauch zu einer Rufmordkampagne aufzublasen: „Berliner AfD-Chefin würde auch auf Kinder schießen lassen“ (spiegel.de 31.1.16)


Sigmar Salzburg

18.03.2017 17:31   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag einzeln


Martin Sonneborn, MdEP ...

... ehemals Chef der unreformiert erscheinenden Satirezeitschrift Titanic, berichtet auch als EU-Abgeordneter seiner PARTEI weiter in kultusministerfreier Rechtschreibung:

Hinter mir in der Wartschlange steht Knut Fleckenstein, ein nicht unsympathischer, etwa 60jähriger Sozialdemokrat: »Ah, Fleckenstein, guten Tag. Wir sind Kollegen. Ich gehöre zum Abschaum des Parlam…« – »Ja, ich kenne Sie«, lächelt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, »Sie machen Späße auf Kosten des Staates!« – »Nun, wir nennen es moderne Turbopolitik. Und ich meine, es macht bessere Laune, wenn man sich bei seiner Arbeit inhaltlich nicht allzu sehr verbiegen muß…« Der Hamburger schaut mich fragend an, deshalb fahre ich fort: »…wie die SPD in der Großen Koalition im Europaparlament.« – »Da haben Sie recht, das ist das Problem der SPD. Wir müßten…«, ein klein wenig strafft sich sein Körper, »wir müßten einfach etwas selbstbewußter sein. Die Linken und die Grünen stellen auch immer Forderungen an uns, wenn es um Rot-Rot-Grün geht.« Ein wenig resigniert schließt er: »Wir müßten denen auch mal Forderungen stellen!«

Bericht aus Brüssel 12

Und so hält es Sonneborn im Alltag: 2. März 3. März
Er „vergißt“, die Korrekturautomatik auszuschalten.



Sigmar Salzburg

17.03.2017 10:33   Rechtschreibforum   >   Unsere Politiker und die RSR   Beitrag einzeln


Die Kirchensteuerregelung der Isländer ...

... ähnelt ungemein der GEZ-Haushaltszwangsabgabe unserer dreisten Landespolitiker. Man zahlt, auch wenn man die Segnungen der Fernsehbelaberung oder hier der Religion ablehnt. Das ist der alte Traum auch unserer Religiösen, damit sich der Austritt aus der Kirche nicht lohnen soll. Daher entwickelte sich in Island eine kleine Spaßsekte zur Wiederbelebung der sumerischen Religion, Selbstbezeichnung „Zuisten“ (von sum. „zu“ wissen?¹), zu einer findigen Steuerrückholgemeinde. Hpd-Autor Klaus Ungerer schreibt:

Ausgeglaubt: Religion der Kirchensteuerrückzahlung am Ende

Vor zwei Jahren erlebte sie einen beispiellosen Boom und bereicherte die Nachrichtenschlagzeilen weltweit. Jetzt ist die Glaubensgemeinschaft der Zuisten in Island am Ende.

Am Anfang war der Glaube an alte sumerische Götter. Ihnen zu huldigen, hatten sich im kleinen Island über dreitausend Menschen zusammen_gefunden - ungefähr ein Prozent der Inselbewohner. Ihrer religiösen Erweckung voraus ging eine landesweite Debatte über die dortige Kirchensteuer, das "Sóknargjald": Auf Island zieht der Staat Geld ein und weist es derjenigen weltanschaulichen Gruppierung zu, für die der zahlende Mitbürger registriert ist. Wer sich nirgends zugehörig fühlt, zahlt trotzdem. Das Geld geht dann an staatliche Einrichtungen...

Auf Island den Glauben zu wechseln ist einfach, ein Klick auf einer staatliche Website genügt. Am Ende des Jahres waren die Zuisten zu einer der stärksten Religionsgemeinschaften des Landes geworden, ja, sie hatten nach Mitgliederanzahl sogar den Glauben an die alten nordischen Götter überflügelt...

Die Finanzbehörden ließen wissen, sie würden die zurückgezahlte Glaubenssteuer als Einkommen anrechnen, also wiederum besteuern. Zudem ... hat dieser Tage nun ein Gericht auf Island entschieden: ... Den Zuisten sei der Status als Religion abzuerkennen...

Ganz lesen bei hpd.de 15.3.2017

In Deutschland verhindert die einseitig interpretierte Religionsfreiheit, daß die GEZ-Gebührenfreiheit von religiös genutzten Räumen auch für Gläubige der Pastafari-Religion durchgesetzt werden kann.

¹) Nachtrag – tatsächlich (engl. Wiki): The name "Zuism" originates from the Sumerian verb zu meaning "to know", and also refers to the thunder-bird god of wisdom, Zû, servant of Enlil.

Sigmar Salzburg

16.03.2017 20:39   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln


Es wird schieflaufen!!!

Der deutsch-libanesische Autor und Filmemacher Imad Karim beobachtet den rasanten Verfall Deutschlands mit größter Sorge:
Imad Karim 13. März 2017 ·

Es wird schieflaufen!!!
Im Zeitalter des Globalismus braucht man keine Kriege, um einen Kulturkreis, eine Nation, ein Land oder eine Gesellschaft zu zerstören. Es reicht, eine "konsequente" Politik der Relativierung, eine Art Kulturrelativismus zu verfolgen, um die Gesamtheit eines mikro-und makrosozialen Gebildes, binnen zwei bis drei Generationen vollständig zu zerstören.

Was heute noch [nicht] der Rede Wert [ist], ist morgen eine hässliche Normalität!!!

Das, was heute das Beispiel an den hessischen Schulen zeigt, [und nur] spärlich publik gemacht wird, wird in den nächsten 8 bis 12 Jahren überall der Fall sein.

Deutschland verarmt!!!
Deutschlands Rohstoffe und natürliche Ressourcen sind seine Menschen, seine deutschen Menschen und seine [sich] zu diesem Land ausschließlich bekennenden Zuwanderern. Mit Erfindungsgeist, kulturellen Leistungen, Bekenntnissen zur Demokratie und Streitkultur, Philosophie, Kunst, Musik, Literatur, Forschung, Aufrichtigkeit, Fleiß, Pünktlichkeit, Genauigkeit und Neugier trug und trägt Deutschland seit Jahrhunderten zu den Errungenschaften der Menschheit bei. Die Schmiede in seiner zivilisatorischen Werkstatt ist sein Bildungssystem, das nun „Dank“ der Kulturelativierer in wenigen Dekaden verschwinden wird. was bleibt, ist eine öde Landschaft, getarnt als idyllischer Schwarzwald mit vielen Schwarzwaldkliniken für staatliche anerkannte Psychopathen...

Weiter bei Imad Karim auf facebook.
Anlaß für diese düstere Vision war ein Artikel in der Frankfurter Neuen Presse über die Verhältnisse in Hessens Schulen, wie sie nach den Berichtesammlungen des Elternvereins SH auch in anderen neu besiedelten Gegenden Deutschlands zu finden sind:
Hessens Grundschulen
Hilferufe aus dem Klassenzimmer
Schlägereien auf dem Schulhof, desinteressierte Eltern und Kinder, die kaum Deutsch sprechen: Hessens Grundschulen stehen vor Herkulesaufgaben und fordern Hilfe vom Land.


Wiesbaden. Viele hessische Grundschullehrer schlagen Alarm. Ganztagsangebote, Inklusion und Integration hätten das Arbeitspensum der Pädagogen massiv erhöht. Mehr als 100 Grundschulleiter aus Frankfurt und Darmstadt haben bereits vor längerem Brandbriefe an Kultusminister Alexander Lorz (CDU) geschrieben. Zuletzt kam ein Schreiben von Wiesbadener Lehrern hinzu.

Erika Meyer ist seit 1978 Grundschullehrerin. In dieser Zeit habe sich eine Menge verändert, sagt sie und wirkt resigniert. «Die Überlastungsanzeigen wurden nicht erst nach Ankunft der Flüchtlinge gestellt, sondern es ist allgemein ein Problem, wie mit uns Grundschullehrern umgegangen wird», kritisiert sie. «Wir werden nicht wertgeschätzt.»

«Wir haben an unserer Schule mehr als 90 Prozent Kinder, die einen Migrationshintergrund aufweisen. Es gibt nur noch ganz wenige, die aus einer deutschen Familie stammen», erzählt Meyer und ihre Kollegin Rita Müller ergänzt: «Wir haben fast keine Mittelschichtkinder bei uns.» Viele Schüler kommen aus Familien, deren Heimatländer Marokko, Russland, Albanien, arabische Länder und EU-Länder sowie die Türkei sind.

«Auf dem Schulhof sprechen unsere Schüler Deutsch, aber ein Deutsch, das immer schlechter wird, obwohl die Kinder zum Teil schon zur dritten Generation in Deutschland gehören», schildert Meyer das Dilemma. Zuhause würden die Kinder weder die Heimatsprache noch die deutsche Sprache richtig sprechen.[...]

Kultusminister Lorz sucht händeringend Grundschullehrer und hat allen Kollegen, die kurz vor der Pension stehen, angeboten, weiter zu unterrichten. Nehmen die drei Wiesbadener Lehrerinnen das Angebot an? «Nein, bestimmt nicht», antwortet Schmidt, ihre beiden Kolleginnen winken ebenfalls ab. [...]

fnp.de 12.3.2017
Bis 1982 waren sich die parlamentarischen Parteien einig, wie dem Abstieg Deutschlands zu begegnen sei. Während der Wiedervereinigungseuphorie und der Lösung der damit verbundenen Probleme geriet vieles andere aus dem Blickfeld. Nicht nur die Sekte der Schreibreformer nutzte die Gunst der Stunde, um den Umbruch für ihre Ziele einzuspannen. Als man wieder zur Besinnung kam, setzten die Altparteien, jetzt mit Merkel an der Spitze, auf die Flucht nach vorn – und auf den weitgehenden Ersatz der Deutschen durch vitalere Fremdvölker.

Sigmar Salzburg

16.03.2017 18:02   Schule   >   Schule   Beitrag einzeln


Deppenleerzeichen

Bindestrich? Voll AfD-mäßig

Eine Kolumne von Jochen Bittner

Das Deppenleerzeichen breitet sich immer weiter aus. Ohne Widerstand wird der Bindestrich bald tot sein. Das zeigt die Verführungskraft irrationaler Moden. Wehrt Euch!

Es tut mir weh, wirklich. Ich spüre die Leerstelle in der Magengrube. Wann immer ich dieses Leiden in Redaktionskonferenzen thematisiere, schauen mich die Kollegen zwar mitleidig, aber auch entgeistert an, ihre Gesichter sagen dann: Der Rechtschreibnazi wieder.

Mir egal. Ich denke, dass ich weder Faschismus noch eine Zwangsstörung habe. Ich glaube einfach, dass der Zusammenbruch von Zivilisationen mit Kleinigkeiten beginnen kann – mit scheinbaren Kleinigkeiten, um genau zu sein. Der schleichende Tod des Bindestrichs ist so eine. Ja, doch.

Vielleicht ist der Kampf gegen seine Auslöschung und – vor allem – gegen die Geisteshaltung, die dahinter steckt, schon verloren. Vielleicht hat sich aber auch einfach noch nicht genug Widerstand gebildet. Gegen Husten und Bronchial Tee [...]

Gibt's keine anderen Probleme?, höre ich Sie fragen, mit ähnlichem gefaltetem Gesichtsausdruck wie meine Kollegen. Doch klar, die gibt es. Die Bedrohung der europäischen Aufklärung durch populistische Bewegungen zum Beispiel. [...]

Mir persönlich ist bloß jeder, der sich unhinterfragt einem Herdentrieb ergibt, schwer unsympathisch, egal ob er nun Kosmopolit oder Nationalist ist, egal ob er Tütensuppen produziert oder Wahlprogramme.

Und, liebe Werbefuzzis: Kommt nicht mit der Rechtschreibreform. Auch nach den neuen Regeln ist das Auslassen von Bindestrichen in Komposita unzulässig. Das hat gute Gründe. Der Hinweis "Wir ändern Frauen, Herren Kinder Bekleidung" heißt beispielsweise etwas fundamental Anderes als "Wir ändern Frauen-, Herren-, Kinder-Bekleidung". [...]

Gerade bei sehr emotionalen Themen gilt: Keine Meinung ohne Recherche. Deshalb habe ich bei DHL nachgefragt, was konkret sie gegen den Bindestrich haben. Das Unternehmen antwortete, es behalte sich vor, die Schreibweise bestimmter Unternehmensbereiche "aus Gründen der Lesbarkeit und Klarheit abweichend zu regeln". Grundlage seien die "Corporate Wording-Vorgaben". Sie seien "Teil unserer Markenarchitektur", und erlaubten es, "als global agierendes Unternehmen gegenüber unseren Kunden mit weltweit einheitlichen Marken- und Produktnamen aufzutreten". Aha.

Die DHL muss also deutsche Begriffe falsch schreiben, damit keine internationale Verwirrung entsteht? Nun ja, antwortet ein DHL-Sprecher, "man könnte dies so betrachten, aber tatsächlich handelt es sich nicht um deutsche Begriffe, sondern um Produkt- und Markennamen, die wir weltweit verwenden."

Der DHL-Paketbote muss also DHL Paketbote heißen, damit man ihn weltweit einheitlich falsch schreiben kann.
Es ist to-tal ga-ga.

zeit.de 16.3.2017

Sigmar Salzburg

16.03.2017 10:58   Rechtschreibforum   >   Bindestrich   Beitrag einzeln


Die Deutschen vertrauen der Polizei – doch die Parteien sind kaum vertrauenerweckend

Wem vertrauen die Menschen? Diese Frage beantwortet der „Global Trust Report“. Das Ergebnis aus 2017 ist besonders erfreulich für die Polizei. Das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die Sicherheitskräfte ist hoch wie nie zuvor...
88 Prozent der Deutschen vertrauen der Polizei. Mit deutlichem Abstand dahinter folgen Justiz und Gerichte mit 67 Prozent, gefolgt von anderen Ämtern und Behörden mit 65 Prozent...
Der Regierung vertrauen nur 38 Prozent der Deutschen – das ist ein deutlich schlechterer Wert als ihn Regierungen im internationalen Schnitt erhalten. Doch es gibt eine Art von Organisation, die noch deutlich schlechter abschneidet: Es sind die politischen Parteien... Nur 18 Prozent der Deutschen vertrauen ihnen, ein Prozent weniger als 2015.
focus.de 16.3.2017

Aber 2013 meinten doch 71,5 Prozent der deutschen Wahlberechtigten, einer der zur Wahl stehenden fast ununterscheidbaren Parteien ihre Stimme geben zu müssen.


Sigmar Salzburg

16.03.2017 08:07   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag einzeln


Warum nicht: Großer Sieg, Wilders wurde Zweiter!

Die Berichterstattung der Zeitungen von heute ähnelt dem Witz aus den Zeiten der Sowjetpropaganda: Bei einer Olympiade treten ein sowjetischer und ein US-amerikanischer Läufer gegeneinander an. Der Amerikaner gewinnt, und die kommunistischen Zeitungen melden: „Großer Sieg für den Sozialismus. Sowjetischer Läufer wurde Zweiter, der amerikanische nur Vorletzter.“

Rechtspopulist Wilders holt nur 13 Prozent
t-online.de - vor 11 Minuten

Rechtspopulist Wilders holt nur 13 Prozent
Süddeutsche.de-vor 1 Stunde

EU atmet auf: Rechtspopulist Wilders holt nur 13 Prozent
Handelsblatt-vor 57 Minuten

Niederlande Rechtspopulist Wilders holt nur 13 Prozent
Straubinger Tagblatt-vor 1 Stunde

Wilders „Partei für die Freiheit“ wird zweitstärkste Kraft – Regierungschef Rutte verliert über 5 Prozent
Zuerst!-vor 1 Stunde

Danke, Holland!
BILD-vor 6 Stunden


Kein Titel, daß der „Sieger“ auch nur 21 Prozent abgekriegt hat.


Sigmar Salzburg

16.03.2017 07:12   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag einzeln


Unangreifbare Realitätsverweigerung

Als der Bundestag am 26. März 1998 in Ablehnung der Rechtschreib„reform“ den Beschluß faßte „Die Sprache gehört dem Volk“, hatte in der Debatte zuvor der Staatsminister Hans-Joachim Meyer (CDU) als Vertreter der sächsischen Kulturverwaltung für die „Reform“ geworben mit den Worten:
... Nicht um die Neuregelung der Rechtschreibung geht es in Wahrheit.
Es geht um die Frage, ob diese Gesellschaft veränderungsfähig und veränderungswillig ist. […] Wenn es schon bei einem Reförmchen wie diesem zu solchen Reaktionen kommt, was soll dann erst geschehen, wenn es wirklich ernst wird mit Veränderungen in Deutschland?

(Lachen und Beifall bei der SPD und der PDS -- Dr. Peter Ramsauer [CDU/CSU]: Sie Verräter! -- Dr. Guido Westerwelle [F.D.P.]: Realsatire!)
Bundestagssitzung 26. März 1998
Seit September 2015 sind diese blind vorausgesagten Veränderungen Deutschlands unübersehbar eingeleitet und nicht zuletzt die Verdrängung des dazugehörigen Volkes. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, konnte sich nicht lassen vor Begeisterung: "Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!" und der letzte CDU-Parteitag feierte die hauptverantwortliche Bundeskanzlerin mit stehenden Ovationen. Diese bürgerliche Realitätsverweigerung hat Alexander Meschnig auf der „Achse des Guten“ unter dem Titel „Wie der Frosch im heißen Wasser“ ausführlich abgehandelt und führt an:
Wer hätte sich Anfang 2015 vorstellen können, wo wir uns heute befinden?

• Weihnachtsmärkte, Karnevalsumzüge und größere Veranstaltungen müssen von schwer bewaffneten Polizisten, mit Straßensperren und strengen Einlasskontrollen gesichert werden;

• Gewaltverbrechen von neuer Qualität, Vergewaltigungen, Messerstechereien, Massenschlägereien, Angriffe auf Polizisten, Rettungs- und Krankenhauspersonal sind Alltag geworden;

• Pfefferspray, Schusswaffen, Überwachungs- und Sicherheitselektronik sind Verkaufsschlager;

• Hunderttausende abgelehnte Asylbewerber, die vorher alle ungeprüft ins Land gelassen und willkommen geheißen wurden, können nun aus unzähligen Gründen nicht abgeschoben werden;

• Die Kosten der „Willkommenskultur“ – Unterbringung, Integration, Sprachkurse, Hartz IV, Gesundheitskassen, Sicherheit – erreichen inzwischen schwindelerregende Summen (nach Schätzungen für 2017 zwischen 20 und 40 Milliarden Euro);

• Politiker einer demokratisch gewählten Partei werden angegriffen, Hoteliers und Veranstaltungsorte vermieten auf Druck linker Gewalttäter keine Räume für Parteiversammlungen oder werden massiv von „toleranten und weltoffenen Gruppen“ bedroht;

• Tausende deutsche Staatsbürger mit Doppelpass fordern bei einem Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim in Oberhausen lautstark die Einführung der Todesstrafe in der Türkei;

• Die Opfer eines islamistischen Terroranschlags in Berlin werden praktisch totgeschwiegen; erst auf massiven Druck der Öffentlichkeit müssen die politisch Verantwortlichen (niemand tritt zurück) eine Gedenkveranstaltung mehr als drei Wochen nach dem Anschlag abhalten.

achgut.com 14.3.2017


Sigmar Salzburg

15.03.2017 08:39   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag einzeln


Wieder ein staatsgefälliges Urteil

Akif Pirinçci wegen Volksverhetzung verurteilt

Der Krimiautor Akif Pirinçci ist wegen Volksverhetzung und Beleidigung verurteilt worden. Für eine Hetzschrift zur Kölner Silvesternacht verurteilte das Amtsgericht Bonn den 58-Jährigen zu einer Geldstrafe von 5100 Euro (170 Tagessätze à 30 Euro). Das bestätigte am Dienstag eine Gerichtssprecherin. Die rechtsradikale Schmähschrift, die der Angeklagte am 10. Januar 2016 auf seiner Internetseite veröffentlicht hatte, sei von der Meinungsfreiheit nicht mehr gedeckt, hieß es im Urteil. Mit dem Pamphlet „Freigabe des Fickviehs“ habe er die Menschenwürde von Teilen der Bevölkerung verletzt und zum Hass aufgestachelt.
welt.de 14.3.2017

Offensichtlich ist hier ein staatsgefälliges Urteil ausgebrütet worden. Jan Böhmermann durfte mit seinem dummen Gedicht den türkischen Staatspräsidenten und die Türken beleidigen, Pirinçci darf das gleiche gegenüber einer anonymen Masse widerwärtiger Belästiger nicht. Mit „Fickvieh“ ist außerdem kein „Teil der Bevölkerung“ in der Menschenwürde verletzt worden, sondern Pirinçci hat damit satirisch verschärft, aber treffend die Denk- und Verhaltensweise der Vergewaltiger charakterisiert. Es ist schließlich auch bekannt, daß diese in den Herkunftsländern infolge der andersartigen Kultur und Religion gegenüber ungeschützten Frauen fast das Normalverhalten ist. Haß gegen diese Mißachtung der Menschenwürde ist eine legitime Gefühlsregung, besonders wenn dieser Ungeist auch bei uns ausgelebt wird. Ebenso ist der Ausdruck der Abneigung gegen unsere Politiker gerechtfertigt, die unter Bruch bestehender Gesetze die laufende Masseninvasion zugelassen haben. Die Aufforderung, Recht und Ordnung wiederherzustellen, ist keine Hetze, auch wenn sie in polemischer Form vorgebracht wird. Die Kennzeichnung als „rechtsradikal“ ist unbegründet. Das einzige, das Pirinçci unterlassen hat, ist darauf hinzuweisen, daß der friedliche moslemische Gemüsehändler von nebenan nicht gemeint war. Aber das versteht sich wohl von selbst.

Nachtrag: Diplomatische Krise – Türkei verweist jetzt Holland-Kühe des Landes
t-online.de 15.7.2017



Sigmar Salzburg

15.03.2017 06:39   Körperschaften   >   Ungenießbare deutsche Gerichte   Beitrag einzeln


Auf der Achse:

Burkhard Müller-Ullrich

Knieende Frau im Oval Office

Es sieht ganz danach aus, als hätte Donald Trump endgültig gewonnen. Oder sagen wir mal vorsichtiger: als hätte er das Schlimmste überstanden. Denn offensichtlich gehen seinen Feinden allmählich die Argumente aus. Jetzt stürzen sie sich auf seine Pressefrau und haben Schnappatmung, weil die im Oval Office auf dem Sofa kniend ein Handyfoto von einer erlauchten Professorenrunde machte. Genau dabei wurde sie fotografiert, und dieses Bild von der Entstehung eines Bildes dient zahllosen Journalisten als Beweis einer unerhörten Stillosigkeit.

Wer in seinem Leben ein paar Pressekonferenzen absolviert hat, weiß, daß Journalisten generell der Berufsstand mit den schlechtesten Manieren und der häßlichsten Kleidung sind. Mag der Anlaß noch so feierlich und offiziell sein, die Medienvertreter erscheinen in Blue-Jeans und Reißverschlußjacke. Insbesondere Fotografen steigen über Tische und Bänke oder kriechen während der entscheidenden Momente einer Zeremonie über den Boden, um ihren heiligen Berichterstattungsauftrag zu erfüllen.

Dass sich deutsche Journalisten über Kelly Conways Sofa-Foto-Foto ganz besonders echauffieren, liegt vermutlich daran, daß die Deutschen in Sachen Chic und Schicklichkeit bekanntermaßen Weltruf genießen...

achgut.com 3.3.2017

Burkhard Müller-Ullrich, unter den Stammautoren der „Achse“ wohl das letzte Bollwerk der kultivierten Rechtschreibung, tappt auch mal in die ss-Falle – oder, was wahrscheinlicher ist, wurde von den allenthalben lauernden Korrekturautomaten übertölpelt. – Interessant ist auch das Wort „knieen“. Konrad Duden 1880 und der am Usus orientierte Ickler 2000 lassen das logische doppelte „e“ zu, aber auch die einfache Variante, während der vor- und nachreformistische Duden nur „knien“ erlauben will.


Sigmar Salzburg

13.03.2017 22:25   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Thüringischer AfD-Vorsitzender

Björn Höcke 13. März 2017

Holland schmeißt Türkenministerin raus!
[...] Richtig so! Während die deutsche Regierung zuläßt, daß Erdogan uns vor der ganzen Welt lächerlich macht, zeigt [zeigen] die Niederlande Selbstbehauptungswillen und schützt [schützen] die ihre Souveränität. [...]


Sigmar Salzburg

13.03.2017 18:03   Bücher   >   Bewährt verfaßte Texte   Beitrag einzeln