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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge (mit Technik) ...


Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus: „ALLES FÜR ALLE“ – Phrase der Gleichmacherei / "Abitur für alle"

„ALLES FÜR ALLE“ – Phrase der Gleichmacherei
[url]http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/alles-fuer-alle-phrase-der-gleichmacherei/[/url]

Wer liest und hört sie nicht tagtäglich, die Phrase mit den sieben Buchstaben „… FÜR ALLE“? Alles soll es für alle geben: „Bio für alle!“ „Golfen für alle!“ „Kunst für alle!“ „Oper für alle!“ „Grundeinkommen für alle!“ „Yoga für alle!“, „eMobilität für alle!“ „Gutes Essen für alle!“ „Gesundheit für alle!“ Werbe- und Marketing-psychologisch rechnen sich solche Sprüche, auch wenn es sich – volkswirtschaftlich betrachtet – in vielen dieser Fälle um ein knappes Gut handelt. Und eine „Ehe für alle“ inklusive „Adoptionsrecht für alle“ sowie ein „Asyl für alle“ mögen Trophäen oder zumindest Sedativa für besonders Progressive sein – für betroffene und nicht-betroffen Gutmeinende. Alles recht und schön. Alles schön und nichts recht.

Schwierig wird es, wenn „FÜR ALLE“ etwas reklamiert wird, was es nicht für alle geben kann: „Gymnasium für alle!“ „Abitur für alle!“ Denn wenn alle am Gymnasium sind, dann ist keiner mehr am Gymnasium, weil das dann keine Schule mit gymnasialem Anspruch mehr sein kann. Und wenn alle Abitur haben, dann hat keiner mehr Abitur, und dann könnte man das Abiturzeugnis zusammen mit der Geburtsurkunde ja gleich beim Standesamt mit abholen lassen. Der Staat könnte sich dann Hunderttausende an Lehrerstellen sparen; er könnte Eltern und deren womöglich weniger begabten Kindern viel Stress und viel Nachhilfekosten ersparen.

Eine angeblich international renommierte Erziehungswissenschaftlerin schlug kürzlich vor, alle Schulen in Gymnasien umzubenennen, denn dann könne jeder sagen: „Ich gehe aufs Gymnasium“. Getoppt wird das Ganze pseudo-pädagogisch und in maßloser Extrapolation mit dem Buchtitel „Jedes Kind ist hochbegabt“ eines sogenannten Hirnforschers aus Göttingen. Also auch „Hochbegabung für alle!“ und „Exzellenz für alle!“

Egalitarismus, Gleichmacherei also wohin man schaut – gefördert gerade von Geistern, die gerne „diversity“ auf den Fahnen stehen haben und die jede Ungleichheit skandalisieren: Alle Menschen, Strukturen, Werte, Inhalte, ja sogar alle Geschlechter (von denen es ja laut Genderideologie nicht nur zwei, sondern angeblich bis sechzig gibt) sollen gleich, ja gleich gültig (gleichgültig?) sein. Aber wer kennt in Zeiten der Rechtschreibreform noch den Unterschied zwischen „gleich gültig“ und „gleichgültig“? Es scheint zu gelten: Was nicht alle können, darf keiner können; was nicht alle haben, darf keiner haben; was nicht alle sind, darf keiner sein...

Weiter bei tichyseinblick.de 18.07.2017

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See



Kevin Kraus

21.07.2017 05:55   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag einzeln


Netzwerkdurchsetzungsgesetz oder Netzwerkdurchsetzungsgesetz?

... oder einfach nur „Netzwerkzersetzungsgesetz“?

Björn Höcke schreibt – entgegen seiner Gewohnheit – im „reformierten“ Stil einen Offenen Brief an den Bundespräsidenten, wohl um der Staatsmacht oder der Medienmafia keinen Grund zu geben, den Brief verstümmelt darzustellen. Zur offensichtlichen Gesetzwidrigkeit des Vorgehens der „Volksvertreter“ kommt noch die Volksverdummung durch den Zwangsgebührensender ARD:
Björn Höcke · 19. Juli 2017·

... Im Zuge der Berichterstattung über die Beschlussfassung wurde bekannt, dass entgegen den in der ARD gesendeten Bildern nicht das Plenum des Deutschen Bundestages abstimmte, sondern allenfalls einige wenige Abgeordnete im Plenum zugegen waren.

Das Gesetz wäre damit neben seiner materiellen Verfassungswidrigkeit auch formell nicht wirksam zustande gekommen. Artikel 40 Absatz 1 Satz 2 Grundgesetz und § 45 Absatz 1 der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages verlangen für die Beschlussfähigkeit die Anwesenheit der Hälfte der Mitglieder des Bundestages im Sitzungssaal.

Wie die Live-Fernsehübertragung des Senders Phönix belegt, waren nicht einmal 10 Prozent der Abgeordneten im Saal. Diese Unterschreitung der Beschlussfähigkeit muss der sitzungsleitende Präsident Lammert bemerkt haben und hätte von sich aus die Sitzung nach § 45 Absatz 3 Satz 1 der Geschäftsordnung aufheben müssen.

Das ist übrigens derselbe Präsident Norbert Lammert, der zum Ende des vorangegangenen Tagesordnungspunktes die nach 27 Jahren der Zugehörigkeit zum Deutschen Bundestag scheidende Abgeordnete Erika Steinbach auf schäbigste Art und Weise abkanzeln und belehren zu müssen glaubte... *
Der genannte Abstimmungsskandal wurde hier schon angesprochen. Die LINKE soll sich ablehnend zum Gesetz geäußert haben. Sonst hat man von der sogenannten Opposition im Reichstag kaum etwas gehört.

Sigmar Salzburg

20.07.2017 14:53   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


HaOlam

Schockierende Studie des AJC:
An Berlins Schulen eskalieren Islamismus und Antisemitismus


... Bei der Untersuchung hatte man in Kooperation mit dem "Landesinstitut für Schule und Medien in Berlin Brandenburg" Lehrkräfte aus 21 Schulen in acht Berliner Bezirken im Sekundarbereich befragt. Darunter waren Schulen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund - aber auch Schulen in sehr bürgerlichen Gegenden.

Darüberhinaus berichten Lehrer, daß sich Schüler auch schon als „islamische Moralwächter“ betätigen und andere Schüler kontrollieren bzw. unter Druck setzen und „maßregeln“. Zum zunehmenden Einfluß radiakler Moscheen und Koranschulen heißt es beim rbb unter Bezug auf die AJC-Studie:

In der AJC-Befragung berichtet ein Lehrer, dass er seit 15 Jahren beobachte, dass einige Schüler regelmäßig die Berliner Al Nur-Moschee besuchen: "Wir fragen uns, wie geschickt die Gehirnwäsche ablaufen muss, damit die Schüler so schnell so antiwestlich, so antiamerikanisch sowieso, aber auch antisemitisch werden. Wir müssen da mit aller Kraft dagegensteuern - und es gelingt uns auch bei einigen, aber nicht bei allen." [S.13]

Das die Zustände in Berlin keine Ausnahme oder kein „Einzelfall“ sind, macht der Vorsitzende von Honestly Concerned, Sacha Stawski, auf Facebook in einem Kommentar zur Studie klar, in dem von vergleichbaren Zuständen etwa an Schulen in Frankfurt berichtet.

Link zum Thema: Download der AJC Studie (296,52 KB)

haolam.de 20.7.2017

432 Wörter: 3 dass, 1 muss (zitiert), 1 falsches das; traditionell: 1 daß, Einfluß; 3x Flüchtigkeit.

Die alten Juden, die mitunter in HaOlam geschrieben haben und noch einwandfreies traditionelles Deutsch beherrschten, werden weniger.


Sigmar Salzburg

20.07.2017 10:09   Rechtschreibforum   >   Ein Volk zu Schreibstümpern gemacht   Beitrag einzeln


Ein Lehrer sagt es:

Björn Höcke 17. Juli 2017

Deutschland war einmal weltweit berühmt für sein hervorragendes Bildungssystem. Aber das ist nun schon einige Jahrzehnte her…

Denn genau das hat sich inzwischen drastisch geändert. Das liegt maßgeblich an den ständigen ideologischen Experimenten, die Sozialdemokraten, Grüne und Linke auf Kosten der Schüler und Studenten – und damit in letzter Konsequenz auf Kosten unserer Wirtschaft und Gesellschaft – austragen.

Selbst katastrophale Ergebnisse bei den Pisa-Studien hielten diese Gesinnungstäter nicht davon ab, das Bildungsprogramm weiterer Bundesländer zu demontieren, sobald sie dort die politische Macht dazu erlangten.

Ursache dafür sind die Utopien der Linken, die einen »neuen Menschen« schaffen und ihre ideologische Hegemonie auf Dauer zementieren wollen. Denn einen objektiv erkennbaren Anlaß für die »Bildungsreformen« gab es nicht.

Solche Gesellschaftsexperimente sind völlig unverantwortlich. Werte, die sich über Generationen bewährt haben, darf man nicht für politische Modetrends opfern.

Mein Kommentar:
Das ist genau meine Beobachtung seit 60 Jahren und meine Erfahrung mit eigenen und fremden Kindern: Keine der permanenten Revolutionen und „Reformen“ im Bildungswesen war nötig und nützlich – am wenigsten die sogenannte Rechtschreib„reform“. Zum Halten des Bildungsniveaus hätte es nur einer etwas besseren Ausstattung der Schulen bedurft – und heute einer Abschottung gegen die Elendsinvasionen aus aller Welt .



Sigmar Salzburg

20.07.2017 03:53   Rechtschreibforum   >   Bildungsstandards   Beitrag einzeln


Die ehrenwerte Gesellschaft

In Shakespeares Drama „Julius Cäsar“ nennt Marc Antonius den Volkshelden und Mörder Cäsars, Brutus, in seiner Grabrede so oft einen „ehrenwerten Mann“, daß das Volk schließlich daran zu zweifeln beginnt. Das wird dem Anwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel mit seiner Rede auf unsere oberste Forza Bruta nicht so leicht gelingen, selbst wo sie dabei ist, dem hier länger lebenden Volk das Grab zu schaufeln:
Denn Frau Merkel ist eine ehrenwerte Frau.

Wer nicht für Merkel ist, ist ein Arschloch“ lautet die in der CDU von Generalsekretär Tauber ausgegebene Parole.
Arschlöcherinnen und Arschlöcher, schließt euch zusammen! Frau Merkel baut sich hier ihre DDR.2:
Allzu häufig kapituliert der deutsche Rechtsstaat vor seinen Gegnern. Kriminelle können mit der Milde der Justiz rechnen, rechtsfreie Räume werden geduldet, bei muslimischen Parallelgesellschaften ebenso wie bei Linksextremisten. So stand es in der „Neuen Zürcher Zeitung“. Aber sie wissen ja, die Schweizer Zeitungen sind das neue Westfernsehen.
Und wieder hat nichts mit nichts zu tun, hier mit links:
Panorama-Redakteur Volker Steinhoff: „Es fällt zurzeit wirklich schwer, nicht an eine Verschwörung zu glauben: einen geheimen Plan der Hamburger Polizei, um die Stadt in rauchende Trümmer zu verwandeln.“

steinhoefel.com 15.7.2017
Leider können wir der brillanten Fechtkunst Steinhöfels nicht weiter folgen, sondern müssen uns dem Hauptgeschäft zuwenden, der alternativen Reformdurchsetzungsforschung:

2721 Wörter: 7 dass (davon 2 zitierte), 5 sonstige „neue“ ss; – traditionell: 1 daß, Beschuß, Prozeß, Beschlußlage, Haß, Rechtsausschuß, den kürzeren ziehen; – falsche ss: schmeissend, begrüssenswert ...

Aber um Himmels willen keine Anstrengungen unternehmen, um die „Stussschreibung“ besser zu beherrschen. Jedes prominente Opfer ist jetzt wichtig!



Sigmar Salzburg

19.07.2017 13:42   Rechtschreibforum   >   Ein Volk zu Schreibstümpern gemacht   Beitrag einzeln


Schulen mit Unterhaltungselektronik vollstopfen?

Petition: Irrweg der Bildungspolitik

Offener Brief an die Kultusminister: Irrweg der Bildungspolitik


Die Kultusminister der Länder haben am 01.06.2017 beschlossen, in den Schulen den „Digitalpakt#D“ der Bundesregierung umzusetzen. Ziel ist es, ein Stück vom Fünf-Milliarden-Kuchen zu bekommen, den die Bundesregierung in Aussicht gestellt hat. Mit diesem Geld will Berlin 2018 bis 2022 die IT-Infrastruktur in Schulen ausbauen.

Warum wir das für falsch halten, lesen Sie in einem offenen Brief an die Kultusminister, geschrieben von Bildungspraktikern, die das „Bündnis für humane Bildung“ ins Leben gerufen haben. Schließen Sie sich uns an!...

Petition: Irrweg der Bildungspolitik

Zum Nachlesen: Kein Nutzen von Digitaltechnik im Unterricht ...
Irrweg der Bildungspolitik


Sigmar Salzburg

19.07.2017 05:07   Rechtschreibforum   >   KMK   Beitrag einzeln


„Reform“: 50 Prozent mehr Fehler!

Deutsche Sprache

"Duden war weise, die Reformer frech"


Matthias Heine

Niemand weiß mehr über das Deutsche als der Linguist Peter Eisenberg. Ein Gespräch über geprügelte Anglizismen, das V in Vater, die Schönheit der Muttersprache und die Daseinsberechtigung des Eszetts.

Peter Eisenberg ist der Mann, den Sprachwissenschaftler zitieren, wenn sie anderen Sprachwissenschaftlern beweisen wollen, dass etwas richtig ist. Seit er 1986 seinen "Grundriss der deutschen Grammatik" veröffentlichte, gilt Eisenberg als die größte Koryphäe für Bau und Funktionsweise des Deutschen. Nun hat er ein schmales Buch mit dem Titel "Deutsche Orthografie: Regelwerk und Kommentar" (De Gruyter, 14, 95 Euro) geschrieben, mit dem er versucht, die immer noch offenen Wunden der Rechtschreibreform zu heilen.

LITERARISCHE WELT: Warum muss Orthografie überhaupt sein?

Die geschriebene Form des Deutschen war schon in großen Gebieten des deutschen Sprachgebiets beinahe dieselbe, als die gesprochene Form noch sehr unterschiedlich war. Das Bemerkenswerte daran ist, dass sich diese Gleichheit der geschriebenen Form ohne Normierung eingestellt hat. Sie war nicht überall genau gleich, aber die verschiedenen Ausprägungen waren sich so ähnlich, dass eine Kommunikation ohne Problem möglich war. Das ist die erste und trivialste Aufgabe des geschriebenen Standarddeutschen: dass jeder jeden versteht und jeder sich jedem Gegenüber verständlich machen kann.

LITERARISCHE WELT: Wer legt in Deutschland heute die Regeln fest?

Peter Eisenberg: Die Norm ist aus dem Gebrauch erwachsen, ohne dass der Staat sich darum gekümmert hat. Ganz anders etwa im Französischen. Seit Jahrhunderten wird das geschriebene Französisch von staatlicher Seite her stark beeinflusst und kann sich nicht frei entwickeln wie im Deutschen. Heute liegen das Geschriebene und Gesprochene so weit auseinander, dass Franzosen ohne einen jahrelangen Orthografiedrill in der Grundschule nicht mehr auskommen. Im Deutschen hat es bis 1996 niemanden gegeben, der die Möglichkeit hatte, die Orthografie durchgängig zu regeln.

LITERARISCHE WELT: Nicht mal Konrad Duden?

Eisenberg: Konrad Duden wollte sich im Jahr 1880 mit seinem Wörterbuch gar nicht von Staats wegen einmischen. Duden war ein wirklicher Kenner der deutschen Orthografie und hat das in sein Wörterbuch aufgenommen, was der verbreitetste Gebrauch im deutschen Sprachgebiet war. Er selbst hat das als Orthografietheoretiker gar nicht gut gefunden. Aber er hat gesagt: Die Einheitlichkeit ist das Entscheidende. Das war auch theoretisch weise, wie wir heute wissen.

LITERARISCHE WELT: Warum war man in den Jahrzehnten, die der Rechtschreibreform 1996 vorausgingen, nicht so weise?

Eisenberg: Die Gründe waren nicht sprachlicher Art, sondern politischer Natur. Es sollte eine Vereinbarung zwischen der DDR und der Bundesrepublik auf diesem Gebiet geben. Sie galt als Bestandteil der Politik nach dem Motto ,Wandel durch Annäherung'. Man wollte ein kulturpolitisches Faktum schaffen, das von der DDR und der Bundesrepublik gemeinsam vertreten werden konnte.

LITERARISCHE WELT: Was ist dann schiefgelaufen?

Eisenberg: Das Regelwerk von 1996 hatte linguistisch große Schwächen. Sie können zum Beispiel keine Kommaregelung formulieren, wenn Sie nicht einen Syntaktiker damit beauftragen. Und Sie können keine Laut-Buchstaben-Beziehungen regeln, wenn Sie nicht ausgewiesene Phonologen dabei haben. In den Gremien saßen fast nur sogenannte ,Orthografieexperten'. Die haben das Sprachgefühl ignoriert, das die Sprecher im primären Spracherwerb und dann im sekundären in der Schule entwickeln. Eine normative Regelung darf dieses Sprachgefühl nicht konterkarieren und die Leute zwingen, etwas zu schreiben, was sie nicht empfinden.

LITERARISCHE WELT: Ein Beispiel?

Eisenberg: Im Laufe der letzten hundertfünfzig Jahre ist im allgemeinen immer häufiger kleingeschrieben worden. Für einen Grammatiker ist das Ausdruck der Tatsache, dass die Sprecherinnen und Sprecher das Empfinden hatten, hier stehe kein Substantiv: Und in der Tat können Sie zu im allgemeinem beispielsweise keine Attribute hinzufügen. Deswegen hat sich die Kleinschreibung immer weiter durchgesetzt. Die Verfasser des Regelwerks von 1996 wollten aber die Großschreibung erzwingen. Auch bei der Fremdwortschreibung und bei der Getrennt- und Zusammenschreibung haben sie so weit gegen das Sprachempfinden verstoßen, dass sie Hunderte von Wörtern verboten haben, die den Leuten geläufig waren – so etwas wie fertigmachen oder eisenverarbeitend. Die mussten getrennt geschrieben werden. Und das wollten die Leute nicht.

LITERARISCHE WELT: Es kam ja dann zu einem teilweisen Rückbau.

Eisenberg: Ja. Aufgrund von Initiativen insbesondere von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt wurden schlimme Fehler beseitigt. Aber eben nicht in ausreichendem Umfang. Deshalb hat der Rat für Rechtschreibung im Jahr 2010 beschlossen, eine Reformulierung des amtlichen Regelwerks zu erarbeiten.

LITERARISCHE WELT: Sie waren bis 2013 im als Vertreter der Akademie im Rat für deutsche Rechtschreibung, der die Rechtschreibung weiterentwickeln soll. Warum sind Sie ausgetreten?

Eisenberg: Nachdem ich im Auftrag des Rates den Regelteil zur Substantivgroßschreibung neu formuliert hatte, der verständlicher und halb so lang wie der amtliche war, stand als Nächstes die Neuformulierung der Kommaregeln auf der Tagesordnung. Damit ist der beauftragte Kollege aus dem Rat gescheitert, und man beauftrage erneut die Vertreter der Akademie. Wichtig ist: Man kann die Regeln einfacher formulieren, ohne gleich wieder eine Reform der Reform der Reform anzustoßen. Einige Mitglieder des Rats sind dann in Panik geraten und haben beschlossen, das Konzept der Reformulierung des amtlichen Regelwerks aufzugeben und in einem jahrelangen Prozess erst einmal zu erforschen, wo denn dessen Schwächen liegen. 17 Jahre nach 1996 wollten sie sich zum ersten Mal anschauen, wo die Schwächen des amtlichen Regelwerks liegen! Da hat mich so ein Zorn befallen, dass ich aus dem Rat ausgetreten bin.

LITERARISCHE WELT: Jetzt haben Sie die Regeln der deutschen Orthografie auf eigene Faust neu formuliert.

Eisenberg: Ja. Ich dachte: Du kannst nicht auf sich beruhen lassen, dass die Damen und Herren des Rechtschreibrats sich zweimal im Jahr treffen, über nichts und wieder nichts reden und das Elend mit der Neuregelung immer weitergeht. Man muss sich vor Augen führen, dass führende Vertreter der Neuregelung behauptet haben, es würde 30 Prozent weniger Rechtschreibfehler geben. Aber es gibt die Hälfte mehr. Die Verantwortlichen sollten sich eigentlich bekreuzigen und schämen. Das tun sie aber nicht. Sie sind frech genug, so zu tun, als hätten sie immer nur Gutes bewirkt. Ich weiß gar nicht, wie solche Leute ruhig schlafen. Wenn man einer Sprachgemeinschaft etwas Derartiges angetan hat, sollte man in Sack und Asche gehen und fragen: Wie können wir das gutmachen? Und nicht darauf beharren, nun ewig recht zu behalten.

LITERARISCHE WELT: Sie haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wenigstens die schlimmsten Auswüchse geheilt werden können.

Eisenberg: Nach meinem Austritt aus dem Rat für Rechtschreibung hat die Akademie gesagt: Dann schreib doch die Orthografieregeln mal hin, wie du es siehst! Das habe ich getan. Wir können nicht als Leistung unserer Generation von Sprachwissenschaftlern den Deutschen das amtliche Regelwerk vererben. Dafür müssten wir uns vor der Geschichte unserer Sprache schämen. Wir wollen wenigstens zeigen, dass wir den Versuch gemacht haben, es besser zu machen.

LITERARISCHE WELT: Wie ist die Resonanz auf Ihr Buch?

Eisenberg: Der Zuspruch ist groß und es gibt schon eine Reihe von Unis, die es in der Lehrerbildung verwenden.

LITERARISCHE WELT: Ein konkretes Beispiel aus Ihrem Regelwerk: Warum schreibt man es hallt mit zwei L und andererseits kalt mit einem L, obwohl es sich um genau die gleiche Lautung handelt?

Eisenberg: Alphabetisch geschriebene Sprachen entwickeln sich im Lauf ihrer Geschichte zu größerer Lautferne. Das drückt sich darin aus, dass die Bausteine der Sprache, die Morpheme, möglichst in allen Formen gleich geschrieben werden, unabhängig von ihrer Lautung. Es kommt im Deutschen darauf an, dass man die sogenannte Langform findet, um zu sehen, wie ein Wortstamm nun wirklich geschrieben wird. Die zweisilbige Langform zu hallt ist der Infinitiv hallen. Bei kalt gibt es so etwas nicht wie kallen. Da heißt die Langform kaltes, deshalb behält das Wort immer das T nach L. Die Schreibung K A L T entspricht genau dem Verhältnis zwischen Laut und Buchstabe. Während Sie bei hallen einen Laut drin haben, der nicht so eindeutig zu einer Silbe gehört. Wir haben zwei Silben, die eine heißt hal- die andere -len. Dass beide Silben dieses L haben, drückt sich in der Verdoppelung aus. Wenn das doppelte L einmal im Stamm drin ist, dann bleibt es überall drin.

LITERARISCHE WELT: Die meisten Leser werden den Begriff "Wortstamm" in der Schule kennengelernt haben. Viele haben dann aber wieder alles vergessen. Was ist der Wortstamm?

Eisenberg: Ein Wortstamm ist eine Einheit, die Wörter bilden kann. Sie muss nicht identisch mit einem Wort sein. Beim Verb hallen ist der Wortstamm hall-. Mit einer angehängten Flexionsendung wird daraus ein Wort: hall- plus die Endung -en ist der Infinitiv. Jedes Wort enthält mindestens einen solchen Stamm, der die volle Wortbedeutung hat. Beim Substantiv ist es noch einfacher: Da ist der Stamm normalerweise die Grundform. Der Stamm Kind ist die Grundform, im Genitiv Kindes oder im Plural Kinder steckt immer der Stamm mit seiner ganzen Bedeutung.

LITERARISCHE WELT: Große Teile der Probleme mit der Groß- und Kleinschreibung rühren daher, dass Deutsch als einzige Sprache die Substantivgroßschreibung hat. Warum ist das so?

Eisenberg: Um den Kern einer Nominalgruppe besonders zu kennzeichnen. Wenn Sie so etwas haben wie "Der große grüne Stuhl dort drüben", dann haben Sie vor dem Substantiv Adjektive, danach haben Sie auch irgendetwas, aber der substantivische Kern wird sofort sichtbar. Es gibt schon lange die These, dass die Komplexität der deutschen Nominalgruppe nur deshalb so groß werden konnte, weil der Kern durch Großschreibung hervorgehoben wird. Das ist ein bisschen Spekulation. Aber man hat zum Beispiel festgestellt, dass Muttersprachler des Niederländischen schneller lesen, wenn man in niederländischen Texten auch die Substantive großschreibt.

LITERARISCHE WELT: Der Schreiber muss also die Großschreibregeln lernen, weil Substantivgroßschreibung dem Leser hilft?

Eisenberg: Ja. Unsere Orthografie ist insgesamt eine Leseorthografie. Das Stammprinzip erleichtert auch das Lesen – nicht das Schreiben. Die Lautferne, über die wir gesprochen haben, dient dem Lesen.

LITERARISCHE WELT: Anglizismen wie strike oder cakes sind um 1900 eingedeutscht worden als Streik und Keks. Warum findet diese Art Integration von englischen Wörtern in das Deutsche heute nicht mehr statt?

Eisenberg: Sie findet sehr wohl statt. Und es stimmt auch nicht, dass Streik vollkommen eingedeutscht ist. Das Wort Streik hat genauso wie Park seinen besonderen Plural behalten. Es heißt nicht die Streike, sondern die Streiks. Das Wort ist nicht völlig eingedeutscht. Wir haben gerade im Computerbereich sehr viele Verdeutschungen: Maus oder Bildschirm – wir sagen nicht screen. Oder Toner – das sprechen wir nicht englisch aus. Der Plural von Computer ist im Englischen computers, im Deutschen heißt er die Computer. Das Wort hat ein grammatisches Geschlecht bekommen, das es im Englischen gar nicht gibt. Der Genitiv heißt des Computers. Sie sehen daran: Das Deutsche ist eine Sprache, die Anglizismen sehr schnell und sehr stark anpasst. Auch bei den Verben: Recyceln kam hier an mit dem englischen Infinitiv to recycle und das englische Partizip heißt recycled mit ed am Ende. Als das Wort dann im Deutschen benutzt wurde, ging es ganz schnell, dass der Infinitiv zu recyceln wurde und das Partizip recycelt mit T. Das können Sie dann als Adjektiv flektieren: das recycelte Papier. Die Deutschen nehmen die Anglizismen, hauen ihnen sozusagen die deutsche Grammatik um die Ohren, dann sind sie drin bei uns.

LITERARISCHE WELT: Warum gibt es das ß?

Eisenberg: Viele Sprachen schreiben das stimmhafte S mit Z, beispielsweise das Englische: zone, zombie. Das Deutsche hat das Z anders belegt, nämlich mit dem Laut ts wie in Zahn, schwarz. Und da war nur noch ein S übrig. Das hat nicht ausgereicht. Deswegen hat das Deutsche das ß erfunden, damit sie den Unterschied zwischen Muse und Muße schön sichtbar machen können.

LITERARISCHE WELT:Warum schreiben wir Vater mit V, obwohl im Englischen und in anderen germanischen Sprachen ein F am Anfang der verwandten Wörter steht?

Eisenberg: Das Problem, dass wir mal F und mal V schreiben, beruht auf dem lateinischen Alphabet. Im klassischen Latein fallen U und V zu einem Buchstaben zusammen. Im Deutschen ist der Latinismus pater durch die Lautverschiebung zu vater geworden. Dann hat man sozusagen die lateinische Schreibung des Lautes übertragen. Es gibt im Kernwortschatz neun Wörter, bei denen der F-Laut mit V geschrieben wird, etwa noch Vogel, voll, von, vor und insbesondere das Präfix ver-, mit der dann wieder Hunderte von Verben gebildet werden. Warum das so ist, darüber ist viel spekuliert worden. Eine eindeutige theoretische Erklärung gibt es nicht.

LITERARISCHE WELT: Sie schreiben in Ihrem Buch, die Rechtschreibreform sei von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen. Warum?

Eisenberg: Die "Studiengruppe Geschriebene Sprache", der ich jahrelang angehörte, hat der Reformkommission Anfang der Neunzigerjahre vorausgesagt, dass ihre Reform scheitern wird. ,Einfachheit' war ein Schlüsselbegriff in dieser Diskussion. Wir haben gesagt: 'Einfach' bedeutet, dass die Sprecher ihrem Sprachgefühl folgen können. Auf der Gegenseite wurde besonders von den Schweizern und von DDR-Seite ein Einfachheitsbegriff vertreten, der besagte: ,Einfach' ist, wenn man die Regel einfach hinschreiben kann. Dann haben wir gesagt: Wenn ihr eure Regeln so versteht, dass der Lehrer sie einfach aufsagen kann, ihr aber damit an der Sprache vorbeiregelt, dann wird es für die Schreiber kompliziert.

LITERARISCHE WELT: Warum war es so schwierig, zu bestimmen, was ,einfach' ist?

Eisenberg: Sie hatten einen falschen Begriff von dem, was in der Struktur der geschriebenen Sprache an Sprachwissen aufgehoben ist. Für uns war das richtig viel. Für die andere Seite war das wenig. Deswegen haben sie sich überhaupt getraut, in die Sprache einzugreifen und so viel zu verändern und Wörter wie eisenverarbeitend zu verbieten! Dazu muss man schon ganz schön selbstbewusst sein. Wir haben immer gesagt: Die Sprache ist, wie sie ist, und wir wollen sie verstehen. Schon der große Grammatiker Johann Christoph Adelung hat am Ende des 18. Jahrhunderts einmal sinngemäß geschrieben: Ich weiß nicht, warum wir das th mit h schreiben. Und solange ich es nicht verstanden habe, vergreife ich mich auch nicht daran. Das ist weise.

LITERARISCHE WELT: Konrad Duden war auch noch so weise.

Eisenberg: Ja. Erst wenn du dir ganz sicher bist, dass du wirklich verstanden hast, warum etwas so ist, kannst du anfangen darüber nachzudenken, es zu verändern. Aber in der Regel bist du dann so beeindruckt, dass du es schon gar nicht mehr willst.

welt.de 07.07.2017

Siehe auch Eisenbergs Vortrag v. 22.1.2007

Leider hat Eisenberg fatalistisch beschlossen:

„Das ß kriegen wir nicht mehr, das ist klar. Das ist weg. Obwohl das auch nicht nötig war und auch möglicherweise ein Schade für die deutsche Sprache ist.“

Die als „neu“ exhumierte ß-Regel nach Heyse ist das fehlerträchtige Gift, das alle Texte durchsetzt, uns von unserer Tradition trennt und die Ausgrenzungsorgie von älteren Schriften in Schulen und Bibliotheken ermöglicht hat. Schande über die Politiker, die das betrieben haben!



Sigmar Salzburg

18.07.2017 18:42   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Die Welt   Beitrag einzeln


Das Kloster Cismar und die Basilika in Altenkrempe

Am vergangenen Samstag konnte ich mit dem Kieler Kulturverein „Historische Landeshalle“ an einer Exkursion zu bedeutenden Kulturbauten auf der schleswig-holsteinischen Halbinsel Wagrien teilnehmen: Gut Hasselburg, Kloster Cismar und die Altenkremper Kirche. Es war zugleich eine Rückkehr zu Stätten meiner Jugend. Im Gebäude des Klosters Cismar bin ich von 1951-1955 zur Schule gegangen, und 1962 habe ich mit einer Kommilitonin im Rahmen des Architekturstudiums eine vollständige Bauaufnahme der Altenkremper Basilika gemacht.

Das Kloster Cismar war um 1200 als Außenstelle des Lübecker Klosters gegründet worden. Anlaß waren angeblich unsittliche Zustände unter den Mönchen und Nonnen in Lübeck. Zugleich sollte die Christianisierung der in Wagrien lebenden Slawen vorangetrieben werden. Der Chronist Helmold von Bosau (ca. 1120-1170) bezeichnete die Gegend als „spelunca latronum“, Räuberhöhle. Die Attraktivität des Klosters wurde gesteigert durch etliche Reliquien, die in einem Schrein aufbewahrt wurden, der heute als ältester Flügelaltar Deutschlands erhalten ist.

Nach der Reformation war Johannes Stricker ab 1561 Pastor in Cismar und übernahm 1575 das Pastorat seines Geburtsortes Grube dazu. Das Pastoratshaus von 1569 habe ich noch an seinem richtigen Standort erlebt (jetzt im Freilichtmuseum bei Kiel). Stricker mußte 1584 nach Lübeck fliehen, weil er den Lebenswandel des Adels angegriffen hatte. Eine Frucht dieser Auseinandersetzung wurde sein mittelniederdeutsches Bühnenstück „De düdesche Schlömer", der das bekannte Jedermann-Thema vorwegnimmt. Heute ist es ein Denkmal der niederdeutschen Sprachgeschichte. Auch der Name des Verlegers, Johann Balhorn, läßt aufhorchen.




Das Kloster Cismar wurde, säkularisiert, zur Hälfte mit eingezogenen Geschossen als Amtsgebäude verwendet, der Altar überlebte die Verwendung des Kirchenraums als Kuhstall. Nach dem Kriege wurden die Räume des zweiten Obergeschosses für den Schulunterricht des Gymnasiums Oldenburg genutzt. In die Mitte des Klosterhofs war als „Friedenseiche“ eine Kastanie gepflanzt worden, die ich noch als dürres Zweiglein in Erinnerung habe und die jetzt ein stattlicher Baum mit einem beträchtlichen Stammumfang ist.


Eigenes Werk von Gurkentee, CC BY-SA 2.0 de, commons.wikimedia
Cismar Kloster im Januar 2006

Etwa 20 km südwestlich von Cismar liegt der kleine Ort Altenkrempe. Er besteht heute nur aus wenigen Häusern und wird von der spätromanischen Kirche in rotem Backstein überragt. Sie ist eine Basilika mit einem massiven Turm, aber ohne Querschiff. Das Gebäude ist wohl kurz vor 1200 mit dem Chor begonnen worden, dessen Fenster mit ihren Spitzbögen schon den Übergang zur Gotik andeuten. Am Anschluß zum Langschiff befinden sich noch alte Fachwerkreste. Die paarigen Fenster lassen darauf schließen, daß von Anfang an eine Überdeckung mit Steingewölben geplant war.

Was mich bei der Bauaufnahme erstaunte war, daß die ursprüngliche Einmessung des Grundrisses eher nach Augenmaß erfolgt sein mußte, wie die Abweichungen der Säulenstellungen vom Schema ergaben. Das Gebäude ist fast noch im Urzustand erhalten. Die innere Ausstattung aus späterer Zeit wurde schon bei der ersten Renovierung um 1900 entfernt.



Holger.Ellgaard - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0
Basilika Altenkrempe



Sigmar Salzburg

18.07.2017 11:50   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Kulturerbe   Beitrag einzeln


Merkels ARD-Sommerinterview

Zuhörer- und Leserkommentar:

Smile 17. Juli 2017 at 10:32

Sie kann auch gar kein vernünftiges Deutsch, was immer wieder bei ihrem hilflosen Gestammel deutlich wird.
Direkt die ersten paar Sätze:

„…und da ist die Wahl auf Hamburg getroffen worden!“

( Aua, Aua, Aua!!! – das würde man JEDEM Nachwuchspolitiker, der seine ERSTE Rede hält, als Anfangsfehler vorwerfen, aber diese Frau: SIE KANN EINFACH KEIN ORDENTLICHES DEUTSCH!)
Dann widerspricht sie sich selbst gleich in den ersten Sätzen:

„Das wähle NICHT ich aus, sondern da gibt es Empfehlungen“

… und 3 Sekunden später:

„Das ist MEINE Entscheidung auch gewesen, natürlich“ ..

Ja, WAS denn jetzt, Frau Kasner ?!?

Smile 17. Juli 2017 at 10:49

So, ich habe mir mal die Mühe gemacht, bei 5:35 ein direktes Transkript Wort für Wort niederzuschreiben, wobei der Geschwafel-Schrott ohne Sinn so richtig entlarvt wird:

„Ich sage nur: Sollte es sie geben, weil ich das nicht weiß, würden wir das rund her, rundweg ablehnen, weil es gibt keinen Verhandlungs äh-Sache, zumal unser Fragen von Asyl-Gewährung und die Fragen, wenn Menschen hier um Schutz bieten, e, völlig unabhängig davon und auch nicht von der Bundesregierung entchieden werden, sondern von entsprechenden Stellen. Also die Sache hat nichts aber auch gar nichts miteinander zu tun.“

Das Ganze Gestammel ist völlig sinnfrei, öfters verwechselt die Frau Singular und Plural, mitunter vergisst sie Prädikat und Subjekt im Satz während sie redet bzw. vertauscht deren Sinn in einem verständlichen Satz mit irgendeinem Hilfswort, was gar nicht passt. Das geht so weiter bei ihrem Worthülsen-Geseiere. Hier verwechselt sie auch, wie ein Ausländer, der erst Deutsch lernt das phonetisch ähnlich klingende „bitten“ mit dem „bieten“. Sie meinte natürlich „bitten“ sagt aber ganz klar „bieten“ – UND MERKT IHREN FEHLER NICHT EINMAL !!!

Dagegen Leserkommentar in der „Welt“

Dr. Uwe H.
vor 42 Minuten
Ein ganz besonders abschreckendes Beispiel ist die Plattform der Stroer-Gruppe, wo radikal jede Kanzlerinnenkritik unterbunden wird, als hätte man einen Gottkönig beleidigt. Vermutlich darf man heute in Japan mehr über den Tenno äußern, als bei uns über die Regierungschefin.

[Tippfehler korrigiert]


Sigmar Salzburg

17.07.2017 09:06   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Unser tägliches Doofdeutsch 2   Beitrag einzeln


Altparteienhörige Sender grenzen die AfD aus

AfD erwägt, sich in Talkshows von ARD und ZDF einzuklagen
Die Partei findet sich in den Polit-Runden der Sender zu wenig vertreten...


Nach einer parteieigenen Auswertung seien unter den insgesamt 162 eingeladenen Politikern der vier großen Talkshows von Frank Plasberg, Maybritt Illner, Sandra Maischberger und Anne Will im ersten Halbjahr 2017 nur vier AfD-Vertreter gewesen, sagte [Parteivorsitzender] Meuthen dem Magazin. Das seien gerade einmal 2,5 Prozent.
Meuthens Kritik stößt bei den Sendern auf Unverständnis. "Die Talkredaktionen entscheiden selbst, welche Gäste sie zu welchen Themen einladen. Es gibt keine Quotierung bei der Auswahl", sagte ARD-Chefredakteur Rainald Becker dem Focus. Auch WDR-Sprecherin Kristina Bausch betonte, es gehe rein um "journalistische Kriterien"...
sueddeutsche.de 14.7.2017

Das sind durchsichtige Ausreden, denn die Sender sind seit Jahrzehnten mit Parteigängern der Altparteien besetzt worden. Und warum wird so linksextremistischen wie unwichtigen Figuren wie Jutta Ditfurth das Wort gegeben?




Sigmar Salzburg

14.07.2017 08:23   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Gräuliche oder greuliche Spuren des Krieges in Mossul?

In einem Labyrinth aus Trümmern und meterhohen Schutthaufen schieben sich breite Militärjeeps und Panzer zwischen geborstenen Fassaden hindurch. Kein Haus blieb ohne tiefe Einschusslöcher. Ein gräulicher Film hat sich über die Stadt gelegt.

t-online.de 13.7.2017


Sigmar Salzburg

13.07.2017 21:07   Deutsch   >   ä, ö, ü und ie   Beitrag einzeln


Leserbrief

Neue Schreibweise des Buchstaben ß

Es ist schon unglaublich, was da hochdotierte Personen so zusammenbringen


Zu: "Das ß macht weiter Karriere", Agenturbeitrag (Kultur, 30. Juni):

1996 ist man mit der Rechtschreibreform wohl ein bisschen arg übers Ziel hinausgeschossen und wollte mit der Eindeutschung englischer Wörter wohl einen Damm gegen die zunehmenden Anglizismen aufbauen, dem sogar ein Grizzlybär zum Opfer fiel (auch ein Yak?). Was ist denn mit der "Chance", wurde die zur "Schanze" und jetzt wieder zur "Chance" nach dem Motto "Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln"?

Es ist schon unglaublich, was da hochdotierte Personen und Würdenträger nach 21 Jahren zusammenbringen. "Der Berg kreißte und gebar eine Maus": Für den vielbeschworenen gesunden (semantischen) Menschenverstand war eine goldene Hochzeit mit goldener Hochzeitskutsche schon allein durch die Großschreibung des Adjektivs von der 50-jährigen Goldenen Hochzeit zwingend zu unterscheiden. Nach mehr als 20 Jahren wurde nun ein sprachlicher Wandalismus, Verzeihung, Vandalismus korrigiert. Bin gespannt, was RSR, die Rechtschreibreform, (19)38 bringen wird.
Gerhard Oberlader, Heidenheim

badische-zeitung.de 10.7.2017

Vor zwanzig Jahren war die Rechtschreib„reform“ das Wichtigste überhaupt. Wenn so etwas halbwegs durchgesetzt ist, wird Kritik daran unterdrückt, indem noch „Wichtigeres“ durchgesetzt wird.

Sigmar Salzburg

13.07.2017 09:59   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Badische Zeitung   Beitrag einzeln


Wieder kreißte der „Rat“ mit einem „gräulichen“ Mäuslein

Endlich wieder ein wichtiges Problem: Das "ß" als Großbuchstabe

Der Rechtschreibrat hat eines der wirklich zentralen Probleme der deutschen Orthografie gelöst. Oder so . . .

Von Viktor Hermann / 05.07.2017

In jenen Zirkeln, die sich mit der Klarheit und Schönheit der deutschen Sprache befassen, tobt seit Kurzem eine ziemlich heftige Debatte darüber, dass es in Hinkunft auch möglich sein soll, das "scharfe s", mithin den Buchstaben "ß", auch als Großbuchstaben zu verwenden. Die einen glauben, der Rat für deutsche Rechtschreibung habe seine Kompetenzen weit überschritten, die anderen, er habe die Gelegenheit verpasst, diesen unsinnigen Buchstaben endgültig abzuschaffen.

Es tut der Betrachtung gut, das Corpus Delicti genauer unter die Lupe zu nehmen. Das "ß" ist tatsächlich kein Buchstabe, sondern eine Ligatur, also ein Buchstabenverbund zweier Buchstaben, nämlich des heute nicht mehr existenten langen "s" und des "z". Deshalb heißt es in der Schweiz ja auch "sz". Nachdem der Rechtschreibrat bei der großen Rechtschreibreform das "ß" stark zurückgedrängt hat, macht dieselbe Institution den Buchstaben wieder wichtig, weil sie ihm gibt, was alle anderen Buchstaben haben: eine große Variante.

Nun möchte man meinen, nirgendwo ein Wort oder wenigstens einen Eigennamen finden zu können, der mit einem großen "ß" zu schreiben wäre. Wozu also das Theater? Nun, in der Werbung setzt man zunehmend Großbuchstaben ein, um ganze Botschaften zu vermitteln. Also ist wieder einmal die Werbung mit einem recht dümmlichen Auswuchs verantwortlich für die Verhunzung der Sprache. Wer ganze Sätze in Großbuchstaben schreibt, versucht damit besonders eindrücklich zu sein. Man könnte auch sagen, er schreit. Das erinnert an den Grundsatz aus der amerikanischen Radio- und Fernsehwerbung: "Wenn du nichts zu sagen hast, dann sing es." Und so brechen Werbetexter immer, wenn Argumente fehlen, in Großbuchstaben-Geschrei aus.

Und dafür erfindet jetzt der Rechtschreibrat einen neuen Großbuchstaben? Ganz abgesehen davon, dass noch kaum ein Computer in der Lage ist, solch ein Unding zu Papier zu bringen, schert sich die Werbung ohnehin kaum um Orthografie, Grammatik und sinnhafte Inhalte. Ihr gilt ja seit Langem, dass angebliche Kreativität wichtiger sei als korrektes und verständliches Deutsch, weshalb sie ja auch gern auf englische Phrasen ausweicht und diese dann auch noch falsch verwendet. Das große "ß" wird diesen Missstand mit Sicherheit nicht beheben.

Übrigens, seit mit der Rechtschreibreform der Konjunktion "daß" das "ß" weggenommen und durch ein "ss" ersetzt wurde, hat sich die Zahl der Verwechslungen des Bindeworts "dass" mit dem bezüglichen Fürwort "das" potenziert. Darüber freuen sich höchstens die Korrektoren, deren Jobs damit zusätzlich unverzichtbar geworden sind.

salzburg.com 5.7.2017

Dr. Viktor Hermann ist stellvertretender Chefredakteur der Salzburger Nachrichten


Sigmar Salzburg

11.07.2017 14:46   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   SN Salzburger Nachrichten   Beitrag einzeln


ARD-Journalist wollte Randale-Bilder provozieren

Die „Junge Freiheit“ berichtet (in der richtigen Rechtschreibung):

Nach Körperverletzung
ARD-Journalist muß Pegida-Demonstrantin Schmerzensgeld zahlen


DRESDEN. Das Landgericht Dresden hat das Verfahren gegen einen ARD-Journalisten wegen Körperverletzung gegen Zahlung eines Schmerzensgelds eingestellt. Gericht, Beschuldigter und Staatsanwaltschaft hätten sich darauf verständigt, daß der Fernsehjournalist einer Pegida-Demonstrantin 1.000 Euro Schmerzensgeld zahle. Im Gegenzug werde das Verfahren wegen geringfügiger Schuld eingestellt, bestätigte eine Sprecherin des Gerichts auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT.

Das Amtsgericht Dresden hatte den Kölner TV-Reporter in erster Instanz wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro verurteilt... Das damalige Opfer, Eileen V., zeigte sich am Montag enttäuscht über den Ausgang des Verfahrens. „Es ist ärgerlich, daß er nun mit einer harmlosen Geldstrafe davonkommt“, sagte V. der JF. Zumal sie sich sicher sei, daß der Journalist damals vorsätzlich gehandelt habe...

jungefreiheit.de 10.7.2017

Wieso bekommt die „Erlebt Habende“ nun nicht die 3600 Euro als Schmerzensgeld ausgezahlt? Wieso kungeln Rechtsstaatsvertreter und Übeltäter ohne das Opfer und dessen Rechtsvertreter das Verfahren aus?


Sigmar Salzburg

11.07.2017 10:20   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag einzeln


Stegners Umbenennung linker Gewalttäter

Aus den Werken von Marx und Engels:
Die Kommunisten wissen ... zu gut, daß Revolutionen nicht absichtlich und willkürlich gemacht werden, sondern daß sie überall und zu jeder Zeit die notwendige Folge von Umständen waren ... Wird hierdurch das unterdrückte Proletariat zuletzt in eine Revolution hineingejagt, so werden wir Kommunisten dann ebensogut mit der Tat wie jetzt mit dem Wort die Sache der Proletarier verteidigen.“ [MEW S. 361-380] (wiki)
1867 erschien Band 1 von Marx „Das Kapital“.

Seit 150 Jahren warten Linke, Kommunisten, Sozialisten und deren chaotische Ableger also auf die Gelegenheit, in eine Revolution „hineingejagt“ zu werden. Da böswillig die Lage der Arbeiter verbessert wurde, konnten die schlimmsten linken Gewaltideologen nur nach kriegerischen Konflikten staatsstreichmäßig die Oberhand erringen: Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot. – Maos Rote Garden waren die direkten Vorläufer der 68er und Teile davon die taktische Spontan-Guerilla.

Die SPD setzte sich zwar vor 60 Jahren offiziell vom Marxismus ab, nicht aber die Nachwuchsorganisationen, nicht die SED-Nachfolger und nicht die zahlreichen linken Gründungsmitglieder der Grünen und anderer Grüppchen. Sie eint heute die Wut über den Zusammenbruch des „Sozialismus“ und den mangelnden revolutionären Geist der Normalbürger. Damit rechtfertigt sich auch das „Abfackeln“ von deren Kleinwagen.

Der SPD-Vize Ralf Stegner behauptet aber nun, diese extremen Linken seien gar keine, sondern er benennt sie einfach um:
Ralf Stegner‏@Ralf_Stegner 8. Juli 2017
Was könnte eine klarere Distanzierung sein als (wiederholt) festzustellen, dass das keine Linken sondern kriminelle Gewalttäter sind!
Der linke Politologe Armin Pfahl-Traughber überschreibt sein aktuelles Dossier zu den „Autonomen“ (= Antifa?) jedoch mit „Linksextremismus“, stellt aber ihre ideologische Emanzipation heraus, obwohl eine verbindliche Abgrenzung nicht existiert (s. bpb und hpd):
Seit Beginn der 1980er Jahre kann von dem Bestehen der Autonomen als einer eigenständigen Subkultur gesprochen werden. Über ihr politisches Selbstverständnis geben folgende Auszüge aus einem Thesenpapier von 1981 Auskunft:
"1. wir kämpfen für uns und führen keine stellvertreterkriege, alles läuft über eigene teilnahme, politik der ersten person, wir kämpfen nicht für ideologien, nicht fürs proletariat, nicht fürs volk, sondern für ein selbstbestimmtes leben in allen bereichen. ... 5. wir haben alle einen ‚diffusen anarchismus´ im kopf, sind aber keine traditionellen anarchisten. Die begriffe marxismus, sozialismus und kommunismus beinhalten für uns nach allen ihren theorien und praktiken den staat und können somit von uns auch als ‚zwischenstufe´ nicht akzeptiert werden" (Radikal, Nr. 98/1981).
Wie ersichtlich, war auch die Rechtschreib„reform“ in ihrer ursprünglichen Kleinschreibversion ein extrem linkes Anliegen.
Insbesondere die "militante gruppe" (mg) und die "Revolutionären Aktionszellen" (RAZ) steigerten in den letzten Jahren zeitweise derartige Anschlagsaktivitäten, konnten aber in der Szene mit dieser Form der Gewaltanwendung kaum Anhänger und Nachahmer finden... Gleichwohl kann von einem qualitativen und quantitativen Anstieg der Gewaltintensität durch die Autonomen ausgegangen werden, lassen sich den Angehörigen dieser Subkultur doch nahezu alle einschlägigen Handlungen im Bereich des Linksextremismus zuordnen.
hpd.de 10.7.2017
Pfahl-Traughber beleuchtet allerdings nicht die Tatsache, daß alternde Autonome und Antifas schließlich gerne Unterschlupf bei den etablierten linken Parteien und Organisationen finden und dort ihre Hand über den randalierenden Nachwuchs halten.


Sigmar Salzburg

11.07.2017 05:31   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag einzeln


Lügenpresse, wie sie leibt und lebt

Der „Spiegel“ trickst so, daß man zur Not auch das Richtige herauslesen kann:
Handschlag-Diplomatie: Als Polens First Lady an Donald Trump vorbeiging
SPIEGEL ONLINE - Politik - 06.07.2017
Wieder eine Handschlagpanne: US-Präsident Donald Trump hat seine Hand bereits ausgestreckt - doch Polens First Lady läuft an ihm vorbei und begrüßt erst jemand anders. [wie dumm: Melania Trump!]
Die meisten Medien beschreiben aber eine bewußte Mißachtung des Präsidenten:
US-Präsident Donald Trump von Polens First Lady knallhart ignoriert
Später immer noch verfälschend geändert in:
Polens First Lady lässt Trump links liegen
DIE WELT 07.07.2017

Trump wird von Polens First Lady einfach ignoriert
t-online.de 07.07.2017
Offensichtlich sollte Trump wieder als zu Recht mißachteter Tolpatsch bloßgestellt werden. Es fehlte nur der Beweis für die miese Absicht. Den lieferte das vielgeschmähte Online-Magazin PI-News mit einem vollständigen Video – alles ganz normal: Trump hält sich bereit, aber die First Lady entscheidet sich für Ladies first.


Sigmar Salzburg

09.07.2017 18:44   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Lügen- und Lückenpresse   Beitrag einzeln


Achse des Guten

Henryk M. Broder / 08.07.2017 / 12:14 /

Dumm, dümmer, Stegner
Wann immer in diesem unseren Lande etwas passiert, das die nützlichen Idioten der gesellschaftlichen Nivellierung irritiert, ihre Selbstgefälligkeit und Selbstgerechtigkeit in Frage stellt, sind sie nicht über die Tat entsetzt, sondern machen sich Sorgen um deren mögliche Folgen. Ob das, was passiert ist, dazu angetan wäre, Vorurteile zu schüren und die Fremdenfeindlichkeit zu befördern. [...]

Ralf Stegner, der charismatische Landes- und Fraktionsvorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein und einer der stellvertretenden Vorsitzendes der Bundes-SPD, denkt auch gerne um zwei Ecken. Seine Spezialität ist es, jede Niederlage der SPD zu einem Sieg oder der Chance auf einen Sieg umzudeuten. Und er twittert alle Naslang neue Wasserstandsmeldungen über seinen Gemütszustand. Heute früh über die Autonomen-Performance in Hamburg und was daraus folgen könnte.
Am Ende profitiert von Gewalt politische Rechte, deren Ziel es ist, das zu diskreditieren, wofür friedliche Globalisierungskritiker kämpfen! Gewalttäter von Hamburg werden möglicherweise zweifelhaftes Verdienst haben, Rechtsruck verursacht zu haben,der Köln in den Schatten stellt!
Bingo. Und Ralf Stegner stellt alles in den Schatten, wofür die SPD den Namen Sonderbare Partei Deutschlands trägt.

achgut.com 8.7.2017 (Link im Text präzisiert)

Uns interessiert natürlich mehr, warum die Reformisten die herkömmliche Schreibung „alle nase[n]lang, alle naslang“ (feste Wendung, im Zweifelsfall klein) nicht analog ihrer „Zeit lang“ zu „Nas lang“ reformiert haben. Es blieb unreformiert. Broder erfindet, nicht unlogisch, die „Naslang“, man findet aber auch „alle Nas‘ lang“.


Sigmar Salzburg

09.07.2017 03:19   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Jakob Augstein, ...

... Salonbolschewist und spätpubertierendes Millionärssöhnchen mit Walserschen Genen, „twittert“ auf einen „Tweet“ der Bundesregierung („Friedliches Demonstrieren, ja! Für Gewalt gibt es keine Rechtfertigung!“):
Jakob Augstein‏ @Augstein · 7. Juli 2017 · [< lesenswerte Kommentare!]
Widerspruch! Der Gipfel selbst tut der Stadt Gewalt an! Mündige Bürger werden zur Kulisse von Despoten gemacht.
Dabei dachte man doch, die meisten Teilnehmer seien demokratisch gewählte Staatslenker. Trifft das z.B. auf Merkel nun nicht mehr zu? Selbst der seit längerem dem Genossen Linker Trend nachkriechenden FAZ wird das zuviel:
Da brennt es in Hamburg längst lichterloh und werden Unbeteiligte von vermummten Chaoten niedergeprügelt. Mit dem Firnis der Zivilisation macht der „Schwarze Block“ nicht lange Federlesen. Der Biedermann namens Jakob Augstein, von dem hier die Rede ist, gibt derweil auf Twitter weiter Feuer. Soll man das anders als Aufruf zu Gewalt und geistige Brandstiftung nennen?
faz.net 7.7.2017


Sigmar Salzburg

08.07.2017 04:07   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   faz.net Frankfurter Allgemeine Zeitung   Beitrag einzeln


Das „aufgebauschte Linksextremismus-Problem“...

... des Ministerpräsidentin-Girlies Schwesig (SPD) schlägt voll zu. Ein Hamburger Gewährsmann berichtet von den abgefackelten Autos an der Elbchaussee:
„Jetzt die Polizei anzupflaumen ist voll daneben! Die zu Tausenden angereisten Kriminellen gehen in Kleingruppen von ca. 30 Mann marodierend durch die Straßen, Guerillataktik. Wegen der vielen Tatorte, die zudem nicht vorab oder zeitnah einschätzbar sind, hinken die gestressten Polizisten immer hinterher.“
Andere sehen schon, daß Bundeswehrzeuge „umgeparkt“ werden. Frau Trump darf das Hotel nicht mehr verlassen. Niemals hätte das Pack näher als 5 km an ein international so hochrangiges Treffen herangelassen werden dürfen. Unser Altparteien-Gesocks hat wieder einmal voll versagt. – Aber Pegida denunzieren¹, die schon 25000 auf die Beine gebracht haben, ohne jemandem ein Haar zu krümmen, dazu fühlen sie sich im Recht!

¹) Siehe auch die assholistische Darstellung bei Wikipedia.

Sigmar Salzburg

07.07.2017 13:19   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag einzeln


Die zu „Aktivisten“ veredelten Chaoten und Bürgerkrieger ...

... haben Spiegel-Onlines Aktivierungswünsche aufs schönste erfüllt:
Traut euch!
Radikal denken, entschlossen handeln – nur so ist die Welt noch zu retten.

#Ein Demo-Aufruf zum G20-Gipfel.
[Spiegel-Titel]
tichyseinblick.de 2.7.2017
SPON kennt keine Demonstranten mehr, SPON kennt nur noch „Aktivisten“:
+++ G20-Newsblog +++
FC St. Pauli bietet Aktivisten 200 Schlafplätze
Laut Bundespolizei Nord haben die Aktivisten aus dem Sonderzug den Hauptbahnhof "ohne Vorkommnisse" verlassen.

#NoG20-Sonderzug mit 700 Aktivisten aus der Schweiz in #Hamburg eingetroffen. 30 weitere durften nicht einreisen. #G20 #ZuG20 #G20HAM

Offenbar wollen die Aktivisten weiter in ein Camp ziehen. Vermutlich nach Altona, wie einige Aktivisten sagten.

Der Zug war am Mittwochabend in der Schweiz gestartet - mit diversen Stopps, um weitere Aktivisten einzuladen.

Einige Aktivisten haben vor Ort gezeltet, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Maximilian Holscher .

spiegel.de 6.7.2017
Und schon hört man, daß die falsche Fuffzigerin Ulla Jelpke (Die Linke) den Polizisten die Schuld gibt, wenn die „Aktivisten“ sich vermummen, Steine und Flaschen werfen und Brandsätze zünden. (Siehe auch dies.)


Dieser Zustand der Welt
rechtfertigt natürlich,
arglosen Kleinbürgern
ihre Autos abzufackeln.
Traut euch!





Nachtrag: Focus 16.7.2017
FOCUS: Herr Gabriel, wie würden Sie die Gewalttäter des G20-Gipfels nennen?
Sigmar Gabriel: Schwerverbrecher.
FOCUS: Manche sprechen von linken Aktivisten. Müsste man sie nicht Terroristen nennen?
Gabriel: Von mir aus auch Terroristen, denn ihr Ziel ist es ja, durch Terror Angst und Schrecken zu verbreiten. Man muss nur aufpassen, dass man diesen gewalttätigen Kriminellen nicht auch noch die Ehre gibt, ihnen politische Motive zu unterstellen. Der Begriff „linke Aktivisten“ ist eine unverantwortliche Verharmlosung. Das ist ja der erste Schritt, ihre Gewalt zu rechtfertigen.
focus.de 16.7.2017





Sigmar Salzburg

07.07.2017 07:51   Rechtschreibforum   >   Spiegel Online   Beitrag einzeln