Willkommen Forum neueste Beiträge (ohne Technik)

Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge (mit Technik) ...


Aus: Trierer Volksfreund

Rechtschreibung : Haarsträubend, unverantwortlich

Zum Artikel „Lehrerverband fordert schlechtere Noten bei zu vielen Schreibfehlern“ und zum Interview „,Dann frage ich meist nett nach einem Edding-Stift ...’“ (TV vom 12. August) schreibt Leonore Hardes:

In unserer Familie beginnt nun für zwei Enkelkinder der „Ernst des Lebens“, und der auch noch in zwei verschiedenen Bundesländern, nämlich Hessen und Nordrhein-Westfalen. Unser Oskar kommt jetzt in die zweite Klasse und hat mit dem Schreiben „nach Gehör“ begonnen. Mit dem Erfolg, dass sich alle Nackenhaare zu Berge stellen, wenn man sieht, dass er trotz guten Willens haarsträubende Fehler macht. Ich bin über diese Methode so erzürnt, dass ich diejenigen, die diesen unverantwortlichen Murks ersonnen haben, am liebsten vor dem Kadi wegen fahrlässiger Körperverletzung anklagen würde.

Man fragt sich immer wieder, wie unsere Kinder eine gescheite Rechtschreibung lernen sollen, wenn man zum Beispiel auf Schritt und Tritt beim Gang durch die Stadt, wie von Susanne Lin-Klitzing richtig bemerkt, diesem vermaledeiten Genitiv-S, welches im Englischen an das Wort angehängt wird, im Deutschen aber als Auslassungszeichen für einen Buchstaben steht, überall begegnet. Was denken sich die Menschen nur, unsere Schrift so zu vergewaltigen? Will man damit vielleicht seine Weltoffenheit dokumentieren?

Und wenn ich nun schon einmal dabei bin, mich unbeliebt zu machen (von wegen Oberlehrerin, Besserwisserin), gestatten Sie mir eine weitere Bemerkung. Die Nachricht, dass ein kleiner Junge im Frankfurter Hauptbahnhof oder auch der Freund einer jungen Frau im Trierer Hauptbahnhof aufs Gleis „geschubst“ wurden, fordert einen Kommentar meinerseits heraus. Unter dem Wort „schubsen“ versteht man landsmannschaftlich „stoßen, schieben“. Ich glaube, eine Verniedlichung, dass man in beiden Fällen jemanden durch einen „Schubser“ (Stoß) aufs Bahngleis befördert hat, ist in beiden Fällen nicht angebracht.

Wäre man sich in der Redaktion der Herkunft des Wortes bewusst gewesen, hätte man diesen Fehler vermeiden können.

Leonore Hardes, Trier
volksfreund.de 16.8.2019

Frau Hardes regt sich über vereinzelte „‘s“ in Ladenschildern auf, aber nicht über die traditionsmörderischen „Reform“-ss in Zeitungs- und Buchtexten. Die Dauerindoktrination wirkt!

Das war vor zwanzig Jahren anders. Helle Aufregung gab es, als die ersten Leserbriefe von den meisten Zeitungen in die neue Zwangsrechtschreibung umfrisiert wurden. Manche Redaktionen versprachen originale Wiedergabe, vergaßen das jedoch ziemlich schnell. Als ich mich bei den „Kieler Nachrichten“ beschwerte, bekam ich sogleich Post vom Rechtsanwalt.

Die Umerziehung eines ganzen Volkes durch gesellschaftsverändernde Sozialisten und trottelige Traditionalisten wurde im Komplott mit den (oft der SPD gehörenden) Zeitungen und der dahinterstehenden Medienmafia gegen einen bestehenden Volksentscheid durchgepeitscht.

Bald gab es in jeder Schreibelektronik Korrekturprogramme, die widerspenstige Altschreiber damit belemmerten, wo die neuen „ss“ nun hingehören. Neben anderen Skurrilitäten und Albernheiten sind das 95 Prozent der „Reform“ (Johanna Wanka), davon wiederum fast die Hälfte „dass“ statt „daß“, ohne deren grammatische Erkennung erleichtert zu haben.

Da die „Reform“ mit bisher mindestens 22 Milliarden Euro teuer war (wie nun jährlich die „Flüchtlinge“), kann man sagen, daß der nichtnutzige Ersatz der „daß“ durch „dass“ allein Deutschland rund 10 Milliarden Euro gekostet haben dürfte.



Sigmar Salzburg

18.08.2019 07:57   Rechtschreibreform und Gruppendynamik   >   Wieder mal der Apostroph   Beitrag einzeln


Vom Facebook des S-H Elternvereins e.V.

Kopftuch-Verweigerinnen wohl mit Kabel ausgepeitscht

Ingo Thor | Palma, Mallorca | 14.08.2019 10:44

Polizisten haben in Palma de Mallorca ein moslemisches Elternpaar festgenommen, das die eigenen Töchter malträtiert haben soll, weil die offenbar kein Kopftuch tragen wollten. Der Zugriff erfolgte nach Angaben der spanischen Nationalpolizei am Montag.

Lehrer einer öffentlichen Schule waren auf den Fall aufmerksam geworden und hatten die Ordnungshüter verständigt. Vor allem der Vater habe die 12 und 14 Jahre alten Mädchen wiederholt attackiert. Er soll sie mit einem Telefonkabel und mit einem Gürtel ausgepeitscht haben.

Die Familie stammt aus dem afrikanischen Staat Guinea. Dort ist die moslemische Religion anders als in anderen Ländern des Kontinentes relativ weit verbreitet.

mallorcamagazin.com 14.8.2019

[url]https://www.facebook.com/SchleswigHolsteinischerElternverein/[/url]


Kevin Kraus

17.08.2019 04:35   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag einzeln


Chancen des SPD-Duo-Infernale Schwan & Stegner verbessert!

F.A.Z. exklusiv
Familienministerin Giffey stellt Rücktritt in Aussicht

• Von Peter Carstens, Berlin

... Familienministerin Franziska Giffey hat gegenüber der SPD-Spitze erklärt, dass sie auf ihren Kabinettsposten aufgeben werde, sollte die Freie Universität Berlin ihr den Doktortitel aberkennen. Zugleich schrieb die populäre Politikerin der kommissarischen Vorsitzenden Malu Dreyer in einem Brief, welcher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, dass sie nicht für das Amt einer SPD-Vorsitzenden antreten werde...

faz.net 15.8.2019

[Leserbriefe:]

Ganzes Universum liegt zwischen dem
Max Schmid (CH-Gast)
• 15.08.2019 - 16:35
in den dt. Medien beschimpften Hr. Johnson ("Populist, Chaot..."), einem Qxford-Absolventen in Altphilologie (sehr schwer) und den dt. Politikern, wie hier geschildert, "Dr." der trivialen Soz. - Wissenschaften an einer Uni, die im int. Ranking auf den Plätzen 100-150 liegt (Oxford Platz 5-10).

Mir wäre es lieber, "Dr. Merkel" würde zurücktreten.
Christian Bauer (CTB13)
• 15.08.2019 - 16:22
Ihre Dr-Arbeit dürfte mehr als "erkenntnisfrei sein.

[Seltener geworden in der FAZ: Kluge Köpfe mit klassischer ß-Bildung:]

"... die populäre Politikerin ..."
Joachim Reuter (Polyphem)
• 15.08.2019 - 15:42
Läßt sich diese Bewertung durch irgendetwas belegen, z.B. durch Umfragen oder öffentliche Sympathiebekundungen?

Durch subjektive Wertungen dieser Art werden immer wieder Politiker hochgelobt, die solcher Darstellung politisch nicht gerecht werden,.

Über Giffey's politisches Wirken, z.B. die Förderung der Gender-Ideologie in Kitas und Schulen (ihr skandalöses Vorwort in einem dementsprechenden Pamphlet der linksextremen Amadeus-Antonio-Stiftung) , schweigt hingegen "des Sängers Höflichkeit".

Frau "Dr." Giffey will auch den SPD-Vorsitz nicht??
Heinrich Stamm (Seneca55)
• 15.08.2019 - 15:26
Schade, dann muß der Heiko Maas wohl doch mit der Berliner Staatssekretärin/Tweeterin Frau Sawsan Chebli statt mit der Berlinerin "Dr." Giffey den SPD-Vorsitz im Duo erobern.
- Hoffentlich hat sich aber durch diese Verzichtserklärung von Frau "Dr." Giffey auch die Chancen des SPD-Duo-Infernale:"Baucis Schwan&Philemon Stegner" auf den SPD-Vorsitz nennenswert verbessert, um vielleicht dann die Pflegevoraussetzungen der schnell-alternden Genossenschar im Bund/Länder noch in den Griff zu bekommen -
Glück auf, SPD! - Und Glück auf Frau "Dr." Giffey!



Sigmar Salzburg

16.08.2019 03:59   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   faz.net Frankfurter Allgemeine Zeitung   Beitrag einzeln


Merkel belehrt das Volk

Die Medien und CDU-Anhänger bejubeln, wie Merkel einem AfD-Politiker eine „Lehre“ in Demokratie erteilt, hier nach „stern.de“:
Bürgerdialog Stralsund

"In die Diktatur geführt" – So lässig reagiert Merkel auf harsche Vorwürfe eines AfD-Politikers
[...]

AFD-POLITIKER THOMAS NAULIN:

"Thomas Naulin, ich bin Mitglied im Kreistag Vorpommern-Rügen und in der Stadtvertretung in Bergen. Meine Frage - vorweg noch ein zwei Sätze und zwar:

Frau Merkel, Sie haben uns im Namen der Toleranz in eine Diktatur geführt, ist meine Meinung. Die Grundrechte sind zurzeit massiv eingeschränkt. Artikel 1, Grundgesetz, "Die Würde des Menschen ist unantastbar" - so sollte es sein.

Dieses Recht hat man allerdings verwirkt, wenn man sich zurzeit in Deutschland offiziell zur AfD oder als Patriot bekennt. Das will ich hier mal offen sagen.

Die Pressefreiheit ist zurzeit nicht gegeben, wir haben eine Propagandapresse, die DDR wäre blass, die würde vor Neid erblassen, wenn sie das sehen würde. Unsere Grundrechte, Meinungsfreiheit, ist als AfD-Mitglieder, ist das auch nicht gegeben.

Das wollte ich jetzt hier kurz sagen. Und jetzt meine Frage, die ich gestellt hab, lese ich mal vor: Fühlen Sie sich persönlich verantwortlich, mit ihrer Migrationspolitik das Land gespalten zu haben?"

BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL (CDU):

"Also erstmal ist ja die Tatsache, dass Sie hier in Reihe eins sitzen und mit Ihrer Frage nicht gefährdet sind, einfach Ausdruck, dass Sie [APPLAUS], dass Sie das sagen können. Und dass ich selbstverständlich, dass ich selbstverständlich auch auf Ihre Frage antworte.
Ein dümmlicher rhetorischer Trick: Wie jeder weiß, könnten Naulin anschließend linke Kampfgruppen überfallen (wie Magnitz und Junge), sein Auto abfackeln (siehe Beatrix von Storch, Frauke Petry, Uwe Wurlitzer, Uwe Junge, Eberhard Brett), ... ihm etwas ins Gesicht werfen (wie Meuthen, Storch), ...ihm Zutritt zu Demonstrationen und Gebäuden blockieren – es könnte CDU-Kramp-Karrenbauer hetzen, er wäre verfassungsfeindlich, es könnte SPD-Oppermann ungestraft verbreiten, er wäre ein „Nazi“...
Und dass Sie von jedem deutschen Gericht so behandelt werden, wie jeder Bürger.
Auch das ist nicht sicher. Ein Imam, vor dessen Haustür ein Polenböller gezündet wird, erhält Kanzlerinnenbesuch und der Täter zehn Jahre Zuchthaus. Um den AfD-Abgeordneten Wurlitzer, den sechs Monate später dasselbe trifft, kräht kein Hahn. Migrationshintergründige Schläger und Vergewaltiger erhalten Bewährung, und Mitläufer*innen aus „kulturellen“ Gründen Freispruch – siehe auch dies und das.
Und dass ich auch nicht den Eindruck habe, wenn ich im Deutschen Bundestag bin, dass die Kollegen oder die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die der AfD-Fraktion angehören, irgendwelche Hemmungen hätten, mir ihre Meinung zu sagen, oder meinen Kollegen aus den anderen Fraktionen ihre Meinung zu sagen. Und das ist auch gut so.
Ein billiges Ablenkungsmanöver: Abgeordnete sind gesetzlich geschützt, obwohl auch da versucht wird, das zu unterlaufen. Es geht Naulin um die tägliche Propaganda und die Aktionen von Parteien, Linkspresse, Gewerkschaften, sonstigen „Zivilgesellschaften“ und privaten Stasi-Nachfolge-Organisationen, die jeden verfolgen, der sich mit Recht gegen die „Umvolkung“ und Islamisierung Deutschlands wendet. Auch Merkel hat mit ihrer Vision von Hetzjagden auf Ausländer und mit ihrem Neujahrsspruch gegen Pegida dazu beigetragen:„Folgen Sie denen nicht!“
Und es gibt Schranken der Meinungsfreiheit, dann nämlich, wenn es die Würde anderer Menschen in Gefahr bringt. Das ist aber glaube ich unter uns jetzt auch mal unstrittig.
Wer bringt hier die „Würde anderer Menschen in Gefahr“, wenn nicht der, der massenweise jugendliche Taugenichtse aus Afghanistan und Afrika ins Land läßt, die dann Frauen jeden Alters belästigen, vergewaltigen und gar ermorden, und die überzeugt sind, letzlich gottgewollte Sieger zu sein?
Und über die Frage, wer das Volk vertritt, wer Patriot ist, da gibt es unterschiedliche Meinungen. Da glauben Sie, dass Sie das sind, da glaube ich, dass ich genauso Teil des Volkes bin, und das ist die Pluralität unserer Gesellschaft. [...]

Und trotzdem werde ich immer sagen, dass es richtig war, dass wir in einer humanitären Ausnahmenotsituation geholfen haben. [...]

Es ist nirgendwo gesagt worden es war nicht rechtmäßig. So, gut, wenn Sie jetzt mit den Gerichten nicht zufrieden sind, das ist ja auch eine Möglichkeit. Aber da sind wir ja, Gott sei Dank beruht unsere Demokratie auf der Unabhängigkeit der Rechtsprechung.

Auch ich bin nicht über jedes Urteil des Bundesverfassungsgerichts oder des Europäischen Gerichtshofs glücklich. Aber es gehört zu den eisernen Regeln, dass die Politik nicht anfängt, die Gerichte zu korrigieren. Oder die Gerichte, den Gerichten zu sagen, ob sie richtig oder falsch gehandelt haben.

Das ist dann genau das Ende der Demokratie. Demokratie beruht auf der Unabhängigkeit von Institutionen."

stern.de 14.8.2019
Letzteres ist aber schon in Frage gestellt, wenn ein CDU-Mann wie der Jurist Stephan Harbarth für die CDU eben noch die Verfassungsmäßigkeit des „Compact of Migration“ behauptet hat und gleich darauf zum Verfassungsrichter berufen wird, wo er dann als „Unabhängiger“darüber entscheiden darf.

Die Merkel-Demokratie ist natürlich keine Diktatur, sondern eine parlamentarische „Demokratur“: Alle vier Jahre dürfen die Bürger ein Wohlfühlkreuz für ein Wundertüten-Parteiprogramm abgeben. und in der Zwischenzeit können die Regierenden diktatorisch schalten und walten, wie es ihrer Ideologie und Sozialisation entspricht – sogar Volksentscheide annullieren. Das funktioniert, wenn nichts Existentielles zu entscheiden ist und die Bürger einander vertrauen. Das ist aber schon lange nicht mehr der Fall – die Spaltung geht als Folge der Indoktrination der Jugend sogar durch die Familien.

Jetzt wird das Volk dahingeführt, wo es gar nicht hinwollte: zum Euro, zur Rechtschreib„reform“, zur EU-Bürokratie, zur Massenansiedlung von Fremdvölkern – und schließlich zur Abschaffung Deutschlands.

Merkel möchte, daß das so bleibt und lehnt Volksabstimmungen ab – also echte Demokratie.



Sigmar Salzburg

15.08.2019 07:33   Demokratiefrage   >   Demokratie?   Beitrag einzeln


Genderlästerer unerwünscht

Geschlechtsneutrale Sprache wirkt
Von:
Inge Hüsgen

Ein winziges Wort genügt, um die Vorstellung über Frauen zum Positiven zu verändern. Und es wirkt auf die Wertung von Menschen außerhalb des heteronormativen Geschlechtermodells, etwa Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Personen. Das belegt nun eine aktuelle Studie.

hpd.de 13.8.2019 ...

Genderlästerung mögen „Freidenker“ nicht, jedenfalls nicht von mir:

Eine Parawissenschaftskritikerin schwärmt von einer kaum ergebnisoffenen „Studie“, die einen minimalen Nutzen im Sinne der parawissenschaftlichen Genderideologie durch Verschmelzung zweier schwedischer Pronomina gefunden haben will. Was Wunder, in schwedischen Kindergärten wird schon seit Jahren daraufhindressiert! Im Deutschen ist es schwieriger ( „wer/wie das macht, der/die ist dumm!“) und führt schon jetzt zu einer verkrampften Verdoppelungs- und Vermeidungssprache. Das Chinesische ist seit Jahrtausenden eine geschlechtsneutrale Sprache, ohne daß das je den Frauen genützt hätte.

Siehe auch dies.



Sigmar Salzburg

14.08.2019 21:13   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag einzeln


Die Ablenkungsmanöver „unserer“ Politiker

Zum Verständnis des Videos von Nicolaus Fest muß etwas ausgeholt werden:
bz-berlin am 27. Mai 2018:

Mit dem Einzug der AfD in den Bundestag ist der Ton rauer [ekelhaft h-los] geworden. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (63) wurde persönlich attackiert. ..

Claudia Roth: Mit der AfD ist ein neuer Ton eingezogen. Wir erleben immer wieder, dass ihre Abgeordneten die Grenze zwischen Freiheit der Meinung und Hass bewusst überschreiten. Das erfordert Einordnung, Widerrede, gegebenenfalls auch mehr: Die Rüge, die Frau Weidel für ihre Kopftuch-Äußerung zurecht erhalten hat, wurde von allen anderen Fraktionen einstimmig gebilligt. Ein gutes Zeichen!...

Ihnen warf Frau Weidel vor, dass Sie 2015 bei einer Demo mitliefen, wo die Parole „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ spazieren getragen wurde. Wie kam es dazu?

... Die Demo in Hannover stand unter dem Motto „bunt statt braun“ und wurde von einem breiten Bündnis aus Parteien und Gewerkschaften getragen. Ich lief neben Mitgliedern der Landesregierung, zentraler Redner war der sozialdemokratische Oberbürgermeister. Die Behauptung, es habe ein Banner mit diesem Spruch gegeben, ist falsch. Und dass diese unsägliche Parole skandiert worden sein soll, habe ich erst nach der Demo erfahren. Was stimmt: Es nahmen viele Autonome am Protestmarsch teil, was selbst die Organisatoren überrascht hat. Und es fielen Sprüche, die ich nicht unterstütze. Umso wichtiger war es mir, nicht wegzulaufen, sondern den demokratischen Kern der Demo weiter aufrechtzuerhalten...

bz-berlin.de 27.5.2018
Schon das Motto bunt statt braun der Demonstration gegen den pflichtgemäßen, gesetzlich vorgeschriebenen Parteitag der AfD heißt (in der Folge des gesetzwidrigen 5. Septembers 2015) übersetzt: Masseneinwanderung statt nationalsozialistische Diktatur, denn „braun“ war die Farbe der Uniform von SS und SA bis 1930.

Das strafwürdige Motto gegen eine demokratische Partei wurde von Linksextremisten erfunden und folge- und farbrichtig auch in der Parole mit der „Scheiße“ (wie auch hier) umgesetzt, ob mit oder ohne Transparent. Von „demokratischem“ Kern kann also nicht die Rede sein, auch wenn SPD-Bürgermeister, Gewerkschaften und „Parteien“ mitliefen.

Die gleichsinnige Propaganda von linker Presse und Zwangsgebühren-Staatsfunk haben wir hier und da festgehalten.

Jetzt werden wieder andere Säue durch das deutsche Dorf getrieben – das Klima und der deutsche „Rassismus“: Nicolaus Fest hält fest, wieder mit gewohnten „Fehlern“ im „reformierten“ Text der Untertitel:
[url]https://youtu.be/yyWKoJ2vr6Q[/url]

Worüber reden die Deutschen? Über die alarmierende Staatsverschuldung, den wahnwitzigen Anleihenkauf der EZB, den dramatischen Einbruch beim Export? Nein! Dass Volkswagen 37.000 Mitarbeiter abbauen will, die Deutsche Bank 18.000, BASF, Ford und Thyssen-Krupp je 6000, Bayer 4500, Siemens 2700. Auch nicht! Das Geschäftsklima kühlt massiv ab. Aber Thema ist das andere Klima, das meteorologische. Mancher Deutscher betrachtet inzwischen Temperaturen über 25 Grad im August als Apokalypse...
Noch nie habe ich einen so kalten Sommer erlebt. Daß ich im August nachts im Schlafzimmer unter 12 Grad habe, ist neu für mich.
... Den Wintereinbruch in deutschen Bilanzen fühlt er nicht... Union, SPD und GRÜNE wollen eine Fleischsteuer. Die soll – natürlich – „nur wenige Cent pro Kilo“ betragen. Das kennen wir von der EEG-Umlage für Ökostrom. Es kam dann ein bißchen anders...
Hier wurde das „ß“ nach 500 Jahren von den „Kultur“ministern verboten, auch müßte das Wort nach der Reformregel „groß bei Verdacht auf Substantiv“ mit großem „B“ geschrieben werden.
... Wenn die geistige Hinterbank regiert, darf eine nicht fehlen: DDmSS Claudia Roth. Wofür das Akronym steht, werden Sie erraten...
Auch hier macht Fest einen Schreib„fehler“. Er schreibt, wie oben auch die BZ, ein großes „D“, obwohl die Kultusminister doch beschlossen hatten, daß, wenn man sich duzt, „Ehrerbietung“ nicht vonnöten sei – hier natürlich in besonderem Maße nicht.

Alles Übrige bringt Fest auf den Punkt. Nur eins läßt er aus: Daß so eine dumme Nuß wie Roth als Vizepräsidentin des Bundestages amtieren darf und die Feststellung der Beschlußunfähigkeit gesetzeswidrig blockieren kann, während einer qualifizierten Juristin dieses Amt verweigert wird, bloß weil sie der AfD angehört.



Sigmar Salzburg

12.08.2019 11:52   Rechtschreibforum   >   Verantwortungslose Politiker   Beitrag einzeln


Das goldene Zeitalter des Islam – alles geklaut!

In Kiel wurde 2011 das Konzert des türkischen Komponisten Fazil Say für Klarinette und Orchester op. 34 mit dem Titel Khayyam uraufgeführt. Es ist inspiriert vom Leben des persischen Philosophen, Dichters, Mathematikers und Agnostikers Omar Khayyām (1048 – 1131). Die Neigung Says zu diesem Denker brachte ihn in die islam-üblichen Schwierigkeiten.

(Siehe auch: The Wine of Wisdom: The Life, Poetry and Philosophy of Omar Khayyam)

Die Islam„wissenschaftlerin” Lamya Kaddor wunderte sich kürzlich bei T-Online, daß es kaum islamische Nobelpreisträger gibt (in Physik zwei), obwohl doch die islamische Wissenschaft vor 1000 Jahren in hoher Blüte gestanden hätte. Was sie vielleicht nicht wissen will: Es war fast alles geklaut – und die unterjochten Denker der fremden Völkerschaften mußten gute Miene zum bösen Spiel machen, wenn sie überleben wollten:
Ibne Rushd, perhaps the most influential thinkers of the Golden Age, had impeccable command over philosophy, jurisprudence, logic, psychology, politics, music, medicine, astronomy, geography, mathematics, physics and celestial mechanics. He was a freethinker and a liberal who lamented that "women are kept like domestic animals or house plants for purpose of gratification"

( Beyond Jihad: Critical Voices from Inside Islam).

He was persecuted by Muslim scholars and his books were burnt by the Caliph. When his works reached Europe, his books were banned by Christian and Jewish clerics too as it threatened their faith.

Similarly, numerous freethinkers, philosophers and rationalists who are appropriated and celebrated by Muslims today were either killed, persecuted or ordered to be killed by Muslim scholars of that time.

It is also interesting to note that barely anyone of these thinkers was Arab.

Al-Razi and Omar Khayyam were Persian.
Ibne Sina, Al-Biruni and Al-Khwarizmi were Uzbek.
Al-M'aari was Syrian.
Ibne Rushd and Al-Zahrawi were Andalusian.
Al-Farabi was Kazakh.

Throughout history, not a single philosopher or scientist has cited a single Quranic verse or Hadith that has led to a single useful invention or discovery ever.
Es ist eine Katastrophe, daß heute unsere Schulen und Universitäten zunehmend mit Islamunterricht und Islam„wissenschaft“ belemmert und belastet werden. Allmählich schmilzt auch der Vorsprung der mitteldeutschen Schulen dahin, den die konfessionsfreie Erziehung in den Naturwissenschaften erreicht hatte, obwohl er immer noch spürbar ist.


Sigmar Salzburg

11.08.2019 10:06   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag einzeln


Heinrich Detering

Was heißt hier »wir«?
Zur Rhetorik der parlamentarischen Rechten


Reclam Verlag, Stuttgart 2019
ISBN 9783150196199
Kartoniert, 60 Seiten, 6,00 EUR

Klappentext
Am 23. November 2018 hielt Heinrich Detering eine aufsehenerregende Rede über die Rhetorik der parlamentarischen Rechten, deren erweiterte Fassung hier vorliegt. Mit literaturwissenschaftlicher Präzision zeigt Detering, wie der Anspruch, im Namen "des Volkes" zu sprechen, in totalitäre Ermächtigungsvorstellungen führt. ...

Rechtschreibung: 40 Seiten reiner Detering-Text (ohne Nachwort und Literaturangaben), etwa 7500 Wörter – „Reform“: 44 Prozent nichtsnutzige „dass“, 56 Prozent sonstige „Erleichterungs-ss“; „im Nachhinein“, die „als Erste“ ihre Heimat verlieren; traditionelle Schreibungen: von neuem, standhalten; in Zitaten vereinzelte traditionelle ß.

Detering hatte seinerzeit noch die Gemeinsame Erklärung von 700 Professoren und Professorinnen der Sprach- und Literaturwissenschaft gegen die „Rechtschreibreform“ unterschrieben, ist dann aber doch karrierebedingt zu Kreuze gekrochen:
Nach Ansicht ihres neuen Präsidenten Heinrich Detering soll sich die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Zukunft einem breiteren Publikum öffnen. Es sei "sehr schade", dass die Akademie in den vergangenen Jahren vor allem als Mitstreiterin in Fragen der Rechtschreibreform öffentlich wahrgenommen wurde, sagte Detering. "Das kann nicht alles sein." hier
In seinem Bändchen verwischt Detering bewußt den Unterschied zwischen politischer Kampfrede und schöngeistiger Erbauungsliteratur, um im Kampf gegen „Rechts“ mitschwimmen zu können. Die Ausgabe als Reclambändchen läßt vermuten, daß auch an die Indoktrination von Schülern gedacht ist.

Schon der Titel zeigt unlautere Absichten. „Was heißt hier »wir«?“ Das soll andeuten, daß die „Alternative für Deutschland (AfD)“, gegen die es ausschließlich geht, nur mit 12 Prozent der Wählerstimmen im Bundestag sitzt, also nicht berechtigt sei, für das Volk zu sprechen.

Tatsache aber ist, daß sich gleich nach der Wiedervereinigung in einer Allensbach-Umfrage 65 Prozent der befragten Deutschen gegen eine Masseneinwanderung ausgesprochen haben, wie noch 2000 Edmund Stoiber (CSU) – und wie wichtige Mitglieder der CDU noch heute, z.B. der Ex-Verfassungsschutzpräsident Maaßen.

Diese seither mißachtete Mehrheit sind „Wir“. Die laufende Umerziehung und Umvolkung hat gegen den ursprünglichen Volkswillen die Mehrheitsverhältnisse geändert. Aber noch 2017 stellte die Özoguz/FES-Kommission fest:
„Es gibt offenkundig keine klare Akzeptanz sowohl von Einwanderung als auch von Vielfalt“.
Am Ende des Deteringschen Buches steht der Satz:
Gaulands Sprache ist hier wahrhaftig nicht die Sprache Goethes und Fontanes. Sie ist bloß der schlecht verkleidete Jargon von Gangstern
Der feinsinnige Demagoge Detering verkennt bewußt, daß Politiker im Angesicht eines Notstandes zu schlagkräftigeren Worten greifen müssen als deutsche Dichter.

Alexander Gauland hatte auf das Wort der SPD-Staatsministerin mit deutschem und türkischem Paß, es gebe außerhalb der Sprache keine deutsche Kultur, mit dem Wunsch reagiert, sie nach Anatolien „zu entsorgen“. (Dazu dieser Text).

Özoguz und ihre SPD wollten auch den Satz
„Die Bundesrepublik ist ein vielfältiges Einwanderungsland“ ins Grundgesetz schleusen – ein übles Ansinnen, denn jeder, der das ablehnt, wäre dann zwangsläufig ein Verfassungfeind geworden.

Auf Seite 22 verdreht Detering in seiner „Expertise“ Gaulands (überflüssige) Bemerkung, daß die Deutschen stolz auf die Leistungen der Wehrmacht sein könnten und fälscht in sein eigenes Gedankenexperiment etwas hinein, was Gauland bewußt ausgeklammert hat:
„wenn auf der einen Seite die britische Armee im Zweiten Weltkrieg stünde und auf der anderen die deutsche Wehrmacht; dann würde sie besagen, dass die Leistungen in der Niederschlagung des Nationalsozialismus ebenso bewunderungswürdig seien wie die Taten der Kämpfer für den Nationalsozialismus selbst...
Die meisten Soldaten haben nicht „für den Nationalsozialismus“ gekämpft, sondern gekämpft, weil sie zwangsweise eingezogen wurden, wie mein Vater, der dabei umgekommen ist. Vielleicht haben sie zum Schluß noch dafür gekämpft, daß nicht 12 Millionen Deutsche von ihrer Heimat „befreit“ werden (S.25). Gauland hatte ausdrücklich den Namen Hitler ausgespart, aber Detering möchte unbedingt noch eine Perfidie loswerden:
Oder ... es stünde, falls es beim Vergleich historischer Personen bleiben sollte, auf der einen Seite der Oberbefehlshaber Winston Churchill und auf der anderen Seite Adolf Hitler. (Nebenbei bemerkt: AfD-Kritikern wird manchmal vorgeworfen, zu rasch mit Begriffen wie Faschismus oder Nazis bei der Hand zu sein. Ich möchte gern dagegenfragen: Wo sollte man diese Begriffe bei der Hand haben, wenn nicht hier?)
Nazi“ – das ist seit 1945 die schlimmste denkbare Beleidigung. Sie heißt übersetzt: „Rechtfertiger nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und Massenmorde – Befürworter desgleichen für die Zukunft“. Leider ist sie im Gegensatz zum schlichten „Arschloch“ bisher nicht strafbar. Der linken Mafia ist gelungen, das Wort durch inflationären Gebrauch zu einer bloßen, beliebig berechtigten Meinung herabzustufen, wobei auch der Unterschied zwischen Nationalist und Nationalsozialist verwischt wird.

Die übrigen Einlassungen Deterings zu Höcke usw. kann man übergehen. Sie sind hier und da schon genügend widerlegt worden; siehe auch Vogelschiß.

Zum Schluß sei noch darauf hingewiesen, daß Detering als literaturwissenschaftlicher „Christian Wulff“ im Schafspelz versucht, die Deutschen mit dem Islam zu versöhnen (S. 44), indem er auf Goethes romantische Aneignung der mohammedanischen Gottesphantasien und seine arabischen Schreibversuche der letzten 114. Sure des Korans hinweist, die durch Kürze und Unklarheit Tiefsinn vortäuscht.




Sigmar Salzburg

09.08.2019 08:22   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Bücher   Beitrag einzeln


Dank an Norbert Lindenthal ...

... für das erneute Einstellen dieses wichtigen Artikels

Inzwischen wird klarer, welche Kräfte sich aus unterschiedlichen Gründen zum nichtsnutzigen Kulturschurkenstück Rechtschreib„reform“ zusammengefunden hatten – gegen den festgestellten Willen des Volkes. Als Ersatz für die gescheiterte Kleinschreibung diente das Heyse-ss/ß-System dem sofortigen Erkennen „alten Denkens“ (Mao). Damit die Aktion überhaupt unter dem Namen „Reform“ weiterlaufen konnte, bauten die Reformingenieure möglichst viele ihrer Spezialmarotten ein – heute erst zum Teil revidiert.

Als sie mit ihrer Fehlerverminderung scheiterten, schoben sie die Begründung nach, es ginge eher um die leichtere Lernbarkeit. Das wahre Ziel und die eingeschlagene Strategie der „Reformer“ hat versehentlich der östreichische Hofrat Karl Blüml verraten:


Entmachtung des Duden (Weg frei für Staat und Bertelsmann):
1998 sagte Blüml noch in einem Interview mit dem Standard (31.1.1998):
"Das Ziel der Reform waren aber gar nicht die Neuerungen. Das Ziel war, die Rechtschreibregelung aus der Kompetenz eines deutschen Privatverlages in die staatliche Kompetenz zurückzuholen.“
Übertölpelung der Bevölkerung durch schleichenden Entzug des „ß“
2004 gestand Blüml in der ARD-Fernseh-Diskussion bei „Sabine Christiansen“ am (8.8.2004):
„Natürlich wäre es möglich gewesen, auf das ß insgesamt zu verzichten. Dies wäre aber gegen den ausdrücklichen Wunsch einer großen Bevölkerungsmehrheit gewesen, weil sie diesen Buchstaben als typisch deutsches Zeichen betrachten.“
Die ss/ß-Regel nach Heyse (um 1800) war nach dem Ausscheiden der Kleinschreibung das fehlerträchtige, aber wichtigste Instrument zur Kontrolle der Reformunterwerfung. Deshalb das scheinbare Eingehen auf den Willen des Volkes – die heute weiter ausgebaute Form der parlamentarischen „Demokratur“.


Sigmar Salzburg

08.08.2019 05:49   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z., FAZ, faz.de, faz.net, faznet.de und die Rechtschreibung   Beitrag einzeln


Ausgemistet, aussortiert, exiliert

FAZ AKTUALISIERT AM 01.11.2009-14:54

RECHTSCHREIBREFORM :
Ausgemistet, aussortiert, exiliert
VON THEODOR ICKLER -AKTUALISIERT AM 01.11.2009-14:54
Welche Bücher sind jungen Lesern zumutbar?
Bildbeschreibung einblenden

Rückblick auf ein Büchermassaker: Weil sie in der alten Rechtschreibung gedruckt waren, sind wahrscheinlich Millionen Bände aus den Schulbibliotheken vernichtet worden. Ein unnötiger Verlust, verursacht durch den Rechtschreibreformwahn.

Als im Sommer 1996 die Einzelheiten der geplanten Rechtschreibreform bekannt wurden, glaubten besonders die Jugendbuchverlage, ihre Produkte möglichst rasch auf die neuen Schreibweisen umstellen zu müssen. Neue Schulbücher wurden ohnehin nur noch in Reformorthographie genehmigt, aber auch bei privater Lektüre sollten die Kinder sich nicht mehr an herkömmlichen Schreibweisen die Augen verderben. Angeblich entsprach dies dem Wunsch der Eltern; auch herrschte weithin die Vorstellung, die Reformschreibung sei gesetzlich vorgeschrieben. Die noch lebenden Autoren stimmten mehr oder weniger zähneknirschend zu; einige klagten in privaten Äußerungen über den Zwang, dem sie sich nicht zu entziehen vermochten.

Die Umstellung geschah durchweg so schnell wie nachlässig, keine andere Literaturgattung zeigte derart viele Irrtümer und Versehen. Die korrekten Umsetzungen der Reform waren allerdings sprachlich nicht besser als die fehlerhaften: „so Leid es Lilli auch tut“ – „Ratte ist immer an allem Schuld“ – „,Morgen!‘, sagte er Hände reibend“ – „Offenbar wirkte Mamsell sehr Furcht einflößend“. Die Reparaturbedürftigkeit der neuen Regeln stand für jeden Sachkundigen schon damals fest, und so kam es auch: Durch die Revisionen 2004 und 2006 wurden von den rund zehntausend reformierten Duden-Einträgen etwa viertausend nochmals geändert. Die Lebensdauer der Rechtschreibwörterbücher sank auf 23 Monate (Duden) oder gar nur 13 (Wahrig).

Alle Bücher ausgemistet

Im Rechtschreibwortschatz der Grundschulen betraf die Reform zwar nach amtlicher Zählung nur 24 Wörter (alle wegen der ss-Schreibung). Gleichwohl wurden von Anfang an auch Schul- und Leihbibliotheken durchforstet und von Büchern in „alter“ Rechtschreibung gereinigt. Typische Vollzugsmeldung: „Alle Bücher in alter Rechtschreibung wurden ausgemistet.“ Die Dunkelziffer dürfte enorm sein; wahrscheinlich sind Millionen Bände vernichtet worden. Hier können nur einige wenige Stimmen zitiert werden.

Ein Gymnasium in Stuttgart klagte 2004 über finanzielle Schwierigkeiten, nachdem „hunderte von Büchern aufgrund der Rechtschreibreform ausgemustert und ersetzt werden mussten“. Eine Schule in Bensheim meldet: „Bücher, die nicht mehr der neuen Rechtschreibung entsprachen, wurden ausgemistet.“ Aus Hude: „Bücher aus der ehemaligen Schulbücherei sind allerdings nicht zu finden. ,Alle Bücher hier sind neu angeschafft. Das liegt an der Rechtschreibreform. Wir können den Kindern ja nicht zumuten, heute falsche Schreibweisen zu lesen‘, erläutert die Rektorin.“ Einzelnen Lehrern ging das Vernichten von Büchern gegen den Strich, sie schickten sie nach Polen oder Rumänien oder verkauften sie auf dem Flohmarkt. Gerade aus kleinen Büchereien in Landgemeinden wurden bis zu zwei Drittel aller Bücher aussortiert. Gern werden Spendengelder oder die Mittel von Fördervereinen dazu verwendet, die Folgen der Vernichtungsaktion auszugleichen: „Der Schulleiter, der vor kurzem die Literatur mit alter Rechtschreibung aussortierte, ist froh über die Idee des Fördervereins: ,Ohne ihn könnte sich das unsere kleine Schule niemals leisten‘“ (Obergrenzebach 2008). So auch an der Deutschen Schule in Madrid: „Bücher mit alter Rechtschreibung wurden aussortiert“, so hörte man hier 2009.


Fast leere Regale

Die nächste Revision steht bevor, der Rat für deutsche Rechtschreibung diskutiert bereits das Unvermeidliche. Aber aus einem Ort im Sauerland wird noch kürzlich berichtet: „Wer sich in der Bücherei der Grundschule zurzeit ein Buch ausleihen möchte, steht vor fast leeren Regalen. ,Vor zwei Wochen haben wir mit zwei Praktikantinnen des Gymnasiums unsere Bücher aussortiert, die noch die alte Rechtschreibung beinhalten‘, erklärt Schulleiter P. B. Das Ergebnis: mehr als die Hälfte der Bücher sind nicht mehr zeitgemäß. (...) Gefunden hat er unter anderem alte Schätzchen wie ,Ferien auf Saltkrokan‘ von 1964. ,Solche Bücher dürfen wir Kindern nicht mehr in die Hand geben‘, betont er.“ Das sollten jene Eltern zur Kenntnis nehmen, die sich im Internet verwundert fragen, warum in ihrer Gemeindebücherei die Werke von Lindgren und Kästner nicht mehr aufzufinden sind: Die alten Bände sind aussortiert, neue aber noch nicht angeschafft. Nicht alle Bücher jedoch werden in einer der verschiedenen Versionen der Reformschreibung nachgedruckt. Die Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft zum Beispiel teilt mit, dass die Werke ihres Namenspatrons aus Kostengründen kaum umgestellt werden dürften.

Ähnliche Meldungen gibt es aus Österreich. Dort wurden nach Auskunft der Schulleiter an jeder zweiten Volks- und Hauptschule die Buchbestände rigoros dezimiert, obwohl das Kultusministerium im Jahre 2004 ausdrücklich erklärt hatte: Ein Aussortieren von Büchern, die es nur in traditioneller Rechtschreibung gibt, „würde einen Eingriff in die literarische Vielfalt bedeuten“. Das Ministerium riet, nicht über den Rahmen der jährlichen Bestandspflege hinauszugehen. Ähnlich das hessische Kultusministerium: „Kein Buch muss ausgesondert oder vorzeitig ersetzt werden, nur weil es die alte Schreibweise enthält. Mehrbedarfsanträge dürfen daher weder direkt noch indirekt mit Anschaffungen rechtschreibreformierter Bücher begründet werden.“

Beliebte Klassikertexte

Bei den Schulen ist dieser Aufruf zur Mäßigung offensichtlich nicht angekommen. Es wird auch selten bedacht, dass die namhaften deutschen Schriftsteller, darunter alle Büchner-Preisträger, sich weiterhin der herkömmlichen Orthographie bedienen und auf ihren Wunsch auch in Schulbüchern so gedruckt werden. Immer beliebter werden darüber hinaus Klassikertexte in Originalschreibweise, wie sie etwa bei Reclam und Suhrkamp in wohlfeilen Schulausgaben herauskommen. Die Büchervernichtung wäre auch unter diesem Gesichtspunkt nicht notwendig gewesen.

Vergleichbare Verluste hat es in Friedenszeiten bisher nicht gegeben. Die Urheber der Rechtschreibreform allerdings dürften von solchen Schreckensmeldungen unbeeindruckt bleiben. Auf Warnungen vor einem Traditionsbruch antworteten sie schon 1992 mit der kulturrevolutionären These: „Das meiste, was gedruckt oder geschrieben wird, gilt dem Tagesbedarf: Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Korrespondenz, Schulbücher. Geht man von 1995 als einem möglichen Reformdatum aus, so brauchen die Kinder, die ab dann lesen lernen, in den seltensten Fällen etwas von dem zu lesen, was vor 1995 geschrieben und gedruckt wurde.“

Quelle: F.A.Z.

Norbert Lindenthal

06.08.2019 12:00   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z., FAZ, faz.de, faz.net, faznet.de und die Rechtschreibung   Beitrag einzeln


Nicolaus Fest – wieder mehr Traditions-ß?

August 5, 2019

In den Medien das große Aufatmen: Der Bahnsteigmörder von Frankfurt war kein muslimischer Attentäter, sondern mental instabil, vulgo ein “Psycho”...

Bezeichnend ... die vom Kriminologen Christian Pfeiffer erörterte Frage, ob die vorangegangenen Schüsse auf einen Landsmann des Täters die Tat ausgelöst haben könnten – aus Pfeiffers Sicht die “perfekten Voraussetzungen für einen Racheakt”. Racheakte richten sich üblicherweise gegen den Täter oder seine Angehörigen, nicht aber gegen unbeteiligte achtjährige Buben. Aber Pfeiffers Einlassungen zeigen die geradezu zwanghafte Suche nach irgendeinem “deutschen” Anlaß, die selbst den ekelhaftsten Mord letztlich als Reaktion eines eigentlich friedlichen, nur durch die vorangegangene Tat blitzradikalisierten Erdenbürgers erklären soll.

* * *
In der FAZ, längst im linken Blindstream fest verankert, eine große Reportage von Bord des Schlepperschiffs Alan Kurdi. Nur das Allernötigste hätten die Schiffbrüchigen bei ihrer Havarie retten können, Ausweispapiere hätten sie ausnahmslos keine. Alle seien bescheiden und höflich, auch ihr Geschirr spülten sie selbst. Und nur zwei Wünsche hätten sie: Zigaretten und Zugang zum Internet. Die Frage, warum sie ein internetfähiges Smartphone haben, nicht aber Papiere, wird nicht gestellt. Die Antwort weiß ohnehin jeder: Weil der deutsche Innenminister und die deutsche Kanzlerin auf Ausweispapiere keinen Wert legen...

nicolaus-fest.de 5.8.2019

Rechtschreibanalyse – 929 Wörter: 0 dass; sonst. Reform-ss: Missvergnügen; reformwidrige Traditions-ß: Anlaß, Mißgelaunten, häßlichen, Exzeß, gewiß, Radikalenerlaß


Sigmar Salzburg

06.08.2019 09:30   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag einzeln


Einer der Tricks, uns täglich tausendfach zu betrügen

Hier wird offenbar künstlich „Seenot“ erzeugt:

[url]https://www.youtube.com/watch?v=tJl_iLWSmtA&feature=youtu.be[/url]

P.S. Dies Video hatte ich bei Facebook eingetragen, aber es wurde ziemlich bald gelöscht.

Zu Rackete & Co.u.ä.: Dr. Gottfried Curio:
[url]https://www.youtube.com/watch?v=3dlhZrV5At4[/url]



Sigmar Salzburg

06.08.2019 08:47   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag einzeln


Ent-Ha(a)-rungen

Im „Weserkurier“ empfahl der Journalist Hendrik Werner:
»Wer sich kompakt über die turbulente Umbruchzeit informieren möchte, greife zu Christian Stangs Buch „Als das Känguru sein h verlor....“«
Die wirklich kulturbanausische Ent-Ha-rung war aber die des „Rauhen“hier ausführlich besprochen. Schon damals fiel auf, daß die Ent-Haa-rung der Nackt-Models fast parallel lief – eine Synchronizität im Sinne C.G. Jungs. Ähnlich auch die damals karrierefördernde Demonstration einer heutigen Bollywood-Schauspielerin – kurz nach dem Auftritt unserer späteren Dauer-Kanzlerin (Wiki):
„2004 war sie eine der „No More Bush Girls“, verschiedener Pornodarstellerinnen, die ihre Schamhaare abrasierten, um gegen die Präsidentschaft von George W. Bush zu demonstrieren.“
Meine Frau sagt, heute enthaaren sich die meisten jungen Mädchen. Welch ein Erfolg für die hebephile Männerwelt inmitten des Siegeszuges der Gender-Ideolog*innen!

Sigmar Salzburg

06.08.2019 05:42   Rechtschreibforum   >   Schwarzer Humor, Satire   Beitrag einzeln


Die Medienmafia hilft den Kultusministern durch Zwangsmissionierung:

20 Jahre Rechtschreibreform in den deutschen Printmedien

Hendrik Werner 01.08.2019

Vor 20 Jahren haben die meisten Printmedien im deutschsprachigen Raum die Reform der deutschen Rechtschreibung aus dem Jahr 1996 übernommen.

[Bild] Buchstabensalat mit uneinheitlichem Dressing: Kritiker monieren, die Reform habe nicht zur beabsichtigten Vereinfachung der Regeln geführt. (123RF)

Es muss ihm unendlich weh getan haben. Jahrzehntelang litt das kleine st unter großem Trennungsschmerz. Wann immer Journalisten, Schüler oder Schriftsteller das empfindsame s und das zarte t auseinanderreißen wollten, schrie das bewährte Buchstabenpaar, das sich fest verbunden glaubte, laut und gequält auf. Seit die Reform der deutschen Rechtschreibung (1996) vor 20 Jahren von den meisten Printmedien im deutschsprachigen Raum übernommen wurde, müssen sich nicht nur Pennäler, sondern auch Redakteure einen neuen Reim auf die mittlerweile zwangsweise geschiedenen Konsonanten machen. Beispielsweise diesen: Trennst du mal st, ist das schon okay. Man denke nur an die Wachs-tube in Kasernen und anderswo.

Als Platz sparend hat sich die Reform für Journalisten nicht erwiesen. Das Potenzial einer Zeitungsspalte ist durch zusätzliches Konsonanten-Aufkommen in Tateinheit mit Vokal-Zierrat mehr als nur ein Quäntchen überlastet. Über Teeeier, Seeelefanten und Nussschalen berichten zu wollen, ist naturgemäß ähnlich Raum greifend wie Texte über, sagen wir mal, Missstände in der Flussschifffahrt oder Balletttänzer im Kristalllüster. Das bedeutete anno 1999, als die Unsicherheit wegen des heraufziehenden Millenniums ohnedies gewaltig war, eine weitere Stresssituation. Gerade für ein schnelllebiges Gewerbe wie die Medien, deren Akteure mehr als einmal Acht geben müssen.

Aber ach! Wozu vergossene Milch betrauern? Und überhaupt: Jedem Land die Rechtschreibung, die es verdient! Immerhin war damals, ein Jahr nach dem verbindlichen Inkrafttreten der neuen Rechtschreibung an Schulen und in Amtsstuben – endlich Schluss mit dem Reformstau, den politische Kommentatoren damals wie heute gern bekritteln. Dass es – verglichen mit anderen gesellschaftlichen Großherausforderungen am Ende des 20. Jahrhunderts – ein alltäglicher und relativ randständiger Beritt war, in dem eine Innovation griff – geschenkt!

Und so waren es nicht so sehr Vertreter sogenannter Nachrichtenressorts, sondern vor allem Ästheten und Feuilletonisten, die sich durch neue Schreibweisen wie „Majonäse“ und „Ketschup“ (seit 2017 revidiert) verprellt fühlten – und in über den 1. August 1999 hinaus geführten Debatten die Reform als jene unstimmige und bizarre Deform bemängelten – alternativ als Schlechtschreibreform –, als die sie der Volksmund von Beginn an schmähte. Zum einen galt (und gilt) vielen Orthografie-Traditionalisten das erklärte Primärziel der Reform – signifikante Regelvereinfachung – als heillos verfehlt. Zum anderen lassen sich die Zustände auf den Zeitungsseiten nach der 99er-Zäsur zwar beschönigend als uneinheitlich beschreiben; tatsächlich aber waren sie zuallererst dies: chaotisch.

Teilweise bis Mitte der Nullerjahre nach alter Schreibweise

Das lag daran, dass einige Blätter, darunter Titel aus dem Axel-Springer-Verlag und die als intellektuelles Leitmedium geltende Frankfurter Allgemeine Zeitung, bis Mitte der Nullerjahre der alten Schreibweise zuneigten, während viele andere Zeitungen individuelle Hausorthografien entwickelten, die insofern durchwachsen sind, als sie Altes und Neues munter mischen – und Lesern gleich mehrerer Printmedien dadurch bis zum heutigen Tag mehr Irritation als Orientierung bieten.

Eine aus Skepsis und Kulturkonservatismus gebotene Zurückhaltung bezüglich der neuen Regeln galt zunächst auch für weite Teile der deutschsprachigen Buchverlagslandschaft. Nur und immerhin die Verlagsgruppe Random House (vormals Bertelsmann) gab sich aufgeschlossen; in Traditionshäusern wie Suhrkamp indessen sperrten sich Autoren und Lektoren – nicht nur am Sonnabendabend – unisono gegen wenig schlüssige Leitlinien und beachtlichen Wildwuchs in den Duden-Dekreten.

Ihren Spaß hatten in den Jahren 1999 ff. – erst 2004 und 2006 wurde das Regelwerk in besonders strittigen Punkten überarbeitet – immerhin satirisch gestimmte Zeitgenossen. So notierte der Autor dieses Textes in einer Glosse für die Tageszeitung „Die Welt“, die sogenannte Reform erhebe insofern „die Ungerechtigkeit zur Norm“, als sie die Gelbe Rübe größer belassen habe als die gelbe Paprika. „Womöglich kam es nur dazu, weil Rüben in Samuel Becketts absurdem Theaterstück ‚Warten auf Godot‘ eine große Rolle spielen. Das freut immerhin Feuilletonisten. Und entschädigt sie dafür, dass sie, wollten sie regelkonform agieren, Goethesches Werk schreiben müssten – gerade so, als würde Goethes Werk nicht genügen.“

Wer sich kompakt über die turbulente Umbruchzeit informieren möchte, greife zu Christian Stangs Buch „Als das Känguru sein h verlor. 50 Fragen und Antworten zur deutschen Rechtschreibung“. Darin erörtert der Autor nicht nur konkurrierende Schreibweisen wie Exposé und Exposee, sondern rekonstruiert die teils verheerenden Auswirkungen der Arbeit des Rechtschreibrates. Der räumte beispielsweise erst im Jahr 2010 ein, dass sich simplifizierende Volksetymologien – darunter „einbläuen“ und „Tollpatsch“ – wie auch skurrile Variantenschreibungen – darunter „Fassette“ und „Katarr“ – nicht hätten durchsetzen lassen und darum zu streichen seien. Was dazu führt, dass kaum jemand weiß, was im Einzelfall tatsächlich Gültigkeit besitzt.

So kann es kommen, wenn als verbindlich konzipierte Neuregelungen auf unverbindliche und zeitlich derart gestreckte Weise etabliert werden. Selten wurde hierzulande (und zu Wasser) Gesetzeskraft so wenig ernst genommen wie im Fall der Rechtschreibung, die seit Jahren Objekt von Nachbesserungen ist. Zielscheibe von Spott zudem. Tatsächlich ist die Causa zwischen Farce und bürgerlichem Trauerspiel zu verorten. Zig Reformen der Reform haben den deutschen Sprachraum phasenweise gesetzlos gemacht. Die Übergangszeit zwischen alter und neuer Rechtschreibung dauert, genau besehen, bis heute an.

weser-kurier.de 1.8.2019

Reformrelevantes redaktionell hervorgehoben. Zu den Schurkereien der „demokratischen“ Politiker, um die im Volk mehrheitlich abgelehnte „Reform“ im Komplott mit den Medien durchzusetzen, siehe auch dies.


Sigmar Salzburg

04.08.2019 12:12   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Weserkurier   Beitrag einzeln


Die Wahrheit ist rassistisch!

Helmut Schmidt durfte sie am Ende seines Lebens noch einmal aussprechen:
[url]https://youtu.be/deIy4P7_SEI[/url]

Helmut Schmidt(1918 - 2015):
Die Weltbevölkerung explodiert ...
Am 18.03.2016 veröffentlicht

„Als mein Vater zur Schule ging, also heut vor gut hundert Jahren, da lebten auf der Welt 1,6 Milliarden Menschen. Jetzt sind wir, 109 Jahre später, bei sieben Milliarden Menschen – mehr als der Faktor vier!“
Heute ist allein die Bevölkerung Afrikas auf 1,3 Milliarden Menschen angewachsen; 1950 waren es noch 220 Millionen, in 60 Jahren also eine Zunahme um den Faktor sechs.

Jetzt hat der Unternehmer und Fußballfunktionär Tönnies genau die gleiche Wahrheit schlichter, aber bildhafter dargestellt, verbunden mit der bekannten Erwartung, mehr Bildung und Lebensstandard würden die Bevölkerungexplosion in den Entwicklungsländern aufhalten – und schon zerreißt ihn die dressierte Correctness-Mafia so, daß er meint, sich entschuldigen zu müssen – in der Darstellung des linken „Spiegel Online“:
Als Fußballfunktionär und Fleischproduzent weiß Clemens Tönnies um die Macht seiner Worte. Umso erschreckender ist, was der der 63-jährige Unternehmer beim Tag des Handwerks in Paderborn von sich gab.

Vor 1600 Gästen kritisierte er als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel. Dabei stellte er aber auch einen angeblichen Zusammenhang von Energieversorgung, Klimawandel und Überbevölkerung in Afrika her.

Statt die Abgaben zu erhöhen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren, sagte er der "Neuen Westfälischen" zufolge. Und: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren." ...

Inzwischen hat sich Tönnies entschuldigt. "Ich möchte meine Aussage zum Thema Auswirkungen beim Klimawandel richtigstellen. Ich stehe als Unternehmer für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein. Meine Aussage[n] zum Kinderreichtum in afrikanischen Ländern tun mir leid. Das war in Inhalt und Form unangebracht und falsch", ließ er per Twitter und über einen Unternehmenssprecher mitteilen.

spiegel.de 2.8.2019
Tatsächlich befürchten Bevölkerungsforscher schon in zwanzig Jahren eine Zunahme der Bevölkerung Afrikas um mindestens eine weitere Milliarde. Und die weißen Selbsthasser und „Flüchtlings“retter wollen Europas Teilhabe an dieser Bevölkerungskatastrophe.

PS.: Inzwischen hat sich der „Persönliche Afrikabeauftragte von Bundeskanzlerin Angela Merkel“, Günter Nooke (CDU), den wir als Gegner der Rechtschreib„reform“ kennengelernt haben, zu Wort gemeldet: „Die von Tönnies angesprochenen Probleme wie das Verschwinden des Regenwalds und das Bevölkerungswachstum auf dem afrikanischen Kontinent sind real und darüber muss gesprochen und gegebenenfalls kontrovers diskutiert werden“, sagte Nooke ... (focus.de)


Sigmar Salzburg

04.08.2019 07:38   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag einzeln


Das vollleichte Schreiben nach der „Reform“

Aus einem Facebook-Eintrag:

Bike Rider "......Wer wegen zwei Moslems unter 300 Kindern den restlichen 298 das Schweinefleisch inklusive der bei den Kleinen so geliebten Gummibärchen verbieten will, der tut das rein aus ideologischen Gesichtspunkten und wolllüstigem Bestmenschentum...

Wie viele wissen denn nun sicher, ob das nach den 2006 volllendeten Regeln richtig ist?


Sigmar Salzburg

03.08.2019 16:27   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Dreifachbuchstaben   Beitrag einzeln


Glen W. Bowersock

Die Wiege des Islam.
Mohammed, der Koran und die antiken Kulturen.

Aus dem Englischen von Rita Seuss.
Verlag C. H. Beck, München 2019.
160 S., 2 Karten, 5 Abbildungen, 22 Euro
ISBN 978-3-406-73401-4

Titel der englischen Originalausgabe: «The Crucible of Islam» Zuerst erschienen 2017 bei Harvard University Press, Cambridge, MA, und London Die Arbeit der Übersetzerin an diesem Buch wurde vom Deutschen Übersetzerfonds gefördert...
(...weswegen wohl auch alle Albernheiten der Rechtschreib„reform“ beachtet werden mußten.)

Leseprobe

Prolog
Die Religion, in deren Namen die arabischen Heere in der ersten Hälfte des siebten Jahrhunderts die Arabische Halbinsel verließen und binnen weniger Jahrzehnte Palästina, Nordafrika und Syrien eroberten, ist bis heute eine starke Kraft in der Weltpolitik. Woher diese Kraft kam, liegt heute genauso im Dunkeln wie damals, und der tendenziöse Charakter der meisten Quellen, die über diesen großen Umbruch berichten, war für Historiker ebenso hinderlich wie ihre eigenen Vorurteile. [...]

Drei neuere Bücher veranschaulichen das Dilemma, mit dem jeder konfrontiert ist, der sich mit dem Schmelztiegel beschäftigt, in dem der Islam geformt wurde. Auch wenn kaum ein Zweifel daran besteht, dass dieser Schmelztiegel im Nordwesten der Arabischen Halbinsel lag, trugen Kontakte zwischen dieser Region und den benachbarten Kulturen Palästinas, Himyars, Äthiopiens und Persiens unweigerlich dazu bei, ein explosives Gemisch zu schaffen. Dasselbe gilt für die Traditionen des Polytheismus, der hier seit Langem heimisch war, aber auch für die jüdischen und christlichen Gemeinden jüngeren Datums, deren Entwicklung von Feindseligkeit und blutiger Gewalt geprägt war. [...]

Donners Lesern ist schnell aufgefallen, dass seine Darstellung der islamischen Ursprünge eine erste Generation von Muslimen porträtiert, die weit weniger bedrohlich wirken, als es den Juden und Christen jener Zeit und den meisten Historikern seither erschien. Dabei übersieht er keineswegs die zahlreichen Zwistigkeiten und blutigen Ausei-

10 prolog
nandersetzungen der Gläubigen mit Anhängern anderer Religionen, aber auch mit vielen aus ihren eigenen Reihen. [...] Dies hat in vorbildlicher Weise Maria Conterno in ihrer Analyse der Quellen getan, die Theophanes’ Darstellung der beiden Jahrhunderte vor seiner Zeit zugrunde lagen. Die bei Weitem umfangreichste, gründlichste und am sorgfältigsten dokumentierte Darstellung der Anfangsjahre des Islams ist das dritte der jüngst erschienenen Bücher. Aziz al-Azmehs The Emergence of Islam in Late Antiquity hat aufgrund seines immensen Umfangs und seiner Tiefe in der modernen Forschung nicht seinesgleichen.

Beck Leseprobe

Aus der Besprechung in der NZZ:

Der Rückzug der arabischen Götter – wie ist der Islam entstanden?
Lange verehrte die Bevölkerung auf der Arabischen Halbinsel mehr als einen Gott. Der Historiker Glen W. Bowersock untersucht, wie sich dort der Monotheismus durchsetzen konnte – und warum sich ausgerechnet Mohammeds Glaubenslehre verbreitete.

Philipp Hufschmid

Die Muslime bezeichnen den Zustand vor der Verbreitung des Islam als Jahiliya – die Zeit der Unwissenheit. Und auch aus Sicht von Archäologen und Historikern hat diese Bezeichnung einiges für sich, ist doch über die Spätantike auf der Arabischen Halbinsel vergleichsweise wenig bekannt. Zwar konnten seit der Jahrtausendwende dank Ausgrabungen und neu entdeckten schriftlichen Zeugnissen einige Wissenslücken geschlossen werden. Doch sind viele Fragen zur Zeit vor der Auswanderung des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina im Jahr 622 unserer Zeitrechnung offen.

In seinem Buch «Die Wiege des Islam» sucht der renommierte Historiker Glen W. Bowersock nach Antworten. Der emeritierte Professor für Alte Geschichte am Institute for Advanced Study in Princeton will «einen Einblick in das chaotische Umfeld» geben, das den Islam möglich machte, und zu «einem besseren Verständnis seiner Entstehung beitragen».
[...]
Bowersocks Buch liefert einen ausgezeichneten Überblick über die Zeit, die zur Wiege des Islam wurde. Und er zeigt die beachtlichen neuen Erkenntnisse, die dank den in den vergangenen Jahren entdeckten Quellen gewonnen wurden. Diese Fortschritte lassen hoffen, dass das Wissen über die Arabische Halbinsel in der Spätantike weiter zunehmen wird.

nzz.ch 27.7.2019


Sigmar Salzburg

03.08.2019 04:38   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Bücher   Beitrag einzeln


Verweißte östliche Bundesländer

Die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung und militante Antirassistin Anetta Kahane meint, die Bundesregierung hätte eine gezielte Besiedlung der östlichen Bundesländer mit Arabern und Negern betreiben müssen:
... Es sei „die größte Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende“ gewesen, dass sie zugelassen habe, „dass ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb“. (tagesspiegel.de 15.7.2015)
Christian Bangel vom inzwischen linksextrem-liberalen „Zeit Online“ teilt offensichtlich diesen Weißen- und Deutschenhaß (mehrere Twitter-„Tweets“ zusammengefaßt, rot redaktionell):
Christian Bangel‏ @christianbangel

Urlaube seit einigen Tagen in der Brandenburger Provinz. Die Wälder, die Seen, es ist so schön, aber es sind noch immer fast nur Weiße hier und kaum einer fragt sich, warum. In den Dörfern hängen massig AfD-Plakate, auf denen steht: Vollende die Wende. Werde Bürgerrechtler. Und keiner sagt: Was erlauben sich diese Penner? Ganz normale Leute sagen "Mainstream-Medien" und dass unsere Kinder bald alle Burkas tragen werden. Und keiner sagt: Komm mal klar. Und na klar, immer wieder: "Seit 70 Jahren bezahlen wir für die Juden und müssen uns entschuldigen."

Und keiner sagt: Hör auf zu saufen und guck Dir Auschwitz an, bevor Du je wieder was zu dem Thema sagst. Ich weiß, es gibt den anderen Osten. Und ich weiß, er wird gewinnen. Aber in diesem Urlaub denke ich auch: Bevor es besser wird, wird es vielleicht schlimmer. Den Drecksäcken antworten einfach zu wenige, egal wie rassistisch, infam und verlogen sie auftreten. Die AfD kann jetzt sogar einen Spitzenkandidaten aufstellen, der im HDJ-Lager war. Und vielleicht trotzdem stärkste Kraft werden. Welch ein Machtbeweis.

Falls die demokratischen Parteien noch Leute für die Stände und Haustürwahlkampf haben: Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, sie loszuschicken. Haben SPD/CDU nicht im Westen noch viele Rentner als Mitglieder? Könnten die nicht helfen wie 1990? Es sind nur noch 5 Wochen. #ltwbb
06:15 - 31. Juli 2019
Zur Wortanalyse hilft die Vernebelungsphilosophie des linken Anglizismen-Protektors Anatol Stefanowitsch nicht weiter:
... Schachtel ist ein derber, grob abwertender Ausdruck für „Vagina“, alte Schachtel wäre deshalb eher mit alter Schwanz gleichzusetzen als mit dem vergleichsweise harmlosen alter Sack, bei dem keineswegs klar ist, dass es sich auf den Hodensack bezieht (man vergleiche z.B. abfällige Ausdrücke wie Geldsack oder Pfeffersack). ( sprachlog.de 23.4.2013)
Lange bevor ich Geld- und Pfeffersäcke kannte, wußte ich, was mein Pfadfinderführer meinte, wenn er als „alter Sack“ den Spruch der Lettow-Vorbeck-Truppe verwendete „vor Schreck hätten die Askaris ihren Sackhalter verloren.“ Die Bangel machende Beleidigung der Bevölkerung eines ganzen Bundeslandes als „Drecksäcke“ kann nur mit dem genauen Gegenteil beantwortet werden: „Drecksarsch“ mit dem zugehörigen Loch.

Sigmar Salzburg

02.08.2019 08:39   Beispielsammlung über Sinn und Unsinn   >   Politisch korrekte Sprache   Beitrag einzeln


Windows-Update

Das vor über 30 Jahren entwickelte Betriebssystem Windows hat seinen Namen nach der Möglichkeit, auf dem Bildschirm graphisch einzelne Inhalte in Fenstern zu öffnen und im Vergleich nebeneinander zu bearbeiten. Ich habe sie ständig genutzt. Mit einem letzten Update vor ein paar Tagen ist sie wohl beseitigt worden, denn mit den millionenfach in allen Lebenslagen benutzten Kleinstbildschirmen ist diese Befähigung nutzlos und nicht austauschbar. Für mich ist das sehr unerfreulich, noch dazu, wo diese Umstellung ohne Vorwarnung und Erklärung erfolgte.


Sigmar Salzburg

02.08.2019 06:06   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag einzeln


Ab 1. August 1999 – orthographische Zwangsmissionierung der Bevölkerung ...

... zur Reformschreibung durch Nachrichtenagenturen und Presse – trotz des repräsentativen Volksentscheids gegen die Rechtschreib„reform“ am 27. September 1998 in Schleswig-Holstein. Die Buchverlage folgten zögernd.

Der (ehemalige?) Postbeamte Christian Stang, hier als „Linguist“ bezeichnet, von BILD & Co. beflissen als „Rechtschreibpapst“ inthronisiert, hat mit seinem Rechtschreibhobby angeblich sogar schon den Papst bei der Umstellung seiner traditionell geschriebenen Werke auf die häßliche, teilweise furzdumme „neue“ Rechtschreibung beraten. Zum jetzigen Jubiläum der von den nichtsnutzigen Kultusministern über die Schulen erpreßten „Reform“ schreibt Stang in der Mittelbayerischen Zeitung:


Rechtschreibung
Seit 20 Jahren heißt es Delfin

Seit dem 1. August 1999 erscheint die MZ in neuer deutscher Rechtschreibung. Der Grund ist ein Beschluss der Presseagenturen.

Christian Stang, Linguist

Vor 20 Jahren – am 1. August 1999 – erschien diese Zeitung erstmals in neuer deutscher Rechtschreibung. Damit zählte die MZ zu mehr als 90 Prozent aller Printmedien, die zu diesem Zeitpunkt die neue „Orthografie“ – man beachte die fakultative Schreibung mit „f“ – einführten. Dieser Umstellung ging ein Beschluss der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen vom 12. Dezember 1998 voraus.

Die Presseagenturen folgen dem amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung, das für Schulen, die Verwaltung und Rechtspflege als verbindlich gilt. Bei Schreibvarianten haben sich die Nachrichtenagenturen – gemäß dem Grundsatz „Ein Wort – eine Schreibung“ – für jeweils eine der zur Wahl stehenden Schreibungen entschieden. Dies führt beispielsweise dazu, dass Sie auch in dieser Zeitung über den „Delfin“ ausschließlich in der hier wiedergegebenen Form mit „f“ lesen oder das Wort „aufwendig“ ausschließlich mit „e“ antreffen werden.

Das amtliche Wörterverzeichnis beinhaltet dagegen auch die traditionelle, weiterhin gültige Schreibung „Delphin“ und die reformierte Schreibung „aufwändig“. Als besonders lese(r)freundlich wird von vielen wohl die Handhabung der Interpunktion – konkret gesagt: der Kommasetzung – der „Agentur-Orthografie“ betrachtet. Diese sieht den generellen Gebrauch des Kommas bei erweiterten Infinitivgruppen vor, während das amtliche Regelwerk den obligatorischen Gebrauch des Satzzeichens von bestimmten Bedingungen abhängig macht.

Allerdings steht auch hier die „Agentur-Orthografie“ mit dem amtlichen Regelwerk im Einklang, da dieses in einer Ergänzungsregel darauf verweist, dass bei Infinitivgruppen „ein Komma gesetzt werden [kann], um die Gliederung deutlich zu machen“. – Ein Beispiel aus dieser Zeitung: „Der Jugendliche hatte in Regensburg versucht, die Drogen vor Polizisten zu verstecken.“

Welchen hohen Stellenwert „[d]ie Umsetzung der amtlichen Rechtschreibregelung in Pressetexten“ genießt, mag vielleicht auch dadurch deutlich werden, dass selbst die aktuelle Auflage des Dudens aus dem vorletzten Jahr noch auf einer Seite dieses Thema abhandelt, und dies mit einem Verweis auf die Wortlisten, die über [url]http://www.die-nachrichtenagenturen.de[/url] zugänglich sind. Dort findet man unter dem ersten Buchstaben das „Aha-Erlebnis“, das diese Wortliste selbst für Kenner noch bietet.

Christian Stang, der Autor dieser Außenansicht, ist Orthografieberater der Universität Regensburg.

mittelbayerische.de 31.7.2019 [Absätze hinzugefügt]


Sigmar Salzburg

01.08.2019 04:23   Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen   >   Zeitungs- und Online-Meldungen   Beitrag einzeln