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Rat für deutsche Rechtschreibung
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Sigmar Salzburg
10.12.2010 21.38
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Empfehlung des Rechtschreibrates im 2. Bericht

Das Ergebnis der vierjährigen Arbeit von 40 Teilnehmern aus sechs Ländern (S.24):

Da die Variantenschreibungen
Butike, Fassette, Kabrio, Katarr, Krem/Kreme, Kupee, Maffia, Maläse, Mohär, Myrre, Scharm (inkl. scharmant), Schikoree, Schose, Sketsch, Sutane und transchieren
folglich weder im Schreibgebrauch vertreten noch aus regelwerkssystematischen Gründen unerlässlich sind, hat der Rat auf seinen Sitzungen vom 23.04.2010 und 02.07.2010 mehrheitlich den Beschluss gefasst, den staatlichen Stellen ihre Streichung zu empfehlen.

Weiterhin verwendet er sich für die Zulassung von
Caprice, Clementine, Creme und Schmand
als Variantenschreibungen zu den bestehenden Schreibungen
Kaprice/Kaprize (österr.), Klementine, Creme und Schmant.
_________
2. Bericht des Rats (2006-2010)

Die Streichung bedeutet zugleich auch Vermehrung der Fehlerquellen für Schüler u.a.
Man kann sich wieder gut vorstellen, wie die „mehrheitlichen Beschlüsse“ des Rates zustande gekommen sind:
Aus der Arbeit der Kommission

Für dergleichen will Zehetmair auch noch mehr Geld.
Früher machte der Duden so etwas nebenher.

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Sigmar Salzburg
10.12.2010 11.11
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Affentheater Rechtschreibreform

Aus dem Bericht 2010:

Im Berichtszeitraum haben zehn Sitzungen des Gesamtrats stattgefunden, an denen im Schnitt 25 Mitglieder also etwa zwei Drittel der Gesamtzahl, teilgenommen haben.

Es fehlten also meistens etwa um 15 Mitglieder.

Das ist verständlich: Nach wie vor ist die „Rechtschreibreform“ die dümmste und lächerlichste Unternehmung, die die Kultusministerkonferenz jemals in die Wege geleitet hat. Jetzt sollen 40 (vierzig) Leute, die meist Wichtigeres zu tun haben, beobachten, wie alberne Schreibvorschriften wie „belämmert“ und „Tollpatsch“ im allgemeinen Schreibgebrauch angenommen werden, und sie können doch nur vereinzelt erfassen, was die Korrekturautomaten der Zeitungen und Medien geleistet haben.

Eigentlich verbietet es sich nach kurzem Einblick in die Berichte, sich überhaupt weiter mit diesem Humbug zu beschäftigen.

Der volksetümelnde Augst-Schwachsinn heißt jetzt übrigens „Re- und Neumotivierungen“.

Weiter aus dem Bericht 2010:


Re- und Neumotivierungen
Durch die Reform wurde die Schreibung in 15 Einzelfällen geändert, davon sind 8 auf Remotivierung und 7 auf Neumotivierung zurückzuführen. Bei den Remotivierungen handelt es sich um die Fälle Bändel, behände, Gämse, Gräuel/gräulich, schnäuzen, Stängel, überschwänglich, (Schnee)wechte, bei den Neumotivierungen um die Fälle belämmert, ein-/verbläuen, Quäntchen, Ständelwurz, Tollpatsch und Zierrat. Dazu kommen folgende in Variantenschreibung zugelassene Fälle: Albtraum, Albdrücken und Messner neben weiterhin zulässigen Alptraum, Alpdrücken und Mesner/Mesmer.

Entsprechend den unter 2.1.1.1 formulierten Bedingungen mussten von diesen aufgrund niedriger Belegzahlen die Lexeme Ständelwurz, verbläuen und (Schnee)wechte ausgenommen werden. Für die anderen Lexeme wurden Untersuchungen durchgeführt. Dabei ergibt sich bei den Remotivierungen folgender Befund:
•Bändel weist keine Normabweichung auf. Vor der Reform betrug die Abweichung 100%.
•behände zeigt aktuell ansteigende Werte von nichtnormgemäßen Schreibungen. Ihr Anteil liegt im Jahre 2008 in den einzelnen Korpora zwischen 39 und 61%. Vor der Reform betrug die Abweichung bis zu 10%.


Bei den Neumotivierungen (sog. Volksetymologien) ergibt sich ein ähnliches Bild:

•Tollpatsch zeigt aktuell rückläufige Werte an nicht normgemäßen Schreibungen auf. Nach einem Rückgang bis auf 5% im Jahre 2002 zunächst relativer, dann abrupter Wiederanstieg bis auf einen Spitzenwert von 52% im Jahre 2006. 2007/08 Abfall auf 29% und weiter auf 25%. Beim Adjektiv sind die Werte rückläufig. Sie liegen aktuell bei ca. 12% normabweichenden Schreibungen und sind damit signifikant tiefer als vor der Reform mit 44%.

„Reformerfolg“ also: Vorher hätten danach 44% „tollpatschig“ geschrieben (wen hat es gestört?), jetzt schreiben nur noch 12% richtig „tolpatschig“. Für solche „wissenschaftlichen“ Erkenntnisse verdient der Rat den „IgNobelpreis“!

Und so weiter und so weiter – es wäre einfach nur lächerlich, wenn es nicht Teil des Trauerspiels „deutsche Schreibkultur“ wäre.

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Sigmar Salzburg
10.12.2010 10.03
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‚Sutane’ gestrichen – der ‚Rulade’ blieb das erspart

Rat für deutsche Rechtschreibung reicht seinen zweiten Bericht ein

Mit Abschluss der ersten Amtszeit legt der Rat für deutsche Rechtschreibung seinen zweiten Bericht vor. Der Vorsitzende des Rats, Herr Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, und für die Geschäftsstelle Herr Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig M. Eichinger übergeben diesen Bericht im Auftrag des Rats am 9. Dezember 2010 offiziell der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Der Bericht wurde zeitgleich den staatlichen Stellen Österreichs, der Schweiz, des Fürstentums Liechtenstein, der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens vorgelegt.

Der zweite Bericht unterscheidet sich von dem ersten Bericht dahingehend, dass er einen Bericht über die Wahrnehmung der regulären Aufgaben des Rats für deutsche Rechtschreibung darstellt und daher keine Modifikationen zum amtlichen Regelwerk beinhaltet. Die im zweiten Bericht enthaltenen Empfehlungen sind Adaptionen des amtlichen Wörterverzeichnisses an den beobachteten Schreibgebrauch.

Die Empfehlungen betreffen Schreibungen aus dem Bereich der Laut-Buchstaben-Zuordnungen, bei denen allein zum jetzigen, frühen Zeitpunkt der Beobachtung nach den zweimaligen Normumstellungen in den Jahren 1996 und 2006 valide Aussagen möglich sind. In der Hauptsache handelt es sich dabei um Streichungen von forciert integrierten Fremdwort-Variantenschreibungen wie z. B. Sutane, die im allgemeinen Schreibgebrauch nicht verankert sind. Eine detaillierte Aufstellung findet sich auf der ratseigenen Website in der Rubrik „Rechtschreibung“.

Rechtschreibrat

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Sigmar Salzburg
10.12.2010 09.51
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Reformfolge: Nichtsnutzige Betriebsamkeit

Berichte des Rats

Der Rat für deutsche Rechtschreibung erstattet über die Wahrnehmung seiner Aufgaben alle fünf Jahre einen Bericht, in denen er seine Vorschläge für Anpassungen des Regelwerks und die Fortentwicklung der Rechtschreibung unterbreitet und begründet. Bisher hat der Rat zwei Berichte vorgelegt, wobei der erste insofern eine Sonderstellung einnimmt, als in ihm Vorschläge für eine Modifikation des amtlichen Regelwerks zum Zwecke der Herstellung einer konsensuellen Regelung gemacht wurden.
In den Berichten werden die vom Rat vorgeschlagenen Änderungen detailliert beschrieben und begründet. Sie liefern daher wichtige Aufschlüsse zum Verständnis der geltenden Regelung.
Der erste Bericht umfasst den Zeitraum von Dezember 2004 bis Februar 2006, der zweite Bericht knüpft direkt daran an und beschließt mit dem Ende der ersten Amtszeit der jeweils für sechs Jahre berufenen Mitglieder des Rats für deutsche Rechtschreibung:

1. Bericht des Rats (2004-2006) (PDF-Datei, 662 KB)
2. Bericht des Rats (2006-2010) (PDF-Datei, 394 KB)

http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/rechtschreibung/berichte.html

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Sigmar Salzburg
09.12.2010 22.03
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Der Rat darf jetzt ein bißchen

Pressemeldung
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
FÖDERALISMUS

Ergebnisse der Kultusministerkonferenz am 9. Dezember 2010 in Brüssel
Mehr zu: Auslandsschulen, Duale Ausbildung, Europa, Föderalismus, Internationaler Austausch, Personalia, Qualifikationsrahmen, Rechtschreibung, Spaenle, Schule
Brüssel, 09.12.2010 –
[…]
Bericht des Rats für deutsche Rechtschreibung
Der Rat für Deutsche Rechtschreibung hat am Donnerstag in Brüssel der Kultusministerkonferenz seinen Tätigkeitsbericht für die Amtszeit 2004 bis 2010 übergeben. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Dr. Ludwig Spaenle, dankte dem Vorsitzenden, Staatsminister a. D. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, und den Ratsmitgliedern für die geleistete Arbeit. Die Kultusministerkonferenz stimmt der Anregung des Rates zu, ihm auf der Grundlage seiner Beobachtungsergebnisse die Entscheidungskompetenz über kleinere Veränderungen des Wörterverzeichnisses zuzuweisen, die in der Vergangenheit der Entscheidung der Wörterbuchverlage überlassen waren. Das Präsidium der Kultusministerkonferenz hatte Herrn Zehetmair sowie seine von deutscher Seite benannten Mitarbeiter bereits im Oktober gebeten, für eine weitere Amtsperiode für die Übernahme des Vorsitzes bzw. für die Mitgliedschaft im Rat für deutsche Rechtschreibung zur Verfügung zu stehen.
[…]
bildungsklick.de 9.12.2010

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Sigmar Salzburg
18.11.2010 07.57
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Ratsmitglieder nicht länger tragbar

Schweizer Orthographische Konferenz will in den Rechtschreibrat
suedostschweiz.ch 17.11.2010

Putsch in der Rechtschreibe-Branche
tagesanzeiger.ch 17.11.2010

Die Schweizer Orthographische Konferenz (SOK) erhebt Anspruch auf einen Sitz im Rat für deutsche Rechtschreibung. Dafür sollen jene Schweizer Ratsmitglieder, die an der «gescheiterten» Rechtschreibreform beteiligt waren, abtreten.

[Der Hinweis auf die Rechtschreibreform fehlt im Tagesanzeiger]

Bern. – In einem öffentlichen Amt seien auch jene Delegierten nicht länger tragbar, die sich in die Dienste von Verlagen gestellt haben, schreibt die SOK weiter. Die «prekäre Lage» der Rechtschreibung könne «nur mit neuen Kräften bereinigt werden, welche in jeder Beziehung unabhängig sind». Die erste Amtsperiode des Rechtschreibrats endet im Dezember.

Die SOK hat nach eigenen Angaben ihre Forderungen den Erziehungsdirektoren am Dienstag in einem Schreiben mitgeteilt. Anlässlich ihrer Herbsttagung im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel hätten der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann und sein Nidwaldner Kollege Res Schmid der SOK ihre Unterstützung zugesichert.

Auf der BuchBasel stellte die SOK ihren neuen «Wegweiser zu einer einheitlichen und sprachrichtigen deutschen Rechtschreibung» vor. «Er bietet eine kompakte Einführung in die Empfehlungen der SOK, die von der Chefredaktorenkonferenz und dem Verband Schweizer Presse unterstützt werden», wird er beworben. (sda)

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Sigmar Salzburg
09.10.2010 13.11
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Die Reformbewahrertruppe



Der (unvollständige) Rat für deutsche Rechtschreibung ...
(Aufnahme wohl nach der Sitzung vom 1.10.2010)

... ein 2004 von den Kultusministern geschaffenes Gremium aus Reformern und Reformförderern, um abtrünnige Zeitungsverlage wieder „ins Boot zu holen“. Von nennenswerten Leistungen hört man seit diesem „Erfolg“ von 2006 nichts mehr. Es gibt sie wohl auch nicht.

Die Aufgaben des „Rates für deutsche Rechtschreibung“ sind, lt. Homepage:


Bewahrung der Einheitlichkeit der Rechtschreibung im deutschen Sprachraum

[… an deren Zerstörung die meisten Mitglieder mitgewirkt haben, ]

Beobachtung der Entwicklung der Sprachpraxis

[… von der sie nur das reformierte Echo der Korrekturautomaten wahrnehmen,… ]

Weiterentwicklung des orthografischen Regelwerks im notwendigen Umfang

[… obwohl sie noch nicht einmal willens und imstande sind, eine Aufhebung des kultusministeriell-kulturbanausischen Verbotes von Wörtern und Wortschreibungen wie Quentchen, rauh, behende, Tolpatsch, belemmert, insonderheit, jedesmal, wieviel, zuviel, soviel, As, daß u.a. zu fordern.]

Die Rechtschreibung ist von den Menschen gemacht und wird von diesen weiterentwickelt. Der Rat für deutsche Rechtschreibung wird – als die zentrale Instanz in Fragen der Rechtschreibung – die weitere Entwicklung begleiten und Sie über seine Beobachtungen informieren.

München, April 2008
Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair
Staatsminister a.D.
Vorsitzender des Rats für deutsche Rechtschreibung

Rechtschreibrat

Das hölzerne „von den Menschen“ zeigt, wes Geistes Kind diese Reformbewahrertruppe von Gnaden der Kultusminister ist. Außerdem ist seit dem „Eintüten“ der abtrünnigen Zeitungsverlage die versprochene Information ausgeblieben und durch verschwörerhafte, nahezu geheime Sitzungen ersetzt worden.

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Sigmar Salzburg
01.10.2010 10.42
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Reigen der Reformgespenster

Pressemeldung
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
DEUTSCHE RECHTSCHREIBUNG
Rechtschreibung muss weiterentwickelt werden – Sprache ist nicht starr
18. Sitzung des Rates für Deutsche Rechtschreibung – KMK-Präsident Spaenle dankt dem Ratsvorsitzenden Dr. h.c. Hans Zehtemair und Ratsmitgliedern für ihre Arbeit


Berlin, 01.10.2010 –

Der Rat für Deutsche Rechtschreibung kam heute unter Vorsitz von Staatsminister a.D. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair am 01.10.2010 zu seiner 18. Sitzung in Berlin zusammen. Schwerpunkt der Beratung ist der turnusmäßig erbetene Bericht über die Arbeit des Rates in den vergangenen Jahren. Der Bericht soll im Anschluss der Kultusministerkonferenz und den zuständigen staatlichen Stellen vorgelegt werden.

Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus und Präsident der Kultusministerkonferenz dankte Zehetmair für seine langjährige Arbeit als Vorsitzender: „Seit 2004 wirken Sie erfolgreich in dieser sicherlich nicht immer einfachen Position. Ich danke Ihnen und dem Rat für deutsche Rechtschreibung ausdrücklich für die intensiven Beratungen sowie die erarbeiteten Vorschläge und freue mich, dass Sie auch bereit sind, weiterhin den Vorsitz übernehmen. Sprache und Rechtschreibung entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter. Sprache war und ist nicht starr“, wies Minister Spaenle auf die Entwicklung des Deutschen hin.

„Die Rechtschreibung ist von den Menschen gemacht und wird von diesen weiterentwickelt. Ich freue mich sehr, dass ich an dieser anspruchsvollen Aufgabe weiter mitgestalte“, betont Zehetmair.

Der Rat für deutsche Rechtschreibung ist ein zwischenstaatliches Gremium, das vonseiten der staatlichen Stellen damit betraut wurde, die Einheitlichkeit der Rechtschreibung im deutschen Sprachraum zu bewahren und die Rechtschreibung auf der Grundlage des orthografischen Regelwerks im unerlässlichen Umfang weiterzuentwickeln. Der Rat ist somit die maßgebende Instanz in Fragen der deutschen Rechtschreibung und veröffentlicht mit dem amtlichen Regelwerk das Referenzwerk für die deutsche Rechtschreibung.

Der Rat tritt mindestens zweimal im Jahr zu einer Sitzung zusammen. Sitzungsort ist in der Regel das Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, an dem die Geschäftsstelle des Rats für deutsche Rechtschreibung eingerichtet ist.

bildungsklick.de 1.10.2010

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Sigmar Salzburg
18.07.2010 12.07
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Zehetmair tritt ab

Zehetmairs Wirken als Kultusminister und Oberschreibrat und seine „Leistungen“ sind hier schon ausgiebig verzeichnet und kommentiert worden.
Eine übersichtliche Zusammenfassung bietet Thomas Paulwitz in der „Jungen Freiheit“:

jungefreiheit.de 17.7.2010

P.S.: Obwohl Google News findig ist und mitunter sogar die JF findet, ist der Blitzsuchdienst in diesem Fall noch immer nicht fündig geworden – völlig absichtslos?.

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Sigmar Salzburg
15.07.2010 05.13
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Anpasser

Persönliche Beobachtungen zur Causa Zehetmair & Co. steuerte ein japanischer Germanistikprofessor, Unterzeichner auch des Frankfurter Appells, auf der Seite der FDS bei:

Kommentar von Y.N., verfaßt am 14.07.2010 um 19.20 Uhr
sprachforschung.org

Wie froh war ich, als ich Herrn Zehetmair im Jahr 2004 vor Sprachwissenschaftlern in der Bayerischen Akademie die RSR scharf kritisieren hörte. Der IDS-Leiter Eichinger, der danach vor den Anwesenden eine Ansprache halten mußte, wagte es da nicht, die RSR zu verteidigen.

Wie enttäuscht war ich ebenso, als ich kurze Zeit später Zehetmair als verständnisvollen Gentleman in einem Fernsehinterview vor seinem Amtsantritt als Ratvorsitzender von nur kleinen Reparaturen sprach.

Wie froh war ich, als ich eine deutsche Linguistin sich in ihrer Diashow auf einer japanischen Linguistentagung perfekter bewährter Rechtschreibung bedienen sah.

Wie enttäuscht war ich ebenso, als ich sie denselben Vortrag später in der perfekten Schlechtschreibung publizierte.

Sie sagte, sie finde die Neuschreibung schlecht. In einem kleinen Kreis schreibe sie deshalb alt, in der Öffentlichkeit aber neu.

Man muß nur froh sein, daß man mindestens heimlich seine Meinungen frei äußern darf.

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Norbert Lindenthal
13.07.2010 18.59
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Über den Rechtschreib-Papst …

… wurde hier schon mehr geschrieben. Er schrieb hier auch selbst.

Das läßt sich leicht mit folgender Suche aufblättern:

Sprachpapst Christian Stang:
Was er selbst hier schrieb, und was über ihn geschrieben wurde

__________________
Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
13.07.2010 17.44
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Sind wir bald wieder Papst?

„Herr Duden“
Ein Leben für die Rechtschreibung
Er weiß mehr über Rechtschreibung als mancher Professor, schreibt Bestseller für Duden – und hat nicht einmal Abitur. FOCUS-SCHULE-Redakteurin Anke Helle über die zwei Leben eines Regensburger Postbeamten.

focus.de 13.7.2010

Wird hier vom Focus schon ein Nachfolger für Zehetmair aufgebaut? Wenn es zum Oberpostrat nicht reicht, dann vielleicht zum Oberschreibrat, wobei vielleicht noch ein „sch“ an geeigneter Stelle zu ergänzen wäre..

Woanders wurde er schon zum „Papst“ ernannt:


landes-zeitung.de 4.7.2010

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Norbert Lindenthal
13.07.2010 16.19
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Ein Täter höchstens

Zitat:
Zehetmair:
„… so was schaut man sich höchstens an …“

Wenn es für Hans Zehetmair am höchsten ist, ein Dekolletee anzuschauen, könnte er vielleicht jetzt schon gehen …
__________________
Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
13.07.2010 15.41
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Ein Täter – aufopferungsvoll

Zehetmair gibt Chefposten im Rechtschreibrat zum Jahresende ab

München – Der frühere bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) will das Amt als Vorsitzender im „Rat für deutsche Rechtschreibung“ zum Jahresende abgeben.


Zehetmair steht dem Rat seit Dezember 2004 vor, im Dezember dieses Jahres geht seine sechsjährige Amtszeit zuende. Für eine Verlängerung will er sich nach eigenem Bekunden nicht zur Verfügung stellen: "Sechs Jahre Opfer reichen", sagte der 73-Jährige der Zeitung in Anspielung auf die Kritik, die das Gremium immer wieder einstecken musste. In der noch verbleibenden Zeit als Ratsvorsitzender sagt Zehetmair Eindeutschungen den Kampf an, die bei der Rechtschreibreform 1996 eingeführt wurden, seither aber kaum Anwendung finden.

So ist er dafür, dass deutsche Schreibweisen wie Varietee (für Varieté) und Exposee (für Exposé) aus dem amtlichen Regelwerk „Deutsche Rechtschreibung“ gestrichen werden. „Dekolleté mit Doppel-E hinten – so was schaut man sich höchstens an, aber so schreibt doch keiner“, erklärte Zehetmair.

hna.de 12.7.2010

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Sigmar Salzburg
01.07.2010 16.35
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Noch eine nichtsnutzige Sitzung

17. Sitzung des Rates für deutsche Rechtschreibung in Vaduz

Vaduz (ots) – Vaduz, 1. Juli (pafl) – Am Freitag, 2. Juli, treffen die Mitglieder des Rates für deutsche Rechtschreibung in der Hochschule Liechtenstein zu ihrer 17. Sitzung zusammen. Der Rat konstituierte sich am 17. Dezember 2004, um einen Kompromiss zwischen Befürwortern und Kritikern der Rechtschreibreform auszuarbeiten und somit für die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung Sorge zu tragen. Der Rat ist seither die massgebende Instanz in Fragen der deutschen Rechtschreibung und gibt mit dem amtlichen Regelwerk das Referenzwerk für die deutsche Rechtschreibung heraus.

Die Mitglieder des Rats für deutsche Rechtschreibung sind ehrenamtlich tätig. Sie üben Berufe aus, die sie im besonderen Masse für die Arbeit im Rat für deutsche Rechtschreibung qualifizieren: Neben fachlich ausgewiesenen Wissenschaftlern sind im Rat Sprachpraktiker aus dem Verlagswesen, der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, aus dem pädagogischen sowie aus dem journalistischen und schriftstellerischen Bereich vertreten. Insgesamt gehören dem Rat 40 Mitglieder an: 18 aus Deutschland, je neun aus Österreich und der Schweiz und je eines aus dem Fürstentum Liechtenstein, aus der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Liechtenstein wird durch Renate Gebele Hirschlehner vertreten. Den Vorsitz hat Staatsminister a.D. Hans Zehetmair inne.

Der Rat tagt üblicherweise im Institut für deutsche Sprache in Mannheim, hat im Laufe der letzten sechs Jahre aber auch alle Mitgliedsländer einmal besucht und trifft sich nun auf Einladung des Ressorts Bildung zu seiner 17. Sitzung in Liechtenstein. Für die Mitglieder des Rates gibt es am Vorabend des Sitzungstages die Gelegenheit, auf Schloss Vaduz mit Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein zusammenzutreffen.

Kontakt:
Schulamt
Guido Wolfinger, Leiter
T +423 236 67 50

presseportal.ch 30.6.2010

... um einen Kompromiss zwischen Befürwortern und Kritikern der Rechtschreibreform auszuarbeiten.
Welch eine Frechheit! Im vierzigköpfigen Rat war kein einziger Kritiker anwesend. Prof. Ickler war vorzeitig ausgeschieden, weil er für diesen Schwindel nicht auch noch seinen Namen hergeben wollte!

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