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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
08.06.2018 17.47
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] RECHTSCHREIBUNG – „Gerechte Sprache“: Das Gendersternchen kommt vorerst nicht in den Duden – Vorlesbarkeit ?

8.6.18
„Gerechte Sprache“:
Das Gendersternchen kommt vorerst nicht in den Duden


Stand: 15:20 Uhr | Lesedauer: 3 Minuten

Von Matthias Heine

Ein Tweet der baden-württembergischen Landesregierung mit dem geschlechtsneutral formulierten Wort „Bürger*innen“

Gendern wird vertagt: Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat keine Entscheidung über Regeln zur „geschlechtergerechten“ Sprache gefällt. Angeregt hatte die Debatte das Land Berlin.

Der Untergang der deutschen Sprache, den einige befürchteten, ist vorerst verschoben: Das Gendersternchen kommt nicht bald in den Duden. Und die amtlichen bestallten deutschsprachigen Rechtschreibhüter werden vorerst keine Empfehlungen für „geschlechtergerechte“ Sprache geben. Der Rat für deutsche Rechtschreibung sieht die Schreibentwicklung als nicht so weit gediehen an, dass das Regelwerk der Amtlichen deutschen Rechtschreibung geändert werden sollte, um die Schriftsprache„gendergerecht“ zu gestalten.

Arbeitsgruppe soll Klarheit schaffen

Der Rat hat auf seiner Sitzung in Wien am Freitag über das Thema beraten und kommt zum Schluss: „Aufgrund der Beobachtung der geschriebenen Sprache ergibt sich derzeit keine eindeutige Tendenz, wie durch Orthografie die Schreibung geschlechtergerecht gestaltet werden kann.“ Wenn man überhaupt eine Empfehlung aus der offiziellen Mitteilung der Experten herauslesen kann, dann vielleicht aus dieser Passage: „Die weit verbreitete Praxis, immer von Frauen und Männern in weiblicher und männlicher Form, im Plural oder in Passivkonstruktionen zu schreiben, wird der Erwartung geschlechtergerechter Schreibung derzeit am ehesten gerecht.“

Als „geschlechtergerechte Schreibung“ gelten etwa Doppelnennungen wie Schülerinnen und Schüler oder Unterscheidungen wie Ärztin und Arzt. Möglich, aber orthografisch und grammatisch nach dem aktuellen amtlichen Regelwerk nicht normgerecht, sind auch sogenannte Gender-Sternchen (Lehrer*innen) oder Schrägstriche (Lehrer/in) sowie die X-Form (Dix Studierx).

Bis zum Novemer dieses Jahres soll nun eine vom Rat einberufene Arbeitsgruppe mehr Klarheit schaffen. Der Rat hat die Arbeitsgruppe gebeten, mögliche Empfehlungen an die staatlichen Stellen vorzubereiten. Dass sich der Rechtschreibrat mit dem Gendern beschäftigt, geht auf eine Anfrage der Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung zurück, die nach Formulierungsempfehlungen gefragt hatte.

Nun solle sich die Arbeitsgruppe von diversen Grundsätzen für den Umgang mit geschlechtergerechter Schreibung leiten lassen, heißt es in der Mitteilung: Geschlechtergerechte Schreibung sollte verständlich, lesbar und vorlesbar sein. Sie sollte grammatisch korrekt sein und sie muss Eindeutigkeit und Rechtssicherheit in juristischen Texten gewährleisten.

Am Ende entscheiden die Staaten und nicht der Rat

Der Rat für deutsche Rechtschreibung wurde nach den Erfahrungen mit der desaströsen Rechtschreibreform von Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens eingerichtet. Aufgabe des Rats ist es, die Schreibentwicklung zu beobachten, Zweifelsfälle der Rechtschreibung zu klären und Vorschläge zur Anpassung des Regelwerks an den allgemeinen Wandel der Sprache zu erarbeiten und wissenschaftlich zu begründen. Diese Vorschläge sind den staatlichen Stellen vorzulegen und treten erst nach deren Billigung in Kraft.

https://www.welt.de/kultur/article177205660/Gerechte-Sprache-Das-Gendersternchen-kommt-vorerst-nicht-in-den-Duden.html

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Kevin Kraus
07.06.2018 13.08
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Altbundespräsident: Gauck warnt vor „falscher Rücksichtnahme“ gegenüber Migranten

Stand: 08:25 Uhr | Lesedauer: 2 Minuten

Altbundespräsident Joachim Gauck erwartet von hier lebenden Migranten, Deutschland und seine Werte zu akzeptieren.

„Es darf da keine falschen Rücksichtnahme geben, weil man fürchtet, als Fremdenfeind zu gelten“, sagte Gauck der „Bild“.
Er fände es nicht hinnehmbar, wenn Menschen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, kein Deutsch können, so Gauck.

Altbundespräsident Joachim Gauck hat Migranten in Deutschland zur Akzeptanz Deutschlands und seiner Werte aufgefordert. „Ich finde es nicht hinnehmbar, wenn Menschen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, sich nicht auf Deutsch unterhalten können, keine Elternabende ihrer Kinder besuchen oder diese sogar vom Unterricht oder vom Sport fernhalten“,
sagte Gauck einer Sonderausgabe der „Bild“-Zeitung vom Donnerstag.

„Wir erwarten von denen, die zu uns kommen, dass sie bereit sind, das Land, wie es gewachsen ist, und seine Werte zu akzeptieren“, sagte Gauck. Da dürfe es „keine falsche Rücksichtnahme geben, weil man fürchtet, als Fremdenfeind zu gelten“. Es müsse „so etwas wie verbindliche Regeln für das Zusammenleben geben und nicht mehrere Gesellschaften nebeneinander“.

Heimat-Begriff vom „früheren Missbrauch befreien“

Gauck begrüßte zudem die Wiederentdeckung des Begriffs „Heimat“ in die öffentliche Diskussion: „Es war und ist überfällig, den Begriff vom früheren politischen Missbrauch zu befreien“, sagte Gauck mit Blick auf die Nationalsozialisten und die DDR-Führung. „Deutschland brauchte also durchaus eine Erholung von diesen missbrauchten Begriffen. Die ist inzwischen gut und weit gediehen.“

Auslöser für die Heimat-Diskussion ist nach Gaucks Ansicht insbesondere die Flüchtlingsdebatte: „Dass wir uns jetzt besonders mit dem Begriff ‚Heimat‘ beschäftigen, hängt in der Tat mit der Flüchtlingskrise zusammen.“ Durch die Zuwanderung entstehe bei manchen Menschen das Gefühl, in Deutschland nicht mehr zu Hause zu sein. Er warnte aber zugleich davor, den Begriff „Heimat“ zu „verkitschen“.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article177114800/Altbundespraesident-Gauck-warnt-vor-falscher-Ruecksichtnahme-gegenueber-Migranten.html

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9

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Kevin Kraus
04.06.2018 17.09
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Anmerkung: Prof. Dr. Jörg Ramseger ist für den Grundschulverband, der sich stark für die unsägliche Methode „Lesen durch Schreiben“ einsetzt, tätig:

Prof. Dr. Jörg Ramseger, Fachreferent für Qualitätsentwicklung im Grundschulverband e. V.,
joerg.ramseger@grundschulverband.de, Tel.: 0175 596 1717

http://grundschulverband.de/dt_team/prof-dr-joerg-ramseger/

________________________________________

Schupelius-Kolumne

Die Grundschüler können nicht schreiben, weil man es ihnen nicht beibringt


Senatorin Scheeres, Bildungsforscher Ramseger: Anleitung für Lehrer Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Gunnar Schupelius
3. Juni 2018 17:55

Senatorin Sandra Scheeres hält am Schreiben nach Gehör fest. Auf diese Weise lernen viele Kinder das richtige Schreiben nie, kritisiert Gunnar Schupelius.

Die Grundschüler lernen das Schreiben nicht mehr. 48 Prozent der Viertklässler erreicht nicht einmal die Mindeststandards der Rechtschreibung. Unter den Kindern nicht deutscher Herkunft sind es sogar 61 Prozent

Das liegt an der Methode, mit der sie lernen, am sogenannten freien Schreiben. Man sagt dazu auch „Schreiben nach Gehör“. Die Kinder buchstabieren, wie es ihnen gerade einfällt, zum Beispiel so: „Die foirwer retete eine oile aus dem stal“ (Die Feuerwehr rettete die Eule aus dem Stall).

Für solches Kauderwelsch gibt es ein großes Lob und die Eltern werden ermahnt, auf keinen Fall zu korrigieren, das werde sich schon alles einrenken.


So behaupten es die sogenannten Reformpädagogen, die diese Methode erfunden haben, so verkünden es die Lehrer, die sie übernehmen mussten. Die Wut der Eltern wächst und wächst. Inzwischen können sogar die Studenten nicht mehr richtig schreiben, weil sie es in der Schule nicht gelernt haben. Linguisten und Hirnforscher warnen vergeblich davor, dass sich die falsche Schreibweise im Kopf verfestigt.

Die FDP hat das Verbot der Schreibmethode gefordert, die CDU hat sich dem Verbot angeschlossen. In Hamburg und Baden-Württemberg wurde sie bereits verboten.

In Berlin nicht und dabei soll es bleiben. Das sagte Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) am letzten Donnerstag. Gemeinsam mit dem Bildungsforscher Jörg Ramseger stellte sie eine neue Anleitung für Lehrer vor. Sie sagte aber auch: „Es geht nicht, dass Lehrkräfte Falsches falsch stehen lassen.“

Jetzt soll also doch korrigiert werden! Wenn das Kind schreibt: „Tiga sint tol“, soll der Lehrer daneben schreiben: „Tiger sind toll“. Und offenbar sollen jetzt auch die Eltern wieder sagen dürfen, was richtig und was falsch ist. Klar, warum auch nicht? Das ist die natürliche Reaktion, seinem Kind zu zeigen, wie man richtig schreibt.

Aber genau diese Reaktion sollten sich Mütter und Väter ja bisher verkneifen. Ihnen wurde eingeredet, dass sich alles einrenkt und das Kind in der vierten Klasse schreiben kann. Das war eine Behauptung, die Rechnung ging nicht auf und jetzt rudert die Schulsenatorin zurück.

So ist es immer in der Schulpolitik. Die Erziehungswissenschaftler brüten eine Reform aus, das „Landesinstitut für Schule und Medien“ (LISUM) gießt sie in einen Lehrplan und die Lehrer müssen sie umzusetzen.

So war es auch mit dem „Jargangsübergreifenden Lernen“ (JüL): Plötzlich wurden die Klassenverbände eins bis drei aufgelöst und alle Kinder in einen Raum gesetzt. Die Älteren sollten die Jüngeren unterrichten, Lehrer nur als Moderatoren in Erscheinung treten. Nette Idee, doch sie funktionierte höchst selten und heimlich still und leise wurde die Pflicht zum Jül wieder aufgehoben.

Wann hört es endlich auf, dass man mit Schulkindern experimentiert? Als nach der Fibel gelernt wurde, konnten alle schreiben. Jetzt nicht mehr. Das Experiment ist schief gelaufen.

Ausbaden müssen es die Schüler, die als Erwachsene nicht richtig schreiben können.


https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/die-grundschueler-koennen-nicht-schreiben-weil-man-es-ihnen-nicht-beibringt

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
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24306 Plön am See

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Kevin Kraus
26.05.2018 21.48
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] RECHTSCHREIBUNG – Peter Schmachthagen: Aufnahme des Gendersternchens in den Duden ?

Deutschstunde – Sprache ist weder Männchen noch Weibchen

Zum „kleinen Unterschied“ trägt sie nur so viel bei, dass der Gender-Wahn immer absurdere Züge annimmt, sagt Peter Schmachthagen.
22.05.2018, 06:50 Uhr

Als nach der Kreuzigung und der Wiederauferstehung Jesu bei den Jüngern in Jerusalem Pfingsten, also der 50. Tag nach Ostern, erreicht war, erhob sich ein Brausen, und es fielen Zungen wie Feuer vom Himmel. Die Jünger erhoben sich und fingen an zu predigen. Sie hatten den Heiligen Geist empfangen. Was heute zwar nicht vom Himmel, aber in die Sprache fällt, ist nicht der Heilige Geist, sondern der ganz und gar unheilige Gender-Wahn, bei dem die Feministinnen Feuer und Flamme sprühen, um alles Männliche aus der Sprache zu tilgen, so, als hätten sie es dem lieben Gott immer noch nicht verziehen, dass er Adam und Eva angeblich in der falschen Reihenfolge erschaffen hat.

Besonders im Kommen ist dieser ¬Tage das Gendersternchen (*), das zwischen Wortstamm und weibliche Endung -innen gesetzt wird („Mitglieder*innen“), um anzudeuten, dass nicht nur Mann und Frau, sondern alle anderen gefühlten, geänderten und umgewandelten inter- und transsexuellen Geschlechter gemeint sind.

Der Rat für deutsche Rechtschreibung, der Empfehlungen für die Schreibweise der Wörter ausspricht (bitte nicht „Worte“, wie es in der Mitteilung heißt), will in seiner Sitzung am 8. Juni über die geschlechtergerechte Sprache beraten und unter Umständen auf die Aufnahme des Gendersternchens in den Duden drängen.


Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) ist jedenfalls begeistert von diesem Vorschlag, wie sie in einem Interview kundtat. Die Genderdebatte habe viel dazu beigetragen, unseren Blick auf andere Identitäten und Lebensformen zu entspannen. „Sprache sagt viel darüber aus, wie eine Gesellschaft tickt und zusammenhält“, erklärt die Ministerin. In der Tat, Sprache sagt viel darüber aus, wie jemand tickt.

Der Fehler der Kampagne liegt in der Verwechslung von grammatischem und natürlichem Geschlecht. Man unterscheidet drei Genera (grammatische Geschlechter): Maskulinum, Femininum, Neutrum. Das im Allgemeinen mit jedem Substantiv verbundene Genus wird vor allem durch den Artikel angezeigt: der Kopf, die Nase, das Ohr. Von dem grammatischen Geschlecht ist das natürliche Geschlecht (Sexus; männlich, weiblich, weder männlich noch weiblich: sächlich) zu unterscheiden.

Die grammatisch und etymologisch markierten Genera sind eine Zuordnung, die mit den biologischen Geschlechtern der Schöpfung oder der Evolution erst einmal nicht das Geringste zu tun haben.
Wer das missachtet und über die Gleichsetzung der Artikelwörter mit sexistischer Bedeutung nicht hinausgekommen ist, dürfte eigentlich ganz zufrieden sein: 46 Prozent der deutschen Hauptwörter sind feminin, nur 34 Prozent maskulin und 20 Prozent neutral. Da hierbei das Femininum uneinholbar führt, verstehe ich die Aufregung der Feministinnen und Gender-Kämpfer*innen ohnehin nicht.

Das generische oder verallgemeinernde Maskulinum ist die Verwendung maskuliner Formen, ohne dass man mit diesen Formen etwas über das natürliche Geschlecht (den Sexus) aussagen will. Ein generisches Maskulinum bezeichnet weibliche und männliche Personen oder andere Lebewesen gemeinsam: Keiner hat das gesehen. Jeder muss sein Schicksal tragen. Unser Betrieb beschäftigt 420 Mitarbeiter. Dementsprechend wäre ein generisches Femininum also eine grammatische Form, die ohne biologischen Bezug alle drei Genera umfasst, zum Beispiel die Person. Falls ich als eine Person bezeichnet werden sollte, laufe ich als Mann ja auch nicht gleich zum Gericht.

Das grassierende Gendern sexualisiert die Sprache, es missbraucht die Sprache. Denn die Sprache ist weder Männchen noch Weibchen. Zum „kleinen Unterschied“ trägt sie nur so viel bei, dass man über ihn sprechen und schreiben kann. Zum Schutz von Menschenrechten taugt das Gendern nicht (Helmut Glück in der „FAZ“).

deutschstunde@t-online.de

https://www.morgenpost.de/kolumne/deutschstunde/article214349981/Sprache-ist-weder-Maennchen-noch-Weibchen.html

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
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Kevin Kraus
22.05.2018 21.16
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

spiegel.de 20. Mai 2018, 19:24 Uhr

Allgäu Airport
Polizei kontrolliert Schulschwänzer am Flughafen
Flüge sind in den Ferien teuer – manche Eltern lassen ihre Kinder deshalb die Schule schwänzen, um früher zu starten. Die Polizei in Memmingen griff nun zu einem besonderen Mittel.


Vor dem Start der Pfingstferien haben sechs Beamte Familien kontrolliert, die unter der Woche am Allgäu Airport erschienen. Der Grund: Immer wieder lassen Eltern ihre Kinder die Schule schwänzen, um früher in den Urlaub starten zu können. Doch in Deutschland gilt die Schulpflicht.

Wie die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West gegenüber SPIEGEL ONLINE bestätigte, wurden bei der Aktion mehrere Kinder im schulpflichtigen Alter entdeckt. Nach Rückfragen bei den zuständigen Schulen war in zehn Fällen klar: Die Kinder waren unentschuldigt dem Unterricht ferngeblieben.

"Das Phänomen ist uns seit Längerem bekannt, und so etwas gehört eben auch zu unseren Aufgaben“, kommentierte ein Polizeisprecher die Maßnahme. „Wenn der Lehrer dann sagt, dass er auf die Anwesenheit der Kinder besteht, müssen wir sie zurückbringen.“

Ob das geschehen sei, wusste der Sprecher nicht. Das sei aber unwahrscheinlich, schließlich müsse die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Vielmehr müssten die Eltern wohl ein bisschen vom Urlaubsgeld für eine Ordnungsbuße aufheben.

Zehn Anzeigen gegen Eltern sind bei den zuständigen Landratsämtern eingegangen. In der Regel haben die Eltern in einem solchen Fall zwei Wochen Zeit, einen triftigen Grund für das unentschuldigte Fehlen geltend zu machen.

Die Höhe der Bußgelder bestimmt der Ordnungswidrigkeiten-Katalog. Rund um die Ferien ist Schulschwänzen aber teuer als im restlichen Schuljahr, berichtete die „Augsburger Allgemeine“ bereits im vergangenen Jahr.

löw/dpa

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/memmingen-polizei-kontrolliert-schulschwaenzer-am-flughafen-a-1208757.html

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Kevin Kraus
14.05.2018 04.24
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Trifft nicht nur für Österreich zu.... Gerhard Riegler: Die Saat geht auf // Umbau des Bildungswesens – OECD – ...

Gerhard Riegler: Die Saat geht auf

Veröffentlicht am 12. Mai 2018 von Eckehard Quin

„Die vielen neuen Privatuniversitäten und Fachhochschulen sind auf ihre zahlende Klientel angewiesen. Insider erzählen davon, dass Eltern negative Noten nicht akzeptieren. Die Uni- und FH-Leitungen beugen sich diesem Druck, weil sie existenzbedrohende Einnahmenverluste befürchten. Sprich: Im Zweifel wird das Niveau gesenkt“, so Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin der Tageszeitung „Kurier“. Sie setzt ebenso ehrlich und mutig fort: „Das Ganze ist auch international zu einem riesigen Geschäftszweig geworden, in dem auch etliche Fantasie-Universitäten mitmischen, die um die Kinder der Reichen buhlen. Inklusive viele private „medical schools“ für jene, die an den Medizinuni-Aufnahmeverfahren scheitern.“ (1)

Eines muss man der Wirtschaftsorganisation OECD lassen: Der Umbau des Bildungswesens ist gelungen. Begonnen wurde er vor zwei Jahrzehnten mit den PISA-Tests und der auf sie folgenden Bevormundung der Schulpolitik durch die OECD-„Bildungsabteilung“. Seine Fortsetzung gefunden hat er unter dem Titel „Kompetenzorientierung“ mit der Entleerung der Lehrpläne und einer Absenkung der Ansprüche. Geführt hat die Entwertung der Reifeprüfung für die MaturantInnen zur Notwendigkeit, nach der Matura in den tertiären Bildungsbereich einzusteigen, um eine realistische Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben. An den staatlichen Universitäten überforderte dies die vorhandenen Kapazitäten. Der Boden für private Institutionen war geschaffen.

Zwischen 2007 und 2017 erhöhte sich in Österreich die Akademikerquote unter den 25- bis 29-Jährigen von 16,4 % auf 39,8 % – deutlich mehr als eine Verdoppelung binnen eines einzigen Jahrzehnts. (2) Laut AMS sind in Wien inzwischen 11,6 % der AbsolventInnen einer tertiären Bildungseinrichtung arbeitslos. (3)

Staaten, die der OECD gehorchend die Akademikerquote schon früher in die Höhe getrieben haben, sind inzwischen bemüht, unsere duale Bildung in ihr Bildungswesen einzuführen bzw. sie in ihm auszubauen, um der hohen Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. In Österreich aber ließ der Politslogan „Matura für alle“ die Anzahl der Lehrlinge schmelzen wie Schnee in der Frühjahrssonne.


Dr. Martina Salomon: „Eine „education bubble“ hat sich gebildet. Platzt sie irgendwann einmal?“ (4) Laut Statistik Austria ist die Wahrscheinlichkeit, in Österreich zu den Armutsgefährdeten zu gehören, für AbsolventInnen von Hochschulen oder Akademien bereits größer als für die einer Lehre oder mittleren Schule; für MaturantInnen, die der Matura keinen tertiären Bildungsabschluss folgen ließen, ist das Armutsgefährdungsrisiko sogar um die Hälfte größer als für AbsolventInnen einer Lehre oder mittleren Schule. (5) Die Blase ist also bereits geplatzt.

„Angesichts der inflationären Zunahme von Abschlüssen aller Art droht ein akademisches Prekariat“, warnt Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann. (6) Ein akademisches Prekariat – ist es das, was man wollte?

(1) Martina Salomon, Wann platzt die „education bubble“? In: Kurier online vom 5. Mai 2018.
(2) Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 9. Mai 2018.
(3) AMS (Hrsg.), Spezialthema zum Arbeitsmarkt (April 2018), S. 3.
(4) Salomon, Education bubble.
(5) Statistik Austria (Hrsg.), Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen (2018), S. 109.
(6) Ute Brühl, Konrad Paul Liessmann: Was gebildete Menschen wirklich ausmacht. In: Kurier online vom 17. September 2017.

https://quinecke.wordpress.com/2018/05/12/gerhard-riegler-die-saat-geht-auf/

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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
10.05.2018 18.09
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Bildungssenatorin Scheeres: „Wenn ich eine Lehrkraft mit Kopftuch vor mir habe, ist das nicht neutral.“

Neutralitätsgesetz: Klage abgewiesen: Lehrerin darf an Grundschule kein Kopftuch tragen

Update 09.05.2018 15:02 Uhr
Berliner Neutralitätsgesetz Klage abgewiesen: Lehrerin darf an Grundschule kein Kopftuch tragen

Eine Berliner Lehrerin klagt, um mit Kopftuch an einer Grundschule unterrichten zu dürfen. Vor dem Arbeitsgericht verliert sie. Doch eine Berufung ist möglich. Fatina Keilani
Zuhörerinnen im Arbeitsgericht am 14. April. Die Entscheidung wird heute verkündet.

Das Land hat gewonnen, die Klägerin hat verloren: An diesem Mittwoch verkündete das Berliner Arbeitsgericht sein jüngstes Urteil zum Thema Kopftuch in der Schule – Unterricht an Grundschulen ist nach wie vor mit Kopftuch nicht erlaubt. Die Klage von Leyla R. (Name geändert) wurde abgewiesen.

Die Lehrerin hatte geklagt, weil man sie nicht an der Grundschule, der sie zunächst zugewiesen war, mit Kopftuch unterrichten ließ. Stattdessen wurde sie freigestellt; ihr wurde ein Job an einem Oberstufenzentrum angeboten, an dem das Kopftuch erlaubt gewesen wäre. Sie nahm unter dem Vorbehalt der rechtlichen Überprüfung an. Als Grundschullehrerin hätte sie dort allenfalls eine Willkommensklasse unterrichten können, da sie ansonsten nicht für den Posten qualifiziert war; eine solche wurde eigens für sie eingerichtet. Die Klägerin arbeitet derzeit nicht, sondern ist in Elternzeit.

Bedienstete des Landes Berlin können überall eingesetzt werden, wo es ihrer Vergütungsgruppe entspricht, so liegt es auch hier. Die Umsetzung der Lehrerin auf einen anderen Job sei in Ordnung gewesen, die Senatsverwaltung hätte gar nicht anders handeln können, entschied das Gericht.

Der Rechtsstreit geht vermutlich weiter

Berufung ist zulässig, die Anwältin der Klägerin wollte sich noch nicht dazu äußern, ob das Rechtsmittel eingelegt wird. Während der Verhandlung im April gingen alle Beteiligten davon aus, dass das Arbeitsgericht nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum Bundesverfassungsgericht ist. Dort könnte die Sache als Verfassungsbeschwerde landen – aber nur, wenn letztinstanzlich das Land Berlin gewinnt, da nur die Klägerin Grundrechtsträgerin ist.

Mit ihrer Klage verfolgte Leyla R. das Ziel, mit Kopftuch an einer Grundschule unterrichten zu dürfen. Dies ist jedoch nach dem Neutralitätsgesetz des Landes Berlin nicht gestattet. Das Land Berlin wird in dem Verfahren durch die Anwältin und Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Seyran Ates vertreten.

Am liebsten wäre es dem Senat gewesen, wenn das Gericht das Neutralitätsgesetz in Karlsruhe vorgelegt hätte, um es auf seine Verfassungskonformität überprüfen zu lassen. Das geschah jedoch nicht. Der Vorsitzende Richter Arne Boyer begründete das bei der Urteilsverkündung damit, dass die Kammer keine Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Berliner Neutralitätsgesetzes hatte.

Gericht hält Neutralitätsgesetz für verfassungskonform

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Jahr 2015 geurteilt, dass landesgesetzliche Kopftuchverbote nur zulässig sind, wenn konkrete Gefahren für den Schulfrieden zu erwarten sind. Sind Gerichte überzeugt, es mit verfassungswidrigen Vorschriften zu tun zu haben, müssen sie den Fall direkt in Karlsruhe vorlegen. Das Arbeitsgericht entschied sich jedoch, wie schon 2016, dagegen.


Die Klägerin selbst war nicht erschienen. Ein Vertreter der Initiative Pro Neutralitätsgesetz zeigte sich erfreut und sagte, die Initiative fühle sich bestätigt. Erfreut äußerte sich auch die CDU-Integrationspolitikerin Cornelia Seibeld: „Wir begrüßen die heutige Entscheidung und sehen unsere Position bestätigt. Berlin braucht neutrale Schulen.“

Es sind noch drei weitere ähnliche Verfahren anhängig, und es kommen ständig neue hinzu. Am 24. Mai verfolgt dieselbe Klägerin einen weiteren Antrag, nämlich auf Entschädigung wegen der Ungleichbehandlung.


https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-neutralitaetsgesetz-klage-abgewiesen-lehrerin-darf-an-grundschule-kein-kopftuch-tragen/21260532.html

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30.04.2018 11.51
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[SHEV] INTEGRATION? – Aus BW: Ausbildung islamischer Religionslehrer – Konservative Islamverbände blockieren

STUTTGARTER-ZEITUNG.DE
Exklusiv
Pädagogische Hochschule in Freiburg
Islamverbände wehren sich gegen kritischen Professor


Von Armin Käfer 29. April 2018 – 12:50 Uhr

Die Ausbildung islamischer Religionslehrer ist umstritten. Eine Professorenstelle an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg bleibt vorerst unbesetzt.

An der Pädagogischen Hochschule in Freiburg ist es zunächst nicht gelungen, eine neue Professorenstelle für die Ausbildung islamischer Religionslehrer zu besetzen

Stuttgart – Der Versuch, an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg eine neue Professorenstelle für die Ausbildung islamischer Religionslehrer zu besetzen, ist im ersten Anlauf gescheitert. Seit Monaten versuchen konservative Islamverbände hinter den Kulissen zu verhindern, dass ein muslimischer Reformtheologe mit der Aufgabe betreut wird. Nun ist die umstrittene Stelle erneut ausgeschrieben.

Bei der ersten Ausschreibung Ende 2017 hatten sich laut Auskunft des Rektors Ulrich Druwe 19 Bewerber gemeldet. Am Ende blieb nach Informationen der Stuttgarter Zeitung aber nur einer übrig, den die Auswahlkommission für geeignet gehalten hätte: Abdel-Hakim Ourghi, ein prominenter Islam-Reformer. Er ist Dozent in Freiburg. Gegen seine Berufung gibt es jedoch massiven Widerstand aus Muslimverbänden.

Interreligiöse Offenheit wird in der neuen Stellenanzeige betont

Der StZ liegt ein Papier vor, in dem „erhebliche Bedenken“ geltend gemacht werden, weil Ourghi „Problemphänomene wie religiös motivierten Terrorismus und frauenfeindliche Verhaltenweisen bei manchen Muslimen“ instrumentalisiere. Das Papier war zunächst als öffentliche Stellungnahme gedacht, wurde dann aber zurückgezogen. Aus der Hochschule ist zu erfahren, dass konservative muslimische Verbände gegen eine Berufung Ourghis als Professor „Sturm gelaufen“ seien.


Weil es am Ende nur einen akzeptablen Bewerber gab, wurde der Posten jetzt erneut ausgeschrieben. In der Stellenanzeige wird eigenes betont, dass „interreligiöse Offenheit und Verständigung auf der Grundlage einer historisch-kritischen islamischen Theologie“ vorausgesetzt würden. Im Unterschied zur ersten Ausschreibung heißt es außerdem, dass „die Berücksichtigung der Genderthematik in Forschung und Lehre erwünscht“ sei.

Der Einfluss der konservativen Kritiker ist enorm

Nach Auskunft des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums hat der Projektbeirat Islamischer Religionsunterricht, in dem mehrere Muslimverbände vertreten sind – wie die umstrittene Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religionen (Ditib) – bei der Besetzung dieser Stelle „keine Funktion“. Er werde „ausschließlich in bekenntnisrelevanten Fragen“ gehört. Was die Professorenstelle in Freiburg angeht, so werde „die Wissenschaftsfreiheit gewahrt“. Die Auswahl der Bewerber erfolge „nach ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien“.

An der PH Freiburg wird befürchtet, dass der Islam-Reformer Ourghi durch den massiven Einfluss konservativer Kritiker abgeschreckt werden könnte. Ourghi selbst behält sich vor, andernorts nach einer geeigneten Stelle zu suchen. Der 50 Jahre alte Wissenschaftler, geboren in Algerien, hat im vergangenen Jahr ein Buch veröffentlicht, in dem er 40 Thesen zur Reform des Islam formuliert. Er macht sich darin stark für eine „Rebellion der Vernunft gegen den verstockten konservativen Islam“. Es sei „Zeit für einen europäischen Islam“. Das Buch fand große Beachtung, auch im deutschsprachigen Ausland.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zu-modern-zu-liberal-islamverbaende-gegen-kritischen-professor.19c7c8a6-9477-47d7-a126-97726b175584.html

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21.04.2018 05.40
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Hamburger Abendblatt 19.04.18

So hoch ist der Migrantenanteil an Hamburger Schulen

Peter Ulrich Meyer

Senatsantwort dokumentiert, wie hoch der Anteil von Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund ist. Alle Schulen im Überblick.

Hamburg. Der Senat hat zum ersten Mal den Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an allen allgemeinbildenden Schulen veröffentlicht. Das Abendblatt dokumentiert das Ergebnis aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bürgerschaftsfraktionschefs Alexander Wolf (Tabelle unten). Danach hatten im Schuljahr 2016/17 insgesamt 45,1 Prozent der Schüler an Grund-, Stadtteilschulen und Gymnasien einen Migrationshintergrund. Die Differenz zwischen den staatlichen Schulen mit 45,2 Prozent und den nichtstaatlichen mit 44,1 Prozent fällt ausgesprochen gering aus.

An Gymnasien ist der Anteil niedriger als an Grundschulen

Deutlicher unterschieden sind die Anteile je nach Schulform: An den staatlichen Grundschulen wurden 49,3 Prozent Kinder nicht-deutscher Herkunft gezählt, an den Stadtteilschulen war der Anteil mit 48 Prozent fast gleich hoch, während er an den Gymnasien lediglich 37,3 Prozent betrug. Bei den Privatschulen ergab sich eine andere Tendenz: Die Gymnasien wiesen mit 51 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt von Grundschulen mit 47,7 Prozent und den Stadtteilschulen mit 38,3 Prozent.

Einen Migrationshintergrund hat ein Schüler nach der Definition, die auch beim Mikrozensus angewendet wird, wenn eines der vier folgenden Merkmale zutrifft: selbst nicht in Deutschland geboren, keine deutsche Staatsangehörigkeit, Vater oder Mutter nicht in Deutschland geboren oder Vater oder Mutter ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Die Herkunftsstaaten der Schülerinnen und Schüler werden von den Schulen statistisch nicht erfasst.

Den höchsten Migrationsanteil hatte die Stadtteilschule auf der Veddel mit 90,8 Prozent. An 65 Schulen lag der Anteil über 70 Prozent, an 21 Schulen über 80 Prozent. Andererseits: An nur elf Prozent der 191 staatlichen Grundschulen betrug der Wert weniger als 25 Prozent. Auch an den staatlichen Gymnasien sind die Zahlen sehr unterschiedlich: Den niedrigsten Anteil verzeichnete das Gymnasium Altona mit neun Prozent, den höchsten das Helmut-Schmidt-Gymnasium in Wilhelmsburg mit 83,2 Prozent. Die Privatschule mit dem höchsten Migrationsanteil war die Katholische Stadtteilschule Neugraben mit 85,3 Prozent.

AfD fordert Aufnahmestopp

„Wie kann an Schulen mit 70, 80 oder 90 Prozent Migranten Integration noch gelingen und wer integriert hier wen?

Integration verkommt zur bloßen Worthülse“, sagt AfD-Politiker Wolf. Es gebe Schulen, „die bereits eine verfestigte Parallelkultur – zumeist die einer muslimisch geprägten – aufweisen und überdurchschnittlich oft in sozialen Brennpunkten liegen“. Ein „geregelter Unterricht“ sei nur schwer möglich, wenn Lehrer ihre Schüler überhaupt erst auf ein einheitliches Sprachniveau bringen müssten. „Zu Hause sprechen die Kinder häufig nicht Deutsch und auch auf Hamburgs Schulhöfen hört man immer häufiger Türkisch und Arabisch“, sagt Wolf. Probleme mit dem wachsenden Islamismus und muslimisch motiviertem Antisemitismus seien auf dem Vormarsch.


Tabelle zum Großklicken


Der AfD-Politiker erinnert an den „Appell des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, einen Aufnahmestopp von Flüchtlingen für Kommunen zu erlassen, wenn dort eine Überforderung drohe. „Das wäre auch ein Modell für Hamburg. Die Kapazitätsgrenzen zur Aufnahme weiterer Schüler sind längst erreicht, bzw. überschritten“, sagt Wolf.

Schulsenator kritisiert AfD-Darstellung

Schulsenator Ties Rabe (SPD) hält dagegen. „Die Definition von Migrationshintergrund ist so weit gefasst, dass ein großer Teil dieser Kinder von niemandem außer den Statistikern als Migrationskinder erkannt werden. Die allermeisten dieser Kinder sind voll integriert, sprechen gut Deutsch und verstehen sich selbst zu recht als Hamburger Kinder“, sagt der Senator.

Die AfD übersehe, dass sich die Wirklichkeit verändert habe. „So heißen zum Beispiel unsere Nachrichten-Moderatorinnen Linda Zervakis, Pinar Atalay oder Dunja Hayali. Sie alle machen unsere Welt reicher und besser. Ohne die knapp 50 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund wären Hamburgs Schulen leer und öde. Hamburg wäre eine schrumpfende Stadt, um deren Zukunft man sich Sorgen machen müsse“, sagt Rabe. Dass die Anteile der Kinder mit Migrationshintergrund von Schule zu Schule schwankten, sei „zwangsläufig und mathematisch logisch“. Rabe: „Schulen bilden damit die gesellschaftliche Wirklichkeit der Stadt und ihrer Stadtteile ab.“

Schwächere Lernleistungen der Migrationskinder

„Dass die Schüler mit Migrationshintergrund auch an Hamburger Schulen im Schnitt schwächere Leistungen erzielen als ihre Mitschüler, ist wissenschaftlich erwiesen, dass deren Leistungen darunter litten, hingegen nicht. Während Hamburg beim Ländervergleich der Schülerleistungen der Neuntklässler im Jahr 2015 in Deutsch einen Mittelplatz und in Englisch einen vierten Platz belegt, landen die Hamburger Schüler ohne Migrationshintergrund allein in beiden Fächern auf Platz eins, nur in der Rechtschreibung auf Platz fünf.

„Unsere Aufgabe in den Schulen besteht darin, dass alle Schüler gleich welcher Herkunft gute Hamburger werden. Wer heute eine Hamburger Schule besucht, gleich wo sie steht, sieht, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt Schulsenator Rabe.


https://www.abendblatt.de/hamburg/article214067503/So-hoch-ist-der-Migrantenanteil-an-Hamburger-Schulen.html

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
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Kevin Kraus
19.04.2018 07.46
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Studie: Verbesserte Schulleistungen aufgrund Musizierens?

Frankfurt, 13.04.2018. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben im Rahmen einer Studie Schüler zu ihren schulischen Leistungen befragt.

Dabei habe sich gezeigt, dass das Spielen eines Musikinstruments die Leistungen in Deutsch und Mathematik gemeinhin verbessere. Die musizierenden Schüler hätten höhere sprachliche Fähigkeiten und ein besseres muttersprachliches Selbstkonzept. Ebenso sei laut der Studie die Leistungsbereitschaft höher als bei denjenigen Schülern, die sich in ihrer Freizeit nicht mit einem Instrument beschäftigten.


Im Rahmen des Forschungsprojektes „Musikalisches Selbstkonzept“ wurden rund 4.500 Kinder befragt. Darunter waren Schüler von musischen, sowie naturwissenschaftlichen Gymnasien. Ebenfalls wurden Mitglieder der Regensburger Domspatzen, des Windsbacher Knabenchores und des Dresdener Kreuzchores miteinbezogen.

Vorgestellt wurde das Projekt nun vom Branchenverband der Musikintrumentenwirtschaft, der Society of Music Merchants (SOMM). Die Interessenvereinigung ist der größte deutsche Industrieverband der Hersteller und Händler von Musikinstrumenten und Musikausrüstung. Derzeit hat die Organisation 53 Mitglieder, die zusammen rund zwei Drittel des Umsatzes der gesamten Branche ausmachen. SOMM wurde im Februar 2005 aus dem bestehenden Verband der Vertriebe und Musikinstrumente in Deutschland (VVMD) heraus gegründet und ist Mitglied im Deutschen Musikrat. Erklärtes Ziel des Verbandes ist es, das aktive Musizieren als festen Bestandteil des alltäglichen Handelns in der Gesellschaft zu etablieren.

https://magazin.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=14117&nachricht=Studie:%20Verbesserte%20Schulleistungen%20aufgrund%20Musizierens?

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Kevin Kraus
27.03.2018 11.40
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] INTEGRATION? – Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes:

Die „Willkommenskultur“ zerreißt unsere Schulen

tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/die-willkommenskultur-zerreisst-unsere-schulen/
March 26, 2018

Die Leistungen sinken, das Aggressionspotential steigt, Schüler, Eltern und Lehrer kommen mit der Lage nicht mehr zurecht.

„Wir schaffen das!“ Das waren Merkels – im „pluralis majestatis“ ausgesprochenen – Worte vom 31. August 2015. Wenige Tage später, am 22. September 2015, meinte sie in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin. Nun sind sie halt da.“

Die zweite dieser Aussagen hat sich bewahrheitet: „Sie“ sind da, sie werden qua Familiennachzug immer mehr, und es ist der Kanzlerin egal, ob sie schuld ist. Der erste Satz aber war damals schon völlig daneben, auch wenn er von Multikulturalisten inkl. Kirchen und Migrationsgewinnlern begeistert bejubelt wurde.

Ja, nun sind sie da, zum Beispiel in den Schulen, und sie toppen die schon vor 2015 dort bestehenden gewaltigen Probleme: Kurz: Die Leistungen sinken an vielen deutschen Schulen. Das Aggressionspotential steigt. Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder an Privatschulen.

1001 ältere und topaktuelle Beispiele für das sinkende Leistungs- und das steigende Gewaltniveau könnten benannt werden. Zehn mögen als repräsentativ genügen; sie zeigen, dass man die Probleme längst hätte erkennen können. Nein, man hat es nicht wissen wollen, man hat die Probleme mit einem ungeregelten Einwandererzustrom sogar noch potenziert.

1.
Bereits seit PISA 2003 wissen wir: Migrantenkinder in Deutschland erreichen in etwa ein PISA-Ergebnis, wie es eines der größten Herkunftsländer deutscher Immigranten ausweist, nämlich die Türkei: Diese lagen in allen Testbereichen um rund drei Schuljahre hinter deutschen Schülern.

2.
Aus mehreren PISA-Testungen ist bekannt, dass die Leistungen in den Klassen bei einem Anteil von mehr als 30 Prozent Schülern mit Migrationshintergrund signifikant sinken.

3.
Im Frühjahr 2006 gab es Aufregung um die Rütli-Schule in Berlin-Neukölln. Es war dies eine Schule mit gerade eben 268 Schülern (142 Jungen und 126 Mädchen). Von ihnen hatten etwa 35 Prozent arabische, 25 Prozent türkische und 17 Prozent deutsche Wurzeln. Rund 80 Prozent waren Muslime. Bundesweit machte „Rütli“ Schlagzeilen, als das Kollegium dieser Schule im März 2006 in einem „Brandbrief“ an den Schulsenator die Schließung der Schule forderte. Begründung: Man sei der Gewalt durch Schüler nicht mehr gewachsen. Der damalige Berliner Schulsenator Klaus Böger wollte die Schule nicht schließen. Er versprach den Lehrern Polizeischutz, damit der Unterricht ordnungsgemäß stattfinden könne.

4.
Die Hoover-Schule in Berlin-Wedding wusste 2010 das Auseinanderdriften der Schülerschaft nicht mehr anders zu regeln als mit einem Verbot nicht-deutscher Sprachen auf dem Pausenhof. Multikulturalisten waren schnell mit dem Vorwurf einer „Zwangsgermanisierung“ zur Hand, weshalb das Beispiel nicht Schule machte.

5.
Anfang November 2017 kam über die FAZ ein Bericht der Leiterin der Berthold-Otto-Grundschule in Frankfurt-Griesheim an die Öffentlichkeit. Es ist dies eine Schule mit einem Anteil von 90 bis 100 Prozent Migrantenkindern. Die Rektorin spricht von „schlimmsten sozialen Verhältnissen“ und dass an regulären Unterricht nicht mehr zu denken sei. Besonders beklagt die Schulleiterin, dass sich die muslimischen Familien völlig abgeschottet und durch den Islam radikalisiert hätten. Diese Eltern würden ihre Kinder nicht zum Lernen anhalten und nicht dazu verpflichten, Lehrer zu respektieren.

6.
Bald darauf wurde ein Brief des Kollegiums der Gemeinschaftsschule Bruchwiese in Saarbrücken bekannt. Die Saarbrücker Zeitung hat ihn am 13. Dezember 2017 zum Aufmacher gemacht und getitelt: „Dramatischer Hilferuf von Saarbrücker Lehrern“. Dort ist von folgenden Zuständen die Rede: physische und verbale Gewalt gegen Mitschüler und Lehrer, Messerattacken, schwere Körperverletzungen, Drogen, Alkohol seien Alltag. Wörtlich: „Viele Kolleginnen haben Angst, bestimmte Schüler zu unterrichten.“ Es kommt hinzu, dass sich die saarländische Schulpolitik der Ideologie der Totalinklusion verschrieb und damit Schüler mit extremem sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelklassen gesteckt hat.

7.
Den Autor dieses Beitrages erreichen zudem regelmäßig drastische Schilderungen. Zum Beispiel: „Migrantenkinder haben ein exorbitantes Selbstbewusstsein. Fast alle Schülerinnen sind der Überzeugung, dass sie kurz vor der Anstellung als Tierärztin oder Architektin stehen. Dabei reicht es nicht einmal für den Hauptschulabschluss. Zu diesem Selbstbewusstsein gesellt sich ein ausgeprägter Nehmermodus – unterstützt durch verständnisvolle Rechtsanwälte.“

8.
Oder ein anderes Beispiel: „Es sind nicht nur die Eltern, die ihre Kinder vom Lernen abhalten, sondern die Imame in den Moscheen, die eine Lernbereitschaft als obsolet erscheinen lassen. Das deutsche Bildungsangebot ist für sie entbehrlich, weil es in absehbarer Zeit abgelöst werde von Instanzen des Koran. Wozu dann Anstrengungen für Minderwertiges?“

9.
An der Paul-Simmel-Grundschule in Berlin-Tempelhof wurde eine jüdische Schülerin von muslimischen Mitschülern mit dem Tode bedroht, weil sie nicht an Allah glaube. „Keine Einzelfälle“, sagt sogar die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Maja Lasic. Richtig: An der Ernst-Reuter-Schule in Berlin-Gesundbrunnen wurde ein 18-jähriger jüdischer Gymnasiast von einer muslimischen Mitschülerin mit der Aussage konfrontiert: „Hitler war gut! Denn er hat Juden umgebracht.“ Der Schüler konnte in der Folge aus Sicherheitsgründen nicht mehr auf den Pausenhof.

10.
In einem neuen Buch („Lehrer am Limit. Warum die Integration scheitert“) beschreibt Ingrid Freimuth sehr anschaulich, wie sich muslimische Schüler allen Regeln überlegen fühlen. Zum Beispiel dass ein muslimischer Junge einer Lehrerin in den Lehrerkittel schnäuzte und – darauf angesprochen – seine Reaktion war: „Ich stech‘ dich ab.“ Siehe dazu auch das Interview in der „Welt“.

Sind das die Visionen von Bereicherung für Deutschland durch Zuwanderer und Flüchtlinge? Nein, das können und dürfen sie nicht sein. Außerdem hat Deutschland durch die Zuwanderung mit Auswirkungen bis weit hinein in viele Schulen eine „Unterschichtung“ erfahren. Es handelt sich hier oft um Populationen, die bereits in ihren Herkunftsländern einen niedrigen Sozialstatus hat. In den als Vorbild dargestellten Zuwanderungsländern Kanada, Australien und Neuseeland ist dies anders. Dort zeichnen sich Migranten durch einen Sozialstatus aus, wie er der einheimischen Bevölkerung entspricht. Der Grund dafür ist in der Migrationspolitik dieser Übersee-Länder zu sehen, die nur Zuwanderer ins Land nehmen, die sie aufgrund der mitgebrachten Qualifikationen „brauchen“ können. Vor diesem Hintergrund fallen dort die Schul- und PISA-Leistungen der Zuwanderer kaum gegenüber denen der Einheimischen zurück. Allerdings ist das in diesen drei Einwanderungsländern wohl weniger eine Leistung der Schulen, sondern Ergebnis einer anderen Migrationspolitik und einer anderen Haltung der Migranten zu Fragen der Integration und zur Landesprache des Einwanderungslandes.

Für viele Migranten in Deutschland gilt wohl eine Wertung, die sich bereits 2004 in der nur auf englisch verfügbaren Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) mit dem Titel „The Societal Integration of Immigrants in Germany“ (RWI Discussion Papers No. 18/2004) findet: Das RWI macht für mangelnde Integration vieler Migranten in Deutschland vor allem deren mangelnde Bereitschaft zur Integration verantwortlich. Für Zuwanderer mit vietnamesischen Wurzeln gilt das nicht: Sie sind beim Besuch des Gymnasiums im Vergleich zu deutschen Schülern sogar überrepräsentiert und schneiden bei Schulleistungstest oft besser ab als ihre deutschen Altersgenossen.

Es muss endlich Schluss sein mit dem ungeregelten Zuzug zumal aus gewaltaffinen Kulturen. Der Städte- und Gemeindebund hat schon Recht, wenn er aktuell einen sofortigen Zuzugsstopp fordert, weil viele Kommunen es schlicht und einfach nicht mehr „schaffen“. Das gilt ganz besonders für die Schulen; diese sind seit mehr als drei Jahrzehnten einer romantisierenden Einwanderungspolitik ausgesetzt, deren Probleme seit 2015 noch potenziert werden. Das schöne Schlagwort von der Integration wird mehr und mehr zur Leerformel, so als hätten nur die Deutschen und ihre Institutionen hier eine Aufgabe. Nein, Integration ist keine Einbahnstraße. Andernfalls wird aus der Vision von Willkommenskultur noch mehr eine Unkultur von Parallelgesellschaften.
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Josef Kraus war Oberstudiendirektor, Präsident des deutschen Lehrerverbands, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und als „Titan der Bildungspolitik“ bezeichnet. Er hat Bestseller zu Bildungsthemen verfasst und sein jüngstes Werk Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt erhalten Sie in unserem Shop: http://www.tichyseinblick.shop

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/die-willkommenskultur-zerreisst-unsere-schulen/

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Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
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Kevin Kraus
24.03.2018 17.31
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] INTEGRATION? – Religiöses Mobbing –

Religiöses Mobbing – Zweitklässlerin von Mitschüler mit dem Tode bedroht

Martin Klesmann
24.03.18, 08:10 Uhr

Gewalt in der Schule

Bisher wurde geredet: Der Junge, der das Mädchen bedrohte, besucht weiter die Paul-Simmel-Grundschule in Tempelhof

An vielen innerstädtischen Schulen sind Konflikte unter Schülern mittlerweile religiös motiviert. Da werden Mitschüler unter Druck gesetzt, wenn sie sich nicht an den islamischen Fastenmonat Ramadan halten. Auch antisemitische Äußerungen gehören für viele Lehrer zum Schulalltag. „Es gibt bereits heute viele Beispiele von religiösem Mobbing an Schulen“, hatte jüngst eine Neuköllner Schulleiterin gesagt. Nun macht erneut ein Vorfall mit antisemitischer Tendenz die Runde. Dieses Mal geht es um verstörende Vorfälle an Paul-Simmel-Grundschule im östlichen Tempelhof. Es geht um Todesdrohungen unter Kindern.

Diese Schule besucht auch die Tochter eines heute 41-Jährigen, der anonym bleiben möchte. „Unsere Tochter wurde von muslimischen Schülern angepöbelt, weil sie nicht an Allah glaubt“, sagt der Mann im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

Bereits seit etwa drei Jahren kommt es in der Schule zu religionsmotivierten Vorfällen, führt er aus. Zuletzt Ende Februar. Die schmächtige Tochter sei von einem Mitschüler gefragt worden, ob sie Jüdin sei, berichtet der Vater. Da ein Elternteil jüdischer Herkunft ist, habe sie das bejaht, woraufhin der Schüler das Wort „Jude“ mehrfach in bedrohlichem Tonfall wiederholt habe.

Bei einem früheren Vorfall – bei dem die Mitschüler vom jüdischen Elternteil noch gar nichts wussten – sei seine Tochter sogar mit dem Tode bedroht worden. Der körperlich deutlich überlegene Schüler habe der damaligen Zweitklässlerin gesagt, sie solle geschlagen und anschließend umgebracht werden, weil sie nicht an Allah glaube. „Wir Eltern wurden von dem Mitschüler als Dummköpfe beschimpft, weil wir unsere Tochter nicht im Glauben an Allah erziehen“, sagt der Vater. Bereits vor etwa drei Jahren war dem Mädchen nach Angaben ihres Vaters Ähnliches widerfahren. Wer nicht an Allah glaube, werde verbrannt, hätte eine Mitschülerin dem Mädchen klar gemacht.

Im Unterricht thematisiert

Der Vater ist verärgert darüber, dass der Schulleiter diese Ausfälle offenbar nicht zum Anlass nimmt, öffentlich in Rundschreiben dagegen vorzugehen. Er wünscht sich, dass Begriffe wie „Toleranz“ und „Religionsfreiheit“ permanent im Unterricht thematisiert werden. „Es kam jeweils zu einer Gegenüberstellung zwischen den Schülern“, berichtet der Vater. In Anwesenheit von Schulleiter und Sozialarbeiter wurde der Vorfall thematisiert. „Für meine Tochter war diese Gegenüberstellung traumatisierend“, sagt der Vater.

Der langjährige Schulleiter Thomas Albrecht bestätigt, dass die Vorfälle ihm bekannt seien und ernst genommen würden. „Grundsätzlich werden bei Streitigkeiten die Schüler angehört und danach entsprechende Schritte eingeleitet.“ So sei es auch in den drei Fällen passiert. Die Eltern seien eingeladen worden. „In der entsprechenden Klasse gab es ein Projekt zum Thema Toleranz“, sagt er. Bei allen Vorfällen habe man mit Schulaufsicht und Polizei das weitere Vorgehen abgestimmt.

Auch die Bildungsverwaltung weiß lange Bescheid. In den nächsten Tagen werde es ein Treffen mit Eltern, Schulleiter und Schulaufsicht geben. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt Beate Stoffers, Sprecherin von Senatorin Scheeres, nun. Bisher wurde geredet, der Junge besucht weiter die Schule.

In einem Schreiben des Schulleiters an den Vater heißt es: „Den Vorfall vor einem Jahr mit den antisemitischen Beschimpfungen hatte ich bereits als abgeschlossen betrachtet.“ Alles sei bei Dienstbesprechungen und bei Klassenleiterstunden thematisiert worden. Der Vater hingegen ist da anderer Meinung. „Der Senat müsste den Schulen ein Instrumentarium anbieten, um nicht nur gegen solche einzelnen Regelverletzungen vorzugehen, sondern insbesondere solche Themen wie Toleranz, Religionsfreiheit, westliche Werte sowie das friedliche Miteinander kontinuierlich den Kindern zu vermitteln.“ Und es müsse deutlich mehr mit den Eltern gearbeitet werden.

Anzeige gestellt

Der Vater erzählt, dass es in Whatsapp-Gruppen der Grundschüler auch ein Enthauptungsvideo des IS kursierte. Der Schulleiter bestätigt das. Es sei deshalb eine Anzeige bei der Polizei gestellt worden und in diesem Fall habe es auch einen Elternbrief gegeben.

Probleme räumt der Schulleiter durchaus ein. „Über 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind nichtdeutscher Herkunft, viele haben vor der Grundschule keine Kita besucht und kommen bei uns das erste Mal mit Kindern aus anderen Kulturkreisen zusammen“, sagt er. Kleine Konflikte seien in der Phase der kulturellen Überforderung nicht zu vermeiden. „Dem begegnen wir proaktiv und thematisieren gleich zu Beginn Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kinder“, sagt er.

Der Vater sagt, er sei selbst vor über 26 Jahren als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Es sei ihm vom ersten Tag klar gewesen, dass er die deutsche Sprache erlernen, die westlichen Werte wie Toleranz leben müsse und sich an sein Umfeld anzupassen habe. Er erlebe vor Ort in der Schule, aber auch in der Wohngegend, dass sich nicht wenige muslimische Mitbürger zunehmend abkapseln würden.

Der Vater meint: „Hier ist die Politik gefragt. Die falsch verstandene Toleranz ermöglicht gerade die Unwilligkeit zur Anpassung an sein Umfeld und die teils darauf folgende Radikalisierung.“ Es fehle an Lösungen für eine wirkliche Integration. Und er hat bereits erste Konsequenzen gezogen. Ab der 5. Klasse soll die Tochter die Schule wechseln. So setzt sich die Segregation fort. Hier und an anderen Schulen in Berlin.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/religioeses-mobbing-zweitklaesslerin-von-mitschueler-mit-dem-tode-bedroht-29916888
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Kevin Kraus
14.03.2018 19.28
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Dr. Ulrich Kliegis an SHEV

[SHEV] Re: [G9-SH] RECHTSCHREIBREFORM: Bildungsministerin Johanna Wanka: „Die Kultusminister wissen längst, daß die Rechtschreibreform falsch war ...

An: Initiative G9jetzt!
Kopie: sh@elternverein-sh.de

Datum: Tue, 13 Mar 2018 23:19:37 +0100
Betreff:[G9-SH] RECHTSCHREIBREFORM: Bildungsministerin

> 2005 etwa kämpfte Johanna Wanka als Präsidentin der
> Kultusministerkonferenz für die umstrittene Rechtschreibreform. Ein
> paar Monate später gab sie im SPIEGEL zu: „Die Kultusminister wissen
> längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der
> Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.“

Wäre es denn der Staatsräson so abträglich, wenn man die hergebrachten Schreibweisen den Schülern nicht mehr als Fehlerin anstreichen würde? Wenn man auch Autoren wie Günter Grass und andere, immerhin Literatur-Nobelpreisträger, die sich dagegen gewehrt haben, ihre Werke in experimentellen Neuschrieb umzumünzen, wieder für den Deutschunterricht zulassen und einbeziehen würde?

Von Angela Merkel, diesem Wels in der Brandung, sind da sicher keine Impulse mehr zu erwarten, das Schwungrad eiert da nur noch nach. Und niemand in ihrem Umfeld ist wohlberaten, wenn ihr sein Sessel wichtig ist, aufzubegehren.

Wie bekloppt ist die Politik eigentlich tatsächlich? Ich versuche, diese Frage so selten wie möglich zu stellen, sie klingt unhöflich, aber ich halte sie äglich vielfach für angebracht. Ja, durchaus hier und da auch persönlich gemeint.

Gruß,

UK

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Kevin Kraus
09.03.2018 16.44
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] INTEGRATION? INKLUSION? – Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes:

Gewalt an Schulen – „Schulen können nicht bewältigen, was ihnen Politiker zumuten“

VON JOSEF KRAUS am 8. März 2018

Die allermeisten Lehrer machen einen guten Job, schreibt Josef Kraus, früherer Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Aber sie können nicht jene Aufgaben erledigen, die von Politikern und Eltern gelöst werden müssen

Stellen Migranten an Schulen ein Problem dar?

Autoreninfo

Josef Kraus ist pensionierter Gymnasialdirektor und war von 1987 bis 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbands.

Lieber Mesut Göre,

Sie haben als Sozialarbeiter in Berlin einen äußerst herausfordernden Beruf. Respekt! Aber in einigen Punkten muss ich Ihren Aussagen im Interview „Wären Lehrer besser, bräuchten wir weniger Sonderpädagogen“ entschieden widersprechen. Dieser Satz klingt wie die Übersetzung des Satzes „Wir schaffen das.“ Nein, wir schaffen es nicht. Die Schulen können mit noch so multiprofessionell ausgebildeten Lehrern nicht schultern, was ihnen Gesellschaft und Politiker zumuten. Ein zunehmender Anteil von Eltern schiebt immer mehr Erziehungsaufgaben an die Schule ab, anstatt der elterlichen Verantwortung gemäß Grundgesetz Artikel 6 nachzukommen. In der Folge sollen Schulen gefälligst auch noch für Freizeiterziehung, Verbrauchererziehung, Umwelterziehung, Gesundheitserziehung, Medienerziehung und vieles mehr sorgen. Die herkömmlichen Unterrichtsfächer, die die jungen Leute fit machen sollen für das Nachfolgende, leiden darunter, weil ihnen wegen stets neuer Aufgaben die Zeit fehlt.

Sie haben, lieber Mesut Göre, ein maßlos überfrachtetes Bild von Lehrern, die heute – ich zitiere professorale Visionen – Sozialarbeiter, gesellschaftliche Feuerwehr, Mediatoren, Interaktionsanwälte, Gemeinwesenarbeiter und Multi-Kulti-Experten sein sollen. Eine völlig verkorkste und ideologisierte Vision von Inklusion tut ein Übriges. All diese Erwartungen erinnern an einen gewissen Friedrich Adolf Diesterweg, der den Lehrern vor mehr als hundert Jahren folgendes wünschte: den Scharfsinn eines Lessing, das Gemüt eines Johann Peter Hebel, die Begeisterung eines Pestalozzi, die Kenntnisse eines Leibniz, die Weisheit eines Sokrates, die Liebe Jesu Christi und an erster Stelle die Gesundheit und die Kraft eines Germanen. Von der offiziellen Pädagogik wird das heute noch getoppt mit folgenden Erwartungen: Lehrer sollen mit dem Entertainer-Talent eines Show-Masters, dem Öko-Engagement eines Greenpeace-Aktivisten sowie der Güte einer Mutter Teresa ausgestattet sein.

Muslimische Familien schotten sich ab

Bei aller Bedeutung „kultursensibler“ Schulbildung: Viele Probleme an vielen Schulen haben mit der multikulturellen Zusammensetzung zu tun.
Das sind keine Einzelfälle, wie Sie glauben machen möchten. Beispiele gefällig? Anfang November 2017 kam über die Welt ein Bericht der Leiterin der Berthold-Otto-Grundschule in Frankfurt-Griesheim an die Öffentlichkeit. Es ist eine Schule mit einem Anteil von 90 bis 100 Prozent Migrantenkindern. Die Rektorin beklagt „schlimmste soziale Verhältnisse“ und dass an regulären Unterricht nicht mehr zu denken sei. Besonders schwerwiegend ist für die Schulleiterin, dass sich muslimische Familien völlig abgeschottet und durch den Islam radikalisiert hätten. Diese Eltern würden ihre Kinder nicht zum Lernen anhalten und nicht dazu verpflichten, Lehrer zu respektieren.

Bald darauf wurde ein Brief des Lehrerkollegiums der Gemeinschaftsschule Bruchwiese in Saarbrücken bekannt. Die Saarbrücker Zeitung hat ihn am 13. Dezember 2017 zum Aufmacher gemacht und getitelt: „Dramatischer Hilferuf von Saarbrücker Lehrern“. Dort ist von folgenden Zuständen die Rede: physische und verbale Gewalt gegen Mitschüler und Lehrer, Messerattacken, schwere Körperverletzungen, Drogen, Alkohol seien Alltag. Wörtlich: „Viele Kolleginnen haben Angst, bestimmte Schüler zu unterrichten.“ Es kommt hinzu, dass sich die saarländischen Schulpolitik der Ideologie der Totalinklusion verschrieben und damit Schüler mit extremem sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelklassen gesteckt hat.

Schulen können Problem nicht ausbügeln


Mich erreichen zudem immer wieder weitere drastische Schilderungen. Zum Beispiel: „Migrantenkinder haben ein exorbitantes Selbstbewusstsein. Fast alle Schülerinnen sind der Überzeugung, dass sie kurz vor der Anstellung als Tierärztin oder Architektin stehen. Dabei reicht es nicht einmal für den Hauptschulabschluss. Zu diesem Selbstbewusstsein gesellt sich ein ausgeprägter Nehmermodus – unterstützt durch verständnisvolle Rechtsanwälte.“ Oder ein anderes Beispiel: „Es sind nicht nur die Eltern, die ihre Kinder vom Lernen abhalten, sondern die Imame in den Moscheen, die eine Lernbereitschaft als obsolet erscheinen lassen. Das deutsche Bildungsangebot ist für sie entbehrlich, weil es in absehbarer Zeit abgelöst werde von Instanzen des Koran. Wozu dann Anstrengungen für Minderwertiges?“

Natürlich sind nicht alle fast 800.000 Lehrer in Deutschland pädagogische Helden und Heilige. Aber die allermeisten kommen ihrer Verantwortung mit viel pädagogischem Engagement und – wo nötig – auch mit pädagogischem Trotz nach. Beschimpfungen, dass sie sich um Schülerprobleme nicht kümmern wollten, sind beleidigend – „nicht hilfreich“, würde jemand im Raumschiff Kanzleramt in einem Anflug von Realitätssinn sagen. Aber klar ist auch: Die Schulen können nicht ausbügeln, was ihnen Gesellschaft und Politiker zumuten und nicht lösen. Damit würde Schule zu einer Alibi-Veranstaltung. Also bitte etwas mehr Ehrlichkeit und Realitätssinn!

https://www.cicero.de/innenpolitik/gewalt-schule-migration-lehrer-schueler-politiker-bildung

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
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09.02.2018 06.00
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[SHEV] Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes:

Bertelsmann organisiert die erwünschte PR für die GroKo
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/bertelsmann-organisiert-die-erwuenschte-pr-fuer-die-groko/
Von Josef Kraus
Do, 8. Februar 2018

Zwischen Bertelsmann und der Politik gibt es seit Jahrzehnten zahlreiche Drehtüren. Man adelt und protegiert sich gegenseitig. Die Liste der Personen, mit denen Bertelsmann in enger Verbindung stehen, liest sich wie ein „Who is Who“ deutscher und internationaler Politik. So holte sich Bertelsmann bereits für die Jahre 1991 und 1992 mit Horst Teltschik einen der engsten Berater von Helmut Kohl als Geschäftsführer in die Stiftung. Die Stiftung eröffnete sich damit einen Zugang in engere Kreise um Kohl und über die Bundesrepublik hinaus, zum Beispiel zum Ehepaar Gorbatschow. Teltschik hat die bis dahin unbekannte Stiftung zu einer Größe in der Politik gemacht. Zum Beispiel nutzte er seine Kontakte und versammelte führende Politiker vom 3. bis zum 5. April 1992 zum ersten Bertelsmann Forum im Gästehaus der Bundesregierung auf dem Petersberg bei Bonn.

Ziel: „Vetospieler“ ausschalten
Bertelsmann: Seit Jahrzehnten missionarisch unterwegs

Der Name Elmar Brok (CDU), seit 1980 ununterbrochen Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), darf nicht fehlen. Von 1999 bis 2007 war er und seit 2012 ist er wieder Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlaments. Ab 1992 war er für die Bertelsmann-AG, zunächst als Europa-Beauftragter des Vorstands, später bis 2011 als Senior Vice President Media Development mit einem Jahrssalär von 60.000 Euro tätig. Innerhalb der EU galt er als „Mr. Bertelsmann“ und damit als reinrassiger Lobbyist. Im Dezember 2011 erklärt der zwischenzeitlich 65-Jährige öffentlich: „Bertelsmann hat meinen Angestelltenvertrag einfach mit dem Erreichen der in Deutschland bisher üblichen Altersgrenze beendet.“

Aber es geht in den Rängen der Politik noch weiter nach oben. Recht intensiv haben sich Frank Böckelmann und Hersch Fischler 2004 mit den personellen Verflechtungen des Bertelsmann-Konzerns befasst. In ihrem Buch „Bertelsmann – Hinter der Fassade des Medienimperiums“ heißt es: Gerhard Schröders „Wahlsieg und die Agenda 2010 sind auf dem Terrain der Bertelsmann Medien und der Bertelsmann Stiftung gewachsen.“ Ein anderes Kapitel der Autoren ist überschrieben mit „Ein (Ex-)Bundespräsident im Internet-Fieber“. Ferner heißt es dort: „Für Reinhard Mohn wurde der neue Bundespräsident (gemeint ist Roman Herzog, der Verf.) ein ‚Freund‘ und als solcher ein enger Mitarbeiter in Stiftungsangelegenheiten.“ Auch zwischen Mohn-Gattin Liz und Roman Herzog bestand Jahre ein vertrautes Verhältnis. Zum Beispiel durfte Liz Mohn Herzog 1998 bei seinem Staatsbesuch bei der Queen in England begleiten.

Im Jahr 1999 veranstaltete die Bertelsmann Stiftung unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Herzog den „Deutschen Bildungskongress“. Man legte dort in einem Memorandum Leitlinien für das Bildungssystem der Zukunft vor. Eng blieben die Verbindungen der Stiftung zum Bundespräsidenten über Roman Herzog hinaus. Johannes Rau hielt im März 2002 die Festrede zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung. Und Joachim Gauck? Unsympathisch scheint ihm die Bertelsmann Stiftung nicht zu sein. Sein Buch „Freiheit“ ist in einem Verlag von Bertelsmann erschienen, und seinen 70. Geburtstag hat er als Noch-Nicht-Präsident im Januar 2010 in der noblen Repräsentanz von Bertelsmann in Berlin Unter den Linden gefeiert.

Fake-News statt Recherche
Bertelsmann-Studie: Wirtschaftsforscher widersprechen, Medien jubeln

Vergleichbares gilt für andere Personen in höchsten Staatsämtern. Im Jahr 2007 hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Carl Bertelsmann-Preises am 6. September 2007 in Gütersloh die Festrede. Es gab ferner Grußadressen des Osnabrückers Bischofs Franz-Josef Bode, des damaligen Ratsvorsitzenden der EKD Bischof Wolfgang Huber, der vormaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (sie war zeitweise Mitglied im Kuratorium der Stiftung) und diverser Bildungsminister. Ebenfalls im Jahr 2007 gaben Liz Mohn und die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen den Band „Familie gewinnt: Die Allianz und ihre Wirkungen für Unternehmen und Gesellschaft“ heraus. Es war dies der Nachfolgeband von „Familie bringt Gewinn“ aus dem Jahr 2004, damals herausgegeben von der damaligen Familienministerin Renate Schmidt und Liz Mohn. 2009 meinte der EKD-Vorsitzende Huber in einem Nachruf auf Reinhard Mohn, dieser sei „von christlichen Werten geleitet.“ 2011 wurde erstmals der Reinhard Mohn Preis zum Thema „Demokratie vitalisieren – politische Teilhabe stärken“ vergeben – im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel. 2012 „ergänzten“ der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. und die Bertelsmann Stiftung den kurz zuvor gestarteten Bürgerdialog http://www.dialog-ueber-deutschland.de von Bundeskanzlerin Merkel mit lokalen Diskussionsforen. Dabei organisierten sich Bürgerforen in über 50 deutschen Städten, in denen die von der Kanzlerin zur Diskussion gestellten Fragen thematisiert wurden. 2013 überreichte Liz Mohn dem Friedensnobelpreisträger und ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, den Reinhard Mohn Preis.

Wer nun meinte, wenigstens die „Öffentlich-Rechtlichen“ würden sich beim Thema „Bertelsmann“ abstinent verhalten, sieht sich getäuscht. Auch hier gibt und gab es zahlreiche Verflechtungen. Hier (Stand: 15. April 2010) wird ohne Widerspruch festgehalten: „Auch die öffentlich-rechtlichen Sender sind mit Bertelsmann verbandelt. So ist zum Beispiel der ehemalige stellvertretende Chefredakteur des ZDF und frühere Leiter der Hauptredaktion Aktuelles und heutige Leiter des Washingtoner ZDF-Studios, Klaus-Peter Siegloch, im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. Auch der frühere ZDF Intendant Dieter Stolte, der z. B. 1999 eine kritische Reportage über die Rolle Bertelsmanns im Dritten Reich verhinderte, gehörte noch während seiner Amtszeit dem Kuratorium an. Der Nachfolger von Nikolaus Brender als Chefredakteur des ZDF, Peter Frey, ist „Fellow“ des von Bertelsmann getragenen „Centrums für angewandte Politikforschung“ (CAP).

Es ist höchst fragwürdig, wenn sich Politik und Stiftung wechselseitig instrumentalisieren. Dass die Bertelsmänner nachweislich sogar auf Mediengesetzgebung Einfluss nahmen, ja gar die Entwürfe dazu lieferten; dass sich die Bertelsmann Stiftung jeder demokratischen Kontrolle entziehen kann, ist in hohem Maße bedenklich. Dass so etwas kommen würde, hat Günter Gaus bereits 1970 erahnt. Im „Spiegel“ Nr. 11/1970 schrieb er schier prophetisch von einer „Totalität, mit der ein künftiger Informations-Konzern von Bertelsmann-Größe auf die Gesellschaft Einfluss nehmen wird.“

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Auch wenn sich die Stiftung zivilgesellschaftlich gibt, übt sie doch in bedenklicher Weise Einfluss auf die Politik aus. Die Bertelsmann Stiftung bestätigt damit die Grundannahmen von Colin Crouch mit seiner Theorie der Postdemokratie.

Crouch sieht nämlich ein Gemeinwesen heraufdämmern, „in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden, … in dem allerdings konkurrierende Teams professioneller PR-Experten die öffentliche Debatte während der Wahlkämpfe so stark kontrollieren, dass sie zu einem reinen Spektakel verkommt, bei dem man nur über eine Reihe von Problemen diskutiert, die die Experten zuvor ausgewählt haben. Die Mehrheit der Bürger spielt dabei eine passive, schweigende, ja sogar apathische Rolle … Im Schatten dieser politischen Inszenierung wird die reale Politik hinter verschlossenen Türen gemacht …“ (Siehe Colin Crouch: Postdemokratie, 2008). Ingrid Lohmann schreibt 2010 von einer „Privatisierung des Politischen“ und dass die „Grenzen zwischen dem Ökonomischen und dem Politischen verwischt“ würden. (Ingrid Lohmann: Die ‚gute Regierung‘ des Bildungswesens: Bertelmann Stiftung; in: Jens Wernicke und Thorsten Bultmann, Torsten (Hg.): Netzwerk der Macht – Bertelsmann. Marburg 2010)

Bertelsmann, Konzern und Stiftung, lässt gerne und viel über sich schreiben. Wenn es denn nichts Kritisches ist. Weniger offensiv geht Bertelsmann mit seiner Vergangenheit in den Jahren 1933 bis 1945 um. Bertelsmann gehört in diesen Jahren nämlich keineswegs zu den Geschädigten, sondern zu den Kriegsgewinnlern. Der Verlag lieferte mehr als ein Viertel der gesamten Buchproduktion, die als Soldatenlektüre für die Wehrmacht bestimmt war. Der damalige Bertelsmann-Chef Carl Heinrich Mohn (1885 – 1955) war Mitglied der Bekennenden Kirche, aber zugleich seit 1921 „Förderndes Mitglied der SS“; er hatte Laut Süddeutscher Zeitung vom 18. Januar 2000 an Jugend- und andere Organisationen des NS-Staates rund 15.000 Reichsmark gespendet. 1946 bekam er die Lizenz für die Buchproduktion zurück. Seine Mitgliedschaften musste er ein Jahr später schließlich bekannt machen, freilich mit dem Zusatz: „Alle diesbezüglichen Unterlagen sind verbrannt.“ 1999 wollte 3Sat einen kritischen Bericht über die Vergangenheit des Bertelsmann-Verlages im Dritten Reich bringen. Der damalige ZDF-Intendant Dieter Stolte, während seiner Amtszeit Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung, hat daraufhin bei 3Sat interveniert und den Beitrag verhindert.
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Ausführliches, auch zum Wert von Bertelsmann-„Studien“, findet sich im Buch von Josef Kraus: „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“. Erschienen 2017. Dort S. 23 – 50 das Kapitel „Machtspiele – Eine Stiftung hält die Fäden in der Hand“

-- Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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