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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
21.03.2017 16.13
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Streit um Briefe von Britta Ernst und Stefan Studt :
Wahlwerbung der Landesregierung teilweise verfassungswidrig


vom 21. März 2017

Einige Passagen überschreiten „die verfassungsrechtlichen Grenzen zulässiger regierungsamtlicher Öffentlichkeitsarbeit“.

Kiel | Im Streit um möglicherweise verfassungswidrige Wahlwerbung der Landesregierung hat die Opposition juristische Rückendeckung erhalten. Nach Auffassung des unabhängigen Wissenschaftlichen Dienstes des Landtags überschreiten einzelne Passagen in Briefen von Kultusministerin Britta Ernst und Innenminister Stefan Studt (beide SPD) „die verfassungsrechtlichen Grenzen zulässiger regierungsamtlicher Öffentlichkeitsarbeit“.

Wenige Wochen vor der Landtagswahl am 7. Mai kommt die Eskalation des Streits zur Unzeit für die Landesregierung. Der Vorwurf der unerlaubten Wahlwerbung steht im Raum. Das Bundesverfassungsgericht mahnt Regierungen zur Zurückhaltung, je näher der Wahltermin rücke. Die Forderung: Die entstandenen Kosten müssen dem Land erstattet werden.

Ein solches „parteiergreifendes Hineinwirken in den Wahlkampf“ verstoße gegen das aus dem „Demokratieprinzip, dem Grundsatz freier Wahlen und dem Recht der politischen Parteien auf Chancengleichheit abgeleitete Gebot äußerster Zurückhaltung im Wahlkampf“. Die FDP-Landtagsfraktion hatte den Wissenschaftlichen Dienst mit einer Prüfung der beiden Ministerschreiben beauftragt.

Studt hatte im Januar in einem Schreiben an die Mitarbeiter der Landespolizei im hausinternen Intranet berichtet, dass er und Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sich grundsätzlich darauf verständigt hätten, die Arbeitszeit der Beamten schrittweise zu reduzieren – dies allerdings erst nach der Landtagswahl. Albig habe auf einer Veranstaltung zugesagt, „dass dieses Projekt das erste in einem nächsten Koalitionsvertrag sein wird, das wir umsetzen“, schrieb Studt.

Die Schulministerin hatte in einem Schreiben an Schulleiter, Lehrkräfte Eltern und Schüler nicht nur eine Erfolgsbilanz gezogen, sondern auch darauf hingewiesen, dass die Koalition aus SPD, Grünen und SSW deutlich mehr Lehrerstellen geschaffen habe als von der Vorgängerregierung vorgesehen. Gemünzt war dies auf CDU und FDP. Die CDU vermutete bereits im März, dass die SPD mit den Briefen die Wahlkampfkosten senken wolle.

CDU Landeschef Daniel Günther kündigte unterdessen eine Normenkontrollklage beim Landesverfassungsgericht an. „Das werden wir ab heute vorbereiten“, sagte Günther vor Journalisten in kiel. Seine Partei hatte die Regierung zuvor aufgefordert, auf unzulässige Wahlwerbung zu verzichten und eine detaillierte Kostenaufstellung über die bisher initiierten Aktionen vorzulegen. Beides sei bisher nicht bei der Union eingegangen. Der Landtag wird am Dienstag auf Antrag der CDU über die umstrittene Wahlwerbung debattieren.

Die FDP hatte zuvor angekündigt sich einem möglichen Verfahren der CDU vor dem Verfassungsgericht anzuschließen. Die Schreiben hätten die „Grenzen der parteipolitischen Neutralität verletzt“, sagte Fraktionschef Wolfgang Kubicki am Dienstag. „Das, was gerade passiert in Schleswig-Holstein, ist verfassungswidrig.“ (mit dpa)

Autor: Peter Höver


http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/politik/wahlwerbung-der-landesregierung-teilweise-verfassungswidrig-id16402831.html

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
10.03.2017 05.56
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Veröffentlicht am 09.03.17 | Klein, Hans Peter

Verkümmert das selbständige Denken?
Hans Peter Klein im Interview mit Frank Dirk von UniReport der Goethe Universität Frankfurt

Prof. Hans Peter Klein übt in seinem neuen Buch »Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen« Kritik an der Kompetenzorientierung


UniReport: Herr Prof. Klein, ab 2017 wird es in den Fächern Mathematik und mit Einschränkung in Deutsch, Englisch und Französisch eine Art von Zentralabitur geben – ist doch eigentlich eine gute Nachricht, endlich werden die Abiturleistungen in den Bundesländern vergleichbar(er).

Hans Peter Klein: Das Ganze ist nichts anderes als ein großer Bluff. Zwei Drittel der Gesamtabiturnote entstammt den beiden letzten Jahren der Qualifikationsphase und nur ein Drittel aus den Abiturprüfungen selbst. Die schriftlichen Zentralabiturprüfungen machen davon wieder nur einen gewissen Teil aus, da ja zusätzlich im Abitur noch Prüfungen in einem oder zwei mündlichen Fächern zu absolvieren sind. In einem Testvorlauf von 2013 bis 2016 hatten sich sechs Bundesländer bereit erklärt, jeweils eine gemeinsame Teilaufgabe von vielen weiteren Teilaufgaben in den oben genannten Fächern (außer Französisch) ihren Schülern vorzulegen. Im Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) wurde ein Aufgabenpool entwickelt, in den die einzelnen Bundesländer ihre Vorschläge einreichen konnten, die dann von einem Expertenteam begutachtet, bearbeitet oder modifiziert wurden. Jedes Bundesland kann sich 2017 je nach seinem Gusto aus diesem Aufgabenpool bedienen, auch an seinen eigenen modifizierten Vorschlägen. Bezüglich der prozentualen Gewichtung muss man berücksichtigen, dass die Schüler drei verschiedene Aufgabenfelder abdecken müssen und geschätzte 80 % der möglichen Fächer derzeit gar nicht im Aufgabenpool enthalten sind. Der Anteil an der Gesamtabiturnote liegt nach unseren Berechnungen irgendwo zwischen 1 % und 2 %. Ein angefragtes Ministerium bestätigte diese Einschätzung, der Anteil sei rudimentär. Es ginge vielmehr um die normierende Wirkung der Pool- Aufgaben auf die einzelnen Bundesländer und den Unterricht selbst. Das betrachte ich als den Super – gau schlechthin, denn jetzt werden Länder wie Mecklenburg-Vorpommern, die nach unseren Analysen noch fachlich anspruchsvolle Zentralabituraufgaben mit vom Schüler einzubringendem Fachwissen eingesetzt hatten, dazu gezwungen, das mehr als fragwürdige PISA-Lesekompetenzkonzept der Psychometriker zu übernehmen, das damit normativ in Kürze auch in den Unterricht einziehen wird, ob die Lehrer es nun wollen oder nicht.

Der vollständige Beitrag als PDF zum Weiterlesen:

https://bildung-wissen.eu/wp-content/uploads/2017/03/Unireport_Verk%C3%BCmmert_das_selbst%C3%A4ndige_Denken.pdf

https://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/verkuemmert-das-selbstaendige-denken.html

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Kevin Kraus
07.03.2017 15.36
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Das aktuelle Wahlprogramm der CDU SH zur Landtagswahl 2017

Sehr erfreulich ist, dass das Wahlprogramm zum Thema „Bildung“ zahlreiche Forderungen enthält, die mit denen des SHEV übereinstimmen – u.a. das flächendeckende G9 für alle Gymnasien in SH.

Anbei einige entsprechende Auszüge aus dem Abschnitt „Verläßliche Bildung“:



Wir werden

- das Einschulalter flexibilisieren. Kinder, die mehr Zeit benötigen, können auf Antrag der Eltern und bei Empfehlungen der Kinder – und Jugendärzte vom Schulbesuch zurückgestellt werden

- das Schreiben wieder auf der Basis von Rechtschreibregeln einführen. Ebenso ist die Beherrschung der Schreibschrift unabdingbar. Die Methode “Lesen durch Schreiben” lehnen wir ab;

- die Schulartempfehlung für eine weiterführende Schulform am Ende der Grundschulzeit wieder einführen;

- verbindliche versetzungsrelevante Schulnoten ab der 3. Klasse einführen. Unterstützend dazu gibt es Kurzberichte über das Lernverhalten und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler;

Gymnasium

Das Gymnasium ist eine tragende Säule unseres Bildungssystems. Die Aufgabe des Gymnasiums – die Vorbereitung auf ein Studium – muss wieder im Mittelpunkt des Unterrichtens stehen. Unsere Abiturientinnen und Abiturienten sollen im nationalen und internationalen Vergleich bestehen können. Dabei muss die Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler sichergestellt werden.

Wir werden

- an der spezifischen Ausbildung des Gymnasiallehrers festhalten. Sie ist für den Erfolg des Gymnasiums unbedingt erforderlich;

- den neunjährigen Weg zum Abitur an allen Gymnasien in Schleswig -Holstein flächendeckend wiedereinführen. Dies werden wir unter Einbindung aller Beteiligten mit den pädagogisch notwendigen Fristen in der kommenden Legislaturperiode umsetzen.

- die Leistungsbewertung von Schülerinnen und Schülern über Notengebung und eine Beschreibung des Lernverhaltens vornehmen;

- einen Wechsel zwischen den Schularten Gymnasien und
Gemeinschaftsschulen wieder ermöglichen;

- Förderzentren als Schule mit Schülerinnen und Schülern erhalten und regionale Kompetenzzentren schaffen;

- die Einrichtung von Klassen für Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen an geeigneten Standorten ermöglichen, um förderbedürftigen Kindern die Möglichkeit einer geeigneten Beschulung zu garantieren;

- die Mittel für Schulassistenz und Schulbegleitung regional in einem Pool zusammenführen, um sie an den Schulen zielgerichteter für die Inklusion einsetzen zu können. Damit soll auch eine verlässlichere Planung für die einzelnen Schulen und Kinder geschaffen werden. Kinder, die einen persönlichen Assistenzbedarf haben, müssen diesen auch erhalten;

- weiterhin an der Sonderpädagogik als Spezialwissenschaft und einer gesonderten Lehrerausbildung festhalten;

- ermöglichen, dass die Gemeinschaftsschulen eigenständig über die Ausgestaltung des Unterrichtes entscheiden. Wann sie gemeinsam und wann sie differenziert unterrichten, liegt in der Entscheidung der einzelnen Schule;

– keine weiteren Oberstufen an den Gemeinschaftsschulen einrichten. Existierende Oberstufen bleiben erhalten, wenn sie die Anforderungen an eine gymnasiale Oberstufe erfüllen. Zu kleine Oberstufen werden mit benachbarten Oberstufen zusammengeschlossen;

- die naturwissenschaftlichen Fächer grundsätzlich nicht mehr in einem Fach Naturwissenschaften unterrichten lassen, um die Qualität in den Naturwissenschaften zu sichern;

- das Fach Weltkunde wieder in die Fächer Erdkunde, Geschichte und Wirtschaft/Politik aufteilen und eigenständig unterrichten lassen;


Das gesamte Programm ist hier zu finden:
http://www.cdu-sh.de/sites/www.cdu-sh.de/files/downloads/wahlprogramm_cdush_2017_web.pdf


--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
03.03.2017 20.08
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Ärzte: 70 Prozent der kleinen Kinder daddeln am Handy
Freitag, 03.03.2017, 14:02
Sieben von zehn Kindern im Krippen- und Kita-Alter nutzen Ärzten zufolge das Handy ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde am Tag.

Dies habe eine seit dem vergangenen Jahr laufende Studie in Kinderarztpraxen zum Medienkonsum bei Ein- bis Sechsjährigen ergeben,
teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) am Freitag in Weimar mit. Bei kleinen Kindern habe das Handy eigentlich nichts zu suchen, .sagte der Bielefelder Arzt Uwe Büsching, der den am Freitag eröffneten jährlichen Kongress für Jugendmedizin in Weimar leitet. Daran nehmen bis zum Sonntag mehr als 300 Mediziner teil. Für die Studie wurden unter anderem Ergebnisse von bislang rund 3200 Früherkennungsuntersuchungen ausgewertet.
dpa

http://www.focus.de/regional/thueringen/gesundheit-aerzte-70-prozent-der-kleinen-kinder-daddeln-am-handy_id_6735706.html

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Kevin Kraus
02.03.2017 09.11
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Muslimische Schüler fallen durch „provozierendes Beten“ auf – Wirbel an Wuppertaler Gymnasium

Marie Todeskino
am 01.03.2017 um 14:44 Uhr

Das Wuppertaler Johannes-Rau-Gymnasium hat ein Verbot gegen provozierendes Beten ausgesprochen.

In einem Wuppertaler Gymnasium gibt es Probleme durch „provozierendes Beten“ von muslimischen Schülern
Die Schulleitung sprach ein Verbot aus und forderte die Lehrer auf, entsprechende Schüler zu melden
Die interne Mitteilung dazu gelangte an die Öffentlichkeit und sorgt für Empörung
Die Bezirksregierung sagt: Das Verbot ist rechtens

Wuppertal. Wirbel um das Gymnasium Johannes Rau in Wuppertal: Eine interne Mitteilung der Schulleitung an das Lehrerkollegium gelangte an die Öffentlichkeit und wurde dutzendfach bei Facebook geteilt und diskutiert.

Der brisante Inhalt: „In den vergangenen Wochen wurde zunehmend beobachtet, dass muslimische Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude für andere deutlich sichtbar beten, signalisiert durch rituelle Waschungen in den Toiletten, das Ausrollen von Gebetsteppichen, das Einnehmen von bestimmten Körperhaltungen. Dies ist nicht gestattet.“

Die Lehrer werden außerdem aufgefordert, die Fälle der Schulleitung zu „melden“ und die Namen „festzustellen“. Das klingt nach Polizei-Jargon. Werden hier muslimische Schüler wegen ihrer Religionsausübung diskriminiert? Es gibt massive Vorwürfe im Netz.

Das sagt die Bezirksregierung

Die Schule will sich dazu nicht äußern. Doch die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf bestätigte uns: Das Schreiben ist echt, es stammt vom 16. Februar. Es gehe um „provozierendes Beten“ von muslimischen Schülern im Schulgebäude. Mitschüler und Lehrer fühlten sich dadurch bedrängt. So sehr, dass die Schulleitung Maßnahmen ergriff.

Hier ein Bild des Schreibens.
Foto: privat

„Das Verbot des Betens auf provozierende Art in der Schulöffentlichkeit soll das friedliche Miteinander fördern und den Schulfrieden sichern“, schreibt die Bezirksregierung in einer Stellungnahme.

Die Schule wollte die Namen der betreffenden Schüler angeblich nur sammeln, um mit ihnen über Alternativ-Lösungen wie Gebetsräume zu sprechen.

Ist ein Gebetsverbot erlaubt?

Ja, sagt die Behörde. „Die Schulleiterin hat dazu die Möglichkeit im Rahmen des Hausrechts. Das verfassungsmäßige Gebot des Funktionierens des Schulbetriebes und des Bildungsauftrags Art 5 GG, geht der Religionsausübungsfreiheit vor.“ Das sei ganz ähnlich wie beim Schwimmunterricht. Auch hier müssten muslimische Schülerinnen teilnehmen – auch wenn das gegen mögliche Religionsgewohnheiten verstoßen sollte.

„Falscher Eindruck“


Die Bezirksregierung versucht nun, „einen falschen Eindruck“ zu verhindern. Das Gymnasium sei als Schule mit großem Engagement für die Integration von Schülern anderer Religionen oder Herkunftsländer bekannt.

So ganz will man sich aber nicht hinter die Schule stellen: Die Wortwahl in dem Schreiben hält die Bezirksregierung für „unglücklich“. Die Schule muss der Behörde nun über das weitere Vorgehen in der Angelegenheit berichten.

„Provozierendes Beten“ – ist das auch an anderen Schulen ein Problem?

Im Regierungsbezirk Düsseldorf seien ihr keine weiteren Fälle bekannt, sagt Pressesprecherin Dagmar Groß.

http://www.derwesten.de/region/muslimische-schueler-fallen-durch-provozierendes-beten-auf-wirbel-an-wuppertaler-gymnasium-id209791697.html

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Kevin Kraus
01.03.2017 20.16
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Adresse dieses Artikels:http://www.morgenpost.de/kolumne/arno/article209772717/Von-Ich-geh-nach-Tram-bis-Ich-hol-mich-Doener.html

Arnos Woche
Von „Ich geh nach Tram“ bis „Ich hol mich Döner“


Arno Müller beobachtet eine starke Verkürzung der deutschen Sprache. Ist das einfach falsch oder Jugendsprache?
Von Arno Müller
28.02.2017, 08:00

“Ich geh nach Tram“ – Kiezsprache lebt von starken Verkürzungen

Sprache verändert sich und das ist eine Entwicklung wie jede andere auch, eigentlich etwas Positives. Warum also zum Schlimmeren? „Kommst du mit Aldi?“ „Musst du Personalabteilung“ oder „Ich hol mich Döner, Digga“ sind in unserem Alltag angekommen. Gestern hörte ich auf der Straße einen Vater seine Tochter fragen, woher sie den Mann, der sie gerade gegrüßt hatte, kennen würde. Raten Sie mal, was sie gesagt hat? „Von Club!“ Was ist das denn? An dieser Antwort stimmt ja gar nichts! Was haben diese Verstümmelungen zu bedeuten? Haben wir es hier mit kleineren Verfehlungen oder schon mit einer eigenen Sprache zu tun?

Mit „Ich mach dich Messer“ hat das angefangen, was man inzwischen als „Kiez-Deutsch“ bezeichnet und auch in der Schriftform schlägt sich da so einiges nieder: Neulich erklärte mir eine Kollegin, dass sie zwar wüsste, dass „Laura's Blog“ falsch geschrieben wäre, dies aber absichtlich so schreiben würde. Warum? Das ist falsches Deutsch! „Nee, Jugendsprache, Alter“, grinste sie mich an. Wobei ich ihr zugutehalte, dass sie das nicht respektlos meint, sondern mich damit als „Kumpel“ bezeichnet.

Mittlerweile sprechen auch immer mehr Erwachsene diese Sprache, in der es zu so etwas wie "Ey Schule, du hast Problem" kommt. Wollen sie sich anpassen, um mit ihren Kindern auf einer Wellenlänge zu sein? Wissen diese Eltern denn nicht, dass die Kids keine Aussicht auf einen Job haben, wenn sie so dermaßen falsch sprechen? Es stellt doch keine Firma jemanden ein, der „Ich ruf mal Chef“ auf eine Beschwerde eines Kunden antworten würde. In der Kommunikation bestimmt der Empfänger, ob sie gelingt. Solange unser Land also kein Kiez ist und unsere Unternehmen keine Straßenecken sind, lohnt es sich, im Deutschunterricht aufzupassen und das Gelernte anzuwenden. Dann schaffen es diejenigen vielleicht auch bald mal wieder „in die U-Bahn“ und nicht nur „nach Tram“.

Arno Müller ist Programmdirektor von 104.6 RTL und Moderator von „Arno und die Morgencrew“ (Montag bis Freitag von 5 bis 10 Uhr)

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Kevin Kraus
26.02.2017 08.17
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Dr. Ulrich Kliegis an Eltern im SHEV

[SHEV] Ruhe und Frieden (mal wieder ein nicht veröffentlichter Leserbrief) Gestern 19:07 Uhr
Von: Ulrich Kliegis
An: landesweite Mailingliste der Initiative G9 jetzt! u. SHEV

Am 17.2.17 schickte ich den Kieler Nachrichten den folgenden Text als Leserbrief. Er wurde nicht veröffentlicht.

Wie vordem, verteile ich ihn jetzt hier.

Beste Grüße,

U.Kliegis

"
Zum Leserbrief von Frau Houtman-Abitz, KN vom 17.2.17:

Ruhe und Frieden mit G9!

Frau C.Houtman-Abitz behauptet in ihrem Leserbrief (KN v.17.2.17), die
flächendeckende Wiedereinführung von G9 an unseren Gymnasien würde zu
„Unfrieden und Unruhe an den Schulen " führen. Sie bleibt dafür aber jeden Beleg
schuldig. Woher soll das auch herrühren? Das ist unfundierte Angstmache.

Als Niedersachsen (mit SPD-Grünen-Regierung, SPD-Bildungsministerin) genau
diesen Schritt zum Schuljahrsbeginn 2016/17 vollzogen hat, G9 an allen
Gymnasien für alle, auch für die Schülerinnen und Schüler, die bereits im
G8-Rhythmus lernten, wiedereinzuführen, gab es von keiner einzigen Schule
irgendwelche Nachrichten über „Unfrieden oder Unruhe“.

Im Gegenteil – von Stund an herrscht dort seitdem wieder eine entspannte,
konstruktive Arbeitsatmosphäre.

Geben wir allen, die bis zur Einführung von G8 eine Chance auf einen vollständigen
gymnasialen Bildungsweg hatten, wieder die Chance, diesen wieder zu
beschreiten.

Ein G9-Abi an einer Gemeinschaftsschule ist wie die Disco-Version von
Beethovens Neunter. Ein Hilfsweg, aber keine Alternative zum Lernen auf
gymnasialer Anspruchsebene von der 5. Klasse an. An Gemeinschaftsschulen
erfolgt der Unterricht bis zum 9. Jahrgang auf Hauptschulniveau, darauf folgt ein
Jahr auf Realschulabschlußebene, und erst dann folgen noch drei Jahre auf
gymnasialer Anforderungsebene. Es ist doch wohl schlüssig, daß dabei weniger
Wissen vermittelt wird als in neun Jahren Gymnasium. Das Ergebnis an den
Universitäten und Fachhochschulen bestätigt das.

Angesichts rapide steigender Lebenserwartung, verlängerter Lebensarbeitszeit und
höheren beruflichen Anforderungen ist eher ein weiteres Schuljahr, z.B. als
obligatorisches Vorschuljahr, und parallel dazu die Abschaffung der
Entwicklungsstand-unabhängigen Zwangseinschulung aller Sechsjährigen sinnvoll
und notwendig. So pflegen es z.B. die Niederlande, und die sind bei PISA immer
unter den weltweiten Top-10. Und u.a. in Schweden beginnt die Schulpflicht erst mit
sieben Jahren.


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Kevin Kraus
25.02.2017 07.02
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Neudeutsch – Evolution des Guten

http://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/neudeutsch-evolution-des-guten/

Von Alexander Wallasch

Fr, 24. Februar 2017

Selbstverständlich hat auch ZDF Heute einen eigenen Twitter-Account – hier werden 300.000 Follower Tag für Tag mit einer Reihe von News-Meldungen aus der Nachrichten-Redaktion versorgt in maximaler Twitter-Länge von 144 Zeichen.

Eine Meldung am 20. Feb. 2017 um 11:55 Uhr ging beispielsweise so:

„Lesen und Schreiben – wird an vielen #Grundschulen in #Frankfurt zum Nebenfach. Viele #Lehrer müssen vor allem erziehen und integrieren.“

Viele kommentierten. Und unter jedem Kommentar folgte noch eine „Unterhaltung“ mit noch mehr Kommentaren, denen dann wieder einen Unterhaltung folgte usw. Prinzip stille Post also.

Aber wie ging noch mal die Ursprungsmeldung von ZDF Heute? Da hieß es nämlich, dass in Frankfurt Lesen und Schreiben an Grundschulen eine Nebenfach geworden sei, weil die Lehrer vor allem erziehen und integrieren müssten, also Arbeit leisten, die ja normalerweise gesamtgesellschaftlich in den Familien und der Nachbarschaft passiert. Und das, obwohl im Zuge der Einwanderungs- und Flüchtlingskrise versprochen wurde, mehr Lehrer einzustellen.

Alles nur Lippenbekenntnisse in verdrehtem Politikerdeutsch? Was versprach der nun abgedankte Oberlehrer Sigmar Gabriel noch 2016 der Frankfurter Rundschau?

Geht die Bundestagswahl 2017 verloren, dürfte das für Gabriel das Ende seiner Karriere bedeuten. Ganz fremd ist ihm der Gedanke offenbar nicht. In Goslar berichtet er von seiner Zeit in der Erwachsenenbildung, als er Spätaussiedlern Deutsch beibrachte. Der Arbeitsvertrag ruht nur: ‚Ich könnte, wenn alles schief geht, sofort wieder anfangen‘, sagt Gabriel. Heute würde er Flüchtlinge unterrichten.

Vielleicht sollte ihn mal einer dran erinnern.

Aber vielleicht irren wir uns auch. Möglicherweise ist korrektes Lesen und Schreiben lernen der deutschen Sprache längst eine unliebsame Nebensächlichkeit. Ein alter blonder Zopf. Wer könnte so denken? Wo sitzen die klugen Köpfe, die so etwas wissen? Genau, im Familienministerium! Dort empfiehlt man „Leichte Sprache“.

Quasi als Übergangslösung hin zu einer glücklicheren, weil nun gemeinschaftlich defizitären Gesellschaft. Gewissermaßen als Appetizer bekommt man zunächst das Ministerium selbst erklärt:

„Die Internet-Seite ist vom Bundes-Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das kurze Wort dafür ist BMFSFJ. So spricht man das: bee emm eff ess eff jott.“

(LMAA heißt übrigens auch was, das man besser nicht sagt, aber unverfänglicher so sprechen könnte: ell emm ahh ahhhhhh!)

Als Nächstes erfahren wir, dass man mit „Leichter Sprache“ viel näher an der Demokratie dran ist. Klar, wenn ich zu jemandem spreche wie zu einem Kind, dann kann es sein, dass mich auch ein Erwachsener auf dem Niveau eines Kindes versteht. Verstehen Sie?

Und auch unsere Demokratie wird erklärt. Hier wäre es allerdings günstig, im Brabbeldeutsch wenigstens faktisch korrekt aufzutischen:

„Damit jeder mit-entscheiden kann: Die Menschen in Deutschland wählen Politiker. Politiker arbeiten in der Bundes-Regierung von Deutschland. Sie entscheiden zusammen wichtige Sachen. Für alle Menschen in Deutschland. Zum Beispiel Gesetze. Oder Sachen mit Geld.“

Nein, liebes Ministerium, nicht jeder kann mitentscheiden, sondern lediglich die Wahlberechtigten. Die wählen auch die Politiker, na ja, mehr die Parteien. Und die wenigstens von denen arbeiten dann in der Bundesregierung usw.

Klar, so ein „Demokratie-leicht-gesprochen-Diskurs“ will auch bebildert sein wie ein lustiger Comic. Das erinnert Sie an was? Genau! An unsere heiß geliebte Baby & Familie, dieses Gratisblättchen mit den Amadeu-Antonio-Stiftung gepimpten sexy Blondzöpfchen. Deutschmädels, die zwar lecker anzuschauen sind, aber in Wahrheit doch nur böse Nazi-Tussen sind, die man am Blondzopf erkennen kann, die wohl am liebsten im Kindergarten an die Kleinen Hakenkreuzfähnchen verteilen würden – aber da stehen die Erzieherinnen jetzt dank Baby & Familie Gewehr bei Fuß!

Nun ist die Evolution des Guten weiter vorangeschritten: im Kursus für Flachzangen-Deutsch hat unsere Brünhilde aus Baby & Familie nun Abbitte geleistet und ihren linken Arm um einen traurig schauenden Mann mit Turban gelegt. Sie freut sich ganz dolle. Er allerdings weiß, seinem Blick nach zu urteilen, noch nicht so ganz, was von der konvertierten Nazi-Göre zu halten ist, die da so konkret auf Tuchfühlung geht.



Und wie lautet der dazugehörige Text im Kasperl-Deutsch?

„Und alle Menschen sollen sich gut verstehen. Und etwas über andere Menschen lernen. Alle müssen zusammen-halten: Damit kein Mensch in Deutschland Angst haben muss. Und damit alle gut zusammen-leben können.“

Man stelle sich mal theoretisch vor, die Macher dieser Internet-Seite (welche Werbeagentur hat’s gemacht? Wer hat den Etat gehenselt?) hätten stattdessen so einen gesterndeutschen Sprech aus der Kultur-Mottenkiste ausgewählt:

„Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille –

und hört im Herzen auf zu sein.“


Nein, das ist nicht nur für integrationsferne unerzogene Grundschüler völlig unzumutbar. Dann doch besser regelmäßige Neuigkeiten aus dem Schwesig-Ministerium. Ein Klick und schon ist man dabei: Dann bekommt man es in Leicht-Deutsch auf’s Handy per e-mail.

„So spricht man das: i meel.

Wenn Sie das möchten:

Sie klicken auf Newsletter.

So spricht man das: njuus let ta.

Das ist Englisch für Nachrichten-Brief.“


Nein, wenn wir die vom ZDF getwitterten eklatanten Defizite an deutschen Schulen nicht bald beheben, wenn die versprochenen zusätzlichen Lehrer nicht eingestellt werden, dann wird das Projekt des Bundesministeriums tatsächlich bald Regel sein und nicht Ausnahme. Dann wird die deutsche Kernkompetenz Forschung und Lehre bald nur noch von Eliten auf Eliteunis weitergegeben – im Ausland. Von denen, die eh schon alles haben an ihre Kinder, die auch alles haben wollen. Dann wird ein Land flächendeckend intellektuell abgewickelt und auf das geistige Niveau eines Kindes eingekocht durch Unterlassung.

--

Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
24.02.2017 09.45
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

23.02.2017 21:13
[SHEV] SPD Kreisverband Schleswig-Flensburg zur G8 / G9 – Debatte

Von: Schulz, Astrid
An: Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.

„Wer den Schulfrieden stört und Wind sät, wird Eltern-Sturm ernten.“

Hoffentlich!
Der Schulfrieden ist in SH seit langem gestört – seit eben die erprobten und bewährten Schulstrukturen zerstört wurden: Abschaffung der Haupt- und Realschulen, Zwangsumwandlung der Gesamtschulen zu Gemeinschaftsschulen, Zwangsumwandlung der Regionalschulen zu Gemeinschaftsschulen, Abschaffung der Förderschulen bei gleichzeitigem Zwang zur Inklusion an Regelschulen, Neuschaffung von 18 Oberstufen an Gemeinschaftsschulen (obwohl diese weder von den Schülerzahlen, noch aus pädagogischer Sicht notwendig waren), die Zwangseinführung von G8 an den Gymnasien, die Abschaffung der Wahlfreiheit G8 / G9 an den Gymnasien nach knapp 2 Jahren, die schleichende Umwandlung der Gymnasien zu Einheitsschulen durch die Abschaffung der Schulartempfehlung, die Einheitslehrerausbildung und das „Kabinettsystem“....

Ganz zu schweigen von anderen reformpädagogischen Maßnahmen wie die Abschaffung von Noten, „Sitzenbleiben“ und Quasi-Abschaffung von Schrägversetzungen vom Gymnasium, Lernmethoden wie „Lesen durch Schreiben“ [+ Rechtschreib„reform“(kk)], Vermittlung von Kompetenzen statt Wissen, JÜL an den Grundschulen, Zwangseinschulung mit 6 Jahren auch bei fehlender Schulreife...

Wer war für all das noch einmal verantwortlich? Und den jetzigen Ist-Zustand nun mit dem Wort „Schulfrieden“ zu zubetonieren, obwohl vieles noch im argen liegt, ist mehr als grenzwertig: INKLUSION ohne ausreichende personelle und räumliche Ausstattung, Lehrermangel (der durch die zusätzlichen Oberstufen verschärft wurde), chronischer Unterrichtsausfall seit Jahren....

ASE


Auszug aus dem SPD-Text:
„Freiheit für die Nordsee, nieder mit den Deichen“ – Ein absurdes Bildungstheater der CDU

Extreme Äußerungen erreichen eine erhöhte Aufmerksamkeit. Das für sich ist nicht absurd, sondern im Wahlkampf sehr erwünscht. Allerdings hat alles seine zwei Seiten und ein Schuss könnte auch nach hinten losgehen.

Man mag zu G8 oder G9 an Gyms stehen, wie man will, wichtig ist keine erneute Schulstrukturdebatte loszutreten, auch wenn man ein Spektakel (oder Aufmerksamkeit) noch so nötig hat.

Wie schon 2007 hat diese Art von Bildungsdebatte keinen pädagogischen Mehrwert! Wie schon das „neue“ Schulgesetz beschreibt, geht es doch darum eine neue Lehr- und Lernkultur in einem SCHULSYSTEM und nicht in einer Schulart zu betrachten!

Individuelle Förderung, der Stoff aus dem die Träume sind, hat nichts und überhaupt nichts mit einer Struktur zu tun. Wenn wir an den OECD-Standard Anschluss halten wollen oder kleinteiliger gesprochen, an die Bildungsspitzenländer in unserer Bildungsrepublik, dann sollten wir gerechter und qualitativ noch hochwertiger werden! Wir sind auf diesem Weg und das ist gut so. Digitalinklusive Bildungssysteme sind die Zukunft; einige Modellschulen sind auf dem Wegu nterstützt von unseren Universitäten. Übrigens, berufsbildende, Gemeinschaftsschulen sowie Förderzentren stehen mit in der ersten Reihe, neben Gymnasien – zusammen als unser Schulsystem.

Und nun wollen wir allen Ernstes nur aus vermeintlich wahlkampftaktischen Gründen zurück in eine nichtsnutzige Strukturdebatte?!…….

Die Landtagsabgeordneten Birte Pauls aus Schleswig merkt an: „Das ist eine populistischen Rolle rückwärts. Wir setzen auf Qualität und 100 % Unterrichtsversorgung und gute Rahmenbedingungen für alle Beteiligten.“

Landtagswahlkandidaten Karl-Heinz Engkusen erklärt: „Wer den Schulfrieden stört und Wind sät, wird Eltern-Sturm ernten.“

http://spd-schleswig-flensburg.de/Thema/allgemein/


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Kevin Kraus
21.02.2017 15.43
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Grundschullehrer:
Wo seid ihr, Kollegen?
Frankfurter Grundschullehrer klagen über zu hohe Arbeitsbelastung und zu schlechte Schüler. Was ist da los?

Von Arnfrid Schenk
16. Februar 2017 DIE ZEIT Nr. 8/2017, 16. Februar 2017 300 Kommentare

Grundschullehrer ist ein Traumjob: Neugierige, lernwillige Kinder, leichter Stoff, früher Feierabend. Wirklich? In vielen Frankfurter Grundschulen scheint sich der Job in einen Albtraum zu verwandeln. „Manche Lehrer stehen kurz vor dem Kollaps“, sagt Benedikt Gehrling, Sprecher der Frankfurter Grundschulleiter und selbst Rektor seit 2003. Er wolle nicht jammern, sagt er. Aber da laufe gerade etwas total aus dem Ruder.

Deshalb hat er mit Kollegen kürzlich einen Brief an den hessischen Kultusminister Alexander Lorz (CDU) geschrieben. Auf den drei Seiten ist zu lesen, dass Grundschullehrer in Frankfurt eine „kaum zu bewältigende Arbeitsbelastung“ aushalten müssten. In vielen Stadtteilen hätten mehr als 80 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund, viele von ihnen, obwohl in Frankfurt geboren, kämen ohne ausreichende Deutschkenntnisse in die Schule. Viele Eltern seien ungebildet und arbeitslos. Dazu müssten die Lehrer seit einigen Jahren die Inklusion meistern, behinderte und verhaltensauffällige Kinder in Regelklassen unterrichten. Mit den Flüchtlingskindern sind jetzt noch viele neue Herausforderungen dazugekommen. Ohne zusätzliche Ressourcen sei das nicht mehr zu bewältigen. Es brauche mehr Lehrer und mehr Geld. Guter Unterricht sei sonst unmöglich.

Unterschrieben haben den Brief 60 Grundschulrektoren; es gibt in Frankfurt rund 80 Grundschulen, das ist eine satte Zweidrittelmehrheit. Ist es tatsächlich so schlimm?


Ein Mittwochmorgen Anfang Februar in einer Frankfurter Grundschule. In Gruppenarbeit sollen Drittklässler ein Bild beschreiben. Zehn Minuten dauert es, bis es zu ersten Handgreiflichkeiten kommt. Ein Mädchen weint, ihr Sitznachbar hat sie ins Gesicht geschlagen. Während die Lehrerin den Übeltäter zur Rede stellt, beginnt am Nebentisch eine Rangelei. „Wir brechen die Gruppenarbeit ab!“, ruft die Klassenlehrerin. „So geht es nicht.“

Die 3c hat ihr Klassenzimmer im zweiten Stock eines Schulgebäudes aus den sechziger Jahren. Unter der Fensterfront steht ein Regal, in dem jeder Schüler ein Fach hat. Man liest: Aysche, Muhammad, Valeria, Dragan, 23 Namen, nur zwei davon lassen auf deutsche Muttersprachler schließen. Das sei nicht ungewöhnlich, sagt die Klassenlehrerin. Ihr Name soll nicht in der Zeitung stehen, genauso wenig der Name der Schule und die richtigen Namen der Kinder. Nennen wir die Lehrerin Frau Frei.

Auf dem Pausenhof erzählt Frau Frei in einer windgeschützten Ecke aus ihrem Alltag: von Schülern, die in der ersten Klasse „nur rudimentär“ Deutsch können. Die mit Begriffen wie Ranzen, Lineal oder Heft nichts anzufangen wissen. Die Vergangenheitsformen lernen müssen wie bei einer Fremdsprache und nicht wissen, welcher Artikel zu welchem Wort passt. Die zu Hause mit ihren Eltern Rumänisch, Russisch, Arabisch oder Türkisch sprechen.

Seit 25 Jahren ist Frau Frei Lehrerin, seit 20 Jahren unterrichtet sie an dieser Schule. Schon damals war der Anteil der Schüler mit ausländischen Wurzeln hoch, er lag bei 40 Prozent. Aber erst seit einigen Jahren sind deutsche Muttersprachler die Ausnahme. Dabei wären sie als Sprachvorbilder für ihre Mitschüler so wichtig. Hausaufgaben schaffen viele ihrer Schüler nicht, zu Hause bekommen sie keine Unterstützung, nicht wenige Eltern sind Analphabeten. Das Nacharbeiten geht von der eigentlichen Unterrichtszeit ab. Um ihren Schülern gerechter zu werden, hat Frau Frei Fortbildungen für Deutsch als Zweitsprache absolviert.

Und noch etwas hat sich verändert. Frei erzählt von überforderten Familien, die keinen geregelten Alltag haben. Die Hälfte der Eltern ist ohne Arbeit. Viele Kindern beherrschen grundlegende Regeln wie Pünktlichkeit nicht, sie wissen nicht, wie man sich anderen gegenüber verhält. „Wir Lehrer müssen die Aufgaben der Eltern übernehmen.“...

… weiter in zeit.de 16.02.2017

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See


Anhang:
Videobeitrag des ZDF vom 20.2.17
Protest: Grundschullehrer am Limit
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/grundschulen-am-limit-100.html

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Kevin Kraus
19.02.2017 04.55
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

15. Februar 2017, 15:10 Uhr
Update: 15. Februar 2017, 15:10 Uhr
GEW-Funktionär: Türkei fordert Eltern auf, Erdogan-kritische Lehrer zu melden

Heilbronn Ein einflussreicher Funktionär der Bildungsgewerkschaft GEW wirft der türkischen Regierung vor, Einfluss auf den schulischen Unterricht in Deutschland nehmen zu wollen.

Türkische Konsulate organisieren demnach Veranstaltungen für türkische Lehrer- und Elternvereine mit dem klaren Ziel, Kritik im Unterricht an der Türkei und an Präsident Erdogan zu verhindern.


„Wir wissen sicher von solchen Veranstaltungen in den türkischen Konsulaten in Düsseldorf und Essen. In anderen Städten haben wir von Eltern gehört, dass es auch dort solche Veranstaltungen gegeben haben soll“, sagte GEW-Funktionär Süleyman Ates der Heilbronner Stimme. Ates ist Mitglied im Leitungsteam des GEW-Bundesausschusses Migration, Diversity, Antidiskriminierung (BAMA).

Die versuchte Einflussnahme betreffe nicht nur den türkischsprachigen Unterricht, oder den muslimischen Religionsunterricht, sondern auch Fächer wie Geschichte oder Sozialkunde. „Die türkischen Konsulate drängen Eltern dazu, Lehrer einzuschüchtern und Lehrer zu melden, die Kritik an der Türkei oder an Präsident Erdogan üben“, sagte Ates der Heilbronner Stimme. Ates sprach von einer „besorgniserregenden Entwicklung“. „Lehrer werden eingeschüchtert, und Eltern werden dazu aufgerufen, sich an den Schulen über einen türkeikritischen Unterricht zu beklagen“, beklagt Ates.

„Ich fordere den türkischen Staat auf, nicht mehr in das deutsche Schulsystem einzugreifen“, sagte der GEW-Funktionär. Er halte es für wahrscheinlich, dass es nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in anderen Bundesländern entsprechende Fälle der versuchten Einflussnahme gegeben hat.

http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2017-02/recep-tayyip-erdogan-gew-einfluss-unterricht-deutschland

http://www.stimme.de/deutschland-welt/politik/dw/GEW-Funktionaer-Tuerkei-fordert-Eltern-auf-Erdogan-kritische-Lehrer-zu-melden;art295,3796277

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
15.02.2017 19.36
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

„Auch eine Folge des Akademisierungswahns“


15. Februar 2017, 09:25 Uhr

Abgebrochene Doktorarbeiten

„700 Seiten sind für alle Beteiligten eine Katastrophe“

Ambitioniert gestartet, frustriert gelandet: Mehr als ein Drittel aller Doktoranden bricht irgendwann die Dissertation ab. Der Arbeitsmediziner Friedrich Hofmann erklärt, wer daran Schuld trägt.


Keine Kraft mehr, kein Geld mehr, keine Lust mehr: Schätzungen zufolge brechen fast 40 Prozent der Doktoranden ihre Dissertation ab. Schuld sei die schlechte Betreuung, urteilt Friedrich Hofmann, emeritierter Professor für Arbeitsmedizin. In seinem Buch „Promotionsfabriken“ kritisiert er die Arbeits- und Forschungsbedingungen und sagt, was besser laufen müsste.

UNI SPIEGEL: Ist ein Doktortitel überhaupt hilfreich für die Karriere? Wer stellt schon einen überqualifizierten Mittdreißiger ohne Berufserfahrung ein?

Hofmann: Studien zufolge kann ein Doktor für die Karriere immer noch nützlich sein: Wer promoviert ist, verdient im Durchschnitt mehr als ein Akademiker ohne diesen Titel. Für viele ist das auch ein Statussymbol.

UNI SPIEGEL: Wer eine Dissertation schreibt, verliert wertvolle Lebensjahre im Uni-Betrieb, im Schnitt viereinhalb.

Hofmann: Mit einer Doktorarbeit weist der Verfasser nach, dass er in der Lage ist, eigenständig zu forschen. Das kann er in drei Jahren genauso gut machen wie in sechs. Es gibt keinen wissenschaftlichen Grund, warum sich die Arbeit an einer Dissertation so lange hinzieht. Die Promotion sollte sowohl von der Zeit als auch vom Umfang her begrenzt werden. Eine Arbeit mit 600 bis 700 Seiten ist für alle Beteiligten eine Katastrophe – auch für Betreuer und Zweitkorrektor.

UNI SPIEGEL: Sie waren 13 Jahre lang Vorsitzender eines Promotionsausschusses. Woran krankt das System?

Hofmann: Ein Problem ist die Kleinstaaterei in Deutschland: Es fehlt eine zentrale Stelle, um die Doktorarbeit anzumelden. Deshalb gibt es auch kaum Daten darüber, wie viele Dissertationen begonnen werden. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Bestrebungen, das System zu vereinheitlichen. Aber ohne Erfolg, noch immer existieren mehr als 600 Promotionsordnungen in Deutschland.

UNI SPIEGEL: Fast 40 Prozent der Doktoranden brechen die Promotion ab. Warum?

Hofmann: Fast immer wegen der schlechten Betreuung. Viele Doktorväter lesen die Arbeit erst nach der Abgabe. Das ist fatal. Eigentlich sollten sich Promovend und Betreuer etwa alle zwei Wochen treffen. Aber wenn ein Professor bis zu 20 Doktoranden betreut, ist das nicht möglich. Viele Promovenden müssen sich nebenbei noch um Studierende kümmern und Hausarbeiten korrigieren. Für wissenschaftliches Arbeiten bleibt da immer weniger Zeit.

UNI SPIEGEL:
Gibt es Fächer, in denen es gut läuft?

Hofmann: Eigentlich nicht. Selbst in der Medizin, wo sehr viel promoviert wird, ist die Betreuung furchtbar schlecht. Viele angehende Ärzte arbeiten im Schichtsystem im Krankenhaus und sollen nebenbei für ihre Dissertation forschen. Ein Mediziner hat mir das einmal so geschildert: Entweder stirbt das Enzym im Reagenzglas oder der Patient im Bett.

UNI SPIEGEL: In Hessen kann man nun auch an Fachhochschulen promovieren. Gut oder schlecht?

Hofmann: Erst einmal dürfen ja nur Fachhochschulen mit Forschungsschwerpunkt die Promotion anbieten. Damit schafft der Gesetzgeber ein Zweiklassensystem. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Fachhochschule hatte schon bisher die Möglichkeit zur Promotion, indem er sich einen Betreuer an einer Uni suchte. Ich sehe nicht, warum man daran etwas ändern sollte. Außerdem müssen FH-Professoren mehr lehren als ihre Universitätskollegen. Da bleibt für die Betreuung einer Doktorarbeit ohnehin kaum Zeit.

Interview: Peter Neitzsch

URL: http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/abbruch-der-doktorarbeit-ein-arbeitsmediziner-ueber-den-schwierigen-schritt-a-1125779.html

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
11.02.2017 07.15
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Dr. Ulrich Kliegis an Eltern im SHEV

Re: [SHEV] Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) – Studie zum Physik-Unterricht – Hamburg ist Schlusslicht

Von: „Astrid Schulz“

> Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD)
> In keinem Bundesland bekommen die Schüler so wenig
> Unterricht wie in Hamburg. CDU: „Erschreckende Defizite“.
>
> Hamburg. Nach dem Problemfach Nummer eins für Hamburgs
> Schüler – Mathematik – rückt nun auch Physik in den
> Blickpunkt. Einer Studie der Deutschen Physikalischen
> Gesellschaft zufolge (DPG) wird in keinem Bundesland so
> wenig Physikunterricht erteilt wie in Hamburg. Das hat
> offenbar auch Konsequenzen für die Leistungen: In der
> aktuellsten Ländervergleichsstudie von 2012 zu den
> Leistungen der Neuntklässler im
> mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich belegt
> Hamburg beim „Fachwissen Physik“ zusammen mit Bremen
> vor Nordrhein-Westfalen den vorletzten Platz.

...

Das bundesweite Problem, besonders auch in SH dominant: Es gibt schlicht und
einfach keine Physiklehrer. Man hat schon vor Jahren bei der Werbung für das
Lehramtstudium (nicht nur) dieses Fach sträflich vernachlässigt.

Hinzu kommt: An den Gemeinschaftsschulen (und auch an manchen Gymnasien,
wie man hört), gibt es nur noch einen didaktischen Eintopf namens Nawi, was in
kindergartenhafter Einfachsprache für Naturwissenschaften steht. Da müssen dann
aber auch die Lehrkräfte über das eigene Fach hinaus plötzlich in Fächern
unterrichten, die sie zumindest nicht studiert haben.

Klar, daß sich nicht viele Hochschulabsolventen, die mit ihrem Studienabschluß
nicht nur in anderen Bundesländern, sondern auch in anderen Umfeldern ungleich
attraktivere Aufgaben finden, nicht für den naturwissenschaftlichen
Didaktiker-Zehnkampf begeistern.

Mitteilungen wie jetzt die der DPG sind schon seit Jahren mehr als überfällig –
immerhin ist jetzt mal ein Anfang gemacht. Für alle anderen Naturwissenschaften
gilt das ebenso – es besteht dringender Handlungsbedarf.

Die bestehende Lücke wird sich, sofortige wirkungsvolle Aktivität vorausgesetzt,
aber auch erst in ca. 5 Jahren schließen lassen, so lange dauert der Durchlauf
durchs Studium bis hin zu tüchtigen Lehrkräften.

Auf diese Defizite haben wir seitens des SHEV und auch des Deutschen
Elternvereins schon vor 15 Jahren mehr als deutlich hingewiesen, die Besserwisser
in Fraktionen und Ministerien belächelten das damals.

Vor einigen Jahren sprach sich ein CDU-Fraktionsvorsitzender im NRW-Landtag
dafür aus, die Themen Trigonometrie (also Sinus & Co.) und Logarithmen ganz aus
den Stoffkatalogen zu streichen, weil die ja niemand mehr brauche.

Merke: Die Taste auf einem Taschenrechner ist nicht mit erarbeitetem inhaltlichen
Verständnis gleichzusetzen. Trivial, aber offenbar noch nicht überall rum...

Gruß, schönes Wochenende!

U.Kliegis

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Kevin Kraus
09.02.2017 16.06
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Sehr geehrte Frau Schulz-Evers,

anbei finden Sie unsere Pressemitteilung als Reaktion auf den von der Landesregierung vorgestellten Bericht zum Unterrichtsausfall.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. Nicole Weich
Ass. Landesgeschäftsführer

Landesverband Schleswig-Holstein
Wirtschaftsrat der CDU e.V.


P R E S S E M I T T E I L U N G
Bericht der Landesregierung zum Unterrichtsausfall
ist ein Armutszeugnis


Wirtschaftsrat: „Ohne Fächerdifferenzierung und glaubwürdiges
Zählsystem sind wir keinen Schritt vorangekommen.“


Anläßlich des Berichts der Landesregierung über die Unterrichtssituation im Schuljahr 2015/2016 fordert der Wirtschaftsrat der CDU e.V. unverzügliche Nachreichungen oder eine Abschaffung des neuen Zählsystems PUSH, das ODIS ersetzen sollte. Dazu der Landesvorsitzende Dr. Christian von Boetticher: „Der Bericht ist ein Armutszeugnis. Transparenz sieht anders aus. Ohne Fächerdifferenzierung und ein glaubwürdiges Zählsystem sind wir beim Unterrichtsausfall keinen Schritt vorangekommen.“ Damit fehle nicht nur die Grundlage für eine gezielte Bekämpfung des Unterrichtsausfalls, sondern ebenso für eine fundierte Lehrerkräfteplanung.

„Wenn dieser Bericht nach der Einführung des Zählsystems PUSH nun die Essenz von Millionen teilweise von Hand eingegeben Daten aus allen Schulen in Schleswig-Holstein sein soll, dann ist das ein politisches Alarmsignal.“ Das von einer Elterninitiative gegründete „Fehlstundenportal“ habe nach wenigen Monaten der Datensammlung belegen können, daß das Fach Chemie in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Soll am häufigsten ausfällt und zugleich am seltensten fachlich vertreten wird. „Die MINT-Initiative der Ministerin wird zur Schaumschlägerei, wenn beim Stundenausfall diese Fächer nicht besonders ins Blickfeld gestellt werden“, so der Landesvorsitzende. Vielmehr werde durch das Schulfach „NaWi“ Transparenz zu den MINT-Fächern schon im Ansatz abgewürgt.

Der Wirtschaftsrat fordert von der Landesregierung die zügige Offenlegung von Härtefällen, wenn in einzelnen Schulklassen ganze Fächer über Monate ausfallen und niemand etwas dagegen unternimmt. „Wir müssen dringend weg von leeren Durchschnittsbetrachtungen und besonders stark betroffene Schulklassen gezielt unterstützen, um einen katastrophalen Unterrichtsausfall in Schleswig-Holstein ausschließen zu können. Kein Schüler habe das verdient. Wir fordern deshalb eine wirksame Mindestunterrichtgarantie.“ Ohne einen Blick auf diese Härtefälle entbehre der Bericht jeglicher Grundlage, diesen groben Ungerechtigkeiten für unsere Schüler wirksam zu begegnen.

Der Wirtschaftsrat stellt zu den Statistiken des Berichts ferner fest, daß dieser im überwiegenden Teil auf Planstellendaten beruht und wenig über eine gesicherte Methode der tatsächlichen Datenerhebung in den Schulen preisgibt. Auf dieser Grundlage sind nach dem Täuschungsversuch ODIS die PUSH-Daten nicht nur qualitativ nutzlos, sondern auch noch unglaubwürdig. Dazu der Landesvorsitzende: „Jede Ressource von Lehrkräften und Schulleitern für die Erfassung des Unterrichtsausfalls auf der Grundlage von PUSH ist verschwendet.“

Der Wirtschaftsrat empfiehlt der neuen Landesregierung bei der Betrachtung ihres Unterrichtsangebots einen fundamentalen Perspektivwechsel: Anstelle von erfahrungsgemäß geschönten Lehrervertretungsplänen wie bei ODIS oder PUSH hin zu einer Kontrolle der von Schülern und Eltern erlebten Qualität und Quantität des im Kontingentstundenplan vorgeschriebenen Fachunterrichts. „Jedes erfolgreiche Unternehmen richtet sein Angebot anhand von Bewertungen seiner Kunden aus. Die zur Unterrichtssituation vorgelegten Statistiken der Landesregierung sind in der vorliegenden Form unbrauchbar und verstellen den Blick auf die längst erkannten Probleme.“, so Dr. von Boetticher zusammenfassend.

Kiel, den 9. Februar 2017
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Kontakt: Dr. Bertram Zitscher (Landesgeschäftsführer)
Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Schleswig-Holstein
Kleiner Kuhberg 2-6, 24103 Kiel
Tel.: 0431 / 67 20-75, Fax: 0431 / 67 20-76
E-mail: lv-s-h@wirtschaftsrat.de

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Kevin Kraus
08.02.2017 13.15
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Ulrich G. Kliegis an Eltern im SHEV

Den nachfolgenden Text hatte ich als Leserbrief an die Kieler Nachrichten geschickt. Der begrenzte Platz dort (und natürlich die redaktionelle Auswahl) bewirkten, daß mein Text in der themenbezogenen Auswahl am 7.2.2017 nicht dabei war. OK, passiert.

Damit es aber nicht rückstandsfrei versickert, stelle ich den Text hier zur Diskussion. Nach Gutdünken darf er gern (mit Nennung der Quelle und des Autors) weiterverbreitet werden.

Nach der Vorrede:

(Fast) alles richtig gemacht – oder: Wir brauchen eine Schulstrukturdebatte!

Es nötigt mir ehrlichen Respekt ab, daß die CDU ihre damalige Unterstützung für G8 jetzt als nachhaltige Fehlentscheidung einstuft. Umso mehr freue ich mich, daß die Abschaffung von G8, wie von der SPD-/Grünen-Landesregierung in Niedersachsen bereits im Jahr 2016 vollständig vollzogen, auch in SH in Aussicht gestellt wird.

Wenn die CDU nun auch noch die derzeit gültige Zwangseinschulung aller Sechsjährigen, unabhängig von deren Entwicklungsstand, aus dem Spiel nimmt, hat sie schon fast alles richtig gemacht.

Ein Bildungsgang zum Abitur an einer Gemeinschaftsschule, an der jetzt bis zum neunten Schuljahr fast nur auf Hauptschul-Anspruchsniveau, dann noch ein Jahr auf Realschulebene gelernt wird, kann trotz teurer Mini-Oberstufen nie die Inhalte vermitteln, die in einem gymnasialen Bildungsgang vom 5. Jahrgang an erfolgreich angeboten werden können.

Für die Gemeinschaftsschulen im Lande ist über eine Weiterentwicklung in Richtung Schulzentren mit begabungsgerecht und abschlußbezogen gefächerten Angeboten nachzudenken. Bildungsziele müssen, wie im Sport, Ziele bleiben, zu deren Erreichen man sich auch mal anstrengen muß. Es muß aber auch für die weniger schnell Lernenden erreichbare und respektable Ziele geben. Das gilt übrigens genauso für Schüler mit besonderem Förderungsbedarf.

Eine umfassende Schulstrukturdebatte ist daher notwendiger denn je – der Status quo ist nicht mehr tragfähig.

Gruß,
UK


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