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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
03.05.2016 16.58
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Diesen Artikel finden Sie online unter
http://www.welt.de/154979431

3. Mai. 2016 10:39

Integrationsplan
Lehrer sollen weniger Fachwörter benutzen – Migranten zuliebe


Bildungsexperten stellen einen Integrationsplan für Schulen vor. Vor allem sollen Migranten zum Deutschsprechen animiert werden – auch durch eine vereinfachte Sprache im Unterricht. Von Dorothea Siems

Führende Bildungsexperten fordern einen Masterplan, um die Integration der vielen Flüchtlinge und Migranten zu bewältigen. Nötig sei eine konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Kommunen, allen Bildungsinstitutionen und ihrem Personal, heißt es im diesjährigen Gutachten des Aktionsrates Bildung, das am Dienstag in München präsentiert wird und der „Welt“ vorab vorliegt.

„Es darf keine Illusion darüber bestehen, dass die Integration durch Bildung eine der mit Abstand wichtigsten Bildungsmaßnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik sein wird“, mahnen die Wissenschaftler. Von der Bewältigung dieser „epochalen Situation“ werde abhängen, ob Deutschland „seine Identität, seine produktive Kraft und seine Zukunftsfähigkeit erhalten und ausbauen“ werde.

Mehr als eine Million Flüchtlinge kamen 2015 nach Deutschland; die meisten von ihnen sind jünger als 25 Jahre. Um die Chancen für eine erfolgreiche Integration zu erhöhen, sollten alle Anstrengungen auf diejenigen konzentriert werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bleiben dürfen, empfehlen die Forscher. Diese Gruppe sollte von Beginn an Zugang zu Sprachkursen, Kindertagesstätten, Vorbereitungsklassen und allen anderen – auch finanziellen – Förderinstrumenten erhalten. Auch müsse für sie der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gezielt geöffnet werden.

Doch nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch die weiterhin hohe Zahl an Arbeitsmigranten aus der EU sowie die schon hier lebenden Migranten benötigen nach Einschätzung des Aktionsrates eine passgenaue Förderung. Ziel müsse es sein, dass diese Gruppen ähnlich häufig wie Deutsche einen qualifizierten Berufsschulabschluss oder ein Studium erfolgreich abschließen. Bislang ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, der keinerlei Berufsabschluss vorweisen kann, mit 38 Prozent mehr als doppelt so hoch wie unter Deutschen (14 Prozent).

Selbst in dritter Generation dominiert oft die Muttersprache

Um die Chancen der Ausländer zu verbessern, sollten die Migranten und Flüchtlinge künftig gleichmäßig auf alle Regionen verteilt werden, heißt es in der Studie. Denn Untersuchungen zeigten, dass die Qualität des Unterrichts dramatisch nachlasse, wenn mehr als 40 Prozent der Kinder die deutsche Sprache nicht beherrschten.

Da mittlerweile rund 35 Prozent der unter Zehnjährigen in Deutschland einen Migrationshintergrund haben – in vielen Städten und Regionen gilt dies gar für die Mehrheit der Kinder – und mitunter selbst in der dritten Generation zu Hause häufig in der Muttersprache kommuniziert wird –, liegt nach Ansicht der Forscher in der intensiven Sprachförderung der wichtigste Schlüssel für die Bildungsintegration.
Schon in früher Kindheit werden die Weichen für den Spracherwerb gestellt.

Deshalb schlägt der Aktionsrat für Vorschulkinder die Einführung einer Kindergartenpflicht vor. Außerdem sollte intensiv bei den Eltern dafür geworben werden, die Kinder bereits in den ersten Lebensjahren in die Kita zu geben. Problematisch sei allerdings, wenn ausländische Kinder in den Einrichtungen dann weitgehend unter sich blieben, so wie das heute in vielen sozialen Brennpunkten der Fall sei. Denn dann fehle es ihnen an ausreichend Gelegenheiten, Deutsch zu sprechen.

Regelklassen für unter Zehnjährige Erfolg versprechend ...

[Weiter in welt.de 03.05.2016]

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Kevin Kraus
28.04.2016 14.37
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Pressemitteilung
des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.

Plön, Donnerstag, den 28.04.2016

Die Elterninitiative G9-jetzt! und der Schleswig-Holsteinische Elternverein e.V. (SHEV) zur Entscheidung des Ministeriums für Schule und Berufsbildung SH (MSB SH) in Bezug auf das Losverfahren G8 / G9 am Gymnasium in Schleswig und zur Pressemitteilung des MSB SH in Bezug auf Lehrerstellen vom 21.04.2016

Ein Schritt in die richtige Richtung!
Wir begrüßen die Entscheidung des MSB SH, keinem Kind in Schleswig den Besuch des G9-Gymnasiums zu versperren. Im nächsten Schritt muss jetzt allen Gymnasien in SH endlich Unterricht in vollem Umfang ermöglicht werden – und deshalb die Entscheidung, den Gymnasien dieses Jahr keine neuen Lehrerstellen zur Verfügung zu stellen, zurückgenommen wird.


Mit großer Erleichterung erfuhren gestern die Eltern und ihre Kinder, die zunächst aus fadenscheinigen Kapazitätsgründen abgelehnt wurden, dass der Besuch am Gymnasium mit G9 in Schleswig nun doch möglich ist. Dem vorausgegangen war ein – vom Schulgesetz nicht vorgesehenes – Losverfahren – danach hätten die betroffenen Kinder gegen ihren Willen das in Schleswig ansässige Gymnasium mit G8 besuchen müssen. Und das, obwohl das G9-Gymnasium die Kinder hätte aufnehmen können. Die Eltern baten daraufhin u.a. die Elterninitiative G9-jetzt! und den SHEV um Unterstützung. „Wir freuen uns mit den betroffenen Familien, dass sie nun aufgrund der aktuellen Entscheidung des MSB SH ein Klageverfahren – wie ursprünglich geplant – nicht mehr in Erwägung ziehen müssen. Um aber für klare Verhältnisse zu sorgen, sollte das MSB SH jetzt eine grundsätzliche Entscheidung treffen – damit zukünftig Eltern und ihre Kinder wissen, woran sie sind und sich solch ein Hin und Her wie bereits im letzten und nun in diesem Jahr nicht wiederholt. Schulfrieden kehrt sonst nicht ein“, sagte Astrid Schulz-Evers heute in Plön.

„Der Schulfrieden kann aber auch deswegen nicht einkehren, weil sich wegen des hohen und langjährigen Unterrichtausfalls und Lehrermangels an den Gymnasien zunehmend Unmut bei den Eltern breit macht. Nicht nachvollziehbar ist daher die Entscheidung des MSB SH – wie in seiner Pressemitteilung vom 21.4.16 dargestellt –, dass die Gemeinschaftsschulen 150 Lehrerstellen erhalten – die Gymnasien hingegen keine. Dabei war doch immer die Rede davon, dass im sogenannten Zweisäulenmodell Gemeinschaftsschulen und Gymnasien „gleich stark“ sein sollen. Es kann nicht sein, dass den Gymnasien pauschal jetzt eine sogenannte „G8-Rendite“ mit der Verabschiedung des diesjährigen Doppelabiturjahrganges berechnet wird – wenn sie gleichzeitig steigende Anmeldezahlen verzeichnen, vermehrt Inklusion durchführen – obwohl die dort tätigen Lehrkräfte keine sonderpädagogische Ausbildung haben – und die Schülerschaft zunehmend heterogener wird. Ganz unabhängig davon, dass von der “G8-Rendite“ auch die 15 von den 100 Gymnasien in SH betroffen sind, die G9 anbieten. Wer Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit garantieren will, muss dafür auch die Schulen in entsprechendem Umfang und gerecht verteilt mit Personal ausstatten. Der Staat hat gegenüber seinen jungen Mitbürgern und deren Eltern eine nicht verhandelbare Bringschuld – er muss den Unterricht im vollen, erforderlichen Umfang gewährleisten. Dazu gibt es keine Alternative“, sagte Schulz-Evers abschließend.

Auszüge aus der Pressemitteilung des MSB SH vom 21.4.16:

„Ergänzend zur im März erfolgten Planstellenzuweisung (PZV) für das Schuljahr 2016/2017 erhalten die Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe und die Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe jetzt dank des Nachtragshaushalts weitere 150 Stellen…. Für die Gymnasien sind keine zusätzlichen Stellen im Nachtrag vorgesehen, da dort bereits durch das PZV- nach Abgang des Doppeljahrgangs – ausreichend Planstellen vorhanden sind und keine Zwangsversetzungen vorgenommen werden.“

Link zur Pressemitteilung

Astrid Schulz-Evers

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Kevin Kraus
18.04.2016 17.54
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Seine Tochter erlebe an der Kieler Bergstraße jedes Wochenende Situationen wie in Köln.

Da drängt sich doch die Frage auf: was will Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) damit erreichen, wenn er diesen Vorgang in einer Schule den SchülerInnen darstellt – aber keine Konsequenzen aufzeigt?

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Diskussion über Flüchtlinge : Erst arbeiten, dann die Sprache lernen
vom 16. April 2016
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ministerpräsident Torsten Albig erläuterte mit Schülern der Gemeinschaftsschule Brachenfeld neue Ideen zum Umgang mit Flüchtlingen.

Neumünster | Als seine Tochter Hannah (18) vor wenigen Wochen mit ihrem neuen syrischen Freund vor der Tür stand, zuckte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) erst einmal zusammen. „Mein erster Gedanke war: Jetzt kommt das Fremde in meine Familie. Hätte sie sich nicht einen Jungen aus Kiel aussuchen können? Doch dann haben wir uns näher kennengelernt und schnell verstanden.“ Frei und offen diskutierte der Regierungschef gestern Mittag vor rund 100 Oberstufenschülern und Lehrern der Gemeinschaftsschule Brachenfeld über die Flüchtlingspolitik. Ausgearbeitet hatte die Gesprächsrunde die Klasse 12 b. Es war der zweite „Dialog mit der Zukunft“ des Ministerpräsidenten. Bis Jahresende will er acht bis neun weitere Schulen im Land besuchen und mit jungen Leuten ins Gespräch kommen.

Die Wahl auf die Brachenfelder fiel nicht per Zufall. Seit Jahren schon veranstalten die Schüler in ihrer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verschiedene Projekte. Ob die Begleitung der Anne-Frank-Ausstellung vor zwei Jahren, Sprachkurse und Spenden für Flüchtlinge oder Hilfe für Jüngere: Die Schüler haben sich Toleranz, Weltoffenheit und Engagement auf die Fahnen geschrieben. „Ich suche mir bewusst gute Beispiele aus, damit auch andere Schulen im Land sich daran orientieren können“, erklärte Albig.

Während des gut einstündigen Treffens wollte er von den Mädchen unter anderem wissen, ob sie sich nach der Silvesternacht von Köln bedroht fühlten. „Tagsüber nicht, aber wenn ich abends alleine über den Großflecken gehe, überlege ich schon, dass es hier viele Ausländer gibt“, antwortete eine Oberstufenschülerin ehrlich. Albig erklärte, seine Tochter erlebe an der Kieler Bergstraße jedes Wochenende Situationen wie in Köln. „Das ist nicht schön, aber es ist auch nicht neu.“

Diskutiert wurde auch über eine bessere Integration der Neuankömmlinge. Hier ging Albig auf Gegenkurs zur Bundesregierung. Die Ausbildungsverordnungen müssten so vereinfacht werden, dass Flüchtlinge schnell arbeiten könnten, auch ohne die deutsche Sprache perfekt zu können, forderte er und kündigte entsprechende Initiativen seiner Regierungskoalition an. „Mir hat neulich ein Mann aus Eritrea gesagt, er möchte Waren verkaufen. Er spricht aber nur Englisch. Warum soll er nicht trotzdem arbeiten dürfen? Uns fehlen Kräfte, vor allem im Dienstleistungsbereich, in der Landwirtschaft und in der Gastronomie.“ Dieser Vorstoß fand bei den Schülern Unterstützung: „Durch die Arbeit, aber auch durch die Mitgliedschaft in Vereinen lernen die Menschen ja die Sprache“, erklärte ein Schüler.

Am Ende zeigten sich beide Seiten beeindruckt. „Das waren kluge junge Leute, die sich selbstbewusst positionieren“, sagte Albig. Er nehme den Vorschlag eines Schülers mit, dass jede Schule mal einen Tag mit Flüchtlingen im Lehrplan aufnehmen soll. Luis Ternes (18) aus der 12 b sagte: „Albig war ehrlich und bodenständig. Ich habe gelernt, dass es in der Politik keine einfache Lösung gibt.“

Autor: Christian Lipovsek

http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/erst-arbeiten-dann-die-sprache-lernen-id13275771.html

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Kevin Kraus
16.04.2016 14.48
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Pressemitteilung des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.

Plön, Donnerstag, den 14.04.2016

Die Elterninitiative G9-jetzt! und der Schleswig-Holsteinische Elternverein e.V. (SHEV) zur Entscheidung des Schulausschusses in Schleswig vom 13.4.16 in Bezug auf die Verteilung der Anmeldungen der SchülerInnen an den Gymnasien in Schleswig

Skandalös: Trotz vorhandener Kapazitäten darf das Gymnasium mit G9 nicht alle angemeldeten SchülerInnen aufnehmen


Wie dem Pressebericht der Schleswiger Nachrichten vom 14.4.16 zu entnehmen ist, hat die Stadt Schleswig die Aufnahmekapazität an dem Gymnasium, das G9 anbietet, auf 116 SchülerInnen begrenzt. Da sich dieses Jahr aber deutlich mehr SchülerInnen anmeldeten, kam es zu einem „Losverfahren“ – und 26 Kinder wurden abgewiesen.

Dabei ist im Schulgesetz die Wahlfreiheit verankert – ein (nicht nachprüfbares) Losverfahren hingegen nicht! Dennoch wurden Kinder, die sich in Schleswig bewußt für ein Gymnasium mit G9 entschieden haben, per Losverfahren „aussortiert“ – damit sie sich beim Gymnasium mit G8 anmelden. Das grenzt an Willkür – zumal sich jetzt herausstellt, dass das Gymnasium mit G9 durchaus in der Lage wäre, weitere SchülerInnen aufzunehmen! Es ist offensichtlich und gleichermaßen bedauerlich, dass bei dieser Entscheidung das Kindeswohl und der Elternwille eine untergeordnete Rolle spielen. Dass Eltern jetzt den Klageweg beschreiten wollen, ist absolut nachvollziehbar und konsequent. Die Elterninitiative G9-jetzt! steht in Kontakt mit den betroffenen Eltern und wünscht viel Erfolg!

Der Link zum Pressebericht:

http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/eltern-ziehen-jetzt-vor-gericht-id13261136.html

Astrid Schulz-Evers

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Kevin Kraus
11.04.2016 04.34
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] EINHEITSSCHULE / Inklusion / Integration: Das Konfliktpotential ...

news4teachers.de 7.4.16

Gewalt gegen Beamte – „trotz wachsendem Konfliktpotenzial sollten Schulen offene Häuser bleiben“

BERLIN. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will Polizisten und andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes besser vor Gewalt schützen. Die Zahl der Straftaten gegen Beamte haben in den letzten Jahren zugenommen, berichtete der Minister auf einer Fachtagung in Berlin.

Auch an Schulen ist das Konfliktpotenzial gewachsen, ergänzte der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, auf der Veranstaltung. Heterogenität und Diversität von Kindern, Jugendlichen und Eltern sind normal geworden. Der Prozess wurde und wird durch Inklusion und Integration von Flüchtlingskindern beschleunigt.

So treffen in der Schule verschiedene Weltbilder aufeinander. Schule ist in den vergangenen Jahren damit zwar vielfältiger und bunter geworden, aber auch immer mehr ein Ort geworden, an dem unterschiedliche Werte aufeinander prallen. Da Schule etwa per se ein modernes Frauenbild lebe, das nicht in allen Kulturen selbstverständlich ist, und im Lehrerberuf überwiegend Frauen arbeiten, gebe es hier naturgemäß Konflikte – die im äußersten Fall in psychische oder physische Gewalt münden können.

Dem zu begegnen ist in manchen Schulen gar nicht so einfach. Fehlende oder zu geringe Ressourcen (personell, sächlich, räumlich) für Schulen erschweren die Ausübung des Bildungs- und Erziehungsauftrags, erhöhen den Druck auf alle Beteiligten – Lehrkräfte, Schüler, Eltern – und belasten den Umgang miteinander, klagte Beckmann. Und nur in einer gut ausgestatteten Schule kann optimale Präventionsarbeit gegen Gewalt geleistet werden.

Er forderte 1. eine Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung, die sich intensiv mit den Anforderungen durch heterogene Schülergruppen auseinandersetzt, 2. eine Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung, die auch den Umgang mit Erwachsenen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zum Inhalt hat, 3. eine solide finanzielle Ausstattung, um zum Beispiel das Arbeiten mit Unterstützung von multiprofessionellen Teams gewährleisten zu können und 4. die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern, wie der Polizei.

Strukturell sei es notwendig, die Zahl der Brennpunktschulen zu verringern und der Entstehung von Ghettovierteln durch eine entsprechende Wohnungspolitik der Kommunen entschieden entgegen zu steuern. Dabei sei es wichtig, Schulen nicht abzuschotten. Schulen müssen offene Häuser sein, die verlässlich Hausmeister, besetzte Schulsekretariate, Schulsozialarbeit und Sicherheitspartner wie die Polizei haben. nin

news4teachers.de 7.4.2016

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Kevin Kraus
07.04.2016 15.52
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Hamburger Abendblatt, 7.4.16 – Kommentar:
Stadtteilschulen: Hier ist Unterricht kaum möglich
Von Karin Brose
Die Autorin ist Hamburger Studienrätin a.D.

Geburtsfehler der Stadtteilschulen: Hier sitzen Schwach- und Hochbegabte in einer Klasse – mit Inklusionsschülern und Flüchtlingen.

„Wie geht das denn?“, fragt man sich zu Recht. „Das“ bedeutet, dass an der Mehrzahl der Hamburger Stadtteilschulen noch immer ein ideologisches Konzept von Unterricht verfolgt wird, das in der Praxis höchst fragwürdig ist, denn hier sitzen Schwach- und Hochbegabte zusammen in einer Klasse. Hinzu kommen Inklusionsschüler und Flüchtlinge.

Praktiker können Argumente für diesen Irrsinn wie "Die Schwachen lernen von den Guten“ und „Mit Binnendifferenzierung ist der Lernerfolg am größten“ nur hilflos belächeln.


Dieses Konzept wird dem Recht der Schüler auf Lernen eindeutig nicht gerecht. Kein Lehrer ist in der Lage, jedem einzelnen seiner 28 Probanden ein individuelles Lernpäckchen zu schnüren, dieses permanent zu kontrollieren und anzupassen und nebenbei noch Inklusionsschüler mit Verhaltensauffälligkeiten und erheblichen Defiziten sowie Flüchtlingskinder zu betreuen.

In einer Stadt, in der fast jeder zweite Schüler einen Migrationshintergrund hat, muss man sich bei diesem Konzept fragen, ob so ein Unsinn tragbar ist. Wenn zwischen Siebtklässlern auch noch 14- bis 15-Jährige sitzen, kann sich zudem wohl jeder vorstellen, dass es oft nicht einmal um das Erreichen von Lernzielen, sondern lediglich darum geht, Unterricht überhaupt zu ermöglichen.


Als Enquetekommission hatten wir 2007 ein Schulsystem mit zwei Säulen empfohlen. Eine Situation wie die aktuelle hat sich damals jedoch niemand träumen lassen. Wir waren vom Vorbild anderer Bundesländer ausgegangen, in denen sauber differenziert wird und in homogeneren Lerngruppen äußerst gute Ergebnisse erreicht werden. Dort scheut man sich nicht, beim Zugang zum Gymnasium nach Klasse 4 eine Hürde einzubauen. So ist Schülern, die über die nötige Auffassungsgabe und das erforderliche Lerntempo zu dieser Zeit noch nicht verfügen, der Weg dahin versperrt.

Folge ist, dass in den Klassen 5 und 6 der Gymnasien ein angemessenes Niveau herrscht und auch nach Klasse 7 kaum Schüler abgehen müssen. Folge ist auch, dass an den anderen Schulen ein höheres Niveau und besseres Lernen möglich werden, weil hier nicht nur „der Bodensatz“ verbleibt.

Was in Hamburg die Stadtteilschule bisher nicht zu leisten vermag, kann zum Beispiel in Sachsen die Oberschule, die dort besonders auf den Übergang in berufliche Bildungswege ausgerichtet ist. Praktisch, handwerklich oder technisch begabte Jugendliche werden hier optimal gefördert. Aber auch wirtschaftlich, sprachlich oder musisch interessierte Schülerinnen und Schüler, die an einer beruflichen Schule weiterlernen wollen, erwerben an der Oberschule eine gründliche allgemeine und berufsvorbereitende (Aus-)Bildung.

In Hamburg entscheiden Schulleiter heute selbst, wen sie einstellen und wie sie ihr Budget einsetzen. So könnten sie Schülern ermöglichen, in nicht zu großen Gruppen unter Gleichbegabten in nach Leistung differenzierten Lerngruppen effizient zu lernen.

Schule sollte sich nach den Bedürfnissen ihrer Schüler richtet, statt überfrachtete Lehrpläne umsetzen zu wollen. Sie darf nicht alle Kinder über einen Kamm scheren. Nur so kann sie erreichen, dass auch Lernschwache Abschlüsse erzielen, praktisch Begabte in ihren Kompetenzen gefördert werden und Hochbegabte Eliten werden.

Fördern und Fordern sollte die Norm sein. Die Enquetekommission hatte die Vision, durch die Schaffung eines neuen Schultyps die Schulabbrecher- und Risikoschülerquote zu senken. Nicht beabsichtigt war, aus erfolgreichen Haupt- und Realschulen mit gut funktionierender interner Durchlässigkeit Zwangskooperationen mit über 1000 Schülern zu schaffen, die heute in manchen Stadtteilen in Hamburg wieder „Restschule“ bedeuten, allerdings mit noch weniger Erfolg als ihre Vorgänger.

Sind Hamburger Stadtteilschüler, die am Ende der 10. Klasse nicht richtig rechnen, lesen und schreiben können, selbst schuld?

Oder sollte man die Schulen verantwortlich machen, die solche Schüler produzieren?


Wenn Hamburg nicht weiterhin unter den Bildungsschlusslichtern der Republik funzeln will, sollte den Entscheidern möglichst bald ein Licht aufgehen.

Hamburger Abendblatt 7.April 2016

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Kevin Kraus
05.04.2016 09.16
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Migranten an Schulen – Konsequentes Einschreiten ist sehr wichtig ...


Zu jedem Bild das passende deutsche Wort
Zwölf Kinder in Kirchbarkauer DaZ-Klasse


Es macht viel Freude zu sehen, wie schnell die Kinder lernen und wie motiviert sie sind.

Annika Pundt, DaZ-Lehrerin
Von Anne Gothsch
Zwölf syrische Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren besuchen derzeit die DaZ-Klasse der Grundschule Kirchbarkau und werden von Annika Pundt (links) und Anastasia Albrecht unterrichtet. ©

Kirchbarkau. Gebannt schauen 24 dunkle Augenpaare auf ihre Lehrerin und versuchen die Worte zu verstehen, mit denen Annika Pundt die erste Unterrichtsaufgabe beschreibt. Eigentlich etwas ganz Normales in einer Grundschulklasse. Doch den fragenden Gesichtern einiger Schüler ist anzusehen, dass das gar nicht so einfach ist. Denn ihre Muttersprache ist Arabisch. Also dauert es eine Weile, bis alle im Kreis auf dem Boden sitzen, um anhand von bunten Bildkarten die passenden deutschen Wörter zu finden. Bei einem abgebildeten Haus, einem Ball oder einem Auto geht das ruckzuck. Bei einem Pilz, einem Zelt oder einem Luftballon wird es schon schwieriger.

Zwölf syrische Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und elf Jahren besuchen zurzeit die DaZ-Klasse (Deutsch als Zweit- oder Zielsprache) in der Grundschule Kirchbarkau. Neben dem Alter seien auch die Vorkenntnisse der Kinder sehr unterschiedlich, nicht alle hätten in ihrer Heimat eine Schule besucht, obwohl sie alt genug dafür gewesen wären, berichtet Anastasia Albrecht, die gemeinsam mit Annika Pundt in dieser Klasse unterrichtet. „Deshalb arbeiten wir ganz viel mit Bildern, haben uns auch einige Elemente selbst gebastelt, weil es noch nicht so viel geeignetes Unterrichtsmaterial gibt“, berichtet die junge Lehrerin. Manchmal sei es schon schwierig, weil sie beide kein Arabisch verstünden und nur in wirklich wichtigen Fällen auf einen Dolmetscher zurückgreifen könnten. „Andererseits macht es viel Freude zu sehen, wie schnell die Kinder lernen und wie motiviert sie sind“, erzählt Annika Pundt und blickt lächelnd auf die Schüler mit ihren hochgestreckten Fingern, die darauf brennen, die richtige Antwort nennen zu dürfen.

„Es erfordert viel Einfühlungsvermögen, Toleranz und gleichzeitig Konsequenz, denn es ist deutlich zu spüren, dass die Mädchen und Jungen aus einem anderen Kulturkreis kommen. Sie sind meist viel temperamentvoller, emotionaler, vielfach leider auch deutlich aggressiver“, räumt Anastasia Albrecht ein. Sie hat den Satz noch nicht zu Ende gesprochen, da knallen schon die Ohrfeigen zwischen zwei Jungen. Schnell zieht sie beide auseinander und sorgt mit knappen, deutlichen Worten für Ruhe. „Konsequentes Einschreiten ist sehr wichtig, denn sie müssen lernen, Konflikte nicht mit Fäusten auszutragen und die Regeln einzuhalten, die an der Schule für alle gelten“, erläutert die Lehrerin. Anastasia Albrecht findet es sehr schade, dass es offenbar auch unter einigen syrischen Flüchtlingsfamilien oft Streit gebe, wie ihr berichtet worden sei. Das wirke sich zwangsläufig auch auf die Kinder aus.

Ein Jahr lang sollen die Mädchen und Jungen, die mit ihren Familien in Warnau, Nettelsee und Großbarkau wohnen, in der DaZ-Klasse Deutsch lernen und dann je nach ihren individuellen Fähigkeiten in die Regelklassen wechseln. „Schon jetzt nehmen sie hin und wieder am Sportunterricht in verschiedenen Klassen teil, spielen auch in den Pausen mit anderen Kindern zusammen. Das klappt eigentlich ganz gut“, berichtet Annika Pundt.

Manchmal ist konsequentes Einschreiten notwendig

Kieler Nachrichten, 2.4.16

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Kevin Kraus
30.03.2016 14.58
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Lübecker Nachrichten 24. März 2016

Kiel erlässt strenge Schulregeln für Muslime
Ministerium gibt Leitlinien heraus – Burkas sind verboten, Teilnahme am Schwimm- und Sexualkundeunterricht ist Pflicht


Von Curd Tönnemann

Kiel. Schleswig-Holstein gibt seinen Lehrern ein Regelwerk für den Schulbesuch muslimischer Kinder an die Hand. Die Schulen werden außerdem aufgefordert, islamistischen und salafistischen Tendenzen im Unterricht mit deutlichen Ansagen entgegen zu wirken – und sich gegen Extremismus zur Wehr zu setzen. Das geht aus einem siebenseitigen Rundschreiben von Bildungs-Staatssekretär Dirk Loßack hervor, das jetzt an alle Schulen, Schulräte und Schulaufsichten im Land gegangen ist. In den „Handlungsleitlinien“ wird zudem klargestellt, dass muslimische Schülerinnen im Unterricht nicht vollverschleiert erscheinen dürfen.

„Das Rundschreiben ist Ergebnis von zwei Konferenzen für Schulleiter und Lehrkräfte unter Beteiligung von Innenministerium und externen Experten“, sagte Thomas Schunck, Sprecher im Bildungsministerium. Ziel sei, Verunsicherungen bei allen Beteiligten zu vermeiden. Der Richtlinien-Katalog ist umfassend: Das Ministerium stellt dabei heraus, dass die Einrichtung von Gebetsräumen an Schulen in Schleswig Holstein „nicht in Betracht kommt“. Die im Grundgesetz verbürgte Glaubensfreiheit beinhalte „keinen Anspruch, der eigenen Glaubensüberzeugung mit staatlicher Unterstützung Ausdruck zu verleihen“. Auch eine Unterrichtsbefreiung, um regelmäßig beten zu können, sei „ausdrücklich nicht vorgesehen und auch nicht zulässig“.

Eine Befreiung ihres Kindes vom Schwimmunterricht der Schule soll muslimischen Eltern verweigert werden. Entsprechende Anträge gibt es laut Lehrergewerkschaft GEW regelmäßig. Am Schwimmen müsse teilgenommen werden, das Tragen eines sogenannten „Burkinis“ (Ganzkörperbadeanzugs) gelte als Kompromiss. Eine Befreiung vom Sexualkundeunterricht aus religiösen Gründen ist ebenfalls nicht möglich. Vollständige Gesichtsverschleierung ist unzulässig. „Niqab und Burka machen die Identifikation der Schülerinnen unmöglich.“ Zulässig sei gleichwohl das Tragen religiöser Kleidung, etwa eines Kopftuchs. Die Teilnahme an Klassenfahrten bleibt für alle Kinder verpflichtend. Jede versuchte Einflussnahme auf die Unterrichtsgestaltung sei zurückzuweisen.

Die Schule sei besonders gefordert, wenn es um die Verbreitung von gewaltverherrlichendem Material geht, sagt der Bildung-Staatssekretär und ermuntert die Schulleitungen, genauer hinzuschauen.

„Die Leitlinien verdienen Lob“, sagt GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer. Zur Dramatisierung der Vorfälle bestehe zwar kein Anlass. „Genauso wenig aber dürfen wir vor den Herausforderungen die Augen verschließen.“

„Wir wollen keine Sonderregelung für Muslime“, sagt der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Schleswig Holstein, Fatih Mutlu. Er sieht keinen Grund zur Aufregung. Es wundere ihn aber, dass man Dinge regeln müsse, die nicht zur Debatte stehen. „Niemand hat einen Gebetsraum in einer Schule gefordert.“

Lübecker Nachrichten 24.03.2016

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Kevin Kraus
19.03.2016 18.28
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BZ, 16.3.16 – Aus Berlin:
Gunnar Schupelius – Mein Ärger
Können Lehrer ohne Deutschkenntnisse Willkommensklassen unterrichten?

Sprach von Rassismus: Elke Breitenbach (Linke), Fordert Deutsch- Kenntnisse: Burkhard Dregger (CDU)

Im Abgeordnetenhaus wurde ein seltsamer Antrag der Linkspartei diskutiert (Drucksache 17/2268). Sie fordert den Senat auf, Flüchtlinge und Asylsuchende als Lehrer in Willkommensklassen einzustellen, auch wenn sie noch kein Deutsch sprechen.

Dieser Antrag wurde von Abgeordneten der CDU und SPD zurückgewiesen. Dafür mussten sie sich als Rassisten beschimpfen lassen.

Die Diskussion im Ausschuss für Arbeit, Integration, Berufliche Bildung und Frauen am 25. Februar 2016 artete in eine ungepflegte Beschimpfung aus.


Ich hatte davon schon gehört, es aber nicht glauben wollen, und las mir deshalb die Wortprotokolle durch. Was ich dort las, erstaunte mich.

Der CDU-Abgeordnete Burkard Dregger sagte: „Wenn wir Pädagogen einsetzen, die den Flüchtlingskindern die deutsche Sprache nicht beibringen können, dann führen wir die Willkommensklassen ad absurdum.“

Was Herr Dregger sagte, fand die Grünen-Abgeordnete Sabine Bangert „ganz unerträglich“.

„Menschen mit einer pädagogischen Qualifikation“ könnten in Willkommensklassen unterrichten, „auch wenn sie noch nicht komplett die deutsche Sprache“ beherrschten. Canan Bayram von den Grünen warf Dregger vor, er setze „eine Leitkultur voraus“.

Die SPD-Abgeordneten Renate Harant und Ina Czyborra argumentierten ähnlich wie Dregger.

Frau Harant sagte: „Ohne Deutsch geht es nicht.“ Die deutsche Sprache sei „das verbindende Glied“ in Bildung und Gesellschaft.

Frau Czyborra merkte an, es gebe Schwierigkeiten beim Nachweis der Qualifikation von Flüchtlingen und Migranten, ob sie für den Lehrerberuf in Deutschland auch wirklich geeignet seien. Nun meldete sich Elke Breitenbach von der Linkspartei zu Wort und sagte in Richtung ihrer Vorredner von SPD und CDU: „Ich finde, Sie haben eine zutiefst rassistische Grundhaltung.“

Sie wurde von der Vorsitzenden Anja Kofbinger (Grüne) zur Ordnung gerufen. Aber nur sehr vorsichtig. Frau Kofbinger sagte nämlich, Elke Breitenbach solle „das Wort“ nicht mehr verwenden, sie dürfe es aber umschreiben. Daraus machte sich Elke Breitenbach nun einen Spaß und sagte: „Wie umschreibt man denn rassistisches Gedankengut?“

Hier steige ich aus dem Protokoll aus. Dass die Piraten sich bedingungslos hinter Linke und Grüne stellten, muss ich nicht erwähnen.

Das Niveau der Debatte war niedrig, herabgezogen vor allem durch die Linke. Elke Breitenbach hat die Kollegen Harant, Czyborra und Dregger massiv beleidigt, wofür sie sich eigentlich hätte entschuldigen müssen. Ihr ging es offenbar nur darum, andere als Bösewichte zu bezeichnen.

Die Willkommensklassen dienen dazu, ausländische Kinder möglichst schnell an unsere Bildung und unsere Kultur heranzuführen. Natürlich müssen die Lehrer in diesen Klassen perfekt Deutsch sprechen und auch unsere Kultur vermitteln können.

Wer diese simple Wahrheit im Abgeordnetenhaus ausspricht, der wird also als Rassist beschimpft. So absurd kann es dort zugehen
.

http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/koennen-lehrer-ohne-deutschkenntnisse-willkommensklassen-unterrichten
________________________________________

Das besagte Protokoll befindet sich hier:

http://www.parlament-berlin.de/ados/17/ArbIntFrau/protokoll/aif17-072-wp.pdf

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Kevin Kraus
11.03.2016 23.21
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[SHEV] Extrem fragwürdig: Prof. Dr. Hans Peter Klein: Im Schatten der Flüchtlingskrise ...


Veröffentlicht am 08.03.16 | Klein, Hans Peter
Im Schatten der Flüchtlingskrise – Der umstrittene Bildungsplan 2016 soll in Baden-Württemberg einen Tag vor der Landtagswahl in Kraft treten

Manchmal bieten Krisen enorme Möglichkeiten, politisch äußerst umstrittene Positionen klamm und heimlich durchzusetzen, da der Focus der Öffentlichkeit sich eben auf die Bearbeitung der Krise richtet und Nebenschauplätze dadurch im Verborgenen bleiben. Gab es noch im letzten Jahr gegen die geplante Einführung der neuen Bildungspläne durch die rot-grüne Landesregierung in Baden Württemberg heftige Proteste und sogar Großdemonstrationen in der Bevölkerung, ist es seit der Eskalation der Flüchtlingskrise in den letzten Monaten zunehmend ruhig geworden. Man hatte den Eindruck, dass der Bildungsplan 2016 erst einmal auf Eis gelegt wurde, da der Focus der Politik sich seit einem halben Jahr nahezu ausschließlich auf die Bewältigung der andauernden Flüchtlingskrise zu richten scheint.

Fakten schaffen


Diese Einschätzung der Lage entpuppt sich in Baden-Württemberg aber schnell als Fehlinterpretation, denn es häufen sich die Anzeichen, dass die Baden-Württembergische Landesregierung im Schatten der Flüchtlingskrise die einmalige Chance nicht verstreichen lassen will, ihre umstrittenen bildungspolitischen Vorstellungen fernab von öffentlichen Protesten und unliebsamen Presseberichten möglichst noch vor der Wahl zu implementieren. Zu früh vor der bevorstehenden Landtagswahl könnte dieser Überraschungsangriff Stimmen kosten. Der ideale Zeitpunkt wäre genau ein Tag vor der Wahl. Nicht gewünschte Korrekturvorschläge kämen nicht mehr zum Zuge und der politische Gegner könnte nicht einmal mehr wahlkampftaktisch reagieren. Sollte er obendrein die nächste Regierung stellen, hätte man ihm einen äußerst schweren Klotz ans Bein gebunden. Wenn man den Auguren nun glauben darf, wird es genauso kommen.

Nun ist eine solche Vorgehensweise keinesfalls verboten, denn der Bildungsplan ist ein interner Verwaltungsvorgang des Kultusministeriums. Es ist daher keine Befassung beziehungsweise Abstimmung im Landtag oder im Ministerrat notwendig. Der Ablaufplan dürfte dementsprechend wie folgt aussehen: Bis zum 19.2. hat das Kultusministerium vom Landesinstitut für Schulentwicklung bereits den mit eingearbeiteten Rückmeldungen aus der Anhörung überarbeiteten Bildungsplan erhalten. Bis spätestens zum 12.3. erfolgt eine letztmalige Prüfung des Bildungsplans im Kultusministerium und dieser erhält dann ein Tag vor der Landtagswahl die Freigabe. Das weitere Vorgehen steht auch schon fest: Online Veröffentlichung der Endversion bis Anfang/Mitte und Versand an die mehr als 4100 allgemein bildenden Schulen. Als Schmankerl erhalten die mehr als 117.000 Lehrerinnen und Lehrer ihr persönliches Exemplar des Bildungsplans auf einem USB-Stick. Am 6. April erfolgt die Präsentation der Bildungspläne auf einem Bildungskongress. Man ist sich anscheinend des Erfolges bei der Landtagswahl mehr als sicher, will aber auf jeden Fall Fakten schaffen. Dass man sich mit derartigen Aktionen die Öffentlichkeit vergrault, wird billigend in Kauf genommen, denn deren Gedächtnis ist nicht von langer Dauer und man kann sicher sein, dass derartige Vorgänge bei der nächsten Wahl unter dem Deckmantel der Vergesslichkeit keinerlei negativen Einfluss mehr haben werde.

(…)

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Zu den Autoren:

Klein, Hans Peter
Prof. Dr. – Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften. Gothe-Universität Frankfurt

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Kevin Kraus
04.03.2016 16.49
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

news4teachers.de
http://www.news4teachers.de/2016/03/abenteurer-nehberg-auf-dem-deutschen-schulleiterkongress-jeder-kann-seine-visionen-realisieren/

Abenteurer Nehberg auf dem Schulleiterkongress: „Jeder kann seine Visionen realisieren“

DÜSSELDORF. Der Abenteurer und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg gibt auf dem Deutschen Schulleiterkongress, der heute in Düsseldorf beginnt, Tipps zu Selbstmotivation und Durchhaltevermögen. Er fordert Schulen außerdem auf, offen für neue Kulturen zu sein.

Überquerte mit einem Tretboot den Atlantik: Rüdiger Nehberg. Foto: Thilo Parg / CC BY-SA 3.0 / via Wikimedia Commons

Er hat die Danakil-Wüste mit Kamelen durchquert, sich ohne Ausrüstung durch den brasilianischen Dschungel geschlagen und mit einem Tretboot den Atlantik überquert. Rüdiger Nehberg wird nicht umsonst „Survival-Papst“ genannt. „Ich analysierte sämtliche zu erwartenden Probleme der Reise wie Stürme, Piraten, Schiffbruch oder Trinkwassermangel und war entsprechend vorbereitet. Psychisch, physisch, technisch“, erzählt Rüdiger Nehberg etwa von seiner Atlantik-Überquerung.

Schulleiter werden zwar nicht mit Piraten oder Schiffbruch zu kämpfen haben, aber sie müssen täglich im Bildungsdschungel bestehen. Deshalb gibt Rüdiger Nehberg auf dem Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) Survival-Tipps, unter dem Titel „Überleben in Extrembedingungen – Eigenmotivation und Durchhaltevermögen“. Dazu gehöre es auch, kulturelle Grenzen zu überwinden. Allerdings: „Aufgrund dieser Erfahrungen fände ich es für Schulen hilfreich, die Obergrenze an zu integrierenden Ausländerschülern so niedrig wie möglich zu halten“, sagt Nehberg mit Blick auf die Integration von Flüchtlingskindern im Interview mit News4teachers.

News4teachers: Sie haben den Atlantik mit einem Tretboot überquert – ist das ein Sinnbild für die Herausforderung von Schulleitungen, die mit knappen Ressourcen eine gewaltige Aufgabe bewältigen müssen?

Nehberg: Ja, haargenau. Ich bin Minimalist wie zwangsläufig auch die Schulleiter. Vor der Überquerung stand ich vor einer mir völlig neuen Herausforderung, denn ich hatte Vergleichbares noch nie gemacht. Außerdem hatte ich Angst vor Wasser, Schwierigkeiten mit der Seekrankheit und begrenzte Finanzmittel. Ich analysierte sämtliche zu erwartenden Probleme der Reise wie Stürme, Piraten, Schiffbruch oder Trinkwassermangel und war entsprechend vorbereitet. Psychisch, physisch, technisch. Später habe ich den Atlantik noch zwei weitere Male überquert: auf einem Floß bis vors Weiße Haus und einem massiven Baumstamm bis Brasilia. Heute stehen die Vehikel im Technik-Museum zu Speyer.

News4teachers: „Überleben unter Extrembedingungen – Eigenmotivation und Durchhaltevermögen“, so lautet der Titel Ihres Vortrags auf dem Deutschen Schulleiterkongress. Welche Lehren können Lehrer im Allgemeinen und Schulleiter im Besonderen daraus ziehen?

Nehberg: Dass niemand zu gering ist, seine Visionen zu realisieren. Was er braucht, sind eine starke Motivation, Fantasie, Geduld, ein paar Asse im Ärmel und die Kunst, Niederlagen als Kreativitätsschub zu nutzen. Vor allem braucht er Individualität, um wahrgenommen zu werden. Denn „Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen“ und geht unter im Wettbewerbsgedrängel.

News4teachers: Sie und Ihre Frau wurden für Ihre Verdienste um die Völkerverständigung mit drei Bundesverdienstkreuzen ausgezeichnet. Die deutschen Schulen haben aktuell viele Flüchtlingskinder zu integrieren – auf welche kulturellen Anpassungsschwierigkeiten müssen sich Schulen einstellen?

Nehberg: Da wir mit unserer Organisation „Target“ ausschließlich im muslimisch-arabischen Raum tätig sind, um die Tradition der Weiblichen Genitalverstümmelung mit der Kraft und Ethik des Islam zu beenden, wissen wir um die Schwierigkeiten und Chancen, kulturelle Unterschiede zu überbrücken. Nur so ist es uns gelungen, dass die höchsten Religionsführer den Brauch auf unsere Initiative hin zur Sünde erklärt haben. Bei den Verhandlungen kamen mir die Erfahrungen aus meiner Jugendzeit zu Hilfe. Während langer Radtouren und eigener Kamelkarawanen durch Afrika habe ich immer wieder die hohen Werte islamischer Gastfreundschaft und den Reichtum fremder Kulturen erfahren. Sie haben mich Differenzierung und Respekt gelehrt.

Aufgrund dieser Erfahrungen fände ich es für Schulen hilfreich, die Obergrenze an zu integrierenden Ausländerschülern so niedrig wie möglich zu halten, damit der Lehrplan eingehalten werden kann. Besser wäre es, die Gesamtheit ausländischer Schüler erst einmal in externen Sonderschulungen auf den erforderlichen Bildungsstand zu bringen, damit weder die deutschen Schüler ausgebremst werden noch den ausländischen Schülern Minderwertigkeitskomplexe aufgezwungen werden. Lehrer müssen wissen, dass ein Viertklässler aus Eritrea nicht annähernd die Kenntnisse eines Viertklässlers aus Deutschland hat. Sie müssen wissen, dass Mädchen aus Eritrea extrem genitalverstümmelt sind und was das für den Schulunterricht bedeuten kann. Man hat sie körperlich und seelisch geschändet. Sie werden beispielsweise nicht am Sportunterricht teilnehmen oder mehr Zeit auf der Toilette benötigen. Aber niemals werden sie selbst darüber sprechen.

News4teachers: Was raten Sie Lehrkräften und Schulleitern?

Nehberg: Die neue schulpolitische Situation stellt für Lehrkräfte, deutsche und ausländische Schüler und deren Eltern ein Novum dar. Alle Seiten sind mit der neuen Entwicklung stark überfordert. Um ein bestmögliches Miteinander zu bewirken, bietet sich zu allererst eine große Kennenlern-Veranstaltung an. Dafür bedarf es guter Dolmetscher. Optimal wäre die Teilnahme eines angesehenen integrierten Moslems aus der Politik. Ein Imam könnte die religiösen Unterschiede ansprechen. Das alles sollte aufgelockert werden mit einem orientalischen Willkomm-Imbiss bei Tee, Kaffee und Kuchen sowie musikalischen Beiträgen. Solches Beisammensein sollte auch geprägt sein von dem Mut, die bilateralen Probleme ohne politischen Schönschnack klar anzusprechen. Gastrecht bedingt auch Gastpflicht zum beiderseitigen Nutzen. Empfehlenswert wären Vertrauensleute auf deutscher wie ausländischer Seite, die in Krisenfällen vermitteln. Nach vier Wochen sollte das wiederholt und über Optimierungen gesprochen werden. Eine Krönung schulischen Harmoniebestrebens wäre, wenn deutsche Schüler sich eines ausländischen Schülers als Paten annähmen. Das ließe sich forcieren mithilfe von Wettbewerben und Auszeichnungen.

Mein empfohlenes Motto: „Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.“

Der Deutsche Schulleiterkongress (DSLK) 2016: Bestsellerautoren, Manager, Psychologen und Fachleute aus dem Bildungsbereich – über 100 Experten aus unterschiedlichen Bereichen diskutieren beim fünften Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) vom 3. bis 5. März 2016 in der Messe Düsseldorf mit Schulleitungen aus ganz Deutschland über die Zukunft. Es geht um den Austausch von Ideen, wie die Schule von morgen gestaltet werden kann. Zugesagt haben neben Auma Obama unter anderem auch Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht sowie Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Der Deutsche Schulleiterkongress ist die größte Veranstaltung seiner Art in Deutschland. Das Motto des Kongresses lautet: „Schulen gehen in Führung“. Die Top-Themen sind „Schule als Ort für Erziehung“, „Führungsstrategien“ sowie „Digitale Schule“.

news4teachers.de 03.03.2016

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Kevin Kraus
24.02.2016 05.30
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

So „hilft“ Bertelsman den Gymnasien, sich zu Einheitschulen (Gemeinschaftsschulen) „weiter zu entwickeln“:

Die Bertelsmann Stiftung ist ein Befürworter der Inklusion für alle und der „Einen Schule für alle“. Sitz der Stiftung ist Gütersloh – in NRW (hier regieren SPD und Grüne).
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23.02.2016, 10:04 Uhr
KOOPERATIONSPROJEKT „SCHULEN STÄRKEN – VIELFALT FÖRDERN“
Neues Fortbildungsangebot stärkt Sachsens Schulen


Die Klassenzimmer werden immer bunter: Zuwanderung, Inklusion, jahrgangsübergreifender Unterricht im ländlichen Raum, leistungsstarke und leistungsschwächere Schüler – Lehrer stellt das vor große Herausforderungen. Sachsen startet deshalb das Fortbildungsprojekt „Schulen stärken – Vielfalt fördern“, das sich bereits in Nordrhein-Westfalen bewährt hat.

Der Freistaat Sachsen bietet künftig seinen Schulen eine neue Lehrerfortbildung an, die die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen entwickelt hat. Einen entsprechender Kooperationsvertrag unterzeichneten die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth, die Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, und Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Die Fortbildung soll Lehrkräfte darin unterstützen, in immer heterogener werdenden Klassen alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Das Besondere an dem Projekt: Es richtet sich an das komplette Lehrerkollegium der Oberschulen und Gymnasien,
die in den vergangenen Jahren am ESF-QM-Projekt teilgenommen haben. Ziel ist, nicht nur die einzelne Lehrkraft weiterzubilden, sondern die Lernkultur in der gesamten Schule zu reflektieren und das gemeinsame Selbstverständnis von gutem Unterricht weiterzuentwickeln. Das Fortbildungsprojekt erstreckt sich jeweils über zwei Jahre und ist unterteilt in verschiedene Themenschwerpunkte. Im Wechsel mit Praxisphasen, in denen das Gelernte erprobt und im Unterricht umgesetzt wird, vermitteln jeweils zwei Trainer Kompetenzen in Teamentwicklung, pädagogischer Diagnostik und Didaktik.

Die ersten Schulen starten im nächsten Sommer
„Wir wollen unsere Lehrer für die zunehmenden Herausforderungen in den Klassen stärken“, sagte Brunhild Kurth und betonte, dass sich ein Schulsystem daran messen lassen müsse, wie es die zunehmende Heterogenität meistere. „Jeder Schüler zählt und muss entsprechend seiner Talente und Fähigkeiten individuell gefördert werden. Das neue Fortbildungsangebot gibt den Lehrern wichtiges Rüstzeug an die Hand, um diesem Grundsatz auch in Zukunft gerecht werden zu können.“

Das Projekt startet zum kommenden Schuljahr an ausgewählten Schulen. Das Sächsische Bildungsinstitut (SBI) übernimmt die Federführung des Projekts. Gemeinsam mit Unterstützung durch Mitglieder der nordrhein-westfälischen Projektgruppe werden Materialien und Konzepte an sächsische Anforderungen angepasst. Daran schließt sich die Qualifizierung von Trainern an, die die Schulen in der Fortbildung begleiten sollen. In der ersten Projektphase, die bis Sommer 2018 läuft, können bis zu 60 Schulen fortgebildet werden. Danach besteht die Möglichkeit einer Ausweitung auf weitere Schulen.

Erfolgreiche Erprobungsphase in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen wird das Fortbildungsangebot „Vielfalt fördern“ seit dem Schuljahr 2012/13 Schritt für Schritt ausgebaut. Rund 100 Schulen mit mehr als 3.000 Lehrerinnen und Lehrern nehmen derzeit daran teil oder haben die Fortbildung bereits abgeschlossen. Eine erste Evaluation zeigte, dass sich die Teamkultur in den Schulen verbessert hat und Lehrkräfte enger kooperieren. Eine Ausweitung auf alle Regionen des Landes ist geplant. Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen unterstützt die Schulen mit umfangreichen Fortbildungsangeboten für eine neue Lehr- und Lernkultur. Das Programm ‚Vielfalt fördern‘ ist ein zentraler Baustein. Es richtet sich an Kollegien, die ihre Kompetenzen für die Umsetzung des Gemeinsamen Lernens und für den Umgang mit Heterogenität stärken wollen. Das kommt allen Schülerinnen und Schülern zugute, den leistungsschwächeren ebenso wie den leistungsstärkeren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen und wünsche allen Beteiligten viel Erfolg.“

Die Bertelsmann Stiftung hatte das Projekt unter wissenschaftlicher Leitung der Universität Münster gemeinsam mit dem Land NRW konzipiert, um einen Beitrag zur Verbesserung von Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit des Schulsystems zu leisten. Seit dem 1. Februar 2016 liegt die landesseitige Projektleitung von „Vielfalt fördern“ bei der Qualitäts- und Unterstützungsagentur – Landesinstitut für Schule in Soest.

Zusatzinformationen
Über das Projekt “Vielfalt fördern” in Nordrhein-Westfalen informiert auch das Bildungsportal des Landes NRW http://www.lehrerfortbildung.schulministerium.nrw.de/Fortbildung/Vielfalt-fördern-NRW/Projektübersicht/. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bertelsmann-stiftung.de.

Ansprechpartner:
Kerstin Haberkorn, Projektleitung „Schulen stärken-Vielfalt fördern“ Sachsen,
Telefon: + 49 351 8324-342, E-Mail: Kerstin.Haberkorn@sbi.smk.sachsen.de
Dr. Dirk Zorn, Senior Project Manager, Telefon: 0 52 41 81 81 546, E-Mail: dirk.zorn@bertelsmann-stiftung.de

http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/202192

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Kevin Kraus
19.02.2016 18.11
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Lesenswert! Dr. Matthias Burchardts Abrechnung

Abrechnung mit dem Bildungssystem
Heide (wi) „Lernen muss nicht Spaß machen“ – unter diesem provokanten Titel lud der Club Dithmarschen von Soroptimist International (SI) zum zweiten Afterwork-Vortrag in das Autohaus May & Olde ein. Mit Dr. Matthias Burchardt von der Universität zu Köln hatte die weltweit größte Service-Vereinigung berufstätiger Frauen einen hochkarätigen Referenten zu Gast.

Vor knapp 200 Zuhörern rechnete der bekannte Bildungsexperte mit dem Bildungssystem und der Bildungspolitik der vergangenen 15 Jahre ab: „Bis in die 90er Jahre habe ich mit Stolz auf unser Bildungssystem geschaut. Dann setzten die Reformen ein, mit denen das deutsche Bildungssystem international angepasst werden sollte. Ständig neue Vorschriften und Leitbilder haben tiefgreifende Änderungen auf allen Ebenen zur Folge gehabt. Kindergärten, Schulen und Hochschulen sind zum Schauplatz eines regelrechten Reformeifers geworden.“

Sehr kritisch setzte er sich mit der durch die Reformen eingeführten Kompetenz-Erziehung auseinander, in der Bildung und Wissen durch Kompetenz ersetzt wurden. „Heute heißt es, auf Kompetenzebene Erfolg haben, ohne was zu wissen. Die Folge ist der Niedergang der Bildung. Es werden leichter Abschlüsse vergeben, die Schüler werden aber um wahre Bildung betrogen.“ Es bestehe durchaus die Gefahr, dass ein Abitur ohne Bildung möglich sei.
So sei es auch zu einer Ökonomisierung der Bildung gekommen. Die zahlreichen Nachhilfe-Einrichtungen seien ein markantes Zeichen dafür.

PISA ist in seinen Augen ein Macht-Instrument. „Die PISA-Studien sind wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, politisch sind sie brandgefährlich. Wofür PISA sich interessiert, hat nichts mit Bildung und Wissen zu tun.“ Die teilnehmenden Schüler würden sogar oft an zu viel Wissen scheitern.

Ein großer Nachteil der Reformen sei auch der Stress, dem die jungen Menschen seitdem ausgesetzt seien. Bedingt durch den Anspruch der Eltern beginne der Bildungsstress oft bereits als Baby und Kleinkind, gehe dann weiter im Kindergarten (Englisch lernen) und in der Grundschule (Kinder sollen Zeitmanagement lernen) und setze sich bis zum Abitur G8 und der Hochschule fort. „Der Stress muss aus dem System raus – zum Wohle der Schüler und der Lehrer.“ Die Forderungen des Bildungsexperten: „G8, Bologna (die europaweite Harmonisierung von Studiengängen und -abschlüssen) und die Kompetenz-Erziehung müssen weg. Öffentliche Schulen und Lehrer müssen gestärkt werden, Pädagogik und Fachlichkeit müssen zurückkommen.“

Dr. Matthias Burchardt verstand es, über das ernste und nicht ganz einfache Thema kurzweilig, spannend und mit einem guten Schuss Humor zu referieren. Das Interesse der Zuhörer hat so zu keinem Moment nachgelassen. Das starke Interesse an dem Thema zeigte sich auch an den zahlreichen Fragen an den Referenten und den lebhaften Diskussionen im Anschluss an das Referat.

Auf die Rückführung zu G9 angesprochen meinte Dr. Matthias Burchardt, die Chancen seien gut: „Die Politik ist kurz davor einzuknicken. Das Problem der Politiker ist, wie man da ohne Gesichtsverlust herauskommt.“

Weitere Informationen zu dem komplexen Thema bietet die Gesellschaft für Bildung und Wissen auf http://bildung-wissen.eu an.


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Kevin Kraus
19.02.2016 07.37
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Kreis Pinneberg – Lehrer wollen Joints aus Schulen verbannen
Von Burkhard Fuchs

Silvia Stolze, Suchtexpertin des Kreises, hat ein Interventionskonzept erarbeitet, das jetzt landesweit an 450 Schulen verteilt wird.
Kreis Pinneberg. Es ist die mit Abstand am meisten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Jeder zehnte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren hierzulande habe schon einmal einen Joint geraucht, also Cannabis konsumiert, zitiert Silvia Stolze neueste Untersuchungen. Diese Entwicklung mache vor den Schulen nicht halt. Immer häufiger säßen Schüler bekifft im Unterricht oder beobachteten gleichgültig ihren Leistungsabfall. „Darum ist die Unsicherheit unter den Lehrkräften sehr groß, wie sie darauf reagieren sollen“, sagt die Teamleiterin für Prävention und Jugendarbeit in der Kreisverwaltung.

Zusammen mit Heike Kühl-Frese vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) hat sie jetzt einen detaillierten Handlungsleitpfaden erarbeitet, was Lehrer in solchen Fällen am besten tun sollten – und zwar der Reihe nach. „Wir haben dazu ein abgestuftes Verfahren entwickelt, das wir Interventionsmodell genannt haben“, erläutert Silvia Stolze.

So sollte der Lehrer, dem etwas komisch am Verhalten des jeweiligen Schülers vorkomme – zum Beispiel dass der mit roten Augen im Unterricht sitzt oder ständig kichert –, mit ihm zunächst allein darüber reden, um den Grund zu erfahren. Wenn das am Verhalten nichts ändere, sollten die Eltern benachrichtigt, danach die Schulsoziarbeiter und die Schulleitung eingeschaltet und schließlich Suchtberatungsstelle, Jugendamt und der schulpsychiatrische Dienst hinzugezogen werden.

Von Anfang an müsse dem Schüler klargemacht werden: „Cannabis hat an Schulen nichts zu suchen, und ein berauschter Zustand ebenfalls nicht.“ Daran ändere auch die Freigabe von Marihuana und Haschisch zumindest für medizinische Zwecke in einer Reihe von Ländern und Bundesstaaten der USA nichts. „Die auch hierzulande diskutierte Freigabe von Cannabis oder Lockerung der Bestimmungen betrifft nur die Erwachsenen“, betont Mitautorin Heike Kühl-Frese. „Für Jugendliche gilt das nicht.“
[...]
Die 30-seitige Broschüre „Cannabis an Schulen – die Rechte kennen und konsequent handeln“ werde jetzt an alle 450 weiterführende Schule in Schleswig-Holstein verteilt, kündigt Heike Kühl-Frese an. „Ziel sollte es dann sein, dass jede Schule sich ein eigenes Netzwerk aufbaut, in dem sie mit anderen Schulen, den Suchtberatungsstellen und der Polizei kooperiert“, rät Stolze. Gerade die Suchtberatungsstellen, die der Kreis Pinneberg jedes Jahr mit zwei Millionen Euro fördert, seien auf diesem Gebiet gute und wichtige Ansprechpartner.

Ihr abgestufter Leitfaden müsse sich nicht nur auf den Haschisch- oder Marihuana-Konsum beschränken, sagen die Autorinnen. Er sei auch bei anderen illegalen und sogar legalen Substanzen anzuwenden. Beispielhaft nennen sie das Einnehmen obskurer Kräutermischungen (sogenannte „Legal Highs“), Alkoholmissbrauch oder das Schnüffeln von Klebstoffen. Daran sei vor Kurzem eine Schülerin bei Kiel gestorben, so Heike Kühl-Frese.
[...]

http://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article207052543/Lehrer-wollen-Joints-aus-Schulen-verbannen.html 17.2.2016

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Kevin Kraus
13.02.2016 13.43
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Dr. Ulrich Kliegis an Eltern im SHEV

11.02.2016 23:31 Uhr
Re: [SHEV] HEFTIG – unbedingt lesen! – Dr. Heike Schmoll / FAZ zu Gemeinschaftschulen ...

Wer glaubt, daß es in SH auch nur einen Deut anders ist, muß sich fragen lassen, wovon er / sie nachts träumt.
>
> Auszüge:
...
Der Krankenstand (mit langfristigen Ausfällen, die heute modern als burnout, früher sagte man genauso unspezifisch Nervenzusammenbruch, bezeichnet werden) in manchen Kollegien ist erheblich. Besorgnis muß dabei erregen, daß – ohne dafür eine Statistik zur Hand zu haben, schon die zu erheben, würde auf ernsthafte Probleme stoßen – die Dienstunfähigkeit immer jüngeren, anfangs noch hochmotivierten, dann aber frustrierten und schließlich verzweifelten Lehrkräften widerfährt.

Down by law (so hieß mal ein sehenswerter Film von Jim Jarmusch).

Gruß,
UK

11.2.2016


Auszüge [FAZ v. ..., Auswahl Astrid Schulz]:

Der Lehrer hat kapituliert vor der Disziplinlosigkeit seiner Schüler. Nach einem Nervenzusammenbruch im Unterricht ist er krankgeschrieben. Der ausgebildete und erfahrene Gymnasiallehrer mit drei Unterrichtsfächern war zuletzt an einer Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg eingesetzt. “Im Grunde sind wir Dompteure in einem Zirkus, der sich Gemeinschaftsschule nennt, dessen Tiere aber noch lange nicht bereit sind für die Manege, noch nicht gezähmt“, berichtet der Lehrer, dem man keine Fortbildung oder Einführung in die neue Arbeitsweise geboten hatte.

Der gewaltige Zeitaufwand für die Unterrichtsvorbereitung und die individuellen Arbeitsphasen mit Lernpaketen führen dazu, dass die sogenannten Coaching-Gespräche über individuelle Lernfortschritte und Schwierigkeiten mit den Schülern an manchen Schulen nur sporadisch stattfinden, zwei der untersuchten zehn Schulen stellten die Coaching-Gespräche sogar ein, hieß es im kurzen Abschlussbericht der Begleitforschung.

Bedenklich stimmt, dass Kritik an der neuen Schulform vielerorts nicht geduldet wird. Lehrer, die das Konzept grundsätzlich kritisierten, fühlten sich als Nestbeschmutzer ausgegrenzt oder disziplinarrechtlich zum Schweigen gebracht. Von den berichteten disziplinarrechtlichen Drohungen durch zuständige Regierungspräsidien hat das Kultusministerium nach eigenen Angaben keine Kenntnis. Viele Lehrer, die dieser Zeitung Auskunft gaben, fürchten aber um ihre Existenz, wenn sie an die Öffentlichkeit treten. Ihre Namen und Schulorte werden hier und im folgenden deshalb nicht genannt. Die Wahrhaftigkeit aller Erfahrungsberichte ist eidesstattlich versichert worden. Nicht nur Gymnasiallehrer, die an der Gemeinschaftsschule besonders dringend gebraucht werden, sind unzufrieden, das gilt auch für Haupt- und Realschullehrer, die einem Gespräch zugestimmt hatten.

Umso erstaunlicher ist, dass die wenigen vorhandenen Gymnasiallehrer an Gemeinschaftsschulen nicht immer in ihren Fächern eingesetzt wurden. Ein Gymnasiallehrer an einer solchen Schule berichtet:“ Ich selbst bin in fünf Fächern fachfremd im Unterricht, und es wird stets erwartet, trotzdem ein hohes Niveau anzubieten.“ Die beiden Fächer, die er studiert hat, darf er jedoch nicht unterrichten. Beim Elternabend, so erzählt er,“ wurde ich als Fachlehrer einer Fremdsprache vorgestellt, obwohl ich dieses Fach nie studiert habe. Und an einem Infoabend musste ich den Eltern erzählen, dass die zweite Fremdsprache für die Erlangung des Abiturs notwendig sei, was bei beruflichen Gymnasien nicht der Fall ist“. Eine andere Gymnasiallehrern an einer Gemeinschaftsschule berichtet, an ihrer Schule sei fachfremder Unterricht “eine Selbstverständlichkeit“. Das werde immer damit begründet, " das Grund- und Hauptschullehrer ja schon immer fachfremd unterrichtet haben“. Das Kultusministerium verweist darauf, dass die Schulleitungen von fachfremdem Unterricht nur dann Gebrauch machten, wenn sie keine entsprechenden Fachlehrer hätten...

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