Willkommen Die 20 neuesten Beiträge im Forum
Fadensuche     Suche
Kennkarte ändern     Häufig gestellte Fragen   zu anderen Nutzern  kostenlose Anmeldung   Anfang  verabschieden
Jemandem diese Seite senden! Druckvoransicht zeigen
Forum > Veranstaltungen
Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
< voriges Leitthema  
Verfasser
Leitthema    Dieser Faden ist 12 Seiten lang:    1  2  3  4  5   6  7  8  9  10  11  12  Post New Thread     Post A Reply
Kevin Kraus
20.07.2016 15.32
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Aus dem Landtag NRW: Einflussnahme von BERTELSMANN – wer kennt sie nicht, die Studien auch zur Bildungspolitik …

Auszüge:
Vorbemerkung der Großen Anfrage
De Bertelsmann-Stiftung engagiert sich laut Selbstaussage entsprechend den Intentionen ihres Stifters Reinhard Mohn für das Gemeinwohl. „Fundament“ ihrer „Arbeit“ sei“ die Überzeugung, dass Wettbewerb und Hörerschaft ließ Engagement eine wesentliche Basis für gesellschaftlichen Fortschritt bilden“, heißt es auf der Website der Stiftung.

Die Bertelsmann-Stiftung Markt parteipolitisch neutral sein, gesellschaftspolitisch ist sie jedoch der Mission ihres Stifters verpflichtet. Diese Mission ist für jedermann nachlesbar:

• Eine über den Wettbewerb hergestellte Effizienz als Steuerungsinstrument an Stelle demokratischer Gestaltung. Kurz: der Markt kann alles besser als der Staat. Zivilgesellschaftliches Engagement ist besser als steuerfinanzierte Daseinsvorsorge und demokratische Gestaltung wird implizit als ineffizient diskreditiert.

• Der Sozialstaat gilt als überdehnt oder gar überholt. Liz Mohn: „Der anonyme Wohlfahrtsstaat hat ausgedient, an seine Stelle tritt der soziale Staat, der vom bürgerschaftlichen Engagement und vom solidarischen Verhalten aller lebt. Das möglichst viele verantwortungsvoll ihr Können in den Dienst der Gemeinschaft stellen, das macht diesen Staat auf Dauer lebensfähig.“

• Es geht deshalb immer auch um ein Zurückdrängen des Staates, eine Verringerung der Staatsquote und – als Mittel dazu – um die Senkung der Steuerlast. „Es ist ein Segen, dass uns das Geld ausgeht. Anders kriegen wir das notwendige Umdenken nicht in Gang“, sagte Reinhard Mohn schon 1996 in einem Stern-Interview.
Entsprechend dieser wirtschafts-und gesellschaftspolitischen Mission nehmen Stiftung und Konzern auf politische und gesellschaftliche Debatten und die öffentlichen Meinungsbildung Einfluss durch Modellprojekte, Initiativen, Veranstaltungen und Publikationen sowie Partnerschaften mit anderen Stiftungen.

Die Bertelsmann-Stiftung vergibt nach ihrer Satzung keine Stipendien und unterstützt auch keine Projekte Dritter. Sie betreibt eigene Projekte, die sie für geeignet hält, die strategischen Ziele des Stifters zu fördern. Folglich ist ein wirtschaftlicher Pluralismus durch die Satzung von vornherein ausgeschlossen.

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMD16/12436&quelle=alle

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
15.07.2016 15.58
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Stand: 08.07.2016 08:45 Uhr
Hält Schulbehörde Studienergebnisse zurück?

Lernen mit Laptop, Tablet und dem Smartphone – die Behörde ist dafür, Wissenschaftler sehen auch Kritikpunkte.

„Start in die nächste Generation“ heißt das Projekt, um das es geht. Schüler lernen hier vor allem mit Hilfe eigener Smartphones, Tablets oder Laptops. Eine Expertengruppe der Universität hat das Projekt im Auftrag der Hamburger Schulbehörde an sechs Schulen begleitet. Jetzt werfen die Wissenschaftler der Behörde vor, unliebsame Ergebnisse der Studie zurückzuhalten, wie NDR 90,3 am Freitag berichtete.

Vorstellungstermin wurde offenbar abgesagt

Demnach sollten die Experten ihre Ergebnisse eigentlich am kommenden Montag auf einer Veranstaltung vorstellen. Alle Beteiligten seien eingeladen gewesen. Doch nach Informationen von NDR 90,3 wurde die Vorstellung der Begleitstudie kurzfristig aus dem Programm gestrichen. Die Untersuchungsergebnisse lägen noch nicht vor, hieß es aus der Schulbehörde.

Kritik der Wissenschaftler am digitalen Lernen

Die Universität widerspricht dieser Darstellung. Im Expertenteam vermutet man, dass der Behörde einige der Schlussfolgerungen nicht passen. Die Wissenschaftler sind nämlich nicht so überzeugt vom Schulversuch wie die Behörde. Sie kritisieren zum Beispiel, dass die neue Unterrichtsform nicht zwangsläufig auch zu besseren Ergebnissen führe. Die Schulbehörde aber bleibt bei ihrer Darstellung: Man warte noch auf eine Endfassung der Studie.

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Haelt-Schulbehoerde-Studienergebnisse-zurueck,schulstudie112.html

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
14.07.2016 18.34
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Hamburger –Abendblatt – Ausgabe Storman 14.07.16
Barsbüttel – Schüler müssen ein iPad kaufen oder die Klasse wechseln
Von Sebastian Knorr

Mutter soll rund 700 Euro für einen Tablet-Computer von Apple ausgeben. Schulkonferenz und Eltern hatten für digitales Lernen votiert.

Barsbüttel. Sandra Kittelmann ist sauer. Denn die Mehrzahl der Eltern aus der sechsten Klasse ihrer Tochter hat sich im März dieses Jahres dafür entschieden, eine sogenannte iPad-Klasse zu werden. Dafür müssen die Schüler der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule mit einem iPad Air2 ausgestattet werden. Knapp 500 Euro kostet der Tablet-Computer, mehr als 200 Euro fallen für Versicherung und Schutzhülle an. Das ist das exklusive Angebot von Apple, bestellt wird über die Schule, bezahlt von den Eltern.

„Ein Skandal“, findet Kittelmann: „Es ist eine Zumutung, dass Eltern über 700 Euro für Schulmaterial bezahlen sollen.“ Als die alleinerziehende Mutter sich vor knapp zwei Jahren für die Schule entschieden hatte, sei von digitalem Lernen in der Klasse ihrer Tochter noch keine Rede gewesen. Was ist neben Federmäppchen, Schulranzen, Taschenrechnern und Turnbeuteln an Kosten für Schüler noch vertretbar?

Medium soll neue Möglichkeiten schaffen

Kittelmann schüttelt den Kopf. Es geht ihr nicht nur ums Geld, sie zweifelt auch am Nutzen der digitalen Lernform sowie an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens. „Ich werde quasi von der Schule genötigt, mitzumachen“, so Kittelmann. Die Pädagogen erhoffen sich von der Einführung der iPads einen besseren Draht zu ihren Schützlingen, denen das neue Medium neue Möglichkeiten fürs Lernen schaffen soll. Unter anderem soll der Zugang zu Unterrichtsmaterialien erleichtert werden. Auch können die Schüler auf den Tablets eigenständig recherchieren und mit bereitgestellten elektronischen Medien oder gemeinschaftlich an Projekten arbeiten, auch wenn sie nicht in einem Raum sind.

Nach der demokratischen Entscheidung beim Elternabend bleiben für die Oststeinbekerin jetzt noch zwei Optionen. Entweder sie stellt einen Härteantrag bei der Schule, die ihr dann bei der Finanzierung hilft, oder sie beantragt, ihr Kind in eine andere Klasse zu versetzen. Denn: Aus den ehemals vier sechsten Klassen werden im Zuge der Digitalisierung ab dem kommenden Schuljahr fünf siebte Klassen, drei von ihnen lernen ab dann mit dem iPad, zwei konventionell. „Ein Klassenwechsel kommt nicht infrage“, sagt Kittelmann, die ihre Tochter nicht aus dem Klassenverband reißen möchte, ebenso lehnt sie einen Härtefallantrag ab – aus Prinzip. „Natürlich ist das für eine alleinerziehende Mutter viel Geld“, so Kittelmann, sie kritisiert aber auch: „Bei der Schulwahl wird man nicht aufgeklärt, dann wird die Entscheidung für die iPads unter kollektivem Zwang erpresst – Kinder, die nicht an einem iPad arbeiten können, werden so stigmatisiert.“

Mutter hat Beschwerde bei Schulbehörde eingereicht

[Weiterlesen unter abendblatt.de 14.07.2016]
--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

Kommentar von Henning Nawotki an SHEV:

Mit solchen Entscheidungen wird die Schulgeldfreiheit durch die Hintertür aufgehoben. Man sollte sich fragen, wie weit das noch konform mit dem Schulgesetz geht. § 12 (1) Schulgesetz lautet nämlich: „Die Teilnahme am Unterricht, an anderen Schulveranstaltungen und an Schulprüfungen ist unentgeltlich.“ Hier aber werden Schüler aus der Klasse genommen, wenn die Eltern das Geld nicht aufbringen (wollen oder können, der Grund ist unerheblich). Damit gibt es eine Zweiklassenschule, die der Gesetzgeber nicht wollte.

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
12.07.2016 11.40
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Massen-Einser-Inflation beim Abitur in Sachsen-Anhalt: Von 5054 Abiturienten haben 1358 eine Eins vor dem Komma.. ...

Abi-Schnitt in Sachsen-Anhalt wieder auf Zehn-Jahres-Hoch

news4teachers.de/2016/07/abi-schnitt-in-sachsen-anhalt-wieder-auf-zehn-jahres-hoch/

MAGDEBURG. Über das Abitur in Sachsen-Anhalt und seine Hürden wird gestritten. Neuerungen sind geplant. Der Blick auf die letzten Prüfungen vor wenigen Wochen zeigt gute Ergebnisse.

Sachsen-Anhalts Abiturienten haben bei den diesjährigen Prüfungen genauso gut abgeschnitten wie im Vorjahr. Sie schafften exakt wie 2015 mit 2,38 den besten Abi-Schnitt der vergangenen zehn Jahre, wie das Bildungsministerium auf Anfrage in Magdeburg mittteilte. Insgesamt seien 5271 Schüler zum Abitur angetreten, 5054 von ihnen schafften es auch. Das waren 96 Prozent. Knapp vier Prozent fielen durch, im Jahr zuvor waren es geringfügig mehr als vier Prozent gewesen. Zum Zeitpunkt der Zahlenerfassung waren noch elf Nachprüfungen offen.

«Der vorläufige Durchschnitt der Abiturnoten in Sachsen-Anhalt bestätigt den positiven Trend des Vorjahres. Erneut wurde der beste Wert seit zehn Jahren erreicht», sagte Bildungsstaatssekretärin Edwina Koch-Kupfer (CDU). «Jeder Abiturient startet mit einem qualitativ hochwertigen Abitur in die persönliche Zukunft.»

Von den 5054 Abiturienten haben laut Ministerium 1358 eine Eins vor dem Komma, das seien mit knapp 27 Prozent mehr als ein Viertel. Im Vorjahr seien es ähnlich viele gewesen.

«Politisch gilt es weiterhin, an der bundesweiten Vergleichbarkeit der Abschlüsse zu arbeiten», sagte die Staatssekretärin weiter. Sachsen-Anhalt trage mit der Anpassung der Oberstufenverordnung seinen Beitrag dazu bei. Kürzlich hatte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) neue Regeln für das Abitur angekündigt. Es gibt mehr Auswahl bei den schriftlichen Abiturfächern und in die Abiturnote sollen nicht mehr alle Halbjahresergebnisse der Kurse aus Klasse 11 und 12 einfließen, acht sollen gestrichen werden können. Schüler sollen das Abi zudem auch dann noch bestehen können, wenn sie eine Prüfung mit null Punkten abschließen. Dpa

Zum Bericht: Schritte zur Harmonisierung? In Sachsen-Anhalt wird das Abitur einfacher, in Mecklenburg-Vorpommern – schwerer

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
10.07.2016 07.30
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

www.scinexx.de
Das Wissensmagazin

„Umweltgifte verdummen unsere Kinder“
Wissenschaftler warnen erneut vor hirnschädigender Wirkung von Alltags-Chemikalien

Forscher schlagen Alarm: Durch Alltags-Chemikalien wie Weichmacher, Pestizide oder organische Schadstoffe droht eine ganze Generation von Kindern, bleibende neurologische Schäden davonzutragen. Der Grund: Diese Umweltgifte stören die Hirnentwicklung ungeborener Kinder – und inzwischen ist ein wahrer Cocktail dieser Chemikalien bei schwangeren Frauen nachweisbar. Es müsse dringend etwas getan werden, um Kinder zu schützen, fordern die Wissenschaftler.

Schon vor zwei Jahren schlugen Neurowissenschaftler das erste Mal Alarm. Sie hatten für elf verbreitete Chemikalien, darunter Blei, Quecksilber, polychorierte Biphenyle, einige Lösungsmittel sowie Pestizide eine hirnschädigende Wirkung auf Föten nachgewiesen. Ihrer Ansicht nach könnte daher eine schleichende vorgeburtliche Vergiftung mit Chemikalien daran schuld sein, dass immer mehr Kinder unter Verhaltens- und Entwicklungsstörungen leiden.

"Überwältigende Beweise“
Jetzt legen Dutzende weitere Forscher mit einer neue Studie nach. Auch sie bestätigen die pränatal hirnschädigende Wirkung von Chemikalien, die in unserem Alltag bisher weit verbreitet sind. Als potenziell gefährlich listen die Forscher ebenfalls die Schwermetalle Blei und Quecksilber, aber auch organosphate Pestizide, Weichmacher, Flammschutzmittel mit polybromierten Biphenylen und Luftschadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

„Es existieren überwältigende wissenschaftliche Belege dafür, dass die frühe Belastung mit solchen neurotoxischen Chemikalien zu einer ganzen Reihe von Entwicklungsstörungen bei Kindern beiträgt“, sagt Frederica Perera von der Columbia University in New York. Im Mutterleib finde der wichtigste Teil der Hirnentwicklung statt. „Wenn man diesen Prozess stört, kann das dauerhafte Folgen haben.“

ADHS, IQ-Defizite und Co
So zeigen Studien, dass Weichmacher Verhaltensstörungen und geistige Defizite bei Kindern fördern können. „Wirkungen umfassen die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS), sowie Aggression, Depressionen und andere Störungen der emotionalen Regulation“, erklären die Forscher. „Zudem wird die pränatale Belastung mit Phtalaten mit Defiziten im IQ von Kindern, dem Arbeitsgedächtnis und dem Denken in Verbindung gebracht.“


Bisher jedoch sind nur einige Weichmacher in Kinderspielzeug oder Babyfläschchen verboten. „Phtalate sind überall, sie finden sich den verschiedensten Produkten“, sagt Susan Schanz von der University of Illinois. „Wir sind ihnen daher täglich ausgesetzt.“ Erst vor kurzem ergab eine Studie, dass wir beispielsweise über Fastfood besonders viele Weichmacher aufnehmen.

Störung der Hirnentwicklung
Eine weitere Chemikaliengruppe sind polybromierte und polychlorierte Biphenyle. Erstere sind zwar seit dem Jahr 2000 international verboten, halten sich aber bis heute noch in teilweise hohen Konzentrationen in der Umwelt. Bis heute beeinflussen sie daher unter anderem das Verhalten von Kindern – auch in Deutschland.

Die ursprünglich als Ersatz gedachten polybromierten Biphenyle sind aber kaum besser, wie die Forscher berichten: Sie stören die Produktion von Schilddrüsenhormonen, die beim Ungeborenen entscheidend an der Hirnentwicklung beteiligt sind – mit entsprechenden Folgen: „Studien zeigen, dass einige Biphenyle bei Kindern wichtige Hirnleistungen für das Denken und den schulischen Erfolg stören“, berichten die Wissenschaftler. Pestizide mit Organophosphaten als Wirkstoff hemmen dagegen die Funktion des Neuroenzyms Acetylcholin-Esterase. Eine pränatale Belastung kann Studien zufolge Entwicklungs- und Bewegungsstörungen bei Kindern verursachen, den IQ senken und ebenfalls ADHS fördern.

Es muss etwas getan werden“...

Weiter bei... http://www.scinexx.de/newsletter-wissen-aktuell-20346-2016-07-04.html

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See



Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
05.07.2016 10.21
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Ein mit 20.000 Euro dotierter Schreibwettbewerb zur Rechtschreibreform – BITTE GERNE auch weitergeben!

________________________________________
Von: Rechtschreiben heute
Gesendet: Montag, 4. Juli 2016 18:17
An: rechtschreiben[at]gmx.de
Betreff: Ein mit 20.000 Euro dotierter Schreibwettbewerb zur Rechtschreibreform

Friedrich Denk, Heliosstr. 21, CH 8032 Zürich
Matthias Dräger, Auf der Schanz 2, D 56329 St. Goar, Anfang Juli 2016


Liebe Weilheimer Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde der deutschen Sprache und Literatur,

am 1. Juli 1996 wurde die Rechtschreibreform durch die „Wiener Absichtserklärung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung“ in Gang gesetzt, und schon am 2. Juli lag das Bertelsmann-Wörterbuch Die neue deutsche Rechtschreibung (Startauflage: 700.000) in den Buchhandlungen. Als dann der 21. Rechtschreib-Duden erschien und die „Neuregelung“ in zahllosen Fällen anders auslegte, wurde deutlich: „Die große Errungenschaft von 1901, die deutsche Einheitsorthographie, ist dahin.“ (DIE ZEIT,27.9.1996)

Das gilt leider noch heute, 20 Jahre danach. Neben der seit 1901 bewährten klassischen Orthographie, die weiterhin von zahlreichen Autorinnen und Autoren mit guten Gründen bevorzugt wird, gibt es die „neue“ Schreibung, die weitgehend die „alte“ ist und beim Schreiben trotzdem verwirrt, auch wegen der zahllosen Varianten. Im neuesten Duden, dem 26., finden sich z.B. fertig stellen neben (wie bisher) fertigstellen, schwer behindert neben schwerbehindert, Dienst habend neben diensthabend, seit Langem neben seit langem, morgen Früh neben morgen früh, Spagetti neben Spaghetti, Kons-truktion und Konst-ruktion neben Kon-struktion, und – beides „neu“ – Missstand neben Miss-Stand usw.

Wegen dieser fortdauernden Schreibverwirrung haben wir einen Arbeitskreis Lesen und Rechtschreiben heute gebildet und am 1. Juli einen mit 20.000 Euro dotierten Schreibwettbewerb zur Rechtschreibreform ausgeschrieben, an dem teilzunehmen Sie alle herzlich eingeladen sind! Bis zum 1. September können kurze Beiträge (mit bis zu 2.500 Zeichen, d.h. eine Buchseite) eingereicht werden. Die 25 besten Einsendungen werden Anfang Oktober publiziert, fünf davon werden am 20. Oktober 2016 auf der Buchmesse mit dem Frankfurter Orthographie-Preis ausgezeichnet: 1. Preis: 7000, 2. Preis: 4000, 3. Preis: 3 x 3000 Euro. Näheres unter www.rechtschreibreform.de.

Rechtschreiben heute
http://www.rechtschreibreform.de


wie Sie wohl wissen, wurde die Rechtschreibreform am 1. Juli 1996 durch die Wiener Absichtserklärung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung in Gang gesetzt ...

Alle Beiträge sollen als eine „Anthologie der Rechtschreibreform“ ein Appell an die Verantwortlichen sein, die Einheit der Orthographie möglichst bald wiederherzustellen.

Mit herzlichen Grüßen und der Bitte um Weitergabe unserer Einladung
Friedrich Denk und Matthias Dräger

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
14.06.2016 09.20
Diesen Beitrag ansteuern
Dr. Ulrich Kliegis an Eltern im SHEV

[SHEV] Grüne Jugend – balla balla und inkonsequent

Dr. Ulrich Kliegis , heute 00:22 Uhr

Es gibt wohl nur wenige, die über das Ansinnen der Grünen Jugend (Mann, was sind die geistig degeneriert!), Flaggensymbole (es heißt Flaggen, nicht Fahnen, liebe Freunde!) bei der EM zu verbannen (wer denkt da an Banner?).

In-kon-se-quent! Aber sowas von! Grüne Jugend! Da wollen wir ein beherztes, wildes Eintreten für das Fallen aller Leistungskriterien, die pure Gleichmacherei, den Einheitsball für alle sehen!

Schon 2007 war der Schleswig-Holsteinische Elternverein da weiter, viel weiter!

In unserer Pressemitteilung zum 1. April 2007 konnte man lesen:

„Am Sonntag, dem 1. April 2007 war durch eine Indiskretion beim jährlichen Kabinettsstammtisch, der an diesem Tag die Eckpunkte des politischen Spielfeldes des nächsten Jahres festschreibt, durchgesickert, daß die Landesregierung im Rahmen der Glücksspieldebatte und der daraus resultierenden Notwendigkeit, zur Gegenfinanzierung eine Ortsmaut für Schulbusse einzuführen, anstrebt, das System aus Kreis-, Regional- und Bundesligen in allen Ballsportarten aufzuheben und die neue Sportart Gemeinschaftsball zum politischen Ziel zu machen. Statt Hand- und Fußball soll es ab der Wintersaison 2007/08 nur noch Gemeinschaftsball geben.

Möglichst bald sollen auch Wasserball, Schneeball und Abtanzball in den neuen Rahmen aufgenommen werden. „Wir wollen flexibel auf die Bedürfnisse reagieren. Gerade im Fußball hören wir bei schmuddeligem Wetter von geschwächten Restmannschaften – das machen wir jetzt mit
einer flexiblen Anfangsphase der Spiele wett. Die Spieler müssen auf dem Spielfeld erscheinen, können sich aber, wenn sie die Regeln noch nicht beherrschen, erst einmal ansehen, was die Mehrheit dort macht, und dann versuchen, mitzuspielen“, erläuterte eine Stammtischteilnehmerin in einem Flurfunkinterview. „Wir wollen alle mitnehmen, zumindest in unsere Stammkneipen!“

„Wir müssen auch feststellen“, hatte der Kapitän der Kabinettsmannschaft zuvor mitgeteilt, „daß es auch heute im Fußball schon häufig zum sog. Handspiel kommt. Auch manches Bundesligaspiel kommt nicht über Kreisniveau hinaus. De facto habenwir damit schon lange Gemeinschaftsball.“

Der ganze Text im Anhang. Dranbleiben! :)


Gruß,

UK

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
07.06.2016 15.58
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Abitur up Platt:
Niederdeutsch-Gymnasien und -Gesamtschulen stehen fest
Minister Brodkorb: Alle sechs interessierten Schulen können Abitur auf Plattdeutsch anbieten

Nr.087-16 | 05.06.2016 | BM | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

An sechs Gymnasien bzw. Gesamtschulen in Mecklenburg-Vorpommern können Schülerinnen und Schüler künftig das Abitur auf Plattdeutsch ablegen. Das hat Bildungsminister Mathias Brodkorb heute auf dem Plattdütsch-Bäukerdag in Rostock bekanntgegeben. Das Land will dafür jährlich insgesamt 450.000 Euro bereitstellen.

„Ich freue mich sehr über das Interesse der Schulen an der niederdeutschen Sprache“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Ursprünglich hatten wir lediglich vier Gymnasien bzw. Gesamtschulen vorgesehen, an denen das Abitur auf Plattdeutsch angeboten werden sollte. So wäre in jedem Schulamtsbereich eine Schule vertreten gewesen. Weil wir aber keine Schule enttäuschen wollen, können nun alle sechs Schulen, die ihr Interesse angemeldet hatten, auch ein Abitur auf Plattdeutsch anbieten“, betonte Brodkorb.

Das Land stellt für das Abitur auf Plattdeutsch an jeder der ausgewählten Schulen eine Lehrerstelle zusätzlich bereit. Im Rahmen des Landesprogramms „Meine Heimat – mein modernes Mecklenburg-Vorpommern“ waren bis zum Jahr 2020 dafür insgesamt 1,3 Mio. Euro vorgesehen. Wegen der erhöhten Anzahl an Schulen hat das Land die Mittel bis zum Jahr 2020 um 700.000 Euro auf insgesamt zwei Millionen Euro aufgestockt.

„Wir greifen an dieser Stelle tief in die Tasche“, sagte Bildungsminister Brodkorb. „Das Angebot für Schülerinnen und Schüler ist aber wichtig, um die niederdeutsche Sprache an die junge Generation weiterzugeben. Ich hätte mich sehr darüber gefreut, wenn das Interesse der Schulen aus Vorpommern ebenso stark gewesen wäre wie das von Schulen aus Mecklenburg. Im kommenden Schuljahr könnte es eine weitere Ausschreibung geben, um weiteren Schulen aus Vorpommern eine Möglichkeit zu geben, ihr Interesse zu bekunden“, so Brodkorb.

Die künftigen Niederdeutsch-Gymnasien:

1.) Gymnasiales Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz

2.) Geschwister-Scholl-Gymnasium Wismar

3.) Gymnasium „Am Sonnenberg“ Crivitz

4.) RecknitzCampus Laage

5.) Reuterstädter Gesamtschule Stavenhagen (KGS)

6.) Goethe-Gymnasium Demmin (Musikgymnasium)

http://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=115989&processor=processor.sa.pressemitteilung

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
01.06.2016 14.00
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Dienstag, 31. Mai 2016
Rechtschreibreform: Aus „seid“ und „seit“ wird einheitlich „seidt“

Berlin (dpo) – „Seid“ oder „seit“? An der richtigen Verwendung dieser beiden unscheinbaren Wörter scheitern mehr als 70 Prozent aller Deutschen. Nun hat das Bildungsministerium eine Reform angekündigt: Ab Beginn des neuen Schuljahres im Herbst ersetzt ein einheitliches „seidt“ die beiden Formen.

„Bislang lernte jedes Kind: 'Seid' ist die zweite Pluralform des Verbs 'sein', während es sich bei 'seit' um eine Präposition oder Konjunktion mit temporalem Bezug handelt“, erklärt eine Sprecherin des Ministeriums. „Künftig müssen sich Schüler nicht mehr mit solchem abstrakten Quatsch beschäftigen, wenn sie das Wort 'seidt' benutzen möchten.“

Statt „Seit gestern regnet es“ oder „Seid ihr auch schon alle da?“ muss es also künftig „Seidt gestern regnet es“ und „Seidt ihr auch schon alle da?“ heißen.

Lehrer- und Schülerverbände begrüßten den Schritt als überfällig. „Schon seid Jahren ist die richtige Schreibung in diesem Sonderfall für viele Schüler eine Gradwanderung“, erklärt etwa der Deutsche Lehrerverband (DL) in einer Stellungnahme. „Das es nun einen einheitlichen Standart gibt, dürfte diesen beliebten Fehler entgültig eleminieren.“
Idee: gwe; dan, ssi

http://www.der-postillon.com/2016/05/rechtschreibreform-seid-seit.html
(Achtung: Satire....)

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See


Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
28.05.2016 04.26
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Die Schulen müssen darauf vorbereitet werden und dringend mehr ...

21.05.2016 | 09:00 Uhr

Migranten-Studie

Die Massenflucht wird nicht enden

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die syrische Völkerwanderungslawine über die Balkanroute losgetreten. Das schreibt ein Außenpolitik-Forschungsinstitut der EU in einer spannenden Studie über Europas Migrationskrise. Berlins Entscheidung, das Dublin-Abkommen für Syrer zu suspendieren, hat bleibende Folgen: Mafiöse Schleuser-Netzwerke haben sich verfestigt und sorgen nun für Migranten-Nachschub.

Jetzt ist es sozusagen EU-amtlich: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im vergangenen Sommer die syrische Flüchtlingslawine über die Balkanroute losgetreten. Das jedenfalls schreibt das in Paris ansässige Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien EUISS in einer schon im vergangenen November fertiggestellten 31-seitigen Studie über die Migrationswelle des vergangenen Spätsommers und Herbstes (Tuesday Reitano und Peter Tinti: „Survive and Advance. The economics of smuggling refugees and migrants into Europe.“ ISS Paper 289). Die Studie, die auch von der Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt wurde, ist das Ergebnis von 200 langen Interviews mit Migranten in Libyen, Ägypten, Griechenland, Italien, Deutschland und Schweden.

Angela Merkels Erklärung vom August 2015

Bis 2015 war auf der sogenannten Balkanroute über die Türkei und die Ägäis – die EU-Grenzschutzagentur Frontex nannte sie die „östliche Mittelmeerroute“ – nicht viel los. Zwischen 2008 und 2014 nahmen im jährlichen Durchschnitt 50.000 Migranten den Weg über die Türkei und die Ägäis nach Schengen-Europa. Kein Wunder, der lange Landweg über Griechenland, Bulgarien, Mazedonien und durch den Westbalkan war beschwerlich. Zudem wandten die südosteuropäischen Länder das Dublin-Abkommen strikt an und registrierten alle Migranten, die ihre Grenzen überquerten – und dann eben in diesen Ländern Asyl beantragen mussten. Das war abschreckend, vor allem für syrische Flüchtlinge, die sich dauerhaft niederlassen wollten – aber eben nicht in einem Westbalkanland. Die Syrer begaben sich darum gar nicht erst auf den Balkantreck, jedenfalls nicht in großen Zahlen.

Nicht nur dass die August-Erklärung durch Deutschlands Kanzlerin das Risiko des Landweges quer durch Osteuropa reduzierte, sondern sie führte außerdem dazu, dass Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten aller Nationalitäten dazu verlockt wurden, in Scharen zu Deutschlands Grenzen zu streben.

Bis zum 21. August 2015. An dem Tag erklärte Berlin, dass es das Dublin-Abkommen auf syrische Flüchtlinge nicht mehr anwenden würde, ganz egal ob sie vorher irgendwo anders registriert worden seien. Damit brachen auf der Balkanroute alle Dämme, schreiben Tuesday Reitano und Peter Tinti in ihrer EUISS-Studie: „Nicht nur dass die August-Erklärung durch Deutschlands Kanzlerin das Risiko des Landweges quer durch Osteuropa reduzierte, sondern sie führte außerdem dazu, dass Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten aller Nationalitäten dazu verlockt wurden, in Scharen zu Deutschlands Grenzen zu streben.“

[...]

Balkanroute wird zur syrischen Super-Autobahn

Dank Merkels Entscheidung wurde die Balkanroute zur „syrischen Super-Autobahn“, so Teitano und Tinti. Mit bedrohlichen langfristigen Folgen für die Herkunftsländer, die Staaten entlang der Route und für die Europäer: Dem syrischen Treck schlossen sich sofort Iraker und Afghanen in großer Zahl an, dazu Pakistanis und Bangladeschis. Entlang der Völkerwanderungsroute wuchsen sofort mafiöse Menschenschmuggel-Netzwerke empor und verfestigten sich. An den Migranten verdienten sie unfassliche Geldsummen – ein Quantensprung für die grenzüberschreitende Organisierte Kriminalität, den die Europäer sicher auch noch in anderen Bereichen zu spüren bekommen werden.

Ein Quantensprung für die grenzüberschreitende Organisierte Kriminalität

Jetzt wollen und können die Schlepper und Schleuser auf die Riesengewinne nicht mehr verzichten und sorgen nun selbst für weiteren Migrantennachschub – durch Rekrutierung und Werbung in türkischen, jordanischen und libanesischen Flüchtlingslagern oder gleich in mittelöstlichen, südasiatischen oder afrikanischen Herkunftsländern. Das wirkt sich auf die anderen Migrantenrouten aus, etwa die über Libyen und Sizilien. Bis 2014 hatten viele Syrer diesen Weg nach Europa gewählt. Dass die Syrer 2015 alle den Weg über die Ägäis und die Balkanroute nahmen, hat man in Lampedusa und Sizilien kaum gemerkt, jedenfalls nicht zahlenmäßig: Die Migranten aus Syrien wurden fast vollständig durch Afrikaner ersetzt. 150.000 Migranten wählten 2015 diese Mittelmeerroute.

Die Massenflucht geht immer weiter


Nebenbei erledigt die EUISS-Studie einen sorgsam gepflegten Berliner Mythos: Die syrische Massenflucht ist eben kein vorübergehendes Phänomen. Die Syrer werden nicht zurückkehren, sobald der Bürgerkrieg in Syrien endet. Zum einen ist ein Ende des Krieges in Syrien nicht im Ansatz in Sicht. Zum anderen wollen sie gar nicht zurückkehren. Die Syrer, haben Reitano und Tinti in ihren vielen Interviews in Erfahrung gebracht, sind gekommen, um zu bleiben: „Die Syrer wandern aus der Region aus, auf der Suche nach langfristigen Aussichten. Da ein Ende des Konflikts nicht in Sicht ist, wollen sich die Syrer unbedingt in Ländern registrieren, wo ihnen ein langfristiges Auskommen sicher ist.“

Ich habe vor, hier zu bleiben. Ich habe soviel durchgemacht, um hier her zu kommen. Warum sollte ich wieder gehen?. Ich glaube nicht, dass irgendjemand, der es nach Europa geschafft hat, nach Syrien oder irgendein arabisches Land zurückkehren wird. Das wäre doch dumm.

[...]

Neue Zürcher Zeitung

Unerwähnt bleibt dabei der Hinweis auf groteske schwedische Fahrlässigkeit: Wohl nirgendwo sonst werden so viele Pässe „verloren“ wie in Schweden, berichtete im Januar 2015 die Neue Zürcher Zeitung. 2013 gingen 59.000 schwedische Reisepässe verloren, 2014 sprach die schwedische Polizei von 177.000 „verlorenen“ Pässen. Für etwa 30 Euro wird in Schweden jeder „verlorene“ Pass innerhalb von fünf Arbeitstagen ersetzt, so die NZZ: „Einige hundert Personen haben dieses Prozedere zur Methode gemacht: Sie verkaufen ihre Pässe jährlich drei, fünf oder gar zehn Mal und erhalten ebenso oft einen neuen Ausweis.“ Auf dem Schwarzmarkt in Istanbul soll Anfang 2015 ein schwedischer Reisepass etwa 3000 Euro gekostet haben.

Italienische Marine hat die Migration über das Mittelmeer massiv gefördert

Auch dies ist mit der EUISS-Studie sozusagen ein amtlicher EU-Befund: Die Rettungsaktion Mare Nostrum der italienischen Marine von November 2013 bis Oktober 2014 hat der gefährlichen Migration über die Mittelmeerroute nicht entgegen gewirkt, sondern sie regelrecht gefördert. Auch das hat bleibende Wirkung für die Europäer: „Mare Nostrum hat die Dynamik der Libyen-Migration signifikant verändert.“ Weil die italienischen Schiffe unmittelbar vor der libyschen Küste kreuzten, mussten die Menschenschmuggler ihre Fracht nicht mehr 160 Seemeilen bis nach Sizilien schaffen, sondern nur noch zwölf Seemeilen weit aus den libyschen Hoheitsgewässern hinaus ins offene Meer. Dann wurde nach der italienischen Marine telefoniert, die auch sofort kam.

Mare Nostrum hatte eine unerwartete Folge. Die kriminellen Schleuser-Organisationen nutzten die neuen Gelegenheiten und erhöhten absichtlich das Risiko, um die italienische Marine zu zwingen, näher zur afrikanischen Küste zu kommen. So konnten sie ihre Kosten senken und die Preise für die Migranten.

Staatsanwalt in der sizilianischen Hafenstadt Catania

[...]

Warum plötzlich soviele Migranten aus Ostafrika?

Die Ursachen für den Migrantenstrom aus Syrien kann man leicht begreifen: der nicht enden wollende Bürgerkrieg. Aber warum hat sich in den letzten zwei Jahren die Zahl der Migranten etwa aus Eritrea verzehnfacht? Die Lebensbedingungen am Horn von Afrika sind nicht erfreulich. Aber sie haben sich in den vergangenen zehn Jahren auch nicht dramatisch verändert. Warum also der plötzliche Sprung bei den Migrantenzahlen? Verändert habe sich für die Ostafrikaner eigentlich nur eines, beantworten Reitano und Tinti ihre Frage: „Die Schleuser-Netzwerke sind aktiver und virulenter geworden. Um ihre Profite zu steigern, haben sie die Migrantenzahlen in die Höhe getrieben, in dem sie aktiv Migranten rekrutieren und nun überall in Ostafrika ihre Dienste anbieten.“

Nicht die Ärmsten der Armen machen sich auf den Weg, sondern der lokale Mittelstand: Migration ist ein teures Geschäft.

Die Völkerwanderung ist möglich geworden: Die Schleuserinfrastruktur steht, überall in Afrika. Den Afrikanern geht es nicht schlechter als vor Jahrzehnten, sondern etwas besser. Immer mehr können sich den Weg nach Europa leisten. Nicht die Ärmsten der Armen machen sich auf den Weg, sondern der lokale Mittelstand, beobachten Reitano und Tinti: „Migration ist ein teures Geschäft.“ Paradoxe Folge für europäische Politik: Wenn Entwicklungshilfe wirkt und zur Folge hat, dass es den Afrikanern noch etwas besser geht, werden sich womöglich nicht weniger, sondern noch mehr von ihnen auf den Weg nach Europa machen können.


Afrikas dramatische Bevölkerungsexplosion

Ein anderer Faktor ist Afrikas dramatische Bevölkerungsexplosion: Seit 1950 hat sich Afrikas Bevölkerung von 238 Millionen auf heute 1,2 Milliarden gut verfünffacht. Bis 2050 wird sich die Zahl der Afrikaner auf 2,4 Milliarden noch einmal verdoppeln. Für das Jahr 2100 nimmt die UN 4,4 Milliarden Afrikaner an. In den meisten afrikanischen Staaten kann das Wirtschaftswachstum mit solcher demographischer Entwicklung nicht entfernt mithalten. Sie sind dem Bevölkerungsdruck ausgeliefert, was Folgen haben wird − für die Afrikaner und die Europäer.


Die Europäer werden sich vor dem Völkerwanderungsdruck aus Afrika entschlossen schützen müssen.

[...]

https://www.bayernkurier.de/ausland/13674-die-massenflucht-wird-nicht-enden

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

[Der Text wurde redaktionell stark gekürzt.]

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
19.05.2016 17.58
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Koranunterricht in Moscheen – Pädagogik der Unterwerfung

Blinder Gehorsam und unreflektierter Glaube: Der Koranunterricht in den Moscheen gewöhnt die Kinder an patriarchale Strukturen und entfremdet sie ihrem westlichen Umfeld.
Ein Gastbeitrag.

FAZ, 19.05.2016, von Abdel-Hakim Ourghi

Kinder haben ein Recht auf religiöse Erziehung in ihren Familien und Gemeinden. Die religiöse Unterweisung ist ein wichtiger Faktor ihres persönlichen Entwicklungsprozesses. Viele muslimische Eltern im Westen fühlen sich durch den modernen Pluralismus in ihrem Glauben verunsichert. Deshalb suchen sie für die religiöse Erziehung ihrer Kinder Zuflucht in den Moscheen. Sie hoffen auf die Unterstützung der „Import-Imame“ bei der religiösen Sozialisation der Kinder. So lautet zumindest die Antwort der Lehrer auf die Frage nach den Aufgaben des islamischen Religionsunterrichts am Wochenende in den Moscheen. Wie die religiöse Bildung in den Gemeinden aussieht, wer dort welche Inhalte vermittelt, scheint die Eltern aber nicht im Geringsten zu interessieren.

In den meisten Fällen sind die Adressaten des Koranunterrichts Kinder ab dem fünften Lebensjahr, wobei die Geschlechter in verschiedenen Räumen streng voneinander getrennt unterrichtet werden. Sie lernen zwar die arabische und türkische Schrift, einige kurze Koransuren und die fünf Säulen des Islams sowie ihre Verrichtung im Alltag. Aber der Lehrstoff darf nicht hinterfragt werden und wird den Schülern in der didaktischen Form des Memorierens vermittelt. Die Lehrer gelten als Verkünder der absoluten Wahrheit des Katechismus und die Schüler als diejenigen, die zu diesen Wahrheiten geleitet werden müssen.

Identitätskonflikte sind programmiert

Den Lehrern, darunter auch Jugendliche, fehlt in der Regel pädagogisches und didaktisches Fachwissen, und die Import-Imame beherrschen kein Deutsch. Sie legen aber Inhalte und Lernmethoden fest. Von den Schülern wird erwartet, dass sie die verkündigten Wahrheiten widerspruchslos akzeptieren. Sie erleben den Unterricht als passive Zuhörer. Kreative Mitarbeit und eigene Gedanken sind nicht gefragt. Es geht nicht um ihren persönlichen Reifeprozess, sondern um die autoritative Vermittlung des religiösen Stoffs. Dieses Erziehungsmodell ist realitätsfern und entfremdet die Kinder ihrer Lebenswirklichkeit.

Die Sozialisation der muslimischen Kinder außerhalb der Familie und der Gemeinde gerät hier vollkommen aus dem Blick. Die unterschiedlichen Erziehungsmodelle – Schule und Koranschule – führen zur Spaltung zwischen einer modernen und einer konservativ-religiösen Identität. Identitätskonflikte sind programmiert.

Keine Unterscheidung zwischen Wissen und Glauben


Die Sprache des Koranunterrichts ist meist Arabisch oder Türkisch. Die Kinder verstehen sie häufig nicht oder nur ungenügend. Der Lehrstoff erscheint vielen von ihnen mit der Zeit bedeutungslos und nichtssagend, denn ein Austausch über religiöse Gehalte findet wegen der Sprachbarrieren überhaupt nicht statt. Einige der Prophetengeschichten aus dem Koran wirken wie Märchen aus längst vergangenen Epochen. Nachfragen und Interpretationsversuche werden aber übergangen. Von Zeit zu Zeit wird nachgeprüft, ob sich die passiven religiösen Kenntnisse der Kinder durch das Auswendiglernen vermehrt haben – nicht aber, ob und wie der Stoff verstanden wurde.

Im Unterricht herrscht Strenge. Einen Bildungsplan gibt es nicht, ebenso wenig moderne Lernmedien. Der Koran wird ausschließlich mündlich vermittelt: Der Lehrer trägt etwas vor, und die Kinder wiederholen es mehrmals. Die archaische Didaktik ist das eigentliche Problem. Hinzu kommt, dass zwischen Wissen und Glauben nicht unterschieden wird.

Eingewöhnung an patriarchale Gesellschaftsstruktur


Die Lehrer entwerfen in erster Linie einen synoptischen Katalog von Rechten und Vorschriften der verschiedenen sunnitischen Rechtsschulen und Glaubensgemeinschaften, die ohne Begründung zu akzeptieren sind. Es geht um die Unterwerfung und Bevormundung der Kinder. Diese sollen gar nicht erst in die Lage versetzt werden, ein kritisches Bewusstsein und eine eigene religiöse Identität zu entwickeln. Nicht selten rebellieren die Kinder, denn im Unterricht herrscht Langeweile.

Freiwillig nehmen viele Kinder ohnehin nicht an ihm teil. Kritik an der Autorität ihrer Lehrer ist nicht zugelassen. Darüber hinaus sind die Importimame dem Druck der muslimischen Gemeinde ausgesetzt. Die Autorität des Gemeindevorstandes ist zu achten. Der Koranunterricht in den Moscheen gewöhnt die Kinder so an eine patriarchale Gesellschaftsstruktur und hemmt ihre schöpferische Kraft zur Selbstentfaltung.

Ein neues Modell für die friedliche Koexistenz


Glaube sollte jedoch keine passive Übernahme von Geboten sein, sondern eine Begegnung mit Gott, eine Entdeckung. Durch seinen Verzicht auf hermeneutische Distanz und historische Einordnung der religiösen Lehre konterkariert der Koranunterricht in den Moscheen die Bemühungen um eine Reformation des Islams im Westen. Die Unterwerfung der Kinder wird durch eine Kultur des Schweigens stabilisiert. Die Kinder gelten als irritable Geschöpfe, die durch religiöse Erziehung vor dem schädlichen Einfluss westlicher Werte zu schützen sind. So führt der Koranunterricht geradewegs zu ihrer Ausgrenzung.

Die Import-Imame, die ihren Heimatländern unterstellt sind, nehmen auch im politischen Sinn Einfluss auf die Erziehung der Kinder. Ein Ziel ist unter anderem die stärkere Bindung an die Herkunftsländer. Die Kinder sollen ihre kulturelle Identität bewahren, worunter man meist versteht, dass sie vor einer Verwestlichung geschützt werden sollen. Schlimmstenfalls ebnet das den Weg in Parallelgesellschaften.


Der Koranunterricht in den Moscheen wird bestimmt weiterhin bestehen, denn die Eltern legen viel Wert darauf. Sein schädlicher Einfluss kann allerdings durch den aufgeklärten islamischen Religionsunterricht an den Schulen eingedämmt werden. Gewiss wird der schulische Religionsunterricht das Gesicht des Islams im Westen und die hiesige religiöse Landschaft verändern. Es geht nicht nur darum, einen europäischen Islam zu etablieren, sondern auch um ein neues Modell für die friedliche Koexistenz der monotheistischen Religionen. Der islamische Religionsunterricht kann den Islam in Europa an eine säkulare Gesellschaft heranführen, in der moderne Werte wie Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Pluralismus und Demokratie unantastbar sind.

Abdel-Hakim Ourghi leitet den Fachbereich Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/koranunterricht-in-moscheen-entfremdet-von-westlichem-umfeld-14238024.html


Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
15.05.2016 13.14
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Ministerin Britta Ernst besucht LAG

Am Mittwoch, den 11. Mai besuchte Frau Ernst die Landesarbeitsgemeinschft der Landesschülervertretungen im Büro der Landesschülervertretung. So gab Frau Ernst uns die Möglichkeit Ihr einige Fragen zur aktuellen Schulpolitik zu stellen.
So haben wir die derzeit nicht ausreichende Planstellenzuweisung und die dadurch resultieren unvollständigen Stundentafeln und Unterrichtsausfälle angesprochen. Auch haben wir die prekäre Situation bei der Beschulung von Geflüchteten und die Gründe für die lage besprochen. Des Weiteren haben wir Frau Erst darauf hingewiesen, dass die jetzige Form von nicht Beteiligung der Schülervertretungen in den Verwaltungsräten für uns eine nicht hinnehmbare Situation darstellt.

http://berufsschulen.schuelervertretung.de/ministerin-britta-ernst-besucht-lag/
________________________________________
--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See
Telefon 04522/503853

[Re: Anmerkung von Dr. Ulrich G. Kliegis zum obigen Text am 15.5.:]

Ein schönes Beispiel für die Defizite im Schriftdeutsch, die Unterrichtsausfall
und Verfall der Ansprüche nach sich ziehen.

Gruß, und frohe Pfingsten noch!

UK


Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
13.05.2016 15.55
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

DISKUSSIONSVERANSTALTUNG DER CSU, 10.5.16

Trojanische Pferde der Bildungspolitik
Einen hochkarätigen Gast konnte der Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport der Rosenheimer CSU zu einer Diskussionsveranstaltung im Gasthof Höhensteiger in Westerndorf-St. Peter begrüßen: Josef Kraus, Gymnasiallehrer, Buchautor, Präsident des Deutschen Lehrerverbands und gern gesehener Talkshow-Gast, war gekommen. Auch in Rosenheim nahm der Bildungsexperte kein Blatt vor den Mund.

Rosenheim – Mit provokanten Thesen begrüßte Arbeitskreis-Vorsitzender Peter Peltzer die Gäste. „Wettbewerb belebt das Geschäft“ – diesen Satz stellte Peltzer in den Raum. Kein „Reizwort“ erhitze die Gemüter mehr. „Wo gibt es in Deutschland in der Bildung noch einen Wettbewerb?“, fragte der AKS-Vorsitzende. So sieht Peltzer zumindest in den PISA-Ergebnissen Zahlen, die die Qualität des bayerischen Schulwesens belegten.

Josef Kraus bemühte in seiner Rede den Priester Laocoon, welcher vor trojanischen Geschenken warnte, da diese den Beschenkten von innen heraus zerstören. Die Bildungspolitik und Schulpädagogik in Deutschland beinhalte derzeit zehn solcher trojanischen Pferde: die Abschaffung der schulformbezogenen Lehrerausbildung etwa zum Stufenlehrer (Schleswig-Holstein), Angleichung der Lehrpläne der einzelnen Schulformen (Baden-Württemberg), Freigabe des Elternwillens, Abschaffung der Noten und des Sitzenbleibens, alleinige Konzentration auf Kompetenzen, bevorzugte Ausstattung von Gemeinschaftsschulen, Totalinklusion an allen Schulformen, Ankurbelung der Inflation sehr guter Noten, Quotenwettrüsten beim Abitur und Einführung der gymnasialen Oberstufe an Gemeinschaftsschulen.

Kraus nahm auch die Politik nicht aus der Pflicht und kritisierte den Wirr-Warr zwischen G8 und G9.
Landtagsabgeordneter Otto Lederer meinte dagegen, das G8 sei nicht so schlecht, wie sein Ruf. Einig waren sich Lederer und Kraus in der Ablehnung der zunehmenden Freigabe des Elternwillens und der Abkehr vom Leistungsprinzip. „Den Lehrplan jedoch schreiben nicht die Politiker, sondern die Lehrer“, so Lederer zur verbreiteten Kritik an den Lehrplänen.

Kraus erläuterte in diesem Zusammenhang, dass es in den Auflistungen der Aufgaben um Kompetenzen gehen würde, die oft nur wenig mit Bildungsstandards zu tun habe. „Wenn plötzlich alle Abitur haben, hat eigentlich niemand mehr Abitur“ , so Kraus. Sicherlich brauche es in Deutschland etliche Akademiker, aber wichtig seien auch die Fachkräfte, die Handwerker, die Praktiker. Es sei eben nicht für alle Kinder sinnvoll, aufs Gymnasium zu gehen. Falscher Ehrgeiz der Eltern, Druck und Wettbewerbseifer in der Gesellschaft und bei den Kindern untereinander könnten fatal enden.

Nach dem Vortrag leitete Kerstin Haferkorn, Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes Bezirk Oberbayern Ost eine lebhafte Diskussionsrunde. Re

https://www.ovb-online.de/rosenheim/trojanische-pferde-bildungspolitik-6387632.html

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
07.05.2016 04.34
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) – PRESSEERKLÄRUNG

Berlin, 03.05.2016

Lehrerverband zum Gutachten des Aktionsrats Bildung
Integration um den Preis einer Absenkung von Sprach- und Bildungsstandards ist der falsche Weg!


Der Deutsche Lehrerverband (DL) ist nicht mit allen heute bekannt gewordenen Empfehlungen des Aktionsrats Bildung zur schulischen und beruflichen Integration von heranwachsenden Flüchtlingen einverstanden. Insbesondere kritisiert DL-Präsident Josef Kraus die beiden Vorschläge, Lehrer sollten sich im Unterricht einer einfachen Sprache bedienen und es solle vereinfachte berufliche Bildungsgänge für Flüchtlinge geben.

Wörtlich äußerte sich Kraus wie folgt:

„Eine Absenkung des Sprachniveaus und der Ansprüche in der beruflichen Bildung wäre antiintegrativ. Eine vereinfachte Unterrichtssprache mag im Moment die Integration erleichtern, später aber beim Übergang in berufliche oder akademische Bildung werden die Hürden dadurch höher. Außerdem ginge eine sprachliche Verarmung auch zu Lasten der deutschsprachigen Schüler. Das Ziel einer Verringerung des Leistungsabstandes zwischen deutschen und zugewanderten Schülern kann nicht durch Absenkung von Ansprüchen erreicht werden. Am Ende wären alle Schüler die Verlierer. Das Gleiche gilt für eine „Berufsausbildung light“, die den Einstieg in den Arbeitsmarkt erschwert und für die auf dem Markt eigentlich kein Bedarf besteht.“

Der Deutsche Lehrerverband hat 2015 einen Zehn-Punkte-Plan zur Integration der Flüchtlinge im schulischen Bereich vorgelegt:

http://lehrerverband.de/aktuell_10_Punkte_Integration.html.

-------------------------------------------------------------------------------------------
Für Stellungnahmen erreichen Sie DL-Präsident Josef Kraus unter 0171 52 45 945.
Für den Inhalt verantwortlich: DL-Geschäftsstelle – Anne Schirrmacher

http://www.lehrerverband.de/presse_Vorschlaege_Aktionsrat_Bildung.html

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Kevin Kraus
03.05.2016 16.58
Diesen Beitrag ansteuern
Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Diesen Artikel finden Sie online unter
http://www.welt.de/154979431

3. Mai. 2016 10:39

Integrationsplan
Lehrer sollen weniger Fachwörter benutzen – Migranten zuliebe


Bildungsexperten stellen einen Integrationsplan für Schulen vor. Vor allem sollen Migranten zum Deutschsprechen animiert werden – auch durch eine vereinfachte Sprache im Unterricht. Von Dorothea Siems

Führende Bildungsexperten fordern einen Masterplan, um die Integration der vielen Flüchtlinge und Migranten zu bewältigen. Nötig sei eine konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Kommunen, allen Bildungsinstitutionen und ihrem Personal, heißt es im diesjährigen Gutachten des Aktionsrates Bildung, das am Dienstag in München präsentiert wird und der „Welt“ vorab vorliegt.

„Es darf keine Illusion darüber bestehen, dass die Integration durch Bildung eine der mit Abstand wichtigsten Bildungsmaßnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik sein wird“, mahnen die Wissenschaftler. Von der Bewältigung dieser „epochalen Situation“ werde abhängen, ob Deutschland „seine Identität, seine produktive Kraft und seine Zukunftsfähigkeit erhalten und ausbauen“ werde.

Mehr als eine Million Flüchtlinge kamen 2015 nach Deutschland; die meisten von ihnen sind jünger als 25 Jahre. Um die Chancen für eine erfolgreiche Integration zu erhöhen, sollten alle Anstrengungen auf diejenigen konzentriert werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bleiben dürfen, empfehlen die Forscher. Diese Gruppe sollte von Beginn an Zugang zu Sprachkursen, Kindertagesstätten, Vorbereitungsklassen und allen anderen – auch finanziellen – Förderinstrumenten erhalten. Auch müsse für sie der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gezielt geöffnet werden.

Doch nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch die weiterhin hohe Zahl an Arbeitsmigranten aus der EU sowie die schon hier lebenden Migranten benötigen nach Einschätzung des Aktionsrates eine passgenaue Förderung. Ziel müsse es sein, dass diese Gruppen ähnlich häufig wie Deutsche einen qualifizierten Berufsschulabschluss oder ein Studium erfolgreich abschließen. Bislang ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, der keinerlei Berufsabschluss vorweisen kann, mit 38 Prozent mehr als doppelt so hoch wie unter Deutschen (14 Prozent).

Selbst in dritter Generation dominiert oft die Muttersprache

Um die Chancen der Ausländer zu verbessern, sollten die Migranten und Flüchtlinge künftig gleichmäßig auf alle Regionen verteilt werden, heißt es in der Studie. Denn Untersuchungen zeigten, dass die Qualität des Unterrichts dramatisch nachlasse, wenn mehr als 40 Prozent der Kinder die deutsche Sprache nicht beherrschten.

Da mittlerweile rund 35 Prozent der unter Zehnjährigen in Deutschland einen Migrationshintergrund haben – in vielen Städten und Regionen gilt dies gar für die Mehrheit der Kinder – und mitunter selbst in der dritten Generation zu Hause häufig in der Muttersprache kommuniziert wird –, liegt nach Ansicht der Forscher in der intensiven Sprachförderung der wichtigste Schlüssel für die Bildungsintegration.
Schon in früher Kindheit werden die Weichen für den Spracherwerb gestellt.

Deshalb schlägt der Aktionsrat für Vorschulkinder die Einführung einer Kindergartenpflicht vor. Außerdem sollte intensiv bei den Eltern dafür geworben werden, die Kinder bereits in den ersten Lebensjahren in die Kita zu geben. Problematisch sei allerdings, wenn ausländische Kinder in den Einrichtungen dann weitgehend unter sich blieben, so wie das heute in vielen sozialen Brennpunkten der Fall sei. Denn dann fehle es ihnen an ausreichend Gelegenheiten, Deutsch zu sprechen.

Regelklassen für unter Zehnjährige Erfolg versprechend ...

[Weiter in welt.de 03.05.2016]

Mit Klick die Kennkarte von Kevin Kraus ansehen    Suche weitere Einträge von Kevin Kraus        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Alle Zeiten sind MEZ    Dieser Faden ist 12 Seiten lang:    1  2  3  4  5   6  7  8  9  10  11  12  Neuen Faden beginnen     antworten
Gehe zum Forum:
< voriges Leitthema  

Benutzungs-Regeln:
Wer kann im Forum lesen? Jeder Gast / jeder angemeldete Nutzer.
Wer kann ein neues Leitthema oder eine Antwort eintragen? Jeder angemeldete, eingewählte Nutzer.
Einträge können von ihrem Verfasser geändert oder auch gelöscht werden.
HTML-Kennungen beim Eintragen erlaubt? AN. Schnuten erlaubt? AN. vB-Kennungen erlaubt? AN. Bilder-Einbindung mit [IMG] erlaubt? AN.

Maßnahmen der Verwaltung:
Leitthema öffnen / schließen
Leitthema umziehen lassen
Leitthema löschen
Leitthema ändern

Herausgeber · Schreiben Sie uns · Forum

Technik von: vBulletin, Version 1.1.4 ©Jelsoft Enterprises Ltd. 2000. Rechtschreibung.com – Nachrichten zur Rechtschreibfrage