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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
03.02.2016 18.07
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Statt Noten VERWIRRUNG pur

Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
29. Januar um 22:10

VERWIRRUNG pur – gruselig....“Statt Noten wird das Kind pro Fach in vier bis sechs Fähigkeiten beurteilt. Der Lehrer kreuzt an, ob der Schüler etwas „sicher“, „überwiegend sicher“, „teilweise sicher“, „überwiegend“ oder „unsicher“ beherrscht. Auf der Liste steht zum Beispiel für Deutsch zur Fähigkeit „Sprechen“: „Sich verständlich und der Situation entsprechend ausdrücken; auf Gesprächsbeiträge sachlich eingehen, nachfragen und eigene Meinungen nachvollziehbar vertreten sowie das eigene Gesprächsverhalten reflektieren“. Für Mathe lautet eine der Kompetenzen „Daten und Zufall“. Da wird von „sicher“ bis „unsicher“ bewertet, wie weit jemand „Zufallsexperimente plant und durchführt“, wie es steht um „Häufigkeiten ermitteln und graphisch darstellen, Mittelwerte berechnen, Daten in realitätsbezogenen Situationen analysieren und einfache kombinatorische Probleme lösen...“.

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Kevin Kraus
17.01.2016 08.03
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SHEV am 13. Januar um 11:40

Das müßte den Schulen bzw. den bildungspolitisch Verantwortlichen zu denken geben: „Kinderbuchautor Paul Maar („Sams“) beklagt eine mangelnde Lesefähigkeit von Mädchen und Jungen in Deutschland“

"Paul Maar und die Sorgen um junge Leser

Kinderbuchautor Paul Maar hat 1973 das Sams erfunden. Und wer hat es damals eigentlich nicht gelesen? Doch nun fragt er sich, welche jungen Leser er mit seinen Büchern wohl heute noch erreicht. Maar beklagt eine mangelnde Lesefähigkeit von Mädchen und Jungen in Deutschland. „Die Schere klafft immer weiter auseinander“, sagte der 78-Jährige. Es gebe pro Grundschulklasse heute vielleicht noch drei Kinder, zumeist Mädchen, die viel lesen. „Dann aber drei Bücher in drei Tagen – während der Rest der Klasse mit Büchern kaum etwas anfangen kann“, sagte Maar. Vor 20 Jahren seien es noch vier bis sechs lesebegeisterte Grundschulkinder gewesen.

Seine Enkelin Antonia habe ihm bewiesen, dass Kinder auch in dieser kurzen Zeit intensiv lesen können. „Ich habe ihr Testfragen gestellt, auch zu kleinen Details“, erinnerte sich Maar: „Sie wusste alles.“ Die Kinder, die heute noch lesen würden, „lesen leidenschaftlich gerne und ungeheuer schnell“. Sie hätten für sich wohl eine eigene Lesetechnik entwickelt, „die ich nicht beherrsche, aber sie lesen die Bücher wirklich“. Leider seien diese Kinder in der Minderheit. Der Rest habe oft schon Probleme, längere Texte beim Lesen auch zu verstehen. kru“

Quelle: Kieler Nachrichten vom 4.1.16

SHEV 10.01.2016

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Kevin Kraus
10.12.2015 19.33
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Neues Urteil des Bundessozialgerichts – Danach dürften sich die Schülerzahlen erhöhen – sind die Schulen darauf vorbereitet?

08. Dezember 2015, 15:10 Uhr

Sozialstaat und Einwanderung
Seid umarmt, ihr Rumänen!


Eine Kolumne von Jan Fleischhauer

Das Bundessozialgericht hat eine sozialpolitische Wende eingeleitet: Jeder Ausländer aus einem EU-Land, der länger als sechs Monate in Deutschland lebt, hat künftig Anspruch auf Sozialhilfe. Die Attraktivität Deutschlands dürfte das Urteil weiter steigern.

In unserem Rücken hat sich Großes ereignet. Es ist ein Urteil ergangen, von dem nur wenige Kenntnis genommen haben, obwohl es unsere Attraktivität in Europa in einer Weise verändern wird, die wir erst erahnen können. Am vergangenen Donnerstag haben die vier Richter des 4. Senats des Bundessozialgerichts in Kassel entschieden, dass jeder Ausländer aus einem EU-Land in Deutschland Anspruch auf Sozialhilfe hat, der zumindest den Anschein erweckt, er wolle hier arbeiten. Das ist mehr als ein Urteil, es ist eine sozialpolitische Revolution.

In Zukunft ist die Lage so: Wer zum Beispiel aus Rumänien kommt, muss hier nur noch ein halbes Jahr durchhalten, um das zu erreichen, was das Gericht einen „verfestigten Aufenthalt“ nennt. Dann kann er das nächste Sozialamt anlaufen und um finanzielle Unterstützung bitten. [...]

Der Hinweis auf Rumänien ist kein böser Seitenhieb. Geklagt hatte ein rumänischer Familienvater, der nach mehreren erfolglosen Versuchen, mit Arbeit Geld zu verdienen, bei den Behörden Hartz IV beantragt hatte, [...]

Über die reine Anmeldung eines Gewerbes als Abbruchunternehmer war es danach nicht mehr hinaus gekommen, die Rückkehr in die Heimat schien aus nicht näher bekannten Gründen ebenfalls kein Ausweg. Dafür legte der Rumäne vor Gericht eine Hartnäckigkeit an den Tag, die schließlich belohnt wurde: Dank der Fürsorge der vier Richter in Kassel erhalten er und seine Frau jetzt vom deutschen Staat ohne Arbeit das Doppelte dessen, was man in Rumänien als Industriearbeiter oder Lehrer verdient.

Liegt der Erhalt des deutschen Sozialstaats den Richtern am Bundessozialgericht am Herzen?

Noch ist nicht genau absehbar, welche Dynamik das Urteil in Gang setzen wird. Aber wenn die Flüchtlingskrise einen Hinweis gibt, welche Auswirkung die sozialen Umstände auf Wanderungsströme haben, können wir uns auf Einiges gefasst machen. In den Kommunen, die für die Kosten gerade stehen müssen, richtet man sich für den Anfang auf Mehrausgaben in Höhe von jährlich 500 Millionen Euro ein. Die „Frankfurter Allgemeine“ zitierte am Wochenende den Sozialdezernenten der Stadt Offenbach, der von „Sprengstoff“ sprach.

Man sollte meinen, dass gerade Richtern am Bundessozialgericht der Erhalt des deutschen Sozialstaats am Herzen liegt. Tatsächlich scheinen Nation und staatliche Einheit für sie zu jenen Kategorien zu gehören, die so überholt sind wie Lavalampen. Dass sie damit die Erosion dessen befördern, was sie schützen sollten, kommt ihnen offenbar nicht in den Sinn.

[...]

Gelegenheitsarbeiter und Flüchtlinge sind nicht das Gleiche


Auch die Verpflichtung zur Nächstenliebe kennt eine geographische Hierarchie. Die Familie steht einem näher als die Nachbarschaft, die Nachbarn sind einem näher als die Leute, die weiter entfernt wohnen. Die größte Einheit, in der man Solidarität administrieren kann, ohne dass dies zu Verwerfungen führt, ist vermutlich die Nation. Alles, was an Solidarverpflichtung darüber hinausgeht, wird als Zumutung empfunden, sobald es den Rahmen der Freiwilligkeit verlässt.

In Europa scheint man in dieser Hinsicht sehr viel klüger zu sein. Im September hatte der Europäische Gerichtshof geurteilt, dass die einzelnen Staaten bei der Hilfe für Arbeitslose sehr wohl zwischen Zuwanderern und Einheimischen Unterschiede machen dürfen. Aber genau das haben die Sozialrichter in Kassel unterlaufen.

Sie berufen sich auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach bei einem Asylbewerber das Existenzminimum gesichert sein muss. Dabei ist der Unterschied zu dem Fall des rumänischen Gelegenheitsarbeiters evident: Wer als Flüchtling nach Deutschland kommt, kann nicht einfach nach Hause zurückkehren. Von jemanden, der aus Osteuropa einreist, darf man erwarten, dass er wieder heimfährt, wenn sich seine Hoffnungen zerschlagen.

Überall in Europa votieren Bürger für nationalistische Parteien, weil sie den Eindruck haben, dass man über ihre Interessen hinweggeht. Nur in Deutschland hat sich bislang keine dezidiert europafeindliche Kraft etablieren können. Aber das lässt sich ändern. Es braucht lediglich ein paar weitere Urteile wie das aus Kassel.

Spiegel.de 08.Dezember 2015

[Artikel redaktionell gekürzt!]

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Kevin Kraus
29.11.2015 07.28
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] LESENSWERT! Da es auch Schulen betrifft: INTEGRATION – Über eine in Vergessenheit geratene Selbstverständlichkeit ...

Integration: Vom Schwimmbad lernen

Von Oliver Zimski

Über eine in Vergessenheit geratene Selbstverständlichkeit


Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.

(Joseph von Eichendorff)

Diese wunderschönen Zeilen aus der Zeit der deutschen Romantik gehen einem in Tagen der „Flüchtlingskrise“, die tatsächlich eine Staatskrise ist, durch den Sinn, wenn man die Vertreter der politischen und medialen Eliten im (Blätter- und Sender-) Wald pfeifen hört, nach dem Motto: „Da so viele kommen, müssen wir jetzt aber wirklich Ernst machen mit der Integration!“ Schnell ein paar Hunderttausend Wohnungen, Jobs und Bildungsgutscheine hergezaubert, dann wird, dann MUSS es ja funktionieren! Immer wenn in Deutschland die aus Hybris und Selbstüberschätzung erzeugten Probleme ins Unermessliche wachsen, erscheint am Horizont eine Wunderwaffe – heute heißt sie „Integration“.

Mangels einer echten gesellschaftlichen Debatte über die Inhalte von Integration droht das schillernde Zauberwort in der Realität jedoch zur hohlen Floskel, zum unwirksamen Placebo zu werden. Auch über die Frage, wer sie eigentlich leisten soll, herrscht Unklarheit. Dabei fällt eine bemerkenswerte Verschiebung beim Sprachgebrauch des Wortes „integrieren“ ins Auge.

Erfolgreiche Integration läuft über „Sich-Integrieren“


Als ich mit sechs Jahren schwimmen lernte, warf mich eines Tages ein rabiater Bademeister, der die Geduld verlor, einfach ins tiefe Wasser. Während sich inzwischen das Verhalten der Bademeister erfreulicherweise geändert hat, ist der intransitive Charakter des Verbs „schwimmen“ gleich geblieben. Von der Gesellschaft erwartet man heute zwar, dass sie Schwimmbäder zu erschwinglichen Eintrittspreisen bereitstellt, aber keiner käme auf die Idee, von anderen zu verlangen, ihm das Schwimmen selbst abzunehmen. Die Aussage „Er kann (nicht) schwimmen“ ist gleichbedeutend mit: „Er hat es (nicht) gelernt“, setzt somit eine eigene Leistung (oder Nichtleistung) voraus.

Im Gegensatz dazu hat das Verb „integrieren“ im Migrationsdiskurs der letzten Jahre einen fundamentalen Wandel durchlaufen.
Wurde es vorher noch überwiegend in seiner reflexiven Form gebraucht („sich integrieren“ = sich in ein übergeordnetes Ganzes einfügen), wird es heute immer mehr transitiv verwendet. Die Aussage „Er ist nicht integriert“ bedeutet nicht mehr wie früher, dass er SICH SELBST nicht integriert hat, sondern dass ANDERE es versäumt haben, ihn zu integrieren. Neulich lief im Inforadio ein zehnminütiges Gespräch zwischen einem smarten Moderator und einem Migrationsforscher, das in dem Seufzer des Moderators kulminierte: „Wenn man Menschen nicht oder falsch integriert, erzeugt man Frust.“An diesem Satz kann man zwei wichtige Einschränkungen deutlich machen, an die der neue Aspekt von „jemanden integrieren“ geknüpft wird.

1. Der aktive Part, dem die Aufgabe des „Integrierens“ zukommt, ist immer die gesamte „Gesellschaft“ im Sinne eines leicht vorwurfsvollen „wir alle“. Man wird niemals Sätze lesen wie: „Die Sozialverbände, die vom Steuerzahler dafür mit viel Geld ausgestattet wurden, haben es nicht vermocht, die Menschen zu integrieren“ oder „Der Moscheeverein, der eigentlich den Prinzipien des Grundgesetzes verpflichtet ist, hat die jungen Extremisten nicht richtig integriert“. Die Verantwortung für die Integration ist vom Individuum vollständig auf die Allgemeinheit übergegangen.

2. „Integrieren“ wird immer dann transitiv verwendet, wenn Integration noch bevorsteht – in Sätzen nach dem Muster: „Wir müssen die Migranten besser integrieren“ – oder wenn sie schon fehlgeschlagen ist: „Die Gesellschaft hat die Kids nicht ausreichend integriert, deshalb sind sie islamistische Terroristen geworden“, nicht jedoch im Kontext bereits erfolgter bzw. gelungener Integration. Niemand würde auf die Idee kommen, einen Satz zu formulieren wie: „Die Einwanderer in den USA oder Kanada wurden von der Gesellschaft integriert“ – wahrscheinlich weil bis dato sonnenklar war, dass erfolgreiche Integration geradezu dadurch definiert ist, dass Migranten „sich integrieren“.

Falsche Politik, falsche Sprache


Gehen wir dem sich aufdrängenden Verdacht nach, der neue „irreale“ Gebrauch des Verbs „integrieren“ könnte ideologisch bedingt sein und mit den Integrationsproblemen bestimmter Migrantengruppen zusammenhängen. Wenn zutrifft – worauf viele seit Jahren hinweisen – dass ein signifikanter Anteil der Migranten aus muslimisch geprägten Ländern in Westeuropa (unabhängig von der gegenwärtigen Massenzuwanderung) auch noch in der 3. Generation

- die Werte der Gesellschaft, in die er eingewandert ist, nicht teilt oder sogar verachtet,
- aus kulturell-religiösen Motiven keinen Antrieb verspürt, reichlich und kostenlos vorhandene Bildungsangebote wahrzunehmen,
- Frauen nicht als gleichberechtigt respektiert,
- seine jungen Leute nicht für Partner aus der neuen Heimat „freigibt“, sondern mit extra aus dem Herkunftsland nachgeholten „Importbräuten/-bräutigamen“ verheiratet,
- verbreitet Ressentiments gegen „Ungläubige“, Juden oder Homosexuelle nährt sowie
- einen Opfermythos pflegt, der für eigene Defizite immer andere als Sündenböcke sucht,

dann fällt bei dieser Gruppe die notwendige Eigenbeteiligung und damit die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration schlicht weg. Wenn man ferner annimmt, dass die politischen und medialen Eliten die beschriebene Verweigerungshaltung nicht gern thematisieren, gleichzeitig aber zumindest theoretisch am Ziel der „Integration“ festhalten wollen, entsteht für sie ein unlösbares Dilemma.

Auf das Bild des Schwimmbades übertragen sähe das Dilemma folgendermaßen aus: Der besagte signifikante Anteil der Migranten steht mitsamt seiner einheimischen Fürsprecher am Beckenrand, schaut zu, wie alle anderen (die „Mehrheitsgesellschaft“) schwimmen und plantschen und fordert lautstark: „Wir wollen auch!“ Da die konfliktscheue Schwimmbadleitung sich nicht traut, den naheliegenden Ratschlag zu geben: „Dann kommt doch rein und lernt schwimmen!“, stehen am Ende alle um das Becken herum und palavern so lange über eine gerechte „Teilhabe“ an einzelnen Bereichen des Schwimmbades, dass darüber sogar die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „schwimmen“ verloren geht.

Aus Sicht der Verantwortlichen ist an dem Dilemma selbst nichts zu „biegen“, deshalb soll wenigstens die Sprache so verbogen werden, dass die Misere nicht für alle offensichtlich ist. Doch mit der falschen Verwendung des Wortes „integrieren“ geht auch das Wissen verloren, dass Staat und Gesellschaft zwar jede Menge Hilfen zur Integration anbieten können, die Integration selbst aber wie eh und je von den Migranten geleistet werden muss. In den jetzigen Zeiten der Massenzuwanderung wäre es dringend geboten, dieses Prinzip von Anfang an deutlich zu vertreten. Millionen Einwanderer haben es übrigens bereits geschafft, haben still und unauffällig ihre Eigenverantwortung wahrgenommen und ihre eigenen Kräfte aktiviert. „Wer schwimmen kann, der schwimme. Wer nicht, der gehe unter“, heißt es sinngemäß bei Friedrich Schiller. Und das ist keine Drohung, sondern die Beschreibung eines simplen Naturgesetzes.

Oliver Zimski ist Übersetzer, Sozialarbeiter und Autor.
2015 erschien sein Kriminalroman „Wiosna – tödlicher Frühling“.

achgut.com 27.11.2015

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Kevin Kraus
28.11.2015 05.30
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Trifft nicht nur für Leverkusen / NRW zu: G8 schadet der Musikschule / Teilnahmezahlen beim Wettbewerb “Jugend musiziert“ ...

26. November 2015 | 00.00 Uhr
Leverkusen
Ganztagsunterricht schadet Musikschule


Leverkusen. Die Eltern-Kind-Angebote und das Spiel im Ensemble-Bereich wird immer weniger genutzt. Von Monika Klein

Hiobsbotschaften hatte Musikschulleiter Jürgen Ohrem nicht zu verkünden. Die Schülerzahlen seien mit derzeit 2413 erfreulich stabil, informierte er den Betriebsausschuss KulturStadtLev. Doch gebe es Punkte, die man im Auge behalten müsse, oder gar Anlass zur Besorgnis gäben. Etwas eingeknickt sei die Teilnahme bei den „Piepmätzen“, dem Eltern-Kind-Angebot für die Jüngsten, wo einfache Kinderlieder und -reime vermittelt werden.

Sogar als besorgniserregend bezeichnet Jürgen Ohrem die Entwicklung im Ensemble-Bereich. Von den aktuell 1435 Instrumentalschülern nehmen laut Musikschulleiter nur 635 zusätzlich an den Ensembles (Orchester, Chöre, Bands, Musiktheater, Theorie/Gehörbildung) teil. Das seien früher deutlich mehr gewesen. Es sei ein Rückgang von 20 bis 25 Prozent zu verzeichnet. Ohrem sieht den Grund in der Einführung der G8. Die meisten Instrumentalschüler seien Gymnasiasten und durch die verkürzte Schulzeit mit dem Ganztagsunterricht so stark eingebunden, dass sie keine Zeit für einen zweiten Termin in der Woche hätten. „Darunter leiden wir sehr“, spricht der Musikschulleiter für seine Einrichtung.

Aber es leide auch die Qualität insgesamt. Abzulesen sei das auch an den rückläufigen Teilnahmezahlen beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.
Beim Gesang oder Instrumentalspiel in Ensembles lernten die Schüler mehr, als nur ihre Technik zu verbessern. Fähigkeiten wie Teamgeist, Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme oder Zuverlässigkeit schule man nicht als Einzelkämpfer, sondern nur in der Gruppe.

Beim Problem Ganztag versuche die Musikschule längst gegenzusteuern, etwa mit dem „Drehtürmodell“ in weiterführenden Schulen, das zuerst am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium begonnen habe. Dort erhalten laut Ohrem aktuell 60 Instrumentalschüler am Vormittag ihre Klavier-, Flöten-, Geigen- oder Bläserstunde und verlassen dafür den Schulunterricht, den sie dann nacharbeiten müssen. Im Lise-Meitner-Gymnasium seien es derzeit 24 Schüler, wobei die Tendenz steigend sei. Im Landrat-Lucas-Gymnasium, das den Schwerpunkt auf Sport gelegt hat, tue man sich aber mit der Musik noch schwer. Das könne sich im Sommer ändern, hofft Ohrem, wenn die Schule ein neues Zeitmodell einführe, nach dem der Unterricht nie länger als bis 15 Uhr dauern soll.

Eingebrochen sei die Schülerzahl in der Musikalischen Grundausbildung, die einst von Eberhard Werdin entwickelt und als „Leverkusener Modell“ Vorbildcharakter gehabt habe, erinnerte Ohrem. Dafür gebe es derzeit 500 JEKISS-Kinder in 13 Schulen. Mit dem Programm „Jedem Kind seine Stimme“ hatte die Musikschule vor sieben Jahren begonnen. Fachlehrer gehen in die Grundschulen, bauen dort Chöre auf und bilden auch Lehrkräfte weiter. Ohrems Zukunftsziel ist, JEKISS in sämtliche Grundschulen der Stadt zu bringen.

Die Musikschule sucht nach Finanzierungswegen, um mehr Flüchtlingskinder zu integrieren. Minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung hätten keinen Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungspaket, bedauert Ohrem. Die Musikschul-Stiftung werde dafür im kommenden Jahr 5000 Euro ausschütten. Außerdem hofft er auf Unterstützung durch den Förderverein und andere Charity-Vereine. Vom Land gab es Geld für die Anschaffung von Instrumenten. Die Musikschule kaufte eine Langhalslaute.
Quelle: RP

rp-online.de 26.11.20015

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Kevin Kraus
18.11.2015 09.52
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[Red. KK: Vorsicht, Satire!]

Dienstag, 17. November 2015

Bremen ersetzt als erstes Bundesland Schulnoten durch Emojis

Bremen (dpo) – Deutsch: 😳, Sport: 😄, Mathe: 💩 – so oder so ähnlich könnte schon ab nächstem Schuljahr ein typisches Zeugnis eines Bremer Schülers aussehen. Denn der Senat der Hansestadt hat angekündigt, das Benotungssystem ab dem nächsten Schuljahr vollständig auf Emojis umzustellen. Die neuen Zensuren sollen es Schülern erleichtern, ihre Leistungen in den verschiedenen Unterrichtsfächern richtig einzuschätzen.

Bildungssenatorin Claudia Bodegan: "Die Jugendlichen von heute können mit komplexen Bewertungssystemen wie dem Zahlenraum von 1 bis 6 nichts mehr anfangen, kennen aber jedes einzelne Emoji in- und auswendig. Ich habe Schüler gesehen, die bei einer 5- verständnislos mit den Schultern zucken. Dieselben Schüler brechen in Tränen aus, wenn sie ein 😭 bekommen und geloben feierlich Besserung.“

[Bild: Schüler]

Hat gerade ein 👻 in Mathe bekommen und traut sich nicht nach Hause: Timmy (9)

Im neuen Notensystem soll allerdings nicht jede Note durch ein vorab festgelegtes Emoji ersetzt werden. Stattdessen können Lehrer aus hunderten der kleinen Bilder das für die Leistung des jeweiligen Schülers passendste Symbol aussuchen. Die nötige Kompetenz wird den Pädagogen in einem zweiwöchigen Lehrgang mit dem Titel „Setzen, 👾!“ vermittelt.
Sitzenbleiben ist nach dem neuen Notensystem nach wie vor ab der 9. Klasse möglich. Wer mehr als vier 😿 oder zwei 💩 oder zwei 👎 und ein 🙈 hat, fällt durch. Es sei denn, der Schüler kann seine schlechten Zensuren mit 🐽, 😄, 🚀 oder 😘 ausgleichen.

http://www.der-postillon.com/2015/11/bremen-ersetzt-als-erstes-bundesland.html

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Kevin Kraus
05.11.2015 12.05
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Steigende Flüchtlingszahlen in SH – sind die Schulen darauf vorbereitet?

Informationen zur Flüchtlingssituation

Datum 04.11.2015
Aktuelle Informationen zur Entwicklung der Flüchtlingssituation in Schleswig-Holstein.
Eine humanitäre Verantwortung

Die Zahl der Menschen, die in Schleswig-Holstein Zuflucht suchen, steigt beständig. Flüchtlinge in Schleswig-Holstein aufzunehmen, ist gelebte Humanität. Dass die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner dazu in der Lage sind, haben sie schon mehrfach im Verlauf der Geschichte bewiesen.

Aktuelle Zahlen

Stand: 04.11.2015, 10.30 Uhr


• Rund 11.000 Plätze stehen für die Erstaufnahme zur Verfügung
• 12 Einrichtungen sind für die Erstaufnahme von Flüchtlingen in Betrieb oder als Reserve bezugsfertig (siehe Karte)
• 536 Flüchtlinge sind in den vergangenen 24 Stunden eingetroffen
rund 2100 Flüchtlinge sind bisher im November nach Schleswig-Holstein gekommen

Aufnahmeentwicklung 2015 (monatlich):

Oktober: rund 9000
September: rund 10.000

• August: 5.600
• Juli: 2.026
• Juni: 1.709
• Mai: 1.145
• April: 1.028
• März: 1.058
• Februar: 1.262
• Januar: 1.087

Aufnahmeentwicklung der Jahre 2010 – 2014:

• 2014: 7.620
• 2013: 3.904
• 2012: 2.277
• 2011: 1.506
• 2010: 1.328

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IV/_startseite/Artikel/FluechtlingeSH.html

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Kevin Kraus
29.10.2015 07.48
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

news4teachers.de

Grüne kritisieren Losverfahren für zweite Fremdsprache an Gymnasien in Sachsen

DRESDEN. Die Grünen haben das Losverfahren für die zweite Fremdsprache an sächsischen Gymnasien kritisiert. «Insgesamt brauchen wir an allen weiterführenden Schulen mehr Lehrkräfte für die Fremdsprachen», erklärte die Landtagsabgeordnete Petra Zais am Montag in Dresden.

Das Kultusministerium müsse sein Werben um Lehrernachwuchs ebenso intensivieren wie die Bemühungen um die kurzfristige Absicherung des Unterrichts, etwa durch verstärkte Zusammenarbeit mit außerschulischen Bildungseinrichtungen.

Zais hatte mit Anfragen im Landtag die aktuelle Lage erkundet. Demnach wurde im laufenden Schuljahr an fast jedem fünften Gymnasium der Zugang zur zweiten Fremdsprache ausgelost. Das trifft dann zu, wenn es mehr Interessenten als Plätze gibt. Insgesamt waren 29 Schulen mit 87 Klassen betroffen, 190 Schülerinnen und Schüler wurden umgelenkt. Vor allem bei Latein und Französisch überstieg die Nachfrage mancherorts das Angebot. Zais glaubt, dass Schüler ohne Losglück nur schwer für die ihnen zugeteilte Sprache zu motivieren sind. Dpa

news4teachers.de 27.10.2015

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Kevin Kraus
18.10.2015 23.24
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Lesenswert! Dr. Alexander Meschnig:

Die sogenannte Flüchtlingskrise:
Ein Lehrstück in Sachen Sozialrassismus


Von Alexander Meschnig

I.
Im manichäischen Weltbild der medialen und politischen Eliten steht in der „Flüchtlingskrise“, die offiziell so benannt wird, obwohl der überwiegende Teil der täglich zu tausenden Ankommenden illegale Einwanderer sind, das „helle“ gegen das „dunkle Deutschland“, wie etwa Jakob Augstein in einer seiner letzten SPIEGEL-Kolumnen nochmals betonte. Derselbe Augstein, der einer engagierten Polizistin bei Maischberger in vollendeter Arroganz ihre täglich erlebte Realität politisch korrekt „wegerklärte.“ Tröstlich zu wissen, dass der Maulheld Augstein bei der ersten körperlichen Auseinandersetzung mit etwa weniger zimperlichen Migranten, schnell nach der Polizei rufen würde, nach Frauen wie Tania Kambouri, die sich dafür noch in einer Talkshow von einem Millionärssohn duzen lassen muss.
Aus Sicht von Leuten wie Augstein, Göring-Eckardt oder Hofreiter, ist jede kritische Einstellung zur schrankenlosen Einwanderung in Deutschland eine Art Krankheit, eine xenophobische Haltung, d.h. eine der Realität unangemessene Angst vor Fremden bzw. vor dem Fremdem allgemein. Verantwortlich dafür: mangelnde Bildung, Rassismus und primitive Atavismen, vor allem bei (weißen) „Männern mit Lehr- und Pflichtschulabschluss“, wie es in der ZEIT vor kurzem exemplarisch dazu hieß. Die moralisch erhöhende Haltung, alle, die sich nicht den weltoffenen Chargon des Juste Milieu angeeignet haben, als rassistisch zu denunzieren, ist selbst im besten Sinne sozialrassistisch zu nennen. Die Abscheu auf alles Ländliche, Provinzielle, den apolitischen Arbeiter, den „kleinen Mann“, die Abwertung der Praktiker vor Ort, Polizisten, Lehrerinnen, die Verachtung der Kneipe oder des Stammtisches – dieser Hass, der sich in einem aggressiven Antirassismus manifestiert, ist in Deutschland weit verbreitet. Man liebt den Fernsten und hasst den Nachbarn, der sich der verordneten Willkommenskultur verweigert, mit aller sonst nicht vorhandenen Leidenschaft.

II.
Die Idee des Multikulturalismus und die schrankenlose Bejahung der massenhaften Zuwanderung war von Anfang an, neben dem Interesse aus der Wirtschaft, ein Lieblingsprojekt linksgrüner Akademiker, die in der Regel weder mit den Neuankommenden beruflich, noch vom Wohnstandort her, in Konkurrenz oder Nachbarschaft treten. In der Regel wissen die gehobenen Mittelschichten nichts von der Lebenswirklichkeit derjenigen, denen sie reflexhaft Rassismus unterstellen, wenn sie von den Integrationsleistungen die sie täglich erbringen müssen, schlicht überfordert sind und dagegen aufbegehren. Wer Tür an Tür mit einer arabischen Großfamilie mit angeschlossenem Clan wohnt und über keinerlei finanzielle Mittel verfügt umzuziehen, hat in der Regel andere Alltagsprobleme als ein Heribert Prantl in seinem Münchner Nobelviertel. In der Leugnung der Probleme und der Diskreditierung der deutschen Unterschichten und der „vergifteten Mitte der Gesellschaft“ drückt sich ein Sozialrassismus aus, der von den Betroffenen immer deutlicher gespürt wird und aktuell wohl stärker als je zuvor zu ohnmächtiger Wut oder resignativer Apathie führt: Wie soll man etwa einem Hartz-IV Empfänger erklären, dass Asylanten, die weder die deutsche Sprache beherrschen, zum Teil Analphabeten sind und keinen Cent in die Sozialkassen bezahlt haben, faktisch mit Menschen gleichgestellt werden, die 20 oder 30 Jahre gearbeitet und unverschuldet arbeitslos geworden sind?

III.
Niemand spricht heute darüber, was der millionenfache Zustrom für diejenigen bedeutet, die die Integration der Neuankommenden in ihrem Lebensumfeld faktisch zu bewerkstelligen haben. Den Dauergeschichten sympathischer Flüchtlinge in den Leitmedien stehen keine Geschichten von verzweifelten Einheimischen gegenüber, deren Welt sich gegen ihren expliziten Willen verändert, die ihre Straße, ihr Dorf, ihre Stadt nicht mehr erkennen und ihr vertrautes Umfeld zunehmend als fremd wahrnehmen. Allein, wer eine solche Äußerung des Fremdseins, des Verlustes an Heimat, des Unwillens, die von außen erzwungenen Veränderungen zu begrüßen, von sich gibt, wird von den Tugendwächtern sofort als ewiggestrig denunziert und in den GEZ-Medien als Beispiel für den latenten Ausländerhass vorgeführt. Aber warum sollten die unmittelbar Betroffenen eine praktisch schrankenlose „Einwanderungsgesellschaft“ gut finden, die ihr Leben in einer Weise verändert, die niemals gewünscht wurde? Vielleicht war ihr Leben bis dato auch „bunt“ genug, vielleicht will man einfach nur so weiterleben wie bisher. Offensichtlich hat die Regierung aber beschlossen, dass es dieses Recht nicht (mehr) gibt. Vielmehr sind wir nun alle zwangsweise und bei Strafe moralischer Ächtung dazu verpflichtet, die ungeregelte Einwanderung als Chance und Bereicherung für uns zu begreifen. Denn es gilt: „wir“ packen das.

Dieselben Leute, die leidenschaftlich jeden Indianerstamm im Amazonasgebiet oder die Tibeter in China schützen wollen, lassen für die Bevölkerung ihres eigenen Land nichts davon gelten.
Das Mantra lautet: der deutsche, resp. europäische Nationalismus, ist zu überwinden und die Schar der Hereinströmenden ist dabei hilfreich; der viel rabiatere und aggressive Nationalismus vieler Migranten (man denke nur an die Türkei) – ist dagegen Ausdruck ihrer kulturellen Eigenständigkeit und muss bewahrt werden. Der Sozialrassismus der „edlen Seelen“ (Kohlhammer) wirkt umso absurder, je lauter der „deutsche Spießer“, seine nationalen Ressentiments und seine Xenophobie beklagt werden. Dass ein großer Teil der täglich Ankommenden in ihren mentalen Grundhaltungen wesentlich reaktionärer sind, als der vielgeschmähte „Dunkeldeutsche“, könnte man zumindest ahnen. Ein unverstellter Blick auf die Situation in den Herkunftsländern der Einwanderer dürfte dabei genügen. Aber lieber hält man am Bild des tumben und engstirnigen Deutschen fest, der im Kontrast zum herzlichen und weltoffenen Afghanen oder Iraker steht, von dem wir alle lernen können. Dass die momentane Masseneinwanderung tribalistischer Kulturen Deutschland liberaler, demokratischer und friedlicher machen wird, kann nur jemand glauben der weit entfernt von allen Schnittpunkten sozialer Verwerfungen lebt oder seine Augen immer noch fest vor der Wirklichkeit verschließt. Es scheint aber, als würden die Nachhutgefechte schwächer, die Argumente pro Masseneinwanderung immer absurder, die Repräsentanten täglich lächerlicher, unfähig zu begreifen, dass die momentane Situation schon längst die Ausrufung des nationalen Katastrophenfalls auslösen müsste. Wie ich an anderer Stelle hier schon ausgeführt habe: alle nun rasch verabschiedeten Gesetze werden nichts daran ändern, dass wir uns von dem Land, in dem wir jahrzehntelang in stabilen und sicheren Verhältnissen gelebt haben, verabschieden werden müssen. Vertreter der Grünen haben diese Dynamik ja offiziell schon mehrfach begrüßt. Weder können 100.000e von illegalen Einwanderern abgeschoben werden, noch wird Deutschland mental in der Lage sein, seine Grenzen, wenn nötig mit Gewalt, zu schützen.

IV.
Das aktuell beklagte Erstarken sog. rechter oder populistischer Parteien in Ländern wie Schweden, Norwegen, Holland, Österreich oder Dänemark hat denn seinen Grund im Wesentlichen darin, dass die etablierten Parteien entweder keine Antworten auf die aktuellen Probleme der massenhaften Zuwanderung haben oder sich ängstlich wegducken, um ja nicht dem Vorwurf des Rassismus anheim zu fallen. Der Aufstieg der gerne als populistisch abgewerteten Parteien geht dabei nicht zufällig synchron mit einer schleichenden Auflösung der europäischen Nationalstaaten, deren Grundlage stets homogene Gesellschaften waren. Mit der Globalisierung und der Masseneinwanderung sind letztere im Verschwinden. An ihre Stelle treten – das hat der Pulitzer-Preisträger Arthur Schlesinger bereits 1991 in seinem Buch The Disuniting of America für die USA beschrieben – separierte ethnische und religiöse Gemeinschaften, die Solidarität nur noch innerhalb ihrer Gruppe kennen und das in vielen Fällen auch nie anders gekannt haben: eines der größten Hindernisse für die Integration von Zuwanderern aus traditionalen Gesellschaften, die im Staat und seinen Organen vielfach nur einen abstrakten Feind sehen, der lediglich für die Bezahlung von Sozialleistungen gut ist. Man kann sich vorstellen, was es bedeutet, wenn partikularistische Interessen von ethnischen/religiösen Gemeinschaften auf eine Gesellschaft treffen, die jeder lautstarken Minderheit, meist auf Druck linksgrüner Politiker und diverser Lobbys, vorauseilend Sonderrechte zuspricht.

Dass viele der deutschen Wähler und Wählerinnen sich nicht mehr von ihren politischen Repräsentanten vertreten fühlen und voraussichtlich bei der nächsten Möglichkeit Parteien wählen werden die von den staatstragenden Kritikern als „Protestparteien“ bezeichnet werden, ist evident. Wahlen in Demokratien haben auch den Sinn und Zweck gegen alternativlose Bündnisse zu votieren. Insofern müssten die von ihrer Regierung praktisch aufgegebene Bevölkerung, die nicht Teil der Willkommenskultur sein will und deswegen als „Dunkeldeutschland“ diffamiert wird, vollkommen autoritätsfixiert sein, würden sie immer noch Parteien, wie insbesondere die SPD wählen, die ihre Interessen längst einem anderen Klientel zugewandt hat.

Die Kosten der ungeregelten Zuwanderung, von ursprünglich zu Jahresanfang prognostizierten 200.000 Migranten, dann 400.000, schließlich 800.000, jetzt schon hinter vorgehaltener Hand auf 1,5 Millionen angewachsen, werden unweigerlich zu Steuererhöhungen, Sicherheits- und Verteilungsproblemen führen. Bürgerkriegsähnliche Zustände in Städten, ethnische Segregation, Gewaltverhältnisse und gesellschaftliche Polarisierungen sind mehr als wahrscheinlich. Die Augsteins, Roths und Prantls werden davon nicht berührt werden; die heute täglich von ihnen Diffamierten werden die massiven Veränderungen in ihren sowieso schon beschwerlichen Alltag integrieren müssen. Im Allgemeinen nennt man das „Verträge zu Lasten Dritter“.

Dr. Alexander Meschnig ist Psychologe, Politikwissenschafter und Publizist. Er lebt seit Anfang der 90er Jahre in Berlin.

achgut.com 18.10.2015

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Kevin Kraus
16.10.2015 06.48
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Zuwanderung – Lehrerverband fordert Begrenzung von Migrantenanteil
Der Philologenverband warnt vor zu vielen Flüchtlingen in Schulklassen. Schon bei 30 Prozent nicht deutschsprachigen Kindern setze ein Leistungsabfall ein.


15.10.2015

Der Deutsche Philologenverband hat gefordert, den Migrantenanteil in Schulklassen zu begrenzen, um Flüchtlingskinder erfolgreich integrieren zu können. „Schon wenn der Anteil von Kindern nicht deutscher Muttersprache bei 30 Prozent liegt, setzt ein Leistungsabfall ein. Dieser wird ab 50 Prozent dramatisch“, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dies sei unter anderem durch eine Pisa-Begleitstudie belegt.

Der Pädagoge sprach sich dagegen aus, im Regelbetrieb reine Flüchtlingsklassen einzurichten. Migranten selbst hätten den Wunsch nach gemischten Klassen geäußert, weil dies Integration und Spracherwerb fördere, betonte Meidinger und verwies auf entsprechende Befragungen der Stiftungen Vodafone und Mercator. Schulen hätten eine Schlüsselfunktion bei der Integration. „Wir wollen keine Gettos“, betonte der Vorsitzende des Philologenverbands, der 90.000 Gymnasiallehrer vertritt.

Meidinger unterstrich die Notwendigkeit von Willkommens- oder auch Sprachlernklassen für Flüchtlingskinder, damit diese schnellstmöglich die deutsche Sprache lernen. Es wäre aber „fatal“, wenn diese zu 100 Prozent aus Flüchtlingskindern bestehenden Klassen auch in den Regelklassen der verschiedenen Schularten wiederaufleben würden. Dies fördere Parallelgesellschaften, warnte er.

faz.net/aktuell 15.10.2015

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Kevin Kraus
08.10.2015 20.17
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Das Bildungsministerium hat den Fall geprüft. „Das ist unsere Aufgabe als Schulaufsicht. Wir sehen keinen Anhaltspunkt, dass die Schule Verwerfliches getan hat – im Gegenteil“, sagt Sprecherin Patricia Zimnik.
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Politik – 08.10.2015
Nach Schulprojekt für Flüchtlinge
Mutter hetzt auf Facebook: Flüchtlingshilfe ist Knechtschaft


Ist es in Ordnung, dass Schüler Flüchtlingen helfen, ihnen gar die Betten machen? Eine Mutter aus Lübeck findet: nein. (Symbolbild) (BILD: dpa)
Von Melanie Reinsch

Eine Mutter bezeichnet das Engagement einer Lübecker Schule für Flüchtlinge als „Schulfach namens Knechtschaft“ und veröffentlicht einen Brief, der für die Eltern vorgesehen war.

Berlin.

Lübecker Schüler haben sich während einer Projektwoche für Flüchtlinge engagiert. Sie halfen in der Küche eines Vereins aus, der sich um Asylsuchende kümmert, bezogen Betten, sortierten Kleidung. Eine Aktion, die mit Schülern und Eltern entwickelt und abgesprochen war. Dieses soziale Engagement der Schule für Flüchtlinge geht einer Frau zu weit. Wütend hat sie ein Foto eines Schreibens ins Netz gestellt, das für die Eltern als Infozettel für die Projektwoche in der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen gedacht war.

Darin heißt es: „Am Dienstag werden wir wie bereits auf dem Elternabend erwähnt zur „Alternative“ und anschließend zum Schuppen gehen, um dort vor Ort aktiv mitzuhelfen, etwas für Flüchtlinge in Lübeck zu tun (Betten beziehen, Kleidung sortieren, Hilfe in der Küche, usw.).“

Genau dieser Satz ist es, mit dem die Mutter offenbar so gar nicht einverstanden ist. Zu dem Foto schreibt sie im Wortlaut:

„Jetzt schlägt es 13 !!! Lübecker Schüler sollen in Flüchtlingsheim Betten beziehen, Sauber machen und etc. Diesen Plan bekam meine Freundin's Sohn (14) !!!!!! Ich bin bestimmt kein Hetzer und auch ober Tolerant, aber das geht jetzt wohl zu weit. Gibt es jetzt in Lübecker Schulen ein neues Schulfach namens: KNECHTSCHAFT ?????“

Die Frau hatte den Beitrag bei Facebook veröffentlicht, den daraufhin die Facebook-Gruppe „Aufwachen Deutschland“ aufgriff und am Dienstag auf ihrer Seite veröffentlichte. Die Gruppe, auf der es nicht an rassistischen und rechten Kommentaren mangelt, beschreibt sich selbst als „Patriotische Plattform für moderne und zeitgenössische Informationen rund um das Thema Politik“. Sie hat mehr als 75.000 Fans.

Menschenverachtende Kommentare

Das Posting wurde inzwischen auf der Seite von „Aufwachen Deutschland“ rund 2170 Mal geteilt, mehr als 1400 Nutzer gefällt es, unzählige Male ist es kommentiert worden (Stand: 8. Oktober 2015). Die meisten unterstützen die Frau, die Kommentare sind teils haarsträubend und menschenverachtend.

Viele Eltern würden ihren Kindern eine Entschuldigung für solche Aktionen schreiben, heißt es, andere bezeichnen das Engagement der Schule als „Kinderarbeit“, von „Arschkriecherei“ ist die Rede. Gefragt wird auch, ob die Flüchtlinge sich zu fein seien, ihre Betten selbst zu beziehen.

Viele Flüchtlinge reisen auf ihrem Weg nach Schweden über Lübeck, von wo sie dann mit der Fähre weiterfahren. In der „Alternative“ helfen viele Freiwillige und so engagiert sich auch die Gemeinschaftsschule St. Jürgen in Lübeck.

„Wir bekennen Farbe“

„Natürlich ist es blöd, wenn man als Schule plötzlich in eine Rechtfertigungshaltung kommt, wenn man ein soziales Projekt startet. Aber ich habe meinen Kollegen den Rücken gestärkt. Wir bekennen Farbe, wenn nicht wir, wer dann?“, äußerte sich Schulleiter Stefan Pabst am Donnerstag.

Rund 20 Flüchtlingskinder aus Syrien, Irak, Eritrea und anderen Krisenländern gehen seit Mai auf die Schule in Lübeck. „Sie wurden toll aufgenommen, es hat keine Probleme gegeben. Die Kinder sind da sehr offen“, sagt Pabst.

Das Bildungsministerium hat den Fall geprüft. „Das ist unsere Aufgabe als Schulaufsicht. Wir sehen keinen Anhaltspunkt, dass die Schule Verwerfliches getan hat – im Gegenteil“, sagt Sprecherin Patricia Zimnik.

Artikel URL: http://www.mz-web.de/politik/-fluechtlinge-sote-schueler-mutter-hetzt-auf-facebook,20642162,32112984.html
Merkel zu Gast bei „Anne Will“: http://www.mz-web.de/politik/-sote-politische-reaktionen-auf-merkels-auftritt,20642162,32109650.html
(Copyright © Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung des MDVH)

http://www.mz-web.de/politik/-fluechtlinge-sote-schueler-mutter-hetzt-auf-facebook,20642162,32112984.html
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Am 08.10.2015 um 01:13 schrieb Astrid Schulz:
Meldungen über Krätze und Tuberkulose häufigen sich im Übrigen auch.

VG
ASE

Am 08.10.2015 um 01:07 schrieb Dr. Ulrich G. Kliegis:

Angesichts der offiziell totgeschwiegenen Sachlage, daß bei medizinischen Untersuchungen in Erstaufnahmelagern festgestellt wurde, daß ca. 70% der Migranten MRSA-Träger sind (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus), sollte man sich sehr genau überlegen, wen man als Helfer mit Infektionsquellen wie Bettwäsche in Kontakt bringen sollte.

Zur Erinnerung: MRSA-Infektionen waren für die in vielen Fällen tödlichen Erkrankungen von Patienten der Kieler Uni-Klinik Anfang dieses Jahres ausschlaggebend.

MRSA ist in arabischen Ländern wegen der vollkommen unkritischen „Verteilung“ von Antibiotika sehr verbreitet. Nicht jeder Träger entwickelt ein Krankheitsbild, aber jeder Träger gibt die Keime weiter.

Zuständig (da steckt das Wort Zustand drin) wäre ja wohl die Sozial- und beste Wissenschaftsministerin aus Albigs Gesichtsfeld.

Gruß,
UK


Von: „Astrid Schulz“
Datum: Wed, 7 Oct 2015 19:15:43 +0200

Das MSB gibt zwar eine Stellungnahme – aber keine Position zu diesem Thema
ab, obwohl es auch von grundsätzlicher Bedeutung ist, ob SchülerInnen in
Flüchtlingsunterkünften tätig werden dürfen.

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
07.10.2015 05.58
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[redaktionell gekürzt K.K.]

06. Oktober 2015, 16:45 Uhr
Henryk M. Broder über die Deutschen
„Ein geduldiges, opferbereites, teilweise sogar blödes Volk“


Ein Interview von Martin Doerry

Nationalstolz? Keineswegs. Henryk M. Broder attestiert Deutschland stattdessen eine „sonderbare Form der Selbstverachtung“. Der Publizist über das fehlende Selbstbewusstsein der Deutschen.

[...]

SPIEGEL ONLINE: Helmut Schmidt hat mal gesagt, die Deutschen seien ein „gefährdetes Volk“. Stimmen Sie zu?

Broder: Ja, nicht ein gefährliches Volk, aber ein gefährdetes Volk, auch ein schwaches Volk.
Ich war im Frühjahr in Armenien. Dort würde niemand auf die Straße gehen und schreien: Armenien muss bunter werden. Nationalstolz und Nationalbewusstsein sind dort ganz selbstverständlich vorhanden. Ganz anders in Deutschland. Da gibt es eine sonderbare Form der Selbstverachtung, die andere Nationen nicht haben. Auch diese merkwürdige Freude der Deutschen daran, dass andere Nationen sie angeblich besonders schätzen und mögen. Den Menschen in anderen Ländern wäre das völlig gleichgültig, völlig egal. Die Deutschen sind heute eher gutmütig und geduldig. Wenn Sie mich vor zwanzig Jahren gefragt hätten, was die Deutschen machen, wenn ihnen die Regierung keine Zinsen mehr auf ihre Ersparnisse geben würde, dann hätte ich gesagt: Revolution! Die Minister an die Laternen. Aber es ist nichts passiert: Sie sind ein geduldiges, opferbereites, teilweise sogar blödes Volk, weil sie sich ausnehmen lassen.

[...]

Dieser Text ist die gekürzte Fassung eines Interviews aus dem neuen SPIEGEL-ONLINE-Taschenbuch „Wie gut kennen Sie Deutschland?“.

URL:
• http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/henryk-m-broder-ueber-deutschland-ein-opferbereites-volk-a-1056252.html

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Kevin Kraus
29.09.2015 10.39
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Aber diese Rechnung geht nicht auf, weil der soziale Frieden aufs Spiel gesetzt und die Armen gezwungen werden, die Folgen jener ungesteuerten Einwanderung zu bewältigen, die die Wohlhabenden herbeigeredet haben.

Der externe Standpunkt
Deutschland verwandelt sich in eine Tugend-Republik

Wer die Migrationspolitik von Angela Merkel zu kritisieren wagt, wird herzlos genannt und von der Debatte ausgeschlossen. Dieses Vorgehen birgt längerfristig grösste Gefahren.


• NZZ am Sonntag
• von Jörg Baberowski
• 27.9.2015, 09:00 Uhr

Vor einigen Tagen erklärte die deutsche Kanzlerin, das Recht auf Asyl kenne keine Obergrenze. Und sie fügte hinzu: «Wenn wir jetzt noch anfangen müssen, uns dafür zu entschuldigen, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mehr mein Land.» Wer hat eigentlich verlangt, wir müssten uns für ein freundliches Gesicht entschuldigen? Deutschland ist ein freundliches Land, seine Bürger sind hilfsbereit. Aber haben sie nicht auch das Recht, die Regierung zu kritisieren und sich darüber zu wundern, was in ihrem Land eben passiert? Seit Wochen wird nur noch darüber gesprochen, wie die Integration illegaler Einwanderer bewältigt werden soll. Aber niemand stellt die Frage, ob wir diese Einwanderung überhaupt wollen. Stattdessen wird Kritikern, die ihre Stimme gegen den Tugendwahn erheben, von der Obrigkeit mitgeteilt, sie seien herzlos und dürften an der Debatte über die Einwanderung nicht beteiligt werden. Deutschland ist ein Land ohne Opposition, dessen Regierung wünscht, dass in ihm nur noch eine Sprache gesprochen und nur noch eine Auffassung vertreten werde. Aber diese Rechnung geht nicht auf, weil der soziale Frieden aufs Spiel gesetzt und die Armen gezwungen werden, die Folgen jener ungesteuerten Einwanderung zu bewältigen, die die Wohlhabenden herbeigeredet haben.

Besonnenheit und Vernunft aber sind im Reich der Moralprediger, in das die Leitmedien Deutschland verwandelt haben, verboten. Wer auf den gesunden Menschenverstand verweist, riskiert Ausgrenzung und Ächtung. Viele schweigen, weil sie nicht wollen, dass man ihnen vorwirft, sie seien rechts – und dürften deshalb am öffentlichen Diskurs nicht beteiligt werden. Wer gegen die Konventionen der Tugendrepublik verstösst, wird nach Dunkeldeutschland verbannt. Der Untertan soll schweigen und preisen, was ihm die Obrigkeit als Wirklichkeit präsentiert. Dagegen sollte er sich mit der Kraft des Arguments zur Wehr setzen. Denn die Probleme verschwinden nicht, nur weil man sie beschweigt. Der Besonnene hätte derzeit an die Politik viele Fragen zu stellen. Warum bricht die Regierung europäisches Recht, und warum setzt sie sich über Gesetze hinweg, die das Asylverfahren regeln? Warum soll eigentlich ein Einwanderer Sozialleistungen beanspruchen können, für die jene, die schon hier sind, jahrzehntelang gearbeitet haben? Menschen, die keine Wohnung finden, weil ihr Gehalt nicht ausreicht, verstehen nicht, warum das soziale Netz auch für jene da sein soll, die für seine Finanzierung keinen Beitrag geleistet haben. Sie wenden sich ab, weil die Politik sich für sie nicht mehr interessiert. Sie aber müssen die Folgen der Masseneinwanderung bewältigen. Davon wollen jene, die entschieden haben, dass Deutschland ein Vielvölkerstaat werden soll, nichts hören.

Die Regierung erklärt, es kämen Ärzte und Akademiker, die Deutschland bereicherten. Man könnte glauben, was uns als Gewissheit verkauft wird, wenn die Einwanderung gesteuert werden würde. In Wahrheit weiss niemand, wer kommt und ob jeder Einwanderer eine Bereicherung ist. Aber auf die dunklen Seiten der ungesteuerten Einwanderung wird der Mantel des Schweigens geworfen und das Gegenteil von dem beschworen, was Tag für Tag in unserem Alltag besichtigt werden kann.

Es liegt in der Natur des Asylverfahrens, dass man gar nicht weiss und auch gar nicht wissen muss, wer kommt. Wer Asyl beantragt, muss nur über die Gründe seiner Verfolgung, nicht aber über die berufliche Qualifikation Auskunft geben. Jeder kann kommen, und die meisten Einwanderer können bleiben, weil die Asylgründe nicht überprüft und die Abschiebung abgelehnter Bewerber nur selten erzwungen werden kann.

Deutschland hat seine nationale Souveränität aufgegeben und die Entscheidung darüber, wer kommen und wer bleiben darf, in die Hände illegaler Einwanderer gelegt.
Davon wollen die Nachbarländer im Osten Europas aus guten Gründen nichts wissen. Denn sie sind der Europäischen Union nicht beigetreten, um ihre nationale Souveränität aufzugeben, sondern um sie zu schützen. Nach Jahrzehnten der Bevormundung wollen sie sich nicht von der deutschen Kanzlerin belehren lassen, was moralisch geboten ist und was nicht. Deutschland muss nun die Rechnung für die unverantwortliche Politik seiner Regierung bezahlen: Es wird allein gelassen, weil es allein entscheiden wollte, was alle tun sollen.

Deutschland wird sich bis zur Unkenntlichkeit verändern. Der soziale Frieden und der Zusammenhalt stehen auf dem Spiel. Man kann nur hoffen, dass Deutschland an der Aufgabe, die unkontrollierte Masseneinwanderung zu bewältigen, nicht zerbricht. Die Kanzlerin aber verschliesst die Augen vor der Katastrophe, die sie angerichtet hat. Anderenorts sind Politiker schon aus nichtigeren Gründen zurückgetreten.

Jörg Baberowski
Jörg Baberowski, 54, ist Professor für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität in Berlin. In mehreren zum Teil preisgekrönten Büchern beschäftigte er sich mit dem Stalinismus. In seiner neusten Veröffentlichung ( Räume der Gewalt ) untersucht er den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt.

Neue Zürcher Zeitung 27.9.2015

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Kevin Kraus
27.09.2015 05.30
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Geheimer Asylbericht – Sonderberichterstattung und Analyse

Öffentliche Ordnung bedroht? Interner Asylbericht aus Österreich sorgt für Aufregung
Samstag, 26.09.2015, 18:31 · · von FOCUS-Online-Redakteurin Linda Wurster

Er war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt: Ein interner Asylbericht aus dem österreichischen Innenministerium beschreibt ein wahres Horror-Szenario: Angesichts des Flüchtlingszustroms sei die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung in Gefahr – gesetzliche Strukturen könnten außer Kraft gesetzt werden.

Überschrieben ist das dreiseitige Papier mit „Sonderberichterstattung und Analyse der derzeitigen Migrationslage“. Ganz oben prangt das Logo des österreichischen Innenministeriums. Der Bericht war keineswegs für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt – doch genau dort ist er nun gelandet.

Auf dem polizeilichen Dienstweg wurde er auch an die Kollegen in Bayern geschickt. Und inzwischen kursiert er auch im Internet. Was dort geschrieben steht, hat große Sprengkraft. Denn nach einer Analyse der Flüchtlingssituation in verschiedenen Ländern haben die Verfasser auch einige Schlagworte zur aktuellen Lage in Österreich notiert. Und die sind alarmierend.

„Konflikte unter Migranten – faktische Außerkraftsetzung gesetzlicher Strukturen“

Der Bericht verweist auf die Belastung durch den polizeilichen Einsatz und die „Bindung der exekutiven Strukturen“. Im Weiteren geht es um die Gefahr für die „Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit durch massive Bindung des Personales zur Abwicklung der exekutiven Tätigkeiten im Zusammenhang mit illegalen Einreisen nach Österreich“ sowie die „Überforderung des Asyl- und Versorgungssystems“.

Unter dem Stichwort Bedrohung heißt es: „Gefahr von interethnischen und interreligiösen Konflikten unter Migranten und faktische Außerkraftsetzung der gesetzlichen Strukturen“.

Die Vorstellung, dass die öffentliche Ordnung zusammenbrechen und die gesetzlichen Strukturen außer Kraft gesetzt werden könnten, hat allgemeine Bestürzung hervorgerufen...


Weiter in Focus.de 26.09.2015
________________________________________

Der besagte Bericht ist hier zu finden:

https://cryptome.org/2015/09/bmi-migration.pdf

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Kevin Kraus
26.09.2015 13.40
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Leserbrief aus den Kieler Nachrichten vom 25.9.15:

Plötzlich sind Milliarden vorhanden

Flüchtlinge

Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Landesregierung in den Jahren zuvor für die eigene Bevölkerung schon – Zitat Albig – ein „spürbares Bauprogramm“ in Angriff genommen hätte. Familien, Senioren, Studenten oder Notleidende wie Obdachlose wären begeistert gewesen. Auch mehr Kitaplätze, mehr Lehrer oder weniger Abstriche bei der Polizei zu Wasser und Land hätte die Zufriedenheit der schleswig-holsteinischen Bevölkerung gesteigert. Stattdessen wurde das alles mit dem „Wir-haben-kein-Geld-Argument“ sogar noch gekürzt.

Plötzlich sind Milliarden vorhanden, um von gleich auf jetzt im Flüchtlingschaos das alles und noch viel mehr doch zu leisten... Vorher kaum Geld da, jetzt reden dieselben Leute ständig von „diesem reichen Land“.

Wenn nun normale Bürger Bedenken, Ängste und ungute Gefühle darüber äußern, wenn sie das als Ungerechtigkeit empfinden, bekommen sie sofort den Stempel „ausländerfeindlich“ oder Schlimmeres auf die Stirn gedrückt. Beides – die empfundene Ungerechtigkeit sowie das Nichternstnehmen und Unterdrücken von Meinungen – wird sich als schwerer politischer Fehler erweisen, denn genau das wird nach hinten losgehen und zu dem Rechtsruck aus Unmut führen, den man vermeiden möchte.

Die DDR ist übrigens ebenso vorgegangen und gebar viel Rechtsradikalismus.

Hannes Friedrichsen
Kiel

http://epaper.kieler-nachrichten.de/#!page/KN_01000120/KN20150925/LUNVB2F

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