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Sigmar Salzburg
07.09.2015 06.51
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Albanien

Siegfried R. Krebs beschreibt in seinem Forum „Freigeist Weimar“, wie gewohnt in unreformierter Rechtschreibung, Vorgänge und Veröffentlichungen aus linker, meist religionskritischer Sicht. Da er in den Achtzigern über die Filmgeschichte Albaniens gearbeitet hat, könnten seine Beobachtungen über die seitherige politische Entwicklung des Landes von allgemeinem Interesse sein. Dazu muß auf den Text »Betrachtungen über Albanien, das „Land der Skipetaren“« selbst verwiesen werden, dessen Inhalt sich hier auch nicht annäherungsweise verkürzt darstellen läßt: freigeist-weimar.de 14.08.2015.

Meine Kenntnisse des Landes könnten besser sein, wenn ich um 1980 das Angebot meines linken Brötchengebers angenommen hätte, mit seinem Büro an einer Exkursion nach Albanien teilzunehmen, dem damals seiner Meinung nach „einzigen alternativen Staat Europas“. Leider war ich wegen musikalischer Engagements verhindert.

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Sigmar Salzburg
22.08.2015 08.49
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17 Jahre schreibliches Doppeldenken

Der Oberstudienrat Björn Höcke, jetzt AfD-Fraktionsvorsitzender in Thüringen, ist seit 17 Jahren verpflichtet, an den Schulen die von den Kultusministern erpreßte „neue“ Rechtschreibung zu verwenden. Es gehört schon eine ziemliche Selbstdisziplin dazu, den befohlenen ss-Aufmarsch und die übrigen reformierten Albernheiten daneben im Zivilleben zu vermeiden, wie an seinem Facebook-Eintrag zum Koran-Krawall in Suhl erkennbar:

Wir müssen unser Volk über die Hintergründe einer aus dem Ruder laufenden Einwanderungsdynamik aufklären. Und wir dürfen keinen Zweifel daran lassen, daß alle Altparteien über Jahrzehnte eine Politik betrieben haben, die das finis germaniae jetzt wahrscheinlich werden läßt. Ich habe das gestern in meiner Rede im Rahmen des von der Thüringer AfD-Fraktion in Suhl veranstalten Bürgerforums in ein Bild gefaßt: „Die einen erhöhen die Temperatur noch, bei den anderen ist das Wasser lauwarm. Bei den einen geht es deshalb schneller, bei den anderen dauert es etwas länger. Das Ergebnis ist dasselbe: Die Altparteien – egal ob tiefrot, rot, grün oder schwarz – lösen unser Deutschland auf wie ein Stück Seife unter einem warmen Strahl Wasser!“
facebook.com/Bjoern.Hoecke


„finis Germaniae” – das Ende Deutschlands, wie wir es kennen. Selbst der mickrigste Ortsbürgermeister ruft auf, die in Europa ankommenden Eindringlinge, denen das dreimal größere Afrika offensteht, zu „integrieren“, sie dauerhaft anzusiedeln und ihnen Arbeitsplätze zu verschaffen, trotz vorhandener millionenfacher Arbeitslosigkeit. Das alles unter der Begleitmusik der Vertreter der Großindustrie, die nach „Fachkräften“ rufen, um billige Arbeitssklaven auswählen zu können. Hans Olaf Henkel entstammte dieser Klasse und förderte das Parteiausschlußverfahren gegen Höcke. Es hat sich nach dem Abgang der Alfa-Männchen nun wohl erledigt.

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Sigmar Salzburg
21.08.2015 10.59
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Zwei kontroverse Autoren, gleiche schreibliche „Vielfalt“

Ralf Stegner (stellvertr. SPD-Vorsitzender)

In Deutschland müssen Prüfverfahren beschleunigt werden, ohne den individuellen Asylprüfanspruch einzuschränken. Wer über weitere sog. „sichere Drittstaaten“ redet, muß Dublin-Regelung deutlich verbessern und wenigstens Arbeitsmarktzugänge anbieten. All das muß ohne das Schikanieren von Menschen geschehen, ohne verfassungswidrige Unterschreitung des Existenzminimus, ohne europarechtswidrige Grenzkontrollen und neue Visazwänge – Not und Verfolgung lassen sich nicht wegadministrieren. Vor allem muss auf sprachliche Hetze und Diskriminierung von Demokraten verzichtet werden. Das können Rechtspopulisten und Nazis ohnehin besser, er ermuntert aber nicht nur die rhetorischen Brandstifter im Land. Gewalt muß geächtet und hart bestraft werden. Der Aufstand der Anständigen, die Aufrufe von Vorbildern aus Musik, Film, Bürgergesellschaft und Sport – das ist nötiger denn je! Klasse, dass sich so viele für Flüchtlinge engagieren ...

facebook.com/ralf.stegner 17.8.2015

Stegner müht sich seit Dezember mit den „neuen“ ss.

Nicolaus Fest (ehem. stellv. Chefedakteur von BILD am Sonntag)

‚National’ möchte kaum jemand mehr sein. Und selbst in der Politik stößt das Bekenntnis zu vorrangig nationaler Interessenswahrnehmung, wie es der Eid der Abgeordneten nahelegt, in vielen Parteien auf deutliche Vorbehalte – wenn nicht sogar, wie bei GRÜNEN oder LINKE, auf offene Ablehnung. Das hat im Politischen seinen Preis. War je eine Stimme aus den Reihen der deutschen Sozialdemokraten zu vernehmen, welche die jahrzehntelange Mißwirtschaft der sozialistischen PASOK in Griechenland kritisierte? Hat die SPD die offene Ausplünderung des griechischen Staates durch ihre Parteifreunde nicht gesehen, oder haben sie es nicht sehen wollen? Gewiß, Helmut Schmidt meinte 2011, mit ihm hätte es die Aufnahme Griechenlands in den Euro nicht gegeben. Aber der Altbundeskanzler ist längst als Meister der nachträglichen Warnung bekannt, und wäre es allein nach ihm gegangen, hätte wohl auch der bethlehemitische Kindermord nicht stattgefunden.
* * *
‚Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!’ In der Griechenlandfrage tut die SPD alles, um dieser alten Gehässigkeit noch im nachhinein Berechtigung zu verschaffen.
* * *
„Wenn die Flüchtlinge schon hier sind, muss man sie auch gut behandeln.“ Einer der unhinterfragbaren Glaubenssätze der herrschenden Trivialcaritas. Wer es dennoch tut, kann jede Party sprengen. Tatsache ist: Fast 100 Prozent der hiesigen Asylbewerber und Wirtschaftsflüchtlinge melden sich unter klarem Verstoß gegen Dublin III. Richtig müsste es daher heißen: „Wenn die Einbrecher schon im Haus sind, sollte man ihnen auch Geld, Schmuck und ein Bett anbieten.“ ...

nicolaus-fest.de 21.8.2015

Die bekannten Schreibreformgegner Theodor Ickler, Friedrich Denk, und Matthias Dräger haben dazu aufgerufen, die vor 1996 gebräuchliche Rechtschreibung in den Schulen wieder anzuerkennen. Die obigen aktuellen Texte zeigen, daß auch Mischschreibweisen weithin üblich sind. Es sollte nicht Aufgabe der Schulen sein, bewährte Schreibweisen zu diskriminieren.

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Sigmar Salzburg
16.08.2015 13.18
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nicolaus-fest.de

Bei Facebook habe ich wohl mal Nicolaus Fests Notizen „geleikt“, so daß ich immer auf die neuesten hingewiesen werde. Während Ralf Stegner sich mühsam seine „alten“ ß abtrainiert hat, benutzt Fest einige nach Laune weiter. Ansonsten beobachtet er:

Feindbilder, Wirtschaftsflüchtlinge, Hirnforschung

August 14, 2015 ~ Nicolaus Fest

Christopher Street Day (CSD) in Hamburg. Die immer gleichen Bilder, wie auch in Berlin, München, etc. Aufdringlich, grell, zuweilen mit Absicht eklig. Épater le bourgeois – nur dass es den gar nicht mehr gibt. Irgendwann der Gedanke: Die Betonung der Andersartigkeit, die der CSD so forciert ausstellt, sollte der Gesetzgeber ernst nehmen. Wenn Homosexualität eine Abweichung darstellt, wie im Selbstverständnis des CSD offenkundig dokumentiert, ist die Gleichstellung mit der Ehe irrig. Nebenbei: So wenig wie man die Sexualität von ‚Heten’ [Neusprech für normale „Heterosexuelle“] expressiv vorgeführt bekommen möchte, so wenig sollten Homosexuelle mit ihren sexuellen Vorlieben andere Menschen öffentlich behelligen dürfen.

* * *

Mal wieder ein Gedankenspiel, diesmal anläßlich des Start der neuen Bundesliga-Saison: Ein Spieler macht vor jedem Spiel den Hitlergruß, wenn auch in veränderter, vom Strafgesetzbuch nicht erfasster Weise. Trotzdem ist jedem klar, was gemeint ist. Darauf angesprochen, gibt der Spieler zu Protokoll, er kenne die grausame Geschichte des Nationalsozialismus, finde sie auch selbst verachtenswert, glaube aber an dessen Reformierbarkeit. Im übrigen sei er durchaus Antisemit, würde sich aber hierzu nicht öffentlich äußern.

Was würde passieren? Nimmt man den Fall Nadja Drygalla zum Maßstab, hätte man die Antwort. Die damals 23-jährige Ruderin wurde 2012 aus dem Olympischen Dorf komplimentiert, als ihre Liebe zu einem früheren NPD-Kandidaten bekannt wurde; sie selbst hatte ihre Sympathien für die NPD immer bestritten. Zwar gab und gibt es offiziell in Deutschland keine Sippenhaft, im Fall der Liebe zu einem Rechtsradikalen aber eben schon. [...]

Nicht wenige Spieler – genannt sei hier nur Franck Ribéry – zelebrieren vor jedem Match offen einen Glauben, der bekanntermaßen Glaubensfreiheit wie die Gleichberechtigung der Geschlechter verneint, Demokratie ablehnt und Homosexuelle wie Apostaten mit dem Tod verfolgt [...]

* * *

Diskussion mit einem Freund über die oft behauptete ‚kulturelle Bereicherung’, die im Multikulturellen liege. [...]
Generell die Frage, ob je irgendeine spezifisch kulturelle Leistung mit Masseneinwanderung verbunden war. Kulturellen Transfer durch Eroberung hat es gegeben, der Hellenismus ist ein Beispiel, auch der Einfluß der Briten in vielen Kolonien. Andererseits waren die damit einhergehenden Verluste oft gewaltig, man denke nur an den Untergang der indianischen, aztekischen oder römischen Kultur. Vermutlich entstand kulturelle Bereicherung immer nur bei ein- oder gegenseitiger Faszination: Der west-östliche Divan ist ein Beispiel, ebenso die Entführung aus dem Serail; umgekehrt übernahmen viele östliche Länder westliche Moden, Verwaltungsformen, Bräuche. Doch immer stand dahinter Begeisterung für die Schönheit oder Effektivität des Fremden. Die jetzige Zuwanderung, auch die bisherige, ist davon weitgehend frei. Sie hat nichts, sie bietet nichts, und nicht wenige der Zugezogenen verachten die Deutschen. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für kulturelle Blüte.

* * *

Sprachkritik. Die neue Lieblingsvokabel vieler Politiker lautet ‚unbürokratische Hilfe‘. Früher stand dies für zügige Bearbeitung, heute meist für diskriminierende Rechtswidrigkeit. Alle rechtlichen Voraussetzungen für Leistungen oder Vergünstigungen, von Deutschen kleinlich gefordert, sollen plötzlich nicht mehr gelten.

Zweite Vokabel: ‚Feindbild‘. Geboren aus der Pazifizierungssehnsucht der Deutschen, die jeden Konflikt semantisch entschärfen wollen. Es gibt keine Feinde mehr, nur noch imaginierte Feindbilder. Immanuel Kant hätte seine Freunde an dem Begriff gehabt: Die Realität ist keine Tatsache, sondern allein paranoide Projektion. Nur die Deutschen können so etwas glauben. [...]

nicolaus-fest.de 14.8.2015

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Sigmar Salzburg
07.08.2015 06.16
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Auf der „Achse“ der Letzte

Burkhard Müller-Ullrich bleibt tapfer bei der bewährten Rechtschreibung und errechnet aus den angegebenen Zeitverlusten durch Wahlkampf eine ...

Produktivität des Bundestags bei 60%

Demokratie ist Macht geteilt durch Zeit mal Volk. So ungefähr lautet die Grundformel unseres politischen Systems. Die Zeit ist der Divisor, jede demokratische Regierung muß sich damit abfinden, daß ihre Amtsdauer von vornherein feststeht, auch wenn die Verlockung groß ist, sie etwas auszudehnen. Sogar erwachsene Minister benehmen sich dann wie kleine Kinder, die vom Spielplatz heimgerufen werden: „Ach bitte, bitte, bitte, kann ich noch ein bißchen bleiben?“ Doch leider nein, das geht nur auf dem Weg der Wiederwahl, am Datum selbst läßt sich nicht rütteln.

Dachten wir jedenfalls bis jetzt, aber da tritt unser Oberdemokrat, der Präsident des Bundestags, mit einem seltsam anmutenden Vorschlag an die Öffentlichkeit: Wie wäre es mit einer Verlängerung der Legislaturperiode? [...].

Die Idee der Laufzeitverlängerung für die Regierung hat natürlich auch etwas mit unser aller Zeitgefühl zu tun. Einerseits empfinden wir, gerade in unruhigen Zeiten, eine zunehmende Schnellebigkeit. Daß unter diesen Umständen gerade die Staatsspitze entschleunigt werden soll, ist paradox. Brauchen wir nicht angesichts der Weltlage vielmehr schnellere Politiker? [...]

achgut.com 4.8.2015

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Sigmar Salzburg
29.07.2015 16.44
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Ein Jahr nach der „Fest“-Schrift bei BILD

Politik als Theater: Die Marathonsitzung
Juli 29, 2015 ~ Nicolaus Fest

Obwohl er nur abzulesen brauchte, schreibt Nicolaus Fest das wichtigste Wort herkömmlich:

Unter der Überschrift „Ist der häßliche Deutsche zurück?“ eröffnet die Süddeutsche die Woche mit einer scharfen Kritik Joschka Fischers an der Haltung Finanzminister Schäubles gegenüber den Griechen. Am Ende des Artikels ein aktuelles Foto Fischers, dazu die Bemerkung einer Freundin: ‚Warum macht er so viele Worte, das Portrait beantwortet doch seine Frage!’[hier]

Im übrigen ist die Jeremiade nicht des Lesens, noch weniger der Rede wert: Ohne einen neuen Gedanken, das erwartbare Deutschen-Bashing unter Verweis auf die deutsche Schuld im Dritten Reich. Niemand vertritt den Gedanken der Erbsünde so konsequent wie die GRÜNEN. Daran sollten sie sich selbst einmal messen.

* * *

... Was in jedem Leistungssport üblich ist, sollte auch für Personen gelten, die über weit größeren Einfluß verfügen. Spätestens seit Michael Hartmann (SPD) des Mißbrauchs von Crystal Meth überführt wurde, müssten solche Tests obligatorisch sein, zumal sich neben der Frage nach der Zurechnungsfähigkeit von abhängigen Personen auch die nach der Erpressbarkeit durch das Rotlicht- und Drogenmilieu stelle...

nicolaus-fest.de 29.7.2015

Dreizehn Jahre lang – bis auf die bekannte Unterbrechung – hat er sich bei BILD korrigieren lassen müssen. Vielleicht soll die Mißachtung der„Norm“ etwas bedeuten.

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Sigmar Salzburg
24.07.2015 08.52
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Eine neue Netzseite

daß

Eine Netzseite für Kultur und Gemeinwesen


Die neue Netzseite ist von der hiesigen Verwaltung eingerichtet worden, um auch Inhalte bringen zu können, die der Rechtschreibreform und ihrem politischen Umfeld ferner liegen. Versuchsweise habe ich dort bereits einige Beiträge aus diesem Forum eingesetzt. Die Möglichkeiten der Formatierung scheinen etwas begrenzt zu sein. Aufrufe werden langsam beantwortet. Ansonsten ist das angeschlagene Thema weit gefaßt und vielversprechend. Dieser Netzseite ist also freundliche Aufmerksamkeit und Anteilnahme zu wünschen:

http://dasz.de (mitunter schon http://daß.de )

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Sigmar Salzburg
14.07.2015 17.54
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Nicolaus Fest ...

... schreibt in seiner Mischschreibweise Beachtenswertes:

Noch einmal zum Mißtrauen gegenüber dem Volk. Möglicherweise spiegelt sich in dieser Skepsis, die auch die Abneigung gegenüber bundesweiten Volksbegehren trägt, selbst ein degeneratives Staatsverständnis. Denn sie verkehrt das Verhältnis von Quelle und Fluß, von Erdkern und Oberfläche. „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus…“ Hier liegt der Ursprung aller Legitimität, nicht in den Abgeordneten. Dass diese oft über Jahrzehnte im Parlament und den Talkshows sitzen, mag allerdings den Irrglauben befeuern, ihre geliehene Macht stamme aus eigenem Recht...

* * *

Zur AfD. Ob Bernd Lucke geeignet war, eine Partei zu führen, oder ob nicht seine professorale Selbstgewißheit zu viele vor den Kopf stieß, sei dahingestellt. Nach dem letzten Sonntag steht fest: Am Ende des Parteitags hatte sich das Lucke’sche Thema gewissermaßen durch die Nachrichten aus Athen überlebt... Dennoch jede Wette: In 20 Jahren werden Wirtschaftswissenschaftler den Euro als verantwortungsloses Experiment beurteilen, das die Demokratien beschädigt und die Völker verarmt, gegeneinander aufgebracht und dem Europäer ein neues Antlitz gegeben hat: Das des häßlichen Deutschen, des häßlichen Franzosen, des häßlichen Italieners, Belgiers, Österreichers, etc…

nicolaus-fest.de 10.7.2015

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Sigmar Salzburg
27.06.2015 12.22
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Nicolaus Fest 27.6.2015

Fast möchte man meinen, Nicolaus Fest praktiziert seine Reform-ss-Fehler absichtlich in seine sonst lesenswerten Texte, um hier zitiert zu werden. Besonders der letzte Fehlgriff ist merkwürdig:

Schriftlichkeit und Terrorismus
Juni 27, 2015 ~ Nicolaus Fest

Viel Widerspruch kam zu meinen Überlegungen, ob die Vertreibungen und Umsiedlungen (nicht nur der Deutschen) nach den Weltkriegen eventuell zur Pazifizierung Europas beigetragen haben... Ist es wahrscheinlich, dass nach Besatzung und Krieg, nach Plünderungen, Vergewaltigungen und all dem Grauen plötzlich alles vergessen und vergeben wäre?... Und dass die Regierungen der völlig ruinierten Länder mit diesen inneren Spannungen, mit dem gegenseitigen Hass und Mißtrauen fertig geworden wären? Nein, das ist nicht wahrscheinlich, im Gegenteil...

Schon in vielen Medien: Die ernste Posse aus dem niederbayrischen Pocking. Dort hatte der Schulleiter Martin Thalhammer nach der Einquartierung von 200 Flüchtlingen in einem Rundbrief geschrieben: „Die syrischen Bürger sind mehrheitlich Muslime und sprechen arabisch. Die Asylbewerber sind von ihrer eigenen Kultur geprägt. Da unsere Schule in direkter Nachbarschaft ist, sollte eine zurückhaltende Alltagskleidung angemessen sein, um Diskrepanzen zu vermeiden. Durchsichtige Tops oder Blusen, kurze Shorts oder Miniröcke könnten zu Missverständnissen führen.“

Nicht alle fanden das gut. Nun hat Thalheimer zu den kritischen Reaktionen Stellung genommen, und wie er das macht, ist eindrucksvoll: Erstens sei er mißverstanden worden, zweitens gebe [es] keine Kleiderordnung, er wolle die Schüler nur sensibilisieren. Drittens seien die Schüler verwundert, dass sie von rechter Seite missbraucht würden. Das hätte kein Politiker besser hinbekommen. Erst ein Missverständnis postulieren, wo es nichts misszuverstehen gibt; dann offen die Unwahrheit (keine Kleiderempfehlung) behaupten, dazu den Brief als ‚Sensibilisierung‘ verkaufen – wer also weiterhin im eigenen Land an seinen Modewünschen festhält, ist unsensibel ; und schließlich den ‚Mibrauch‘ der Schüler durch rechte Gruppierungen beklagen, wo es nur um Kritik an seinem Verhalten geht, nicht um die Schüler. Man muss den Hut ziehen. Aus professioneller Sicht perfekte Krisenkommunikation!

nicolaus-fest.de 27.6.2015

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Sigmar Salzburg
20.06.2015 08.13
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Nicolaus Fest 16.6.2015

Woran scheitern Staaten, wenn sie nicht durch Naturkatastrophen oder auswärtige Feinde vernichtet werden? Das ist eine der ältesten Fragen der Geschichtswissenschaft, allein zum ‚Fall Roms’ (so das wunderbare Buch des großen Historikers und Stilisten Alexander Demandt) gibt es mehr als 600 Erklärungsversuche: Die Ausbreitung des pazifistischen Christentums, Bodenerschöpfung, Bleivergiftung, unkluge Steuern, Umweltzerstörung, überbordende Sozialleistungen, territoriale Überdehnung, etc, etc. Und am Ende natürlich auch: Dekadenz, was immer das sein mag. Sicher ist nur: Wenn die Staatsangehörigen selbst von ihrem Staat keinen Begriff mehr haben, wenn er ihnen egal ist, weil sie ihre Angelegenheiten nicht mehr vertreten sehen, wenn sie Politikern und Institutionen mißtrauen, ist das Ende nah.

Insofern ist der drohende Grexit zuallerletzt ein finanzielles Problem. Viel schwerer wirkt der Vertrauensverlust, der mit ihm einhergeht. Gescheitert sind
– die Bundeskanzlerin mit ihrer gespenstisch unpolitischen, nämlich „alternativlosen“ Politik [der beflissenen Anpassung];
– Bundesfinanzminister Schäuble mit all seinen Zusicherungen, dass die Rettung des Euro die Deutschen kein Geld kosten werde [wie die „Reform];
– der deutsche Bundestag mit seiner schafsherdenartigen Folgsamkeit;
– die EU, die die betrügerische Aufnahme Griechenlands durchgewunken und damit das Desaster überhaupt ermöglicht hat;
– die Europäische Zentralbank mit all ihren nutzlosen Zinssenkungen und Anleihekäufen;
– das Bundesverfassungsgericht mit seiner nun sehr teuren Nachsichtigkeit gegenüber Vertragsbrüchen; [siehe auch Nachsichtigkeit zugunsten des Dass-Deutschs]
– fast alle Medien aufgrund besinnungsloser, unkritischer Begeisterung für Brüssel und Euro [und idiotischem Kotau vor der Rechtschreib„reform“];
– und gescheitert ist, nach dem Bruch von Maastricht, No-Bail-out und der Staatsfinanzierung durch die EZB, auch der Gedanke der Rechtstaatlichkeit.

Worauf sollen die Deutschen also noch setzen? ...

nicolaus-fest.de 16.6.2015

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Sigmar Salzburg
11.06.2015 08.07
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Nicolaus Fest 10.6.2015:

Seit einiger Zeit bin ich auf Facebook nicht mehr Autor, sondern AutorIn, und dieser Geschlechtswechsel erfolgte – wie immer, wenn es um Umerziehung und Ideologie geht – ohne vorherige Ankündigung. Auch eine Wahl, obwohl leicht einzurichten, ist nicht mehr vorgesehen, alle Berufsbezeichnungen tragen jetzt immer das große Binnen-I. Aus Face- wird Genderbook.

[Dabei ist das Binnen-I schon längst überholt, „korrekt“ ist jetzt ...*innen.]

In einem nebulösen, selbst Fachleuten kaum durchschaubaren Verfahren wurden die Flüchtlinge, selbst wenn sie schon in den 1970er Jahren nach Westdeutschland kamen und seitdem dort arbeiteten, rentenmäßig rückwirkend als DDR-Bürger eingestuft... Dass eine Petition der Betroffenen seit 10 Jahren unbeschieden im Ausschuß liegt, wirft ebenfalls ein ungutes Licht auf die Abgeordneten des Bundestages. Viel zu viele Juristen hat der Bundestag in seinen Reihen, doch keiner fühlt sich der Rechtspflege verpflichtet, nicht einmal angesichts größter Ungerechtigkeiten? Während die Diskussion um die völlige eheliche Gleichstellung der 35.000 homosexuellen Partnerschaften viele Abgeordnete zu Stellungnahmen treibt, scheint ein offener Rechtsbruch gegenüber 360.000 verdienten Menschen niemanden zu kümmern...

Würde die AKP in Deutschland antreten, stünde sie rechts von NPD und David Irving; die Verfassungsprüfung würde sie kaum bestehen. Ihre Attraktivität bei den hier lebenden Türken mindert das nicht: 53,6 % der 1,4 Millionen Deutschtürken haben für sie gestimmt. Nach der kulturellen kommt nun die politische Bereicherung. Weitere 18,7 % gaben der HDP ihre Stimme, ein Sammelbecken verschiedener, teils linksextremer Parteien und damit demokratisch ähnlich problematisch. Aber kein Grund zur Sorge: Für die GRÜNEN Mutlu und Özdemir ist die Wahl ein „Signal für Freiheit und Demokratie“.

nicolaus-fest.de 10.6.2015

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Sigmar Salzburg
28.05.2015 13.38
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Nicolaus Fest ...

... hat wieder unauffällig erkennen lassen, daß er sich in der „neuen“ ss-Orthographie noch nicht beheimatet fühlt. Das gibt uns einen Anlaß mehr, auf seine scharfsichtigen Beobachtungen hinzuweisen:

Oblomow und der Geist des Bürgertums

Mai 28, 2015 ~ Nicolaus Fest

Vor der saudi-arabischen Botschaft in Berlin eine Demonstration für den Blogger Raif Badawi, dem Opfer des saudischen Rechtsterrorismus: Das Urteil für seinen Mut zur Meinungsäußerung lautete auf 1000 Peitschenhiebe, € 200.000 Geldbuße, 10 Jahre Haft, danach 10 Jahre Ausreiseverbot, wodurch er auch nach Haftverbüßung seine in Kanada lebende Frau und Kinder nicht besuchen kann. Aufgerufen über mehrere Tage hatte Amnesty International, gekommen waren ungefähr 80 bis 100 Leute, davon dreißig Aktivisten des Veranstalters. Zugegen war auch die Frau des Verurteilten, eine kleine, energetische, beherrschte Person, deren Stimme allein verriet, was sie seit Monaten durchmacht. Auffällig war, wer alles fehlte: Zunächst Justizminister Heiko Maas, der nach islamischen Anschlägen auf Karikaturisten zwar gern Moscheen besucht, für die Verteidigung der Meinungsfreiheit aber nicht mal einen seiner Staatssekretäre schicken kann; dann auch alle Politiker von GRÜNEN, Linke, SPD, also all die Großsprecher, die sonst bei jeder Gelegenheit Engagement und Toleranz einfordern. Natürlich abwesend waren auch die Vertreter der Muslim-Verbände, denen westliche Werte wie Religions- und Meinungsfreiheit immer nur dann wichtig sind, wenn sie sich davon einen Vorteil versprechen...

Nicht gekommen waren auch die, die gemeinhin zum Bürgertum rechnen: Anwälte, Banker, Unternehmensberater, Architekten, also salopp formuliert die Fraktion der Berufsanzugträger. ‚Bürgerlich’ sind solche Leute nur in Attitüde und Lebenswandel, in ihrer Vorliebe für Hausmusik, Sylt, englisches Schuhwerk und gesicherten Lebensstandard; doch jedes civische Bewußtsein, dass also der Staat und die Verteidigung des Rechts auch des eigenen Einsatzes bedarf, scheint zu fehlen. Im Grunde die oligarchische Haltung, die in Rußland und anderen Despotien herrscht: Lasst uns in Ruhe wirtschaften...

* * *

Drei Viertel aller Asylbewerber haben keine Papiere, und zwar nicht wenige deshalb, weil sie sie vernichtet haben; das macht die Feststellung, ob der Bewerber aus einem sicheren oder unsicheren Staat kommt, ebenso schwierig wie eine Abschiebung. All diese Probleme ließen sich lösen, indem man Leuten ohne Papiere das Asylverfahren mit Hinweis auf die genannten Schwierigkeiten und die Mißbrauchsmöglichkeiten ausnahmslos verweigert. Das mag einige wenige treffen, die einfach nur Pech hatten, aber die Verfahren bei Tausenden ohne Anspruch extrem verkürzen.

* * *

Die Gütersloher Bertelsmann-Stiftung, seit Jahren bekannt für wirtschaftsfreundliche, als angeblich wissenschaftliche ‚Studien’ getarnte Propaganda, hat ein neues Werk herausgebracht: „Die Arbeitsintegration von Flüchtlingen in Deutschland“... Aufschlußreich ist die ‚Studie’, deren zentrale Forderungen ohne weiteres auch von den GRÜNEN oder der Linkspartei stammen könnten, nur dort, wo sie unfreiwillig einen Blick auf die Realitäten gestattet. So seien „50 Prozent der Flüchtlinge erwerbsfähig“ – was im Umkehrschluß bedeutet, dass es die andere Hälfte nicht ist. Kann man wirklich von einem Gewinn für dieses Land sprechen, wenn jeder 2. Migrant für den Arbeitsmarkt ausscheidet? Vor allem liegt’s an fehlenden Sprachkenntnissen. Die seien, das wissen auch die Bertelsmänner, grundlegend für eine erfolgreiche Arbeitssuche, weshalb schon vor Abschluß des Asylverfahrens Sprachkurse belegt werden sollten... Ist Deutsch so leicht zu lernen, dass Menschen aus einem völlig anderen Sprachraum nach ein paar Monaten die Sprache so gut beherrschen, dass sie in einem qualifizierten Job arbeiten können? ...

nicolaus-fest.de 28.5.2015

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Sigmar Salzburg
21.05.2015 08.05
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Nicolaus Fest

[Auswahl:]

Die Wahl in Bremen bestätigt einmal mehr: Dumme, bildungsferne Leute wählen nicht. Das Prekariat hat kein Interesse an Wahlen und Politik. Hübsch ist, dass sich dies nun vor allem gegen die SPD richtet, die seit über 60 Jahren die legendär miserable Schulbildung der Hansestadt verantwortet. So wird die Bildungs- zur SPD-Katastrophe...

Längere Gespräche mit einem Sozialarbeiter aus Schleswig-Holstein. Früher hätten eigentlich nur Alkoholiker oder sonst Drogenabhängige ihre Kinder in Pflegefamilien gegeben; heute jedoch täten dies immer mehr Leute aus dem unteren Mittelstand. Grund sei Überforderung, Stress. Man habe sich das alles leichter vorgestellt, das Kind schränke das Leben zu sehr ein. Bei alleinerziehenden Müttern sei oft auch der neue Freund und das neue Baby der Anlass, sich von älteren Kindern zu trennen. Der eigene Nachwuchs als Gebrauchsgegenstand. Wenn er nervt oder keinen Spaß mehr macht, kommt er weg.
Auch im übrigen die Gespräche eher desillusionierend....

Die AfD zerlegt sich. Wer Hans-Olaf Henkel kennt, wird sich kaum darüber wundern. Unabhängig von persönlichen Frontstellungen hat die Partei allerdings auch mit einem grundsätzlichen Problem zu kämpfen: Dass sich die Dringlichkeit ihres Kernanliegens verschoben hat. Während die GRÜNEN in ihrer Anfangszeit mit den Themen Atomkraft und Pazifismus über Jahre Wähler suchen konnten, steht die AfD vor einem Debattenwandel: Nicht mehr der Euro wird als das dringlichste Problem gesehen, sondern Zuwanderung und Islam. Zwar betrachten viele das Wirken der Europäischen Zentralbank weiterhin mit Sorge, doch werden die Folgen der Niedrigzinspolitik erst in einigen Jahren voll durchschlagen; außerdem geht es der deutschen Wirtschaft vergleichsweise gut. Dagegen sind Flüchtlingsströme, Dschihadisten und geplante Anschläge konkrete Gefahren, auf die AfD-Chef Bernd Lucke jedoch keine Antworten zu haben scheint, so sprachlos wirkte er in den letzten Monaten. Doch als Ein-Thema-Partei wird die AfD nicht bestehen können.

nicolaus-fest.de 20.5.2015

Siehe auch „Weckruf“.

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Sigmar Salzburg
22.04.2015 05.18
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Mehr Fest

Grass als Symbol, und Noten auch
April 16, 2015

Immer noch eine der fröhlichsten Fürsprachen des Konservatismus': Wolf Jobst Siedlers Schlußsätze im Vorwort seiner legendären Architekturkritik ‚Die gemordete Stadt’ (1961): „Die Rückschrittlichkeit dieses Bandes bezieht also ihr gutes Gewissen aus den freundlichen Beziehungen, die er mit dem Fortschritt zu unterhalten glaubt. Sein Konservatismus hat die heitere Arroganz, von seiner Modernität überzeugt zu sein.“ Das Buch ist leider nur noch antiquarisch und dort zu erstaunlichen Preisen von bis zu 450.- € zu haben.

* * *

Der Aufsichtsratsvorsitzende gibt bekannt, er sei „auf Distanz zum Vorstandsvorsitzenden“. Zwischen Kontrolleur und Kontrolliertem sollte dies Verhältnis üblich sein.

* * *

Ein freundlicher Leser fragt, wie ich das Problem des Flüchtlingsstroms lösen würde. Die Antwort lautet: Arabisch, eben wie Saudi-Arabien, Katar oder die Vereinigten Arabischen Emirate es tun, oder auch fast alle Länder außerhalb Europas: Abschotten, Grenzen dichtmachen, allenfalls einzelne Personen aufnehmen. Keinem der außerordentlich reichen arabischen Länder würde es einfallen, seine Glaubensbrüder ungehindert einreisen und dort leben zu lassen. Wie bereits an anderer Stelle kürzlich gesagt: Zur Politik gehört es, Unerträglichkeiten stoisch zu ertragen. Aber noch besser wäre die Politik, wenn sie dieses Dilemma offensiv erläuterte.

* * *

Selbst erlebt: „Entschuldigung, wie schreibt man Szene?“ „S-Z-E-N-E“. „Danke. Aber wie schreibt man ein großes ‚ß’?“

* * *

Bekanntermaßen verschwieg Günter Grass jahrzehntelang seine SS-Mitgliedschaft, attackierte aber andere fehlbare Personen ohne Nachsicht. Ausgerechnet ihm meint SPD-Generalsekretärin Fahimi nachrufen zu müssen, er sei „immer ehrlich gewesen“. Was die SPD so für Ehrlichkeit hält.

Näher betrachtet scheint das Leben von Grass eher tragisch als beneidenswert. Anders als Thomas Mann oder Gottfried Benn war Günter Grass im doppelten Sinne ein früh Vollendeter: Nicht nur früh auf dem Höhepunkt seines Schaffens, sondern früh schon darüber hinaus. Eindrucksvoll bis bedeutend Katz und Maus, Blechtrommel, Hundejahre, dazu ein Gedichtband. Danach kam nichts mehr, was wirklich leuchtete, berührte, im Leser nachhallte: Butt, Rättin, Telgte, weites Feld, Krebsgang, Zwiebelhäuten muss man nicht lesen, man sollte es nicht einmal...

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Zur Zeit meines Architekturstudiums vor 50 Jahren war Wolf Jobst Siedlers Buch selbstverständlicher Lesestoff. Genützt hat es der Stadtkultur wenig, wie man heute sehen kann.

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Sigmar Salzburg
11.04.2015 11.01
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Nicolaus Fest – noch ein ss-Opfer

Nicolaus Fest, bis 2014 noch stellvertretender Chefredakteur von „Bild am Sonntag“, war bei Springer 13 Jahre lang (bis auf die bekannten zwei Jahre Unterbrechung) täglich gezwungen, sich der „neuen“ Rechtschreibung zu unterwerfen. Nachdem er dort wegen eines islamkritischen Kommentars herausgedrängt wurde, macht er nun seinen eigenen „Blog“, in dem er weiterhin die nun schon „allgemein übliche“ ss-Orthographie verwendet. Die Texte, die er anscheinend ohne Korrekturautomat schreibt, zeigen, daß die gute alte Rechtschreibung trotz seines langen Entwöhnungstrainings immer wieder durchschlägt, kenntlich meist an den „ß“. Die Beispiele werden hier in ihrem ungekürzten Zusammenhang wiedergegeben, da dieser auch alle Aufmerksamkeit verdient:

Laut der österreichischen Kronenzeitung werben kosovarische Busunternehmen mit folgendem Slogan: „Zahlen Sie 30 Euro, und Sie bekommen 500 Euro zurück!“ Hintergrund: Abgelehnte Asylbewerber erhalten in der Alpenrepublik einen Zuschuß, wenn sie das Land freiwillig verlassen. Der beträgt zwar ‚nur’ 50 Euro, aber auch das lohnt sich – vor allem für die Busunternehmer...

Was manche Willkommenskultur nennen, ist oftmals die Aufgabe der eigenen Werte und damit die Absage an dieses Land. Offenbaren tut sich dies auch im „Deutschland verrecke!“, auf den Demonstrationen gegen Pegida immer wieder zu hören. Willkommenskultur als deutscher Selbsthaß...

Weniger erziehen die Eltern die Kinder als umgekehrt. So ergeht es gerade Bekannten aus Bayern. Noch vor wenigen Wochen enthusiastische Befürworter der Öffnung aller Tore, hat sich diese Sicht nun radikal geändert. Ein paar übergriffige Selbstverständlichkeiten der neu eingeschulten Migrantenkinder gegen Eigentum und Ehre der eigenen Mädchen ändert das Bewußtsein schneller als vierzig Jahre multikulturelle Indoktrination. Dabei werden die wahren Kosten der Zuwanderung erst in den nächsten zehn Jahren sichtbar...

In meiner Jugend wurden alle Hamburger Schüler damit traktiert, auch auf dem Spielplan stand das Stück oft: ‚Biedermann und die Brandstifter’ von Max Frisch. Heute scheint es weitgehend vergessen, vor allem im öffentlichen Bewußtsein. Während um den segensreichen Radikalenerlaß heftig gestritten wurde, findet sich heute niemand, der gesetzliche Maßnahmen gegen den Islam offen zu erörtern wagt...

nicolaus-fest.de

Doch ist die Frage, ob man den Fatalismus Böckenfördes akzeptieren sollte. Anders gesagt: Auch wenn der Staat die Grundlagen nicht garantieren kann, könnte er es wenigstens versuchen. Rund 2500 Jahre wird über die Voraussetzungen von Freiheit und ihrer institutionellen Verankerung nachgedacht, viele kluge Köpfe haben darüber geschrieben. Außerdem zeigen Schweiz wie USA, dass republikanische Gesinnung auch über Jahrhunderte bewahrt werden kann. An Material oder Vorbildern liegt es also nicht, wenn den Deutschen so jedes Bewusstsein für ihren Staat und seine Gefährdungen fehlt...

Verfälschung der Wirklichkeit, nächster Teil. Schon mehrfach war hier die berüchtigte Studie von Bertelsmann zur Zuwanderung ein Thema: Bewusst irreführend formuliert, wird sie immer wieder falsch zitiert, nun durch den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in der FAS. Der Mißverständlichkeit folgt der Mißbrauch. Das war zu erwarten. Und die Verantwortlichen sitzen, vom Steuerzahler begünstigt, in Gütersloh...

Nun muss man gegenüber den Studien der Bertelsmann-Stiftung grundsätzlich mißtrauisch sein, und auch bei dieser lohnt ein näherer Blick. Denn was hier als generelle Erhebung zum Thema ‚Zuwanderung’ daherkommt, ist es mitnichten. So erfasst die Studie zunächst nur Ausländer im staatsbürgerlichen Sinn, also Personen ohne deutschen Pass...

nicolaus-fest.de 1.1.2015

Der Schweizer Publizist Frank A. Meyer hat mit Jakob Augstein Gespräche geführt, die nun unter dem hoffnungsvollen Titel „Es wird eine Revolution geben“ erschienen sind. Dabei sind vor allem die Beiträge von Augstein aufschlußreich. Er ist der typische linke Kulturrelativist, der die universelle Geltung der Menschenrechte in Frage stellt, wenn nur irgendwelche depravierten Lumpen schwerste Verstöße als ihre Kultur deklarieren. Steinigung von vergewaltigten Frauen in Saudi-Arabien wegen ‚Ehebruchs’? Muss man akzeptieren! Homophobe Gesetze in Indien? Ebenso! Beschneidung afrikanischer Frauen? Nicht unser Ding! Und wenn sie’s dann ihre Bräuche hierher mitbringen: Auch ok! Man kann nur den Kopf schütteln...

Es ist die Humanität der Verantwortungslosigkeit: Soll doch der Staat darüber kaputtgehen, so lange ich ein guter Mensch bin. Das Prinzip Käßmann, Grass, Grönemeyer, Emcke, Augstein junior. Letztlich äußert sich hier das alte linke Unbehagen gegenüber der Bundesrepublik, das auch zu all den üblen Ranschmeißereien an die DDR führte. Schon vor über 20 Jahren meinte Botho Strauß, in der linken Xenophilie äußere sich weniger Toleranz als „der verklemmte deutsche Selbsthaß, der die Fremden nur deshalb willkommen heiße, damit sich die Verhältnisse endlich in der berühmten ‚faschistoiden’ Kenntlichkeit zeigten“, die die Linke den Deutschen schon immer unterstellte. Das gilt weiterhin...

nicolaus-fest.de 1.12.2014

Die Rechtschreib„reform“ war überwiegend ein linkes „sozialistisches“ und „national-sozialistisches“ Projekt. Wenn die Politiker schon nicht den Wahn dieses Vorhabens erkennen konnten, was kann man dann von ihnen bei der Abwehr der Abschaffung Deutschlands erwarten? Nichts!

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