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Matthias Dräger
07.11.2002 11.01
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Kein Nachdruck der 20. Auflage

Einen Nachdruck der 20. Auflage des Dudens wird es wohl nicht geben:

a) Das Bibliographische Institut wird selber keinen Nachdruck bringen, weil es ja damit sein eigenes Produkt ad absurdum führen würde.

b) Aus dem gleichen Grund ist natürlich erst recht die Vergabe einer Lizenz an einen anderen Verlag undenkbar, auch wenn man den Namen ändern würde. Man wird doch nicht die Kontrolle über ein Produkt abgeben, das im grunde genommen besser ist als das eigene.


Wie stark aber die Nachfrage nach einem solchen Wörterbuch ist kann man daran erkennen, daß von diesem Titel, der ja immerhin hundertausendfach verbreitet ist, kein einziges Stück bei zvab.com nachweisbar ist.
Die Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Vielleicht könnte Prof. Ickler aber gelegentlich etwas dazu sagen, ob durch eine Zuwendung von Mitteln – zur Anstellung von Helfern – sich die Arbeiten zur Erstellung der erweiterten Ausgabe beschleunigen ließen.

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Theodor Ickler
06.11.2002 14.20
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Keine Einwände

Gegen einen Nachdruck des alten Dudens wäre nichts einzuwenden. Die Darstellung der bisherigen Rechtschreibung ist nicht so gut, wie sie sein könnte, aber das könnte mehr die Schullehrer als die Praktiker in den Redaktionen und Verlagen sowie die Sekretärinnen betreffen; sie sind aber auch bisher schon nicht schlecht damit gefahren. Mein eigenes Wörterbuch ist grundsätzlich besser, wenn auch im einzelnen noch nicht konkurrenzfähig, weil die meisten Benutzer noch etwas mehr darin suchen als die Rechtschreibung. Es zeigt mehr einen neuen Weg, als daß es ihn schon geht. Aber die Neubearbeitung wird auch in dieser Hinsicht wesentlich besser. Ich habe immer gesagt und sogar dem Dudenverlag mitgeteilt, daß ich keine Konkurrenz zum Duden möchte, sondern mein Wörterbuch sofort zurückziehe, wenn der alte Duden mit den entsprechenden Verbesserungen wieder erscheint. Eine Redaktion von 20 Professionellen kann das natürlich besser als ein einzelner mit seinen bescheidenen Freizeitaktivitäten.

Je länger die Geschichte dauert, desto unbegreiflicher wird mir, daß praktisch niemand auf das doch so schlagende Argument eingeht, daß ein „Auskämmen“ des Dudens unter inhaltlicher Beibehaltung der bisherigen „gewachsenen“ Rechtschreibung die allereinfachste Lösung wäre. Und zum Auskämmen des Dudens wären die Dudenredakteure durchaus selbst in der Lage – und auch willens, wie ich aus Gesprächen weiß. Natürlich erst nach einem entsprechenden Signal der Politiker. Dazu wird es aber nicht kommen. Insbesondere die Kultusminister treiben die Verantwortungslosigkeit so weit, daß sie lieber das offensichtliche Durcheinander an den Schulen dulden, als sich zu einem Irrtum zu bekennen.
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Th. Ickler

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Wolfgang Scheuermann
06.11.2002 11.05
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Forderung im CDU-Forum nach altem Duden

Im Strang „PISA und die Rechtschreibreform“ des CDU-Forums/Innenpolitik hat Rudolf Neuber die Forderung erhoben, der alte Duden müsse nachgedruckt werden. Nun ist die Realisierungschance für diese Idee m.E. minimal, aber schädlich ist diese Forderung wohl auch wieder nicht.
Man muß sich nur überlegen, ob – wenn man eine solche Forderung tatsächlich erhebt – nur ein Nachdruck der 20. Auflage verlangt werden solle, oder schon etwas besseres, ein „Duden-Ickler“. Dazu müßten aber natürlich vorab die Herren Ickler und Dräger sich äußern, und ich lade Sie beide dazu ein – entweder hier oder direkt im Forum der CDU.

Wie gesagt, die Chance auf Realisierung ist minimal, aber vielleicht bekäme man eine irgendwie nutzbare Antwort aus Mannheim.
__________________
Dr. Wolfgang Scheuermann

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Elke Philburn
31.10.2002 22.32
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Joachim Schlosser

Es gibt keine „neue Rechtschreibung“, sondern nur eine amtlich für Schulen und Behörden verordnete Schreibung, die von der allgemein von der Bevölkerung angewendeten Rechtschreibung abweicht.

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Matthias Dräger
19.10.2002 12.01
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Einspruch

Jan Wohlgemuth mag in manchen Bereichen tüchtig sein, sein oberflächliches Geschwafel zur Rechtschreibreform teile ich nicht. Auf der empfohlenen Netzseite äußert er sich im Aufsatz „Überblick über die Geschichte der deutschen Sprache“ zur


3.3.2 Orthographiereform

Erst vor wenigen Jahren (1988) wurde ein Konzept für eine Reform der Rechtschreibung vorgelegt und in veränderter Fassung auch in allen deutschsprachigen Ländern angenommen (1994/1995).
Viele gute Ansätze, uneinheitliche Regelungen des Duden zu vereinheitlichen und die Zeichensetzung und Schreibung zu vereinfachen, sind durch die beschließenden Organe wieder verworfen worden. Zudem ist bewußt behutsam vorgegangen worden, um Rücksicht auf Schreibende und Schreibkultur zu nehmen und um die Lesbarkeit der bisherigen Orthographie nicht zu gefährden.

Wie schon vor hundertzwanzig Jahren stoßen auch die gegenwärtigen – sanfteren – Reformvorschläge der Orthographiekommission bei Politik und Bevölkerung auf Ablehnung. Die per Gesetz beschlossene Rechtschreibreform wird derzeit in Deutschland vor verschiedenen Gerichten angefochten, wobei m.E. übersehen wird, für wen diese Regelungen überhaupt verbindlich sind: Behörden,
Schulen, staatliche Einrichtungen. Daß es jedem überlassen ist, wie er privat schreibt, ob er sich überhaupt an eine Schreibnorm hält, wird oft außer Acht gelassen. Eine dauerhafte Lösung im Streit um die Reform scheint deshalb nicht in Sicht.

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Theodor Ickler
19.10.2002 05.27
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Tip

Heute bin ich zufällig auf einen tüchtigen jungen Mann gestoßen (Jan Wohlgemuth) und von dort auf eine interessante Internetseite (die auch auf uns verweist):

http://www.linguist.de/links/pages/index.html

__________________
Th. Ickler

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Christian Melsa
08.10.2002 21.48
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Re: Open chat

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Norbert Schäbler
Lieber Herr Melsa!

Würden Sie sich als Vereinsvorsitzender des VRS dieser Sache annehmen?

Das wird doch sicher nicht so kostspielig und zeitaufwendig sein.

Das nicht, aber ich möchte das Dokument ungern „verbrauchen“, indem es erst dort landet, wo es doch wieder abgefangen wird. Deswegen überlege ich gerade, wie ich am besten ein Trojanisches Pferd anfertigen kann. Das sollte natürlich nicht in einem öffentlichen Forum erörtert werden.

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Norbert Schäbler
08.10.2002 20.28
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Open chat

Lieber Herr Melsa!

Würden Sie sich als Vereinsvorsitzender des VRS dieser Sache annehmen?

Das wird doch sicher nicht so kostspielig und zeitaufwendig sein.
__________________
nos

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Christian Melsa
08.10.2002 16.16
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Ja, wie kommt man direkt an die Entscheidungsträger? Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Obwohl die These, die Minister seien eigentlich gar nicht die wahren Entscheidungsträger, sondern nur die Entscheidungsabnicker, gar nicht so abwegig erscheint.

Ob es reicht, einen Umschlag in einem Umschlag zu verschicken, auf dem ausdrücklich persönliche Zustellung erbeten ist? Ach, ich weiß schon, „da kann ja jeder kommen“.

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J.-M. Wagner
08.10.2002 14.11
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Fürwahr!

Wie aber erreicht man, daß es auch die Kultusminister sind und nicht ihre Sekretäre, die es lesen und evtl. darauf eingehen? (Ob Dr. Krimm oder Dr. Funk dabei überhaupt etwas Neues erfahren würden?)
__________________
Jan-Martin Wagner

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Ruth Salber-Buchmüller
08.10.2002 11.52
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LESENSWERT

Die Rechtschreibreform und einige
ihrer Argumente
von Hans-Christian Weißker

N. Schäbler schreibt dazu:
„Der Beitrag wäre es wert, an alle
Kultusminister versandt zu werden“.

Also soll und kann es doch auch
geschehen?!



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Ruth Salber-Buchmueller

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Norbert Schäbler
07.10.2002 14.58
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Re: Lesenswert!

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Elke Philburn
Die Aufsätze zur RSR von Hans-Christian Weißker:

Die Rechtschreibreform und einige ihrer Argumente

Text mit weiteren Links


Danke, Frau Philburn, für diesen Artikel.
Der Beitrag wäre es wert, an alle Kultusminister versandt zu werden.
Selten habe ich eine derart stimmige Gesamtkritik auf so engem Raum (8 Seiten) gelesen.
__________________
nos

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Elke Philburn
07.10.2002 13.28
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Lesenswert!

Die Aufsätze zur RSR von Hans-Christian Weißker:

Die Rechtschreibreform und einige ihrer Argumente

Text mit weiteren Links

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Carsten Zander
07.10.2002 12.10
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Die wahre PISA-Katastrophe

Ein Gesprächsfaden im Telepolis-Forum:

http://heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=2389837&forum_id=34245&showthread=1


Hier der zugehörige Artikel:

http://heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/13365/1.html


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Theodor Ickler
30.09.2002 07.04
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Übergänge

Herr Schmickler hat wesentliche Züge der Sprache sehr gut dargestellt. Ich möchte noch aus einem Zusammenhang, mit dem ich mich gerade beschäftige, etwas nachtragen. Offenbar haben die Wortarten keine scharfen Grenzen, d. h. man kann nicht bei jeden Ausdruck mit gleicher Eindeutigkeit sagen, zu welcher Wortart er gehört. Das hat verschiedene Gründe. Zum ersten scheint eine Primärreaktion, die in uns aufsteigt, wenn wir auf einen Sachverhalt sprachlich reagieren, noch nicht wortartlich geprägt zu sein. Die Unterscheidung von Substantiv und Verb zum Beispiel, die uns so wesentlich vorkommt, gibt es in manchen Sprachen gar nicht oder kaum, zum Beispiel im Irokesischen. Im Deutschen macht auch erst der Einbau in ein Satzschema die Entscheidung für eine Wortart notwendig, und dann erst kommt es zu allen morphologischen Folgen (Deklination usw.). Aber wie verschiedentlich bemerkt worden ist, läßt sich „das Pferd wiehert“ und „das Wiehern pferdet“ grundsätzlich gleich gut vorstellen.
Zweitens wird die Wortart von der anderen Seite her angenagt, nicht vom Ursprung, sondern vom Ende her, also durch die vollendete Routine. Phraseologische Bindung schwächt mit der Zeit die grammatischen Eigenschaften. Was sind das denn für „Wörter“ in gang und gäbe? Nur der Sprachhistoriker kann das noch aufklären. Das ist auch bei den Verbzusätzen im Gange.

Transitivität und die ganze Valenz der Verben sind auch nicht ein für allemal festgelegt. So kann ich ja fast jedes Verb zum „Transportverb“ machen, wenn ich es in einen entsprechenden Rahmen einsetze: Er pfefferte die Tasche in die Ecke – obwohl doch pfeffern eigentlich gar kein Transportverb ist. Usw.

Gegen Bankrott gehen spricht nicht, daß so etwas nicht grundsätzlich möglich wäre, sondern daß es sich hier offenbar um das gängige Muster „gehen + resultatives Adjektiv“ handelt (kaputt, verloren, verschütt, entzwei [indeklinabel], tot ..).
__________________
Th. Ickler

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