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Unwichtige Geschichtsfälschungen
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Sigmar Salzburg
02.02.2008 14.50
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Hauptsache „dass“

Wieder ein Beispiel für die ss-Afferei:
Ein alter Artikel aus der Zeitschrift „Laute & Gitarre“ von 1979
wird völlig unnötig „angepasst“, indem (fast) nur die „daß“ gegen „dass“ ausgetauscht werden.
Auch Freunde der alten Kultur können kulturlos sein.

http://www.johannes-klier.de/Publikationen/Fachartikel/FA_8/hauptteil_fa_8.html

In den Kieler Nachrichten erschien vor Jahren ein ganzer Fortsetzungsroman in dieser Weise.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
02.02.2008 14.07
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Goscinny / Uderzo

Asterix bei den Olympischen Spielen

Erschienen 02/2008
Ehapa Verlag, Köln 48 Seiten / € 5,00
„Asterix bei den Olympischen Spielen“ – Moment, gab es den Comic nicht schon mal?
[…]
Aber das Heute hat auch sein Gutes. Heute ist die Schrift größer, was die schwächelnde Sehstärke mit Erleichterung feststellen wird. Das füllt sogar die Sprechblasen harmonischer aus. Dazu sind viele Soundwords und Ausrufe nun in ansehlichem Handlettering. Aktuelle Rechtschreibung ist ebenfalls enthalten und nur Freunde der Reichsmark werden sich an diesem Detail stören …

http://www.parnass.scram.de/comicdetail.php?nr=2382

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Sigmar Salzburg
21.01.2008 11.10
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Nottun

Im Eckernförder Teil der Kieler Nachrichten v. 12.1.08 berichtet Dr. Stefan Deiters wieder einmal von historischen Begebenheiten nach alten Quellen, diesmal von der „Reichsgründungsfeier“ von „Stahlhelm“ und „Bund Königin Luise“ am 13. Januar 1933:

Eine Feier für „alle wahrhaft Deutschgesinnten“
Er zitiert aus einem Zeitungsbericht (wohl Eckernförder Zeitung) Die Kapelle, fährt der Bericht fort, sorgte dafür, „dass die Herzen der Anwesenden sich lösten vom Alltag und sich wehrhaften Gedanken, die uns so nottun, öffneten“.

Das „dass“ ist unwahrscheinlich, denn die Eckernförder Zeitung erschien damals in Fraktur. Auch das „nottun“ ist unglaubwürdig:

Adelung (um 1800) nennt „not[h]“ „ein Nebenwort, nöthig, nothwendig, so wohl bedürfend, als auch zu einer Sache erforderlich.“ Duden gibt 1880 bis 1996 (auch 1933) die Kleinschreibung dieses „Nebenwortes“ an. Erst durch die „Reformer“ und Kultusminister wird es ab 1996 als angebliches „Substantiv“ in Schülerhirne eingebimst und in „fortschrittliche“ Texte hineingeferkelt – „Not tun“. Und erst der Rechtschreibrat machte 2006 daraus das nuttige „nottun“.

Der Neudumm-Duden 2006 bleibt daneben aber bei „Not sein“, in der Bedeutung „nötig sein“. (Wolfram Metz stellte am 13.10.2007 bei FDS allerdings fest: „Heimlich, still und leise hat die Dudenredaktion die Schreibung Not sein kassiert! In der in diesem Jahr erschienenen dunkelblauen Weltbild-Sonderausgabe der 24. Auflage des Rechtschreibdudens hat sich ein not sein in den Textkasten zum Stichwort „Not“ eingenistet, wobei not in unschuldigem Schwarz daherkommt, ganz so, als ob es die Reform nicht gegeben hätte.“)

Das „nottun“ des Dr. Deiters spiegelt also möglichweise nur wider, daß er das neueste Duden-Korrekturprogramm von 2006 verwendet – das mußte wohl „Not“ sein.


– geändert durch Sigmar Salzburg am 21.01.2008, 15.40 –
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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
24.12.2007 23.16
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ZDF-Programmhinweis / Montag, 24. Dezember 2007, 23.05 Uhr,
Es gibt noch Haselnusssträucher


(Spielfilm 1983, mit Heinz Rühmann)

Im Titelvorspann des Films
prangen jedoch groß und schön

Haselnußsträucher

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Sigmar Salzburg
13.12.2007 14.26
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Spiegel online zitiert DDR-Postkarten

Einmal muß der Herausgeber Farbe bekennen und schreibt ein verfängliches „muss“ – vermutlich eine Fälschung (aber Guido Knopp macht es ja nicht anders):

„Lieber Manfred, wir haben nur wenig zu klagen...“
Von Florian Harms
4. Teil: 3. Karte: „Alles war mit der Harke auf den Feldern“
Postkarte vom 2.6.1986

Schwarzes Meer
Liebe Mutti, wir hatten eine Reise voller schöner Eindrücke bei bestem Wetter. Ich muss jetzt gedanklich erstmal sortieren. Rumänien ist ein wunderschönes Land mit schwer arbeitender Landbevölkerung. Keine Technik. Alles war mit der Harke bei glühender Hitze auf den Feldern. In Ungarn und Bulgarien nicht. Liebe Grüße L + H


http://www.spiegel.de/jahreschronik/0,1518,518248-4,00.html

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Sigmar Salzburg
04.09.2007 09.16
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Dr. Deiters fälscht weiter

WAS DAMALS GESCHAH: BEMERKENSWERTES AUS DER ECKERNFÖRDER STADTCHRONIK

25. Wiederkehr des Sedantages wurde groß gefeiert

Von Dr. Stefan Deiters
… Am 31. August 1895, einem Sonnabend, hatte die Titelseite der „Eckernförder Nachrichten“ fast ausschließlich den Tag von Sedan zum Thema. Mit vaterländischem Pathos erinnerte die Zeitung an die Ereignisse vor 25 Jahren: „Den deutschen Rhein zum fränkischen Strom zu machen, war der Frankenkaiser ausgezogen, frevlen Übermutes voll, und als Gefangener des preußischen Königs, um dessen deutsches Banner sich Nord- und Süddeutschland geschaart, überschritt er den deutschen Rhein.“ …. „Auf dem Gänsemarkt wurden die Fackeln zusammengeworfen, worauf der Commers im Hotel ,Stadt Hamburg' seinen Anfang nahm. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, auch die Galerie war von Damen in Beschlag genommen.“ Die Feier in Eckernförde, so das Fazit der Zeitung, „war in allen Teilen gelungen und von keinem Misston gestört.“


[Kieler Nachrichten (Eckernförder Ausgabe) v. 1.9.2007]

Die alten „Eckernförder Nachrichten“ erschienen zudem in Fraktur – also keine Chance für „Missstandsschreibung“!

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
06.01.2005 13.29
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Der Automat war's

eMail 6. Januar 2005 12:56

Sehr geehrter Herr Salzburg,

Haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihren Hinweis bezüglich der
Verwendung von "ß" und „ss“. Ich denke, dass die Kieler Nachrichten hier
keinerlei Schuld trifft. Ich bemühe mich zwar, bei Originalzitaten, die
altertümliche Schreibweise beizubehalten, doch verfügt mein
Textverarbeitungsprogramm über eine automatische Korrektur, die „daß" zu
„dass“ macht. Ich versuche dieses – wenn ich es bemerke – rückgängig zu
machen, offenbar aber nicht immer erfolgreich.

Ich werde in Zukunft genauer darauf achten, dass ein „daß" ein „daß" bleibt.

Mit besten Grüßen,
Stefan Deiters


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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
05.01.2005 14.08
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KN - Eckernförder Nachrichten v. 3.1.2005

Und wieder Dr. Stefan Deiters:

Mit leichter Verspätung trafen die Neujahrswünsche aus Gottorf im Jahr 1744 in Eckernförde ein: Ein Beamter hatte den Brief am 6. Januar 1744 „auf speziellen hochfürstlichen Befehl abgefasst wegen Abwesenheit des Herzogs.“ Der Inhalt der Grußbotschaft dürfte – sieht man von der altertümlichen Sprache einmal ab – den diesjährigen Wünschen zum neuen Jahr nicht unähnlich sein: „Hoch und Wohledle, hoch und vielgeehrte Herren“, beginnt der Brief in verschnörkelter Schrift. „Wie ich mit gantz verbindlichem Dank erkenne, dass Euer Hoch- und Wohledlen mir zu dem hinterlegten Zeit-Wechsel felicitiren wollen: Also wünsche denenselben hinwiederum alles gedeihlichen Wohlergehen in diesem und vielen folgenden Jahren, mit der völligen Versicherung, dass wenn dazu etwas beizutragen vermag, ich jederzeit alle Dienst-Begierde werckthätig zu machen suchen werden.“

Liebevolle Wiedergabe der alten Orthographie, aber mit neuen ss. Sind die alten ß (im beigefügten Faksimile erkennbar) den Lesern nicht mehr zumutbar?




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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
09.07.2004 09.34
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Eckernförder Nachrichten anno 1888

Von Dr. Stefan Deiters
(KN- Eckernförder Nachrichten v. 24.4.2004)

Es wird den Interessierten die Freude gemacht, den Text in der Rechtschreibung von 1888 zu lesen, vierzehn Jahre vor Konrad Dudens deutscher Einheitsschreibung.

Die erste Ausgabe der „Eckernförder Nachrichten“ erschien am 15. September 1888. Es war eine Probenummer, die mit einer direkten Ansprache an die Leserschaft aufmachte: „Die erste Probenummer der vom 1. Oktober an in unserem Verlage erscheinenden Eckernförder Nachrichten legen wir hiermit zu gefl. Beurtheilung in die Hände des geehrten lesenden Publikums“, so lautete der erste Satz. … Außerdem versprachen die Herausgeber, dass „unseren Nachrichten“ vom 1. Oktober an „ein hochinteressantes, illustriertes, belletristisches Sonntagsblatt“ namens „Der frohe Gast“ gratis beiliegen wird, „welches, am Jahresschluss aufgebunden, einen bleibenden Werth haben dürfte.“ Pro Quartal kosteten die „Eckernförder Nachrichten“ 1,50 Mark, bei Bezug über die Post 1,75 Mark.

Wie aus der beigefügten Photographie der Titelseite ersichtlich, hatte man tatsächlich aber im Fraktursatz „Jahresschluß“ geschrieben. Das gleiche gilt für die folgenden „dass“, „gewiss“. Erhalten blieben dagegen im Zitat die altertümlichen „communal“, „Werth“, „Vaterlandsvertheidiger“, „Correspondenten“, „errathen“, „Gratification“. Stefan Deiters wollte also das Zeitkolorit der alten Orthographie, durfte aber keine Sehnsucht nach den kultivierten ß-Schlüssen vor 1999 wecken.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
04.05.2002 05.33
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Alles was Recht ist

Die Aufzeichnungen von Traudel Junge („Bis zur letzten Stunde“ Hitlers letzte Sekretärin erzählt ihr Leben unter Mitarbeit von Melissa Müller, Claassen 2002)
Editoriale Notiz:
Der Text wurde lediglich den aktuellen orthographischen Regeln angepasst – dort geringfügig geändert, wo er manuskripttypische Schwächen aufwies (uneinheitliche Orthographie, fehlerhafte Namensschreibung, einzelne Wortauslassungen)

Eine Seite im Faksimile zeigt: Die eszettlose Schreibmaschinenschrift wird (behutsam!) um neuschreiblich unvermeidliche Eszett bereichert. Zur ehrabschneiderischen Fälschung wird die „Anpassung“ allerdings, wenn der Spitzensekretärin grammatische Unfähigkeit untergeschoben wird: „Im Sommer allerdings musste ich meinem Chef zu einem großen Teil Recht geben, ...“
Auch die übrigen erkennbaren Verbesserungen „manuskripttypischer Schwächen“ lassen das Vertrauen in die Verläßlichkeit des Textes stark schrumpfen.

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Sigmar Salzburg

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Theodor Ickler
09.03.2002 03.16
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Wie gehabt

Auf diese Fälschungen in Knopp-Büchern hatte ich schon unter „Geschichtsfälschungen bei Bertelsmann“ (Rechtschreibforum) hingewiesen, und zwar am Beispiel von „Hitlers Frauen“. Da kaum anzunehmen ist, daß Knopp selbst sich irgendwelche Gedanken darüber gemacht hat, muß man wohl mit einer Verlagsstrategie rechnen, die herkömmliche Rechtschreibung flächendeckend in Vergessenheit geraten zu lassen.
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Th. Ickler

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Sigmar Salzburg
08.03.2002 20.55
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Knopp kujauniert kultusministerkonform

Auch in der Zeit des Bestehens der NSDAP galt die klassische Rechtschreibung von 1901. Dennoch gab es etliche Schreibmaschinen, die kein ß auf der Tastatur hatten, so daß es durchgängig durch ss ersetzt werden mußte. Manches wurde auch so gedruckt. Die Heysesche ss/ß-Schreibung jedoch gehörte wohl schon lange zu den fossilen Orthographien, die erst mit der „Rechtschreibreform“ reanimiert wurden.

Deshalb verwundert es schon beim ersten Durchblättern, wenn Guido Knopp in seinem „Jahrhundertkrieg“ (2001, Econ) wieder alle Handelnden hellseherisch die neue Rechtschreibung von 1996 benutzen läßt. Goebbels schreibt am 27. Juni in sein Tagebuch: „Rommel ist überhaupt ein General, der durch seine Erfolge auch die größten Propagandaerfolge erficht. Solche Generäle müssten wir mehr haben.“ U-Boot-Kommandant Reinhard Hardegen schreibt: „Ich war als Erster vor New York. Ich dachte damals, das wäre eine große Überraschung für die Amerikaner. Ich wusste ja nicht, dass die Engländer bereits unseren Code geknackt hatten.“ (S.92), U-Boot-Kommandant Erich Topp soll geschrieben haben: „ Vier Boote liefen aus, zwei wurden auch versenkt, eines schwer beschädigt. Ein Einziges kam heil in den Oslo-Fjord.“ (S.116) und Oberleutnant Hans Peter Quaatz vom Deutschen Afrika-Korps: „... ich sagte: »Ach kucken Sie mal, da hinten eine Oase...«

Selbst Literaturangaben werden „reformiert“:

Rommel, Erwin: Krieg ohne Hass, Heidenheim 1956;

Rohwer, Jürgen: Der Einfluss der alliierten Funkaufklärung auf den Verlauf des Zweiten Weltkrieges, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 27, (1979), S. 325

Möglicherweise ist Rommels postumer Titel in Versalien gedruckt. Ganz gewiß ist aber der zweite Titel verfälscht und bei der Sucheingabe nur von Leuten zu finden, die sich dunkel erinnern, daß der Verfasser „Einfluß" geschrieben haben könnte.

Für Spätgeborene: Eigene Wortschöpfung „kujaunieren“ nach
Konrad Kujau, dem Fälscher der Hitler-Tagebücher – in Anlehnung an „kujonieren“ (schikanieren).


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Sigmar Salzburg

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J.-M. Wagner
28.01.2002 18.33
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Keine Änderungen der Sprache?

Für meine Begriffe ändert sich etwas an einer Sprache, wenn
a) sich der Wortschatz ändert oder
b) sich die Grammatik ändert (ohne daß sich etwas am Sinn ändert; Bsp.: »wegen dem« statt »wegen des«), oder
c) sich die Bedeutung ändert (Bsp.: Verwendung von »geil« früher und heute).

Manche Neuerungen der RSR erfüllen alle drei Kriterien auf einmal; und vielleicht haben ja deswegen manche Leute Schwierigkeiten damit, den sprachverändernden Einfluß der Neuregelung zu erkennen, denn es scheint weiterhin alles zu stimmen: Die Bedeutung kann ja gar nicht verlorengegangen bzw. verändert worden sein, weil es keine Alternative mehr gibt, die eine andere Bedeutung haben könnte.
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Jan-Martin Wagner

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Theodor Ickler
26.01.2002 10.57
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Fromme Lügen, unfromme Wahrheiten

Auch die Bundesjustizministerin behauptet ja ganz amtlich, durch die neue Rechtschreibung trete nirgendwo eine Bedeutungsänderung ein, und damit rechtfertigt sie die Umstellung der Gesetzestexte. Sie irrt aber, und das tun alle, die ihr nacheifern.

Für Argumente und Beweise sind diese Leute aber nicht zugänglich.
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Th. Ickler

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Sigmar Salzburg
26.01.2002 10.47
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Vielbeschäftigt

Eine Antwort von Guido Knopp ist wohl (verständlicherweise) nicht mehr zu erwarten, da er sich Wichtigerem widmen muß:

http://www.satiricum.de/a2002/01/a42_t3.htm

[P.S. Es ging um Knopps nächste Werke „Hitlers Hunde“ usw.]

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Sigmar Salzburg

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