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Forum > Volksentscheid
Schleswig-Holstein: Forum zum Volksentscheid
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Norbert Lindenthal
22.05.2002 13.30
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menschenwürdige Pflege?

Nachdem Frau Dr. Menges ihre Frage (… aber wie war das noch genau mit dem Volskentscheid?) sich selbst beantwortet hat, bin ich unsicher, ob sie die Frage an mich überhaupt als Frage gemeint hatte. Und ich fühle mich bestärkt in der Annahme, daß sie gar nicht in der Lage ist, eine Frage zu formulieren, von der sie allerdings weiter oben sehr wohl schon einmal im voraus behauptet, sie bekäme sie in diesem Forum nicht beantwortet (Weder Herr Ickler, noch der Verein, noch sonst jemand kann mir wirklich auf meine Fragen antworten).

Frau Dr. Menges Widersprüche:
Ich lehre und lese in neuer Rechtschreibung, weil es so verlangt ist.“
Es kann auch gar nicht anders sein, denn wir werden noch viele, viele Jahre Bücher in der alten Rechtschreibung haben und darin lesen.“


Ich nutzte die Zeit, einmal auf den Netzseiten der schleswig-holsteinischen Landesregierung nach Angaben zum Volksentscheid zu suchen. Nichts zu finden. Auch nicht im Archiv. Forum nicht zugänglich. Verbindungsgeschwindigkeit schneckenschnell. Dann bleibt das Telefon: Landesregierung Schleswig-Holstein: 0431 988-0. Die Empfangsdame verbindet mich auf eine mehlbocks. Schadet ja nichts: ich kann es ja noch einmal versuchen. Guten Tag, hier ist Norbert Lindenthal. Ich suche nach Ihren Informationen zu den Volksentscheiden und zu Volksinitiativen auf Ihren Netzseiten, finde aber nichts, auch nicht im Archiv. Frau Eickelberg (0431 988-1828) ruft mich nach einer Rücksprache zurück. Ja, wirklich, die Volksentscheidangaben sind aus dem Netz genommen worden, sie seien aber erreichbar beim Statistischen Landesamt. Ich bitte, mich mit dem Informanden (Landeswahlleiter Thiel, wie sich herausstellt) zu verbinden. Man sei nicht verpflichtet, irgendwelche Informationen im Internet bereitzuhalten, nur als Service für den Wähler halte man die letzten Wahlergebnisse vor. Er diktiert mir die Netzanschrft www.Statistik-SH.de.

Beruflich habe ich einige Routine beim Telefonieren. Deshalb kläre ich noch schnell, auf Statistik-Seiten wären auch keine Angaben zum Volksentscheid zu laden gewesen. Ich höre von einer Volksinitiative (Stufe 1) für menschenwürdige Pflege. Nein, dazu gebe es nähere Informationen bei Frau Grollmus (0431 988-3082), die vor dem Volksentscheid die Vorstufen (Volksinitiative, Bolksbegehren) betreut. Herr Thiel wirkt ausgesprochen nervös. Meine Nachfrage, warum er denn die Angaben zum letzten Volksentscheid (1998, Rechtschreibreform) aus dem Netz nahm, beantwortet er, sie hätten ausgewertet, keine Besucherzugriffe mehr gehabt zu haben; um Festplattenkapazität freizustellen, habe man das Angebot herausgenommen. Von Amtsblättern ist die Rede. Weil ich aufpasse, diktiere ich Herrn Thiel meine Postanschrift und bitte um alle Angaben zu den verschiedenen Volksentscheiden (Buß- und Bettag; Rechtschreibreform-Stopp), denn diese Information verschickt er selbst, wie sich endlich herausstellt.

Das muß anstrengend sein, einen unerwarteten Anruf von mir zu beantworten.

Wäre ich Landeswahlleiter, ich würde mich über einen interessierten Anruf freuen und die Angaben und die Lebenserfahrung geradezu ausschütten, damit es etwas werde mit der Demokratie.
__________________
Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
22.05.2002 12.17
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was man so findet

Volksinitiative 'WIR gegen die Rechtschreibreform' Vom 11. Juni 1997 Gl.-Nr.: 103-1-6 Fundstelle: GVOBl. Schl.-H. 1997 S. 330


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                          Volksinitiative
                „WIR gegen die Rechtschreibreform“
                        Vom 11. Juni 1997
                          Gl.-Nr.: 103-1-6
              Fundstelle: GVOBl. Schl.-H. 1997 S. 330

 

Änderungsdaten:

 

keine

 

 

 

 

Eingangsformel:

 

Aufgrund § 10 Abs. 4 des Gesetzes über Initiativen aus dem Volk,
Volksbegehren und Volksentscheid (Volksabstimmungsgesetz – VAbstG)
vom 11. Mai 1995 (GVOBl. Schl.-H. S. 158) gebe ich folgende
Entscheidung des Schleswig-Holsteinischen Landtages bekannt:

 

 

 

 

Bekanntmachung:

 

Der Landtag hat in seiner 34. Sitzung am 11. Juni 1997 den
Gesetzentwurf zur Änderung des Schleswig-Holsteinischen
Schulgesetzes der Volksinitiative „WIR gegen die
Rechtschreibreform“ mit folgender Begründung abgelehnt:

 

„Die Reform der Rechtschreibung der deutschen Sprache wurde seit
den frühen 80er Jahren nicht nur in der Kultusministerkonferenz,
sondern durch Koordinationsgremien für den gesamten deutschen
Sprachraum vorbereitet. Einbezogen waren dabei die ganz oder
mehrheitlich deutschsprachigen Staaten Bundesrepublik Deutschland,
Deutsche Demokratische Republik (bis 1990), Österreich, Schweiz
und Liechtenstein sowie Gremien von Staaten mit deutschsprachigen
Minderheiten in Belgien, Italien, Ungarn, Rumänien und andere. Die
Reform sollte sowohl der Aufnahme faktischer Veränderungen im
schriftsprachlichen Gebrauch als auch der Vereinfachung von
komplizierten Regelungen der deutschen Orthographie und
Interpunktion dienen. Als unerläßliche Voraussetzung für eine
Reform galt und gilt die Einheitlichkeit der Schreibung des
Deutschen in seinem gesamten Sprachgebiet.

 

Die vereinbarte Reform hat die bisherigen Inkonsequenzen und
besonderen Probleme erheblich reduziert. Der Landtag begrüßt die
erreichten Fortschritte auf dem Wege der Vereinfachung.

 

Auf dem Wege der Volksinitiative wird eine Verankerung der
„allgemein üblichen Rechtschreibung“ im Schulgesetz und damit ein
Verzicht auf die Umsetzung der Vereinbarung gefordert.

 

Der Landtag lehnt den Gesetzentwurf der Volksinitiative ab,

 

– weil er die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung
      innerhalb und außerhalb Deutschlands zur Disposition stellt,

 

– weil die vereinbarten Reformen maßvoll ausgefallen sind und
      die korrekte Schreibung, auch durch die Konzession mehrerer
      Optionen, erleichtert wird,

 

– weil die Umsetzung jedem eine sehr lange Anpassungszeit
      einräumt,

 

– weil weiterhin bestehende Inkonsequenzen, von denen eine
      Sprache, die sich ständig weiterentwickelt, niemals frei
      sein kann, durch den Sprach- und Schriftgebrauch bereinigt
      werden können,

 

– weil in dem langen Entscheidungsprozeß viele der erst jetzt
      erhobenen Einwände hätten vorgebracht werden können.

 

Der Landtag weist im übrigen darauf hin, daß die Schulen bereits
mit positiven Reaktionen nach dem neuen Erlaß unterrichten und daß
die Verlage bereits nach den neuen Regeln verfahren.“ (Drucksache
14/764)

 


__________________
Norbert Lindenthal

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Dominik Schumacher
22.05.2002 09.45
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Fragen und Beiträge zum Parallelthema (Fakten)

Übersicht

Auf diesen Rechtschreibseiten sind Fakten zum Volksentscheid bisher nur versteckt zu finden. Das liegt vor allem daran, daß der Volksentscheid durchgeführt wurde, bevor diese Internetseiten eingerichtet wurden und bevor wir uns in die Internettechnik einarbeiteten. Um so mehr würde ich mich freuen, wenn Texte aus jener Zeit (1995 – 1999) doch noch den Weg hierher finden. Dabei weiß ich um die Schwierigkeiten, Druckvorlagendateien in die Internetsprache HTML zu übertragen. Meist sind ja Neugestaltungen notwendig. Programme von damals vertragen sich nicht wie selbstverständlich mit heute eingerichteten Anwendungen. Also doppelten Dank an alle, die diese Mühen trotzdem auf sich nehmen.
Wer kann, sollte sich finanziell an der redaktionellen Arbeit beteiligen. Zur Zeit werben wir für monatliche Zahlungen. Unser Minimalziel von 250 Euro pro Monat ist in wenigen Tagen schon zur Hälfte erreicht. Aber – und das ist auch wichtig zu vermitteln – diese Seiten haben eine entspanntere Zukunft, wenn Sie von jedem Besucher auch finanziell mit großen, kleinen oder mittleren Beträgen mitgetragen werden, so daß jedenfalls dieses Minimalziel (250 Euro/Monat) gesichert ist. Also auch hier danke an jene, die schon eine uneigennützige Entscheidung getroffen haben, und ebenso an alle, die heute diese gleiche uneigennützige Entscheidung treffen werden. Die Mitteilung braucht nicht öffentlich im Forum stattfinden, Sie können uns auch per Netzbrief erreichen.

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