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Norbert Lindenthal
09.08.2004 13.55
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bis: 20040809

Der Kernpunkt

Wir müssen überall darauf hinweisen, daß von jetzt an die Unterweisung der Schüler in der Reformschreibung verfassungswidrig ist. Denn die Akzeptanz, die das Bundesverfassungsgericht ausdrücklich zum Kriterium ihrer Legitimität gemacht hat, ist offenkundig nicht gegeben.

Dieses harte Wort kann auch den sogenannten Kultusministern und den Ministerpräsidenten eine Brücke zum Nachgeben bauen.
Zitat Theodor Ickler

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DS
07.08.2004 03.39
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bis 20040807 05.39

Anruf bei Ihrer Zeitung – bitte weitersagen!
Liebe Leute,
gerade habe ich bei der Rhein-Zeitung angerufen und darum geben, die Zeitung wieder auf die normale Rechtschreibung umzustellen, da ich als Leser der FAZ und der Rhein-Zeitung gern eine einheitliche Rechtschreibung hätte.
Die zuständige Chefredkateurin sagte mir, daß heute und in den nächsten Tagen in ihrem Hause entsprechende Überlegungen angestellt werden.
Vorschlag:

Meldet Euch bei Eurer Zeitung bzw. Euren Zeitschriften und sagt, wie Ihr es gern hättet.
Und dann ermuntert ruhig 2 weitere Freunde oder Bekannte, das auch zu machen.
Macht es aber bitte gleich!

Herzlich grüßt
Matthias Dräger

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DS
06.08.2004 12.16
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bis 20040806 14.15


Bild, 31.7.2004, Seite 6 rechts

Leser schreiben in BILD

Danke für Ihren Einsatz gegen diese unsägliche „Reform“. Wenn BILD sich entschließen könnte, einfach wieder zur alten Rechtschreibung zurückzukehren, wäre die Reform endgültig gestorben.

Anne Frey
Kirchzarten (Baden-Württemberg)

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Norbert Lindenthal
06.08.2004 10.07
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bis 20040806

Bild, 29.7.2004, Seite 1


Deutsche Bibliothekare gegen Rechtschreibreform
Braunschweig, 28. 7. 2004.

Hundert deutsche Bibliothekare haben anläßlich der aktuellen Diskussion die folgende Resolution unterschrieben:

Rechtschreibung soll dem Leser dienen! Als Bibliothekare sehen wir mit großer Sorge den Verlust einer einheitlichen Orthographie durch die Rechtschreibreform. Die seit Jahren andauernde Reform der Reform und eine zunehmende Gleichgültigkeit erzeugen zudem viele weitere Schreibvarianten, die niemand mehr überblicken kann.
Nicht nur das Lesen und Lernen, sondern auch die Suchmöglichkeiten in Katalogen, Datenbanken und Textsystemen werden durch die uneinheitliche Schreibung erschwert: »Brennessel« findet man nicht, wenn man »Brennnessel« eingibt und umgekehrt. Die neuen Getrenntschreibungen sind besonders tückisch: z. B. waren immer »nichtlinear« oder »alleinerziehend« prägnante Suchwörter, doch diese Wörter gibt es nun gar nicht mehr. Man muß also mehr wissen als vorher statt weniger, und ältere und neuere Texte kann man nicht mit einem Zugriff finden.
Sorgen macht uns auch das Aussondern von Büchern – besonders in Kinder- und Jugendbüchereien – allein wegen ihrer »veralteten« Schreibung!
Als bester Weg der Schadensbegrenzung erscheint uns die Rückkehr zur bewährten Rechtschreibung, mit einer zehnjährigen Übergangsfrist, in der reformierte Schreibungen Schülern nicht als Fehler angerechnet werden.

Kontakt:
Bernhard Eversberg
Universitätsbibliothek, Postf. 3329
D-38023 Braunschweig
Tel. +49 531 391-5026, -5011, Fax -5836
B.Eversberg@tu-bs.de

Bildunterschrift:

Muss der Duden seine Ausgabe zur Rechtschreibung in der neuesten Variante bald wieder einstampfen?



Süddeutsche Zeitung, 17./18.7.2004, Seite 2
Augenzeugenbericht: Wie es dazu kommen konnte

HORST HAIDER MUNSKE

Von der Amtshilfe zum Protest

Zitat: »Daß sie dennoch in der Sache so schlecht ausgefallen ist, hat vor allem zwei Gründe: die völlig unzureichende empirische Überprüfung ausgedachter neuer Regeln („Kopfgeburten“) am Gesamtwortschatz der deutschen Sprache und das Versagen der Politik in der Vorbereitung und Durchführung dieser Reform.«
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13.6.2004, Seite 2 und 3 Politik, Johannes Marten, Bild am Sonntag

CDU-Vize Wulff fordert: Schluss mit dem Chaos!

Erster Ministerpräsident will Rechtschreibreform kippen

Vor fünf Jahren wurde die deutsche Rechtschreibung reformiert. Seitdem herrscht Chaos.

Viele verstehen das neue Regelwerk nicht. Lehrer und Professoren, Buchverleger und Schriftsteller gehen auf die Barrikaden. Nur 13 Prozent der Deutschen sind laut der jüngsten Umfrage des Allensbach-Instituts mit der Rechtschreibreform einverstanden.

Bisher war jeder Widerstand vergeblich. Vergangene Woche beschloss die Kultusministerkonferenz (KMK): Ab 1. August 2005 sollen die umstrittenen Regeln an allen Schulen und Universitäten verbindlich gelten. Das heißt: Die alten Schreibweisen werden als Fehler gewertet. Doch jetzt stellt sich überraschend der erste Spitzenpolitiker hinter die Kritiker.

Der niedersächsische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Chef Christian Wulff fordert, im letzten Moment die Notbremse zu ziehen und die Rechtschreibreform zu kippen! „Deutschland sollte bis auf wenige Ausnahmen zur alten Rechtschreibung zurückkehren und einen Schlussstrich unter diese unselige Diskussion ziehen“, so Wulff zu BILD am SONNTAG. „Wir haben jetzt noch die Chance dazu – auch wenn darunter nur einige Schülerjahrgänge leiden, trifft es immer noch eine Minderheit der Deutschen, die zudem sehr verunsichert ist.“ Viele Lehrer wüssten nicht genau, was sie vom kommenden Jahr an den Kindern beibringen sollten. „Es darf bei der korrekten Schreibweise aber keine Grauzonen geben“, sagt er. „Deshalb sollte zum Beispiel bei der Getrennt- und Zusammenschreibung wieder die alte Rechtschreibung verbindlich gelten.“ Gleichgültigkeit bei Fragen der Orthographie sei für die deutsche Sprache „eine schlichte Katastrophe“, so der CDU-Vize. „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

Die Verantwortlichen für die Rechtschreibreform greift Wulff scharf an: „Die Reform ist der Arroganz vermeintlicher Experten und der zuständigen Gremien geschuldet. Nie wurde beachtet, dass Sprache gewachsenes Kulturgut und dem Zugriff der Politik in hohem Maße entzogen ist.“ Vergangene Woche hatten die Kultusminister die „Zwischenstaatliche Kommission“, die bisher für die neuen Regeln verantwortlich war, durch einen „Rat für deutsche Rechtschreibung“ ersetzt. Er hat die Aufgabe, der KMK in fünf Jahren einen Bericht über den Stand der Rechtschreibung vorzulegen. Doch nach Ansicht von Wulff ist das Gremium überflüssig: „Was nützt es, wenn der ‚Rat für Rechtschreibung‘ in fünf Jahren die Entwicklung der Rechtschreibung beobachtet und erst dann Regeln möglicherweise ändert?“

Bis dahin habe sich „viel Unsinniges verfestigt“, kritisiert der Regierungschef. „Was falsch ist, darf aber nicht zur Regel werden!“



Heide Kuhlmann: Orthographie und Politik

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Norbert Lindenthal
01.08.2004 06.17
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Bild, 31.7.2004, Seite 6 rechts

Leser schreiben in BILD

Danke für Ihren Einsatz gegen diese unsägliche „Reform“. Wenn BILD sich entschließen könnte, einfach wieder zur alten Rechtschreibung zurückzukehren, wäre die Reform endgültig gestorben.

Anne Frey
Kirchzarten (Baden-Württemberg)

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Norbert Lindenthal
30.07.2004 05.57
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20040730

Bild, 29.7.2004, Seite 1

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Dominik Schumacher
28.07.2004 18.35
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Meldung eins

Deutsche Bibliothekare gegen Rechtschreibreform
Braunschweig, 28. 7. 2004.

Hundert deutsche Bibliothekare haben anläßlich der aktuellen Diskussion die folgende Resolution unterschrieben:

Rechtschreibung soll dem Leser dienen! Als Bibliothekare sehen wir mit großer Sorge den Verlust einer einheitlichen Orthographie durch die Rechtschreibreform. Die seit Jahren andauernde Reform der Reform und eine zunehmende Gleichgültigkeit erzeugen zudem viele weitere Schreibvarianten, die niemand mehr überblicken kann.
Nicht nur das Lesen und Lernen, sondern auch die Suchmöglichkeiten in Katalogen, Datenbanken und Textsystemen werden durch die uneinheitliche Schreibung erschwert: »Brennessel« findet man nicht, wenn man »Brennnessel« eingibt und umgekehrt. Die neuen Getrenntschreibungen sind besonders tückisch: z. B. waren immer »nichtlinear« oder »alleinerziehend« prägnante Suchwörter, doch diese Wörter gibt es nun gar nicht mehr. Man muß also mehr wissen als vorher statt weniger, und ältere und neuere Texte kann man nicht mit einem Zugriff finden.
Sorgen macht uns auch das Aussondern von Büchern – besonders in Kinder- und Jugendbüchereien – allein wegen ihrer »veralteten« Schreibung!
Als bester Weg der Schadensbegrenzung erscheint uns die Rückkehr zur bewährten Rechtschreibung, mit einer zehnjährigen Übergangsfrist, in der reformierte Schreibungen Schülern nicht als Fehler angerechnet werden.

Kontakt:
Bernhard Eversberg
Universitätsbibliothek Braunschweig

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DS
21.07.2004 08.06
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Ein Desaster

  21.7.2004   F.A.Z. Nr. 167 / Seite 31 

 

Ein Desaster

dtv-Verleger Balk zur Rechtschreibreform

Wolfgang Balk, Verleger des in München ansässigen Deutschen Taschenbuchverlags, hat sich in der jüngsten Ausgabe des Branchenmagazins „Buchmarkt“ entschieden gegen die Rechtschreibreform ausgesprochen. Balk nennt die Reform ein „kulturpolitisches Desaster ersten Ranges“ und fährt fort: „Aus nicht nachvollziehbaren Gründen, gegen sprachhistorische und linguistische Einsichten, gegen die Stimmen von Schriftstellern, Dichtern und Verlegern, gegen die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung wurde und wird von einer uneinsichtigen Clique dieses unsinnige Reformvorhaben diktatorisch durchgepeitscht.“ Man könne nur hoffen, so Balk, daß die „sogenannte Reform zu den Akten“ gelegt werde und dem natürlichen Veränderungsprozeß der deutschen Sprache wieder die notwendige Bewegungsfreiheit eingeräumt werde: „Lieber jetzt eine Beendigung des Schreckens als ein Schrecken ohne Ende.“

WedJul2109:51:01CEST2004

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DS
17.07.2004 22.36
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Kommentar

--- 17.7.2004  Prof. Dr. Helmut Jochems, Siegen 
KOMMENTAR

 

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Offener Brief an Prof. Dr. Gerhard Augst

Zwischenstaatliche Kommission für deutsche Rechtschreibung

Sehr geehrter, lieber Herr Kollege Augst,

am 9. Dezember 1989 – vor fast fünfzehn Jahren -  habe ich Ihnen folgendes geschrieben:

Wundert es Sie, daß gebildete Sprachbenutzer die orthografische Form ihrer Schreibe als Ausdruck der gemeinsamen Kultur und zugleich als Projektion ihrer eigenen Persönlichkeit sehen, beides Aspekte, die größte Behutsamkeit in der gewiß notwendigen weiterführenden Pflege verlangen? Wenn aber, wie die gegenwärtigen Reformvorschläge erkennen lassen, bestenfalls mit technokratischem Dilettantismus und schlimmstenfalls mit autoritärer Überheblichkeit vorgegangen wird, hat man dann Grund, über die heftigen Reaktionen überrascht zu sein? In meinen Augen ist das ganze Unternehmen so schrecklich verfehlt, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß selbst die dickfelligste Kultusbehörde es wagen wird, damit vor die Lehrerschaft oder vor die weitere Öffentlichkeit zu treten. Auch das kommerziell denkende Bibliographische Institut wird es sich dreimal überlegen, ob es ein Wörterbuch drucken soll, das als Gegenstand allgemeinen Spottes nur Sammlerinteresse fände, während die bisher unprivilegierten Wörterbücher anderer Verlage dann die entstandene Lücke ausfüllen würden.

Wie Sie sehen, habe ich mich damals getäuscht. Nun sind Sie an der Reihe. Nein, Sie klappen nicht aus Altersgründen die Aktendeckel zu, um sich nach getaner Arbeit aufs Altenteil zurückzuziehen. Zu gern hätten Sie noch viele Jahre die Deutschschreibenden nach Ihrer Pfeife tanzen lassen, und die Kultusministerkonferenz war ja schon bereit, Ihnen wirkliche Macht zu übertragen. Hätte nicht ein verantwortungsbewußter Politiker Anfang Januar die geheime Beschlußvorlage an die Öffentlichkeit gebracht, wäre dieser neueste Akt staatlicher Willkür sogar gelungen. Der öffentliche Aufschrei hat nicht nur dadurch einen Strich gemacht, sondern Ihre arrogante Mannheimer „Expertenrunde“ geschlossen in die Wüste geschickt. Auch den etwas demokratischer orientierten „Rat für deutsche Rechtschreibung“ wird es nicht geben. In Rechtschreibfragen wenigstens haben die Deutschen jetzt von staatlicher Gängelei die Nase voll.

An anderer Stelle meines damaligen Briefes habe ich Sie an das emanzipatorische Ethos der Wissenschaft erinnert, denn Wissenschaftler als Büttel staatlicher Machtgelüste sind ein Greuel. Sie haben in den vergangenen fünfzehn Jahren Ihren Ehrgeiz für wichtiger erachtet als die wissenschaftliche Redlichkeit. Noch Ihre Erklärung zum Abschied aus Ihrem privilegierten Stand strotzt von Unwahrheiten, mit denen Sie sich angesichts der blamablen Umstände des Endes Ihrer Rechtschreibreformerei wohl selber zu täuschen vermögen, nicht aber die deutsche Öffentlichkeit. Sie  läßt sich in dieser Sache nicht mehr belügen.

Von Ihrem „ehernen Gesetz“ wonach nur mit dem Einverständnis Österreichs, der Schweiz und Liechtensteins die Rechtschreibnormalität in Deutschland wiederherzustellen sei, wußte 1998 das deutsche Bundesverfassungsgericht nichts. Jedes deutsche Bundesland ist befugt, orthographische Festlegungen für seine Schulen und Behörden zu treffen. Wie das funktioniert, werden wir bald erleben.

Finstere „Beziehungsgeflechte“ stünden hinter der Gegnerschaft gegen die mißratene Rechtschreibreform, hierzulande und in den deutschsprachigen Nachbarländern? Eher kann man gespannt sein, welche Interna beim Zusammenbruch der sogenannten Rechtschreibreform an den Tag kommen. Eines ist jetzt schon klar: Seit Anfang 1998, als die KMK Ihre dringenden Änderungsvorschläge für das neue Regelwerk ablehnte, waren Sie und Ihre elf „Experten-Kollegen“ weiter nichts als die Marionetten der deutschen Kultusbürokratie. Das entlastet Sie nicht. Es bleibt aber die Frage, wie Sie diesen unwürdigen Zustand mit Ihrem akademischen Selbstwertgefühl vereinbaren konnten.

Einen orthographischen „Urmeter“ mit den „allenfalls 30 Präzisierungen und Modifikationen“ wollen Sie noch vorlegen? Ersparen Sie sich die Mühe. Als 1948 die Zwangswirtschaft zusammenbrach, blieben die Verwalter des Mangels auf ihren letzten Rationierungskarten sitzen. So wird es auch mit Ihrer staatlichen Zwangsreform gehen: Sie braucht nicht einmal „amtlich“ zurückgenommen zu werden, wenn die allgemeine Rechtschreibfreiheit wieder anbricht.

Vielleicht sollte man Ihnen und Ihresgleichen am Ende sogar dankbar sein. Es gibt leichte Erkrankungen, die gegen Schlimmeres immunisieren. Nach den Erfahrungen mit Ihrem Jahrhundertwerk werden zumindest in Deutschland staatliche Stellen es nie wieder wagen, gebildeten Bürgerinnen und Bürgern eine verhunzte Rechtschreibung aufzuzwingen.

Mit einem freundlichen und kollegialen Gruß

bin ich

Ihr Helmut Jochems

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Norbert Lindenthal
17.07.2004 19.36
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Duden einstampfen?


Bildunterschrift:

Muss der Duden seine Ausgabe zur Rechtschreibung in der neuesten Variante bald wieder einstampfen?



Süddeutsche Zeitung, 17./18.7.2004, Seite 2

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Karl Eichholz
11.07.2004 09.55
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Ein Rechtschreibreformer gibt Interna preis

Augenzeugenbericht: Wie es dazu kommen konnte

HORST HAIDER MUNSKE

Von der Amtshilfe zum Protest

Zitat: »Daß sie dennoch in der Sache so schlecht ausgefallen ist, hat vor allem zwei Gründe: die völlig unzureichende empirische Überprüfung ausgedachter neuer Regeln („Kopfgeburten“) am Gesamtwortschatz der deutschen Sprache und das Versagen der Politik in der Vorbereitung und Durchführung dieser Reform.«

mehr dazu unter
http://www.rechtschreibreform.de/Forum/showthread.php?threadid=791
__________________

mit herzlichen Grüßen
Karl Eichholz

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Dominik Schumacher
17.06.2004 19.34
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Hurraa, hurraa!



Hurraaa!!!
Jetzt ist es amtlich:

        Hurraa, hurraa!

Der aller-, aller-, allerneueste Duden ist da!

Zweifelhaft in allen maßgeblichen Fällen
Für den Neuschreiber hier zu Lande.

Vorbestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen.

Oder, damit Sie nicht noch lange warten müssen (Duden-Erscheinungstermin August 2004), schreiben Sie an die Redaktion@rechtschreibreform.de und bestellen sofort ein kostenloses Abo der kritischen Netzseite rechtschreibreform.de.

(Freiwillige Unkostenbeiträge sind möglich
und selbstverständlich in schwieriger Zeit gerne willkommen.)



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Dominik Schumacher
15.06.2004 08.27
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Wulff will Rechtschreibreform kippen

14.6.2004  
HB

Handelsblatt.com / DIE ZEIT

Wulff will Rechtschreibreform kippen

HB BERLIN. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat sich für eine Aufgabe der Rechtschreibreform ausgesprochen. Der »Bild am Sonntag« sagte der CDU-Politiker, man solle bis auf wenige Ausnahmen zur alten Schreibung zurückkehren und »einen Schlussstrich unter diese unselige Diskussion ziehen«. Jetzt sei die Möglichkeit dafür noch gegeben, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende. Am 1. August 2005 wird die neue Rechtschreibung an Schulen und Universitäten verbindlich. Zwar wird sie schon gelehrt, die Benutzung der alten Regeln gelten aber noch nicht als Fehler.

Viele Lehrer wüssten nicht, was sie vom kommenden Jahr an den Kindern beibringen sollten, sagte Wulff. Hinsichtlich der korrekten Rechtschreibung dürfe es aber keine Grauzonen geben. Denn Gleichgültigkeit in Fragen der Orthografie sei für die Sprache eine Katastrophe, sagte der CDU-Politiker. Ein Ende mit Schrecken sei besser als ein Schrecken ohne Ende.

Wulff sagte der Zeitung weiter, die Reform sei ein Ergebnis »der Arroganz vermeintlicher Experten und der zuständigen Gremien«. Dabei sei nicht beachtet worden, dass die Sprache ein gewachsenes Kulturgut und in starkem Maße dem Zugriff der Politik entzogen sei.

Handelsblatt.com

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Werner Fahnenstich
15.06.2004 04.58
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Noch ein Ministerpräsident

Soeben in der Netzeitung gefunden:

Am Sonntag sagte auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, die neue Rechtschreibung sei «eine Missgeburt und wird von den meisten Menschen nicht angenommen». Das müsse die Politik akzeptieren «und auch die Kraft haben, diese Reform grundsätzlich wieder abzuschaffen», sagte Müller der «Bild»-Zeitung.

Ulrike Flach (FDP), Vorsitzende des Bildungs- und Forschungsausschusses im Deutschen Bundestag, sagte der Zeitung, die Rechtschreibreform sei «die größte Fehlleistung der Kultusministerkonferenz».


Der gesamte Artikel kann hier eingesehen werden:

http://www.netzeitung.de/deutschland/290965.html

Gruß in die Runde

__________________
Werner Fahnenstich

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Karl Eichholz
13.06.2004 10.05
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Meldung 1 auf der Willkommensseite

13.6.2004

Johannes Marten 

Bild am Sonntag

CDU-Vize Wulff fordert: Schluss mit dem Chaos!

Erster Ministerpräsident will Rechtschreibreform kippen

Vor fünf Jahren wurde die deutsche Rechtschreibung reformiert. Seitdem herrscht Chaos.

Viele verstehen das neue Regelwerk nicht. Lehrer und Professoren, Buchverleger und Schriftsteller gehen auf die Barrikaden. Nur 13 Prozent der Deutschen sind laut der jüngsten Umfrage des Allensbach-Instituts mit der Rechtschreibreform einverstanden.

Bisher war jeder Widerstand vergeblich. Vergangene Woche beschloss die Kultusministerkonferenz (KMK): Ab 1. August 2005 sollen die umstrittenen Regeln an allen Schulen und Universitäten verbindlich gelten. Das heißt: Die alten Schreibweisen werden als Fehler gewertet. Doch jetzt stellt sich überraschend der erste Spitzenpolitiker hinter die Kritiker.

Der niedersächsische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Chef Christian Wulff fordert, im letzten Moment die Notbremse zu ziehen und die Rechtschreibreform zu kippen! „Deutschland sollte bis auf wenige Ausnahmen zur alten Rechtschreibung zurückkehren und einen Schlussstrich unter diese unselige Diskussion ziehen“, so Wulff zu BILD am SONNTAG. „Wir haben jetzt noch die Chance dazu – auch wenn darunter nur einige Schülerjahrgänge leiden, trifft es immer noch eine Minderheit der Deutschen, die zudem sehr verunsichert ist.“ Viele Lehrer wüssten nicht genau, was sie vom kommenden Jahr an den Kindern beibringen sollten. „Es darf bei der korrekten Schreibweise aber keine Grauzonen geben“, sagt er. „Deshalb sollte zum Beispiel bei der Getrennt- und Zusammenschreibung wieder die alte Rechtschreibung verbindlich gelten.“ Gleichgültigkeit bei Fragen der Orthographie sei für die deutsche Sprache „eine schlichte Katastrophe“, so der CDU-Vize. „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

Die Verantwortlichen für die Rechtschreibreform greift Wulff scharf an: „Die Reform ist der Arroganz vermeintlicher Experten und der zuständigen Gremien geschuldet. Nie wurde beachtet, dass Sprache gewachsenes Kulturgut und dem Zugriff der Politik in hohem Maße entzogen ist.“ Vergangene Woche hatten die Kultusminister die „Zwischenstaatliche Kommission“, die bisher für die neuen Regeln verantwortlich war, durch einen „Rat für deutsche Rechtschreibung“ ersetzt. Er hat die Aufgabe, der KMK in fünf Jahren einen Bericht über den Stand der Rechtschreibung vorzulegen. Doch nach Ansicht von Wulff ist das Gremium überflüssig: „Was nützt es, wenn der ‚Rat für Rechtschreibung‘ in fünf Jahren die Entwicklung der Rechtschreibung beobachtet und erst dann Regeln möglicherweise ändert?“

Bis dahin habe sich „viel Unsinniges verfestigt“, kritisiert der Regierungschef. „Was falsch ist, darf aber nicht zur Regel werden!“

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