Die Presse, Wien, 6.3.1999

Dummdeutsch für die Praxis

Zu einem neuen Rechtschreibwörterbuch von DUDEN

Theodor Ickler

Die sogenannte Rechtschreibreform betrifft keineswegs nur das Schreiben, sondern greift in die Grammatik und Semantik der deutschen Sprache ein. Sie zwingt zu ungrammatischen Schreibweisen wie noch Besorgnis erregender, so Leid es mir tut, wie Recht du doch hast; sie beseitigt alltägliche Wörter wie sogenannt, Handvoll, jedesmal; sie legt willkürlich fest, daß fertig stellen anders als bereitstellen getrennt zu schreiben sei; sie führt Tausende von unvorhersehbaren Varianten ein und vermehrt die Möglichkeiten der Worttrennung ins Unsinnige (Obst-ruktion, Ruma-roma, vol-lenden usw.; erst vor kurzem wurden die Wörterbuchmacher ausdrücklich ermahnt, Trennungen wie Hämog-lobin nicht zu unterschlagen!). Schließlich nimmt auch die neue Kommasetzung, die sich als völlig unlernbar erwiesen hat, einen beträchtlichen Teil des hypertrophen Regelwerks ein.

Unter dem Eindruck der wissenschaftlichen Kritik und wohl auch des breiten Widerstandes (mehr als anderthalb Millionen Menschen haben bereits gegen das Reformwerk protestiert) entschlossen sich die Reformer Ende 1997 selbst zu einer Erklärung, in der sie die Rücknahme zentraler Reformpunkte als „unumgänglich notwendig“ bezeichneten. Doch ihre Auftraggeber, die deutschen Kultusminister, lehnten jede Änderung ab. In den Schulen aller Bundesländer mit Ausnahme Schleswig-Holsteins wird also zur Zeit bewußt Falsches unterrichtet ­ ein unerhörter Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik. Allerdings ist die Kommission hinter verschlossenen Türen mit dem Rückbau der Reform beschäftigt. Spätestens im Jahre 2005, wenn die zusätzlichen Investitionen der Verlage sich amortisiert haben, will sie mit der endgültig „richtigen“ Schreibweise herausrücken; sie dürfte näher an der alten, immer noch allgemein üblichen liegen als an der Neuregelung. Die Kommission wird jedoch keinen Fehler zugeben, sondern schlicht behaupten, gewisse Teile der Neuregelung hätten nicht die erhoffte Akzeptanz gefunden.

Zur Überbrückung dieses Interregnums hat der Dudenverlag im November 1998 ein „Praxiswörterbuch“1* herausgebracht, das die schlimmsten Folgen der Neuregelung abzumildern versucht, indem es unter den angebotenen Schreibvarianten jeweils die am wenigsten anstößigste auswählt und als einzige zur Anwendung „empfiehlt“. Damit wiederholt sich ein Vorgang vom Beginn des Jahrhunderts: Der sogenannte Buchdruckerduden brachte gegen die noch verbliebene Variantenfülle der reichseinheitlichen Rechtschreibung das Interesse der Profession an eindeutigen Vorgaben zur Geltung. (Allerdings war die Regelung von 1902 nicht im entferntesten so mangelhaft wie die von der KMK über unsere Schulen verhängte Neuschreibung; außerdem kodifizierte sie lediglich die bereits lange bewährten Schreibweisen.) Daß andere Schreibweisen auch richtig sein können, braucht in der Tat nur den notengebenden Lehrer zu interessieren, nicht die Sekretärin oder den Journalisten. In vielen Fällen bevorzugt das neue Werk die herkömmlichen Schreibweisen. Auch die Skeptiker, so heißt es, sollen sich auf diese Weise mit der Neuschreibung anfreunden können. Vor allem will dieses Wörterbuch denjenigen die Mühe abnehmen, die sonst je für sich eine eigene „Hausorthographie“ entwickeln müßten. Auch dies ist natürlich ein vernichtendes Urteil über die Rechtschreibreform. Was für ernsthafte praktische Zwecke nicht taugt, ist für die Schule immer noch gut genug? Sollte gerade die Schule, für die das Ganze doch angeblich unternommen wurde, an klaren Regeln weniger interessiert sein? Bei aller Verfehltheit im einzelnen, die sogleich sehr deutlich werden wird, ist dies die wichtigste Botschaft, die vom bloßen Erscheinen des Praxiswörterbuchs ausgeht: Die Neuregelung ist und bleibt eine Sonderschreibung, die für die Praxis nicht taugt.

Laut Vorwort ist das Praxiswörterbuch mit Unterstützung durch die Deutsche Presse-Agentur entstanden. Diese Unterstützung beschränkte sich allerdings, wie die Agentur inzwischen mitgeteilt hat, auf die Übersendung der allgemein gebräuchlichen Transkriptionsregeln für fremde Eigennamen und hat mit der Rechtschreibreform nichts zu tun. Die Agentur will erwirken, daß der verkaufsfördernde, aber irreführende Verweis auf dpa aus der nächsten Auflage entfernt wird. Die Danksagung für einen derart geringfügigen Dienst soll offenbar den Eindruck erwecken, daß das neue Wörterbuch mit der wichtigsten deutschen Nachrichtenagentur abgestimmt sei ­ ein durchsichtiges Mittel, die anstehenden Entscheidungen anderer Agenturen und der Zeitungen zu beeinflussen.

Der Duden strickt auch nach dem Entzug seiner staatlichen Privilegierung an der Legende weiter, es gebe eine allgemein verbindliche Schreibung. Obwohl die Neuregelung nur für die Schulen verbindlich ist (wie auch das Bundesverfassungsgericht noch einmal festgehalten hat), behauptet das Praxiswörterbuch ohne Einschränkung, nur die amtlichen Schreibungen seien „richtig“. Im Vorwort heißt es: „Bei der Worttrennung dürfen wir wählen ...“ ­ Aber „wir“ dürfen ohnehin alles, nur die Schüler dürfen nicht. Diesen Unterschied nach Kräften zu vertuschen ist die Geschäftsgrundlage des Verlags, der für seine schwarzrotgoldenen Bände weiterhin Amtlichkeit suggeriert.

Daß vermeintlich „Richtiges“, wenn es in Wirklichkeit bloß das Verordnete ist, durchaus falsch sein kann, wurde bereits gezeigt. Oft ist es einfach schlecht oder widersprüchlich. Die neue Großschreibung bei im Allgemeinen, des Öfteren, im Übrigen usw. ist eindeutig schlechter als die übliche Kleinschreibung. Dies hat man schon um die Mitte des vorigen Jahrhunderts eingesehen und daraus die praktischen Folgerungen gezogen. Die neue Nichttrennung von ck (Da-ckel) ist nicht nur schlechter, weil sie gegen die Grundregel der Trennung nach Sprechsilben verstößt; sie widerspricht außerdem auch der richtigen Feststellung des Regelwerks, daß ck nur eine typographische Variante von kk ist. Folglich müßte Dackel ebenso getrennt werden wie Dattel. Dak-kel war also grundsätzlich in Ordnung und wurde längst auch vom Computer beherrscht. (Daß heutzutage fast nur noch am PC geschrieben wird, berücksichtigt die Neuregelung an keiner Stelle.)

Im Vorwort wird behauptet: „Alle im DUDEN-Praxiswörterbuch angegebenen Schreibungen entsprechen dem neuen amtlichen Regelwerk.“ Diese Behauptung ist falsch. Dazu einige Beispiele: Die Reform hatte zur allgemeinen Überraschung erklärt, das Wort schwerbehindert existiere nicht mehr, nur noch schwer behindert. Schon der Rechtschreibduden nahm sich die Freiheit, wenigsten das Substantiv Schwerbehinderte zu retten ­ gegen den Wortlaut der Neuregelung, denn wenn es das Adjektiv schwerbehindert nicht mehr gibt, kann es auch seine Substantivierung nicht mehr geben. Die neue, durch ein Sternchen im amtlichen Wörterverzeichnis ausdrücklich markierte Schreibung ist vielmehr, wie auch führende Reformer ­ übrigens zugleich Dudenautoren ­ ausdrücklich erklärten, schwer Behinderte, Schwer-Behinderten-Gesetz usw., was bisher zwar auch eine jederzeit mögliche Konstruktion war, jetzt aber als einzig zulässig gelten soll. Der Praxisduden macht sich nun ein Schlupfloch zunutze, das die Reform gelassen hat: er erklärt schwerbehindert kurzerhand für „fachsprachlich“, und damit ist es gerettet; denn die Fachsprachen werden von der Neuregelung nicht berührt. Bei fleischfressend (karnivor) und Dutzenden ähnlicher Wörter kann er sich nicht zu einem analogen Vorgehen entschließen, es bleibt bei Fleisch fressend. Bei leicht verletzt, anders denkend, gleich gesinnt (aber Leichtverletzte, Andersdenkende, Gleichgesinnte!) bleibt er auf halbem Wege stehen, wie schon der Rechtschreibduden. Und bei tief greifend und vielen anderen Wörtern ist die Anpassung an die Erfordernisse der Grammatik ganz unterlassen worden. Im Praxisduden und in der übrigen neuen Dudenliteratur wird tatsächlich behauptet, hier sei die bisherige Zusammenschreibung nicht nötig, weil der Ausdruck nicht als ganzer gesteigert werde. Das ist offenbar Unsinn, denn wir finden Beispiele wie die folgenden zu Hunderten: Der tatsächliche Wandel der Arbeitsplätze sei wesentlich tiefgreifender. (FAZ 23. 5. 1996) ­ Zwar hätten Länder wie die Schweiz eher mit den Reformen begonnen, aber in Deutschland seien sie am tiefgreifendsten. (FAZ 2. 7. 1996) usw. In allen diesen Fällen wäre die Getrenntschreibung offensichtlich grammatisch falsch. Eine Reform, die solches erzwingt, und Wörterbücher, die es unter die Leute bringen, richten sich selbst.

Natürlich ist Aufsehen erregend, Kosten sparend in vielen Fällen falsch, aber der Praxisduden ist keineswegs befugt, aufsehenerregend, kostensparend, nichtssagend wiederherzustellen und als regelkonform auszugeben. Es handelt sich vielmehr um einige jener Revisionsvorschläge, die von der Rechtschreibkommission als „unumgänglich notwendig“ unterbreitet, von den Kultusministern jedoch ausdrücklich abgelehnt wurden.

Von notleidenden Krediten im Gegensatz zur Not leidenden Bevölkerung weiß der Rechtschreibduden so wenig wie die amtliche Regelung; das Praxiswörterbuch hat dies unter dem Eindruck der Kritik hinzuerfunden. Das Praxiswörterbuch geht mit der eigenmächtigen Korrektur der amtlichen Regelung an vielen Stellen über den reformierten Rechtschreibduden hinaus. Ein Händchen haltendes Paar sieht zwar lächerlich aus, ist aber jetzt eindeutig vorgeschrieben. Das Praxiswörterbuch setzt eigenmächtig hinzu: „aber das Paar ging händchenhaltend über die Straße“. (Dabei ist dieser Gebrauch nicht einmal zwingend mit Zusammenschreibung verbunden!) Ebenso in Dutzenden von Fällen.

Das Wort sogenannt wird zwar nicht wiederhergestellt, es bleibt bei so genannt ­ aber die Abkürzung soll gleichwohl sog. lauten! (Das Österreichische Wörterbuch aus der Hand der österreichischen Reformer selbst ist da konsequenter; es vermerkt: „so gen. (früher: sog.)“. Dafür löst es wohlschmeckend usw. auf, also: etwas noch wohl Schmeckenderes, am wohl schmeckendsten ­ eine grammatische Monstrosität, die wiederum der Duden von vornherein vermieden hat.) Das Nebeneinander von blutstillend und Blut saugend bleibt bestehen. Dieser Wirrwarr betrifft Hunderte von Fällen.

Als ganz unlösbar hat sich ein Problem erwiesen, das die Neuregelung für Zusammensetzungen mit hoch- hinterlassen hat: hochstehend oder hoch stehend usw.? In offiziösen Sonderbeilagen der „Woche“, „Hörzu“ usw. war der ganze Komplex vorsichtigerweise ausgespart, aber ein „Praxiswörterbuch“, das die Zeitungen ansprechen und nicht nur der breiten Bevölkerung etwas vormachen will, muß Farbe bekennen. Es kommt zu dem salomonischen Schluß: „In Zweifelsfällen ist sowohl Getrennt- als auch Zusammenschreibung möglich.“ Zweifel hat freilich jeder, der im Wörterbuch nachschlägt.

Der Hohe Priester muß laut Neuregelung getrennt geschrieben werden, wobei die Reformer offenbar übersehen haben, daß es Formen ohne Beugung des Erstgliedes gibt: Soll man etwa schreiben den Hohe Priester usw.? Nachdem der Rechtschreibduden hier wahre Eiertänze vorgeführt hat, zieht das Praxiswörterbuch einen Schlußstrich: Es heißt schlicht und einfach wieder der Hohepriester und ebenso das Hohelied ­ vernünftig, aber in krassem Widerspruch zur amtlichen Regelung.

Zunächst völlig absurd scheint folgender Eintrag: „wieder sehen; er kann wieder sehen, aber er wird sie bald wiedersehen (mit ihr ein Wiedersehen feiern)“. Warum sollte dies überhaupt einen besonderen Eintrag wert sein? Dazu muß man den Hintergrund kennen: Der reformierte Rechtschreibduden hatte sich der irrigen Meinung hingegeben, wiedersehen müsse neuerdings getrennt geschrieben werden (eine Folge der unklaren Angaben von &167; 34 der Neuregelung). Die Fehldeutung hat sich nach und nach in mehrere Millionen Wörterbücher (auch von anderen Verlagen) fortgeerbt. Im Praxiswörterbuch wird sie nun stillschweigend korrigiert, jedoch so, daß auf den ersten Blick überhaupt keine Änderung vorliegt: derselbe Haupteintrag wieder sehen findet sich hier wie dort. Wer ein neues Wörterbuch gekauft hat und darin das Wort wiedersehen nicht mehr findet, sollte kostenlosen Umtausch verlangen; die Ware ist schwer mangelhaft.

Übrigens bleibt es in anderen Fällen bei der fehlerhaften Auslegung der neuen Regeln. So wird wiederherstellen nicht wiederhergestellt ­ offenbar zu Unrecht, denn die Bedeutung des getrennt geschriebenen Gefüges wieder herstellen (also ungefähr: ,etwas, dessen Produktion eine Zeitlang ausgesetzt war, aufs neue herstellen‘) ist keineswegs dieselbe wie die des zusammengeschriebenen (,in den früheren Zustand versetzen‘). Ebenso falsch sind die Einträge wieder aufrichten, wieder beleben, wieder verwerten.

Interessant ist auch die Wiederherstellung von blindschreiben als „fachsprachlich“, nachdem der Rechtschreibduden uns die Neuschreibung blind schreiben mit Rotdruck als einzig zulässig „einzubläuen“ versucht hatte.

Beim Bindestrich erlaubt sich das Praxiswörterbuch eine folgenreiche Eigenmächtigkeit: Bisher galt, daß Farbmischungen ohne Bindestrich, Farbkombinationen mit Bindestrich geschrieben werden: blaurot, aber blau-rot. Laut Neuregelung (&167; 36) soll diese Unterscheidungsschreibung nicht mehr obligatorisch sein. Bereits in der Einleitung stellt das neue Werk den alten Zustand wieder her, ebenso unter einzelnen Stichwörtern.

Nicht nachzuvollziehen ist, warum Finnland das Land der tausend Seen ist, während bei Tausend und Abertausend Sterne Großschreibung eintritt; allerdings gehört der entsprechende Paragraph der Neuregelung zu den verworrensten überhaupt.

Bei der neuen Großschreibung im Inneren mehrteiliger Ausdrücke aus Fremdsprachen (Corpus Delicti usw.) war der Duden von Anfang an korrekter als die Konkurrenz. L‘art pour l‘art ist allerdings weiterhin falsch, es muß jetzt L‘Art pour l‘Art heißen.

Bei der Fremdwortschreibung ist das Praxiswörterbuch so konservativ wie möglich. Thunfisch bleibt, ebenso Bouclé, Necessaire usw.; und der Frigidaire verschwindet in der Versenkung, aus der ihn die Neuregelung eigens zum Zwecke der postumen Schreibänderung (Frigidär) hervorgeholt hatte. Die Plattitüde wäre nicht nötig gewesen, zumal sie auch noch als „gehoben“ markiert ist.

Ein paar Flüchtigkeitsfehler der Neuregelung (wie sie in einem amtlichen Regelwerk mit „Erlaß“-Charakter allerdings nicht vorkommen sollten!) sind stillschweigend korrigiert. So sieht das Regelwerk vor: hintenüberstürzen, aber vornüber stürzen. Der Praxisduden bietet sinnvollerweise ­ aber entgegen der amtlichen Vorschrift ­ vornüberstürzen. Die archaisierende Neuschreibung in Sonderheit und das extrem dummdeutsche platzieren lassen allerdings kein Ausweichen zu.

Neben der Getrennt- und Zusammenschreibung ist es vor allem die Silbentrennung, die den Praxisduden zu besonderen Anstrengungen veranlaßt hat.

Die Abtrennung einzelner Buchstaben ­ eine der überflüssigsten Eingebungen der Reformer ­ wird gar nicht erst erwogen: Buche-cker wird man also hier nicht finden (allerdings A-pis - wohl ein Versehen). Die Fremdwörter sind teilweise wieder eher „organisch“ getrennt: Pro-gnose, Kon-stellation, nicht Prog-nose, Kons-tellation wie im Rechtschreibduden. Die Flagge unserer nördlichen Nachbarn heißt wieder Dane-brog, man fragt sich aber noch nachträglich, welcher Teufel die Verfasser geritten hat, daß sie auch nur einen Augenblick lang Daneb-rog (so im Rechtschreibduden) erwägen konnten. Jedoch verfährt das neue Wörterbuch gerade hier erstaunlich inkonsequent. Den A-pop-lektiker des Rechtschreibdudens hat die Redaktion wieder aufgegeben, nicht aber das Apos-tolat und den Apos-taten. Bisher stand durch wohlgegründete Regeln fest, daß man demon-strieren trennt. Den Rechtschreibduden hatte die Reform dazu bewogen, demonst-rieren als erste Wahl anzubieten. Das Praxiswörterbuch ist ohne nähere Begründung auf eine dritte Möglichkeit verfallen und kennt nur noch demons-trieren. Was sprach eigentlich dagegen, den bisherigen Usus beizubehalten? Das kopflose Hin- und Herschwanken macht die Schreibweise von Hunderten ganz gebräuchlicher Wörter unvorsehbar. Wie trennt man zum Beispiel Designer? Bisher Desi-gner, nach dem reformierten Rechtschreibduden Desig-ner, aber der Praxisduden kehrt zu Desi-gner zurück! So sind auch alle Trennungen vom Typ Arma-gnac, Champa-gner gegenüber dem Rechtschreibduden wiederhergestellt, nur Aurig-nacmensch nicht. Ar-thritis, De-lhi und Po-grom waren zwischendurch Arth-ritis, Del-hi und Pog-rom (!), sind aber jetzt ebenfalls wieder in der üblichen Form zu finden. Epi-skop bleibt, aber nur eine Zeile weiter steht neuerdings Epis-kopat. Daß man sehr geläufige Fremdwörter schon lange nicht mehr morphologisch trennt (Epi-sode, Epo-che), ist kein Grund, gelehrte Bildungen derselben barbarischen Prozedur zu unterwerfen (Epen-these, Epe-exegese). Neben di-ploid stehen Diph-thong und Dip-tychon (und natürlich Trip-tychon; was haben eigentlich Dip und Trip hier zu suchen?). Es soll heißen Di-alog (! ,doppelt unvernünftig‘ ­ oder was?), aber Dia-spora, Pros-pekt, Res-pekt, aber Per-spektive. Zwischen lauter Zy-klen, Zy-klonen, Zy-klopen steht einsam und allein zyk-lisch, aber wiederum azy-klisch, antizy-klisch, prozy-klisch. In-stinkt ist wiederhergestellt, bei Urins-tinkt hat man die Rettungsaktion vergessen. Di-oxid und Dio-xin stehen unmittelbar untereinander. Zwischen Dutzenden von Wörtern mit Ana-, Anti-, Hypo- und Inter- stehen ganz singulär Anas-tomose, Antis-tes, Inte-resse und Hypos-tase. Sy-nopse, sy-nergetisch und eine Reihe ähnlicher Barbarismen findet man unter zahlreichen sinnvollen Trennungen, die das auch im Deutschen produktive Fremdpräfix syn- absichern. Was sollen wir uns bei all diesen Pekten, Tasen, Nopsen und Ressen eigentlich denken? Auch die vielen Trennungen nach dem Muster Di-alog, Di-agnose, di-agonal hinterlassen jedesmal einen vollkommen sinnwidrigen Rest. Die hundertfach belegte Vorsilbe Re- soll überall korrekt abgetrennt werden: Re-spiration, Re-stitution usw., nur bei ganz wenigen Wörtern wie Res-pekt und Res-triktion nicht. Mit lateinisch ad- sind einige Dutzend Wörter gebildet; die Trennung adä-quat wäre wirklich nicht nötig gewesen. Daß das griechische Negationspräfix a- vor Vokalen als an- erscheint, wird bei An-algetikum, An-alphabet und An-astigmat als bekannt vorausgesetzt, bei Anakoluth, Anarchie jedoch nicht. Andererseits soll das in Anastigmat und Astigmatismus enthaltene Stigma (ein eigenes Stichwort!) durch die Trennung Anas-tigmat, As-tigmatismus völlig zum Verschwinden gebracht werden ­ eine Inkonsequenz, mit der letzten Endes weder dem Wissenden noch dem Unwissenden ein Gefallen getan wird. Auch griechisch auto- ist durch lange Wortreihen gut gesichert; warum tanzen autoch-thon und Au-topsie aus der Reihe? An-ästhesie und Syn-ästhesie sind sinngemäß getrennt, aber mitten dazwischen überbietet Ki-nästhesie sogar noch den Rechtschreibduden (Kin-ästhesie). Warum wird Ko-itus anders getrennt als Exi-tus? Die Je-su-i-ten haben eine zusätzliche Trennstelle bekommen, die In-tui-ti-on nicht. Die Re-demptoristen werden sich eher bekreuzigen als der Trennung ihres Namens folgen.

Wie wir schon gesehen haben, verzichtet der Praxisduden vernünftigerweise auf die Abtrennung einzelner Vokalbuchstaben am Wortanfang, trifft aber eine Fehlentscheidung über die Stammvokale in Zusammensetzungen aus den alten Sprachen. Die Folgen sind wiederum ein krasses Durcheinander: So soll physi-ognomisch und archä-ologisch getrennt werden, was den Leser mit den seltsamen Bruchstücken ologisch und ographisch alleinläßt; aber bei den genau entsprechenden Bildungen geologisch und biografisch verläßt die Bearbeiter der Mut, es bleibt bei geo-logisch und bio-grafisch. Der Fehler besteht wohl darin, daß man zu sehr auf die erste und zu wenig auf die zweite Zeile geachtet hat; während nämlich am Ende der ersten Zeile Olympi- und Olympio- ungefähr gleich akzeptabel sind, macht es einen großen Unterschied, ob am Anfang der zweiten ein sinnvolles -nike oder ein sinnloses -onike steht, wie der Praxisduden „empfiehlt“.

Damit verlassen wir die alten Sprachen, ohne ihre Mißhandlung auch nur annähernd vollständig dargestellt zu haben. Die Pickles werden wieder wie früher Pick-les getrennt; sobald sie aber gemischt auftreten, gilt die törichte neue Trennung Mixed Pi-ckles, Mixpi-ckles! Der reformierte Rechtschreibduden hatte die Jugoslawen zu Jugos-lawen gemacht; diese Torheit nimmt das Praxisbuch zurück. Sehr inkonsequent verfährt es jedoch bei der Rettung chinesischer Namen. Zwar wird der Jang-tse nicht mehr wie im Reformduden Jangt-se getrennt, aber der „chin. Weise“ mit dem zweisilbigen Namen Lao-tse muß sich von den westlichen Barbaren weiterhin La-ot-se nennen lassen; der andere soll Kon-fut-se heißen! Den Indern ergeht es nicht besser. Das Sanskritwort Pandschab soll laut Reformduden „Fünfstromland“ bedeuten; das ist richtig und führte zur bisherigen Trennung Pandsch-ab (man denke an Punsch, ein Getränke aus fünf Zutaten ­ trotz Schiller, der im „Punschlied“ bekanntlich nur „vier Elemente, innig gesellt“, ansetzt!). Sogar Pan-dschab wäre nachvollziehbar, weil dsch „für einen einzigen Konsonanten steht“. Aber das Praxiswörterbuch entscheidet sich für die einzige garantiert sinnlose Lösung: Pand-schab. Wenn man für das tschechische Hácˇek eine eher eingedeutsche Transkription wählt, ändert sich damit doch nicht auch die Silbengrenze; Hat-schek ist daher in den Augen unserer östlichen Nachbarn ein arger Fehlgriff. Dabei hatte der reformierte Rechtschreibduden hier noch eine Notbremse gegen den Eindeutschungseifer vorgesehen: „Stehen die Buchstabengruppen dsch oder tsch für Einzelbuchstaben aus fremden Sprachen, so sollten sie ungetrennt bleiben dürfen.“ Von weiter entfernten Sprachen brauchen wir gar nicht erst zu reden. Der Ferntourismus blüht, an den Schulen wird für exotische Fremdsprachen geworben ­ und der Duden ersetzt die übliche Trennung Kilima-ndscharo durch Kilimand-scharo. Das Ganze ist auch eine Unhöflichkeit der deutschen Provinz gegenüber dem Rest der Welt.

Die Ungereimtheiten bei der Silbentrennung beruhen im wesentlichen auf zwei Fehlentscheidungen:

Erstens auf dem Gedanken, daß die Kenntnis der alten Sprachen immer mehr zurückgehe, weshalb eine „volkstümliche“ Behandlung der fremden Ausdrücke angezeigt sei. In gewissem Sinne trifft jedoch das Gegenteil zu. Die ungemein produktive Lehnwortbildung mit Hilfe lateinischer und griechischer Elemente (teilweise über das Englische vermittelt) führt zur Popularisierung vormals mehr oder weniger entlegener und gelehrter Morpheme. Wer wußte denn vor fünfzig Jahren, was Öko- oder Nano- bedeuten? Heute wimmeln die Tageszeitungen davon, mit der Folge, daß sehr viele Fremdwörter keineswegs so undurchsichtig sind, wie die Reformer und ihre lexikographischen Hilfstruppen unterstellen. Fast jeder weiß ungefähr, daß der Mensch auf griechisch-lateinisch Anthropus heißt. Es erschwert die Sache unnötig, wenn man mit Lanthropus, Kanthropus, Nanthropus und Santhropus rechnen muß (Phi-lanthrop, Pithe-kanthropus, Si-nanthropus, Mi-santhrop). Das Praxiswörterbuch läßt uns mit Garchie, Narchie und Rarchie allein, und der abgetrennte Vorderteil, Oli-, Mon- und Hie-, ist auch nicht zu gebrauchen. Ähnlich die Ralgie, Talgie usw. (aus Hysteralgie, Nostalgie); solche Fetzen schwemmen bloß den Wortschatz auf. Natürlich neigen Kinder und wenig Gebildete dazu, Symp-tom zu trennen, aber sie könnten ja irgendwann lernen, wie dieses Wort in Wirklichkeit zusammengesetzt ist, und würden dann u. a. erkennen, daß es in der Reihe Sympathie, Symphonie usw. keine Ausnahme darstellt. Diese Chance wird verbaut, wenn man die Primitivschreibe in Wörterbuch und Trennprogramm verewigt.

In geringerem Umfang gilt dies sogar für die modernen Fremdsprachen. Trennungen wie Pul-lover und Pul-lunder verdunkeln selbst einfachste Zusammenhänge, und dabei soll bald in allen Grundschulen Englisch gelernt werden.

Der zweite Irrtum ist von den Reformern gelegentlich so formuliert worden: Man müsse nicht nur an den professionellen Textverfasser denken, sondern auch an die Schreibkraft, die Fremdtexte einzutippen habe. Dagegen ist zu sagen: Die fachgerechte Gestaltung eines Textes gehört zur Fachlichkeit selbst; in keiner Disziplin läßt man den Hilfskräften das letzte Wort, sondern verlangt von ihnen, daß sie sich den Forderungen des Faches anbequemen. Die Professorin der Klassischen Philologie wird verlangen dürfen und müssen, daß in ihren Texten An-akoluth, Palim-psest, Pan-egyrik usw. geschrieben wird und nicht Ana-koluth, Palimp-sest, Pa-negyrik, wie der Praxisduden will.

Hinzuzufügen ist, wie bereits angedeutet, daß all dies schließlich auch in Rechtschreib- und Trennprogrammen für den PC verewigt werden würde, so daß der Fachmann die größte Mühe hätte, aus seinen Texten das Unerwünschte per Hand wieder zu entfernen. Und gerade die Tatsache, daß fast alle ernsthaften Texte auf dem PC geschrieben und automatisch getrennt werden, eröffnet ja auch die Möglichkeit, die war „schwereren“, aber besseren, weil sinnvollen morphologischen Trennungen beizubehalten, ohne den Schreibenden zu überfordern.

Noch leichtfertiger ist wohl die unorganische Trennung deutscher Wörter: Das Wörterbuch empfiehlt ei-nander, hi-nauf, he-runter, vo-rüber usw., kanonisiert also einen primitiven Anfängerfehler. Damit schließt es sich der abwegigen Meinung der Reformer an, daß die Deutschen, nur weil sie manche Zusammensetzungen gebunden sprechen, außerstande seien, deren Bestandteile zu erkennen. Dieselben Sprecher, denen der Rechtschreibduden die Trennung Son-nabend zutrauen zu müssen glaubte, sollen aber zwecks Großschreibung nicht nur die Wortarten in fremden Sprachen (Venia Legendi, Herpes Zoster usw.), sondern ­ bei allen genannten Torheiten ­ grundsätzlich die antike Metrik beherrschen, so daß sie anders als der Rechtschreibduden wieder Pu-blikum trennen. Welcher Journalist fühlt sich nicht auf den Arm genommen, wenn man ihm die Trennung He-rablassung, vo-raus usw. zumutet? Während durch die verordnete Großschreibung von Acht geben eine ziemlich obsolete „Acht“ künstlich reanimiert wird, sollen Obacht und beobachten völlig undurchschaubar sein, so daß der Praxisduden die Trennung beo-bachten empfiehlt und Obacht für gänzlich untrennbar erklärt. Komischerweise überträgt sich diese Trennungsscheu auch auf Obligation, während bei Ob-literation die erste Silbe sehr wohl abgetrennt wird ­ warum auch nicht? Manchmal allerdings überschlägt sich der antikisierende Übereifer: Ma-gma ist denn doch zuviel!

Von der Trennung nach Sprechsilben sind auch geographische Namen betroffen. Die Salzburger müssen sich damit abfinden, daß ihr Flüßchen jetzt Sal-zach heißt, im Bodensee liegt die Mai-nau, in Österreich die Wa-chau, und die Ramsauer wohnen jetzt in Ram-sau. (Im Rechtschreibduden findet man neuerdings auch Haller-tau, Heri-sau usw., die zweifellos auch im Praxiswörterbuch so erscheinen würden, wenn sie denn aufgeführt wären.) Das ist so, als wollte man die Aussprache von Soest, Itzehoe usw. in der vom Schriftbild nahegelegten Weise ändern, nur weil der eine oder andere Schwabe nicht weiß, womit er es zu tun hat.

Dieses ganze Durcheinander soll Standard der deutschen Presse werden, obwohl weder Menschen noch Computer mit der bisherigen sinnvolleren Trennung die geringsten Schwierigkeiten hatten.

Die Verfasser berufen sich bei ihren Entscheidungen auf die legendäre Dudenkartei. Seltsamerweise scheint darin das Wort selbständig nicht vorzukommen, obwohl es doch zum Beispiel im Jahrgang 1996 der F.A.Z. nicht weniger als 1341mal belegt ist. Duden kennt nur noch selbstständig, das ist keine andere Schreibweise, sondern ein anderes, jüngeres Wort und wahrer Zungenbrecher. Handvoll und ähnliche Zusammensetzungen, die seit Jahrhunderten im Deutschen heimisch und in den Dialekten gemütvoll verkürzt sind (Hämpfele, Arfel = Handvoll, Armvoll), werden von der Neuregelung aus dem Verkehr gezogen, ebenso jedesmal und viele andere. Der Duden schließt sich diesen Machtsprüchen der KMK klaglos an ­ Kartei hin, Kartei her.

(Wie weit die Unterwürfigkeit der Dudenredaktion geht, sieht man auch an der Neubearbeitung der Duden-Grammatik. Während die vorletzte Ausgabe noch zutreffend feststellte, zwei Drittel der Zusammensetzungen aus Substantiv und Partizip folgten dem Muster gefahrbringend, erdölverarbeitend (1995, S. 516f.), leugnet die Neubearbeitung, je etwas von diesem Wortbildungstyp gewußt zu haben (1998, S. 533). Auch andere Beispiele wie schwerkrank, gutbezahlt und weichgekocht sind kurzerhand gestrichen, weil sie nicht in die reformierte Rechtschreibung passen! Übrigens verbietet die Redaktion sich auch den eigenen Gebrauch des Wortes selbständig. Es ist an sämtlichen Stellen der Neubearbeitung und in allen anderen Dudenbüchern durch selbstständig ersetzt ­ das wiederum in reformierten Langenscheidt-Wörterbüchern von 1997 aus demselben Verlagskonzern überhaupt noch nicht vorkommt!)

Die „Freigabe“ des Kommas vor Infinitivsätzen ­ ein Prunkstück der Reform und oft angeführter Beweis ihrer „Liberalität“ ­ wird vollständig zurückgenommen.

Fazit: Das Bemühen, die gröbsten Schnitzer der Reform auf kaltem Wege, also ohne die von den Kultusministern untersagte Revision zu glätten, ist ein Irrweg. Er kann die mutwillig zerstörte Einheit der Orthographie nicht wiederherstellen. Da die Schulen gehalten sind, eine wesentlich variantenreichere, zum Teil auch andere Rechtschreibung zu unterrichten als die hier präsentierte, trägt das neue Wörterbuch noch weiter zur Zersplitterung der deutschen Orthographie bei. Man fragt sich auch, warum die orthographische Einheitlichkeit der Zeitungen überhaupt durch Rückgriff auf die anerkannt minderwertige Neuregelung hergestellt werden muß, zu deren Befolgung ja niemand außerhalb der Schule gezwungen werden kann. Der Schlüssel zur Einheit liegt vielmehr dort, wo ihn der Volksentscheid von Schleswig-Holstein deponiert hat: in der „allgemein üblichen Rechtschreibung“. Sie ist hervorragend leserfreundlich und, wenn man einige bekannte Duden-Haarspaltereien auskämmt, auch nicht übermäßig schwer zu erlernen. Die Neuregelung ist viel schwieriger, wie inzwischen Tausende von verkorksten Texten beweisen. Wer kann auch nur einen Augenblick annehmen, es sei für Schüler eine Erleichterung, sogenannt nur noch getrennt zu schreiben? Allein dieses Beispiel sollte genügen, die Verfehltheit des ganzen Unternehmens zu zeigen.

Warum kann sich die Dudenredaktion, die doch früher und besser als jeder andere die fatalen Mängel der Reform erkennen mußte, nicht zu einem Wort des Widerstands aufraffen? Die Antwort ist leider sehr einfach: Der Duden ist selbst zu tief in das Reformunternehmen verstrickt. Er war an der Ausarbeitung der Reform beteiligt und hat sich zusammen mit den Konzernschwestern Brockhaus, Langenscheidt, Meyer an die Spitze der Reformvermarktung gesetzt. Dazu gehört die Strategier der verbrannten Erde, die nur dieses Verlagshaus befolgt: Aus seinen Wörterbüchern ist nicht einmal mehr die bisherige, noch bis 2005 zulässige Orthographie zu entnehmen. Als die Kultusminister wahrheitswidrig behaupteten, die Reform verringere die Zahl der Regeln, widersprach der Duden nicht etwa, sondern legte in einem internen Redaktionspapier fest: „Die inhaltlich falsche, aber politisch wirksame Formel ,aus 212 mach 112‘ muß auch im Duden ihren angemessenen Ausdruck finden.“ Nicht der Umfang, sondern die Numerierung des Paragraphenwerks wurde entsprechend geändert. Schon durch diese Mitwirkung am großen Vernebelungswerk der Wahrheitsministerien hat der Duden viel von seinem einstigen Kredit verspielt. Die Unlauterkeit des Beginns zeugt fortwährend neue Mißgeburten. Die seither erschienenen Wörterbücher lassen nichts mehr vom lexikographischen Ethos der Brüder Grimm erkennen, die im Vorwort zum Deutschen Wörterbuch ihre Entschlossenheit bekräftigten, die Sprache so darzustellen, wie sie ist. Unsere heutigen Wörterbuchmacher bieten ein Bild der Sprache, wie sie nach dem Wunsch einer „Hand voll“ wildgewordener Didaktiker sein soll. Einem solchen Unternehmen wird zwar keine Dauer beschieden sein, aber für eine gewisse Zeit kann es beträchtliche Verwirrung und großen Schaden anrichten.


1* Duden: Praxiswörterbuch zur neuen Rechtschreibung, Mannheinm 1998