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Bertelsmann
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Sigmar Salzburg
26.04.2016 17.25
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Gesellschaft für Bildung und Wissen

Veröffentlicht am 11.04.16
Stifter im Fokus
Ein Lebenszeichen der parlamentarischen Demokratie

Am 7. April ist eine große Anfrage der Piratenfraktion des Landtags zum Einfluß der Bertelsmann Stiftung an die Landesregierung in NRW ergangen. Damit leistet die Partei einen historisch mutigen Beitrag auch zur Aufklärung der Hintergründe der Bildungsreformen der letzten Jahrzehnte. Schon in der Anlage der Fragen wird deutlich, dass monatelange Recherchen im Hintergrund stattgefunden haben müssen, die es der Regierung schwer machen werden, sich aus der Affäre zu ziehen. Mit einem Wort: Wenn sie sich nicht dem Vorwurf von Lüge und Verschleierung aussetzen will, muss sie in einem beispiellosen Umfang Verflechtungen aufdecken, die dann der politischen und wissenschaftlichen Beurteilung zur Verfügung stehen werden.

http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/stifter-im-fokus.html
Große Anfrage 21 der Fraktion der PIRATEN
https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMD16/11660

Mit besonderer Empfehlung des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins SHEV:
Bitte unbedingt den gesamten Text lesen!

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Sigmar Salzburg
23.01.2016 11.14
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Internet-Zensur durch Bertelsmann?

Der Zwangsgebührensender Deutschlandfunk preist die Souveränität der Politiker im Umgang mit sogenanntem „Hatespeech“ im Netz:

22.01.2016
Hass im Netz
Wie Politiker zurückschlagen


„Arschloch mit Fliege“, „Dumpfbacke und Kartellknecht“, „Pervers und krank“. In den Sozialen Netzwerken gehen Angriffe gegen Politiker oft unter die Gürtellinie. Diese hier richten sich an Ralf Stegner (SPD), Bodo Ramelow (Linke) und Renate Künast (Grüne). Sie reagieren unterschiedlich – oft auch mit Humor.

[Der DLF vergißt zu erwähnen, daß „Arschloch mit Fliege“ zunächst nur SPD-interner Sprachgebrauch war. Stegner selbst hat diesen Ruf ausgebaut, indem er z.B. den Messerangriff eines irren Ex-V-Mannes auf OB Reker grundlos mit seinem Haßgegner zusammenbrachte: „Pegida hat mitgestochen“ ]

Mit der Flüchtlingsdebatte geht eine Flut an Hasskommentaren in den Sozialen Netzwerken hervor. Oft trifft es amtierende Politiker. Twitter und Facebook beteuern, zwar stärker gehen „Hatespeech“ vorzugehen. Doch viele Politiker haben einen eigenen Stil entwickelt, mit den Posts umzugehen...

[Viele dieser angeblichen „Haßreden“ sind an Stammtischen normaler Sprachgebrauch mit üblicher bildhafter Überzeichnung, die nur durch ihre Reichweite im Netz weite Verbreitung finden. Sogar CDU-Parlamentarier greifen darauf zurück:]

Tauber beschimpft User
[...]
Siegfried August Mussner Herr Tauber, verfügen Sie über nähere
Informationen wie lange die Kanzlerin schon unter Geisteskrankheit leidet?
Wenn ja, wie lang lässt man Merkel noch Politik gegen das deutsche Volk
machen?

Kaio Brunner wie kommen sie auf Geisteskrankheit?

Siegfried August Mussner Kaio Brunner entweder durch kritisches
Beobachten oder mittels googeln mit den Suchbegriffen: Merkel +
geisteskrank

Peter Tauber Sie sind ein Arschloch Siegfried August Mussner :-)

Rückendeckung versprach Politikern – und der übrigen Community – Facebook jüngst selbst. Das Unternehmen startete europaweit eine Kampagne gegen Hassreden. ...

deutschlandfunk.de 22.1.2016
...
Wie man hört, hat Facebook Deutschland vor kurzem den externen Dienstleister „Arvato“ damit beauftragt, Facebook von „Hasskommentaren“ zu säubern, nach Wikipedia
„ein international tätiger Outsourcing-Dienstleister. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bertelsmann SE & Co. KGaA ... Seinen Sitz hat das Unternehmen in der nordrhein-westfälischen Kreisstadt Gütersloh.

Damit schließt sich der Kreis. Bertelsmann war agressiver Förderer der Rechtschreib„reform“ und beeinflußt mit seinen Unterabteilungen und Stiftungen durch Expertisen aller Art die deutsche Kulturpolitik – bis hin zum unverlangt produzierten „Religions-Monitor“. Es besteht ein direkter Draht zur Bundeskanzlerin und zum Vatikan. Das Ziel ist offensichtlich die Schaffung einer bigotten, bunten Bertelsmann-„Community“, einer eingeebneten Gemeinschaft, in der das religiöse Klima zudem durch einen schein-europäisierten Islam weiter angeheizt wird.

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Sigmar Salzburg
09.10.2014 21.15
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Bertelsmanns Schäuble

Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die „Alternative für Deutschland“ (AfD) erneut mit scharfen Worten angegriffen. Die Partei sei eine „Schande für Deutschland“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion am Rande der Herbsttagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. Die AfD schüre Vorurteile gegen Ausländer und Minderheiten. „Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht“, so Schäuble bei der Veranstaltung des US-Ablegers der Bertelsmann Stiftung. Bereits im September hatte Schäuble die AfD mit den rechtsextremen Republikanern, die in den Neunzigerjahren erfolgreich waren, verglichen...

spiegel.de 9.10.2014

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Sigmar Salzburg
06.10.2014 08.19
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Bertelsmann übernimmt Gruner + Jahr vollständig

FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung – ‎vor 38 Minuten‎

Der kriselnde Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr gehört künftig komplett zu Bertelsmann. Europas größter Medienkonzern kauft der Familie Jahr ihre Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent ab.

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Sigmar Salzburg
11.07.2014 09.58
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Bertelsmann macht wieder Politik

Die Pädagogin Bärbel Fischer kritisiert neue Aktivitäten:

Bertelsmann Stiftung fordert Ganztagsbildungsghettos
Nach Ansicht der Bertelsmann Stiftung fehlen an Deutschlands Schulen 2,8 Millionen Ganztagsplätze. Sie spricht sich für einen Rechtsanspruch aus und fordert gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern:

bertelsmann-stiftung.de

Dass der vollständige Ganztagesbetrieb von Kitas und Schulen weder in Frankreich noch in England oder Schweden besonders erfolgreich war, scheint die Bertelsmann Stiftung wenig zu interessieren, ebenso wie die Tatsache, dass die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg mit ihren Halbtagsschulen bundesweit am erfolgreichsten abschnitten.
Dagegen sieht die neueste Studie von Wissenschaftlern der Leopoldina für eine gesunde biologische, psychologische, linguistische und soziologische Entwicklung von Kindern eine gelungene, sensitive, störungsfreie, warme Bindung an die Eltern ( S. 71 ).

Zitat:

Je erfolgreicher die Entwicklung in den früheren Phasen war, umso größer ist auch das Potential für weiteres lebenslanges Lernen und damit nicht zuletzt auch für ein „erfolgreiches“ Altern.

Doch dieser Aspekt interessiert hierzulande nicht.

In der öffentlichen Diskussion sind diese grundlegenden Erkenntnisse bislang nicht hinreichend aufgenommen worden. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den z.T. heftig geführten Debatten über die Ursachen individueller Unterschiede, mangelhafter Integration oder Bildungsungerechtigkeit. Viele der dabei vertretenen Thesen sind wissenschaftlich nicht haltbar. Würde man stärker die wissenschaftlich gesicherten Fakten berücksichtigen, so ließen sich die Debatten erheblich versachlichen und zielführende Maßnahmen vermutlich schneller und gewinnbringender umsetzen.

Stellungnahme Leopoldina pdf

freiewelt.net 7.7.2014

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Sigmar Salzburg
20.06.2014 19.03
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Deutschlands Kultur-Schattenregierung

Kehrtwende gegenüber Teheran? Graue Eminenz Liz Mohn lobt den Iran

Geschrieben von: Martin Müller-Mertens 19. Juni 2014

Der Vormarsch der salafistischen ISIS-Kämpfer im Irak scheint dem Westen massiv in die Knochen gefahren zu sein. Selbst ein taktisches Bündnis mit dem Iran liegt nun nicht mehr außerhalb der Gedankenwelt des politischen Berlins. Einen mehr als eindeutigen Hinweis auf eine derartige Wendung platzierte am Donnerstag die einflussreiche Bertelsmann-Stiftung.

Eigentlich hatte die Stiftung – unter dessen Ägide sich immer wieder gerne Politiker, Top-Entscheider und Edelfedern der Leitmedien für den ungezwungenen Gedankenabgleich einfinden – zum Thema Tunesien geladen. Dessen Übergangs-Premier Mehdi Jomaâ und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) beehrten am Donnerstag die Repräsentanz des Medienkonzerns in Berlin.

Nach den Reden Jomaâs und Steinmeiers erhob sich jedoch die faktische Bertelsmann-Chefin Liz Mohn zu einem kurzen Publikumseinwurf – und erging sich in einem Lob des Iran. Eine Woche habe sie dort gerade geweilt – zu welchem Zweck auch immer – und war offenbar höchst überrascht über die Freiheiten der iranischen Frauen. In bunten Hosen, Sandalen und mit lackierten Fußnägeln spazierten die Perserinnen durch die Öffentlichkeit. Ja, selbst 65 Prozent der Taxifahrer seien Frauen.

Erstaunliche Worte aus dem Mund der Bertelsmann-Patriarchin und kolportierten Stichwortgeberin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Hausten im Iran nicht unlängst noch Rotten von Mullah-Hitlers, die ihre Frauen in die Steinzeit zwangen, wenn sie nicht gerade einen Atomkrieg vorbereiteten? Das scheint sich über Nacht geändert zu haben.

Auch Steinmeier nutzte seinen Besuch bei Bertelsmann zu einem kaum missverständlichen Angebot an Teheran. Es müsse verhindert werden, „dass sich die Gewalt auf irakischem Boden ausweitet in einen Stellvertreterkrieg der regionalen Mächte...“

Nun bleibt abzuwarten, welchen politischen Schwenk die neue Bewertung nach sich zieht. Zumindest Patriarchin Mohn – deren Wort im Kanzleramt wahrscheinlich größeres Gewicht hat, als das des Außenministers – dürfte sich kaum von ihrem Stuhl aufbemüht haben, um lediglich ein paar interessante Schnurren aus dem letzten Urlaub kundzutun...

compact-online.de 19.6.2014

Siehe auch dies.

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Sigmar Salzburg
26.06.2013 06.01
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Bertelsmann agitiert wieder

Studie der Bertelsmann-Stiftung: Deutschlands Schulsystem gibt Kindern wenig Chancen

Erstklässler (Archivbild): Elternhaus entscheidet schon über frühe Erfolge

Deutschlands Schulen bieten kaum Möglichkeiten für einen Aufstieg. Der Lernerfolg eines Kindes wird weiterhin von der sozialen Herkunft der Eltern geprägt. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die alle 16 Bundesländer verglichen hat…
spiegel.de 24.6.2013

Wieder einmal betreibt die Bertelsmann-Stiftung Politik im eigenen Interesse, und der „Spiegel“, abhängig von Bertelsmann (deshalb auch kein Ausstieg aus der „Rechtschreibreform“,) druckt kritiklos deren Elaborate nach. Dabei ist eines klar: Kinder aus intakten Familien von Bildungsbürgern saugen schon bei den täglichen Tischgesprächen mehr Bildung auf als Kinder von Migrantenfamilien oder alleinerziehenden Müttern. Das läßt sich auch kaum ändern – es sei denn, die bessergestellten Kinder werden von ihren Familien getrennt, um diesen Vorsprung zu vermindern. Daher die ganze Schul- und Schreibreformierei:

Wenn der Ausbau der Ganztagsschulen in diesem Tempo weitergeht, dauert es laut Dräger [Vorstand der Bertelsmann-Stiftung] noch mehr als 50 Jahre, bis für alle Kinder genug Plätze vorhanden sind. „Dabei bietet gerade die gebundene Ganztagsschule gute Möglichkeiten, den Einfluss der sozialen Herkunft zu verringern.“

Aber nicht alle mit der Bildung Befaßten lassen sich von der Macht des Medienkonzerns und seiner Einflußagenten in Politik und Medienwirtschaft beeindrucken. Josef Kraus fand im Dezember 2012 deutliche Worte:

Über den Wert von Bertelsmann-„Studien“

Von Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL)

Die bildungspolitische Debatte ist immer weniger orientiert an den Kriterien Rationalität und Ehrlichkeit, sondern immer mehr geprägt von Schreckensszenarien gewisser Organisationen und Stiftungen. Die jüngste „Meldung“ aus dem Hause Bertelsmann über angeblich jährlich nur 23.000 „Bildungsaufsteiger“ bei angeblich 50.000 „Bildungsabsteigern“ gehört zur letzteren Kategorie.

Damit solche Szenarien ihre Wirkung entfalten können, werden sie als „Studien“ und damit als „Wissenschaft“ verkauft. Wenn der Initiator einer solchen „Studie“ auch noch OECD oder Bertelsmann heißt, dann steht eine solche „Studie“ kurz vor der Heiligsprechung zur apokalyptischen Offenbarung.
Diese Art von Handwerk versteht die Bertelsmann Stiftung hervorragend – übrigens nicht nur im Bereich Bildungspolitik, sondern auch in den Bereichen Kommunalpolitik, Außenpolitik, Europapolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Gesundheitspolitik usw. Auf all diesen Feldern sieht sich die Stiftung als „Reformwerkstatt“ und als „Politikberatung“.

Die Bertelsmann Stiftung verfügt über enorme Ressourcen. 1977 gegründet, hält sie mittelbar rund 77 Prozent der Aktien der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Das erlaubt ihr nicht nur die Beschäftigung von über 300 Mitarbeitern, sondern größte mediale Verbreitung über die in ihrer Hand befindlichen Sender und Printmedien. Weil die Bertelsmann-Familie Mohn rund drei Viertel der Bertelsmann-Aktien auf die Stiftung übertragen hat, sparte sie obendrein vermutlich gut zwei Milliarden Erbschafts- und Schenkungssteuer. Die Bertelsmann Stiftung mit ihrem Jahresetat von rund 60 Millionen Euro und mit einem Gesamtvolumen aller ihrer Projekte seit 1977 in der Höhe von rund 800 Millionen Euro arbeitet so gesehen also de facto mit öffentlichem Geld, ohne dafür gegenüber einer Exekutive oder Judikative Rechenschaft ablegen zu müssen.

Besonders wirksam ist, dass zum Bertelsmann-Konzern die Sender RTL mit seinen verschiedenen Programmen und VOX sowie zahlreiche Printprodukte von Gruner und Jahr gehören, dass Bertelsmann ferner am Politikmagazin „Spiegel“ und an der „Financial Times Deutschland“ beteiligt ist. Über diese ausgedehnten medialen Möglichkeiten dringt Bertelsmann in viele Redaktionsstuben sowie in zahlreiche Politiker- und Ministerialbüros ein. Geadelt wird die Bertelsmann Stiftung bei ihren Auftritten und Kongressen von ehemaligen Bundespräsidenten sowie von amtierenden Regierungschefs und Ministern.
[…]
http://www.lehrerverband.de/aktuell_Dossier_Bertelsmannstudien_Dez_12.html

Josef Kraus bringt dazu einige Beispiele für das fragwürdige Wirken der Bertelsmann-Stiftung.

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Sigmar Salzburg
12.03.2013 07.42
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Porno und Rechtschreibreform

Softporno rettet Bertelsmann-Bilanz
70 Millionen Mal verkauften sich die Romane der „Fifty Shades“-Trilogie und steigerten so den Gewinn der Bertelsmann-Tochter Random House massiv.
spiegel.de 11.3.2013

Wie können wir also erklären, dass „Shades of Grey“ nicht nur so erfolgreich wurde – sondern das auch noch trotz seiner haarsträubenden literarischen Mängel?
spiegel.de 6.7.2012

Bertelsmann weiß eben Scheiße zu Geld zu machen:

Juli [1996] : Unterzeichnung einer „Gemeinsamen Absichtserklärung zur Neuregelung der deutschen
Rechtschreibung“ in Wien, als deutscher Vertreter unterzeichnen im Auftrag der Kultusminister der Präsident der KMK Reck und im Auftrag des Bundesinnenministeriums der Staatssekretär Lintner …

September [1996] In einer gemeinsamen Aktion von bbv und Bertelsmann werden 40.000 Exemplare des neuen Wörterbuchs von Bertelsmann Lexikon: Die neue deutsche Rechtschreibung an alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen geschickt.

In der Folge wird Bertelsmann neben Duden der zweite deutsche Wörterbuchverlag

Bertelsmann-Historie 2001

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Sigmar Salzburg
01.08.2012 17.23
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Strippenzieher am Werk

[Die Journalistin] Karin Leukefeld (junge Welt) nannte den früheren US-Botschafter in Israel und Libanon »Washingtons Umsturzexperten«. Sie berichtete auch, daß Wikileaks ein Konzept aus dem Jahr 2008 zum Sturz des syrischen Regimes enthüllte, das Bandar bin Sultan, Neffe des saudischen Königs Abdullah, ehemaliger Botschafter in den USA und saudischer Geheimdienstchef, gemeinsam mit Feltman verfaßt habe… Amnesty International liefert die Menschenrechts-Begleitmusik … So ist Suzanne Nossel seit November 2011 »Executive Director« bei Amnesty USA. Vorher war sie »Deputy Assistant« von Außenministerin Clinton und zuständig für den Kontakt zu internationalen Organisationen.… Vor dem Regierungsjob war Nossel für Human Rights Watch, Bertelsmann Media Worldwide und das Wall Street Journal tätig.

Ossietzky 14/12 (reformfrei)

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Sigmar Salzburg
11.03.2012 10.56
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Bertelsmann sieht Poten-t-ial ...

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)
Die Kunst des Reformierens
Konzeptionelle Uberlegungen zu einer
erfolgreichen Regierungsstrategie


Vorwort
… Wir hoffen, dass diese Studie einen kleinen Beitrag dazu leistet, dass Potential von strategischem Politikmanagement aufzuzeigen und es dadurch in Zukunft noch stärker in der politischen Praxis zu verankern.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Bertelsmann Stiftung pdf

(n. Hinweis v. Dr. U. Kliegis)

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Sigmar Salzburg
15.08.2011 05.21
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Ossietzky Ausgabe 15 erschienen

(In bewährter Rechtschreibung)

Bertelsmann übernimmt

Wie lassen sich SchülerInnen in den ersten Jahren nach dem Grundschulbesuch individuell fördern, damit sie den Einstieg in weiterführende Bildungswege schaffen? Zweifellos ein Problem, das bearbeitet werden muß. Und auf welche Weise kann man Lehrkräfte für diese Arbeit qualifizieren? Ebenfalls eine drängende Frage. Nun hat die zuständige Ministerin in der sozialdemokratisch-grünen Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen die Lösung gefunden: Die Bertelsmann-Stiftung übernimmt die Aufgabe per Kooperationsvertrag. Mit dieser »Public-Private-Partnership« ist gesichert, daß Pädagogen und Jugendliche, in der Lehrerfortbildung wie im Unterricht, dem Weltbild sich einfügen, das die Bertelsmänner »unternehmerisch« nennen. Auch wird sich diese Art von Fortbildung wiederum unternehmerisch nutzen lassen.

Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern als staatliche, demokratisch zu gestaltende Aufgabe? SPD und Grüne halten das offenbar für eine antiquierte Idee. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat vor einiger Zeit davor gewarnt, der Bertelsmann-Stiftung öffentliche Aufgaben zu übertragen. Aber ein solches Votum muß eine grüne Schulministerin nicht kümmern – Gütersloh lockt.

Ließe sich die Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung NRW und Bertelsmann, die sich schon unter der CDU-FDP-Koalition angebahnt hat, nicht administrativ rationalisieren? Die Güterloher könnten doch dem Schulministerium einen Fachmann ausleihen, der in Düsseldorf in der Funktion eines Staatssekretärs alles Notwendige erledigt, kostenfrei für das Land. Unternehmerisch ließen sich diese Ausgaben bei Bertelsmann in Gewinne verwandeln.
Marja Winken

Ossietzky 15

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Sigmar Salzburg
18.07.2011 17.14
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Darum wollte der Konzern die 'Reform'

igo: Zwei Millionen Lexika verkauft. Marktchance für Bertelsmann Lexikon Verlag / Sprachberatung per Internet. OWL-Online, Lokales von der Neuen Westfälischen, (6. Oktober 1998)

Als „Chance, endlich auf dem Markt der deutschen Wörterbücher Fuß zu fassen“ bezeichnet Christoph Hünermann, Mitglied der Verlagsleitung und Chefredakteur des Bertelsmann Lexikon Verlages, die Rechtschreibreform. […] Möglich sei diese „Einführung der Marktwirtschaft in das Ressort der deutsche Wörterbücher“ mit der Rechtschreibreform geworden.

Nach Archiv BRV und hier.

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Sigmar Salzburg
12.11.2010 10.48
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Noch eine Dünnbrettbohrerstudie der Bertelsmann Stiftung

Könnten in Deutschland Zehntausende Verbrechen verhindert und fast anderthalb Milliarden Euro gespart werden, wenn bloß mehr Schüler den Abschluss schaffen? Für die Bertelsmann Stiftung haben Forscher verblüffend präzise Daten ermittelt. Kriminologen wundern sich über altes Wissen im neuen Gewand.

… „Bessere Bildung führt zu deutlich weniger Verbrechen in Deutschland“, meldete die Stiftung am Donnerstag. Und schlüsselte es sogleich ganz präzise auf: Im vergangenen Jahr hätten 416 Morde verhindert, mehr als 13.000 Raubüberfälle und mehr als 318.000 Diebstähle den Deutschen erspart werden können. Nötig dafür wäre allein, die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss zu halbieren – alles rein statistisch betrachtet. …

Fragt man allerdings den Juristen Christian Pfeiffer, einen der führenden deutschen Kriminologen, zu den Ergebnissen aus Gütersloh, redet er sich schnell in Rage. Die Zahlen der Morde und Überfälle finde er „abstrus“...

Auftraggeber der Forschungsarbeit, für die Entorf unter anderem knapp 1800 Strafgefangene in 31 Haftanstalten befragte, war die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh. Die Stiftung des Medienkonzerns sieht sich dem Gemeinwohl, dem bürgerschaftlichen Engagement und Fortschritt verpflichtet. Schulen und Hochschulen gilt ihre besondere Aufmerksamkeit. Schulversager erscheinen ihr als passendes Forschungsfeld – und Lobbyarbeit funktioniert mit konkreten Zahlen am besten, damit sie zur Handreichung im politischen Diskurs wird, weiß die Stiftung.

Wem verhinderte Morde nämlich als Argument nicht genügen, der findet im Papier „Unzureichende Bildung: Folgekosten durch Kriminalität“ auch noch eine Aufstellung darüber, was mehr erfolgreiche Schulabgänger dem einzelnen Bürger hätten ersparen können – aufgelistet nach Euro- und sogar Cent-Beträgen.

… Pseudopräzise Hochrechnungen von verhinderten Mordfällen und von vermeidbaren „Kriminalitätskosten“ – da mussten sich die von Bertelsmann finanzierten Forscher, so scheint es, den Wünschen aus Gütersloh beugen. Entorf und Sieger wurden gebeten, das Ergebnis präzise in Euro zu beziffern …

spiegel.de 11.11.2010

Da auch das leichtere Schreibenlernen die Bildung verbessert, wurde unter selbstloser Mitwirkung von Bertelsmann früh schon die „Rechtschreibreform“ zur Entmachtung des Duden durchgesetzt.

Die schon erwähnte Förderung der Religiosität durch den „Religions-Monitor“ dient gewiß ebenso dem Ziel der Besserung von Mensch und Bertelsmann-Umsatz. Dabei fällt noch die effektive Resteverwertung auf:

Die Bertelsmann Stiftung „verkauft“ bei lehrer-online ihren Umfragenkatalog zur Religiosität auch noch als Unterrichtseinheit für die Fächer Religion und Ethik.

Sollen die Schüler sich nun gegenseitig befragen? Etwa ob sie gegen „das Böse“ sind? Und was mag dabei „das Böse“ sein – der Massenmörder, oder schon der Linke, der Rechte oder der Schwule von nebenan?

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Sigmar Salzburg
11.11.2010 10.12
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We kehr for you

change
Das Magazin der Bertelsmann Stiftung

>2/2010

Seite 08 [Bild]
Bildungssenator Prof. E. Jürgen Zöllner und Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, unterschrieben gemeinsam die Vereinbarung.

Berlin setzt auf Engagement von Jugendlichen
Als Modellregion beteiligt sich Berlin an „jungbewegt“, einem bundesweiten Bildungsprojekt der Bertelsmann Stiftung.

Seite 09
Wie religiös sind wir
Mit Hilfe der neuen Unterrichtseinheit können Schüler ein Bewusstsein für die eigene Religiosität entwickeln.

http://www.religionsmonitor.de

Schon den Fuß in der Tür bei:

http://www.lehrer-online.de/religionsmonitor.php

Der letzte im Amt befindliche, noch für die Rechtschreibreform verantwortliche Kultuspolitiker liefert die Jugend weiter an Bertelsmann aus, nachdem er den Interessen des Konzerns schon mit der Änderung der traditionellen Schreibweisen entgegengekommen ist.

Und was geht den Konzern oder die Stiftung überhaupt die Entwicklung von Religiosität in der Jugend an? Schon vorher hatte er eingehende Untersuchungen über die Religiosität der Bundesbürger anstellen lassen (s.a. Liz Mohn). Offensichtlich will sich der Konzern auch da eine Machtposition ausbauen – die mangelhafte Trennung von Staat und Kirche ermöglicht es:

Die Staats- und Kirchenjuristen beschreiben diese Trennung als „hinkende Trennung“.
(lt. Ausschuß für Menschenrechte des Bundestages) hpd.de

P.S.: Monitor heißt eigentlich Ermahner!

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Sigmar Salzburg
26.09.2010 18.32
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Nicht erwähnt: Das Machtspiel bei der Rechtschreibreform

Machtkartell Bertelsmann

Jens Berger 26.09.2010

Die Bertelsmann Stiftung der Familie Mohn ist über die Jahre hinweg zum vielleicht wirkmächtigsten Spieler im deutschen Politpoker geworden

„Alle Macht kommt vom Volke“ – die Volkssouveränität ist einer der Grundpfeiler der Demokratie. Aber geht in einer modernen Demokratie wie Deutschland tatsächlich alle Macht vom Volke aus? Die Bundesrepublik Deutschland ist eine repräsentative Demokratie – der Wähler macht alle vier bis fünf Jahre sein Kreuz auf dem Wahlzettel und legitimiert damit einen Repräsentanten zur Ausübung der Macht in seinem Namen. In einer lebendigen Demokratie wäre der Bürger auch in die Entscheidungsfindung und die politischen Entscheidungsprozesse seiner Repräsentanten direkt mit eingebunden. So lebendig ist die deutsche Demokratie allerdings nicht. Der Wähler macht sein Kreuz und danach übernehmen die modernen Meinungsmacher – Think Tanks, Verbände und Stiftungen.

Die Weltmacht aus Gütersloh
Als der Bertelsmann-Konzern in diesen Tagen sein 175jähriges Bestehen feierte, erinnerten die Feierlichkeiten eher an einen Staatsakt, als an ein Unternehmensjubiläum – eine überaus freundliche Laudatio von Angela Merkel, 1.000 Prominente aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, darunter das Who is Who der deutschen und internationalen Politikelite, wie beispielsweise EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Keine Frage, Bertelsmann ist nicht nur ein Weltkonzern, sondern auch ein politisches Unternehmen

[...lesenswert...]

Alle Macht kommt vom Volke
Bertelsmann und die Bertelsmann Stiftung sind – im schlimmsten Sinne des Wortes – postdemokratisch. Die Interessen der Familie Mohn sind nicht deckungsgleich mit den Interessen des Volkes. Wie kann man die Macht ohne Mandat beschneiden und die Volkssouveränität herstellen? In einer repräsentativen Demokratie ist das natürlich nicht einfach. Wie soll Lieschen Müller eine Gefahr für die Demokratie erkennen, wenn sie noch nicht einmal die Gefährder kennt?

Trotz der einflussreichen und Demokratie bedrohenden Stellung der Meinungsmacher aus Gütersloh findet kein öffentlicher Diskurs über die damit verbundenen Gefahren statt. Keine größere Zeitung, kein größeres Magazin und kein quotenstarkes TV-Format wagt sich an dieses heiße Thema heran – eine Medienkrake legt sich nicht mit der anderen an. Wo aber die vierte Gewalt versagt, können Missstände auch nicht behoben werden. Die Chancen, dass Bertelsmann auch noch die nächsten 175 Jahre Politik gestalten kann, stehen scheinbar gut. Für die Demokratie ist dies keine gute Nachricht.

heise.de 26.9.2010

Bemerkenswert: Die machtvolle Beihilfe des Bertelsmann-Konzerns bei der Durchsetzung der „Rechtschreibreform“ wird nicht erwähnt – Heise-Telepolis gehört auch zur großen Koalition gegen die Schreibtradition:

„7 Lügen über die Rechtschreibreform“
heise.de 14.08.2004

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