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ä, ö, ü und ie
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Sigmar Salzburg
13.07.2017 21.07
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Gräuliche oder greuliche Spuren des Krieges in Mossul?

In einem Labyrinth aus Trümmern und meterhohen Schutthaufen schieben sich breite Militärjeeps und Panzer zwischen geborstenen Fassaden hindurch. Kein Haus blieb ohne tiefe Einschusslöcher. Ein gräulicher Film hat sich über die Stadt gelegt.

t-online.de 13.7.2017

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Sigmar Salzburg
04.05.2017 08.21
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Plattheiten

Platt” wurde vom französischen „plat“ („souliers plats“ La Fontaine) schon früh ins Plattdeutsche übernommen. Es stammt über das Vulgärlatein vom griechischen „platys“.

Die „Platitüde“ kam direkt aus dem Französischen in die hochdeutsche Bildungssprache – ergänzt um die Pünktchen als Aussprachehilfe (zur Unterscheidung von z.B. „Amplitude“). Die „Reformer“ wollen aber neben ihrer „Plattitüde“ nur noch das französische Original „platitude“, aber großgeschrieben, zulassen. Der Widerspruch zu „Etüde“, „Ouvertüre“ u.ä. stört einen Plattreformer nicht.

Warum aber nun nicht statt „Plateau“ auch „Platteau“? Oder noch besser, „Platto“ oder „Plattoh“? Die unreinlichen Ungereimtheiten sind nur an einer anderen Stelle unter den Teppich gekehrt worden.

Die Reformisten und die ihnen im Narrenzug folgenden Bildungspolitiker werden ihre „Plattitüde“ aus Eitelkeit nicht wieder hergeben wollen, denn sie können ja nichts falsch gemacht haben. Bis 1998 konnte man Plattheiten durch die ironisierende Falschschreibung „Plattitüde“ betonen. Jetzt ist das Platte und Falsche für „richtig“ erklärt worden – wie so oft in der „Reform“-Politik.

(Ergänzung zu Stegners „falschen“ Richtigschreibungen)

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Sigmar Salzburg
28.04.2017 14.58
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Gräuliche Gräuel

Focus berichtete am 24.4.2017

„Wir müssen an Gräueltaten erinnern, um zu verhindern, dass sie wieder geschehen“, so Trump am Montag anlässlich des jährlichen Gedenktages zu den Massentötungen [an den Armeniern].
Leserkommentare:
Philipp Aescolab 25.04.2017
Trump bleibt auch gegenüber seinem
Mitstreiter, dem Präsidenten Erdogan unberechenbar. Aber mich packt das Grauen, wenn man Greueltaten mit äu schreibt. Denn dieses Wort hat nichts mit der Farbe grau zu tun. Der Ursprung liegt im ndh. Wort greueln. Die jetzt meist anzutreffende Schreibweise ist ein berühmter Fehler in der Rechtschreibreform.

Roderick Rathmann 26.04.2017
Gräuel ist richtig
Nach der neuen deutschen Rechtschreibung ist „Gräueltat“ richtig. Denn es kommt nicht von der Farbe grau sondern von dem Grauen. Mit „a“. Aber das ist keine Katastrofe (ebenfalls neue deutsche Rechtschreibung).

focus.de 25.4.2017
„Greuel“ ist eine Parallelentwicklung neben „grauen“, aber nicht davon abgeleitet. Nach dem “Etymologischen Wörterbuch”:

Mhd. griuwel, griul(e), mnd. mnl. grūwel, nl. gruwel, nhd greueln; greulich, mhd. griu(we)lich

„Katastrofe“ ist aber (dank Zehetmair?) noch keine staatlich anerkannte „neue“ Rechtschreibung.

Nebenbei: „Eltern“ kommt nun wirklich von „alt“ und wurde doch nicht zu „Ältern“ reformiert. Erkennbar wird die hinterfotzige Taktik, bei „weichen“ Zielen „Reformbedarf“ zu erkennen, was man sich anderswo nicht getraut hat.

Als man 2006 zahllose Doppelschreibungen zuließ, hätte man auch den vernünftigen Rest der bewährten Rechtschreibung zulassen können. Aber man wollte die sichtbare Abschaffung der Tradition und hat dafür sogar den Volksentscheid vom 27. September 1998 annulliert.– Jetzt will man noch ganz anderes abschaffen: Keine Stimme den Demokratie-Simulanten im Kieler Landtag!

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Sigmar Salzburg
27.01.2017 14.25
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Uns vorenthaltene Schreiberleichterungen

Neuregelung der deutschen Rechtschreibung 1992
Randnotizen beim Wiederlesen der Vorlage von 1992
[Th. Ickler 2005]:

„Vor allem die Fehler dienen als Begründung für eine Reform.“ (Bericht der taz vom 22.8.1992, nach dem Reformer Wolfgang Mentrup). Vgl. auch die Begründung der Änderung von daß zu das im Reformvorschlag von 1992, S. 133 u. ö.: Fehlerhäufigkeit als Motiv. Ministerin Ahnen irrte also im Spiegel-Interview 2004. [hier]

Dieselben Schweizer, die auch wieder im Rat für deutsche Rechtschreibung sitzen, schlugen damals vor, Häärchen, Sääle, Böötchen zu schreiben. Das war ihnen so wichtig, daß sie ein Minderheitsvotum zu Protokoll gaben.

Aktuelle Beispiele (S.S.):

Haarige Sache – Was halten Sie vom Achselhaar-Trend?
Die Zeiten, in denen Frauen penibel rasierte Achseln haben mussten, um als attraktiv zu gelten, scheinen – Gott sei Dank – wieder vorbei. Denn egal, ob man die Häärchen nun unästhetisch findet, ob sie einem schlicht egal sind oder ob man sie sogar mag, fest steht, dass jede Frau allein entscheidet, was sie für notwendig und ästhetisch hält.
bunte.de 1.9.2016

«250 Kinder kreieren eine Oper»
Matthijs Bunschoten wünscht sich strahlende Kinderaugen und volle Sääle bei den Aufführungen seines Jugendprojekts «Drachencamping».
zueriost.ch 15.1.2017

Verliebte Jungs
Marcus ist ein kreativer Geist, der auch nach Jahren noch sehr verknallt in seinen Ehemann ist
Marcus und Luke sind ein stylisches Päärchen. Und es ist immer toll, wenn kreative Geister auch über ihr eigenes Werk hinaus soviel Stil beweisen.
m-maenner.de 4.1.2017

Top 10 Rheinland:
Piwipper Böötchen
Die Fahrt in den Hafen der Ehe kann auf dem Piwipper Böötchen angetreten werden. Das Motorboot, das an Wochenenden zwischen Monheimer und Dormagener Rheinufer pendelt, kann für eine Trauung angemietet werden. Termine und Preise müssen mit dem Verein Piwipper Böötchen vereinbart werden.
rp-online.de 10.1.2017

Url noch befremdlicher: „piwipper-boeoetchen“.

Und dann schrieb mir noch eine Bekannte, ihre Freundin sei bei ihrer Hilfe für Flüchtlinge fürchterlich enttäuscht worden. Nun sei sie der Meinung, man solle die „am besten alle gleich wieder in ihr Böötchen setzen und zurückschicken“.

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Sigmar Salzburg
22.12.2016 12.38
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Islamistische Eltern schicken ihre kleinen Töchter zum Selbstmordattentat.

Im zweiten Teil des Videos sitzen beide Mädchen im schwarzen Ganzkörperschleier – jedoch mit unbedeckten Gesichtern – auf dem Schoß des Mannes, von dem im ersten Teil des Videos nur die Stimme zu hören war. Während arabischer Gesang eingeblendet wird, spricht er mit seinen Töchtern über Selbstmordattentate und bläut ihnen ein, keine Angst zu haben, da sie ja zu Gott gingen.

Das Video wurde von den islamistischen Rebellen offenbar gezielt verbreitet. Syrische Medien vermuten einen Zusammenhang zwischen den Mädchen im Video und einem Selbstmordattentat, das am 16. Dezember in Damaskus verübt wurde.

hpd 22.12.2016

Seit der Rechtschreib„reform“ können die Deutschen viel leichter über das Einbleuen schreiben. Der Milliardenaufwand hat sich gelohnt.

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Sigmar Salzburg
08.12.2016 13.57
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verbleuen – verbläuen

Nach Koransure 4:34 darf ein Moslem widerspenstige Ehefrauen verbleuen* und im Ehebett meiden. Der hochherzige Prophet erlaubte sich nur letzteres und soll verboten haben, beim Verbleuen sichtbare Spuren zu hinterlassen. Das reformiert mißhandelnde „Verbläuen“ wäre also unislamisch. Da solche Differenzierung im Arabischen fehlt, kommen immer wieder Verstöße vor:

Staats-TV gibt Schminktipps
für misshandelte Frauen



In der Sendung „Sabahiyat“ zeigte eine gut gelaunte Visagistin anhand einer Frau, die als Gewaltopfer dargestellt wurde, wie sich ganz leicht Blutergüsse und blaue Augen mittels Schminke überdecken lassen können.

Gewalt gegen Frauen ist in Marokko nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) nach wie vor weit verbreitet.

BILD 29.11.2016

Weil’s hier noch nirgends gesammelt steht: bleuen 'schlagen', ahd. bliuwan (8. Jh.), mhd bliuwen, asächs. bleuwan, got. bliggwan 'schlagen'hat nichts mit blaumachen zu tun.

Nachtrag: Siehe auch türkische amtliche Ehetips: spiegel.de 15.12.16

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Sigmar Salzburg
08.08.2016 07.05
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Vor der „Reform“ nie ein Problem!

Wie Sonnenblumen der Sonne folgen
Wie die Bewegung konkret zustande kommt, untersuchten die Biologen durch Farbpunkte an den Stengeln. ... Es zeigte sich: Bei der Verfolgung der Sonne am Tag wächst die Ostseite des Stängels besonders stark. Nachts ist es dann hingegen umgekehrt:
wissenschaft.de 4.8.2016

Siehe dazu dies.

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Sigmar Salzburg
26.01.2016 06.47
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Die Welt

Deutsche Umlaute ä, ö und ü sterben in Zukunft aus

„Kannstema uber dem deutsch seine entwicklung eine diskusion fuhren?“ – In ferner Zukunft dürfte dieser Satz bei Hütern deutscher Grammatik und Wortlehre keinen Unmut mehr erregen. Sprachforscher sagen die konsequente Kleinschreibung, neue Wortendungen und das Aussterben von Umlauten voraus.

Von Rochus Rademacher

Foto: pa Deutsche Sprache im Wandel – Forscher sehen es mit Gelassenheit.

Wie entwickelt sich unsere Sprache in Zukunft? Linguisten glauben es heute schon zu wissen und prognostizieren die stetige Kleinschreibung, neue Wortendungen und den Verlust von Umlauten. Derartige Tendenzen verrät dem Linguisten beispielsweise die Evolutionäre Spieltheorie, eine Computersimulation, die erfolgreiche Verhaltensmuster erklärt.

„In fast allen Sprachen gibt es die Vokale a, i und u“, erklärt Wissenschaftsjournalistin Cornelia Varwig in einem Artikel in der Februar-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „bild der wissenschaft“. Die Theorie zeige den Grund dafür: Bei der Verständigung seien i, ü und e leicht zu verwechseln.

Zu den bedrohten Buchstabenarten zählt Gerhard Jäger, Linguist an der Universität Tübingen, auch die seltenen deutschen Umlaute ä, ö und ü. Womöglich seien sie in 500 Jahren ausgestorben. Er begegnet dem Sprachwandel aber mit Gelassenheit: „Wie in der biologischen Evolution wird das weitergegeben, was sich bewährt – der Rest stirbt aus. Kino statt Lichtspieltheater, steckte statt stak – die Gemeinschaft fällt die Entscheidung ohne Absprache.“

Es finde auch eine Durchmischung von Sprachen statt, die so genannte Kreolisierung, erklärt der Sprachforscher in „bild der wissenschaft“. Entwicklungen wie in den USA kommen auch auf das Einwanderungsland Deutschland zu – wie generell das Englische den Experten als Fenster zur Zukunft dient: Die beiden germanischen Sprachen sind sich sehr ähnlich, doch das Englische verändert sich flinker.

Auf der Liste der aussterbenden Grammatikfeinheiten des Englischen stehen beispielsweise die unregelmäßigen Verben – die Zeitform des Past Tense wird überwiegend mit der Endung -ed gebildet. Den rund 170 starken Verben im Deutschen geht es wohl ebenso an den Kragen – „stehlen, stahl, gestohlen“ ist eben schwieriger zu erlernen als ein regelkonformes „klauen, klaute, geklaut“.

Jäger sieht den Wandel in vollem Gange: „Vor 50 Jahren verwendete man für das Imperfekt von backen noch buk, heute sagt man backte.“ In 300 Jahren werde es dafür eine neue Gruppe von Wortendungen geben, die Fragen zulässt wie „Kennstese?“ statt „Kennst du sie?“ oder „Willers?“ statt „Will er es?“. Auch wer zugunsten des Dativs den Genitiv vernachlässigt, geht in 50 Jahren ohne Tadel aus.

„An der Grammatik wird sich wenig ändern, doch der Wortschatz wird zahlreiche Wörter enthalten, die wir heute noch nicht kennen“, skizziert Werner Scholze-Stubenrecht die Entwicklung. Der stellvertretende Leiter der Dudenredaktion in Mannheim beziffert die Zahl der Wörter, die jährlich in den Duden aufgenommen werden, mit 800.

2009 haben „Federbüchse“ und „scharmieren“ Platz gemacht für „Hybridauto“ und „twittern“. Unter den Neuankömmlingen sind 20 bis 40 Anglizismen, die meist auch englisch ausgesprochen werden. Den Deutschen fehlt die Fähigkeit oder der Wille, englische Wörter zu assimilieren, weil sie Freude am fremden Klang haben, konstatiert Jürgen Trabant, Professor für Europäische Mehrsprachigkeit an der Jacobs University in Bremen. „Baby“ wird zunehmend also nicht mehr „Bebi“ ausgesprochen, sondern mit dem Diphtong ei, und der Cent startet im Anlaut wohl eher mit s als z.

Kritisch sieht Trabant den breiten Strom an englischen Begriffen in Wirtschaft und Wissenschaft, für die keine deutschen Wörter mehr gesucht und ausprobiert werden. Diese Sprachbequemlichkeit hat beispielsweise Konsequenzen, wenn Kinder auf Wissenschaft neugierig gemacht werden sollen.

„Bei uns führt das zum hysterischen Englischlernen in den Kindergärten – ehrgeizige Eltern plagt die Sorge, ihr Kind werde sonst später nicht im Aufsichtsrat sitzen“, kritisiert der Sprachexperte in „bild der wissenschaft“. Trabant warnt, dass sich die Elite als eine „Kaste der Anderssprachigen“ von der Gesellschaft absetze.

Die Generalverdächtigen Jugend und Internet sortieren die Experten dagegen als Vokabularverderber aus. So gelten beispielsweise „Kanaksprach“ oder das „Kiezdeutsch“, also der Dialekt des Deutschen mit Fremdwörtern aus dem Türkischen, als Teil der Jugendsprache, versichert Heike Wiese, Leiterin des Instituts für Germanistik an der Universität Potsdam.

Dieser Slang werde nur unter Freunden gesprochen, nicht mit Lehrern und Eltern. Außerdem verliert er sich nach der Adoleszenz. Und wenn einzelne Begriffe wie das türkische „Lan“ für „junger Mann“ oder das arabische „Wallah“ („bei Gott“) für „echt, wirklich“ den Wortschatz bereichern, so bleibt das eher die Ausnahme.

Die übrigen Wortschöpfungen der Jugend sind oft so kreativ, dass Wiese sie in ihrem Szenewörterbuch sammelt: „Münzmallorca“ für Solarium oder „dönieren“ für das Einnehmen eines Döner-Abendessens sind einfach trefflich und amüsant.

Selbst die verquaste Internet-Kommunikation und das SMSen werden in Schutz genommen: Die spaßige Anpassung des Deutschen für schnelles Schreiben setzt nämlich die präzise Kenntnis der Hochsprache voraus.

„Vielleicht werden wir die konsequente Kleinschreibung, die viele online praktizieren, irgendwann einmal in den Alltag übernehmen“,*) sieht der Tübinger Linguist Jäger die Orthografie auf wackligen Beinen. Aber selbst die Engländer schreiben heute noch so, wie sie vor 300 Jahren gesprochen haben: Trotz allen Wandels erweisen sich Hochsprachen als stabil.

welt.de 22.1.2016

*) Das wäre ja die Erfüllung des Wunschtraumes der Schreibreformer durch die Hintertür. Deswegen war die kulturbanausische ss-Reform doch überhaupt inszeniert worden.

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Sigmar Salzburg
07.01.2016 15.26
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Markante Hinweise auf Dino-Balzverhalten

Von der Turteltaube bis zum Auerhahn... viele heutige Vogelarten zeigen teils aufwändiges Balzverhalten – doch gab es das vielleicht auch schon bei ihren Vorfahren, den Dinosauriern? Dafür haben US-Paläontologen nun buchstäblich markante Hinweise entdeckt: Kratzspuren ...
Bisher gab es nur indirekte Hinweise darauf, dass auch schon die Vorfahren der Vögel aufwendiges Paarungsverhalten zeigten.
wissenschaft.de 7.1.2016

Sauerierfährten sind auch an den fast senkrechten Sandsteinwänden in Barkhausen bei Osnabrück zu sehen – ein Beweis für die Notwendigkeit der alternativen Schreibung „aufwändig“.

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Sigmar Salzburg
19.12.2015 09.40
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Penner/Pänner

Als ich in Hannover wohnte, gab es dort einen „Penner-Garbe-Weg“, der vielfach zu Fehlschlüssen führte. Zufällig sehe ich, daß man ihn „reformiert“ hat – wohl zu Recht:

GARBE, Wilhelm, *4.5.1859 Altwarmbüchen, gest. 10.12.1926 Hannover; Feldaufseher.
Maurer, Militärdienst, Kutscher bei der städt. Feuerwehr. 1890 Stadtfeldhüter in der Ohemarsch. Wohnte in einem kleinen Dienstgehöft zwischen Leine und Waterloostraße, war zum Pfänden unbeaufsichtigten Viehs berechtigt, wurde daher auf Plattdeutsch »Pänner Garbe« gerufen. Stadtbekannt, »ein Schrecken aller Lausbuben, Nachtschwärmer und Ruhestörer«. Pänner-Garbe-Weg um 1937 als Weg an der Leine entstanden. (Hann. biograph. Lexikon)

Die richtigen Penner residierten am Georgs-Platz. Meine damalige Tochter spendete dort des öfteren ihr Taschengeld, zum Mißvergnügen der Eltern. Sogar Post kam richtig an: „An den Penner ..., Georgs-Platz, 3. Bank rechts.“

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Sigmar Salzburg
26.07.2015 11.18
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Gescheiterte „Vereinfachung“

Ungarischer Grenzzaun: Orbán ätzt gegen Flüchtlinge SPIEGEL ONLINE – Politik – 25.07.2015

Ungarn: Kulturbeauftragter hetzt gegen Schwule SPIEGEL ONLINE – Politik – 31.05.2014

Prof. Gerhard Augst hatte 1985 in seiner Reformwunschliste hätzen!

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Sigmar Salzburg
17.07.2015 06.32
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SPD-Mitglied zog in den Dschihad

„Lieber im deutschen Gefängnis als in Freiheit in Syrien“

Erstmals hat sich ein deutscher Islamist und Syrien-Rückkehrer offen zu seiner Zeit als Kämpfer des Islamischen Staates (IS) geäußert. Der in Deutschland inhaftierte Mann wirft im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), NDR und WDR der Dschihadistenmiliz Gräueltaten und Paranoia vor – und berichtet von einer Art deutschen Führung der Terroristen.

[Fürs Staatsfernsehen unentbehrlich:] „Der Islamische Staat hat nichts mit dem Islam zu tun“, so Ebrahim B.. Er sei fertig mit der IS-Miliz... Die Angst beim IS vor Spionen gleiche einer Paranoia. Wer in Verdacht gerate, Spion zu sein, werde „abgeschlachtet“... Er selbst sei kurzfristig selbst unter Verdacht geraten, weil er Mitglied der SPD ist. Deswegen sei er mit anderen Kämpfern zusammen in eine blutverschmierte Zelle gesperrt worden. Einer der Kämpfer sei brutal hingerichtet worden. Die Leiche und der abgetrennte Kopf seien als Warnsignal und zur Abschreckung für Verräter in die Zelle gebracht worden.
t-online.de 16.7.2015

Dank des besonders von der SPD geförderten Rechtschreibdschihads können ABC-Schützen die bisherigen „Greuel“ nun unheimlich erleichtert als „Gräuel“ erlernen.

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Sigmar Salzburg
18.05.2015 04.25
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Der alte Reform-Quatschkopp Peter Schmachthagen ...

... hat wieder eine Kolumne über die grandiosen Vorzüge der Rechtschreib„reform“ vom Stapel gelassen – diesmal über die wichtige Ä-Frage und die Augstsche Volksetümologie. Seltsamerweise habe ich den Text über die Adresse der Morgenpost gefunden. Prof. Ickler hat das Nötige bei sprachforschung.org schon gesagt. Aus Mangel an Zeit und Lust setze ich daher Schmachthagens Erguß nur leicht gekürzt hierher:

Deutschstunde
Irgendwie ist das alles ein wenig belämmert

Oder „belemmert“? Einige Leute haben die Stammangleichung der Rechtschreibreform bis heute nicht verdaut

Von Peter Schmachthagen schreibt hier wöchentlich über die Tücken der deutschen Sprache

„Mit Interesse und Vergnügen studiere ich Ihre Kolumne“, schreibt Mathias K. „Was mir aber auffällt, ist, dass in vielen Artikeln Ihrer Zeitung die neue Rechtschreibung ignoriert wird. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich zum Beispiel aufwendig statt aufwändig gelesen habe. Resultiert das aus Unwissenheit, oder boykottieren viele Redakteure noch die Reform, was ich ungeheuerlich finden würde?“ Ich darf den Leser beruhigen. Niemand in der Redaktion boykottiert die Rechtschreibreform...

Bis zur Reform schrieb man den Traum, der uns im Schlaf quält, wie „Alptraum“ mit „p“. Als im flachen Norden aufwachsender Schüler dachte ich, die Bezeichnung komme von den Alpen, die sich nachts wie ein Gebirge auf uns legten. Das war falsch. Das Wort kommt von dem Alb, einem im alten Volksglauben koboldhaftem, gespenstischem Wesen, das sich auf die Brust des Schlafenden setzt und bei ihm ein drückendes Gefühl der Angst hervorruft. Deshalb entschieden die Reformer, dass der „Alptraum“ wie Albtraum mit „b“ geschrieben werden müsse.

Leider wurde die Reform von 1996/99 im Jahr 2006 ihrerseits einer (überflüssigen) Reform der Reform unterzogen, die viele alte Schreibweisen wieder aufleben ließ, ohne die neuen für ungültig zu erklären. Die Zahl der fakultativen Schreibweisen nahm in beängstigender Weise zu. Seitdem darf man sich wieder mit einem Alptraum im Bett wälzen. Der Duden empfiehlt jedoch den Albtraum. Die Gämse (früher: Gemse) hat das „a“ mit Umlaut immerhin über die Reform der Reform gerettet. Angeblich sagen die Bayern Gams zu dem Tier. Auch die Wörter Bändel (früher: Bendel), behände (behende), einbläuen (einbleuen), Gräuel (Greuel), schnäuzen (schneuzen) und Stängel (Stengel) haben mit der Reform eine Stammangleichung erfahren und werden heute so und nur so geschrieben (zumal die alte, etymologische Schreibweise keineswegs einleuchtender war). Der Trommelschlägel bekommt jetzt ein "ä", beim Schlegel als Rehkeule bleibt's hingegen beim „e“. Auf die Barrikaden trieb es 1999 die Reformgegner, als belämmert nicht mehr wie „belemmert“ buchstabiert werden sollte. Schließlich habe das Wort nicht das Geringste mit dem Lamm zu tun! Nein, nicht mit dem Lamm, aber mit lahm.

morgenpost.de 12.5.2015

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Sigmar Salzburg
20.02.2015 07.52
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Schöpferschweiß

Auch die Milchstraße enthält die unidentifizierte Dunkle Materie, die 85 Prozent der Masse des Universums ausmachen soll:

Das internationale Wissenschaftlerteam um Fabio Iocco vom ICTP South American Institute for Fundamental Research in São Paulo hat in einer aufwändigen Sammelaktion eine große Zahl der aktuellsten verfügbaren Daten über die Rotationsgeschwindigkeiten verschiedener interstellarer Objekte wie Gaswolken und Sternhaufen zusammengetragen und aus diesen Daten eine so_genannte Rotationskurve für das Innere der Milchstraße erstellt.
spektrum.de 17.2.2015

... Tatsächlich besteht das Universum zu fast 27 Prozent aus anziehender Dunkler Materie und zu rund siebzig Prozent aus abstoßender Dunkler Energie. (weltderphysik.de) > Das Problem, was das sei, von dem wir nur 3 Prozent sehen können, löste meine Frau nebenbei beim Mittagstisch: „Gott“.

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Sigmar Salzburg
10.11.2014 08.43
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Die ä- und ss-Reform wird Gemein-Gut

Bei den Feiern zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin hat der frühere sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow schwere Vorwürfe gegen den Westen erhoben... (t-online)

gerechtigkeitsfreund_1
am 09.11.2014
Ich wünsche mir die Mauer zurück – die Scheinheiligkeit der Propaganda, die westlich kapitalistisch von Vertäufelung jeder Solidarität geprägt ist, finde ich als geborener Westbürger abstossend.

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