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Sigmar Salzburg
07.04.2019 06.21
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Bessere Rechtschreibung wegen Dialekten?

Anmerkung zum FAZ-Artikel, den der Elternverein hier zitiert und verlinkt hat: Die Reformer Augst, Erfinder der reformierten Volksetümologien, und Gallmann, Propagandist der unmäßigen Großschreibung, übergehen in ihren Spekulationen über den Grund des Verfalls der Schreibfähigkeiten eine wichtige Tatsache:

In die Gegenden, in denen sich Mundarten erhalten haben, ist die neue Multikultur noch wenig vorgedrungen. Traditionell wird dort Hochdeutsch aber gleichermaßen beherrscht und muß nicht, wie in Gallmanns Schweiz, als Fremdsprache erlernt werden.

In den städtischen Problemzonen mit 50 bis 100 Prozent Schülern von buntgemischter Herkunft kann sich dagegen eine Sprachsicherheit kaum herausbilden, geschweige denn eine Liebe zur deutschen Sprache entwickeln.

„Kiezdeutsch“ wird dann vielfach sogar von deutschen Kindern imitiert und übernommen – nicht zuletzt, um nicht von der neuen Mehrheit ausgegrenzt zu werden.

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Sigmar Salzburg
28.02.2019 05.16
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Kurz vorm Niedergang noch eine „Reform“

105 Millionen Menschen sprechen Deutsch

Jena. Heute [21.2.2019] ist „Internationaler Tag der Muttersprache“. Ein Tag, der im Jahr 2000 von der Unesco ausgerufen wurde, nicht zuletzt, um den Erhalt und Schutz aller von den Völkern der Welt gesprochenen Sprachen zu fördern. Deutsch belegt in der Rangliste des Dudenverlags weltweit derzeit Platz zehn: 105 Millionen Menschen haben Deutsch als Muttersprache. Es führt Chinesisch vor Hindi und Englisch. Aktuell gibt es 14 Dialekte in Deutschland.

„Deutsch ist sicher nicht vom Aussterben bedroht, wie manche Skeptiker befürchten, dennoch ändert sich die deutsche Sprache derzeit massiv“, sagt Murtaza Akbar, Dozent im Studiengang Onlinekommunikation an der Hochschule Darmstadt. Richtig sei vielmehr, dass die deutsche Sprache aufgrund vieler Einflüsse, darunter Social-Media- und Onlinekommunikation sowie die Internationalität, vielfältiger werde...

Peter Gallmann, Sprachwissenschaftler an der Universität Jena, verweist allerdings darauf, dass es Kiez- und Slangsprachen schon immer gab, allerdings weniger geschrieben. „So gut wie alle Sprecher solcher Varietäten sind sich der geringen Reichweite und des Sozialprestiges außerhalb ihrer Kreise bewusst.“...

Heute schreiben Menschen aller Generationen dank Social Media und Smartphone mehr als je zuvor. Die Folge: Sie verändern die deutsche Sprache schneller und massiver. Heute wird oftmals einfacher, knapper und skurriler geschrieben – und oftmals auch gesprochen.

Da wird geemojit, gekürzt, alles klein und ohne Punkt und Kommas geschrieben. „Das ist aber keine Bedrohung der deutschen Sprache, denn sie lebt und verändert sich ja ständig. Sie wird vielfältiger, bleibt sich dennoch treu und ausdrucksstark“, sagt Murtaza Akbar, der dafür plädiert, den Wert von Sprache zu schätzen und gleichzeitig gelassen zu bleiben.

Auch Sprachwissenschaftler Gallmann aus Jena appelliert daran, bei denjenigen Textsorten, bei denen die äußere Form wichtig ist, sorgfältig zu formulieren, bewusst auf Grammatik, Orthografie und Stil zu achten.

thueringer-allgemeine.de 21.2.2019

Um so abartiger war der Eifer kleiner skurriler Zirkel von politischen und orthographischen „Reformern“, den 99 Millionen Deutschsprechern zum Niedergang ihrer klassischen Sprache auch noch die fast vergessene Heyse-ss-Schreibung aufzudrängen. Als neue „Vereinheitlichung“ ausgegeben, blieben trotzdem 6 Millionen Schweizer und Liechtensteiner außen vor. Sie mußten aber dennoch die übrigen Albernheiten der „Reformer“ mitmachen – Kulturverbrecher allesamt. Gallmann war auch einer von ihnen.

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Sigmar Salzburg
04.04.2018 08.55
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Coburg

Ein Stück Heimat auf Itzgründisch
Der Mundartabend im Rödentaler Rathaussaal lockt mehr als 200 Gäste an. Das Publikum amüsiert sich köstlich.

Rödental
– Mundart sei ein Stück Heimat, sie stifte Identität und sei somit ein hohes Kulturgut, sagte Harald Tischer, der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Rödental. Um dies zu erhalten, laden die Mitglieder traditionell am Gründonnerstag zu einem Mundartabend ein. Diesmal stand die Veranstaltung unter dem Motto „Neues wagen und Tradition wahren“. Das Konzept ging auf: Mehr als 200 Gäste kamen in den renovierten Rathaussaal und amüsierten sich köstlich über die Geschichten, Anekdoten, Reime und Witze...
Ebenfalls intensiv mit der heimischen Sprache beschäftigt sich das Rödentaler Urgestein Hans-Joachim Lieb. „Für den Dialekt braucht man keine Norm und keine Rechtschreibreform“, sagte er...
Laut Tischer wurde der Mundartabend vor etwa 50 Jahren ins Leben gerufen. Die Flüchtlinge, die aus Schlesien, Ost- und Westpreußen in die Region kamen, hätten auch ihren Dialekt mitgebracht. So sei die Idee zum Mundartabend entstanden. Seit 27 Jahren wirke auch der Mundartkreis Sonneberg daran mit. „Von der Steinach bis nach Meiningen sprechen wir alle Itzgründisch“, erklärte Tischer. Leider gehe der Dialekt immer mehr verloren...
np-coburg.de 2.4.2018

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Sigmar Salzburg
27.03.2018 10.38
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Deutsch

Bei den Atheisten ein interessanter Artikel zur Evolution:

Immer enger werdende Jäger-Beute-Beziehung wird erforscht
Die Schlichen der Fledermäuse

Von: Simone Guski


© Simon Ghanem – Max Planck Institut
Mopsfledermaus

hpd.de 27.3.2018
Der Plural muß wohl als falsch angesehen werden. Sowohl Adelung als auch Duden und Ickler kennen nur „Schliche“. Schon der Singular ist so selten, daß er einem ungewohnt vorkommt.
(Nachtrag: Der Fehler wurde beseitigt.)

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