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Sigmar Salzburg
07.08.2017 18.35
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Herbert Rosendorfer

Bayerischer Rundfunk alpha-Forum
Sendetag: 19.02.1999, 20.15 Uhr
Herbert Rosendorfer, Schriftsteller und Richter
im Gespräch mit Dr. Dieter Lehner


Herbert Rosendorfer:
„Sie sind in Bozen geboren und leben in München, was sind Sie also?“ Darauf habe ich immer geantwortet: „Ich weiß es nicht.“ Ich habe mich eigentlich nie als etwas gefühlt. Ich bin deutscher Staatsbürger, ich war deutscher Richter, ich schreibe deutsch und Deutsch ist meine Muttersprache. Obwohl ich nun nach der Rechtschreibreform überlege, ob ich nicht doch anfangen sollte, italienisch zu schreiben, um dieser entsetzlichen Rechtschreibung zu entkommen ...

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Sigmar Salzburg
24.03.2017 07.26
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Der Informatiker Hadmuth Danisch ...

... hat über seine (verhinderte) Dissertation eine umfangreiche Dokumentation erstellt:

Hadmut Danisch
Adele und die Fledermaus
Über den Wissenschaftssumpf,
Schwindel, Korruption und Quacksalberei in der
Krypto- und Sicherheitsforschung und das
Promovieren an der „Exzellenz-Universität“ Karlsruhe

http://danisch.de/Adele.pdf
In seiner Vorrede schreibt er:
Meinen besonderen Dank auch an die – ganz wenigen – deutschen Wissenschaftler, die sich mehr oder weniger offen für mich eingesetzt und wissenschaftliche Kritik an den Zuständen an deutschen Universitäten und den hier beschriebenen Vorgängen gewagt haben.

Gar kein Dank geht an die Urheber der Rechtschreibreform(en), weil ich nicht die allergeringste Lust habe, ein solches Werk über mehrere hundert Seiten, an dem ich seit vielen Jahren immer wieder mal weiterschreibe, ständig den jeweils wechselnden Rechtschreib- und Interpunktionsregeln anzupassen, und genausowenig Lust habe, diese Änderungen zu verfolgen. Nach dem Abitur war ich in Rechtschreibung und Interpunktion nahezu perfekt und tadellos, inzwischen machen sich bei mir gelegentliche Zweifel breit, die über die normale Dichte an Schreib- und Tippfehlern hinausgehen. Außerdem halte ich die meisten der Änderungen für bescheuert. Hinweise auf Schreib- und Sprachfehler nehme ich gerne und dankend an und werde sie wie bisher einarbeiten, aber darüber hinaus ist das Werk eben so wie es ist und über die Jahre auch organisch gewachsen. Es soll ja auch einen langen Zeitraum dokumentieren und ist damit zwangsläufig genauso wenig von exakt konstantem Stil wie ich selbst.

Hadmut Danisch
Danischs Artikel spiegeln nun auch zwanzig Jahre unwillig befolgte Rechtschreib„reform“ wieder.

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Sigmar Salzburg
11.03.2013 15.06
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Michael Klonovsky

Schriftsteller, Journalist und Aphoristiker

Um die Diktatur einer Partei für die Zukunft auszuschließen, wurde in der Bundesrepublik die Mehrparteiendiktatur eingeführt.

In sein Dorf zurückgekehrt, berichtete der Zentralafrikaner vom Voodoo der Europäer: Man werfe dort alle vier Jahre Zettel in Kisten und hoffe, dass in den nächsten vier Jahren die Wünsche in Erfüllung gehen.

Wie zu erwarten haben sich die Ungebildeten nun auch der Bildungsreformen angenommen.

Die Reformierung einer ehrwürdigen Institution hat in der Regel zur Folge, dass sie schneller veraltet.

Der „deutsche Sonderweg“ hat begonnen, als man anfing, ihn im Munde zu führen.

Die schlimmsten Zerstörungen finden derzeit im Satzbau statt.

Täglich bringt der Kampf gegen die Syntax neue Helden hervor.

Bach nach dem Willen der Rechtschreibreformer: Das wohl temperierte Klavier.

Es gibt Leute, die weder eine Partnerschaft am Leben halten noch ihre Kinder erziehen können, die aber genau wissen, was für 350 Millionen Europäer richtig ist.

Daß alle Menschen gleich groß sein sollten, ist ein alter Traum der Zwerge.

Wozu sich aufregen? Die Dummen gewinnen ja doch.

michael-klonovsky.de

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Sigmar Salzburg
20.05.2010 16.49
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Udo Lindenberg

Verdienst um die deutsche Sprache

Udo Lindenberg wird mit dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache ausgezeichnet...

focus.de 19.5.2010

(Das wird meine Frau aber freuen.)

Ehemalige Preisträger sind unter anderen die Autorin Cornelia Funke und Vicco von Bülow alias Loriot. Udo Lindenberg ist den Angaben zufolge der erste Musiker, der diese Auszeichnung erhält.

Also alles Reform-Skeptiker.

Von Loriot ist bekannt:
„Wenn wir so weitermachen, grunzen wir bald“

Zu Cornelia Funke wird gemeldet:
Ob sie auch Rechtschreibfehler mache, will ein Junge wissen. Natürlich, sagt Funke und gesteht, dass ihr die neue Rechtschreibung zu kompliziert sei und sie weiter die alte verwende.
Hannoversche Allgemeine 1.11.2009

2004 sagte Udo Lindenberg:
„Die Rechtschreibreform ist unsinnig, als hätten wir keine anderen Probleme! Meine Texte lasse ich nicht umschreiben.“

Aber das Management wird schon für die erwartete Anpassung sorgen.

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Sigmar Salzburg
11.02.2010 13.06
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Claus Mattheck

... Physiker und „Baumflüsterer“

[Interview]

Wen würden Sie gerne auf den Mond schießen?

Die meisten sind schon dort. Außerdem: Die Verursacher der Rechtschreibreform.

ka-news 14.03.2007

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Sigmar Salzburg
05.09.2009 13.01
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Ich bin zufrieden, die Schurken, die nicht zu bessern sind, wenigstens zu ärgern.

Karl Kraus

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Sigmar Salzburg
14.08.2009 06.27
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Prinz Charles

Der britische Thronfolger weiß, wie man zeitgenössische Architektur effektvoll attackiert. Das hatte Prinz Charles erstmals 1984 bewiesen, als er in einer Rede zum Jubiläum der britischen Architekten-Vereinigung die Bauten der Nachkriegszeit als "Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln" bezeichnet hatte. Und einmal in Fahrt, machte er damals auch gleich einen geplanten High-Tech-Erweiterungsbau für die National Gallery am Londoner Trafalgar Square fertig. "Ein monströses Furunkel im Gesicht eines eleganten Freundes" nannte er ihn. Das damals in der Bevölkerung ohnehin unpopuläre Projekt wurde gekippt …

DIE WELT 15. Juni 2009
welt.de

Wer noch nicht durch Gewöhnung blind geworden ist, müßte genau das auch über die Monstrositäten „unserer“ Rechtschreibreform sagen. Uns fehlt ein Prinz Charles.

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Sigmar Salzburg
28.01.2008 13.30
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Harry Rowohlt:

Die Seelchen, die diese Rechtschreibreform erfunden haben, sind graue Gesellen,
die noch nie mit Genuß ein Buch gelesen und noch nie einen wohlklingenden Satz gesprochen haben.


http://www.zeit.de/1997/33/pooh33.txt.19970808.xml

Dieser Satz steht ausgerechnet in der „Zeit“, die vorauseilend zwei Jahre später die Reformschreibung einführte.

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Sigmar Salzburg
10.09.2007 12.17
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Schriftstellerin Anne Chaplet

Dienstag, 22. Juni 2004

[...]

Ich rege mich wieder mal über die sogenannte „neue“ Rechtschreibung auf, vor allem über die nicht eben seltene Behauptung ihrer Befürworter, sie sei „modern“, während die „alte“ eben veraltet wäre, und man habe sich ihr zu befleißigen, wenn man von „der Jugend“ verstanden werden wolle.

Mal abgesehen davon, daß ich auch von den Älteren verstanden werden will, ist das Argument schon deshalb seltsam, weil die Rechtschreibreform nicht Resultat nachvollzogener Veränderung ist, wie es sich durchaus gehörte, weil Sprache ja etwas Lebendiges ist – sondern die Kopfgeburt nicht eben jugendlich-frischer Menschen. Was ist modern an dieser begrifflosen Selbstverwirklichungsorgie einer durch nichts legitimierten Versammlung von Schreibtischtätern?

Schlimmer noch: nichts ist einfacher geworden, alles ist verworrener, aber es ist keine freudvoll-verspielte Anarchie, die wir erleben, sondern die Fortschreibung der Lieblosigkeit, mit der uns schon die Nachrichtenredaktöre der Rundfunkanstalten beglücken, bei denen man neuerdings einen Konflikt „gegen“, aber nicht „mit“ jemandem hat. Und „Massaker“ grundsätzlich auf der ersten Silbe betont wird.

Ich laß mich auf den ganzen Quatsch nicht ein, meine Verlage verlangen mir überdies nichts ab, was mir gegen den Strich geht und ich frage mich schon seit langem, wer eigentlich gezwungen ist, sich der „neuen“ Rechtschreibordnung anzubequemen – außer Lehrern und Schülern? Die allerdings sollte man mit der neuen Verwirrung nicht allein lassen. Also: Schluß mit der Rechtschreib“reform“!

http://www.anne-chaplet.de/portal/alias__annechaplet/lang__de-DE/tabid__5020/default.aspx

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Sigmar Salzburg
20.07.2007 07.44
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Uta Jung Karpalov

Im Interview mit Valeska von Dolega

„Leben kann ich von meinen Geschichten nicht.“
wz-newsline.de (Westdeutsche Zeitung)

Uta Jung Karpalov ist eine dieser erfrischenden Autorinnen, die unbeirrt ihren literarischen Weg gehen.
[. . .]

WZ: Wenn Sie die deutsche Sprache lieben, möchten wir gerne ein Statement zur Rechtschreibreform hören.

Jung Karpalov: Schrecklich, entsetzlich, vollkommen unnötig. Das allerschlimmste sind Texte aus dem 19. Jahrhundert in neuer Rechtschreibung. Neulich las ich Friedrich de la Motte Fouqué in dieser Form
[:] das ist die totale Verfälschung und schlicht eine Zumutung.

31.08.04
Von Valeska von Dolega

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Sigmar Salzburg
26.08.2006 16.16
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... ergebnislos und dürftig

Kleinkünstler und Autor Gerhard Polt:

Uns hat das Humboldt'sche Bildungssystem begleitet, dem auch das Schiller'sche zugrunde liegt, das besagt: übers Herz in den Kopf. Jetzt möchte man das Herz weglassen und gleich die Genies hervorbringen. Das ist Banausentum. Wir sehen ja am Beispiel der Rechtschreibreform, wie die sogenannten Experten sich zehn Jahre lang über die Sprache der Menschen Gedanken machen und was dabei rauskommt. Es ist so ergebnislos und so dürftig.

Interview im
Kölner Stadtanzeiger 25.8.2006
http://www.ksta.de/html/artikel/1156330312783.shtml

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Monika Chinwuba
31.10.2004 14.19
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...und etwas Angst auch....

Der Computer hat den meisten Schreibenden das Denken zur richtigen Verschriftung des Deutschen abgenommen, und Obrigkeitshšrigkeit spielt sowieso eine Rolle und etwas Angst im Schweigen mancher (bei jungen Lehrern z. B.) wohl auch.
Horst Ludwig, Gustavus Adolphus College, Minnesota
Quelle:
http://www.google.de/search?q=cache:x6PmpNh6hNEJ:www.ai.fh-nuernberg.de/Professors/Kuegel/Blumenorden/Sprachpflege41.htm+verschriftung&hl=de&lr=lang_de&strip=1
__________________
Monika Chinwuba

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Karin Pfeiffer-Stolz
29.09.2004 13.10
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In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat.

Carl von Ossietzky
__________________
Karin Pfeiffer-Stolz

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Karl Eichholz
28.07.2004 01.37
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Fehler erkennen

Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert,
begeht einen zweiten.

Konfuzius

__________________

mit herzlichen Grüßen
Karl Eichholz

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Karl Eichholz
28.07.2004 01.33
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Zitate – was klare Köpfe passendes sagten

Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben.


Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.

Albert Einstein

__________________

mit herzlichen Grüßen
Karl Eichholz

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