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Sigmar Salzburg
16.10.2011 16.43
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Wir Ausgeflippten

Weißrussland: Reform auf dem Papier

In Deutschland flippen ganze Bevölkerungsteile aus, wenn man ihnen lediglich zumutet, einzelne Wörter im Zuge einer Rechtschreibreform klein statt groß oder umgedreht zu schreiben. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn eine Kommission verfügen würde, dass fürderhin „fier“ statt „vier“ oder „sex“ statt „sechs“ geschrieben werden soll. Revolution?

In Weißrussland passiert Derartiges nicht. Vielleicht auch, weil man weiß, dass jeglicher Erhebungsversuch ohnehin niedergeknüppelt würde. Dabei hat Diktator Lukaschenko dort zuletzt eine orthografische Reform verfügt, die so weitreichend ist, dass sie sich sogar auf die Geldscheine auswirkt…

In den orthografischen Details und damit in den Geldscheinen spiegelt sich letztlich nur die schwierige Identitätsfindung der Weißrussen. Denn mit der jüngsten Reform ist die Auseinandersetzung um die Schrift längst nicht beigelegt. Nach wie vor gibt es in Weißrussland zwei Schreibweisen, eine, die stärker ans Russische angelehnt ist und eine, die stärker auf die eigene Identität setzt.

Es ist aber auch geradezu das Merkmal dieser Region, dass sie seit Jahrhunderten zwischen mehreren Kulturkreisen steht, dem russischen, dem polnischen sowie dem litauischen. Nach der Unabhängigkeit 1991 sollte zunächst brachial eine eigene Identität geschaffen werden, indem Weißrussisch als einzige Staatssprache dekretiert wurde. Nach einer Volksabstimmung wurde 1995 jedoch Russisch als zweite Staatssprache hinzugefügt. Denn gerade mal zwölf Prozent der Einwohner des Landes sprechen zu Hause tatsächlich Weißrussisch…
welt.de 16.10.2011

Immerhin wurde die Volksabstimmung nicht annulliert. Aber es werden Birnen mit Äpfeln verglichen: Jeder hätte Verständnis, wenn die Niederländer nach deutscher Besetzung alles „belämmerte“ gegen ihr altes „belemmert“ austauschen würden.

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Norbert Lindenthal
30.07.2006 08.22
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„zur alten Rechtschreibung zurückzukehren“

Welt am Sonntag, 30.7.2006

Forum

Wie wir künftig schreiben
Editorial

von Romanus Otte

Die Rechtschreibreform hat in den vergangenen Jahren für viel Ärger gesorgt. Der Versuch, dem Volk die Macht über die Sprache zu nehmen und auf eine Kommission zu übertragen, darf als gescheitert angesehen werden. Das Experiment hat Verwirrung gestiftet, das Land gespalten und die Einheitlichkeit der Schreibweise zerstört. Nun haben wir den Buchstabensalat.

Die Rechtschreibreform taugt als Lehrstück, warum es so schädlich ist, wenn der Staat sich in Angelegenheiten einmischt, die seine Bürger wunderbar allein regeln können. Über Generationen haben Deutsche, Schweizer und Österreicher ihre Sprache und die Schreibweise selbst entwickelt. In Streitfragen entschied ein Blick in den Duden, dessen Redaktion seit 1880 nachvollzog, wie die Menschen ihre Sprache lebten. Und mit dem Wahrig gab es sogar Konkurrenz.


Dann überzeugten einige Pädagogen, Wissenschaftler und Politiker die Kultusminister der Länder, daß man die Sprache nicht den Menschen überlassen dürfe. Folge seien Wildwuchs, Anarchie und überforderte Kinder. Wenn der Staat die Experten nur regeln ließe, werde die deutsche Sprache viel logischer und einfacher zu lernen.

Was folgte, ist bekannt. Kommissionen machten sich ans Werk. Niemand nahm ihre Arbeit wahr oder ernst. Ein Aufschrei folgte erst, als alles längst beschlossen war. Dann waren Schriftsteller, Journalisten, Lehrer, Leser, Eltern und Sprachliebhaber entsetzt. Mehrere Verlage, wie auch Axel Springer, in dem die „Welt am Sonntag“ erscheint, entschieden sich, zur alten Rechtschreibung zurückzukehren und die Rücknahme zumindest der schwersten Fehler der Reform zu fordern.

Seit einiger Zeit ging es nun vor allem darum, Schaden zu begrenzen und zu einer möglichst einheitlichen Rechtschreibung zu finden. In einer leicht geänderten Fassung tritt die Reform am 1. August, also am Dienstag, endgültig in Kraft. Nach zehn Jahren Streit werden die neuen Regeln verbindlich. Einige wurden entschärft, und in vielen Fällen werden mehrere Schreibweisen akzeptiert. Wer sich die Zuversicht bewahrt hat, mag es so sehen: Die Sprache ist wieder beim Volk.

Mit der nächsten Ausgabe stellt auch die „Welt am Sonntag“ ihre Schreibweise um. Wir verwenden dann nur noch Schreibweisen, die im Rahmen der Reform liegen. Auch deren endgültige Fassung ist eher eine Verschlechterung gegenüber der alten Rechtschreibung. Die Vielzahl der Schreibvarianten gefährdet die Einheitlichkeit der Rechtschreibung. Wir haben uns dennoch dafür entschieden, die Reform umzusetzen, weil wir nicht in einer Weise schreiben wollen, die Kindern in der Schule künftig als Fehler angestrichen wird.

Wir sind zudem überzeugt, daß es gelingen kann, die Einheitlichkeit der Schreibung wiederherzustellen. Wir werden daher künftig jenen Empfehlungen folgen, die der neue Duden (24. Auflage) für jene Fälle ausweist, in denen die neuen Rechtschreibregeln zu mehreren zulässigen Varianten führen. Am nächsten Sonntag werden wir sie detailliert darüber informieren, wie wir genau in Zukunft schreiben.

Artikel erschienen am 30. Juli 2006

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Norbert Lindenthal
30.07.2006 05.15
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Die Reform, die keine ist

Welt am Sonntag, 30.7.2006

Forum

Die Reform, die keine ist

Die Nachricht: Am 1. August tritt die Reform der Rechtschreibreform endgültig in Kraft. Viele umstrittene Neuschreibungen bleiben bestehen, es werden aber auch viele zusätzliche Schreibvarianten erlaubt.

Der KommentaR: Das einzig Gute an der überarbeiteten neuen Rechtschreibung ist die Tatsache, daß endlich ein Schlußstrich gezogen wird unter die quälende, seit 1996 andauernde Debatte um die korrekte Schriftsprache. Inhaltlich aber ist die Reform der Reform, die ab übermorgen gilt, ein Murks.


Über Jahre haben sich Schriftsteller, Journalisten, Politiker und Sprachwissenschaftler im Rat für deutsche Rechtschreibung munter über sitzenbleiben und sitzen bleiben, Delfine und Delphine, Ski laufen und eislaufen gestritten. Leider haben sie im Eifer der Selbstdarstellung versäumt, sich zu einigen. Und so warten die rund 100 Millionen Deutschsprachigen weiterhin vergebens auf die Einheitlichkeit der Rechtschreibung. Statt klare Regeln aufzustellen, hat der Rat den Wirrwarr zum Prinzip erhoben und kurzerhand fast alle Schreibvarianten für zulässig erklärt. Der neue Duden versucht immerhin, mit neu eingeführten Empfehlungen, die gelb markiert sind, Orientierung zu bieten. Diese Duden-Initiative wiederum stört den Ratsvorsitzenden, Bayerns früheren Kultusminister Hans Zehetmair, der zugibt, es sei gar nicht das Ziel gewesen, für einheitliches Schreiben zu sorgen. Gut zu wissen, daß Zehetmair das Vorwort für den Duden-Konkurrenten Wahrig schrieb.

In der Summe verdient das Regelwerk des Rechtschreibrats die Note „mangelhaft“. An diesem faulen Kompromiß werden sich Schüler, Schreiber und Leser manchen Zahn ausbeißen. Und von „Reform“ kann schon gar keine Rede sein: Das Wort bedeutet laut Duden nämlich eine „Verbesserung des Bestehenden“, doch hier ist das Gegenteil der Fall. Sönke Krüger

Artikel erschienen am 30. Juli 2006

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Norbert Lindenthal
22.07.2006 19.43
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ungenaue Welt am Sonntag

Welt am Sonntag, 23.7.2006

Kultur

Der lange Abschied des Peter K.

von Stefan Winterbauer

Kluge Köpfe sind bisweilen ein wenig bockig. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ wird Anfang August die offizielle Rechtschreibung nicht übernehmen. Die Frankfurter waren 2004, genau wie die Axel Springer AG (in der auch die „Welt am Sonntag“ erscheint), aus Protest gegen die Reform zur alten Rechtschreibung zurückgekehrt. Während Axel Springer am 1. August auf den neuen Rechtschreib-Kompromiß umstellt, geht die Reform der Reform den „FAZ“-Herausgebern nicht weit genug zurück. Sie wollen deshalb eine Arbeitsgruppe einsetzen. „Gräulich“ und „aufwändig“ werden nämlich immer noch mit "ä" statt mit „e“ geschrieben.

Artikel erschienen am 23. Juli 2006

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Norbert Lindenthal
30.06.2006 17.54
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Held oder Häldt oder Hält?

Der deutsche Hält heißt zur Zeit Jens Lehmann. Er hat zwei Bälle gehalten, zwei mehr als sein argentinischer Gegenspieler. Wann werden sinnfällige Anpassungen in der deutschen Rechtschreibung beschlossen?
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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
18.06.2006 07.24
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mehr Staat und weniger Freiheit

Welt am Sonntag 18. Juni 2006

Politik

Einigkeit und Recht, Freiheit und die GEW

Freiheit, die ich meine

von Romanus Otte

Ist Franz Beckenbauer ein Nationalist? Steht der in Kalifornien lebende Jürgen Klinsmann für Deutschtümelei? Bedroht der in Polen geborene Mirsolav Klose die Integration? Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) jedenfalls sind diese drei, die gesamte Fußball-Nationalmannschaft und eine steigende Zahl der Deutschen nicht geheuer. Denn sie singen die Nationalhymne. Die aber gehört für die Lehrer-Gewerkschaft abgeschafft.

Gezielt zur Fußball-WM startet sie eine Offensive gegen das „Lied der Deutschen“. Gewerkschaftschef Ulrich Thöne findet, die Hymne transportiere Nationalismus und eine deutsche Leitkultur, der die GEW bewußt den Kampf ansage. Also legt sie ihre Broschüre „Argumente gegen das Deutschlandlied“ neu auf, die sie an Schulen verteilen will. Unsere Hymne ist in den Augen der GEW ein „furchtbares Loblied auf die deutsche Nation“.

Die Attacke zeugt von einem bemerkenswerten Verdruß und Mißtrauen gegen das eigene Land und seine Menschen. In der ersten WM-Woche, in der Deutschland sich so unbeschwert weltoffen präsentiert als Land, in dem die bunten Fahnen wehen (und nicht nur in Schwarz-Rot-Gold), könnte man auch die GEW-Attacke als Randnotiz weglächeln. So einfach ist es aber nicht, denn die Gewerkschaft vertritt immerhin 260 000 Lehrer und Erzieher, die ihren Hader mit Deutschland und den Deutschen täglich in Kindergärten, Schulen und Universitäten transportieren.

Wenn vor WM-Spielen Hymnen gespielt werden, dann rufen Franzosen und Portugiesen zu den Waffen, schwören Argentinier und Iraner, Italiener und Togolesen für ihr Land nötigenfalls freudig zu sterben. Dazu tönt es meist blechern, schmissig, militärisch. Der Lehrer-Gewerkschaft aber wird mulmig, wenn Beckenbauer, Klinsmann und Klose singen: „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland. Danach laßt uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand. Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand. Blüh im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland.“

Diese dritte Strophe des Liedes der Deutschen ist eine der schönsten Nationalhymnen, die ich kenne. Das gilt für Josef Haydns Musik und für den Text Hoffmann von Fallerslebens aus dem Jahr 1841. Und wenn es denn so ist, daß sein „Einigkeit und Recht und Freiheit“ unsere Leitkultur beschreibt, warum sagte die GEW ihr den Kampf an?

Was hat die Gewerkschaft gegen den Wunsch, Deutschland möge im Glück von Einigkeit und Recht und Freiheit erblühen? Geht ihr dieser Freiheitsdrang zu weit? Die GEW plädiert für die Einheitsschule. Sie ist für eine staatlich verordnete Rechtschreibung, verlangt höhere Steuern, lehnt Studiengebühren aber ab. In der Summe ist sie für mehr Staat und weniger Freiheit. Ihre Leitkultur ist eine andere.

Romanus Otte schreibt im wöchentlichen Wechsel mit Politikchefin Margaret Heckel

Artikel erschienen am 18. Juni 2006

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Norbert Lindenthal
05.03.2006 09.43
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Re: Reform der Rechtschreibreform

Zitat:
Welt am Sonntag
Welt am Sonntag

… Christoph Keese
, Chefredakteur

… muß klar bleiben, daß künftig nur die Gemeinschaft der Schreibenden die Sprache weiterentwickelt und nicht der Staat sie per Dekret zu ändern versucht

Wieso künftig? Mir ist klar, daß schon dieser Versuch seit 1996 besser dazu führen soll, einen Volksentscheid zu achten.

Der Wust an Rechtschreibreformengequatsche wurde versucht, weil es in der Absicht der sogenannten Rechtschreibreformen keinen roten Faden gibt. Und die Mitläufer scheuen wissenschaftliche Fehlerreduzierungsnachweise.

Ich für mich habe entschieden, daß in früheren Zeiten auch schon Vorfahren mit guten Überlegungen zu guten Sprachregeln gekommen sind. Bei aller Innovationsfreude fällt es mir leicht, den Kern der guten alten Dinge zu erkennen und diesen zu pflegen.
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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
04.03.2006 20.45
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Reform der Rechtschreibreform

Welt am Sonntag

Reform der Rechtschreibreform
Editorial

von Christoph Keese Chefredakteur

Am Donnerstag hat die Kultusministerkonferenz ihren Beschluß zur Reform der Rechtschreibreform gefaßt. Einge grobe Mängel der Altreform wurden beseitigt; manche Schreibweisen, die dem Sprachempfinden entgegenstanden, sind jetzt wenigstens nicht mehr unverrückbar, sondern werden künftig wahlweise neben der alten Regel angeboten. Dennoch versäumten die Minister, viele andere Schnitzer ihrer Arbeit zu beseitigen. Herausgekommen ist also ein ziemlich fader Kompromiß.

Auch wir bei der „Welt am Sonntag“ haben eine Rolle in der Auseinandersetzung gespielt. Gemeinsam mit anderen Redaktionen hatten wir uns entschlossen, der Altreform nicht zu folgen. Dahinter steckten weder Sturheit noch Modernisierungsfeindlichkeit. Uns war wohl bewußt, daß wir unseren Leserinnen und Lesern einiges zumuteten, wenn wir von dem abwichen, was ihre Kinder an den Schulen beigebracht bekamen. Trotzdem hielten wir es für geboten, dem inhaltlich mißlungenen Eingriff des Staates in die Sprache von hundert Millionen Menschen entgegenzutreten.


Ohne die Hartnäckigkeit der Medien wäre an der Altreform nicht gerüttelt worden. Ihr zum Teil blühender Unsinn wäre auf immer Gesetz geblieben. Und unsere Sprache wäre von einem Regelwerk eingezwängt worden, das nur schwer zu begreifen ist und damit beim Schreiben kaum fehlerfrei anzuwenden war.

Wie geht es weiter? Wir werden die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz genau prüfen und sie mit unserer Hausschreibweise vergleichen. Vom Ergebnis hängt es ab, ob wir uns dem neuen Regelwerk anschließen, denn auch wir halten eine einheitliche Rechtschreibung im Prinzip für vernünftig. Selbstverständlich werden wir Sie so schnell wie möglich über unsere Pläne informieren. Doch selbst wenn es wieder zu einer einheitlichen Rechtschreibung käme, muß klar bleiben, daß künftig nur die Gemeinschaft der Schreibenden die Sprache weiterentwickelt und nicht der Staat sie per Dekret zu ändern versucht. Entwickelt wurde Deutsch immer durch die Phantasie seiner Sprechenden und Autoren. Aufgabe eines Regelwerks kann es nicht sein, Verwandlung zu verhindern, sondern es muß die Sprache beschreiben und Neuerungen aufgreifen. Die anerkannten Wörterbuch-Redaktionen haben das immer mustergültig geschafft. Für einen Eingriff des Staats gibt es keinen Bedarf.

Wie schaffen es Väter, Beruf und Familie zu vereinbaren? Und warum werden in deutschen Firmen vor allem deutsche Männer nach ganz oben befördert, während Frauen und Ausländer das Nachsehen haben? Zu diesen beiden wichtigen Themen finden Sie in dieser Ausgabe zwei Doppelseiten, deren Lektüre sehr zu empfehlen ist. (Seiten 10/11 und 36/37).

Artikel erschienen am 5. März 2006
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Norbert Lindenthal

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