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Sigmar Salzburg
18.07.2019 17.36
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Zum neuen Leitfaden für die Rechtschreibung an NRW-Grundschulen

... aus Kölnische Rundschau

Zurück zur Vernunft

Sandro Schmidt zu neuen Regeln für Rechtschreibung an NRW-Grundschulen

Kinder brauchen Orientierung. Das gilt für die Erziehung, aber gleichermaßen auch für das Lernen in der Schule. Ohne Regeln einzuüben, ohne verbindliche Leitplanken, an denen sie sich entlang hangeln können, bleibt der Lernerfolg fraglich. Nun soll also in den Grundschulen des Landes die seit vielen Jahren umstrittene Methode „Lesen durch Schreiben“, auch als „Schreiben nach Gehör“ („Ich fare in Färien“) bekannt, abgeschafft werden. Das ist gut so...

Um hier wieder Vernunft und gesunden Menschenverstand statt ideologisch geprägter Vorgaben (Kinder sollten in ihrer freien Lernerfahrung nicht beeinträchtigt werden) in die Lehrpläne der Schulen zu bringen, bedurfte es am Ende einer wissenschaftlichen Studie von Bonner Psychologen, die die Leistungen von 3000 Grundschulkindern in NRW verglichen hatten. Schulministerin Yvonne Gebauer hat daraus zu Recht die Konsequenzen gezogen.

Ab dem neuen Schuljahr wird die Rechtschreibung wieder mit einer modernen Fibel und mit Hilfe des Lehrers als Wissensvermittler, der das Geschriebene auch korrigiert und einübt, gelehrt und kontrolliert. Das hat nichts mit der Rückkehr zu konservativen Lehrmethoden zu tun, sondern mit Alltagserfahrung aus allen Bereichen menschlichen Lebens: Nur systematisches und strukturiertes Training führt zum Ziel.

finanznachrichten.de 14.7.2019

3000 Grundschulkinder hat man verglichen – welch eine Mühe! Für die Einführung der Rechtschreib„reform“ hatte seinerzeit der schlagende Qualitätsbeweis genügt, daß eine Schulklasse ein sorgsam zurechtgeschustertes Probediktat *) von acht Sätzen geschrieben hatte und den Schüler nach den Reformregeln dafür bis zu 50 Prozent weniger Fehler angerechnet worden wären.

*) »Ein Alptraum. Gestern nacht hatte ich einen schrecklichen Traum. Nach den Schularbeiten wollte ich radfahren, als plötzlich ein Riese vor mir im Zimmer stand. Er stellte zehn Becher Joghurt vor mir auf den Tisch und forderte mich auf, sie zu essen. Anschließend sollte ich die Becher numerieren und aufeinanderstapeln. Kaum hatte ich den ersten Becher ausgelöffelt, da standen zwanzig neue auf dem Tisch. Und so ging es weiter, bis das ganze Zimmer mit Joghurtbechern angefüllt war. Ich schrie vor Angst und wachte auf. Vor mir stand meine Mutter, beruhigte mich und meinte, daß es das beste wäre, diesen Traum schnell zu vergessen.«
(Theodor Ickler: Regelungsgewalt, S. 30f, http://www.vernuenftig-schreiben.de/dokumente/ickler_regelungsgewalt.pdf)Siehe auch dies.

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Sigmar Salzburg
24.05.2019 12.45
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20 Jahre nach der Annullierung des Volksentscheids ...

... gegen die Rechtschreib„reform“ in S-H und 22 Jahre nach der Behauptung des SPD-Kultusministers Wernstedt (NS), die „Reform“ würde 90 Prozent aller Rechtschreibfehler ersparen: Jetzt müssen auch die Lehrer auf die Nachhilfe-Klippschule, weil die Fehler chaotisch zugenommen haben.

Fortbildungsoffensive
Wie Lehrer ihren Schülern besser Rechtschreibung vermitteln


Ein Interview von Swantje Unterberg

Viele Grundschüler haben Probleme, richtig lesen und schreiben zu lernen. Deshalb bekommen nun in drei Bundesländern ihre Lehrer Nachhilfe. Gut so, sagt eine Betroffene. Sie und ihre Kollegen müssten umdenken.

SPIEGEL ONLINE: Frau Stute-Meißner, jedes fünfte Grundschulkind kann nicht richtig lesen und schreiben. Jetzt schicken Hamburg, Baden-Württemberg und Ihr Bundesland Schleswig-Holstein die Lehrer zur Fortbildung „Orthographie lehren und lernen“. Sind Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen tatsächlich das Problem?

Stute-Meißner: Ich denke schon, dass es neue Erkenntnisse gibt, wie Rechtschreibung besser vermittelt werden kann.

Mein persönlicher Eindruck, und auch der meiner Kolleginnen und Kollegen ist, dass die Schreibleistung niedriger geworden ist. Es muss viel mehr überarbeitet werden und es fällt den Kindern schwerer, die Regeln zur Rechtschreibung zu verinnerlichen. ...

Das Kind hört satt Roller Rolla und schreibt hinten ein A. So spricht man ja auch. Wenn das häufiger vorkommt, diagnostizieren wir, dass das Kind die Endungen auf -er noch nicht richtig umsetzen kann. Dann können wir das mit dem Kind gezielt üben.

... Man kann den Kindern in einer Stunde verschiedene Materialien zur Verfügung stellen. Das Problem ist, diese Materialien zu finden und zusammenzustellen. Ich kann in der Regel kein Arbeitsheft verwenden, denn damit müssten alle Kinder im Gleichschritt lernen. Stattdessen lasse ich nun ein Kind auf einem Arbeitsblatt arbeiten, ein anderes im Heft und ein drittes in einer Kartei.

... Wir stehen aber noch ganz am Anfang. Für die Vermittlung in der Praxis wünsche ich mir in der Fortbildung noch mehr Beispiele, wie das wirklich umgesetzt werden kann.

SPIEGEL ONLINE: Sie und Ihre Kollegen in Hamburg, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein werden online geschult. Dadurch kann man viele Lehrkräfte erreichen. Was halten Sie von dem Format?

Stute-Meißner: Ich finde das Format total klasse. Man muss sich die acht Unterrichtseinheiten nicht an einem festen Termin ansehen, sondern ist zeitlich flexibel. So ein Onlineformat ist außerdem in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein super. Für regelmäßige Fortbildungen wäre es für uns zu weit bis nach Kiel...

spiegel.de 24.5.2019

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Sigmar Salzburg
16.05.2019 05.03
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„Gegen politischen Islam“:

Österreich beschließt Kopftuchverbot für Grundschulkinder

Grundschulkinder in Österreich dürfen per Gesetz kein Kopftuch mehr tragen. Mit dem Gesetz wolle man Mädchen aus der Unterwerfung befreien, heißt es aus der Regierung.


Das österreichische Parlament hat ein Kopftuchverbot für Grundschulkinder beschlossen. Mit dem neuen Gesetz, für das am Mittwochabend die Abgeordneten der Regierungskoalition aus der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ stimmten, wird „das Tragen weltanschaulich oder religiös geprägter Bekleidung, mit der eine Verhüllung des Hauptes verbunden ist“, künftig untersagt.

Die Regierung hat aber klargestellt, dass sich das Gesetz nur gegen das islamische Kopftuch richtet – und nicht gegen die jüdische Kippa und die Patka der Sikhs. [Besser wäre: überhaupt keine Kopfbedeckung]

Der bildungspolitische Sprecher der FPÖ, Wendelin Mölzer, sagte, mit dem Kopftuchverbot solle ein Signal gegen den politischen Islam gesetzt werden. Der ÖVP-Abgeordnete Rudolf Taschner sagte, es gehe darum, muslimische Mädchen von einer „Unterwerfung“ zu befreien. Die Opposition stimmte fast geschlossen gegen das Kopftuchverbot und warf der Regierung vor, es gehe ihr nur um Schlagzeilen und nicht um das Kindeswohl.

Die Regierung hatte schon vor dem Parlamentsbeschluss eingeräumt, dass sie mit Beschwerden vor dem Verfassungsgerichtshof rechnet. Der Gesetz hat keinen Verfassungsrang, da es nicht mit Zweidrittelmehrheit verabschiedet wurde. Österreichs Islamverband IGGÖ hat das Kopftuchverbot scharf kritisiert.

faz.net 16.5.2019

Eine vollkommen richtige Maßnahme, die der Großsekte Islam ihren abgrenzenden Herrschaftsanspruch bis in die Schulen hinein sichtbar einschränkt. Sie sollte auch auf die höheren Schulen ausgedehnt werden. Deutschland hinkt wieder hinterher. Von islamischen Gelehrten wird immer wieder betont, daß das Kopftuch keine Forderung aus dem Koran sei. Deswegen sind die Klagen der Islamisten pure Heuchelei.

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Sigmar Salzburg
16.12.2018 07.19
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Im Jahre 22 nach der Erpressung zur „Reform“ ...

... der Rechtschreibung durch die Kultusminister, die nach Ex-Kultusminister Wernstedt bis zu 90 Prozent aller Schreibprobleme beheben sollte:

Experten beraten Plan für bessere Rechtschreibung
Die Werte seien alarmieren[d], es müsse dringend gehandelt werden: Am Freitag hat Dorit Stenke, Bildungsstaatsrätin in Schleswig-Holstein, zusammen mit Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) und Kollegen aus Baden-Württemberg auf einer Fachtagung in Norderstedt die schlechte Rechtschreibung von Viertklässlern thematisiert. Rund 27 Prozent der Hamburger Viertklässler, so aktuelle Studien, erreichen bei der Rechtschreibung nicht den Mindeststandard, ähnlich schlecht sind die Werte in Schleswig-Holstein. Um Expertenwissen auszutauschen, kooperieren die Nachbarländer aus Norddeutschland mit Baden-Württemberg.

Ties Rabe betonte, wie wichtig die Orthografie für den Werdegang der Schüler sei. „Das gilt für das Fach Deutsch genauso wie für Mathematik oder Fremdsprachen. Wenn wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler in allen Fächern besser werden, müssen wir gerade bei den Schlüsselkompetenzen Lesen und richtiges Schreiben ansetzen“, sagte der Schulsenator. In Hamburg habe er deshalb bereits 2014 Maßnahmen wie einen verbindlichen Basiswortschatz und regelmäßige Überprüfungen der Rechtschreibleistungen durch die Hamburger Schreibprobe auf den Weg gebracht. Im Juni 2018 kamen weitere Maßnahmen hinzu, darunter ein regelmäßiger Rechtschreibtest am Computer und die Empfehlung, dass an Grundschulen ein Sechstel aller Deutschstunden für reinen Rechtschreibunterricht genutzt werden.

welt.de 8.12.2018
Natürlich werden die wirklichen Ursachen der Mißstände von den Politikern und „Experten” nicht benannt: die Rechtschreib„reform“ und die Überschwemmung der Schulklassen mit bis zu 100 Prozent Kindern von Fremdvölkern.

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Wolfgang Scheuermann
30.06.2004 12.15
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Mottenkiste

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Karin Pfeiffer-Stolz
Der wohlhabende Deutsche schreibt und liest dann nicht mehr selbst, er läßt schreiben und lesen. Die Frage ist nur, wer dann noch so wohlhabend sein wird, um sich das zu leisten.

Sooo viel teurer als gedruckte Bücher sind Hörbücher (die haben Sie zwar nicht gemeint) ja nun auch wieder nicht.
Aber sie sind schon ein Symptom für eine bedeutende gesellschaftliche Veränderung. Vor vierzig Jahren stand an vielen Telefonzellen noch: „Fasse Dich kurz!“ – aber das tat ohnehin jeder, weil das Telefonieren sonst zu teuer wurde. Man kaufte wenig Kommunikation, man besuchte sich viel, viel häufiger als heute. Und für den Medienkonsum verkaufte die Musikindustrie für 5 DM Schallplatten mit zwei Titeln à drei Minuten (von denen einer dann vielleicht in den Schlagerparaden erfolgreich war und häufiger gehört wurde).
Vor dreißig Jahren beherrschte die Langspielplatte den Medienmarkt. Für 20 Mark kostete ein einmaliges Anhören 45 Minuten.
Vor 20 Jahren wurde das „Reinziehen“ von Videokassetten Mode. Gegen 40 Mark durfte man sich für zwei Stunden aus dem Leben verabschieden.
Vor 10 Jahren wurden für 80 Mark Konsolenspiele (u. dergl.) unters Volk gebracht, die den „Nutzer“ tagelang auskoppelten.

Und heute? Kinder telefonieren mit sich 20 m entfernt aufhaltenden Freunden stundenlang, die Internet-Flatrate gestattet endlose globale Brutalspiele (z.B. America's Army), gelesen werden Anweisungen am Bildschirm, und die FAZ wirbt mit „Hören Sie mal wieder ein gutes Buch!“ für das Hörbuch eines ihrer Herausgeber.

Fazit: Das Leben besteht aus immer größeren Anteilen eingekaufter Zeit; man arbeitet, um sich diese „Einkäufe“ leisten zu können. Lesen ist nicht gut. Es ist dem Denken zu nahe; wer liest, könnte gar in die Gefahr geraten, eigenständig zu denken. Und das ist überhaupt nicht gut, weil man dieses Verkaufen der eigenen Lebenszeit (wobei man als Verkäufer noch selbst bezahlt) dann vielleicht einschränkt. („Chatten“ ist unschädlich.)
__________________
Dr. Wolfgang Scheuermann

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Ruth Salber-Buchmüller
30.06.2004 09.02
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Diktate in Weiterführender Schule

Ich habe meinen deutsch-
kolumbianischen Enkel durch die
hiesige Realschule begleitet.
In der 5. und 6. Klasse war
der Weg zu einem Klassenarbeits-
diktat folgender:
1.Diktieren in der Schule.
2.“Verifikation“ des Diktates
auf der Tafel.
4.Abschreiben des Diktates als
Hausaufgabe.
5. Endgültiges „Diktat“ in der Schule.

Ab der 7. Klasse gab es keine Diktate mehr.
Fazit: Die Schüler haben NIE ein fremdes Diktat
geschrieben.

In allen anderen Fächern, Bio, Erdkunde, etc.
konnten Fehler reingehauen werden, daß einem Hören
und Sehen vergeht. Kein Anstreichen, keine Bemerkungen!

Das ist und war die PROBLEMLOSE Enführung der
Rechtschreibreform.


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Ruth Salber-Buchmueller

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Karin Pfeiffer-Stolz
30.06.2004 06.42
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Aus der Mottenkiste

Der Trend, im Deutschunterricht die muttersprachliche Pflege zu vernachlässigen, treibt seit Jahren sein Unwesen in den Schulen. Manche „Gutpädagogen“ meinen, Diktate seien Folterwerkzeuge aus der Mottenkiste der Unterdrückungsschule. Das kann man in Variationen dort lesen, wo „fortschrittliche“ Lehrer und „Experten“ sich zum Lernen äußern.
Seit dieser Trend eingesetzt hat, sind die Verkaufszahlen für Diktatbücher zusammengeschmolzen.
Der Tag ist nicht mehr fern, da werden wir auf Greencards Personen importieren müssen, die uns das Schreiben und Lesen abnehmen. Der wohlhabende Deutsche schreibt und liest dann nicht mehr selbst, er läßt schreiben und lesen. Die Frage ist nur, wer dann noch so wohlhabend sein wird, um sich das zu leisten.
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Karin Pfeiffer-Stolz

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Klaus Eicheler
29.06.2004 21.10
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Verkümmerungspädagogik

Das Buch „Die Schriftsprache entdecken“ von Christa Röber-Siekmeyer, Beltz Verlag, erklärt die Methode des Wahnsinns:

Zitat:
[...] Grammatik und Orthografie [...]
Beide sind der Entfaltung »natürlicher« muttersprachlicher Ausdrucksfähigkeit eher hinderlich und allenfalls zu rechtfertigen als Vorbereitung auf den gymnasialen Fremdsprachenunterricht. Dieses Buch begründet und konkretisiert eine didaktische Wende: Grammatik und Rechtschreibung werden als Erkundungsterrain für ein aktives, individuell dem jeweiligen Lernstand angepasstes Aneignen der deutschen Schriftsprache aufgefasst. Damit verlieren nicht nur die alten »Schulkreuze« ihre Schrecken, sondern ermöglichen auch so erst einen differenzierenden und motivierenden Deutschunterricht für alle Kinder.


Das habe ich immer befürchtet. Erlebnispädagogik im Deutschunterricht.
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Klaus Eicheler

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Ruth Salber-Buchmüller
20.06.2004 08.38
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ausländische Schulbuchverlage

Könnte der Stolz-Verlag – auch
mit Hinweis auf die Stellungnahme des Klettverlages -
nicht mal die Schulbuchverlage in Frankreich
informieren?
Meine Enkel in Frankreich haben das Deutschbuch „Kontakt“
vom Bordas-Verlag (www.editions-bordas.com).
Das Ausland hat doch keine von den Vorgängen in
Deutschland.

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Ruth Salber-Buchmueller

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Klaus Eicheler
18.06.2004 19.48
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Kurzgeschichte von Janusz Oseka

Der Vorschlag zur „Variantenrechnung“ hat mich an diese Kurzgeschichte erinnert:

Zitat:
Janusz Oseka
Wieviel ist zwei mal zwei?

In einer Schule sagte einmal der Lehrer zu den Schülern: „Merkt es euch, liebe Kinder, zwei mal zwei ist neun.“ Es war eine seiner letzten Unterrichtsstunden. Kurz danach hat man ihn wegen vorgeschrittenen Alters pensioniert.
Nach Ausscheiden des Lehrers sah sich das Lehrerkollegium vor eine schwierige Frage gestellt: wie soll man den Mathematikunterricht fortsetzen, wenn die Kinder in der irrigen Überzeugung beharren, daß zwei mal zwei neun ist? Wie soll man ihre entstellte Auffassung über das Einmaleins korrigieren?
Nach dem Meinungsaustausch, der im Schoße des Lehrkörpers stattgefunden hat, kam jemand zu dem Schluß, daß es ein Unsinn wäre, den Kindern das absolut umgekehrte Ergebnis der Aufgabe, zwei mal zwei sei vier, zu offenbaren. Ein so krasser Unterschied in der Berechnung könnte, wie behauptet wurde, das Kinderhirn zu stark erschüttern. Man empfahl demnach dem neuen Lehrer, seinen Schülern ein der Wahrheit näher liegendes Ergebnis bekanntzugeben, nämlich: zwei mal zwei gleich sieben.
„Mögen die Kinder etappenweise die richtige Lösung kennenlernen“, sagte der Schulleiter in der Lehrkörperversammlung.
In Übereinstimmung mit diesem Beschluß hielt man es für angebracht, in der folgenden Stunde ein der Wahrheit schon näher liegendes Ergebnis zu wagen: zwei mal zwei gleich sechs.
Es zeigte sich aber, daß diese Lehrmethode kaum voraussehbare Folgen hatte. Denn nicht alle Schüler reagierten auf gleiche Weise auf das derart entstandene Zahlendurcheinander.
Es gab welche, die das jeweils angegebene Ergebnis gleichgültig ins Heft schrieben, ohne sich intellektuell zu engagieren.
Manche lehnten sich innerlich auf, ohne öffentlich zu protestieren.
Es gab auch eine Gruppe von Kindern, die nach dem Unterricht zum Lehrer ging und um Aufklärung bat, doch dieser schickte sie fort unter irgendeinem Vorwand.
Ein großer Teil der Schüler bestand hartnäckig auf der ersten Variante „2 × 2 = 9“, denn er hatte keine Lust, immer wieder die gleiche Aufgabe umzuschreiben.
Artige Kinder schrieben die immer wieder neuen Ergebnisse mit Freude und Begeisterung ab.
Die unartigen verschmierten die Wände in den Toiletten mit scheußlichen Aufschriften: „2 × 2 = 4“.
Die weitsichtigen Karrieristen riefen öffentlich in den Pausen (so, daß es der Schulleiter hörte) aus, zwei mal zwei sei drei oder sogar eins.
Aber niemand in der Klasse zweifelte im geringsten daran, daß zwei mal zwei vier war, denn jedes Kind konnte es sich auf seinen zehn Fingerchen abzählen.

(Aus: „Polnische Pointen, Satiren und kleine Prosa des 20. Jahrhunderts“, Carl Hanser Verlag, München)


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Klaus Eicheler

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Karin Pfeiffer-Stolz
18.06.2004 10.32
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Variantensystem

Variantenschreibung

Wie wäre es, wenn wir dieses in Deutschland kreierte, überaus erfolgreiche „Variantensystem“, zur Hebung der Zensuren und damit der allgemeinen Lern- und Leistungsmoral auf das Fach Mathematik übertragen würden?

Zum Beispiel:

Hauptvariante
1 x 3 = 3
2 x 3 = 6
3 x 3 = 9
4 x 3 = 12
5 x 3 = 15

Variante 1
1 x 3 = 1
2 x 3 = 2
3 x 3 = 3
4 x 3 = 4
5 x 3 = 5

Variante 2
1 x 3 = 4
2 x 3 = 5
3 x 3 = 6
4 x 3 = 7
5 x 3 = 8

Alle Varianten sind laut einstimmigem Beschluß der KMK ab 1. August 2010 an den Schulen und Ämtern gültig. Angehörigen der übrigen Bevölkerung steht es weiterhin frei zu rechnen, wie sie es für richtig halten.

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Karin Pfeiffer-Stolz

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Theo Grunden
18.06.2004 00.01
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Problemlos (2)

Das nächste Arbeitsblatt am nächsten Tag:

Die Pernonalpronomen werden geordnet in Einzahl: ich, du, er, sie, es und Mehrzal: wir, ihr, sie. Dazu werden sie dann noch numeriert: 1. Person, 2. Person, 3. Person
(...)
Aufgabe: Setze das rechts bestimmte Personalpronomen in den Satz ein! Bei der 3. Person Einzahl suche Dir eines aus!
(...)
Ihr müßt noch die Aufgaben machen.
(...)
Gestern abend war ich zu müde.
(...)
Erinnerst Du Dich an die Fragefürwörter für die Fälle?
(...)
Wir haben ihn sehr vermißt.

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Theo Grunden
17.06.2004 06.21
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Problemlos

... gehe die Anwendung der neuen Rechtschreibregeln in den deutschen Schulen vonstatten, behaupten Reformer und Kultusminister weiterhin. Mein Sohn brachte gestern einen Text mit nach Hause, den die ganze Klasse (4. Klasse Grundschule) von einer Vorlage abgeschrieben hatte. Darin enthalten sind diese drei Sätze:

Für seine Lehrzeit muß Vater dem Bäckermeister Lehrgeld bezahlen.

Wenn der alte Bäcker dann seinen Beruf aufgeben muß, will er sein Geschäft übernehmen.

Als ich auf dem Markt meine Freundin treffe, muß ich die Neuigkeiten gleich weitergeben.


Nach dieser dreifachen Demonstration müßten nun eigentlich alle Kinder wissen, wie man muß schreiben muß. Oder handelt es sich hier vielleicht nur um eine Kann-Bestimmung – und nicht um eine Muß-Bestimmung?

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Jörg Metes
03.02.2004 13.40
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Re: A-Levels

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Elke Philburn
Ganz ähnlich verhält es sich mit den A-Levels. Immer mehr Kandidaten bestehen die Prüfungen, wobei man keineswegs den Eindruck gewinnt, die jungen Leute würden immer klüger oder fleißiger.
Wie der „Telegraph“ heute meldet, sehen einzelne Universitäten in England sich dazu gezwungen, Studienplatzbewerber einer Englischprüfung zu unterziehen. Eigentlich besitzen zwar alle ein A-Level, das ihnen die Tauglichkeit zum Studium bescheinigt – doch nach Ansicht der Universitäten besagt das eben nichts mehr.

»One tutor said the tests had become necessary because A-levels had been dumbed down.«
__________________
Jörg Metes

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Jörg Metes
16.11.2003 20.47
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Ein Großexperiment in England

In England wird das Lesen und Schreiben an den Grundschulen seit 1997 nach einem neuen System unterrichtet, dessen Einführung sich die Regierung 530 Millionen Pfund hat kosten lassen.

Der Daily Telegraph berichtet heute über eine Untersuchung, der zufolge trotzdem ein Viertel bis ein Drittel der Elfjährigen nach sechs Jahren Grundschule nicht richtig lesen und schreiben können, nämlich insbesondere: »are not using capital letters and full stops correctly and struggle with story sequence and the past tense.«

Das Erziehungsministerium sieht gleichwohl keinen Grund, an der neuen Methode zu zweifeln. Die Leistungen der Grundschüler hätten sich ganz deutlich verbessert.

Wissenschaftler bestreiten das: Die Leistungen würden lediglich anders bewertet; tatsächlich geändert aber hätte sich am Lese- und Schreibvermögen der Kinder kaum etwas.

»It may be that the literacy strategy was implemented without sufficient evaluation of what it could achieve.«
__________________
Jörg Metes

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