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Duden
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Sigmar Salzburg
17.08.2017 17.48
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Der neue Duden ist da, ...

... scheint aber ein Ladenhüter zu werden. Die SÜDWEST PRESSE hat in Ehingen an einigen Stellen die neuen Wörter abgefragt, mit amüsanten Ergebnissen.

Der Ehinger VHS-Leiter sagt: „Ich bin kein Purist, mir kommt es manchmal ein bisschen unlogisch vor, wie manche Wörter eingedeutscht werden.“ Auch die neue Rechtschreibung des Delfin und der Demografie mit „f“ sieht für ihn komisch aus. Dunkl ist bekennender Hoodie-Träger, kennt die Thumbnails als kleine Vorschau-Bilder von Videos im Internet, und ja, „chillig bin ich auf der Couch, aber dann nicht surfend“, spielt er auf den Begriff Couchsurfing an, der den Trend meint, bei anderen Leuten über ein Portal eine einfache Schlafmöglichkeit zu organisieren. „Undercut – ist das ein Anzug?“ Bei der am unteren Kopf rasierten Frisur gibt sich der VHS-Leiter geschlagen, ebenso beim Adblocker. Keiner der Befragten kannte Tikitaka oder auch Tiki-Taka, „Substantiv, Neutrum – auf geringe Entfernung gespieltes Passspiel“, wie auf „duden.de“ ebenfalls nachzulesen ist.

swp.de 17.8.2017

„Passspiel“ wurde in der Liste der „sss-Greuel“ nachgetragen.

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Sigmar Salzburg
16.08.2017 09.34
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Neuwörter-Zirkus bei Dudens

Vor 1996 beobachteten die Fachleute des Duden-Verlages die deutsche Sprache und die Entwicklung der Rechtschreibung, versuchten daraus Regeln abzuleiten und gaben wohl auch eigene Empfehlungen. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Seit dem Rechtschreibputsch der Kultusminister wird ein nie dagewesenes Deutsch mit Hilfe der Presse auf Papiere und Bildschirme gepreßt.

Die Speerspitze der Kleinschreiber hatte grünes Licht für eine Veränderung der Rechtschreibung erhalten, ohne die Kleinschreibung einführen zu dürfen. Entsprechend hausten sie wie die Vandalen in allen anderen Bereichen und entdeckten dabei den Nasenring der ss-Schreibung, an dem das Volk durch die Manege gezogen werden konnte.

Die Dudenmannschaft war dadurch praktisch arbeitslos und durfte noch nicht einmal „behende“ für „behände Füße“ vorschlagen. Um doch noch einen Kaufanreiz zu bieten, wurden nun massenweise neue Modewörter gesucht und gefunden, die es angeblich verdienen, durch den Duden „geadelt“ zu werden. Die populärwissenschaftliche Zeitschrift „Spektrum“, die schon 1987 die außerwissenschaftliche Vision des Schreibreformers Mentrup verbreiten zu müssen meinte, läßt jetzt einen Linguisten über die Neuwörter-Mastkur des Duden schreiben:

Neue Wörter: Willkür im Duden
Nach welchen Kriterien neue Wörter in den Duden aufgenommen werden, muss transparent sein, fordert der Linguist Ekkehard Felder von der Universität Heidelberg.

Ekkehard Felder

In den aktuellen Rechtschreibduden haben 5000 neue Wörter Eingang gefunden. Wie kamen die da rein? Was sagt das über den Zeitgeist und die Gesellschaft? (Dazu befragte mich kürzlich auch Valentin Raskatov, hier das komplette Interview zum Nachhören.) Denn manche Wörterbuchnutzer regen sich über Modewörter und Anglizismen auf, andere über Vulgärsprache, Dritte über nicht aufgenommene Ausdrücke in Anbetracht von gerade frisch ausgewählten Wörtern ("Das Rätsel um die neuen Wörter"). Ich rege mich nicht auf, sondern bedauere nur: Der Duden verhält sich bei der Aufnahme neuer Wörter in das Wörterbuch wie ein Flexitarier beim Essen: ohne klare Linie – mal so, mal so. Das schadet zwar nicht der Sprache, aber der Marke DUDEN, also dem Verlag...

Was verbirgt sich hinter dem neuen Lemma Flexitarier? Der gelbe Duden verrät es, denn dort wird erklärt: Flexitarier ist ein "Kunstwort für eine Person, die sich überwiegend vegetarisch ernährt, aber auch gelegentlich hochwertiges, biologisch produziertes Fleisch zu sich nimmt"...

Während gegen die Aufnahme von Flexitarier nichts einzuwenden ist [?], erhebe ich bei folgendem Lemma Einspruch: 2013 wurde der Ausdruck Saftschubse für „Flugbegleiterin, Stewardess“ aufgenommen – in den Erläuterungen findet sich der berechtigte Warnhinweis " Gebrauch: salopp abwertend". Warum nimmt das Wörterbuch in Anbetracht des reichhaltigen „Schatzes“ an verletzenden Personen- und Berufsbezeichnungen gerade diese Stigmatisierung auf? ...

Der Prozess der amtlichen Neuregelung begann schließlich am Ende des 20. Jahrhunderts und endete im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Das Thema hat immer noch das Zeug zum Aufreger...

Spektrum.de 15.8.2017
Die deutsche Sprache kann dank ihrer Wortbildungsfähigkeit eine schier unbegrenzte Zahl neuer Wörter bilden. Soll jedes Ulkwort, das öfter als dreimal in den Zeitungen abgedruckt wurde, schon in den Duden aufgenommen werden? Der Autor möchte die Sprachgemeinschaft an einer Entscheidung darüber beteiligen. Welch ein Unsinn, wo nicht einmal die Sprachgemeinschaft an einer Abstimmung über die weitgehend idiotische und häßliche Schreibreform teilnehmen durfte! Die Duden-Mannschaft sollte sich lieber in weiser Beschränkung üben.

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Sigmar Salzburg
12.08.2017 17.25
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Die Presse kriegt sich nicht mehr ein:

Der neue Duden ...
... ist endlich da, affenärschlich ... äh amtsärztlich durch die 1999er-Reformärsche der Medien zur Gesundung des deutschen Ortograviehs empfohlen. „Entscheidend ist, was hinten rauskommt“. Was wäre, wenn der Duden-Verlag den Mut gehabt hätte, den alten ß-Gebrauch, der ja vielerorts immer noch gepflegt wird, anstandshalber zu inkorporieren? – Ja, es war nur ein kleiner Furz für die Reformer, aber eine große Scheiße für ganz Deutschland. Punk!


Sprachpanscher oder Spiegel der Zeit?
Handelsblatt 10.08.2017
Der neue Duden ist da – und „ick“ ist dabei
Märkische Allgemeine Zeitung 09.08.2017
Das verborgene Drama um das Wort „Volksverräter“
DIE WELT 08.08.2017
Der neue Duden
NDR.de 09.08.2017
Das Selfie schaffts in den Duden
FM1Today 09.08.2017
Kennen Sie die richtige Schreibweise?
Stuttgarter Zeitung 08.08.2017
Es ist nicht so, wie es scheint
Wiener Zeitung 08.08.2017
5.000 neue Wörter im Duden
börsenblatt 08.08.2017
Kann Ihr Wortschatz mit dem Duden mithalten?
SPIEGEL ONLINE 08.08.2017
Willkommenskultur in der Dudenredaktion
Frankfurter Rundschau 08.08.2017
Willkommenskultur und Späti, tindern und rumeiern
neues deutschland 08.08.2017
Das Rätsel um die neuen Wörter
RP ONLINE 08.08.2017
Von „I hear“ bis „Sun“ – So ähnlich sind Mundart und Englisch
nachrichten.at 08.08.2017
Ein dicker Fehler im neuen Duden
Tagesspiegel 07.08.2017
Test: Steht das Wort im neuen Duden?
Südwest Presse 08.08.2017
Das wichtigste Wörterbuch muss relevant bleiben
Süddeutsche.de 07.08.2017
5000 neue Begriffe für den Duden
Badische Zeitung 08.08.2017
Postfaktisch und Selfiestick jetzt im Duden
Deutschlandfunk 08.08.2017
Was in den Duden kommt – und was nicht
Kurier 08.08.2017
Der Duden bekommt 5000 neue Wörter
Deutsche Welle 07.08.2017
Tindern, Späti, Selfie: 5000 neue Duden-Wörter
HIT RADIO FFH 08.08.2017
Willkommenskultur landet im Duden
ZEIT ONLINE 07.08.2017
5000 neue Wörter für den Duden
Hannoversche Allgemeine 07.08.2017
Diese Wörter finden Sie jetzt im Duden
DIE WELT 07.08.2017
Fake News, Emoji und Co.: Duden nimmt 5.000 neue Wörter auf
Macwelt 08.08.2017
„Queer“ in den Duden aufgenommen
Queer.de 07.08.2017
„Filterblase“, „Selfie“ und „Hygge“ kommen in den Duden
Süddeutsche.de 07.08.2017
Der neue Duden: Da werd ich noch zum Honk!
NOZ – Neue Osnabrücker Zeitung 07.08.2017
Der Sprachfluss überwindet Grenzen
Salzburger Nachrichten 08.08.2017
Diese schwäbischen Wörter fehlen
Stuttgarter Nachrichten 07.08.2017
„Duden“ adelt Fake-News, das Facebooken und den Flexitarier
DiePresse.com 07.08.2017
Selfie, postfaktisch
Wiener Zeitung 07.08.2017
Von „Abrissparty“ bis „Work-Life-Balance“: Der Duden adelt 5000 Wörter
FOCUS Online 06.08.2017
Duden erweitert neue Ausgabe um 5000 Wörter
Krone.at 07.08.2017
Was berlinerst Duden da?
Berliner Kurier 08.08.2017
Icke und Späti kommen in den Duden
rbb|24 07.08.2017
Rechtschreibfehler sind nicht sexy
HORIZONT 07.08.2017
Richtig schimpfen dank Wörterbuch
Mittelbayerische 07.08.2017
Jahr-2000-fähig, Goalmann | Sieben Wörter wurden aus dem Duden gestrichen
BILD 07.08.2017
Fake News und tindern jetzt auch im Duden
MDR 07.08.2017
Der Duden hat Zuwachs bekommen
Bayerischer Rundfunk 07.08.2017
Liken, facebooken und entfreunden landen im neuen Duden
t3n Magazin 07.08.2017
5000 neue Wörter: Diese haben es 2017 in den Duden geschafft
Brigitte.de 07.08.2017
„Späti“ und „icke“ | Der Duden berlinert jetzt
BILD 07.08.2017
„Rumeiern“ mit „Low Carb“ ohne „Majonäse“
saarbruecker-zeitung.de 07.08.2017
„Es wäre fahrlässig, solche Wörter auszublenden“
saarbruecker-zeitung.de 07.08.2017
Neue Wörter im Duden: Sprachpanscher oder Spiegel der Zeit?
Lübecker Nachrichten 07.08.2017
Der neue Duden: Von Arschrunzeln bis Zipphose
Heute.at 07.08.2017
Duden wird um 5.000 Wörter reicher – Fake News, Kopfkino & Drohnenangriff
RT Deutsch 07.08.2017
„Futschikato“ | Neuer Duden, 5000 neue Wörter
BILD 06.08.2017
Von Honk bis Undercut: Auch diese 16 Wörter sind neu im Duden
NOZ – Neue Osnabrücker Zeitung 07.08.2017
Schnappschuss Deutsch
taz.de 07.08.2017
„Selfie“, „Tablet“, „facebooken“: 5000 neue Begriffe im Duden
Heimatzeitung.de 07.08.2017
„Fake News“ und „Selfie“ im Duden
tagesschau.de 07.08.2017
Quiz: Wadde hadde Duden da?
Schweizer Radio und Fernsehen 08.08.2017

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Sigmar Salzburg
10.09.2010 05.45
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Duden-Schleichwerbung

„Computer-Bild“ bringt als Schleichwerbung für den Duden-Korrektor ein Quiz
(Google News werden übrigens auch ständig „Pressemitteilungen“ u.ä. über Hilfen zur Rechtschreibung untergeschoben, darunter auch Werbemüll von Duden)


Quiz: Wie gut beherrschen Sie die deutsche Rechtschreibung?

Die Mehrzahl der Deutschen hat mit der deutschen Rechtschreibung Probleme. Beweisen Sie im Quiz, dass Sie ein Kenner der deutschen Sprache sind.

computerbild.de 9.9.2010

Unter den zehn Fragen sind nur zwei „deutschstämmige“ Wörter. Die angebotenen Möglichkeiten sind für unsichere Schreiber natürlich Gift, denn Blödsinn setzt sich bekanntlich leichter fest als Richtiges. Daneben sind sie ein kleiner Ausblick auf das, was uns hätte blühen können, wenn die Reform-Volksetümologen Augst & Co. noch stärker zu Zuge gekommen wären, etwa mit:

Entgeld, Wehrmutstropfen, Profezeihung oder Eckstase

Quiz

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Sigmar Salzburg
08.07.2010 06.47
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Duden-Schleichwerbung im Bayerischen Rundfunk

130 Jahre Duden

Wie ein Wust Wörter zum Bestseller wurde

Heißt es nun „mit Hilfe“ oder „mithilfe“? Das lässt sich mithilfe des Dudens schnell klären. Vor 130 Jahren hat Konrad Duden mit seinem Werk bis heute Maßstäbe gesetzt – von Abwrackprämie bis Zwergplanet bleiben keine Fragen offen.

Rechtschreib-Anarchie im Kaiserreich

Noch Mitte des 19. Jahrhunderts dümpelte das Deutsche Kaiserreich in völliger Rechtschreib-Anarchie vor sich hin. Jeder noch so kleine Teilstaat hatte seine eigenen Regeln, in jeder Schule, jeder Behörde und jedem Verlag galten andere Schreibweisen. 1876 versuchte man, sich auf einer „Orthographischen Konferenz“ in Berlin über die rechte Schreibung auszutauschen und sich auf einheitliche Regeln zu einigen – doch das Vorhaben scheiterte.

[In der Zeit von 1945-1995 herrschte in der deutschen Rechtschreibung ein Höchstmaß an Einheitlichkeit und Ausgewogenheit. Heute ist wieder Rechtschreib-Anarchie eingekehrt, schlimmer als im 19. Jahrhundert, weil an den Wörtern noch künstliche Genmanipulationen vorgenommen wurden.]

Rechtschreibreform bricht Monopol
Bis 1996 war das Wörterbuch in der Bundesrepublik für die Schriftsprache maßgebend. Mit der Rechtschreibreform wurde dieses Monopol gebrochen: Seither werden richtige und mögliche Schreibweisen durch die amtliche Regelung bestimmt und auch von anderen Verlagen unters Volk gebracht.

[Nicht zuletzt darum ging es den von Bertelsmann & Co. gesponserten Parteien: „Reform“, und sei sie noch so sinnlos, zur Förderung von Wirtschaftsinteressen.]

Kurioses aus dem frühen Duden
Kaiser Wilhelm II. bestand 1901 darauf, dass bei der Eliminierung des Buchstabens „h“ aus Wörtern wie „Noth“ und „Thor“ der „Thron“ unangetastet blieb. Das gilt – trotz der Rechtschreibreform von 1996 – bis heute.

[Das ist eine Sage: „Thron“ ist ein griechisches Wort, wie Theologie oder Thunfisch (thvnnos), und deswegen wurde das h beibehalten.]

Der Urduden war vor 130 Jahren schon ganz schön modern: Auf Seite 23 stellt er uns das „Betttuch“ mit drei „t“ vor. Zwischenzeitlich hatte das Laken ein „t“ verloren, erst seit 1996 schlafen wir wieder auf Betttüchern.

[Volksverdummung: Modern war es, den dritten Buchstaben, der meist wie das fünfte Rad am Wagen wirkt, wegzulassen, besonders in Alltagswörtern wie Schiffahrt und Brennessel. Schon Jakob Grimm hatte die Dreifach-Pedanterie kritisiert. ]

[Bild: Dudenseite mit den besonderen „Leistungen“ der „Reform“: :sodass … Dasssatz ]

„Schlag doch mal im Duden nach!“

Bildunterschrift: Die 25. Auflage ist mit 135.000 Stichwörtern so umfassend wie nie zuvor.
Heute umfasst „der Duden“ – wie das Wörterbuch liebevoll genannt wird – 1.216 Seiten und 135.000 Stichwörter – so viele wie noch nie, genau fünf Mal mehr als die Erstausgabe. Der waren Wörter wie Abwrackpämie, Blogosphäre, Factoryoutlet, Zwergplanet, fremdschämen, twittern und schnackseln noch fremd.


br-online.de 7.7.2010

Der Text ist natürlich Schleichwerbung für den Duden, und daß der Name „liebevoll“ gebraucht wird, ist frei phantasierte Lyrik. Verfassernamen für häufig benutzte Werke sind weit verbreitet, ohne besondere Liebesbeziehung, wie „der Stowasser“, „der Brockhaus“, „der Riemann“, „der Prätorius“, „der Pschyrembel“, „der rote Hund“ (Physiker)….

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Sigmar Salzburg
27.06.2010 05.21
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Die Einheit der deutschen Rechtschreibung

Duden – ein Bestseller wird 130

Mit 27 000 Stichwörtern auf 187 Seiten fängt alles an: Am 7. Juli 1880 erscheint in Leipzig das „Vollständige Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“.

Bild: Duden

Schnell entwickelt sich der sogenannte „Urduden“ zum Bestseller, weil er sich an der Praxis der Schreibenden orientiert. Konrad Duden bietet mit seinem Werk allen, die mit Orthografie zu tun haben, ein „Nachschlagebuch, das ihnen in jedem Zweifel schnelle und sichere Lösung bringt“, wie es in der Verlagsanzeige im „Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel“ vom 5. Juli 1880 heißt.

Da sich neben Schulen bald auch Setzer, Drucker und Korrektoren nach diesem Wörterbuch richten, erreicht Konrad Duden das, was alle staatlichen Konferenzen bis dahin vergeblich angestrebt haben: die Einheitsschreibung im gesamten deutschen Sprachraum ...

bildungsklick.de 23.6.2010

… und genau 130 Jahre später haben alle seit zwanzig Jahren andauernden staatlichen Konferenzen erreicht, daß eine Einheitsschreibung im gesamten deutschen Sprachraum nicht mehr besteht.

Der „Bildungsklick“ ist übrigens ein kommerzielles Unternehmen, das im Erscheinungsbild offizieller staatlicher Lernnetze Werbung (hier Duden-Eigenreklame) unter die Leute bringt.

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Sigmar Salzburg
20.03.2010 12.36
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Duden-Redaktionschef widmet sich neuen Aufgaben

Wermke sagt Ade

Matthias Wermke, langjähriger Leiter der Dudenredaktion, verlässt den Mannheimer Verlag Bibliographisches Institut AG. Das bestätigte der 53 Jahre alte promovierte Sprachwissenschaftler gestern gegenüber unserer Zeitung. Wo sein künftiges Tätigkeitsfeld liegen wird, ließ Wermke offen. Er arbeitete seit 23 Jahren für den Verlag, 15 Jahre davon als Leiter der Duden-Redaktion. Seine Aufgaben werden intern zunächst umverteilt: Werner Scholze-Stubenrecht, seit längerem Wermkes Stellvertreter in der Redaktion, übernimmt die inhaltlichen Aufgaben; die administrativen und verlagsbezogenen nimmt künftig Melina Alexa wahr, die ebenfalls schon im Verlag arbeitet. Ob Wermkes Stelle selbst wiederbesetzt wird, sei noch nicht entschieden, war zu erfahren.

Wermke wertete die Nachfolgeregelung als Beleg für Kontinuität innerhalb der Verlagsarbeit. Er betonte, sein Weggang erfolge auf eigenen Wunsch. Es habe keine Konflikte gegeben, und auch der Wechsel in den Eigentumsverhältnissen – Mehrheitsgesellschafter ist seit Frühjahr 2009 der Cornelsen Verlag – habe nicht zu der Entscheidung beigetragen. Es seien gute Jahre bei Duden gewesen, sagt Wermke, aber, so ergänzte er mit Blick auf die Rechtschreibreform, nicht immer leichte. Sie und deren einzelne Stufen musste das Wörterbuch mitvollziehen. Teilweise war unterstellt worden, die Änderungen erfolgten geradewegs auf Anregung des Verlags, der von den Neuauflagen profitiere. Wermke, der Ende des Monats den Verlag verlässt, war in seiner Eigenschaft als Redaktionsleiter auch Mitglied im Rat für Rechtschreibung. tog

Mannheimer Morgen 20.3.2010

Noch nie war das Ade so groß wie seit der „Reform“.

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Norbert Lindenthal
24.11.2009 19.12
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mein nächstes Buchprojekt mit Duden

Wie das vorhergehende wird auch das kommende Buch in bewährter Rechtschreibung gesetzt. Das Gespräch mit dem Autor zu diesem Punkt dauerte eineinhalb Minuten. Den Duden dazu kaufte ich mir gerne: 1991.
Spannender war die Besorgung des elektronischen Wörterbuchs, denn die Korrektursoftware wird erst dieser Tage mit deutscher Bedienoberfläche ausgestattet. Es heißt German (Old) und war wie selbstverständlich zu bekommen.
»Mein« Wörterbuch wird es durch elektronische Zusatzwörterbücher. Das sind Listen mit meinen eigenen Wörtern.
__________________
Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
24.11.2009 18.41
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Das wollen wir auch weiter fördern:

Schlechter Absatz
Der Verkauf des Duden läuft schleppend
23. November 2009, 21:30 Uhr
Das Flaggschiff des Mannheimer Bibliographischen Instituts, der neue Rechtschreib-Duden, läuft nicht wie erwartet. Nach einem Bericht des „Mannheimer Morgen“ liegt der Absatz 30 Prozent unter Plan. Dies habe der Vorstand bei der außerordentlichen Hauptversammlung mitgeteilt. Der Verlag setzt nun auf das Weihnachtsgeschäft.
Vorstandssprecher Ulrich Granseyer geht davon aus, dass dabei mindestens 400 000 Duden-Exemplare verkauft würden, schreibt das Blatt. Angepeilt waren jedoch 500 000 Exemplare. …
welt.de 23.11.09

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Detlef Lindenthal
05.08.2009 22.34
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FAZ.net:
>>Rechtschreibung
Zweieinhalb Pfund für den Ranzen
Von Theodor Ickler

Duden und Wahrig nehmen es mit den amtlichen Regeln nicht ganz so genau

04. August 2009 Der fünfte Duden innerhalb von dreizehn Jahren Rechtschreibreform kann erstmals nicht mit orthographischen Neuigkeiten aufwarten, da die Reparaturarbeiten des Rates für deutsche Rechtschreibung Anfang 2006 unterbrochen wurden – zwecks „Marktberuhigung“, wie der Vorsitzende Hans Zehetmair sagte. Der Rat diskutiert zwar schon weitere Rückbaumaßnahmen, zum Beispiel die Wiederherstellung der kleinen Anfangsbuchstaben in Wendungen wie „im Allgemeinen“, „des Öfteren“, „heute Abend“. Im Augenblick bleibt dem Dudenverlag aber nur die Möglichkeit, mit neuen Einträgen zu werben, die im Vorwort irreführend als „5000 neu in Gebrauch gekommene Wörter“ bezeichnet werden.

Nur etwa fünf Prozent davon sind wirkliche Neologismen („snowkiten“, „twittern“), der große Rest schöpft aus dem unendlichen Vorrat von orthographisch irrelevanten Zusammensetzungen („Sommermärchen“, „Regenbogenfamilie“, „Sofortrente“) und bisher vergessenen Wörtern („Stockbrot“, „verzocken“). Die weiblichen Personenbezeichnungen („Voltairianerin“, „Ziegelbrennerin“) lassen an der Behauptung der Redaktion zweifeln, die Auswahl der Einträge orientiere sich an einem Textkorpus.

Keine Kennzeichnung reformierter Schreibweisen

Von den wirklich einschneidenden Neuerungen spricht die Duden-Werbung kaum: Erstens ist das amtliche Regelwerk nicht mehr abgedruckt. Zwar verweisen Ziffern noch auf dessen Paragraphen, aber da kaum jemand die Regeln zur Hand haben dürfte, kann man nur noch schwer nachprüfen, ob der Duden die amtliche Vorgabe korrekt umsetzt. Das ist nicht durchweg der Fall. „Bei zusammengesetzten Farbbezeichnungen können die Abtönung einer Farbe (z. B. ein bläuliches Rot) durch Zusammenschreibung (,blaurot‘), das Nebeneinander zweier Farben durch Bindestrichschreibung (ein Kleid in Blau und Rot ist ein ,blau-rotes‘ Kleid) ausgedrückt werden. Diese Unterscheidung hilft, Missverständnisse zu vermeiden, und wird deshalb von uns empfohlen.“ In Wirklichkeit hat die Reform diese Unterscheidungsmöglichkeit ausdrücklich aufgehoben. Eine andere Eigenmächtigkeit betrifft die Getrenntschreibung bei „intransitiven und reflexiven Verben“ – eine Kategorie, die in der amtlichen Regelung nicht vorkommt.

Zweitens ist die rote Markierung der Reformschreibungen ersatzlos weggefallen. Man kann also die bisher üblichen Schreibweisen nicht mehr erschließen. Von ihnen behauptet der Verlag, es gebe sie praktisch nicht mehr. Aber fast alle namhaften Schriftsteller benutzen sie weiterhin. Nur den Schulkindern wird sie notenrelevant als Fehler angestrichen. Der Duden widerspricht sich aber selbst, wenn er die Großschreibung von „Hunderte“, „Tausende“ und „Dutzende“ empfiehlt, „da vor allem die Kleinschreibung von ,Dutzende‘ sehr ungewohnt sein dürfte“. Ungewohnt? Doch nur solange die Menschen noch an die „alte“ Rechtschreibung gewöhnt sind.

Drittens: Bei Varianten werden die dreitausend vom Duden empfohlenen Schreibweisen – wie bisher gelb unterlegt – nun stets an erster Stelle genannt. Auch dies ein Versuch, die Dudenorthographie unter veränderten Bedingungen doch noch durchzusetzen, aber wenn man sich die Empfehlungen näher ansieht, zweifelt man an den Erfolgsaussichten. Es soll geschrieben werden: „Furcht einflößend“, „furchterregend“, „Energie sparend“, „platzsparend“, „Raum sparend“, „zeitsparend“, „Staaten bildend“, „klassenbildend“, „Sporen bildend“, „blutbildend“, „Profit bringend“, „gewinnbringend“, „kaputt machen“, „kaputtsparen“, „nichts ahnend“, „nichtssagend“, „stramm ziehen“, „strammstehen“, „gerade biegen“, „geraderichten“, „lang ziehen“, „hochziehen“, „allgemein verbindlich“, „allgemeingültig“, „weit gereist“, „weitverbreitet“, „hoch dotiert“, „hochdekoriert“, „eine Zeit lang“, „eine Handvoll“. Grammatisch falsche Varianten werden vom Duden weiterhin empfohlen: „das ist nicht Erfolg versprechend“, „das Material ist Hitze abweisend“.

Hier wird die nächste Revision ansetzen. Übrigens hatte der Rechtschreibrat sich auf seiner neunten Sitzung ausdrücklich gegen Empfehlungen nach Art des Duden ausgesprochen.

Wahrig näher am Sprachgebrauch

Der gleichzeitig erschienene neue Wahrig bietet nach wie vor das amtliche Regelwerk, das er insgesamt richtiger interpretiert; er kennzeichnet die reformierten Schreibweisen weiterhin in Blau und hält sich mit Empfehlungen sehr zurück, bleibt auch insgesamt näher am Sprachgebrauch. Auch mit der politischen Korrektheit, also etwa den weiblichen Personenbezeichnungen, übertreibt er es nicht. Als Zugabe enthält er die gemeinsame Hausorthographie der Nachrichtenagenturen. Außerdem ist er preiswerter.

Ein kurioses Versehen im amtlichen Wörterverzeichnis, regelwidrig zusammengeschriebenes „dagewesen“, wird von beiden Werken getreulich reproduziert, aber Duden erfindet noch zwei analoge Fehlschreibungen hinzu: „bekanntgewesen“, „dabeigewesen“. Im Irrtum vereint zeigen sich beide mit zusammengeschriebenem „wieweit“. Die Großschreibung bei „morgen Früh“ wird entgegen der amtlichen Regelung für eine zulässige Variante gehalten.

Den Regeln entgegen

Das Werben mit Neueinträgen ist nicht ohne Risiko, denn es gewöhnt die Käufer daran, sich auf die Suche nach dem Allerneuesten zu machen. Wahrig wirbt listig mit Wörtern, die zufällig nicht im Duden stehen: „Speeddating“, „Whiteboard“, „Exoplanet“, „Kopfnote“. Die „Abwrackprämie“ steht in beiden, das „Flatrate-Bordell“ natürlich noch nicht. Gedruckte Bücher dieser Art sind immer schon veraltet.

Beide Wörterbücher wollen durch Masse beeindrucken (Wahrig 130.000 Einträge, Duden 135.000, das Pons-Wörterbuch gar 140.000) und bleiben doch Antworten schuldig. Wenn ein Schüler zum Beispiel Symfonie schriebe, wäre er im Recht, denn die neuen Regeln lassen es zu, nicht aber die Wörterbücher. Beide unterdrücken – bei Unterschieden im Detail – Trennmöglichkeiten wie „Lust-ration“, „Anal-getikum“, „Urin-stinkt“, die nach den Regeln keineswegs unzulässig sind, auch wenn der Ratsvorsitzende es immer wieder behauptet hat. Gilt die Großschreibung der Tageszeiten auch nach „neulich“ („neulich Abend“)? Wie verbindlich ist jene allerneueste Regel, wonach zu schreiben ist „weil sie ihm ähnlich sieht“, aber „weil es ihm ähnlichsieht“?

Ein dickes Pfund, ein enger Markt

Beide Bände belasten den Schulranzen mit jeweils zweieinhalb Pfund, haben genau 1216 Seiten, sind buchbinderisch nicht auf Haltbarkeit angelegt, werden übrigens auch vom selben Unternehmen hergestellt, nämlich in „Pößneck (Stadt in Thüringen)“ (Duden). In Österreich erscheint unterdessen ein Duden-Schulwörterbuch, das dem Österreichischen Wörterbuch Konkurrenz macht und mit dem Rechtschreibduden fast identisch ist, aber kaum mehr als die Hälfte kostet. Klett hat soeben sein Pons-Rechtschreibwörterbuch zur kostenlosen Nutzung ins Netz gestellt und will seine Produkte nach dem Wiki-Prinzip von den Nutzern selbst weiterentwickeln lassen.

Der Markt für gedruckte Rechtschreibbücher bewegt sich, zugleich wird er wegen der elektronischen Hilfsmittel immer enger. Seit der Dudenverlag vom Schulbuchriesen Cornelsen erworben wurde, der auch den Wahrig mitherausgibt, sind weitere Synergieeffekte zu erwarten, denn die Konkurrenz unter demselben Dach dürfte kein Dauerzustand sein.

„Duden – Die deutsche Rechtschreibung“. 25. Auflage. Duden Verlag Mannheim, Wien, Zürich 2009. 1216 S., geb., 21,95 €.

„Wahrig – Die deutsche Rechtschreibung“. 7. Auflage. wissenmedia Gütersloh/München und Cornelsen Verlag Berlin. 1216 S., geb., 17,95 €.


Text: F.A.Z.<<
Quelle: http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~EB83C0BB98CAB4A658BC1D7B743E902E5~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
28.07.2009 13.45
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Klett bläst zum Angriff auf Duden

Von Susanne Preuß

25. Juli 2009 Im Mai erst hat Philipp Haußmann den Posten als Vorstandschef der Ernst Klett AG übernommen, und schon kommt der erste Paukenschlag. Am kommenden Montag bringt Klett die deutsche Rechtschreibung ins Internet, gratis. Für das was er tut, findet Haußmann, 43 Jahre alt, Mitglied der Eigentümerfamilie in vierter Generation, Jurist und Romanist, gewählte Worte: „Das ist ein Paradigmenwechsel.“
Tatsächlich ist es ein Angriff, und zwar gleich in zwei Richtungen: erstens wird sich der Beinahe-Monopolist Duden ganz schnell mit dem neuen Konkurrenten auseinander setzen müssen, der zwar noch nie ein Deutsch-Lexikon herausgebracht hat, mit der Marke „Pons“ bei Fremdsprachen aber einer der großen Anbieter in Europa ist. Und zweitens wird ein Raunen durch die Verlagsbranche gehen: schon wieder ein Dammbruch im Internet, schon wieder Gratis-Inhalte und zwar auf höchstem Niveau. […]

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: ddp, dpa
faz.net 28.7.09

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Sigmar Salzburg
10.07.2009 13.42
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Es handelt sich anscheinend um eine Schweizer Ausgabe des Duden.

P.S: Daß die „After-Show-Party“ eingebürgert wurde, freut mich besonders. Ich stelle mir die immer sehr bildhaft vor.

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Detlef Lindenthal
10.07.2009 09.47
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Steht das wirklich im Duden _25:
    Barfusspfad??

Und welche drollige Folge von Rechtschreibregeln bringen die Dudenschreiber in Anwendung, um schließlich bei der Schreibung
    Best-of
anzukommen?
__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
10.07.2009 08.49
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5. Reform-Duden – noch überflüssiger

Zürcher Tages-Anzeiger7.7.09:

Wenn komasaufende Lölis twittern – die neuen Wörter im Duden

Auch Fremdschämen ist nun erlaubt. 5000 neue Wörter haben in der 25. Auflage des Duden Einzug gefunden. Wir präsentieren eine Auswahl davon.

Standardwerk der deutschen Rechtschreibung: Die 25. Auflage des Duden erscheint am 21. Juli.
Rund 135'000 Stichwörter enthält die Neuauflage des Standardwerks der deutschen Sprache. Davon haben 5000 erstmals Aufnahme gefunden, wie der Duden-Verlag mitteilt. Einige der neuen Wörter stammen aus der Computersprache, zum Beispiel «twittern» oder «Blogosphäre», andere aus der aktuellen Nachrichtensituation. «Bad Bank» oder «Börsenzocker» hätten zum Beispiel ohne Finanzkrise kaum Verbreitung gefunden.
Aus der Schweiz stehen neu verbreitete Wörter wie «Löli», «hirnen» oder «Blaufahrer» im Duden, dass hierzulande aber jemand «Schümlikaffee» sagt oder schreibt, entspringt wohl eher Fantasie der Dudenredaktion. Nachfolgend eine Auswahl von 125 Neuaufnahmen:
A
Abwrackprämie
After-Show-Party
Angsthäsin
armutsgefährdet
aufstarten (schweiz.)
Aufstocker, Aufstockerin
ausschnapsen
austillen
B
Babyblues
Bad Bank
Barfusspfad
Bedienungstheke
Best-of
B-Führerschein
Bioethikkommission
Blaufahrer, Blaufahrerin (schweiz.)
Blogosphäre
Blu-ray®
Blutdiamant
Börsenzocker
Buschfunk
C
Campusmaut
Cem
Chardonnay
Chorizo
Citymaut
Clutch
Crema
D
Datenklau
DAU
Dopingarzt, Dopingärztin
E
Effizienzklasse
Ehrenmord
Einbürgerungstest
Einkaufsnacht
einpreisen
Energiepass
entpacken
Ersti
euroskeptisch
Exzellenzcluster
F
Fanmeile
Featurette
fehlernähren
Feinstaubplakette
Fernbeziehung
Flatrateparty
Formatfernsehen
Frauenversteher
fremdschämen
G
Gassenarbeit (schweiz.)
Gefährder, Gefährderin
Gelotologie
Gesundheitsfonds
Gigaliner
H
Handy-TV
Heizpilz
Herdprämie
hirnen (schweiz.)
Hüftgold
Hybridauto
I
Industriekletterer, Industriekletterin
Inselbegabte
Integrationsgipfel
internetaffin
Internetfernsehen
It-Girl
K
Kangchendzönga
Klimakiller
Komasaufen
Konjunkturpaket
Kreditklemme
Kuschelkurs
L
Lebensmensch (österr.)
Löli (schweiz.)
Luxese
M
Mehrgenerationenhaus
Mentoring
N
Nacktscanner
Nickname
niedrigschwellig
No-go-Area
O
Ökopunkt (österr.)
Onlinedurchsuchung
P
Partikelfilter
Phrasenschwein
Poolnudel
Prekariat
Probeführerschein
Produktpiraterie
R
Raucherkneipe
Regenbogenfamilie
Rettungsschirm
S
Sashimi
Schadstoffplakette
Schlüsselkraft
Schockfoto
Schümlikaffee
Seitenblickegesellschaft (österr.)
Skimming
slammen
Snowciety (österr.)
snowkiten
Sofortrente
Sommermärchen
Sprengstoffweste
Stehroller
Steueridentifikationsnummer
Stockbrot
T
Tankini
twittern
U
Umweltplakette
Umweltzone
urcool
V
Vätermonat
verjankern (österr.)
verzocken
Vogelschlag
vorglühen (vorab Alkohol trinken)
Vorratsdatenspeicherung
W
Web 2.0
Weltklimarat
Wiki
Wutrede
Z
Zwergplanet

Tagesanzeiger 7.7.09

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Sigmar Salzburg
17.06.2009 16.13
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Man will unser Bestes – unser Geld

Duden – Die deutsche Rechtschreibung
Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der aktuellen amtlichen Regeln


ISBN: 978-3-411-04015-5
25. Auflage
1216 Seiten.
21,95 € (D)
22,60 € (A)
38.80 CHF
Voraussichtlich lieferbar ab
Juli 2009

Die 25. Auflage des umfassenden Standardwerks ist so zuverlässig [???] wie immer und so umfangreich wie nie zuvor: Rund 135.000 Stichwörter, davon 5.000 neue Wörter, über 500.000 Beispiele, Bedeutungserklärungen und Angaben zu Worttrennung, Aussprache, Grammatik, Etymologie und Stil lassen keine Fragen offen. In 400 übersichtlichen Infokästen werden schwierige Zweifelsfälle anhand von Beispielen ausführlich erklärt. Bei mehreren zulässigen Schreibweisen helfen gelb markierte Dudenempfehlungen. Neu: der Sonderteil mit wissenswerten Informationen rund um den deutschen Wortschatz.
...

25. Duden

Das Verfallsdatum fehlt: Jetzt i.M. 2,5 Jahre. Meine Mutter konnte ihren Duden noch 50 Jahre lang verwenden.

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