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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
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Sigmar Salzburg
19.05.2018 07.17
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Merkel trifft Putin ...

... und begrüßt ihn mit dem slavischen Blick ihrer polnischen Vorfahren (Spiegel-Bild). Die Spiegel-Berichterstatterin läßt im unklaren, ob die Zivilisten in Idlib Geiseln oder Sympathisanten der „Rebellen“ sind.

... Russland möge vermitteln, damit die äußerst gefährliche Lage um die Stadt Idlib, wo sich 50.000 Rebellen zusammen mit Zivilisten verschanzt haben, entschärft werden kann.
Und nun kommt es auf das „wie“ an: Nicht „wieviel“, sondern „wie“ das viele Gas durch die Ölleitung (!) strömen könnte. (Oder „fließt“ da Flüssiggas?) „Wie viel“ und „so genannt“ sind zwei sprachwidrige Wortspaltungen, deren Rücknahme bei der Revision 2006 vergessen wurde:
Im Gegenzug konnte Merkel vor allem eines anbieten: weitere Unterstützung für Nord Stream 2. Berlin stemmt sich bisher in Brüssel gegen die EU-Kommission, die Russland per Verordnung vorschreiben will, wie_viel Gas durch die Ölleitung fließen könnte.
Wieder zeigt sich, daß das Heysesystem auch nach zwanzig Jahren nicht beherrscht wird:
Bei ihrem Eintreffen im Palast hatte der russische Präsident die Kanzlerin mit einem Strauss weißer Rosen empfangen.

spiegel.de 18.5.2018
Gestern zeigte Google News erstmals wieder ältere Einträge an, u.a. ein MDR-Interview anläßlich des 20jährigen Reformjubiläums mit dem DDR-Reformer Dieter Nerius. Der behauptete, dort habe man (er) die „Reform“ erst auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Als Glanzstück führte er die Heyse-ss/ß-Regel an. – Im gleichen Jahr hatte aber der Westreformer Lutz Götze im Schreibwettbewerb der Reformgegner wütend beklagt, daß man das ß (wegen der folgenden Fehlerkatastrophe) nicht gänzlich abgeschafft habe.

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Sigmar Salzburg
10.03.2018 06.51
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Aus der Reform-Apoteke

„New York Times“ Nachrufe auf die Übersehenen
Seit 1851 druckt die „New York Times“ Nachrufe – die meisten nach eigener Aussage über weiße Männer. Nun gedenkt die Zeitung nachträglich 15 berühmter Frauen, die man "übersehen“ hat.

Aktivistinnen, Autorinnen, Matematikerinnen

[Bild:] Fotografin Diane Arbus

Unter den derzeitigen Veröffentlichungen finden sich Aktivistinnen, Autorinnen oder Mathematikerinnen. Darunter die amerikanische Fotografin Diane Arbus, die mit ihren Aufnahmen Debatten unter Intellektuellen und Fotografen anregte.

[Bild] Gemälde von Ada Lovelace
Auch Ada Lovelace, eine Matematikerin, die zu den ersten Computer-Programmiererinnen zählt, bekam einen Nachruf. Lovelace lebte im 19. Jahrhundert.

spiegel.de 10.3.2018

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Sigmar Salzburg
09.05.2015 10.48
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Spiegel-Deutsch

Jedes Jahr am 9. Mai gehe ich für gewöhnlich mein Telefonbuch durch und tippe auf Russisch die Glückwunschformel „S dnjom Pobedy“ in mein Handy, übersetzt heißt das so_viel wie: Gratulation zum Tag des Sieges.... Ich halte das seit 14 Jahren so, muss aber jedes Mal auf's Neue etwas in mir überwinden...
spiegel.de 9.5.2015

Wieviel ungezwungener und richtiger wäre die traditionelle Schreibweise!:
Ich halte das seit 14 Jahren so, muß aber jedesmal aufs neue etwas in mir überwinden.

Erfreulich ist die Beobachtung:
Es gibt schon lange keinen Groll mehr auf das Land, dessen Angriff die Sowjetunion 30 Millionen Menschenleben kostete.

Aber was soll das?
Es macht mich ratlos, dass ... viele den Geiselnehmer für einen Befreier halten.

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Sigmar Salzburg
26.07.2013 06.45
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Spiegel – jetzt noch trivialer

Jeder und/oder jede

Jeder zehnte unter 30-Jährige würde sich hochschlafen
... Jeder zehnte deutsche Arbeitnehmer im Alter zwischen 18 und 29 Jahren würde mit dem Vorgesetzten schlafen, um die Karriere voranzutreiben, hat eine repräsentative Umfrage von Forsa ergeben...
spiegel.de 25.7.2013

Sind zehn Prozent der Arbeitnehmer homophil dienstbereit? Unwahrscheinlich. Hier versagt auch das gendermäßige Sichtbarmachen des anderen Geschlechts:
Jede(r) zehnte deutsche Arbeitnehmer(in) würde mit dem/r Vorgesetzten schlafen.

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Sigmar Salzburg
07.05.2013 22.46
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Spiegel: Rückkehr zur deutschen Rechtschreibung?

Webvideopreis 2013: Wie der Dinosaurier ans Klopapier kommt
Was ißt der Tod zum Frühstück? Produziert eine Zeitmaschine Strom, statt ihn zu verbrauchen, wenn die Zeit rückwärts läuft? Diese Fragen beantwortet der erste Trickfilm des deutschen Zeichners Joscha Sauer von Nichtlustig.
spiegel.de 7.5.2013

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Sigmar Salzburg
20.08.2012 05.37
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Sprachvereinfachung: ‚sich‘ ist entbehrlich

„Top Gun“-Regisseur Tony Scott stürzt in den Tod
Hollywood-Regisseur Tony Scott ist tot. Der Filmemacher stürzte von einer Brücke in Los Angeles…


Los Angeles – Der britische Regisseur Tony Scott ist von einer Brücke im Hafen von Los Angeles in den Tod gestürzt. Das teilten Gerichtsmediziner der Stadt mit…

Den Behörden zufolge haben Augenzeugen beobachtet, wie Scott von der Vincent Thomas Bridge sprang… Der Zeitung „The Daily Breeze“ zufolge teilte eine Beamtin der Küstenwache mit, dass ein Abschiedsbrief gefunden wurde. Laut Gerichtsmedizinern gibt es keine Hinweise auf eine andere Todesursache als Suizid.
spiegel.de 20.8.2012

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Sigmar Salzburg
19.08.2012 15.37
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Journalisten zu Schreibstümpern

Um aus einem Canton-, Braun- oder RFT-Lautsprecher eine Tombox oder Tombox+ zu machen, muss man nur einige Teile hinzufügen: einen guten Verstärker auf 12-Volt-Basis, der bei einer Tombox eine Leistung von zwölf Watt liefert und damit Baggersee als auch Zuhause geeignet ist.
spiegel.de 18.8.2012

Leserkommentar:

Diagnose: rechtschreibdeformationsgeschädigt!
prüderiegegner

So ergibt der Satz keinerlei Sinn. Stattdessen verlangt die intendierte Semantik folgende Schreibweise: "(...) und damit baggersee- als auch zuhausegeeignet ist.“ Warum läßt SpOn inzwischen Texte von Leuten schreiben, die der deutschen Orthographie nicht mächtig sind? Seht Ihr jetzt endlich alle ein, was die Rechtschreibreform angerichtet hat? Der ganze Schund gehört zurückgenommen, da im gegenwärtigen Regelchaos offenbar kaum jemand die gültigen Regeln noch zu begreifen imstande ist.

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Sigmar Salzburg
08.08.2012 09.47
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Logik-Test

Graupapageien übertrumpfen Affen

Graupapageien haben wahrscheinlich ein ähnlich gutes Verständnis von Ursache und Wirkung wie ein etwa dreijähriges Kind… Im Test wussten die Vögel, dass nur einer von zwei undurchsichtigen Plastikbehältern eine leckere Walnuss enthält. Welcher es war, konnten sie aber nicht sehen. Dann schüttelte der Wissenschaftler entweder beide Boxen, nur die volle oder nur die leere. Die Vögel konnten also entweder das von der Nuss verursachte Klappern hören – oder eben nichts, wenn der leere Behälter bewegt wurde. In jedem Fall entschieden sich die Papageien deutlich öfter für die richtige Box und ergatterten zur Belohnung die Nuss.

spiegel.de 8.8.2012

Auch Schreibreformer haben ein ähnliches Verständnis wie dreijährige Kinder: Der „Tolpatsch“ wurde ohne Zusammenhang mit „toll“ zu „Tollpatsch“ reformiert, die gleichgelagerte „Walnuß“ jedoch nicht zu „Wallnuss“ geändert, obwohl doch schon für Fünfjährige die Walnüsse eher vom Stadtwall kommen als vom Wal.

Graupapageien sind dagegen noch musikalisch. Vor Jahren ging ich durch das leere Elefantenhaus in Hannover. Ein Tierpfleger kehrte dort Elefantenäpfel zusammen und pfiff dabei einen Schlager. Dann verließ er den Raum. Zu meinem Erstaunen erklang das Lied weiter. Nach einigem Umschauen entdeckte ich den Urheber, einen kleinen Graupapagei, der an der Wand auf einem Holzpflock saß.

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Sigmar Salzburg
20.05.2012 10.06
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Keine Spur mehr vom roten Tun der Kulturrevolutionäre …

Das ist das einzig Erfreuliche an dem Bericht: 48mal wird der Thun nicht mit dem Tun verwechselt. Dafür geht diese Fischart an der „Spassesssucht“ der Zuvielen zugrunde.

Jäger des verlorenen Fisches
Seit Sushi in aller Welt serviert wird, ist der Blauflossenthun vom Aussterben bedroht… Ein Report über das Sterben einer Spezies für die Gier nach Geld…

Das Meer vor Japan war leer und die Japaner brauchten Nachschub… Erst im Januar wurde ein 269 Kilogramm schwerer Blauflossenthunfisch, wegen der Farbe seines Fleisches auch Roter Thun genannt, auf dem Tsukiji-Fischmarkt in Tokio, dem größten der Welt, für 566.000 Euro versteigert...

spiegel.de 20.5.2012

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Sigmar Salzburg
15.03.2012 05.54
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Sick versackt im Reformsumpf

Im Allgemeinen sind Vögel bei den Menschen sehr beliebt….

Der Pleitegeier stammt allerdings nur scheinbar aus der Vogelwelt, in Wahrheit kommt er aus dem Jiddischen, dort war der plejte gejer jemand, der Pleite ging, also bankrott machte.

spiegel.de 14.3.2012

Murksreformschreibung ist „Pleite gehen“ – wieder verboten. Eisenbergsche Reparaturreformschreibung ist „pleitegehen“; herkömmliche Normalschreibung wäre „pleite gehen“. Duden 24 spricht von Leuten, die „Bankrott machen“ und läßt nur „bankrott werden, sein“ zu, fordert aber als Reparaturschreibung „bankrottgehen“ anstelle des wieder zurückgenommenen „Bankrott gehen“.

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Sigmar Salzburg
14.03.2012 13.41
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Mit Kindergeiseln durchgesetzte Reformdummheiten

Kongo-Milizenchef Lubanga

Herr der Kindersoldaten muss 1) ins Gefängnis
… Der Internationale Strafgerichtshof sah es als erwiesen an, dass 1) der 51-Jährige 2) Hunderte Kinder als Soldaten eingesetzt hat. …. Lubanga war der Erste 3), gegen den der ICC ein Verfahren eröffnete, das war im Jahr 2009. Er ist nun der Erste 3), über den nach 220 Verhandlungstagen und der Anhörung von 62 Zeugen auch Recht gesprochen wird…. Für wieviele4) Jahre der 51-Jährige 2) ins Gefängnis muss, 1) wollen die Richter zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden…. Lubanga hatte während des Verfahrens beteuert, er sei nur Politiker gewesen und habe innerhalb des militärischen Flügels der UPC nichts zu sagen gehabt. Vielmehr habe er sich unermüdlich für die Demobilisierung von Kindersoldaten innerhalb der UPC starkgemacht 5)…
jok/Reuters/dpa/AFP

spiegel.de 14.3.2012

1) Das ss-Gift fürs Deutsch
2) Sprachwidrige Großschreibung
3) Verwichtigung einer Aufzählung
4 ) Noch mehr verboten als „wieviel“
5) „starkgemacht“: Übertriebene Reparatur-Zusammenschreibung

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Sigmar Salzburg
17.02.2012 06.33
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Die Heyse-Reform-ss sind unlernbar …

… auch im 13. Reformjahr beim „Spiegel“:

Enthüllungen vom Heiligen Stuhl
Die jüngste „Vatileaks“-Post rückt eine Kircheninstitution ins Licht der Öffentlichkeit, die eigentlich lieber im Dunkeln arbeitet. IOR heisst sie, Istituto per le Opere di Religione, deutsch: Institut für die religiösen Werke. …
Es ist die vatikaneigene Bank, ein Geldhaus der ganz besonderen Art: einerseits die Girozentrale für die katholische Welt, mit Einlagen der Orden, Stiftungen und Diözesen aus allen Kontinenten, zum andern ein nahezu unkontrolliertes Finanzhaus, dass nicht nur den Papst und sein Gefolge wirtschaftlich absichert, sondern auch dessen politische Ambitionen finanzieren soll. Die heimliche Unterstützung der Solidarnosc-Bewegung in Polen, so heisst es, sei über das IOR gelaufen. … Das Netz zieht sich zu, heisst es. Seien die Schuldigen gefunden, werde man über arbeitsrechtliche Schritte ebenso nachdenken wie über Strafanzeigen, etwa wegen Verletzung von Betriebsgeheimnissen oder wegen übler Nachrede. Von Beten ist da keine Rede mehr.
[Der Papst] sei ein Mann des Geistes, nicht der Macht, sagen Insider. Die zahlreichen Audienzen, Auftritte, Besuche – jetzt im März muss er nach Mexico und Kuba – machten ihn müde und schwach. Aber nein, dementiert die Vatikan-Zeitung Osservatore Romano solche Mutmaßungen, „dieser sanfte Hirte weicht vor den Wölfen nicht zurück“.
spiegel.de 17.2.2012

Der danach bald ausgebootete Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust, sagte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ v. 8.8.2005 anläßlich der angekündigten (aber dann doch nicht vollzogenen) Rückkehr zur alten Rechtschreibung:

Wir haben bei uns im Haus Umfragen durchgeführt, und es stellte sich heraus, daß fast alle SPIEGEL-Redakteure die alte Rechtschreibung verwenden! Sie schreiben ihre Texte, und der Computer übersetzt die alte in die neue Rechtschreibung. Kafkaesk!

Ohne Korrekturprogramm sind sie hilflos!

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Sigmar Salzburg
09.12.2011 12.46
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Rattenversuche und Schreibexperimente

Wissenschaft.de schreibt:

Freundschaft schlägt Schokolade
Ratten befreien gefangene Artgenossen und lassen dafür sogar Leckerbissen links liegen


„Uns blieb vor Staunen der Mund offen stehen.“ – … Für die Experimente setzten sie eines der Tiere in eine enge Röhre mit einer verschlossen Tür, die nur von außen zu öffnen war. Das kleine Gefängnis mit dem sichtlich gestressten Tier platzierten sie dann in einem Käfig, in dem sich die zweite Ratte frei bewegte …

Hilfsbereitschaft hält Versuchungen stand

Um zu testen, wie groß diese Hilfsbereitschaft ist, konfrontierten die Forscher die Ratten bei weiteren Experimenten mit einer enormen Versuchung: Schokolade. Sie platzierten dazu gleich neben der Röhre mit der gefangenen Ratte eine zweite, in der sich hinter der Tür Schoko-Chips befanden.

wissenschaft.de 8.12.2011

Wie üblich bringt Spiegel-online die Geschichte kurze Zeit später etwas süffiger. Es fehlt die unbeholfene Eindeutschung „platzieren“, die als „deplatzieren“ ganz sprachwidrig ist. Schließlich sagt man auch nicht „destellen“ oder „delagern“, sondern „wegstellen“ und „auslagern“. Sprachgefühl also bei Spiegels? Naja:

Mitfühlende Nager
Ratten befreien gefangene Artgenossen


… Während der Nager in der Falle aufgeregt quiekte und sich in dem Gefäß herum wandte, versuchte die andere Ratte, den Artgenossen zu befreien…. Immerhin 23 von 30 Nagern öffneten schließlich das enge Verlies. Dabei zeichnete sich ein Muster ab, dass auch schon unter Primaten und Menschen entdeckt wurde …: Kontrollversuche zeigten zudem, dass die Tiere genau wussten, was sie tun und welch schmackhaftes Lebensmittel sie hinten anstellten.

Etwas treibt die Nager von Innen an

Ob hinter dem heldenhaften Verhalten der langschwänzigen Vierbeiner wirklich Einfühlungsvermögen steckt, ist vorerst Interpretationssache…

spiegel.de 9.12.2011

NB. Nächstenliebe ist wohl doch keine Erfindung der Religion.

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Sigmar Salzburg
03.11.2011 20.51
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Kulturschäden

Im Dortmunder Ostwall-Museum widmete sich eine Putzfrau der Installation des Künstlers Martin Kippenberger – mit Übereifer. Als sie einen milchigen Kalkrand weggeschrubbt hatte, war das 800.000-Euro-Werk blitzeblank, aber für immer zerstört.

… „Wenn's anfängt durch die Decke zu tropfen“ ist eine Installation, deren künstlerische Brillanz sich vielleicht nicht jedem Museumsbesucher sofort erschließt. Sie besteht aus einem mannshohen Turm aus Holzlatten, unter dem ein großer Gummitrog steht. Den Boden dieses Maurertrogs bedeckte eine weißlich-kalkige Schicht, die Kenner gerne Patina nennen.

Die Patina ist jetzt weggefeudelt, „unwiederbringlich verschwunden“, wie es aus dem Museum heißt. Aufgenommen von einem Wischmopp, ausgewrungen in ein Waschbecken, abgeflossen in die Dortmunder Kanalisation. Wahrscheinlich das teuerste Abwasser, das jemals durch den Ruhrpott floss.

Die Zerknirschung im Dortmunder Ostwall-Museum ist jetzt groß. Betroffenheit, Fassungslosigkeit, Unglaube – das sind die Worte, die aus dem Museum dringen. Und es ist noch mehr: Seit die Geschichte in der Welt ist, weiß auch Direktor Wettengl, dass die Liste der tollpatschigen Museumsputzfrauen jetzt um das Beispiel seines Hauses reicher ist…

1986 wischte eine Putzfrau in der Düsseldorfer Kunstakademie die „Fettecke“ von Joseph Beuys einfach weg. 400.000 Euro Schadensersatz soll das Land Nordrhein-Westfalen gezahlt haben.
Spiegel 3.11.2011

Wir erinnern uns auch an die durch SPD-Frauen zur Sektkühlung zweckenfremdete bepflasterte Babybadewanne. Das zugehörige Schild „In dieser Wanne wurde Joseph Beuys als Baby gebadet“ ergänzte ein Spaßvogel „… offensichtlich zu heiß!“.

Der Schaden für die deutsche Kulturwelt hält sich in Grenzen – im Vergleich zur tol[l]patschigen ss-Reform, wie sie die Politiker mit ihrem Wischmop[p]sverstand angerichtet haben.

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Sigmar Salzburg
21.05.2011 04.07
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Heute ‚Entrückung’

Tausende Menschen in den USA erwarten für Samstag, 21. Mai 2011, am späten Nachmittag die sogenannte Entrückung. … Die Prophezeiung beruht auf den wirren Berechnungen eines selbst ernannten Evangelisten, …

Über 100 Millionen Dollar soll er in den letzten sieben Jahren eingenommen haben.
[= Monatseinkommen ca. 800000 Euro]

Die Mutter [in der Familie Haddad] gab vor zwei Jahren ihren Beruf auf, sie und der Vater begannen, mit „Das Ende ist nah!“-Plakaten auf die Straße zu gehen. Der Rentner [Robert Fitzpatrick] steckte in den letzten Wochen 140.000 Dollar in eine viel beachtete Werbekampagne der Kategorie „Bereuet! Das Ende ist nah!“

In den USA, wo fundamentalistische Protestanten mit einem teils archaischen Religionsverständnis seit langem auf dem Vormarsch sind, stößt selbst derlei Humbug auf genügend offene Ohren.

Das alles klingt weder gesund noch neuzeitlich. Nicht von ungefähr kommt die schärfste Kritik an Prophet Camping von Seiten der Kirchen…

spiegel.de 20.5.2011

Deutschland wird von einem anderen Humbug heimgesucht – der „Missstandsreform“. Zwar schreibt der Spiegel „sogenannt“, das bis 2000 verboten war, aber auch „selbst ernannt“ (dreimal im Text) darf seit 2004 wieder „selbsternannt“ sein. Zwar meidet er „seit Langem“ (seit 2006 empfohlen), aber er beachtet auch, daß „von seiten“ seit 1996 verboten und durch „von Seiten“ oder (empfohlen 2006) „vonseiten“ zu ersetzen ist.

Wieviel sinnvoller wäre es gewesen, wenn Presse und Kirchen 2004 geschlossen dem Ruf gefolgt wären: „Bereuet! Das Ende der Rechtschreibreform ist nah!“

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