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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
GKS 4
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Sigmar Salzburg
23.05.2018 06.07
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Die bewährte Groß- und Kleinschreibung erleichtert die Orientierung im Satz

... war aber für die Kleinschreibideologen der Hauptantrieb zur Rechtschreib„reform“. Nachdem sie damit nicht durchkamen, rächten sie sich, indem nun adverbiale Wendungen wie „im allgemeinen“, die gleichrangig für „meistens“ o.ä. stehen, „bei Verdacht auf Substantiv“ großgeschrieben werden sollen. Das Untergeordnete wird optisch zum Wichtigsten im Satz aufgeblasen, wie ich gerade beim Nachschlagen einer Physikvorlesung fand:

Postulat 1. Zu einem Teilchen (Massepunkt) gehört eine eindeutige, quadratisch integrable, im Allgemeinen komplexe Wellenfunktion ψ(x,t).

Man postuliert dann eine weitere, ebenfalls eindeutige, quadratisch integrable, im Allgemeinen komplexe Wellenfunktion ϕ(p,t) ...

Quantenmechanische Operatoren kommutieren im Allgemeinen nicht.

Zudem sind quantenmechanische Operatoren linear, erfüllen das Distributiv- und Assoziativgesetz, er[f]üllen im Allgemeinen das Kommutativgesetz nicht und besitzen reelle Erwartungswerte. [Messerwartungswerte!]

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Sigmar Salzburg
15.05.2018 15.00
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Immerhin nicht „als Erster“

Putin fährt als erster über die Krim-Brücke

Er setzte sich selbst an das Steuer eines Lastwagens:
Die umstrittene Brücke über die Meerenge von Kertsch verbindet das russische Kernland mit dem beliebten Urlaubsziel Krim, denn Russland hat keinen direkten Landweg dorthin...

Moskau hatte sich die Krim nach einem umstrittenen Referendum im März 2014 einverleibt. Die Regierung in Kiew und der Westen sprechen von einer völkerrechtswidrigen Annexion ...

spiegel.de 15.5.2018

Rußland hat noch weniger einen direkten Landweg nach Ostpreußen und Königsberg (heute umbenannt nach dem Mörderfunktionär Kalinin). Aber wer wagt es noch, hier von einer völkerrechtswidrigen Annexion zu sprechen, obwohl diese ohne Volksabstimmung und mit Vertreibung der Bevölkerung durchgesetzt wurde?

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Sigmar Salzburg
02.05.2018 07.59
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Schönheit der Mathematik – Häßlichkeit der Reformschreibung

Bei Spiegel Online ein Gespräch mit einem Mathematiker über die Schönheit der Mathematik, dazu begleitend einige Dummheiten der neuen Groß- und Kleinschreibung bei Wikipedia – Hervorhebung des Nicht-Substantiellen, Kategorienfehler und Ehrabschneidung:

Unabhängig (und Galois nicht bekannt) hatte Niels Henrik Abel bewiesen, dass eine allgemeine polynomiale Gleichung von höherem Grad als 4 im Allgemeinen [= meistens] nicht durch Radikale aufgelöst werden kann.

Zu einer mathematischen Struktur auftretende Bijektionen haben oft eigene Namen wie Isomorphismus, Diffeomorphismus, Homöomorphismus, Spiegelung oder Ähnliches [zu ergänzen „Gedöns“].

Im Gegensatz dazu findet man ein klares Muster im Kettenbruch der eulerschen Zahl e ...[= „Eulersche Zahl“, Eigenname, nicht „Zahl in eulerscher Manier“]

Noch einige Gedanken zum Artikel: Die Logik der Mathematik beruht auf einfachsten Grundgesetzen der Natur, z.B. daß Materie sich gegenseitig ausschließt (Pauli). Sie macht Gesetzmäßigkeiten sichtbar, die Grundlage der Natur sind, z.B. Satz des Pythagoras, und nutzlose Gesetzmäßigkeiten, die nirgendwo im All Bedeutung haben oder verwirklicht sind, z.B daß es endlos viele Primzahlen gibt. Die Mathematik ist ein Produkt der menschlichen geistigen Evolution oder besser Involution (Verwicklung), wie das Leben ein Produkt einer organischen Verwicklung von Materie ist. Noch nicht entdeckte mathematische Sätze, sofern sie keine Bedeutung für die Natur haben, sind tatsächlich noch inexistent. Sie sind nicht einmal Schatten in Platons Ideenwelt.

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Sigmar Salzburg
02.05.2018 06.10
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Neue Großschreibeverwirrung: Nicht mehr Grün genug?

Ist Tübingens OB Boris Palmer zu Rechts für die Grünen?
Stimmen Sie ab!
Bewegen Sie den Avatar, um Ihre Meinung zu sagen.

swp.de 27.4.2018

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Sigmar Salzburg
27.04.2018 14.11
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Die große Moschee von Rom

... Am 21. Juni 1995 wurde sie eingeweiht. Die Architekten Paolo Portoghesi, Vittorio Gigliotti und Sami Mousawi leiteten die mehr als 20 Jahre dauernden Bauarbeiten, die von König Feysal aus Saudi Arabien finanziert wurden... Das Minarett ist das Einzige auf der Welt, das keine Lautsprecher hat, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen, und während der Bauphase wurde entschieden, dass das Minarett keinesfalls die Peterskuppel an Höhe übertreffen darf.
visitlazio.com/de

Die unsinnige Großschreibung des unbestimmten Zahlworts trotz zu denkender Ergänzung durch das voraufgehende Subjekt ist eine Folge der „erleichternden“ Quasi-Reformregel „Groß bei Verdacht auf Substantiv“.

Zum Inhalt: Schon 1995 wußte man, daß der Bau in Sichtweite des Vatikans nur mit Zustimmung des inzwischen „heiligen“ Papstes Johannes Paul II. erfolgen konnte. Er vollbrachte damit das für die Heiligsprechung nötige „Wunder“, solche Danaer- oder besser Arabergeschenke für das Abendlandland akzeptabel zu machen, um sie zusätzlich gegen die Atheisten in Stellung zu bringen. Wer jedoch anderswo keinen Papst im Hintergrund hat, muß nun wehrlos den Indoktrinationssingsang des Mu‘ezzin per Lautsprecher über sich ergehen lassen.

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Sigmar Salzburg
13.04.2018 08.15
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Morbus gallmannii

Kurz vor dem Zusammenstoß legte sich der Mann mit dem Kind längs zwischen die Schienen. Der Lokführer bremste, konnte aber nicht verhindern, dass der Zug noch einige Meter über die Beiden hinwegrollte. Zeugen hielten den unverletzten 23-Jährigen anschließend bis zum Eintreffen der Polizei fest... Der kleine Junge kam mit Schürfwunden ins Krankenhaus. Die Familie wurde von Seelsorgern betreut.
focus.de 13.4.2018

Siehe auch dies. – Apropos Seelsorger: Sind „Gottes“ Wege wieder unerforschlich?

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Sigmar Salzburg
10.04.2018 18.19
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Reformmäßig hündisch hundsche Regeln geschrieben

Wer beachtet schon hundsche Regeln? Ich nicht, dachte ich vor aufgeschlagenem Buche – bis ich auf den Titel des Werkes blickte:

Duden Chemie, Duden Paetec Schulbuchverlag 2005.

Es handelte sich also um die bekannten Hundschen Regeln der Quantenphysik in der „leichter lern- und lesbaren“ Reformschreibung.

Diese den Namen doch gebührlicher hervorhebende Schreibung findet Google 10400mal – fast ausnahmslos in groß, sogar bei Wikipedia. Für die Krampfschreibung
Hund’sche Regel gibt es nur 414 Funde. Natürlich wimmelt es im Buch auch von so genanntenund aufwändigen Vorkommnissen, weil die neue ss-Schreibung allein ja nicht die „Reformbedürftigkeit“ der traditionellen Rechtschreibung demonstrieren kann. Aber eins ist nach den Neuregeln bestimmt falsch:

„Dalton bestimmte als erster die Masse von Atomen.“

Der fast hundertjährige Friedrich Hund hatte übrigens kurz vor seinem Tod 1997 auf einer Tagung die „jungen“ Spunde wie Carl Friedrich von Weizsäcker noch gewarnt, philosophische Schlüsse aus den Quantentheoremen zu ziehen: „Es ist noch zu früh!“

Ansonsten ist es nie zu spät, zur anständigen traditionellen Rechtschreibung zurückzukehren.

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Sigmar Salzburg
25.03.2018 08.34
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„Flüchtlinge“ – bald kommen die nächsten, ...

... aber auch das sind nicht unsere Nächsten!

Demonstrationen in Kandel : Eine Stadt in Geiselhaft

Die pfälzische Stadt ist zum Schauplatz von Aufmärschen von Rechtspopulisten und Gegendemonstrationen geworden. Auf der Strecke bleiben die Bewohner...

„Nach der letzten Demonstranten ist Kandel aufgewacht“, sagt Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland. Da habe die Stadt ihre passive Haltung aufgegeben – angesichts der großen Zahl rechter Demonstranten. Etwa 4000 waren es, und 500 Gegendemonstranten. Dieses Mal wurden gleich drei Veranstaltungen angemeldet: Neben „Kandel ist überall“ der AfD-Politikerin Baum, demonstrieren auch „Wir sind Kandel“, das überparteiliche Aktionsbündnis, und die Kurfürstlich Kurpfälzische Antifa unter dem Motto „Rassismus ist kein Grund für Partys“...

[Bild „Unser Rheinland-Pfalz ist BUNT“]
Da kommen die Nächsten. Demonstranten für ein weltoffenes Kandel sammeln sich.

faz.net 24.3.2018
Komisch, immer wenn ich weltoffen höre, fallen mir die Rufe der Straßenjungs meiner Kindheit ein:
„Du hast den Arsch offen!“


In Flensburg demonstriert niemand, das Altparteienpack ist's zufrieden und alle Fragen bleiben offen.

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Sigmar Salzburg
17.03.2018 02.09
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Alberne Reformgroßschreibung – ungleiche Parallele

Macchiavelli
Um sein Ziel zu erreichen, sollte ein Fürst vor allem danach streben, von seinen Untertanen gefürchtet zu werden. Zwar sei es auch wünschenswert, geliebt zu werden, sagt der italienische Staatsphilosoph. Doch beides vertrage sich nicht miteinander, und Ersteres sei nun mal sicherer. Keinesfalls hat Machiavelli damit der Tyrannenherrschaft das Wort geredet.

buecher-wiki.de

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Sigmar Salzburg
01.03.2018 21.52
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Süddeutsche u.v.a.m.

Anja Karliczek – Merkels Überraschung im Kabinett ...
26.02.2018 – Als parlamentarische Geschäftsführerin war Anja Karliczek bislang nur Wenigen bekannt. Nun könnte die Westfälin bald Bildungsministerin sein.

Ob sie dann wohl den Mut hätte, sich für die Abschaffung der idiotischen Großschreibung des unbestimmten Zahlwortes einzusetzen? Der Wenige, die Wenige, die Wenigen...

„Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“, heißt es im „Vorspiel auf dem Theater“ zu Goethes „Faust“. Hätte Goethe in unserer aktuellen [seit 1996 „reformierten“] Rechtschreibung geschrieben, wäre ihm durchaus freigestellt geblieben, ob er das unbestimmte Zahladjektiv vieles/Vieles hier nun groß- oder kleinschreibt (während er beim Pronomen manchem diese Wahl nicht gehabt hätte).
duden.de


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Sigmar Salzburg
21.02.2018 07.19
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SPON zurück zur vernünftigen Kleinschreibung?

Müller, vierter Parlamentarischer Geschäftsführer in der AfD-Bundestagsfraktion, war jüngst beim Holocaust-Gedenken im Bundestag aufgefallen, weil er während der Rede des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble nicht geklatscht hatte...
Und im übrigen, beeilte sich Baumann [AfD] zu beteuern, mit den Opfern des Holocausts „würden wir das [Bombenopfer und Vertreibungen] niemals auf eine Stufe“ stellen.
spiegel.de 20.2.2018

Im übrigen: Spiegels Sonder-IM Severin Weiland beobachtet die AfD – wie die spanische Inquisition seit dem 15. Jahrhundert die zum Christentum konvertierten Juden: Ob sie heimlich Schweinefleisch verschmähen. Die AfD soll auch klatschen, wenn der Partei wohlversteckt Nazi-Nähe unterstellt wird.

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Sigmar Salzburg
17.01.2018 06.48
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Neues von Theo Grunden

Unser alter Freund Theo Grunden hat in seinem Hamminkelner Lokalkompaß wieder etwas zur Rechtschreibung verfaßt – in bewährter Form, freundlich, unaufdringlich und unter Vermeidung der Reform-ss:


Euch und Ihnen Allen ein Friedvolles, Gesundes und Frohes Neues Jahr!

Hoppla, da stimmt doch etwas nicht! Oder sogar etwas mehr als nur etwas? Da hat es jemand offensichtlich mit der Großschreibung zu großzügig gehandhabt.
Das „Jahr“ (als Substantiv) und das „Ihnen“ (als Höflichkeitsanrede) schreibt man ohne Zweifel groß, aber Adjektive schrieb und schreibt man doch schon immer klein, ebenfalls das Pronomen „alle“ in all seinen Formen. Richtig wäre der im Titel ausgedrückte (und von mir inhaltlich ehrlich und herzlich) gemeinte Wunsch also so zu schreiben:

„Euch und Ihnen allen ein friedvolles, gesundes und frohes neues Jahr!“

Und das so schon seit Konrad Duden, der just heute vor 189 Jahren, am 3. Januar 1829, in Lackhausen (jetzt Wesel) geboren wurde.

Allerdings gibt es ja – nach der „Ent(bevoll)mächtigung“ des sich mit dem Namen des Vorgenannten schmückenden Verlags im Rahmen der Rechtschreibreform – inzwischen längst diesen nun bestimmenden Rat für deutsche Rechtschreibung. Und der hatte offenbar ein Einsehen mit all denjenigen Deutschschreibenden, die sich Jahr für Jahr ein frohes Neues Jahr wünschten, also für das Adjektiv neues die fehlerhafte Großschreibung bevorzugten. Aufgrund einer von ihm im letzten Jahr beschlossenen Neuregelung gilt das in diesen Tagen oft verschriftlichte Neue Jahr nun nicht mehr als Fehler, sondern ist als zweite richtige Möglichkeit neben dem weiterhin richtigen neuen Jahr gestattet. Wer's genau lesen möchte, kann das in § 63 (3) E4 der amtlichen Regelung tun, zum Beispiel hier.

Damit ist das neue/Neue Jahr (und mit ihm u.a. die mittlere/Mittlere Reife, das große/Große Latinum, die goldene/Goldene Hochzeit, das autogene/Autogene Training, der gelbe/Gelbe Sack) in die illustre Schar jener Adjektiv-Substantiv-Gebilde aufgenommen worden, die den Schreibenden schon seit längerem zwei Möglichkeiten zur freien Auswahl geben: rote/Rote Karte, gelbes/Gelbes Trikot, erste/Erste Hilfe, letzter/Letzter Wille, schwarzes/Schwarzes Brett.

Aber Vorsicht, diese Auswahlmöglichkeit ist nicht immer auf (vermeintlich) ähnliche Fälle übertragbar! Wenn Sie über das kommende, das bevorstehende, das laufende, das alte, das vergangene, das erfolgreiche, das beste Jahr schreiben, dann bleibt's beim kleinen Adjektiv. Und weiterhin auch bei der heiligen Messe, dem olympischen Feuer und der freiwilligen Feuerwehr. Wer weiß, wie lange noch („Kommt Zeit, kommt Rat“).

Was würde wohl das heutige Geburtstagskind dazu sagen?

Beitrag eingestellt von Theo Grunden aus Hamminkeln
am 03.01.2018

Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 03.01.2018 | 16:25
Danke für die hilfreiche Information und ein frohes Neues!

Theo Grunden aus Hamminkeln | 03.01.2018 | 20:55
Franz, was Du da aufgezeigt hast, könnte auch einer der Gründe sein, die zur Großschreibung verleitet haben. Wenn das eigentliche Substantiv nämlich wegfällt, dann wird das Adjektiv davor substantiviert und damit richtiger- und berechtigterweise groß geschrieben. Vergleichbar etwa mit dem „kühlen Hellen“ oder dem „kleinen Schwarzen“.

Zur Weihnachtszeit amüsiert mich jedes Jahr dieses „O du Fröhliche“; da das dazugehörende Substantiv (Weihnachtszeit) erst weit dahinter auftaucht (je langsamer man singt, desto weiter) und beim Nennen des Titels auch nie „drankommt“, wird die Fröhliche halt vorsichtshalber substantiviert – und man stellt sich ein gutgelauntes weibliches Wesen vor.

Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 03.01.2018 | 22:55
Genau, und die Zusammenziehung mit „Stille Nacht“ heißt dann: „Oh, stille mich, du Fröhliche!“

Theo Grunden aus Hamminkeln | 04.01.2018 | 09:31
Und wenn wir schon bei kontraktionsgenerierten Weihnachtsliedtitelvariationen sind: In den nächsten Tagen wird sicherlich aus den Liedern „Leise rieselt der Schnee“ und „O Tannenbaum“ die naheliegende Version „Leise rieselt der Tannenbaum“ hervorgehen.

Stefan Hoffmann aus Düsseldorf | 10.01.2018 | 15:13
Zur Erklärung, für diejenigen, die mit der deutschen Sprache eigentlich auskommen, aber das Fremdwortwissen noch ergänzen wollen :

Pronomen :
Pronomen (Plural Pronomina oder Pronomen; deutsch Fürwort) ist in der Grammatik die Bezeichnung für verschiedene Arten von Wörtern, die an der Stelle eines Nomens eintreten, beispielsweise er, mein oder welcher. Pronomen weisen die grammatischen Merkmale von Nomina auf (also Genus (Geschlecht), Numerus (Anzahl) und Kasus (Fall)), sie sind aber im Gegensatz zu normalen Nomina keine Inhaltswörter.

Substantiv :
Substantiv, in gleicher Bedeutung teilweise auch als Nomen, deutsch auch als Hauptwort, Dingwort, Gegenstandwort oder Namenwort bezeichnet, ist in der Grammatik eine Wortart, die zusammen mit dem Verb die fundamentalste Unterscheidung im Bereich der Wortarten ergibt.

Adjektiv:
Das Adjektiv (lateinisch [nomen] adiectivum, ad-iectivum nach altgriechisch epí-theton „das Hinzugefügte“[1]), Eigenschafts- oder Beiwort, in der Grundschule auch Wiewort (wie ist etwas?) genannt, ist in der Sprachwissenschaft die Wortart, welche die Beschaffenheit oder eine Beziehung eines (konkreten) Dinges, einer (abstrakten) Sache, eines Vorganges oder Zustandes usw. beschreibt.

lokalkompass.de 4.-10.1.2018

PS: Eigentlich suchte ich „70 Jahre Kultusministerkonferenz“ und „Rechtschreibreform“, fand aber dazu kein Sterbenswörtchen in der Presse und in den Selbstbelobigungen der Ministerien.

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Sigmar Salzburg
06.01.2018 10.50
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Wiki: Gleiches ungleich behandelt

Johann Adam Schall von Bell, SJ (chinesisch 湯若望 Tāng Ruòwàng; (1592- 1666), deutscher Jesuit am Hof des Kaisers von China.

... Die Koexistenz mit dem Konfuzianismus, die Beibehaltung der Ahnenverehrung bei christlich getauften Chinesen und auch die von den Jesuiten benutzte Gottesbezeichnung „Tianzhu“ (Tien tschu, 天主, Tiānzhǔ ‚Herr des Himmels‘) – dies und Weiteres stieß auf Widerspruch bei ebenfalls in Peking weilenden Dominikanern und Franziskanern, die nach Rom meldeten, dass die Jesuiten Irrlehren verbreiten würden.

Vergleiche „dies und anderes“.

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Sigmar Salzburg
07.12.2017 08.08
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Der von den Kleinschreibern verordnete Großschreibwahn

Zahlwörter, bestimmte und unbestimmte, werden traditionell klein geschrieben, außer wenn es sich um eine spezielle Gruppenbezeichnung handelt. Die kleinschreibgläubigen Rechtschreib„reformer“ auf der Suche nach „Reformbedarf“ behaupteten hier angebliche Vereinfachungsmöglichkeiten, hatten aber wohl eher im Hinterkopf, die Absurdität der Groß- und Kleinschreibung vorzuführen, die ja ihrer Meinung nach sowieso bei der nächsten „Reform“ fallen würde.

So wagte man nicht, „ein Bisschen“ und „ein Wenig“ vorzuschreiben, auch nicht ein völliges Verbot „der meisten“, aber ließ „die Meisten“ gemäß der neuen kryptischen Regel „groß bei Verdacht auf Substantiv“ zusätzlich zu. Es wurde also nur eine Grenzlinie verschoben und unkenntlicher gemacht. Der Gedanke, daß die Fehler weniger würden, wenn man zwei Möglichkeiten für richtig erklärt, hob sich dadurch auf, daß die „Schreibenden“ nun alles mögliche (oder Mögliche) für möglich hielten, auch „am Meisten“.

Fremde im eigenen Land – Wie geht es den Arabern in der Stadt?
Dabei gerät die Lage der Araber in Ostjerusalem oft aus dem Blick: Sie stellen heute rund 35 Prozent der Gesamtbevölkerung in Jerusalem. Die meisten von ihnen lehnen die israelische Besatzung ab. Nach israelischem Gesetz gelten sie, die seit Generationen in Jerusalem leben, nur als „Wohnberechtigte“, basierend auf dem israelischen Einreisegesetz von 1952.
Als Wohnberechtigte besitzen sie nur eine sogenannte Jerusalemer Ausweiskarte. Damit dürfen sie zwar in Israel arbeiten und leben, aber beispielsweise bei den nationalen Wahlen zur Knesset nicht abstimmen. Auch einen Reisepass haben die Wenigsten, stattdessen nur ein „Laissez-Passer-Dokument“, mit dem sie außer Landes reisen dürfen.
spiegel.de 6.12.2017
Reformverbildete spüren nicht mehr den Kategorienfehler, der dem „am Meisten“ ähnelt.

Zur Politik wollen wir lieber schweigen. Bemerkenswert ist, daß sich die israelischen Juden als Angehörige eines Volkes verstehen – das was man uns Deutschen auszutreiben will. Einstein dachte eher an eine „Schicksalsgemeinschaft“. Interessant ist auch die Tatsache, daß lange genug aufrechterhaltenes Unrecht zu Recht wird. Im Bewußtsein der Juden reichen jedoch zweitausend Jahre Ferne nicht aus, um ihnen ihr Heimatrecht am östlichen Mittelmeer zu nehmen. Willy Brandt genügten fünfundzwanzig Jahre, um der (echten) ostdeutschen Bevölkerung ungefragt ihre Heimatrechte zu verschleudern.

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Sigmar Salzburg
26.11.2017 13.18
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Anschlag auf Sufi-Moschee und Sufi-Volk beim Freitagsgebet

Was mag nun „das Schärfste“ gewesen sein, dem dieser Anschlag galt?

Bundeskanzlerin Angela Merkel kondolierte mit einem Telegramm und erklärte: «Ich verurteile diesen niederträchtigen Anschlag auf das Schärfste...»
welt.de 24.11.2017
Der letzte anständige Duden enthielt die lesefreundliche Empfehlung:
Adjektive und Partizipien, die der Form nach substantiviert sind, werden dennoch klein geschrieben, wenn sie durch ein bloßes Adjektiv, Partizip oder Adverb ersetzt werden können:... Er erschrak aufs äußerste ( = sehr).
Das ergibt aktuell: „Ich verurteile diesen Anschlag aufs schärfste ( = sehr)!“

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