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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
16.09.2018 17.55
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] GRUNDSCHULE / „LESEN DURCH SCHREIBEN“? – Studie: Kinder lernen Rechtschreibung am besten mit der Fibelmethode.

Datum: 10.09.2018

Die „Fibel“ führt zu besserer Rechtschreibung Studie der Uni Bonn: Psychologen verglichen die Leistungen von über 3.000 Grundschulkindern in NRW

Der „Fibelunterricht“ führt bei Grundschülern zu deutlich besseren Rechtschreibleistungen als mit den Methoden „Lesen durch Schreiben“ oder „Rechtschreibwerkstatt“.
Das haben Psychologen um Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier von der Universität Bonn in einer groß angelegten Studie herausgefunden. Der „systematische Fibelansatz“ führt schrittweise und unter Anleitung einzelne Buchstaben und Wörter ein. Die Ergebnisse werden am 17. September auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Frankfurt am Main vorgetragen.

Seit etlichen Jahren machen sich viele Eltern Sorgen, weil ihre Kinder auch im dritten und vierten Schuljahr kaum die Regeln der Rechtschreibung beherrschen. „Sie fragen, ob dies auch mit der eingesetzten freien Lehrmethode zusammenhängen könnte, nach der die Kinder nur nach ihrem Gehöreindruck schreiben sollen“, berichtet Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier von der Abteilung Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Universität Bonn. Zusammen mit Mitarbeiter Tobias Kuhl hat die Wissenschaftlerin mit einem größeren Team die Rechtschreibleistungen von mehr als 3.000 Grundschulkindern aus Nordrhein-Westfalen systematisch untersucht.

Die Wissenschaftler verglichen dabei die Rechtschreibleistungen der Kinder, die mit drei unterschiedlichen Methoden das Schreiben erlernt haben. Der „systematische Fibelansatz“ führt schrittweise einzelne Buchstaben und Wörter ein. Gesprochene Wörter werden unter Anleitung in Einzellaute zerlegt und jeder Laut einem Buchstaben zugeordnet. Fibeln sind so aufgebaut, dass die Kinder die Schriftsprache in einem fest vorgegebenen, strukturierten Ablauf vom Einfachen zum Komplexen erlernen und einen schriftsprachlichen Grundwortschatz aufbauen. Hilfestellungen und Korrekturen durch die Lehrperson gehören dazu. Beim Ansatz „Lesen durch Schreiben“ (von Jürgen Reichen) werden Kinder angehalten, möglichst viel frei zu schreiben – das Lesen soll über das Schreiben mitgelernt werden. Korrekturen falsch geschriebener Wörter sollen unterbleiben, da so die Schreibmotivation der Kinder beeinträchtigt würde. Auch die „Rechtschreibwerkstatt“ (von Norbert Sommer-Stumpenhorst) gibt den Schülern keine feste Abfolge einzelner Lernschritte vor, sondern stellt lediglich Materialien zur Verfügung, die die Kinder selbstständig in individueller Reihenfolge und ohne zeitliche Vorgaben bearbeiten.

Die Wissenschaftler der Universität Bonn testeten die Erstklässler kurz nach der Einschulung auf ihre Vorkenntnisse und nachfolgend an fünf weiteren Terminen bis zum Ende des dritten Schuljahres mit der Hamburger Schreib-Probe. Sie erfasst als Standardverfahren die Rechtschreibleistungen von Schülern in Form eines Diktats. „Die Fibelgruppe hat sich gegenüber den beiden anderen Didaktikgruppen als überlegen erwiesen. Zu allen fünf Messzeitpunkten haben die Fibelkinder bessere Rechtschreibleistungen erbracht“, fasst der Doktorand Tobias Kuhl die Ergebnisse zusammen. So machten Kinder, die mit „Lesen durch Schreiben“ unterrichtet wurden, am Ende der vierten Klasse im Schnitt 55 Prozent mehr Rechtschreibfehler als Fibelkinder. In der „Rechtschreibwerkstatt“ unterliefen den Schülern sogar 105 Prozent mehr Rechtschreibfehler als Fibelkindern.

„Die Studienergebnisse weisen klar darauf hin, dass alle Kinder gleichermaßen vom Einsatz einer Fibel im Unterricht profitieren“, sagt Röhr-Sendlmeier. Die Überlegenheit des Fibelansatzes zeige sich sowohl bei Kindern mit deutscher Muttersprache als auch mit anderen früh erlernten Sprachen. Die Wissenschaftler der Universität Bonn haben ihre Studienergebnisse bereits der nordrhein-westfälischen Bildungsministerin mitgeteilt. Beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Frankfurt am Main werden sie die Studie am 17. September vorstellen.

Kontakt für Medien:

Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier
Institut für Psychologie
Universität Bonn
Tel. 0228/734269
E-Mail: uroehr@uni-bonn.de

Tobias Kuhl
Institut für Psychologie
Universität Bonn
Tel. 0228/734411
E-Mail: tobias.kuhl@uni-bonn.de
https://www.uni-bonn.de/neues/237-2018
--

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
13.09.2018 09.10
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] HOCHSCHULE / STUDIUM / INTEGRATION?
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes:

Die ehrwürdige Humboldt-Universität wählt den traditionellen Islam

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/die-ehrwuerdige-humboldt-universitaet-waehlt-den-traditionellen-islam/

Von Josef Kraus
Mi, 12. September 2018

Manchmal lohnt es sich tatsächlich, „Emma“ zu lesen. Eines nämlich muss man “Emma“ lassen: Wenn es um die Benachteiligung oder gar Unterdrückung von Frauen im Islam geht, dann ist mit „Emma“ nicht zu spaßen. Das ist gut so. Nun hat „Emma“ einen skandalösen Fall aufgedeckt. Denn die ehrwürdige Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) hat für ihr Islam-Institut einen Beirat berufen. An diesem Institut sollen Imame und Religionslehrer ausgebildet werden. Und jetzt der Knüller: Der Beirat ist ausschließlich mit konservativen, scharia-orientierten Verbänden besetzt. Die Kosten des Instituts belaufen sich bis 2022 übrigens auf exakt 13,8 Millionen Euro.

Vor allem zeigt sich hier einmal mehr, was traditionalistische, ja gar reaktionäre Islamverbände an politischem und medialem Gewicht in Deutschland mittlerweile haben, wiewohl sie zum Teil nur Bruchteile von Muslimen repräsentieren. Strenggläubige Verbände sollen nun also die Ausrichtung des Islam-Instituts und die Besetzung von Professuren bestimmen. HUB und rot-rot-grüner Berliner Senat wollen jedenfalls eine Kooperation mit folgenden drei Partnern: dem „Zentralrat der Muslime in Deutschland“, der „Islamischen Föderation Berlin“ und der „Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands“ (IGS). Der „Zentralrat der Muslime“ beispielsweise vertritt weniger als ein Prozent der in Deutschland lebenden Muslime. Vorsitzender ist der gleichwohl medial omnipräsente Aiman Mazyek, der bezüglich Stellung der Frau, Umgang mit Homosexuellen usw. sehr traditionelle, scharia-orientierte Positionen vertritt. Ähnlich die „Islamische Föderation Berlin“; das ist eine lokale Ausprägung der „Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş“. Ähnlich auch die „Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands“ (IGS): Sie ist ein Ableger des iranischen Mullah-Regimes. Liberale Musliminnen und Muslime kommen weder im Beirat noch in diesen Verbänden vor. Ja mehr noch: Muslime, die für einen aufgeklärten Islam werben, werden von den traditionalistischen Verbänden schon auch gerne mal mit den Etiketten „Islamfeindlichkeit“ bzw. „Islamophobie“ belegt. Wütend agieren die konservativen Verbandsvertreter zum Beispiel gegen Seyran Ateş und ihre liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin.

Gegen diese einseitige Ausrichtung des Instituts bzw. des Beirats haben Studenten, vor allem Studentinnen protestiert. Sie beklagen, dass diese Verbände einen Islam vertreten, der nicht grundgesetzkonform sei. Die Studenten kritisieren deren von Ungleichheit geprägtes Frauenbild und die Pflicht der Frauen zur Verhüllung. Die „Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands“ (IGS) sei es etwa auch gewesen, die sich im Juni 2018 an dem anti-israelischen al-Quds-Tag in Berlin beteiligte und dort Parolen gegen das Existenzrecht Israels skandierte. Das schiitisch-islamische Internetportal ‚Muslim-Markt‘ lanciert permanent Boykottaufrufe gegen israelische Waren und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Die Studenten haben denn auch Einspruch gegen diese Machenschaften eingelegt. Aber ihr Protest war erfolglos. Das Verwaltungsgericht lehnte den Einspruch formal mit dem Argument ab: Das Veto hätte sich gegen den Akademischen Senat richten müssen.

Hier drängen sich jede Menge Parallelen zu einem aufsehenerregenden Roman des Jahres 2015 auf: Michel Houellebecqs „Unterwerfung“ (französisch: „Soumission“).
[...]
Humboldt heute – Sorbonne 2022: Noch Fragen?

[vollständig bei tichyseinblick.de/]


RÜCKBLENDE:

Am 11.09.2018 um 15:45 zitierte Astrid Schulz:
Reaktionäres Islam-Institut kommt!
Der https://www.emma.de/artikel/studierende-contra-islam-institut-335929 >Protest der StudentInnen an der Humboldt-Universität Berlin war vergeblich. Das Verwaltungsgericht lehnte den Einspruch formal ab. Argument: Das Veto hätte sich gegen den Akademischen Senat richten müssen. Islamwissenschaftlerin Rita Breuer analysiert die Folgen.
11. September 2018 von Rita Breuer
https://www.emma.de/artikel/hu-berlin-reaktionaeres-islam-institut-kommt-336051

Am 29.08.2018 um 21:52 zitierte Astrid Schulz:
Studenten ziehen vor Gericht – gegen ein Institut mit reaktionären Islam-Verbänden – Einig im Widerstand gegen falsch verstandene Toleranz
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/hochschule/studenten-ziehen-gegen-das-islam-institut-vor-gericht-15758970.html

Am 17.06.2018 um 18:38 zitierte Astrid Schulz:
Antiliberaler Islam: Studenten gegen Verbände
Von Regina Mönch
-Aktualisiert am 16.06.2018-11:32
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/antiliberaler-islam-studenten-gegen-verbaende-15642004.html

Islamische Theologie in Berlin: Gründung wird absehbar scheitern
Islamische Theologie : Ein fundamentaler Irrweg
Von Regina Mönch
-Aktualisiert am 11.04.2018-16:33
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/islamische-theologie-in-berlin-gruendung-wird-absehbar-scheitern-15534489.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
30.08.2018 15.08
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] HOCHSCHULE / STUDIUM / INTEGRATION? – Studenten ziehen vor Gericht – gegen ein Institut mit reaktionären Islam-Verbänden

Studenten ziehen gegen das Islam-Institut vor Gericht

Islam-Institut in Berlin : Einig im Widerstand gegen falsch verstandene Toleranz

Von Hannah Bethke
-Aktualisiert am 29.08.2018-09:25

Ein Institut mit reaktionären Islam-Verbänden: Können die Studenten der Humboldt-Universität das Islam-Institut noch aufhalten?

Mit einem gerichtlichen Eilverfahren wollen Studenten der Humboldt-Universität zu Berlin das Islam-Institut stoppen. Sie kritisieren die politische Ausrichtung der beteiligten Islam-Verbände.


Immer wieder für eine Überraschung gut sind die Studentenvertretungen an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die im „Refrat“ (Referent_innenrat) und „Stupa“ (Studierendenparlament) organisiert sind und regelmäßig anprangern, was Studentenvertretungen üblicherweise gerne anprangern: zu wenig studentische Rechte, zu wenig Mitbestimmung, zu wenig Freiheit – um im Gegenzug das moralisch Richtige zu fordern wie Antirassismus, radikale Partizipation, soziale Gleichheit. Wo mit einem solchen politischen Profil interreligiöse Toleranz oft sehr weit ausgelegt wird und jede Kritik unter Rassismusverdacht steht, zeigen sich die Berliner Studentenvertreter in einem Fall erstaunlich differenziert.
Hannah Bethke

Schon vor dem verkündeten Beschluss des Kuratoriums der HU nämlich, ein Institut für Islamische Theologie einzurichten, hatten sie das Verfahren als intransparent und die Zusammensetzung des Institutsbeirats, in dem drei islamische Dachverbände vereinigt sind, die nicht gerade für eine liberale Auslegung des Islams bekannt sind, als politisch einseitig kritisiert. Nach dem Beschluss der Universität folgte eine öffentliche Stellungnahme des Stupas, in der sich die Studenten gegen die Einrichtung des Islam-Instituts in seiner jetzigen Form aussprachen: „Ein Institut, an dessen Gründung reaktionär-konservative Islamverbände beteiligt sind, in diesem Falle sogar ausschließlich, ist inakzeptabel.“ Dies sei mit dem Leitbild der Universität, das die Gleichstellung von Männern und Frauen vorsehe und sich gegen jede Form von Diskriminierung wende, nicht vereinbar.

Dabei aber beließen es die Studentenvertreter nicht. Inzwischen gehen sie auch gerichtlich gegen die Hochschule vor. Die Begründung: Beim Beschluss zur Etablierung des Islam-Instituts im Akademischen Senat sei das „suspensive Gruppenveto“ der Studentenvertretung übergangen worden. Laut Paragraph 41 der HU-Verfassung steht das Veto jeder Statusgruppe in einem Gremium „mit Entscheidungsbefugnis in Angelegenheiten der Forschung, der künstlerischen Entwicklungsvorhaben, der Lehre und der Berufung von Professorinnen und Professoren“ zu; wird es geltend gemacht, so schreibt es die Verfassung vor, „muss über die Angelegenheit erneut beraten werden“.

Die Universität streitet die Vorwürfe ab

Per Eilverfahren am Berliner Verwaltungsgericht soll der Vorgang nun geprüft werden; nach Auskunft des Gerichts ist noch im kommenden Monat mit einer Entscheidung zu rechnen. Besteht für die Studenten Grund zur Hoffnung, die Durchsetzung des Islam-Instituts in seiner jetzigen Gestalt aufhalten zu können? Überraschend einig votierten die Studenten gegen das Institut: Im Stupa, das so unterschiedliche Listen wie den RCDS und die Linke Liste vereinigt, habe es keine einzige Gegenstimme gegeben, berichtet João Fidalgo, studentischer Vorsitzender der Kommission Lehre und Studium. Der Position schloss sich auch der Refrat an, der wiederum selbst in der Kritik steht, weil manche Referenten es mit der demokratischen Praxis in ihren eigenen Ämtern nicht so genau nehmen, wie es diejenigen von ihnen erwarten, die sie vertreten: eben die Studenten. Das wurde auch der Hochschule zu bunt, die ihrerseits Klage gegen die Studentenvertretung eingereicht hat – knapp einen Monat nachdem die Studenten das Eilverfahren gegen das Islam-Institut auf den Weg gebracht haben. Auch in den sozialen Netzwerken regt sich studentischer Widerstand. „HU gegen Studis“ lautet der Hashtag, unter dem seit einigen Tagen „Erfahrungen zum Umgang der HU mit den eigenen Studis“ gesammelt werden.

Die Universitätsleitung zeigt sich davon unbeeindruckt. „Das Veto greift hier nicht“, meint Hans-Christoph Keller, Pressesprecher der HU. Aus Sicht der Universität handelt es bei dem Vorgang um eine Beschlussempfehlung des Akademischen Senats an das Kuratorium und nicht um einen fertigen Beschluss. Weil das Kuratorium darüber entscheide und nicht der Akademische Senat, sei das Gruppenveto nicht wirksam. João Fidalgo kann sich darüber nur wundern: Das sei eine ganz neue Interpretation. Schon häufiger habe es im Akademischen Senat Vetos gegeben, die sich gegen vorgeschlagene Beschlüsse richteten, ohne dass dies beanstandet worden sei. Nach Meinung der Studenten, die sich anwaltlich vertreten lassen, greift das Gruppenveto auch bei Vorschlägen.

Dass ihre Bedenken ernst genommen und „ausführlich reflektiert“ worden seien, wie die Universität angibt, kann Fidalgo nicht erkennen. „Es ist nicht so, dass wir Islam an der Hochschule grundsätzlich ablehnen“, sagt er. Es gehe vielmehr um die Konstruktion des Instituts, die noch immer hochproblematisch sei. Ihrer Forderung, liberale Verbände in die Kooperation aufzunehmen, sei die Universität nicht nachgekommen. „Es ist deshalb nicht sichergestellt, dass dieses Institut nicht zur Spielwiese für konservative Kräfte wird“, sagt Fidalgo. Klar ist jedenfalls, dass schnell entschieden werden muss – sonst steht das Islam-Institut bald unwiderruflich.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/hochschule/studenten-ziehen-gegen-das-islam-institut-vor-gericht-15758970.html

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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
28.08.2018 15.33
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] LEHRERMANGEL / INTEGRATION? – In der Schöneberger Teltow-Grundschule stand zum neuen Schuljahr nur noch Islamunterricht auf dem Stundenplan ...


27. August 2018

Teltow-Schule unterrichtet nur Islamkunde

Religionsunterricht in Berlin nur bei ausreichend Interesse

In der Schöneberger Teltow-Grundschule stand zum neuen Schuljahr nur noch Islamunterricht auf dem Stundenplan

In einer Teltower Grundschule steht als Religionsunterricht nur Islamkunde zur Verfügung, kein christlicher Unterricht. Gründe sind unter anderem zu kleine Interessengruppen und zu wenig Lehrkräfte.


Die Berliner Landeskirche hat das Fehlen evangelischen Religionsunterrichts an einer Schöneberger Grundschule bedauert und dies mit fehlendem Interesse auf Schülerseite begründet. „Sehr gerne würden wir überall dort Religionsunterricht anbieten, wo es gewünscht ist“, sagte die Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Heike Krohn-Bräuer, am Montag auf epd-Anfrage. In der betreffenden Teltow-Grundschule sei die durchschnittliche Größe der Lerngruppen allerdings zu klein. Berlinweit werde an rund 70 Prozent aller Schulen Religionsunterricht angeboten.

In der Schöneberger Teltow-Grundschule stand zum neuen Schuljahr nur noch Islamunterricht auf dem Stundenplan – und kein evangelischer Religionsunterricht, wie es Eltern und Schüler gewünscht hatten. Ein Vater wandte sich an B.Z.: „Ich bin eigentlich für die Trennung von Staat und Kirche, also auch von Staat und Moschee“, sagt der Mann. „Aber wenn in einer normalen Grundschule nur noch Islamunterricht, doch kein Religionsunterricht mehr angeboten wird, läuft etwas schief im christlichen Abendland.“

Religionsunterricht im Rahmen der Möglichkeiten


Die Sprecherin der evangelischen Landeskirche betonte, mit den Mitteln der Mitglieder müsse verantwortlich umgegangen werden. Daher könne Religionsunterricht nur im Rahmen der entsprechenden Möglichkeiten angeboten werden. Die Personalkosten für die Religionslehrer würden zu 90 Prozent vom Land Berlin refinanziert, den Rest zahlt die Kirche. Die Mindestgruppengröße für das Angebot beträgt den Angaben zufolge acht Schüler.

Allerdings biete die Landeskirche in Schulen, in denen kein Religionsunterricht angeboten werden kann, ein alternatives Projekt. Dieses Projekt mit dem Titel „Kinder begegnen Religion“ gebe es auch an der Teltow-Grundschule für die vierte und fünfte Klasse. Es handelt es dabei um einen einwöchigen Projektunterricht. In diesem Rahmen würden unter anderem Kirchen, Synagogen und andere Gotteshäuser besucht, sagte Krohn-Bräuer.

Zahl der Interessierten steigt


Auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz erteilen aktuell rund 500 Religionslehrer entsprechenden Unterricht. Auch für die Zukunft zeichne sich ab, dass unter Umständen nicht alle interessierten Schüler Religionsunterricht erhalten können, hieß es. Seit 2012 ist die Zahl der Teilnehmer Jahr für Jahr leicht gestiegen.

Im Oktober 2017 gab es allerdings mit 77.635 Schülern einen Rückgang um 2400. Die Teilnehmerquote ging von 23,1 auf 22,1 Prozent zurück. Für das aktuelle Schuljahr würden die Teilnehmerzahlen als stabil eingeschätzt.

https://www.bz-berlin.de/berlin/tempelhof-schoeneberg/religionsunterricht-in-berlin-nur-bei-ausreichend-interesse


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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
24.08.2018 05.57
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] INTEGRATION? – Der Verfassungsschutz ist alarmiert: Indoktrination von Kleinkindern ...


Bundesamt für Verfassungsschutz
[Auszug:]

Die allgemeine sprachliche Abgrenzung zwischen „In-“ und „Out-Group“ bringt eine Degradierung anderer, nicht jihadistischer Menschen sowie allgemeingesellschaftlicher Institutionen zum Ausdruck. Beispielhaft kann hier die offene, bewusste Missachtung von Regeln in der Schule oder dem Staat als Ganzem genannt werden. Lehrerinnen werden nicht ernst genommen, Anwesenheit in der Schule spielt eine untergeordnete Rolle. Aber auch der Vater, der zwischen der „Kuffar“-Schule (arabisch für „Ungläubige“ oder „Gottlose“) und der „normalen“ Schule unterscheidet, ist ein Beispiel für die sprachliche Abgrenzung der zwei Gruppen. Mit „normaler“ Schule meint dieser Vater wahrscheinlich eine Einrichtung in der zugehörigen einschlägigen Moschee.

Um möglichst früh eingreifen und Schäden – sowohl von den Minderjährigen als auch von der Gesellschaft – abwenden zu können, müssen Sicherheits- und Nicht-Sicherheitsbehörden sowie zivilgesellschaftliche Träger informiert und sensibilisiert werden. Dies gilt unter anderem für Schulen, Jugendämter oder Sportvereine.

Bundesamt für Verfassungsschutz
https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/schlaglicht/schlaglicht-2018-06-jihadistische-sozialisation
________________________________________

Dazu: Kieler Nachrichten

Indoktrination von Kleinkindern – Kölnerin verkauft Kinderpuppen im Salafisten-Look

19:34 23.08.2018
Statt mit Barbie und Ken spielen einige Kleinkinder in Deutschland womöglich mit Puppen, die mit Vollverschleierung und ihrem Namen an Salafisten erinnern. Der Verfassungsschutz ist alarmiert: Die Produkte könnten ein Einstieg in die extremistische Ideologie sein...

http://www.kn-online.de/Nachrichten/Politik/Koelnerin-vertreibt-Kinderpuppen-im-Salafisten-Look

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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
21.08.2018 12.19
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[SHEV] LEHRERMANGEL... hausgemacht? – Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes:

Am 20. August beginnt dort das neue Schuljahr

Berlin: Von Politik und Verwaltung alleingelassen, quittiert Schulleiterin den Dienst

tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/berlin-von-politik-und-verwaltung-alleingelassen-quittiert-schulleiterin-den-dienst/

Von Josef Kraus

So, 19. August 2018

Wer auf die Webseite der Spreewald-Grundschule im Norden des Berliner Bezirks Schöneberg geht, findet dort eine Traumvision von Schule vor. Unter „Aktuelles“ (Aufruf vom 18. August) ist dort zwar nichts zu lesen. Dazu später! Aber sonst? Alles „easy“: „Herzlich willkommen an unsrer lebendigen Schule“, steht dort, und dann unter anderem: „Wir freuen uns sehr, dass Sie sich für unsere Schule interessieren. Seien Sie gespannt auf Berichte und Fotos von den vielen Aktivitäten, die es bei uns gibt. Falls Sie im Moment überlegen, auf welche Schule Ihr Kind demnächst gehen sollte, besuchen Sie uns und hospitieren in der Schulanfangsphase … Die Spreewald-Grundschule bietet neben dem gebundenen Ganztagsbetrieb (kostenfrei bis 16 Uhr) wahlweise auch einen offenen Ganztag an (Schulschluss um 14.30 Uhr)!“ Und weiter ist die Rede von „einem modernisierten Schulgebäude mit einem speziellen Theaterraum und einem futuristischen Freizeithaus mit Sporthalle.“ Dazu: „Unser Schulhof ist einzigartig in Berlin: viel Grün, tolle Spiel – und Sportgeräte … Kein Kind darf zu kurz kommen – das ist unser Ziel! Ein gutes Schulklima ist Voraussetzung für gutes Lernen. Deshalb ist es uns wichtig, dass es an unserer Schule friedlich zugeht. Gewalt dulden wir nicht … Die Schule wird gefördert im Rahmen des eEducation Berlin Masterplan.“

Forscht man im Netz weiter, stößt man auf folgende Schuldaten: Es gibt rund 300 Schüler in den Klassenstufen 2 bis 6, davon 81 Prozent NDHs (nichtdeutscher Herkunftssprache). Vor zwanzig Jahren waren es 50 Prozent. Und: Mehr als 95 Prozent der Eltern leben von Transferleistungen. Ferner: Die Schule hatte zuletzt 83 Prozent Unterrichtsversorgung. Unter den Lehrern (zu mehr als 80 Prozent Lehrerinnen) sind nur 50 Prozent gelernte Lehrer.

Nun, so ganz außergewöhnlich ist all dies nicht für Berlin. Jetzt aber das doch Spektakuläre: Die dort seit 2014 tätige Schulleiterin Doris Unzeitig hat gekündigt und geht zurück in den Schuldienst nach Österreich. Sie begründete dies mit mangelnder Unterstützung durch die Schulaufsicht. Am Engagement der Rektorin wird es nicht gefehlt haben, sie wirkt in ihren Aussagen markant und auf den Bildern resolut. „Meine Kräfte reichen nicht aus, um eine nachhaltige Änderung der Arbeitsbedingungen der Lehrer und der Lernbedingungen der Schüler zu bewirken“, sagte Unzeitig dem Tagesspiegel.

Zugespitzt hatte sich die Lage, als auf dem Schulgelände ein akutes Drogenproblem auftrat. Rektorin Unzeitig hatte stets auf die Probleme hingewiesen. Sogar einen Wachschutz hatte sie angefordert, ihn aber erst nach monatelangen Auseinandersetzungen bekommen. Die Schule ist zudem höchst renovierungsbedürftig. Der Hort und die Mensa sind nicht nutzbar, weil ein Fluchtweg fehlt. Zudem erhielt Unzeitig soeben aus dem Schulamt die Mitteilung, dass der Wachschutz zwar wieder seinen Dienst aufnehmen dürfe, aber erst mal nur bis zu den Herbstferien. Und das in einer Situation, die die Schüler extrem gefährden könnte. Denn in den Sommerferien haben sich Obdachlose auf bzw. in der Nähe der Schule angesiedelt. Ein Drogensüchtiger soll sich auf dem Schulhof einen Schuss gesetzt haben. Auf dem Schulhof werden Drogenverstecke vermutet. Diese Probleme zu lösen ist freilich nicht die einzige Aufgabe der Wachleute. Sie sollen auch innerhalb der Schule patrouillieren und Schüler zur Ordnung zu rufen. Zum Beispiel gab es Gewalttaten und Mobbing sowie körperliche Übergriffe auch auf Lehrer sowie auf dem Schulhof heftige Streitereien von Eltern untereinander. Es kam im Frühsommer schon mal vor, dass sich die Schulleiterin mit Mitarbeitern und Kindern bis zum Abend im Schulgebäude einschließen musste, weil ein gewalttätiger Übergriff durch einen Vater zu befürchten stand.

Das ist Schule mitten in Deutschland, mitten in Deutschlands Hauptstadt, recht exakt drei Kilometer von Kanzleramt und Reichstag entfernt. Die Sorge, dass es in solchen Schulen fast nur noch um sozialtherapeutische Bändigung von Schülern, aber kaum noch um Wissensvermittlung geht, liegt nahe. Mal sehen, wann die Kanzlerin – wie sie dies 2008 erstmals tat – den nächsten Bildungsgipfel einberuft und Deutschland erneut zur Bildungsrepublik ausruft. Vielleicht sollte sie diesen „Gipfel“ an der Spreewald-Schule veranstalten, damit sie den Zustand der „Bildungsrepublik“ nicht nur aus dem Raumschiff Kanzleramt anschauen muss.
______________________________________

Josef Kraus war Oberstudiendirektor, Präsident des deutschen Lehrerverbands, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und als „Titan der Bildungspolitik“ bezeichnet. Er hat Bestseller zu Bildungsthemen verfasst und sein jüngstes Werk Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt erhalten Sie in unserem Shop: http://www.tichyseinblick.shop

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/berlin-von-politik-und-verwaltung-alleingelassen-quittiert-schulleiterin-den-dienst/


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Kevin Kraus
05.08.2018 05.06
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[SHEV] RECHTSCHREIBREFORM wird 20 Jahre „alt“ ... Sprachwissenschaftler Dr. Jan Henrik Holst:

Das Beste wäre eine komplette Abschaffung der Reform. Das sollte nicht jenseits vom Vorstellungsvermögen sein. Die Sommerzeit wurde in Großbritannien wieder abgeschafft, und die EU erwägt dies ebenfalls, das „Gendern“ der Sprache ist in Frankreich per Académie française abgeschafft (vgl. Bericht in DSW 70, S. 6), G8 in Gymnasien ist vielerorts wieder zu G9 gemacht. Unsere Sprache ist wichtig, wir müssen etwas für sie tun.

[Stark gekürzte Fassung des profunden Artikels in „Tichys Einblick“!]

STAATLICH VERORDNETE LEGASTHENIE

Über das Problem Rechtschreibreform sind in der breiteren Öffentlichkeit bis heute zu wenige Informationen bekannt. Zeit, den 1. August als Anlass zu nehmen, um über einige Hintergründe zu berichten.


Der 1. August: Schicksalstag der Rechtschreibung

tichyseinblick.de/meinungen/der-1-august-schicksalstag-der-rechtschreibung/
Von Jan Henrik Holst
Mi, 1. August 2018

Es gibt Tage, die gleich auf mehrere Arten in der deutschen Geschichte eine Rolle spielten. Der 9. November ist ein Beispiel (1918, 1938, 1989), vgl. auch Wikipedia.

Der 1. August ist wiederholt in die Geschichte der deutschen Sprache verwoben, und zwar im Zusammenhang mit der Rechtschreibreform. Das hängt unter anderem mit dem formalen Beginn der Schuljahre zusammen. Der offizielle Beginn für die Rechtschreibreform war am 1.8.1998; die Politik wollte die Reform aber schon zuvor in den Schulen durchdrücken und tat dies in zehn Bundesländern ab 1.8.1996, als anderswo noch überhaupt kein Reformschrieb angewendet wurde. Der 1.8.1998 wurde dann als Starttermin von der Presse verschlafen; die Nachrichtenagenturen und viele Zeitungen stellten erst am 1.8.1999 um. Dann aber stiegen wieder Zeitungen aus der Reform aus, so die FAZ am 1.8.2000. Nach einer größeren Krise der Reform, bei der zahlreiche Zeitungen zur alten Rechtschreibung zurückgekehrt waren (darunter die von Springer), war der 1.8.2005 ein Tag ihrer Wiedereinführung. Weitere erste Auguste spielten eine Rolle in der wirren Geschichte der Reformiererei.

Eine Geschichte der Reform wurde 2016 veröffentlicht in der Zeitung „Deutsche Sprachwelt“ (DSW): Thomas Paulwitz: „Irrungen und Wirrungen: Ein Rückblick auf die Rechtschreibreform“, Teil 1 in DSW 65, Herbst 2016, S. 3, Teil 2 in DSW 66, Winter 2016 / 2017, S. 4. Die Pläne waren bis Dezember 1994 geheimgehalten worden (Paulwitz, DSW 65, S. 3); ab dann beginnt die Geschichte.

Schon das Sprechen von „der“ Rechtschreibreform ist vereinfachend, denn es gab teilweise Zurücknahmen, Weiterreformierereien, Alternativenzulassungen, Protestbewegungen von Germanisten, Schriftstellern, Eltern und anderen, eine Volksabstimmung in Schleswig-Holstein und das Ignorieren deren Ergebnisses, Gerichtsentscheide und vieles mehr; die Sache legte einen chaotischen Weg zurück. Es gibt viele Gründe, die Rechtschreibreform abzulehnen.

1. Zunächst sei im Vorübergehen erwähnt, dass man dies tun kann, weil man emotional an die alte Schreibung gebunden ist. An Liebgewonnenem festzuhalten, ist in der Demokratie ein legitimes Anliegen. Es gibt jedoch auch handfestere Gründe.

2. Es lagen sehr undemokratische und unfaire Umstände bei der Einführung der Reform vor; sie wurde durchgedrückt wie der Euro. So unterzeichneten z. B. am 1. Juli 1996 Staatsvertreter eine „Gemeinsame Absichtserklärung“ zur Neuregelung der Orthographie, und nur einen Tag später erschien ein neues Wörterbuch des Verlags Bertelsmann. Da man ein Buch nicht über Nacht schreiben kann, war das natürlich nur durch Querverbindungen (so wollen wir es mal nennen) zwischen Politik und Wirtschaft möglich. Paulwitz, DSW 65, S. 3, berichtet, dass bei der „Absichtserklärung“ ein starker Druck zum Unterzeichnen herrschte, „weil Bertelsmann schon gedruckt hatte“. Wer an der Reform verdiente, und wer bezahlen durfte, ist kein irrelevantes Thema.

3. Zudem herrscht seitdem Uneinheitlichkeit in der Rechtschreibung. Die Einheitlichkeit im Schrifttum ist abgebrochen.

4. Wirklich ernst sind die Probleme mit dem Funktionieren der Sprache seit der Reform. Darauf liegt im folgenden der Schwerpunkt.

Die Bereiche der Rechtschreibreform

[...]

Rechtschreibreformen und undemokratische Systeme

Eine Untersuchung der Rechtschreibgeschichte der Länder der Welt zeigt: Es gibt einen Zusammenhang von Rechtschreibreformen zu Diktaturen und unfreien Systemen.
In Rumänien beispielsweise führten die Kommunisten nach ihrer Machtergreifung eine Rechtschreibreform an der rumänischen Sprache durch. Die Sowjetunion machte nach der Oktoberrevolution ebenfalls eine. In Japan wurde von der Besatzungsmacht USA die Zahl der Kanji (bestimmter Schriftzeichentyp) auf 1850 beschränkt, was eine Art Morgenthau-Plan für die japanische Sprache darstellte; später wurde wieder mehr Zeichen zugelassen. Rot-China führte unter Mao ebenfalls eine Zeichenreform durch, die übrigens Taiwan nicht mitmachte, wodurch sich die Insel bis heute vom Festland unterscheidet. In Südamerika führte eine Diktatur eine Rechtschreibreform am Spanischen durch, wodurch sie zum Gespött der umliegenden Staaten wurde.

In Fall der deutschen Sprache ist die geplante Rechtschreibreform der Nazis relevant. Sie wurde von Hitler als „nicht kriegswichtig“ eingestuft und daher gestoppt; eine Million bereits gedruckter Bücher mußte wieder eingestampft werden. Der Reichserziehungsminister Rust war mit dieser Reform beauftragt gewesen. Sie zeigt obendrein auffällige inhaltliche Übereinstimmungen mit der jetzigen Rechtschreibreform. Rust wollte z. B. aus „potentiell“ und „national“ „potenziell“ und „nazional“ machen. Heute haben wir „potenziell“ und „national“. Der Entwurf von 1941 sieht außerdem vor, „für stimmloses s nach kurzem Vokal im Inlaut und Auslaut ss, nach langem Vokal ß zu schreiben, z. B. Fluss, Flüsse, Fuß, Füße, miß- wird mit ss, nis wie bisher geschrieben.“ (zitiert nach Hanno Birken-Bertsch / Reinhard Markner: Rechtschreibreform und Nationalsozialismus, S. 54). Dies ist verblüffenderweise exakt das, was jetzt umgesetzt ist.

[...]

Reformen und Rechtschreibreformen

Reformen in Deutschland haben es oft so an sich, daß hinterher die Lage schlechter ist als vorher. Es ist so weit gekommen, daß einem bei dem Wort „Reform“ reflexartig der Angstschweiß auf der Stirn erscheinen kann...


Auch heute setzen sich zahlreiche Menschen mit der Rechtschreibreform (und mit anderen Aspekten der deutschen Sprache) auseinander. Erwähnt sei die Internet-Plattform „Schrift und Rede“. Nochmals hinzuweisen ist auf die vierteljährlich erscheinende Zeitung „Deutsche Sprachwelt“ (DSW). Zudem existieren Bücher wie z. B. die Klassiker von Theodor Ickler oder auch Uwe Grund: „Orthographische Regelwerke im Praxistest – Schulische Rechtschreibleistungen vor und nach der Rechtschreibreform“. Eine Stellungnahme meiner Person von 2005 ist im Internet hier lesbar.

Am 19. Oktober 2016 wurde von zahlreichen Prominenten die „Frankfurter Erklärung“ unterzeichnet, die mögliche Wege einer Lösung aufzeigen will und fordert, daß Schreibweisen nach der alten Rechtschreibung nicht als „falsch“ gelten dürfen (DSW 66, S. 4).


[...] Günter Grass und viele andere Schriftsteller haben verfügt, daß ihre Werke nur in der Rechtschreibung erscheinen sollen, in der sie geschrieben sind.

Als Roman Herzog Bundespräsident war, sagte er, die Rechtschreibreform sei „unnötig wie ein Kropf“.
Die Reform ist aber nicht nur unnötig, sondern in großen Teilen sogar schädlich – was ein Unterschied ist. Die oben ausgeführten Punkte zeigen: Das Thema Rechtschreibreform ist nicht durch und wird es aufgrund der schlechten Qualität der Reform auch nie sein, solange die Reform existiert.

Die Einsicht ist bei manchen Verantwortlichen schon seit langem vorhanden:– Hans Zehetmair, bayrischer Kultusminister: „Aus heutiger Sicht und noch deutlicherer Kenntnis der deutschen Wesensart würde ich die Sache heute ganz zum Scheitern bringen. Wir hätten die Rechtschreibreform nicht machen sollen.“ (Passauer neue Presse, 2003.)– Johanna Wanka, Präsidentin der Kultusministerkonferenz: „Die Kultusminister wissen längst, daß die Reform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.“ (Der Spiegel, 2006.) Der Amtseid besagt aber, daß Schaden vom deutschen Volk abzuwenden ist. Man muß also für eine Umkehr bereit sein.

[...]

Was das Motiv angeht, Ausländern den Zugang zur deutschen Sprache zu erleichtern: Dies ist nicht gelungen. Die deutsche Sprache hat nun mal eine gewisse Schwierigkeit, sie gehört aber zu unserer Kultur und ist, wird sie gut angewendet, von einer außerordentlichen Leistungsfähigkeit. Der Weg muß der sein, daß die Ausländer sich der Sprache und Schreibung anpassen, nicht umgekehrt. Ein Deutscher kann auch nicht erwarten, wenn er in den Iran, nach Großbritannien oder nach Thailand auswandert (drei Länder mit nicht ganz einfacher Rechtschreibung), daß aufgrund seiner etwaigen Schwierigkeiten die Orthographie geändert wird.


Hoffentlich entwickelt sich in Deutschland ein Mut zum Weg zurück. Die Frage stellt sich, ob sich Parteien oder Politiker finden, die den Handlungsbedarf erkennen. Das Beste wäre eine komplette Abschaffung der Reform. Das sollte nicht jenseits vom Vorstellungsvermögen sein. Die Sommerzeit wurde in Großbritannien wieder abgeschafft, und die EU erwägt dies ebenfalls, das „Gendern“ der Sprache ist in Frankreich per Académie française abgeschafft (vgl. Bericht in DSW 70, S. 6), G8 in Gymnasien ist vielerorts wieder zu G9 gemacht. Unsere Sprache ist wichtig, wir müssen etwas für sie tun.

Jan Henrik Holst (* 1969) ist ein Sprachwissenschaftler aus Schleswig-Holstein. Er veröffentlicht zu verschiedensten Sprachen der Erde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Henrik_Holst

https://www.tichyseinblick.de/autoren/jan-henrik-holst/

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Kevin Kraus
02.08.2018 13.46
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] RECHTSCHREIBREFORM wird 20 Jahre „alt“ ... Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes:

Für Reiner Kunze, einen der größten lebenden deutschen Lyriker, war die Rechtschreibreform ein Beispiel von Machtarroganz und Skrupellosigkeit; man habe dem Sachargument keinerlei Chance gelassen.


20 Jahre Rechtschreibung – 20 Jahre Schlechtschreibung*

tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/20-jahre-rechtschreibung-20-jahre-schlechtschreibung/

Von Josef Kraus

Mi, 1. August 2018

Den „Achtundsechzigern“ galt sie als Herrschafts- und Selektionsinstrument, dem der Garaus zu machen sei. Gemeint ist die Rechtschreibung. Eine Spätfolge dieses furiosen Eifers ist die Reform der Rechtschreibung: Seit 1. August 1998 ist sie für Ämter und Behörden verbindlich. Zum 1. August 1999 stellten die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen und die meisten Zeitungen auf die neue Schreibung um. Nur die FAZ machte „Zicken“: Sie kehrte am 1. August 2000 zur klassischen Schreibung zurück. Aber auch sonst gab es Widerstände und Proteste zuhauf. Mit dem August 2004 kündigen der Axel-Springer-Verlag, der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung an, zur bewährten Rechtschreibung zurückzukehren. „Spiegel“ und „Süddeutsche“ vollzogen ihren Plan allerdings nie.

Am 17. Dezember 2004 konstituierte sich unter Vorsitz des vormaligen bayerischen Kultusministers Hans Zehetmair (CSU) der 40-köpfige Rat für deutsche Rechtschreibung. Zehetmair stand dem Rat bis Ende 2016 vor. Der „Rat“ sollte die Entwicklung der Rechtschreibung in der Praxis beobachten und Empfehlungen zu besonders strittigen Punkten erarbeiten. Zehetmair selbst hatte wohl auf andere Ziele gesetzt, denn in der Passauer Neuen Presse vom 30. April 2003 hat er erklärt: „Wir hätten die Rechtschreibreform nicht machen sollen.“

Immer noch mehr Verwirrung

Gleichwohl modifizierte der Rat die neuen Regeln mehrfach, wodurch zusätzliche Verwirrung entstand. Zum Beispiel plädierte er am 8. April 2005 dafür, die Reform teilweise rückgängig zu machen; es sollten wieder mehr Verben zusammengeschrieben werden, es sollten keine Abtrennung von Einzelbuchstaben mehr (also nicht mehr E-sel, A-bend) und auch keine sinnentstellende Trennung mehr stattfinden (also nicht mehr Urin-stinkt, Anal-phabet); das ck jedoch sollte als Ganzes erhalten bleiben und nicht in k-k getrennt werden. Die in weiten Kreisen der Bevölkerung als unhöflich empfundene Schreibung „du/dein….“ statt „Du/Dein…“ wollte man zunächst nicht zurücknehmen, um sie später immerhin wieder zu „erlauben“. Unsystematisch blieb auch die e/ä-Schreibung. ä statt e haben die Reformer nur bei 14 Wörtern ersetzt, etwa bei behände, Gämse, Schlägel, schnäuzen, nicht aber bei Eltern, die sich getreu dem Stammvokal bzw. dessen Umlautung eigentlich Ältern schreiben müssten.

Ab 1. August 2006 praktizierten die Springer-Zeitungen wieder die Reformschreibung (mit Hausorthographie). Am 1. Januar 2007 schloß sich die FAZ an – alle Redaktionen übrigens mit eigener Hausorthographie. Der Rechtschreibrat** blieb weiter tätig. Im Jahr 2010 erklärte er, dass sich die sog. Volksetymologien belämmert, einbläuen, Tollpatsch, Quäntchen usw. sowie die Variantenschreibungen Butike, Fassette, Kabrio, Katarr, Kupee, Maffia, Maläse, Sketsch nicht durchgesetzt hätten und deshalb gestrichen werden sollten. Was nun wirklich gilt, weiß keiner mehr.

Rechtschreibfrieden ist nicht eingekehrt. Laut Meinungsforschungsinstitut Allensbach war es über die Jahre hinweg konstant immer nur rund ein Zehntel der Bevölkerung, das für die Rechtschreibreform war: 10 Prozent im Jahr 1997, 13 Prozent 2000, 10 Prozent 2002, 8 Prozent 2005, 9 Prozent 2008. Eine Online-Umfrage des Bayerischen Rundfunks ergab am 30. Juli 2015 auf die Frage „War die Rechtschreibreform nötig?“ ein Nein bei 89,1 Prozent. Einmal mehr zeigte und zeigt sich, wie sehr so manche Politik sich von der Bevölkerung entfernt hat. Politik und ein Experten(un)wesen haben sich arrogant und ignorant durchgesetzt. Ein „obrigkeitlicher Gewaltakt“ sei dies gewesen, so die renommierte Bildungsjournalistin Heike Schmoll in der FAZ vom 1. August 2015. Für Reiner Kunze, einen der größten lebenden deutschen Lyriker, war die Rechtschreibreform ein Beispiel von Machtarroganz und Skrupellosigkeit; man habe dem Sachargument keinerlei Chance gelassen (Reiner Kunze in der Welt vom 1. März 2009).

Die Schwindelei und Tricks der Reformer

Von Anbeginn an wurde getrickst und geflunkert. Zum Beispiel wurde behauptet, dass durch die Reform mehr Übersichtlichkeit erfolge, indem aus bislang 212 Rechtschreibregeln nunmehr 112 Regeln, in Sonderheit aus 52 Regeln zur Kommasetzung 9 Regeln wurden. Das ist aber nur ein Numerierungstrick. Beispiel: Der Paragraph 77 der Neuregelung (Komma bei Appositionen) enthält sieben Unterregeln, in denen elf bisherige Duden-Regeln eingearbeitet sind. Der Umfang des Regelwerkes hat sich also keineswegs reduziert.

Reformschwindel Nummer 1 aber war: Die Schüler würden mit der neuen Schreibung weniger Fehler machen. Falsch! Hochtrabende Schätzungen von Prozentanteilen vermiedener Fehler stellten sich als völlig unsinnig heraus. Diesen Prognosen zufolge sollten nach der Reform zwischen 40 und 70 Prozent der Fehler weniger gemacht werden. Faktum ist: Falls es überhaupt zu einer Verringerung der Fehler kam, dann hat das mit dem Prinzip „Beliebigkeit“ zu tun. Beliebigkeit heißt: Wenn ich ein Komma setzen kann, aber nicht muss, dann passieren hier eben weniger Fehler. Keineswegs verbessert hat sich bei Schülern die s-Schreibung, denn die Probleme beim Wechsel zwischen langem und kurzem Stammvokal blieben erhalten (ließ – lässt, fließt – floss, weiß – wusste). Überhaupt nicht erleichtert hat sich die Schreibung des vermutlich häufigsten Schreibproblems, nämlich die Schreibung von das/daß bzw. das/dass. Darüber hinaus machen Schüler neue Fehler: Sie schreiben fälschlicherweise aussen, heissen, grössere, Preussen, geniessen, Strasse, Massnahme usw. Generalisierungsfehler nennt man dergleichen.

Sehr aufschlussreich ist auch die Studie von Professor Wolfgang Steinig et. al. (Universität Siegen) aus dem Jahr 2009. Die Autoren hatten eine Längsschnittstudie durchgeführt. Darin verglichen sie anhand eines identischen Textes mit 100 Wörtern die Fehlerhäufigkeit von Viertklässlern im Jahr 1972 mit der Fehlerhäufigkeit von Viertklässlern des Jahres 2002. Ergebnis: Im gleichen Text machten die Schüler im Jahr 1972 im Schnitt 6,9 Fehler, im Jahr 2002 12,2 Fehler. Das ist fast eine Verdoppelung. Steinig dazu wörtlich: „Wir vermuten, dass dieser außergewöhnlich hohe Anstieg zumindest teilweise mit der Verunsicherung durch die Rechtschreibreform zu erklären ist.“

Konstruktionsfehler „Pädagogisierung“

Der wohl größte Konstruktionsfehler der Rechtschreibreform war, dass man sie nicht an linguistischer Logik, sondern am Horizont von Grundschülern ausrichtete. Sprachpolitik und Sprachpädagogik dürfen sich aber nicht am Kriterium Kindgemäßheit orientieren, sondern sie müssen orientiert sein an der Logik der Sprache. Eine Pädagogisierung, ja eine Infantilisierung der Rechtschreibung ist der falsche Weg. Es gibt schließlich eine Sprache außerhalb der Schule, und die ist komplexer, als es Erleichterungs- und Gefälligkeitspädagogik annehmen möchten.

Gewiss gibt es Wichtigeres als die Rechtschreibung, alles ist relativ. Aber es ist nun mal so: Wer die Rechtschreibung nicht beherrscht, hat im Leben schlechtere Karten. Und selbst in Zeiten neuer Medien und einer fortschreitenden Digitalisierung von Information gilt: Wer die Rechtschreibung nicht beherrscht, weil er falsch geschriebene Suchbegriffe eingibt, versagt auch bei Internetsuchen.

Gelitten hat die Ernsthaftigkeit, mit der Schüler an die Rechtschreibung herangehen sollen.
Schuld daran ist die Beliebigkeit von Schreibungen (Variantenschreibungen). Schüler entwickelten nämlich bald das diffuse Gefühl, dass man etwas „so oder so oder auch anders“ schreiben kann. Und sie tun dies umso mehr, je unterschiedlicher bei vielen Wörtern die verschiedenen Wörterbücher (Duden, Wahrig, Bertelsmann) mit ihren Hunderten von Abweichungen voneinander taten und tun.

Gelitten haben die Möglichkeiten der semantischen Differenzierung. So sollte es laut Reform viele Unterscheidungsmöglichkeiten nicht mehr geben, weil dann etwa folgende Schreibungen bevorzugt werden sollen: wohl bekannt statt bisher wohlbekannt, schwer fallen statt bisher schwerfallen, fertig bringen statt bisher fertigbringen, schlecht machen statt bisher schlechtmachen, bewusst machen statt bewusstmachen. Man stelle sich einmal vor: Da will einer sagen oder schreiben, man müsse die Diskriminierung von Fremden bewusst machen (also willentlich machen), wo er doch bewusstmachen (darüber aufklären) meint.

Verwirrend wirkte und wirkt die Eindeutschung von Fremdwörtern – und das in Zeiten, in denen immer mehr Fremdsprachenkenntnisse verlangt werden. Es führt nun einmal sogar bei fremdsprachlich Kundigen zu Verwirrungen, wenn Schreiber zum Beispiel innerhalb eines deutschen Textes Obergine, Pitza oder Spagetti und innerhalb eines französischen oder italienischen Textes Aubergine, Pizza und Spaghetti hätten schreiben sollen. Oder wenn sie wählen sollen zwischen Dekolleté – Dekolletee, Exposé – Exposee, Kommuniqué – Kommunikee, Séparée – Separee, Varieté – Varietee, Delphin – Delfin, Justitiar – Justiziar, Portemonnaie – Portmonee.

Was wäre zu tun gewesen?

Es hätte eine besonders wirksame Möglichkeit gegeben, die Rechtschreibung der jungen Leute zu verbessern: sie in den Schulen konsequenter zu üben und zu bewerten, anstatt sie zu diskreditieren und das Schreiben auf das Ausfüllen von Lückentexten zu reduzieren. Die Devise kann deshalb nur heißen: üben, üben, üben! Ansonsten ist die real existierende amtliche Rechtschreibung kaum reformierbar, sie hat schließlich schon so manche Reform der Reform der Reform hinter sich, und es mangelt ihr immer noch an Transparenz und Systematik.
Also kann die Lösung nur lauten: Zurück zur Schreibung vor 1996!


* Wie unsinnig die Existenz des Rates für Rechtschreibung geworden ist, zeigt dessen neueste, selbstgestellte Aufgabe: Der Rat will sich mit „gendergerechter“ Schreibung befassen, zum Beispiel – Achtung, liebe Leser! – mit der Frage der Zulässigkeit von Schreibungen wie Leser*innen, Leser_innen
_____________________________________

In Kürze erscheint: Josef Kraus, 50 Jahre Umerziehung. Die 68er und ihre Hinterlassenschaften. Manuscriptum. 190 Seiten, 19,90 €.

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/20-jahre-rechtschreibung-20-jahre-schlechtschreibung/

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
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Kevin Kraus
01.08.2018 19.32
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

SHEV] RECHTSCHREIBREFORM wird 20 Jahre „alt“ – Ein Rückblick und mehr... // Matthias Dräger aus Lübeck erzielte einen einzigartigen Erfolg ...

Trotz der Rechtschreibreform haben viele Schülerinnen und Schüler mit der Orthografie jedoch Schwierigkeiten. Bundesweit erreichen 22 Prozent der Viertklässler im Schultest nicht den Mindeststandard, wie aus dem IQB-Bildungstrend hervorgeht, in Berlin sind es sogar ein Drittel. Unter den Neuntklässlern verfehlen bundesweit 14 Prozent den Mindeststandard.

Stand: 31.07.2018 14:45 Uhr – Lesezeit: ca.3 Min.

20 Jahre Rechtschreibreform

von Hauke Bülow

„Die neue deutsche Rechtschreibung“ – so wird sie immer noch genannt, dabei ist sie gar nicht mehr so neu. Am 1. August vor 20 Jahren wurde die Reform verbindlich eingeführt – und das unter großem Protest vieler Kulturschaffender.

Man darf auch „Portmonee“ statt „Portemonnaie“ schreiben, man muss „Flussschifffahrt“ mit drei „S“ und drei „F“ in der Mitte – und auch die Orthografie schreibt sich seit 1998 ohne „PH“. Gegen diese Neuregelungen der deutschen Rechtschreibung hat Marcel Reich-Ranicki gerne und oft gewettert: „Weil sie im Großen und Ganzen dämlich ist. Nicht alles, was die neue Reform will, ist falsch oder schlecht. Aber doch vieles“, sagte er einmal.

Kritik an hohen Kosten und Aufwand

Er forderte vehement den Stopp der Rechtschreibreform: der Schriftsteller Günter Grass.

Mit dieser Meinung steht der vor fünf Jahren verstorbene Literaturkritiker nicht alleine da. In der sogenannten Frankfurter Erklärung von 1996 forderten Literaten wie Günter Grass oder Siegfried Lenz sowie zahlreiche Verleger, Wissenschaftler und Kulturschaffende, die Einführung der Rechtschreibreform zu stoppen. Sie kritisierten damals unter anderem, dass die Reform Millionen von Arbeitsstunden und mehrere Milliarden D-Mark kosten würde. Sie dürfe nicht dazu führen, dass alle Schulbücher, Lexika und auch literarische Bücher neu gedruckt und zugleich alte verramscht und entsorgt werden müssten.

Mühsam Erlerntes aufgeben

Jörg-Philipp Thomsa, der Leiter des Lübecker Günter Grass-Hauses, kennt die Gründe für Grass' vehemente Ablehnung: „Man darf nicht vergessen, dass Günter Grass kriegsbedingt die Schule frühzeitig verlassen musste und keine akademische Ausbildung erhielt und sich mühsam – wie er selber sagte – die Rechtschreibung überhaupt aneignen musste. Er hatte einerseits keine Lust, sich im hohen Alter noch mal umzugewöhnen und wollte sich nicht einengen lassen durch irgendwelche Regeln und Konventionen.“

„Macht doch, was ihr wollt!“

Heute, 20 Jahre nach der Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung, erscheinen noch immer sämtliche Werke von Günter Grass in der alten Schreibweise. Auch der Verleger und Anführer der Protestbewegung gegen die Reform, Matthias Dräger aus Lübeck, setzt in seinem Reichl-Verlag weiter auf die klassische Rechtschreibung. „Die herkömmliche Orthografie ist die beste Orthografie, die wir je in Europa gehabt haben“, ist er überzeugt. „Das Einzige, was man mit der Rechtschreibreform erreicht hat: Ein geordneter Rechtschreibunterricht ist praktisch in der Schule heute nicht mehr möglich. Das hätte man auch einfacher haben können. Man hätte auch sagen können: Macht doch, was ihr wollt!“

Volksabstimmung in Schleswig-Holstein

Dräger war es, der vor 20 Jahren mit der Initiative „Wir gegen die Rechtschreibreform“ einen bundesweit einmaligen Erfolg feiert. Denn obwohl das Bundesverfassungsgericht die Reform im Juli 1998 für rechtens erklärt hatte, musste sie in Schleswig-Holstein kurz nach der Einführung im August schon Ende September wieder zurückgenommen werden. Per Volksabstimmung sprachen sich die Schleswig-Holsteiner mehrheitlich für die Wiedereinführung der alten Rechtschreibung aus.

„Untergang des Abendlandes“

Für Gisela Böhrk (SPD) bedeutet die Volksabstimmung zur Rechtschreibreform das Ende ihres Amtes als Bildungsministerin in Schleswig-Holstein.


Für die damalige Landesbildungsministerin Gisela Böhrk (SPD) war das eine historische Niederlage: „Es hatte irgendwie etwas von Kulturkampf, als wenn der Untergang des Abendlandes unmittelbar bevorstünde, wurde dann die alte Schreibweise verteidigt“, erinnert sie sich. Gisela Böhrk stolpert über das Ergebnis der Volksabstimmung: Sie muss als Verfechterin der neuen Rechtschreibung ihr Amt in der Kieler Landesregierung räumen. Noch heute plädiert sie dafür, „dass da ein bisschen mehr Toleranz gewahrt wird und ein bisschen mehr darauf geguckt wird, was gesprochen wird und nicht, wie es geschrieben wird. Also auf Inhalte zu achten statt auf Formalien.“

Nur knapp ein Jahr nach ihrem Abgang aus der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung hebt der Kieler Landtag das Volksgesetz zur Rechtschreibung wieder auf – seitdem gilt im gesamten deutschsprachigen Raum die „neue deutsche Rechtschreibung“.


https://www.ndr.de/kultur/20-Jahre-Rechtschreibreform,rechtschreibung212.html

Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
24.07.2018 05.07
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] INTEGRATION? – Christlich-muslimische Kita in Gifhorn soll Leuchtturmprojekt mit bundesweiter Strahlkraft werden

23.7.18

Christlich-muslimische Kita in Gifhorn vor dem Start

Das Essen in der Zwei-Religionen-Kita ist halal


Stand: 13:45 Uhr | Lesedauer: 3 Minuten
Linda Minkus (r.), Leiterin der Kita, richtet mit ihrer Mitarbeiterin die Räume der Kita ein
Quelle: dpa/Peter Steffen

Religiöse Begegnung schon für Kleinkinder: Im August eröffnet mit einer Zwei-Religionen-Kita im niedersächsischen Gifhorn eine laut Initiatoren bundesweit einmalige Einrichtung. Der Start ist aber nicht ohne Schwierigkeiten.

Die kleinen Bettchen sind schon aufgebaut, Maler bringen noch etwas Farbe an die Wand. Im niedersächsischen Gifhorn laufen die letzten Vorbereitungen für einen besonderen Ort: Im August eröffnet dort eine Zwei-Religionen-Kita, in der Kinder christlichen und muslimischen Glaubens gemeinsam betreut werden. Die Initiatoren sprechen von einer bundesweit einmaligen Einrichtung. Am Donnerstag wird Eröffnung gefeiert.

„Die 15 Plätze sind vergeben“, sagt die Sprecherin des Projekts, Ingetraut Steffenhagen. Muslime, Christen und Kinder ohne Konfession werden ihren Angaben zufolge unter den Ein- bis Fünfjährigen etwa gleich stark vertreten sein. „Abrahams Kinder“ heißt die Kita, die einen Ort für die Kleinen aus unterschiedlichen religiösen Herkunftsfamilien schaffen soll, an dem sie ihre eigene und andere Religionen kennen und verstehen lernen.

Die Zielsetzung und Arbeitsweise haben die muslimische Ditib-Moschee in Gifhorn, die katholische St. Altfrid-Gemeinde und die evangelische Dachstiftung Diakonie in einer Kooperationsvereinbarung beschrieben.

Eröffnung christlich-muslimischer Kindergarten

Eine jüdische Gemeinde, die die Organisatoren gern einbezogen hätten, gebe es in Gifhorn nicht. Ob die kleine Gruppe zusammen betet oder gemeinsam Gottesdienste feiert, entscheiden die Erzieher. Sie werden sich laut Steffenhagen aber auf jeden Fall damit beschäftigen, warum die einen Weihnachten, Ostern oder Ramadan feiern – und die anderen eben nicht.

Das Essen ist halal

Das Essen soll halalzertifiziert sein, also auch den Speisevorschriften des Islam folgen.

Die Idee entstand den Angaben zufolge in der Moscheegemeinde, die aber Schwierigkeiten hatte, aus eigener Kraft eine Kita zu errichten und zu betreiben.
Von Pastoralreferent Martin Wrasmann sei dann das Angebot für eine interreligiöse Kita mit einem Vorbild aus Osnabrück gekommen.

Die Kita soll am 26. Juli eröffnen

Dort gibt es bereits seit mehreren Jahren eine Drei-Religionen-Schule und eine jüdisch-christliche Kindertagesstätte. „Mit beiden Einrichtungen machen wir sehr gute Erfahrungen“, sagt Kai Mennigmann vom Bistum Osnabrück. Das Wachstum und der Zuspruch seien Belege dafür.

Ähnlichen Erfolg wünschen sich auch die Initiatoren im beschaulichen Gifhorn, die ihre Kita zu einem Leuchtturmprojekt mit bundesweiter Strahlkraft entwickeln wollen. In Berlin-Moabit hat allein der Plan für eine Drei-Religionen-Kita für Christen, Juden und Muslime ein bundesweites Medienecho ausgelöst. Sie soll aber erst 2021 eröffnen.

„Eine Kindertagesstätte ist grundsätzlich unpolitisch“

„Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der sich Kinder verschiedenen Glaubens mit gegenseitiger Anerkennung begegnen und voneinander lernen können“, sagt die Leiterin der Kita in Gifhorn, Linda Minkus. Auch das Erzieherteam soll sich aus Mitarbeitern muslimischen und christlichen Glaubens zusammensetzen. Für eine dritte Stelle wird derzeit noch jemand gesucht. „Wie in fast allen sozialen Berufen ist es ausgesprochen schwierig, offene Stellen zu besetzen“, berichtet Projektsprecherin Steffenhagen.

Sie räumt auch ein, dass das Interesse anfangs verhalten war. Ein denkbarer Grund: Ihrer Meinung nach könnten Eltern zunächst Scheu gehabt haben, ihre Kinder in eine so exponierte Einrichtung zu geben. Von der AfD in Gifhorn wurde das Projekt wegen der wenigen Anmeldungen bereits vor der Eröffnung als gescheitert bezeichnet. Diese Kritik weist Steffenhagen als „übliche Abwehr gegen islamische Migration in den einschlägigen Kreisen“ zurück.

Den Zentralrat der Muslime in Deutschland stört die Politisierung des Themas. „Eine Kindertagesstätte ist grundsätzlich unpolitisch“, meint der Vorsitzende Aiman Mazyek. Der frühe Austausch sei besonders in Zeiten wichtig, in denen Populisten das Trennende betonen. Für Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich (CDU) kann Verständnis und Toleranz nur gelingen, wenn es Möglichkeiten der Begegnung gibt. Diese Möglichkeit gibt es nun in seiner Stadt bald auch für die ganz Kleinen.

https://www.welt.de/vermischtes/article179804666/Christlich-muslimische-Kita-in-Gifhorn-vor-dem-Start.html

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
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Kevin Kraus
23.07.2018 11.23
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] GEWALT an Schulen nimmt wieder zu – besonders in Berlin

Zehn Bundesländer betroffen
Gewalt an Schulen nimmt wieder zu – besonders in Berlin
Sonntag, 22.07.2018, 11:52

Die Kriminalität an Schulen in Deutschland hat laut einem Bericht in den vergangenen Jahren in zehn Bundesländern wieder zugenommen. Das geht aus den Lagebildern der Landeskriminalämter zum Tatort Schule hervor, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Die Steigerungsraten pendeln demnach zwischen 3 Prozent in Nordrhein-Westfalen, 14 Prozent in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, 32 Prozent in Niedersachsen und 114 Prozent im Saarland. Während die Schulkriminalität bis 2013 zurückgegangen war, sei jetzt in zehn Bundesländern eine Trendwende zu beobachten, hieß es.

„Schwere körperliche Gewalt“ in Berlin

Noch deutlicher werde diese Trendwende in den polizeilichen Lagebildern zu körperlicher und verbaler Gewalt in der Schule, so die Zeitung weiter. Hier registrierten alle Bundesländer ab 2013 oder später einen drastischen Anstieg von Gewalt, am deutlichsten bei gefährlichen und schweren Körperverletzungen: 10 Prozent in Nordrhein-Westfalen, 19 Prozent in Bayern, 21 Prozent in Hessen, 24 Prozent in Rheinland-Pfalz, 39 Prozent in Sachsen-Anhalt, 40 Prozent in Brandenburg, 41 Prozent in Baden-Württemberg und 60 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern, wie es hieß. An den Berliner Schulen seien die Meldungen über „schwere körperliche Gewalt“ zwischen 2012 und 2016 sogar um 69 Prozent gestiegen.

Klimaverschlechterung an Schulen durch Bedrohungen

Ein weiteres Indiz für die Klimaverschlechterung in vielen Schulen ist laut der Statistik eine erhebliche Zunahme von Bedrohungen: zwischen 2013 und 2017 um 20 Prozent in Baden-Württemberg, in Brandenburg um 30 Prozent. In Berlin hätten sich die Meldungen zwischen 2012 und 2016 um 53 Prozent gesteigert.

Laut „Welt am Sonntag“ sei die „dramatische Entwicklung der registrierten Schulkriminalität und Gewalt“ seit 2013 in der polizeilichen Kriminalstatistik offensichtlich zunächst durch einen starken Rückgang der allgemeinen Jugendkriminalität verdeckt worden. Dort waren die Fallzahlen noch rückläufig, als die Schulkriminalität schon wieder zunahm, hieß es. Dies habe sich erst 2017 geändert. In diesem Jahr verzeichnete die Kriminalstatistik demnach erstmals wieder einen Anstieg der allgemeinen Jugendkriminalität.

https://www.focus.de/panorama/welt/zehn-bundeslaender-betroffen-gewalt-an-schulen-nimmt-wieder-zu-besonders-in-berlin_id_9293842.html

--
Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
24.06.2018 09.29
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Dr. Ulrich Kliegis an SHEV

-----Original-Nachricht-----
Betreff: [SHEV] Re: [G9-SH] „LUFTHOHEIT über den Kinderbetten...“
- Aus dem BMFSFJ: Betreuungsquote bei unter Dreijährigen steigt auf 33, 1 Pr
Datum: 2018-06-22T22:33:08+0200
Von: „Ulrich G. Kliegis“

Mojn allseits,

ein bißchen Quellenmaterial zum Schlagwort
Lufthoheit über den Kinderbetten:


Bitte auch das Karl-Marx-Zitat ganz am Ende beachten! ;)

Von: Astrid Schulz
Datum: Thu, 21 Jun 2018 23:55:11 +0200

> Kita und Hort: Zahl der betreuten Kinder wächst

> Betreuungsquote bei unter Dreijährigen steigt auf 33,1
> Prozent. Bei den Drei- bis Sechsjährigen liegt sie bei 93,6 Prozent.

Transkription eines Deutschlandfunk-Interviews vom 3. November 2002 (!) mit dem damals frischgebackenen SPD-Generalsekretär, dem späteren Erster Bürgermeister in Hamburg, derzeit Bundesfinanzminister; Ehemann der vormaligen Schleswig-Holsteinischen „Schul„ministerin Britta Ernst (SPD):
http://www.deutschlandfunk.de/scholz.694.de.html?dram:article_id=60153

Ausriß:
„Gehm: Stichwort Familienpolitik: Ein Schwerpunkt im Regierungsprogramm der SPD, ein Schwerpunkt, der auch mit einer neuen Ministerin besetzt wird. Herr Scholz, was erwarten Sie sich von diesem Politikbereich als Push einer sozialdemokratischen Politik?

Scholz: Die SPD hat in den letzten Jahren viel für Familien mit Kindern getan. Das merkt man nicht zuletzt an der Kindergelderhöhung, an den Verbesserungen bei Wohngeld und Bafög, aber auch an Gesetzen, die das Vereinbarmachen von Beruf und Familie leichter gemacht haben, bei Teilzeit zum Beispiel. Für die Zukunft wird es darauf ankommen, dass wir einen richtigen Rückstand unseres Landes aufholen. Wir haben weniger Ganztagsschulen als in vergleichbaren Ländern Europas. Wir haben weniger Ganztagsbetreuung und auch nicht genügend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im Krippenbereich. Wir wollen da eine kulturelle Revolution erreichen, dass Deutschland auf das gleiche Niveau kommt als (sic – UK) anderswo. Deshalb ist unser Ziel, als Staat dafür zu sorgen, dass Männer und Frauen und Kinder es besser haben, als das heute der Fall ist. Und das wollen wir mit diesem Projekt erreichen. Vier Milliarden Euro für Ganztagsschulen als Initialzündung, ein Gesetz, das 20 Prozent Krippenplätze vorschreibt, auch als erster Schritt zu einer viel größeren Wende.
Und vielleicht kann man das so sagen:
Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern...“


Mehr dazu in einem zeitlosen WELT-Artikel vom 10.11.2002 (!)

https://www.welt.de/print-wams/article122357/Lufthoheit-ueber-Kinderbetten.html


Karl Marx im Jahre 1875 in seiner Kritik am Gothaer Programm der SPD: (Ausriß)

3. Vertreibung von Staat und Kirche – Selbstverwaltung der Schulen
„Ganz verwerflich ist eine ‚Volkserziehung durch den Staat‘.
Durch ein allgemeines Gesetz die Mittel der Volksschulen bestimmen, die Qualifizierung des Lehrerpersonals, die Unterrichtszweige etc., und, wie es in den Vereinigten Staaten (1875! – UK) geschieht, durch Staatsinspektoren die Erfüllung dieser gesetzlichen Vorschriften überwachen, ist etwas ganz anderes, als den Staat zum Volkserzieher zu ernennen!
„Vielmehr sind Regierung und Kirche gleichermaßen von jedem Einfluß auf die Schule auszuschließen.
Im preußisch-deutschen Reich nun gar ... bedarf umgekehrt der Staat einer sehr rauhen Erziehung durch das Volk.“

K. Marx, Kritik des Gothaer Programms, MEW 19, 30f.


Es darf gegrübelt werden.
Schönes Wochenende!
U.K.

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Kevin Kraus
18.06.2018 09.48
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] MATHEMATIK: Wenn Noten schlechter werden, ist „einfacher“ machen die richtige Lösung?

Lutz Glaeßner, Schulleiter an der Holstentor Gemeinschaftsschule in Lübeck, sagte NDR 1 Welle Nord: Ein Problem sei, dass Lehrer kaum noch Zeit für den einzelnen Schüler hätten.


Das Bildungsministerium will die Gründe für die schlechteren Mathenoten jetzt gemeinsam mit den Schulen analysieren.
Viele Jungen und Mädchen, die sich für Mathematik begeisterten und das Fach später studierten, entschieden sich nicht für den Lehrerberuf.


________________________________________


Abinoten: Mathe muss einfacher werden
13.06.18
Glosse von Matthias Popien

Weil Schleswig-Holsteins Schüler bei ihren Abschlussprüfungen schlechte Mathematiknoten bekommen haben, will Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) den Unterricht nun „unterhaltsamer“ machen. Lieber Herr Buchholz, wir verstehen Ihren Ansatz. Und ja, es ist Ihnen mit Ihrem Ratespiel „Wann wird die A 20 fertig?“ sehr schön gelungen, die Menschen für Straßenbau und all seine unterhaltsamen Widrigkeiten zu begeistern. Wer einmal das Glück hatte, die Ereigniskarte „Zwergschwäne“ zu ziehen und damit die Planungen um eine vollkommen unzwergenhafte Jahreszahl zurückzuwerfen, der versteht, warum dieses Spiel Suchtpotenzial hat.

Aber, lieber Herr Buchholz, bei Mathematik kommen wir so nicht weiter. Mathe muss nicht unterhaltsamer, Mathe muss einfacher werden. Es ist schlicht nicht einsehbar, warum 1 x 1 wiederum 1 ist, 1 + 1 aber 2. Das ist nicht unterhaltsam, das ist nicht attraktiv, das ist einfach nur verwirrend. Und immer diese Textaufgaben! Sie sollten schon allein deshalb abgeschafft werden, weil man da ja auch noch lesen und schreiben können muss, um sie zu lösen.
Mathematik darf nicht überfrachtet werden. Dreisatz bitte nur noch im Deutsch-unterricht, da lassen sich aus drei Sätzen schöne Geschichten machen!

Wie eine grundlegende Vereinfachung der Mathematik aussehen könnten, hat uns die Rechtschreibreform vorgemacht. Lieber Herr Buchholz, seitdem darf man „Tschüs“ und „Tschüss“ schreiben. Beides richtig! Mathematik muss dem ideologischen Irrweg der zwanghaften Ergebnisfixierung abschwören. Mathematik braucht endlich neue Lösungen.


https://www.abendblatt.de/nachrichten/article214565361/Mathe-muss-einfacher-werden.html

[...]
--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See
Telefon 04522/503853


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Kevin Kraus
14.06.2018 16.06
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus erhält den Deutschen Sprachpreis 2018

14.06.2018 10:03
Josef Kraus erhält den Deutschen Sprachpreis 2018

Anke Meis DSZ – Deutsches Stiftungszentrum

Stifterverband

Josef Kraus, langjähriger Präsident des Deutschen Lehrerverbandes und Oberstudiendirektor a.D., ist Preisträger des diesjährigen Deutschen Sprachpreises. Die Auszeichnung der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache im Stifterverband wird am 28. September 2018 in Weimar verliehen.

Josef Kraus (*1949) hat in zahlreichen Reden, Fernseh- und Rundfunkauftritten, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträgen und in seinen äußerst erfolgreichen Büchern die deutsche Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte mit ihren großen Traditionsbrüchen und -verlusten mit umfassender Sachkenntnis schonungslos analysiert. Er wurde so zum vielbeachteten, oft gefürchteten Kritiker der für diese Politik Verantwortlichen. Dabei lag sein Hauptaugenmerk immer auf dem Medium aller Bildung, der Sprache. So kritisierte er bereits 1993 überzeugend die Rechtschreibreform, forderte immer wieder eine Ausweitung des Deutschunterrichts zur Stärkung der sprachlichen und literarischen Bildung, gründete 2005 mit Walter Krämer (dem Träger des Deutschen Sprachpreises 1999) und dem Journalisten Wolf Schneider die „Aktion Lebendiges Deutsch“, die sich gegen die zunehmende Anglisierung des Deutschen richtete. Er wandte sich mit guten Gründen gegen den Bedeutungsverlust der deutschen Sprache in den Wissenschaften, gegen die sog. „Gendersprache“ und die „Einfache Sprache“ und übte bissig-humorvolle Sprachkritik an der „lingua paedagogica correcta der Gutpädagogen“. In Josef Kraus ehrt die Henning-Kaufmann-Stiftung ganz im Sinne ihres Gründers einen großen Lehrer, Pfleger und Förderer der deutschen Sprache.

Josef Kraus war ab 1980 Gymnasiallehrer für Deutsch und Sport in Landshut, gleichzeitig Schulpsychologe und Ausbilder von Schulpsychologen für den Regierungsbezirk Niederbayern. Von 1995 bis 2015 leitete er als Oberstudiendirektor das Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium Vilsbiburg (Landkreis Landshut), von 1987 bis 2017 war er Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, der Dachorganisation der Verbände der Lehrer an Gymnasien, Realschulen, beruflichen Schulen und Wirtschaftsschulen. 1991 bis 2013 gehörte er dem Beirat für Fragen der Inneren Führung beim Bundesminister der Verteidigung an.

Der Preisträger schrieb u. a. die Bücher: Spaßpädagogik. Sackgassen deutscher Schulpolitik, 2. erg. Aufl. 1998; Der Pisa-Schwindel, 2005; Helikopter-Eltern. Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung, 2013; Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt. Und was Eltern jetzt wissen müssen, 2017; Sternstunden – Große Texte deutscher Sprache, 2018 (hrsg. zusammen mit Walter Krämer); 50 Jahre Umerziehung – die 68er und ihre Hinterlassenschaften, 2018.

Die feierliche Preisverleihung wird am 28. September 2018 in Weimar stattfinden. Die Laudatio wird Hellmut Seemann, Präsident der Klassik-Stiftung Weimar, übernehmen.

Der Vorstand der Henning-Kaufmann-Stiftung: Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Glück (Bamberg, Sprecher des Vorstands), Patricia Conring (Weimar), Dr. Michael Knoche (Weimar), Dominik Petermann (Essen), Prof. Dr. Heinz-Günter Schmitz (Kiel), Dr. Heike Schmoll (Berlin).
________________________________________
Weitere Informationen:
http://www.henning-kaufmann-stiftung.de – Website der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache
______________________________________

https://idw-online.de/de/news697524

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
13.06.2018 07.29
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] RECHTSCHREIBUNG – Gendersternchen – Dichter Reiner Kunze: „Sprachgenderismus ist eine aggressive Ideologie“


09.06.2018

Dichter Reiner Kunze: „Sprachgenderismus ist eine aggressive Ideologie“

Wer als Freidenker im totalitären Staat der DDR so lange der Indoktrination ausgesetzt war wie Dichter Reiner Kunze, der 1977 mit seiner Ehefrau Elisabeth in den Westen übersiedelte und in Erlau im Landkreis Passau lebt, der hegt eine tiefe Skepsis gegen verordnete Gebote des Denkens und Redens. Zum Thema Gendersprache, das der Deutsche Rechtschreibrat am Freitag (erfolglos) in Wien debattiert hat, nimmt der 84-jährige Sprachkünstler, der am 23. Juni mit aufrüttelnder Lyrik die Festspiele Europäische Wochen Passau eröffnet, eine klare Haltung ein, in welcher der Widerwille gegen Ideologien und die Liebe zu Reichtum und Freiheit der Sprache gleichermaßen zum Ausdruck kommen. Mit Reiner Kunzes freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir seine Gedanken zum Sprachfeminismus hier im Wortlaut:

„Es gibt ein grammatisches Geschlecht (Genus) und ein natürliches Geschlecht (Sexus). Genus ist das Geschlecht des Wortes (Maskulinum [der], Femininum [die], Neutrum [das], Sexus ist das Geschlecht von Lebewesen.

Das Geschlecht des Wortes (männlich, weiblich oder sächlich) stimmt nicht immer mit dem Geschlecht des Lebewesens überein, das durch das Wort bezeichnet wird. Es gibt maskuline Wörter, die nicht nur männliche Personen bezeichnen, zum Beispiel Gast, Säugling oder Filmstar, feminine Wörter, die nicht nur weibliche Personen bezeichnen, zum Beispiel Waise, Majestät oder Geisel, und Neutra, die männliche und weibliche Personen oder nur eine einzige Person natürlichen Geschlechts bezeichnen, zum Beispiel Mitglied, Staatsoberhaupt, Weib oder Kind. Diese Wörter sind in ihrer Bedeutung geschlechtsübergreifend.

Wer diese Ausdrucksmöglichkeiten für sein natürliches Geschlecht als diskriminierend empfindet und ihren Gebrauch bekämpft, bekämpft die Sprache, indem er ihre Verarmung befördert. Er beraubt die Menschen der Möglichkeiten, in allgemeinen, geschlechtsübergreifenden Begriffen zu sprechen, was zum Verschwinden ungezählter Wortbedeutungen führt. Der Wähler ist dann stets ein Mann, die Wählerin eine Frau, das geschlechtsneutrale Wort für eine Person, die wählen geht, ist jedoch verschwunden.

Redewendungen wie "Übung macht den Meister“ oder „Der Klügere gibt nach“ dürften nicht mehr gebraucht werden, weil die geschlechtsübergreifende Bedeutung nicht mehr gedacht werden darf.

Sätze wie „Frauen sind eben doch die besseren Zuhörer“ könnten überhaupt nicht mehr formuliert werden, da die sprachfeministisch korrekten Versionen „Frauen sind eben doch die besseren Zuhörerinnen“ oder „Frauen sind eben doch die besseren Zuhörerinnen und Zuhörer“ ad absurdum führen würden.

Wo es möglich ist, ersetzt man die Doppelform durch Partizipien wie „Studierende, Lehrende oder Lernende“ oder neue Begriffe wie „Lehrperson“, was ein abstraktes und entfremdendes Deutsch und einen papierenen Stil ergibt.

In einem österreichischen Universitätsmagazin heißt es: „Besorgniserregend ist die Entscheidung des Bildungsministeriums, nur mehr gendergerechte Schulbücher zu approbieren. So liest man in einem Unterstufen[!]-Deutschbuch folgende Aufforderung: ,Eine/r ist Zuhörer/in, der/die andere ist die Vorleser/in. Eine/r liest den Abschnitt vor, der/die Zuhörer/in fasst das Gehörte zusammen.‘" Man schreibe nie, was man nicht sprechen kann, oder was zu einer Verkrüppelung der gesprochenen Sprache führt (Professx, Stud_entin, Trans*autoren, Akteure/innen [gendergerechte Schreibweisen nach Prof. Dr. phil Lann Hornscheidt, geb. Antje Hornscheidt, Humboldt-Universität Berlin]). In dem österreichischen Schulbuch hat man für Kinder gedruckt,was sich nicht einmal fließend lesen läßt.

Die Sexualisierung der Sprache durch die Diskreditierung geschlechtsübergreifender Wortbedeutungen hat eine eklatante Verarmung und Bürokratisierung der Sprache, die Denunzierung aller Sprechenden, die sich dagegen verwahren, und eine Einschränkung der Freiheit des Denkens zur Folge. Der Sprachgenderismus ist eine aggressive Ideologie, die sich gegen die deutsche Sprachkultur und das weltliterarische Erbe richtet, das aus dieser Kultur hervorgegangen ist.
" −

URL: http://www.pnp.de/lokales/stadt_und_landkreis_passau/passau_land/2971049_Dichter-Reiner-Kunze-Sprachgenderismus-ist-eine-aggressive-Ideologie.html


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Astrid Schulz-Evers
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