Willkommen Die 20 neuesten Beiträge im Forum
Fadensuche     Suche
Kennkarte ändern     Häufig gestellte Fragen   zu anderen Nutzern  kostenlose Anmeldung   Anfang  verabschieden
Jemandem diese Seite senden! Druckvoransicht zeigen
Forum > Menschen
Der GenderInnenwahnsinn
< voriges Leitthema  
Verfasser
Leitthema    Dieser Faden ist 20 Seiten lang:    1  2   3  4  5 · 10 · 17  18  19  20  Post New Thread     Post A Reply
Sigmar Salzburg
21.02.2019 05.48
Diesen Beitrag ansteuern
Gendergerechte Sprache

„Es ist hässlich“ – Der Linguist Wolfgang Klein im Interview

Viele Universitäten, Schulen, Behörden haben sie schon eingeführt. Die sogenannte gendergerechte Sprache ist also weithin auf dem Vormarsch. Peter Intelmann sprach über dieses Phänomen mit dem Linguisten Wolfgang Klein, der Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ist.


Tut man der deutschen Sprache mit gendergerechtem Sprechen Gewalt an?

Man tut ihr vielleicht keine Gewalt an, aber es ist hässlich.

Sind denn bei Bürger oder Besucher tatsächlich nur die Männer gemeint?

Nein, das ist eine seltsame Auslegung. In vielen, wenn nicht den meisten Sprachen der Welt gibt es überhaupt keine Unterscheidung nach dem Geschlecht in der Grammatik. Das Chinesische kennt sie nicht, und in anderen Sprachen, etwa dem Englischen, beschränkt sie sich auf die Wörter „he“ und „she“. Ursprünglich war die Unterscheidung des Genus eine Klassifizierung zwischen „belebt“ und „unbelebt“. Später hat man das innerhalb des Belebten noch einmal aufgegliedert, dann wieder zusammenfallen lassen. Es kommt und geht, es entwickelt sich.

Also hat das generische Maskulinum, wonach etwa bei Bürger auch die Frauen gemeint sind, seine Berechtigung?

In den Sprachen jedenfalls, die ich kenne, wird eine Form als die markierte genommen. Das heißt: Wenn nichts anderes gesagt wird oder der Kontext nichts anderes nahelegt, meint man beide.

Wäre es ein Ausweg, wenn man künftig statt des Bürgers nur von der Bürgerin spräche?

Wenn sich das historisch so entwickelt hätte, könnte es genauso gut umgekehrt sein. Ein interessanter Fall, der in dieser Diskussion nur am Rande erwähnt wird, ist das juristisch überhaupt wichtigste Wort dieser Art: die „Person“. Da meint jeder, dass es Mann oder Frau sein kann, obwohl es „die“ Person heißt. Das ist in der Tat eher ungewöhnlich.

Aber wie kommt man raus aus diesem Dilemma ohne Doppelung, Gendersternchen oder großes Binnen-I?

Am besten, indem man zwei Dinge tut: Zum einen sollte man die Sprache so lassen, wie sie ist. Und zum anderen sollte man sich einer gewissen Höflichkeit und eines gewissen Anstands befleißigen, also keine Sprache verwenden, die andere als kränkend empfinden.

Das heißt?

Man kann zum Beispiel keinen Vortrag eröffnen, indem man sagt: Meine sehr verehrten Herren! Wenn Frauen explizit angesprochen werden sollen, sollte man das auch entsprechend deutlich machen. Ich glaube überhaupt, dass die Rolle der Sprache in diesem Zusammenhang ein bisschen überschätzt wird. Den Frauen in China ging und geht es bestimmt nicht deshalb besser, weil es seit jeher eine neutrale Form gibt, und meiner Mutter ist all das auch vollkommen egal.

Aber Sprache ist Veränderung.

Sicher. Aber hier erfährt sie keine Veränderung durch den Sprachgebrauch, sondern die Veränderungen werden oktroyiert. Es wird versucht, zu einer Vorschrift zu machen, was vielleicht eine Frage des Anstands ist. In der DDR oder im Nationalsozialismus wurde ein bestimmter Sprachgebrauch vorgegeben. Aber alle solche Eingriffe aus ideologischen Gründen finde ich hässlich. Außerdem verbergen sie das Problem nur. In einer offenen demokratischen Gesellschaft sollte man die Probleme selber in Angriff nehmen und sie nicht sprachlich übertünchen.

Haben Sie an der Hochschule von Studierenden gesprochen?

Nein, immer von Studenten. „Studierende“ ist ja ein Partizip Präsens, und da ist es normalerweise so, dass man jemanden meint, der gerade etwas tut. Der Fahrer und der Fahrende zum Beispiel, das ist schon etwas anderes. Der Fahrende ist der, der gerade fährt. Die Tänzerin muss nicht unbedingt gerade tanzen, die Tanzende aber sehr wohl.

Hoffen Sie, dass sich das von selbst einpendelt?

Ich bin optimistisch, weil es so wahnsinnig kompliziert ist, dass es sich nicht wird durchsetzen können.

Ist die gendergerechte Sprache eher in kleinen Kreisen von Interesse?

Dieser Gedanke ist in Deutschland überhaupt erst Anfang der 80er aufgekommen. Aber nehmen wir nur mal das Grundgesetz, Artikel 5. Dort heißt es: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten ...“. Da denkt schließlich niemand, dass die Frauen das nicht dürften.

Sie sehen auch keine große Änderungswelle von der Bibel bis zum Grundgesetz kommen?

Nein. Die Versuche haben jetzt Fahrt aufgenommen, zuletzt durch neue kommunale Regelungen zum Beispiel bei der Stadt Hannover. Diese Beispiele haben ja etwas ziemlich Komisches an sich. Aber wenn es die allgemeine Empfehlung gibt: „Seid anständig gegenüber den Leuten und verwendet keine kränkenden Wörter“, dann ist das eine selbstverständliche Rücksichtnahme, die sonst auch gilt im Leben. Man kann das aber nicht dadurch regeln, dass man absurde komplexe Ausdrucksformen einführt.

Wie halten Sie es in der Akademie?

Dort hält man, soweit ich es überblicke, das alles für schrullig und kümmert sich nicht weiter darum.


Von Peter Intelmann

lvz.de 12.2.2019

Während unser närrisches Verfassungsgericht die Einführung dreier natürlicher Geschlechter verlangt, allerdings bisher nur bei der behördlichen Geschlechtszuordnung, betreiben die Ideologen in Schweden durch Indoktrination schon im Kindergarten die Beseitigung des Unterschieds von „han“ (er) und „hon“ (sie) durch Ersatz mit dem nie dagewesenen „hen“ (es) – so wie in Deutschland durch Instrumentalisierung der Schüler die Rechtschreib„reform“ erpreßt wurde.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
18.02.2019 08.01
Diesen Beitrag ansteuern
Ein neues Forschungsfeld für die „Genderstudies“?

Henryk M. Broder glaubt, eine Lücke in der jetzt von den Regierenden ins Volk gepreßten gendergerechten Sprache gefunden zu haben und meint wohl, die Genderstudies mit ihren 185 Professor*innen und Professixen müßten sich dieses Problems annehmen: Es fehle zu dem heute unentbehrlich gewordenen Begriff „Nazi“ die weibliche Form „Nazi*in“.

https://youtu.be/tFFyvsnIxRI

Man kann es Broder nicht verübeln, daß er sich nach dem fast vollendeten Endsieg der Rechtschreib„reform“ nicht mehr über die weitere Entwicklung, etwa auf unserer Webseite, informiert. Seit „Langem“, fast seit Stalingrad, verwenden wir die schöne Femininform „Nazisse“ für besonders eifrige Anhänger*innen des nationalen Sozialismus, z.B. am 12.9.2007, am 7.12.2012 und am 1.4.2015.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
02.02.2019 05.30
Diesen Beitrag ansteuern
Gestern war World Hijab Day …

… also „Welt-Kopftuch-Tag“ – eine sechs Jahre alte Erfindung einer eifernden Moslemin, bei der auch ungläubige Schickeriafrauen und Emanzen mitmachen. Einen Bericht in der Jungen Freiheit (traditionell schreibend) mit dem kritischen Zitat einer Iranerin kommentiert ein Leser (bemüht traditionell schreibend):

Iudex meint
1. Februar 2019 um 19:24

„…. ist schlicht bizarr……sind wie Sklaven, die ihre Ketten feiern.“

So bizarr ist das gar nicht.
Ich denke da an ein Volk, welches nahezu mit Wolllust jedes Jahr ausgiebig die wohl dunkelste Stunde in seiner Geschichte, die Stunde der Erniedrigung, der Rechtlosigkeit, der Entwürdigung und der Niederlage mit erlittenen abscheulichsten Verbrechen an seinen Vorfahren jubelnd als „Tag der Befreiung (und des Sieges über sich selbst)“ feiert.
Klingt so ein bißchen nach: ...
Richard v. Weizsäcker hatte den 8. Mai 1945 erstmals nach kommunistischer Sprachregelung „Tag der Befreiung“ genannt. Eben hörte ich von unbekannten Vergewaltigungen in Lübeck. Mit Kopftuch wäre das sicher nicht passiert.

Noch trauen sich die Kultusminister nicht, aber irgendwann wird sicher ein 1. August (1996, 1998, 1999, 2005, 2006?) als „Tag der Befreiung“ (von unseren Rechtschreibfehlern) gefeiert.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
31.01.2019 20.47
Diesen Beitrag ansteuern
Aus Henryk M. Broders Vortrag bei der AfD

Dass wir keine „Negerküsse“ mehr kaufen können und dass der Sarotti-Mohr in „Sarotti – Magier der Sinne“ umbenannt wurde, damit kann ich gut leben. Schlimmer, viel schlimmer finde ich, dass man in einigen holländischen Supermärkten keine „Jodenkoeken“ (Judenkuchen) mehr findet, eine Spezialität aus Mürbeteig, die Ende des 19. Jahrhunderts von einem jüdischen Bäcker erfunden wurde. Die „Jodenkoeken“ heißen jetzt „Dutch Cookies“ und werden unter diesem Namen bis nach China exportiert. Das mag politically correct sein, ich nenne es trotzdem eine kulturelle Enteignung. Ich will meine Jodenkoeken wiederhaben!

In Deutschland wird dieses herrliche Produkt nicht vertrieben, was wohl mit dem Namen zu tun hat. Es müsste umbenannt werden, politically correct, in „Juden- und Jüdinnen-Kuchen“, und das wäre dann eine Lachnummer.

welt.de 31.1.2019

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
30.01.2019 07.08
Diesen Beitrag ansteuern
Geschlechts- und Rechtschreib„reform“:

Geschichte der Transsexuellen Angie
„Ich bin so ein Zwischending – lebe nicht, sondern existiere nur noch“

Exklusiv für Abonnenten

Immer mehr Menschen beginnen eine Hormonbehandlung, um auch körperlich ihr Geschlecht zu ändern. Was aber, wenn man auf dem langen Weg die Richtung ändert, so wie Angie? Von Marie Illner 21. Januar 2019

... Aus einigen Metern Entfernung besteht kein Zweifel: Die einzige Person, die da auf dem Platz steht und winkt, ist ein groß_gewachsener Mann mit tief ins Gesicht gezogener Kapuzenjacke.

Je näher man kommt, desto undeutlicher wird das Bild. Nicht mehr die große Statur springt ins Auge, sondern die weibliche Hüfte und Brust. „Angie“, stellt sie sich vor und nimmt die Kapuze ab, die feine Gesichtszüge zum Vorschein bringt.

In einem Café gleich um die Ecke beginnt Angie von dem Film zu erzählen, den sie vor knapp 20 Jahren ganz nebenbei auf dem Sofa guckte, nach der Arbeit, mit einer Tüte Chips. „Es lief nichts Anderes, deshalb bin ich irgendwo hängen_ geblieben“, sagt sie. Ein Spielfilm, der von einem Transsexuellen bei der englischen Marine handelt. „Ich fand’s ganz interessant, hatte noch nie von dem Thema gehört.“ Mehr nicht...

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

spiegel.de 21.1.2018

Neben der Rechtschreib„reform“ also eine Geschlechts„reform“: Obwohl selbst indirekt betroffen, werde ich nie das zugehörige Körpergefühl nachempfinden können, und ob „mann“ danach glücklicher ist. Selbst die raffinierteste Hormonbehandlung und die virtuoseste Umformung der Körperteile kann doch nicht ausschalten, daß das Genom jeder der 100 Billionen Körperzellen das Gegenteil verkündet.

Kürzlich war zu lesen, daß sich die Zahl junger Menschen verdoppelt hat, die eine Geschlechtsumwandlung wünschen. Das kann doch nur mit der Hysterie zusammenhängen, mit der das Thema von interessierten Kreisen und Medien an die Öffentlichkeit gebracht wird.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
25.01.2019 06.44
Diesen Beitrag ansteuern
„Gendern“ – auch bei Nazimördern!

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles erinnert an ein Datum – natürlich nicht ohne Hintergedanken:

Andrea Nahles@AndreaNahlesSPD 20. Jan. 2019
Kein Vergessen! Heute vor 77 Jahren fand die Wannseekonferenz statt. Hier machten die Nazis ihre abscheulichen Pläne, wie sie Jüdinnen und Juden noch effizienter töten konnten. Die Erinnerung daran verpflichtet uns zu einem entschiedenen Einsatz gegen jeden #Antisemitismus.
Das echot die sawdumme SPD-Staatssekretärin Chebli, aber perfide erweitert:
Sawsan Chebli‏ @SawsanChebli 20. Jan. 2019
Vor 77 Jahren treffen sich Nazis, um zu besprechen, wie man noch effizienter Juden töten kann. Erschreckend, dass heute eine Partei im Bundestag sitzt, die offen gegen Juden, Muslime und andere Minderheiten hetzt und Nazis in ihren Reihen duldet. #Wannsee
Ihren Mords-Koran hält sie für grundgesetzkonform, die AfD aber nicht. Aber darum soll es hier nicht gehen. Nahles „gendert“, Chebli nicht. Ein Kommentator wundert sich:
Lancea Berlin‏ @Lancea_Berlin 20. Jan. 2019
Antwort an @AndreaNahlesSPD @Ralf_Stegner
Warum liest man eigentlich nie „Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten“? Wird Negatives nicht gegendert?
Sibylle Berg, die seltsam verklemmte Feministin bei Spiegel online, schafft es aber, auch die Welt der „Nazis*sinnen“ nur aus Frauen bestehen zu lassen. Dazu holt sie einen Vorfall von vor einem halben Jahr aus der Schublade, als angebliche AfD-Frauen sich in Buchenwald danebenbenommen haben sollen:
Gezielt latschen Honks in Gedenkstätten und lassen der Gülle in ihren Köpfen freien Lauf, sodass vor Kurzem die Besucherinnenregeln der Gedenkstätte Buchenwald geändert werden mussten...

Die Vernichtung von Jüdinnen, Roma, Sinti, Homosexuellen, Kranken infrage zu stellen, Witze darüber zu machen, als feister Sack an Orten des absoluten Grauens rumzublaffen, ist das Ende der Zivilisation...

Was ist dann der Plan, im Namen der Demokratie? Ein Umbau der Gedenkstätte in einen Trostort für verstorbene KZ-Wärterinnen? ...

Ja, es sind Menschen, Enkel, Urenkel der Mörderinnen, die an Orten pöbeln und höhnen, die doch so grauenhaft sind, so unfassbare kurze 70 Jahre her, dass man vermeint, das Elend, die Bestialität noch spüren zu können...

Wir sind alles. Bestien, Mörderinnen, Sadistinnen, Pflegende, Mitfühlende. Was jeder unter seinem Menschsein versteht, muss jeder selbst entscheiden.

spiegel.de 19.1.2019
Ich habe die letzten Ausläufer der Nazizeit noch miterlebt und den Schock der Erkenntnis, lange bevor Sibylle Berg geboren war. Ich finde es peinlich, daß sie einen nichtigen Vorfall zum Anlaß nimmt, die schon mit Nazigeschichten genügend abgefüllten Bürger nun auch mit ihrem Wust von angelesenem Wissen und Fühlen zu erschlagen.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
23.01.2019 16.59
Diesen Beitrag ansteuern
Loriot: „Bald Grunzen wir nur noch!“

Das Stotterdeutsch wurde schon mit der Rechtschreib„reform“ vorbereitet: Sinnlose Lücken in Wörtern, die man bis dahin flüssig zusammengesprochen hatte. Grundlos nicht zusammengeschrieben werden dürfen, nach längerem Rückbau-Hickhack, vor allem: „zuviel“ und „wieviel“.

Die lächerlichste Neuerung aber war das Verbot von „sogenannt“. Obwohl später gelockert, ist es in die Korrekturprogramme meist fest integriert, so daß man dennoch ständig die Schluckauf-Schreibung „so genannt“ findet – ein markantes Zeichen sprachlicher Unkultur, sogar von renommierten Redaktionen in Kauf genommen. Unbekannt ist, wieweit dieser Unfug Einfluß auf das Vorlesen hat.

Das aber wird beim Gender-Neusprech rundheraus gefordert:

Hannover führt gendergerechte Sprache ein
„Gender Star“ als zweite Option
Ziel der neuen Regelung ist es, zum Beispiel durch die Benutzung des Plurals möglichst überall geschlechtsumfassende Formulierungen zu verwenden. Erst in zweiter Linie soll der „Gender Star“ eingesetzt werden. Dieses Sternchen wird zwischen die maskuline und feminine Endung gesetzt, um den Geschlechterdualismus aufzuheben. Er ersetzt das bisher verwendete Binnen-I. Statt KollegInnen heißt es jetzt Kolleg*innen. Laut der Stadt Hannover wird der „Gender Star“ beim Vorlesen durch eine kurze Atempause gekennzeichnet. So werde die Ansprache aller Geschlechter, auch jenseits der Kategorien Mann und Frau, gewährleistet.
ndr.de 23.1.2019
Wieso kann ein Stern plötzlich mehr als zwei Geschlechter darstellen? Man kann sicher sein, daß die Bevölkerung den Unfug mehrheitlich nicht will. Aber die Gender-Missionare haben die Altparteien so im Griff, daß diese bereit sind, solchen Quatsch durchzusetzen, selbst auf die Gefahr von Stimmenverlusten. Zur Abwahl reicht es leider meist nicht – Parteien-Demokratur eben.

Sie Grün*in Kristine Jaath hatte in Berlin schon vor zweieinhalb Jahren das „diskriminierungsfreie“ Sprechen vorgeführt.

Behördenunfug wie bei Monty Python:
https://youtu.be/iV2ViNJFZC8
Text siehe hier.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
22.01.2019 17.59
Diesen Beitrag ansteuern
Mehr Gender-Narretei durch SPD-Sprachverhunzer

„Lehrende“ statt „Lehrer“
Hannover führt gendergerechte Sprache ein

Herr und Frau wird es als Anrede nicht mehr geben, Lehrer und Wähler auch nicht: Die Stadt Hannover will E-Mails, Pressemitteilungen, Broschüren, Formulare, Flyer und Briefe künftig genderneutral formulieren.


Lehrer werden zu Lehrenden, Wähler zu Wählenden, Teilnehmer zu Personen – und aus dem Rednerpult wird das Redepult: Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover setzt in Zukunft stärker auf Gendergerechtigkeit.

Der gesamte städtische Schriftverkehr, also E-Mails, Pressemitteilungen, Broschüren, Formulare, Flyer, Hausmitteilungen, Formulare, Rechtstexte und Briefe, werde von nun an in „geschlechtergerechter Verwaltungssprache“ formuliert sein, wie eine Sprecherin der Stadt auf SPIEGEL-Anfrage bestätigte. Die neue Regelung gilt für die 11.000 Mitarbeiter der Stadt.

Oberbürgermeister Stefan Schostok sagte: „Vielfalt ist unsere Stärke – diesen Grundgedanken des städtischen Leitbilds auch in unsere Verwaltungssprache zu implementieren, ist ein wichtiges Signal und ein weiterer Schritt, alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen.“

„Sprache ist in Bewegung“

Außerdem entspreche der Beschluss der aktuellen Gesetzgebung, nach der seit dem 1. Januar das dritte Geschlecht im Personenstandsregister geführt werden muss. Die wichtigste Grundregel sei, überall da, wo es möglich ist, „geschlechtsumfassende Formulierungen“ zu verwenden, sagte Schostok. Falls dies nicht möglich sei, dürfe auch das Gender-Sternchen zum Einsatz kommen – etwa bei Dezernent*innenkonferenz.

Das Sternchen* zwischen der maskulinen und femininen Endung soll in der Schriftsprache als Darstellungsmittel aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten dienen. Damit soll es gezielt den Geschlechterdualismus *) aufheben, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt.
[...]
„Sprache ist in Bewegung“, sagt die Sprecherin der Landeshauptstadt. Dies gelte auch für die aktuelle Neuregelung: Ein Einwohner hatte angeregt, das geplante "Wählendenverzeichnis"**) in "Verzeichnis der Wahlberechtigten" umzubenennen – ein Vorschlag, der sofort umgesetzt werden soll.

spiegel.de 22.1.2019

*) Wissenschaftlich gibt es nur Dualismus – und unvollkommen ausgeprägten Dualismus. Alles andere ist Quatsch-Ideologie. Siehe auch hier.

**) Da sieht man, was für beschränkte Geister in der SPD-dominierten Verwaltung das Sagen haben: Sie sind noch nicht einmal von selber darauf gekommen, solche Sprachgreuel durch einen naheliegenden Begriff zu ersetzen.

Gute Glosse bei PI.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
06.01.2019 10.32
Diesen Beitrag ansteuern
Wolllust an der Aue ...

... wie sie nicht im Duden steht:

[BILD:] Er hatte seine Hose schon runtergelassen
Schäferin entdeckt Sex-Ferkel im Schafstall


Hamm – „Angst, Ekel, Wut!“ Das empfindet Hobby-Schäferin Monika Panksy (38) aus Hamm, wenn sie sich vorstellt, was der dunkel gekleidete Einbrecher mit ihrem Schaf Didi gemacht haben könnte. Mit heruntergelassener Hose erwischte Panksy Ende Dezember einen Mann in ihrem Stall!

[Bild] Als Panksy durch diesen Eingang gehen wollte, entdeckte sie den Sex-Ferkel Foto: Stefano Laura

„Von all meinen Schafen ist Didi am zutraulichsten. Das muss er ausgenutzt haben“, sagt die zweifache Mutter zu BILD. Am 29. Dezember wollte sie um 22 Uhr nach der Aue sehen, weil die hochtragend war. Doch: Als Panksy in den Stall geht, entdeckt sie den Mann. Panksy: „Er hatte Didi mit einem Band an die Futterraufe gebunden. Als er mich sah, sagte er nur ‚achje‘ und rannte weg.“ Ob er sich zuvor an dem Tier vergehen konnte, weiß Monika Panksy nicht sicher.

bild.de 4.1.2018
Das allemannische Wort für „Mutterschaf” ist dem Duden unbekannt, „der Ferkel“ eine gendergerechte Sprach-Vergewaltigung, „Wollust“ wurde unerklärt von der „Reform“ verschont – und die „Tierliebe“ ist ein Programmpunkt des Genderismus, der von Rechts genüßlich „instrumentalisiert“ wird.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
27.12.2018 15.07
Diesen Beitrag ansteuern
Die Gleichstellerei und -macherei nimmt groteske Formen an.

Eine Frau, die darauf besteht, in einem Männerchor den Baß wiederzugeben, würde belächelt werden. Der Unterschied von Mädchen- und Knabenstimmen ist geringer, aber auch hörbar. Dennoch hat eine findige Gendergapp-Advokatin den Kampf gegen reine Knabenchöre aufgenommen:

[Bild] Die Regensburger Domspatzen mit Georg Ratzinger. Ein Chor, der seit dem achten Jahrhundert ausschließlich mit Knabenstimmen besetzt ist. (dpa/picture alliance)

Die Berliner Juristin Susann Bräcklein interessiert sich gerade für einige Fälle, bei denen Mädchen z. B. in den Thomanerchor wollten und abgelehnt wurden. Rechtlich ist das schwierig, weil die Jungschöre oft öffentlich geförderte Institutionen sind. Sie sind in Deutschland eine der letzten Institutionen, wo es keine Gleichberechtigung gibt...

Expertise aus vielen Ländern bringt Musikwissenschaftlerin Ann-Christine Mecke ein. Sie ist überzeugt: ein reiner Knabenchor hat seinen eigenen Klang.

Juristin Susann Bräcklein verweist an erster Stelle auf die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung. „Und bei renommierten Knabenchören erfolgt der Ausschluss von Mädchen allein wegen des Geschlechts. Das heißt, es geht noch ein bisschen weiter: Es handelt sich um eine Diskriminierung nach Artikel 3, Absatz 3, wegen des Geschlechts.“

deutschlandfunkkultur.de 18.12.2018
Der Angriff richtet sich nicht nur gegen nur gegen die Musik und die Freiheit der Kunst, sondern auch gegen eine lange Tradition: Korinther 14:34 „Lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde...“

Als im Mittelalter die Zweistimmigkeit erweitert wurde, fügte man als oberste Stimme das Triplum hinzu (engl. heute noch „treble“), das bald nur noch von Knaben gesungen werden konnte. In englischen Männerchören hielt sich die Gewohnheit einiger Knaben, nach dem Stimmbruch im Falsett weiterzusingen. Der berühmte Countertenor Alfred Deller (1912-1979) entstammt dieser Tradition. Ich habe ihn noch 1966 in der Goslarer Kaiserpfalz gehört.

Dennoch unterscheidet sich das Timbre von Knaben- und auch von Mädchenstimmen, wie ich bei der Arbeit mit Stephan Drakulich bemerkte. Als ich dem Bariton Tonio Larisch Kopien einiger altitalienischer Arien vorlegte, meinte er, diese seien für Kastraten geschrieben mit einem Tonumfang, der heute niemandem mehr möglich sei. – Für die Darstellung des Farinelli (https://youtu.be/S6DxdPXBc4M https://youtu.be/WuSiuMuBLhM ) im Film wurden drei Sänger gebraucht.

Bei der heute propagierten operativen und hormonellen Umfunktion der Geschlechter könnte man meinen, alles wäre machbar. Wenn aber aus einer mir vertrauten Person nach Jahren eine fremde, unentwickelte Männerstimme tönt, gerate ich in Zweifel. Knaben- und Mädchenstimmen mögen sich ähnlicher sein, sie sind jedoch auch nicht zur institutionellen Gleichmacherei geeignet.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
18.12.2018 14.38
Diesen Beitrag ansteuern
Prof. Dr. Ulrich Kutschera

Nobelpreis für „Physiologie & Medizin“ an Bundesverfassungsgericht?

Am 14. Dezember 2018 hat Frau Beatrix von Storch im Deutschen Bundestag eine bemerkenswerte Rede zur Gender-Frage gehalten, wobei sie hierbei eine geisteswissenschaftliche „Glanzleistung“ vorstellen konnte. Mit der Neuentdeckung einer bisher den Biologen unbekannt gebliebenen Intersex-Definition zum vermeintlichen „diversen (3.) Geschlecht“ sollte man den Juristen des Bundesverfassungsgerichts einen naturwissenschaftlichen Nobelpreis zuerkennen.

Veröffentlicht: 18.12.2018, 13:15 | von Prof. Dr. Ulrich Kutschera

[...] Wie Frau von Storch in ihrer Rede (https://www.youtube.com/watch?v=KOknoeLSRfg) korrekt ausführt, setzt sich im politisch-gesellschaftlichen Raum immer mehr die „Irrationalität gegenüber der Vernunft“ durch, eine bedenkliche Entwicklung, die u. a. auf die sozialkonstruktivistische Gender-Ideologie zurückführbar ist (1). Unter den derzeit bundesweit ca. 83 Millionen Einwohnern soll es etwa 160.000 intersexuelle Menschen geben, das sind 0,2 % aller hier lebenden Personen. Wie Frau von Storch berichtet, haben die Juristen des BVerfG die Intersexualität („divers“ genannt) neu definiert. Intersexuelle sind demnach neuerdings jene Personen, deren Geschlechtsentwicklung gegenüber den männlich/weiblichen Versionen „Varianten“ aufweisen, die sich selbst nicht dauerhaft den beiden Geschlechtern zuordnen lassen. Aus dieser Begriffsbestimmung kann man entnehmen, dass bei der vorgeburtlichen Herausbildung der Zweigeschlechtlichkeit das „Selbst“ des Menschen einwirkt – eine erstaunliche Hypothese!

Fakten, Fakten, Fakten …

Da ich seit ca. 40 Jahren das Geschlechtsleben (Sexualverhalten) hermaphroditischer Anneliden erforsche, und in dieser „Kopulations- und Befruchtungskunde“ zwittriger Ringelwürmer international ausgewiesen bin (2), erlaube ich mir den nachfolgenden fachlichen Kommentar. Vor 150 Jahren (1868) hat der deutsche Pflanzenphysiologe Julius Sachs (1832–1897) die Sexualität als „Zellenvereinigung“ bzw. „Gameten-Kopulation“ definiert, wobei es exakt zwei Geschlechter gibt: Spermien-Produzenten (Männchen) und Eizellen-Lieferantinnen mit der Funktion, Nachwuchs zur Welt zu bringen (Weibchen). Diese Zweigeschlechtlichkeit ist im Prä-Kambrium (vor mindestens 550 Millionen Jahren) in den Urozeanen entstanden und hat sich seither als evolutionär stabile Strategie der bisexuellen Reproduktion im Tier- und Pflanzenreich bewährt (3). Ein „drittes Geschlecht“ wurde im Verlauf der letzten 150 Jahre von keinem Biologen entdeckt – es existiert nur in der Phantasie gewisser, mit der Gender-Ideologie vernebelter Sozialkonstruktivisten. [...]

Nobelpreis-würdige Juristen-Entdeckung

Sollten sich die Annahmen der BVerfG-Rechtsgelehrten von einer subjektiven (sich selbst zuordenbaren) „Variante“ der menschlichen Geschlechtsentwicklung als korrekt erweisen, würde das einen Paradigmenwechsel in der molekularen Entwicklungsbiologie herbeiführen. Dies könnte durchaus mit einem Nobelpreis für „Physiologie & Medizin“ belohnt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses neue, revolutionäre Konzept der Biowissenschaften experimentell verifiziert werden kann, ist allerdings äußerst gering.

Nebenbei bemerkt: „divers“ sind die Ursachen der Intersexualität (z. B. Chromosomen-Anomalien usw.); eine juristische Kategorie „inter“ (neben m/w), die nichts mit einem fiktiven „dritten Geschlecht“ zu tun hat, wäre allerdings zur Selbst-Definition dieser Personen sinnvoll.

Literatur
1. Kutschera, U. (2018) Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen. 2. Auflage. LIT-Verlag, Berlin.
(http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-13297-0)

2. MercatorNet: An evolutionary biologist dissects gender theory (12.09.2018)
(https://www.mercatornet.com/conjugality/view/an-evolutionary-biologist-dissects-gender-theory/21707)

3. Kutschera, U. (2019) Physiologie der Pflanzen. Sensible Gewächse in Aktion. LIT-Verlag, Berlin. (http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-14226-9)

freiewelt.net 18.12.2018

Das wird den Humanistischen Pressedienst nicht freuen, der Prof. Kutschera aus Gendergläubigkeit zensiert und ausgegrenzt hat. Noch schlimmer ist die Zustimmung zur Darstellung der AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch, wo doch der Chefatheist der übergeordneten Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, die AfD zur Speerspitze des christlichen Fundamentalismus erklärt hat – obwohl sich dort auch etliche nichtlinke Atheisten, Agnostiker und sonstige Ungläubige vertreten fühlen.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
15.11.2018 12.14
Diesen Beitrag ansteuern
Genderneutrale Wortwahl?

Gestern abend:

Andrea Nahles kommt nicht voran – sie steht noch im Stau. „A7, kennen wir ja alle“, entschuldigt der Mann auf der Bühne. Lautes Gelächter unter den Genossen. [spiegel.de]

Fernbus rast in Stauende [t-online]

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
31.10.2018 16.27
Diesen Beitrag ansteuern
PAZ zu Genderstern* & Co.

Der nächste Angriff auf die deutsche Sprache

Zerstörerische Ideologen vollenden ihr Werk: Dem Desaster der Rechtschreibreform soll nun der »Gender«-Wahn folgen


Wenn es nach Justizministerin Katarina Barley (SPD) geht, sollen die Deutschen demnächst das „Gendersternchen“ benutzen müssen. So droht der deutschen Sprache ihre weitere Zerrüttung.

Keinem Element des demokratischen Diskurses kommt eine so große Bedeutung zu wie der Sprache und der Schriftsprache. Durch sie findet jeglicher Gedankenaustausch statt. Leider machen sich viele sonst durchaus aufgeklärt-kritische Zeitgenossen hinsichtlich der Verwendung dieses wichtigsten Instruments der Kommunikation nicht viele Gedanken. In ihrem Schreibgebrauch sind sie vielmehr auch nur Spiegelbild und Ausdruck der Misere.

Auch durchaus sprachsensible Kritiker verwenden durchweg nur die eine oder andere Variation der ab 1996 „reformierten“ Schreibungen. (So auch die Preußische Allgemeine Zeitung, die [leider] 2009 im Zuge der allgemeinen Umstellung die „neue Rechtschreibung“ übernommen hat.) Meist aber wird eine der in einem heillosen Durcheinander entstandenen diversen Mischformen verwendet. Es gibt somit keine Alternative mehr in unserer fehlgesteuerten Republik.

Einheitlich getrimmte Politiker erweisen sich indessen als willens, die Schädigung der Sprachkultur einen weiteren Schritt voranzutreiben. Im Sinne der Ideologie des Gender-Mainstreaming unternehmen sie zurzeit erste Schritte, um uns abwegige Schreibungen wie beispielsweise Bauarbeiter*innen oder Atomphysiker*innen aufzuzwingen. Vorreiterin ist unter anderem Justizministerin Katarina Barley (SPD). Im Berliner „Tagesspiegel“ forderte sie am 19. Mai von den Deutschen, fortan das „Gendersternchen“ zu verwenden.

Mit der leserfeindlichen, sogenannten „Heyseschen s-Schreibung“ (Messergebnis anstatt Meßergebnis) wurde 1996 ein erster Gesslerhut zur Durchsetzung dieser Reform aufgestellt. Anhand der seinerzeit eingeführten Unterscheidung zwischen Doppel-s- und ß-Schreibung lässt sich die Unterwerfung eines Textverfassers unter das Reformdiktat von 1996 leicht nachweisen beziehungsweise kontrollieren. Durch die Einführung einer „geschlechtergerechten“ Schreibung („Gendersternchen“) soll nun ein neuer Gesslerhut geschaffen und die Willfährigkeit der Bürger gegenüber einer von allen guten Geistern verlassenen Nomenklatura einen weiteren Schritt vorangetrieben werden.

Die derzeitigen Umtriebe zur Einführung des „Gendersternchens“ wären wohl nicht möglich gewesen, wenn die Orthographie der Sprachgemeinschaft nicht zuvor in die Verfügungsgewalt des Staates überführt worden wäre [durch das parteilich verfaßte Verfassungsgericht]. [...]

Ähnlich wie bei der im Jahr 1996 erfolgten staatlichen Usurpation der Schreibung leiten sich auch die derzeitigen Gender-Bestrebungen nicht von einem freiheitlichen und demokratisch geerdeten Kulturbewusstsein ab, sondern aus einer ideologisch begründeten Verachtung des Demokratiegedankens und einer gewachsenen Hochkultur. Mangelhaftes Verständnis von Sprache sowie Voreingenommenheit sind Kennzeichen solcher Reformbestrebungen. Die „reformierten“ Schreibungen von 1996 sind großenteils nicht nur leserfeindlich, sondern vielfach auch sprachlich falsch, beispielsweise „heute Abend“: grammatisch falsch; er „schi-ckte“: phonetisch falsch; „Zierrat“: etymologisch falsch.

Nicht unähnlich der im Dritten Reich vor allem durch Reichskultusminister Bernhard Rust betriebenen, aber nicht mehr eingeführten „Rechtschreibreform“ erscheinen auch die heutigen Bestrebungen wie der Ausdruck eines totalitären Weltbildes. [...]

Die derzeit betriebene Einführung des „Gendersternchens“ dürfte vor allem über Schulen und Universitäten weiter vorangetrieben werden. Schon 1996 sprach man ungeniert von „Instrumentalisierung“ und „Geiselnahme“ der Jugend. Solches wird sich wiederholen, wenn es der Sprachgemeinschaft nicht gelingt beziehungsweise wenn sie nicht den Willen dazu aufbringt, der zerstörerisch-närrischen Usurpation der Sprache, hinter der ein Heer von Ideologen steht, ein Ende zu setzen.

Immerhin offenbaren die „Sprachreformen“ von 1996 und heute zumindest auch einen positiven Effekt. Sie vermitteln Erkenntnisgewinn darüber, welche Folgen und Ausmaße Dilettantismus und Ideologie haben können, wenn sie sich verbünden und an die Hebel der Macht gelangen. Nur bemerken dies heute vermutlich leider noch weniger Zeitgenossen als 1996.

Nach Joachim Fest hat auch Johannes Groß darauf hingewiesen, dass die Sprache die moralischen Standards einer Gesellschaft widerspiegelt. Das betrifft auch die wissenschaftlichen Standards. Vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten hatte die Orthographie insgesamt in ihrer semantischen Leserfreundlichkeit noch die Präzision eines Hochleistungsinstruments. Heute, mit ungezählten Ungereimtheiten, Ausnahmen, Falschschreibungen und über 1000 Varianten, ähnelt sie eher einem behelfsmäßig und grob zurechtgeschlagenen Faustkeil. Die Form verweist auf den Inhalt. Die Entwicklung der staatlich regulierten beziehungsweise deregulierten Orthographie und der Niedergang der Schreibkompetenz verlaufen synchron zum Niedergang auf vielen anderen kulturellen Gebieten.

Man muss aber weiterhin darauf hoffen, dass die reformerischen Kräfte [ohne Marcel Reich-Ranickis „Trottel und Missetäter“] sich auch das zentrale Kulturgut einer einheitlichen und leserfreundlichen Rechtschreibung als wichtiges Anliegen auf die Fahnen schreiben . Klarheit, Leserfreundlichkeit, Wissenschaftlichkeit und gleichzeitig Nähe zum Volk, wo es sich von seiner besten Seite zeigt, darum geht es – eine Signalwirkung wird hoffentlich von einer energisch betriebenen Heilung der Rechtschreibwunde ausgehen.

Otto Hiller von Gaertringen

preussische-allgemeine.de 24.10.2018 (fett u. Anmerkungen redaktionell)

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
20.10.2018 06.52
Diesen Beitrag ansteuern
Sokals Masche – bald totgeritten, aber immer noch erfolgreich

Sozialwissenschaftler mit Hundesex und «Mein Kampf» veräppelt
Drei Akademiker haben bei Fachzeitschriften absurde Fake-Studien eingereicht – und sie wurden publiziert.


Hundeparks seien ein «überraschend repressiver und gewalttätiger Raum». Um das herauszufinden hat die Sozialwissenschaftlerin Helen Wilson knapp eintausend Stunden in drei Pärken in Portland, Oregon, verbracht und die Vierbeiner ¹) bei Tausenden Paarungsversuchen beobachtet...

Insgesamt 20 absurde Studien erfunden

Was damals noch niemand wusste: Helen Wilson existiert gar nicht. Niemand sass stundenlang in Parks und schaute Tausenden Hunden bei ihren Paarungsversuchen zu. Die ganze Arbeit war Teil einer Verschwörung dreier Akademiker, die während knapp eines Jahres verdeckt 20 gefälschte und absichtlich absurde Studien geschrieben haben.

Hinter dem Projekt stecken Helen Pluckrose, eine selbst_ernannte «Exilantin aus den Humanities», die mittelalterliche religiöse Schriften über Frauen studiert; James A. Lindsay, ein Autor und Mathematiker; und Peter Boghossian, ein Assistenzprofessor für Philosophie an der Portland State University.
bazonline.ch 5.10.2018

Sokal’s Hoax“ war der Vorreiter in der Entlarvung neuer Scharlataneriegläubigkeit. Große Teile der Gender„wissenschaft“ sind wohl davon infiziert, ebenso die Rechtschreib„reform“ („behände“ Schlangen).

„Hoax“ engl., Schabernack, Ulk, wohl von „Hokuspokus“

¹) „Vierbeiner“ – literarische Wortwiederholungsvermeidungsobsession: kein Mensch benutzt im normalen Sprechen dieses Wort für „Hund“.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
16.08.2018 11.54
Diesen Beitrag ansteuern
Wir sind nicht pervers, sondern nur divers!

Gesetzentwurf verabschiedet
Kabinett billigt drittes Geschlecht im Geburtenregister


„Divers“ soll die neue dritte Geschlechtsoption heißen: Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett verabschiedet. Es bleibt ansonsten bei der bereits bekannten Minimallösung.

... Ursprünglich hatte das Bundesinnenministerium „Anderes“ als Name für die dritte Geschlechtsoption vorgesehen, was nicht nur von Interessensverbänden, sondern auch den SPD-Ministerinnen Giffey und Katarina Barely (Justiz) als diskriminierend zurückgewiesen wurde. Erst wurde die Bezeichnung in einem Referentenentwurf zu „Weiteres“ abgeändert, jetzt also zu „Divers“.

tagesspiegel.de 15.8.2018

Früher hieß es amtlich „Herr/Frau/Fräulein“ , dann nur „Herr/Frau“.
Soll nun „Herr/Frau/Divers“ nichtdiskriminierend sein?
Früher gebrauchte man gerne die Anrede „Verehrtes Fräulein!“
Wird „Verehrtes Diverses“ genauso beliebt werden?

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Alle Zeiten sind MEZ    Dieser Faden ist 20 Seiten lang:    1  2   3  4  5 · 10 · 17  18  19  20  Neuen Faden beginnen     antworten
Gehe zum Forum:
< voriges Leitthema  

Benutzungs-Regeln:
Wer kann im Forum lesen? Jeder Gast / jeder angemeldete Nutzer.
Wer kann ein neues Leitthema oder eine Antwort eintragen? Jeder angemeldete, eingewählte Nutzer.
Einträge können von ihrem Verfasser geändert oder auch gelöscht werden.
HTML-Kennungen beim Eintragen erlaubt? AN. Schnuten erlaubt? AN. vB-Kennungen erlaubt? AN. Bilder-Einbindung mit [IMG] erlaubt? AN.

Maßnahmen der Verwaltung:
Leitthema öffnen / schließen
Leitthema umziehen lassen
Leitthema löschen
Leitthema ändern

Herausgeber · Schreiben Sie uns · Forum

Technik von: vBulletin, Version 1.1.4 ©Jelsoft Enterprises Ltd. 2000. Rechtschreibung.com – Nachrichten zur Rechtschreibfrage