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Schwarzer Humor, Satire
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Sigmar Salzburg
01.04.2021 17.34
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Aprilscherze

Wie harmlos waren doch früher die Aprilscherze! Ich erinnere mich noch an einen vor etwa 70 Jahren in den „Lübecker Nachrichten“: Man habe in der Wüste Gobi Dinosauriereier entdeckt und versuche nun, sie „klinisch“ auszubrüten. Kürzlich wurde tatsächlich in Südchina ein versteinertes Gelege, sogar mit brütendem Oviraptor („Eierdieb“!), gefunden.

Heute ist man grobschlächtiger und findet es lustiger, dem Kardinal Woelki ein buntes Osterei ins Nest zu legen:

Wegen massiven Glaubwürdigkeitsverlusts:
Woelki tritt zurück


„Auch ich habe Schuld auf mich geladen...“, wird Woelki in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Erzbistums Köln zitiert.

Wer Nachfolger des ranghohen katholischen Geistlichen werden soll, ist noch völlig offen. Es bahnt sich jedoch eine Revolution an: "Über die Nachfolge habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Es sollte auf jeden Fall eine jüngere Person sein. Und für einen echten Neuanfang sollten wir dabei alle Geschlechter in Betracht ziehen“, so der Kardinal weiter.

hpd.de 1.4.2021
Spätestens bei den vielen Geschlechtern schwant einem, daß da etwas nicht stimmt – 550 Millionen Jahre nach der evolutionären Erfindung der Zweigeschlechtlichkeit. Der Einfall kann nur von gläubigen Atheisten stammen!

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Sigmar Salzburg
23.03.2021 06.25
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Ramelow nach 2 Jahren „Candy Crush“

Vorher:

Bodo Ramelow‏ @bodoramelow 7. Januar 2019

#Nazis raus #Nazis raus
#Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus
#Nazis
raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus
#Nazis
raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus #Nazis raus

Twitter 7. Januar 2019

Nachher:
Neueste Denkleistung des Amtserschleichers von Merkels Gnaden:

Bodo Ramelow@bodoramelow

ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ

12:31 vorm. · 23. März 2021 [?]

... schräger, wie der Hase loff: „Ä“!

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Sigmar Salzburg
21.03.2021 08.20
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Max Erdinger berichtet auf Youwatch

Der Grüne Anton Hofreiter ist mit 51 Jahren Vater geworden.

Ein unbekannter Spaßexperte formulierte die Meldung von Hofreiters Vaterschaft in korrekt spaßbefreites Gründeutsch um und postete die Neuformulierung bei Facebook. Die liest sich dann so:

Grünen Fraktionschef/in Anton Hofreiter ist ein Elter 2 geworden.

„Der gebärende Mensch, auch Elter 1 genannt, und das Kind sind wohlauf. Sein/e Partner*in und gebärende Menschin mit Menstruationshintergrund und er freuen sich sehr über ihr Kind mit maskulinen Geschlechtsmerkmalen“, sagte ein/e Fraktionssprecher*in mit maskulinenen Geschlechtsmerkmalen am Montag in Berlin. (…)

Der/die Sprecher*in kündigte eine kurze Auszeit der politikschaffenden Person an.
journalistenwatch.com 20.3.2021

Originalquelle
https://m.facebook.com/der.wahnsinn.im.alltag/
19.März um 15:15

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Sigmar Salzburg
06.01.2021 06.43
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Menschenversuche

Menschenversuche“ nannten böse Menschen die unerprobte Einführung der Rechtschreibreform an Schulen und Ämtern 1998. Dabei hatten Wissenschaftler längst nachgewiesen, daß die damalige Fehler-Pandemie durch Impfen mit geringen Dosen neuartiger „ss“ zu 90 Prozent behoben werden kann. Diejenigen, die es wagten, den Schülern diese sagenhafte Stärkung der Immunabwehr vorzuenthalten, traf zu Recht der Ruf böswilliger Kinderschänder. Auch die eher unfreiwillige Zwangsimpfung der übrigen Bevölkerung durch die Presse richtete keine größeren Schäden an. Der Untergang des Abendlandes fiel aus. Dennoch gibt es Reformleugner bis heute.

Jetzt macht das Wort „Menschenversuche“ in der Corona-Krise erneut die Runde. Wieder gibt es einen Impfstoff, der zu 90 Prozent wirksam sein soll. Nicht hundert Jahre, sondern nur wenige Monate dauerte seine Entwicklung. Er mobilisiert die Antikörper des Immunsystems. Erste Hundertjährige werden geimpft und widerlegen die Theorien der Corona-Leugner.

https://youtu.be/qMDe3xJ6-HM
Prof. Bhakdi: „Menschenversuch“ ab 1:08:30

Das Wort „Menschenversuche“ denunziert auch die Maßnahmen der Regierung zur Behebung der Not von Volk und Reichen. Der Fachkräftemangel in Deutschland wird durch kräftige Dosen an Ein-und Unterwanderung ausgeglichen. Die begleitende Bildung rechter Antikörper kann nun mühelos nach den bekannten Hygieneregeln verhindert werden. Nur Rassisten leugnen weiterhin, daß hier maasvoll Krebsgeschwüre entfernt werden – vom nicht vorhandenen „Volkskörper“.

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Sigmar Salzburg
24.10.2020 16.32
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Semper aliquid haeret

Hans-Georg Maaßen hat retweetet

Andreas Hallaschka@Hallaschka_HH · 22. Okt.

Problem mit #Polizeiproblem-Problematisierern: Angeblich rechtsextreme Chatgruppe der #Polizei in #NRW machte sich in Wahrheit mit einer Parodie über Hitler lustig. Polizistin vom Gericht im Eilverfahren freigesprochen. Landesamt zu doof, um eine Parodie zu erkennen?

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Sigmar Salzburg
07.10.2020 14.27
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Sprache entwickelt sich eben

Liebe „Lesende“
1968 schrieb der „Spiegel“ über die studentischen Gesellschaftsrevoluzzer:

Neuerdings aber gibt es Deutsche, die haben etwas gegen Professoren. Es sind diejenigen, die den Meistern stets zu Füßen saßen: die Studenten. Sie bringen ihren Lehrern nicht mehr, wie in alten Zeiten, Ehrfurcht entgegen. Sie bedenken die Professoren mit Schimpf und Schande, nennen sie „autoritäre Scheißer“ und „Fachidioten“, die „unter den Talaren Muff von tausend Jahren“ tragen.
spiegel.de 19.02.1968
Nach dem langen Marsch der Umfunktionierer und Gleichsteller*innen durch die Institutionen waren Doppelnennung der Geschlechter und Partizipientrick im korrekt „gegenderten“ Text schon vor Jahren Pflicht. Da aber die Sprache ökonomischen Prinzipien folgt, hat „sich“ inzwischen aus den schriftlichen Kürzeln ein neues Genus herausgebildet, das Diversum. Er ersetzt die Doppel- oder Mehrfachnennung und wird durch einen *Stern im feminisierten Wort gekennzeichnet – der hier als schluckaufartiger Glottisschlag zu sprechen ist:
Neuerdings aber gibt es kürzer oder länger hier Lebende, die haben etwas gegen Professor*innen. Es sind diejenigen, die den Meister*innen stets zu Füßen saßen: die Studierenden. Sie bringen ihren Lehrenden nicht mehr, wie in alten Zeiten, Ehrfurcht entgegen. Sie bedenken die Professor*innen mit Hatespeech, nennen sie "autoritäre Scheißende" und "Fachidiot*innen", die „unter den Talaren Muff von tausend Jahren“ tragen.
Glückliche Engländer: ihr „teacher“ (v. ae. „*taikjan“ zeigen, lehren) ist geschlechtsneutral und bietet den gendernden Sprachstümmler*innen kaum Angriffspunkte.
Bearb. 8.10.20

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Sigmar Salzburg
16.09.2020 08.22
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Gestern gehört:

„Bill Gates sagt, daß im Frühjahr 2021 ein Impfstoff gegen Corona bereitstehen könnte.“

„Ach was, für die nötigen Tests braucht es mindestens fünf Jahre!“

„Putin hat schon einen Impfstoff. Seine Tochter wurde bereits geimpft.“

„Unsinn! Er hat den Stoff an Nawalny ausprobieren lassen – noch zu viele Nebenwirkungen!“

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Sigmar Salzburg
16.08.2020 09.14
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Neuer Name

Knorr reagiert auf Rassismusdebatte und benennt Zigeunersauce um

Knorr benennt die Zigeunersauce um. Unilever, der Mutterkonzern der Marke, will vor dem Hintergrund der neu entflammten Rassismusdebatte verhindern, dass die Knorr Sauce einen negativen Beigeschmack behält...

Der Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma begrüßte die Entscheidung. „Es ist gut, dass Knorr hier auf die Beschwerden offenbar vieler Menschen reagiert“, sagte der Vorsitzende Romani Rose dem Blatt.

focus.de 16.8.2020 – [Zur Erinnerung: Viele Zigeuner nennen sich auch so!]

Gebrauchshäufigkeit nach DWDS: Zigeuner



Künftig zu erwarten: Die Schnapsbrenner Schwarze & Schlichte (vormals C.W. Baland & Langebartels) kündigen eine Umbenennung ihrer Schnapsmarke „Ratzeputz“ an... Der Zentralrat der Raumpflegerinnen begrüßt diese Maßnahme, da „Putze“ eine diskriminierende Bezeichnung für Raumpflegerin sei.

[Nach DWDS] Vor Jahren gab es schon einmal eine Welle neuer Sprachschöpfungen ... Aus der Putzfrau wurde die Raumpflegerin, sozusagen als Kollegin der Alten oder Krankenpflegerin. Nur daß die statt Menschen eben Räume pflegt. [Bild am Sonntag, 22.06.1997]

Gebrauchshäufigkeit nach DWDS: Putzfrau:




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Sigmar Salzburg
27.03.2020 10.14
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Wo nimmt der Klonovsky bloß die Zeit her, ...

... um solchen skurrilen Kleinkram zusammenzusuchen:



Hat die AfD ab 27. Februar morgens zurückgehustet?

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Sigmar Salzburg
05.03.2020 16.29
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AAO --- Alters-Arsch-Ochlokratie


SPD-Chefin Saskia Esken dreht dem AfD-Abgeordneten Roland Hartwig
demonstrativ den Rücken zu, als dieser in der Debatte im Bundestag zu Hanau spricht.
© Annegret Hilse/​Reuters


zeit.de 5.3.2020

Die schrumpfende SPD kämpft mit allen Körperteilen!
Hat Dr. Roland Hartwig den Rufmord an der AfD übertrieben?:


https://youtu.be/_nVdSqvT6Yw

Nein, beim hl. Muehl, ich habe kein „L“ vergessen! Es würde ohnehin wegmoderiert.
linksunten.indymedia macht „ohne unten“ übrigens weiter, wenn auch gebremst.

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Sigmar Salzburg
25.02.2020 08.51
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„Opfer der Bildungskatastrophe“...

... nannte Björn Höcke die verboten lauten Gegendemonstranten bei seiner Rede zur 200sten Pegida-Demonstration – aus der die BZ-Journaille den Aufruf zum (undemokratischen?) „Umsturz“ herausgehört haben wollte.

Aus einer anderen eher grünlichen Freitagsgebetsriege stammt dieses Rechtschreib-Opfer:


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Sigmar Salzburg
13.02.2020 04.26
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Groß oder klein – das war hier die Frage!

Spektakuläre Thüringen-Enthüllung:
Ramelow packt über „Klo-Deal“ aus


... Seine nächste Amtszeit wollte der 63-Jährige offenbar mit einem Klo-Deal sichern, schreibt Bild.de. Anscheinend soll es eine Absprache mit dem Thüringer CDU-Chef Mike Mohring gegeben haben, wonach zum entscheidenden Zeitpunkt bei der Wahl „4 Abgeordnete zur Toilette gehen... so war‘s durchdiskutiert.“ ...



Ramelow verteidigt dieses geplante – aber offenbar fehlgeschlagene Manöver in seinem Facebook-Kommentar. „Außerdem habe ich den Toilettengang zu Althaus Regierungszeit praktiziert, als die CDU eine Stimme Mehrheit hatte“, plauderte er weiter aus dem Nähkästchen. Man nenne so etwas Pairing und dies sei nichts ungewöhnliches...

merkur.de 12.2.2020

Während die vier Auserwählten noch überlegten, ob sie „nichts Ungewöhnliches“ nun groß oder klein mußten, wurden sie schon an die Urne gerufen. Mike Mohring muß da nicht mit drinhängen.

PS: War vielleicht „peeing“ gemeint?
PS2: s.a. JF 13.2.20 – fast reformfrei „im Nachhinein“.

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Sigmar Salzburg
08.02.2020 09.17
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Objektive Weltsicht bei den linken „Humanisten“

Für religionskritischen Spott bin ich immer zu haben, wenn es darum geht, die Absurdität religiöser Vorstellungen und Bräuche darzustellen. In der Reihe „Spott sei Dank“ des „Humanistischen Pressedienstes“ ist die Karikaturistin Nadia Menze jetzt aber in die derzeitig gängige Primitivpropaganda gegen die Wahl des thüringischen FDP-Ministerpräsidenten abgeglitten:



Eine Strickleiter aus Knochen an einer Mauer, obenauf ein Politiker an einem Rednerpult: „Ist doch egal, welche Leiter ich benutzt habe, um hier hochzukommen – Hauptsache, ich habe sie nicht selbst hingestellt.“ Unterzeile: „Politik der AFDP“.

Die Karikatur trifft doch viel eher auf den „protestantischen“ Bodo Ramelow zu, der die Mauermörderpartei SED/PDS/LINKE benutzt hat, um in sein Amt zu kommen. Die AfD ist die einzige Partei, die keinen Original-Nazi in ihren Reihen hat oder hatte.

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Sigmar Salzburg
31.12.2019 12.49
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Kleiner Silvesterscherz zur Zeitenwende

Vor über sechzig Jahren saß ich an meinem Fenster mit Blick auf die Weite der Ostsee und sinnierte über Zeit und Raum. Blitzartig erkannte ich den Widersinn von Zeitreisen und notierte den Einfall. Ein Jahr später wurde er in der Schülerzeitschrift veröffentlicht. Kleine Korrekturen, die nicht mehr in den Druck kamen, habe ich nachgetragen:

Der seltsame Tod des Professors Gerd Grabowitz

Professor Gerd Grabowitz, einer der hervorragendsten Fachleute auf dem Gebiet der Vorgeschichte und insbesondere der Höhlenforschung, reinigte seine Gebißplatte und schob sie in den Gaumen, wo die verbliebenen Eckzähne sie hielten. Seit langem war dies sein schönster Morgen. Tagelang hatte er keine Nahrung mehr zu sich genommen und fieberhaft an der Vollendung einer Apparatur gearbeitet, die, nach den neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaft erdacht, mit Hilfe eines sinnreichen Mechanismus etwas bisher für unmöglich gehaltenes bewerkstelligen sollte: die Zeit überwinden und den Forscher aus seiner Gegenwart in vergangene Zeiten versetzen.

Hatte man die Kultur der Eiszeitmenschen bisher nur aus Grabungen und Höhlenfunden gekannt, so wollte Professor Grabowitz nun selbst eine Reise in diese Zeit unternehmen und in leibhaftiger Gestalt Leben und Sitten jener Menschen studieren. Der Wunschtraum aller Geschichtsforscher sollte ihm nun Wirklichkeit werden. Nicht einmal die nächsten Freunde des Gelehrten wußten um seine wahrhaft weltumwälzenden Pläne, und eine Berichterstattung in der Presse hatte er sorglich gemieden.

Ein letztes Mal vor dem großen Ereignis schritt Professor Gerd Grabowitz in andächtiger Sammlung den Weg zur neuentdeckten Höhle am Monte Clamotta, um seine täglichen Grabungen fortzusetzen. Die hohe Felsenhalle in ihrem feierlichen Schweigen war so recht seiner inneren Stille angemessen, denn trotz seiner überragenden Leistungen war er von einer frommen Bescheidenheit. Noch einmal setzte er den Grabspatel an in einer Erde, deren Zeit er bald betreten würde.

Nach kurzer Zeit stieß er nun in die fünfte Schicht vor, die bisher außer geringen Holzkohleresten noch keine Funde erbracht hatte. Doch diesmal schien das Glück ihm hold zu sein, denn kurz darauf brachte er den Oberschenkelknochen eines menschlichen Skeletts ans Tageslicht. Umsichtig und behutsam grub er weiter, bis schließlich sämtliche Teile des Knochengerüstes beisammen lagen. Sie waren von den Menschen jener Epoche sorgsam aufgestapelt worden und – bei näherer Betrachtung konnte man die Nagespuren eines kräftigen Gebisses erkennen. Das geschulte Auge des Gelehrten erkannte sofort, daß es sich hier um das Skelett einer moderneren Rasse handeln mußte, deren erstes Auftreten man bisher in spätere Zeiten verlegt hatte.

Schon wollte er seine Arbeit fortsetzen, als ihm ein kleiner, unansehnlicher Gegenstand auffiel, der aus dem soeben freigelegten Boden hervorragte. Zum großen Erstaunen des Professors erwies er sich als ein silberner Manschettenknopf, den die Jahrtausende mit einer dunklen Patina überzogen hatten. Ratlos ließ Professor Grabowitz seinen Blick über die Gebeine schweifen – und in derselben Sekunde erstarrte er wie gebannt im Anblick des bleichen Schädels: Dieser trug eine Zahnprothese, deren Eckzähne fehlten ... Professor Grabowitz legte den Spaten aus der Hand und nahm die Brille ab.

Mitarbeiter wollen noch gesehen haben, wie der Professor in höchster Erregung in wehendem Mantel den Bergpfad hinuntergeeilt kam und, nicht ansprechbar, sich sogleich in seinem Institutsraum einschloß. Als auch am nächsten Tag kein Lebenszeichen nach außen drang, wurde die Tür aufgebrochen. Man fand keine Spur mehr von ihm und seinem seltsamen Apparat. Manche begannen zu zweifeln, ob es ihn überhaupt gegeben habe.

Geschrieben: Frühjahr 1958, veröffentlicht in „die steinpost“ 20. März 1959.

Guten Rutsch und ein gutes Neues Jahr!

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Sigmar Salzburg
16.11.2019 11.06
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Nathan oder Naci ?

Wie verdient man seinen Lebensunterhalt als studierter Glaubenswissenschaftler, der über Hirnforschung & Religion promoviert hat und als Evangelist mit einer Muslima verheiratet ist? Man schreibt Bücher und betreibt „Blogs“ mit wissenschaftlichem Anstrich, in denen „Gott“ meist nur im Untergrund lauert.

Man wird schließlich Toleranz- und Antisemitismusbeauftragter in Baden-Württemberg und fordert öffentlichkeitswirksam, daß die Buchstabiertafel für deutsche Telefonierer endlich end-entnazifiziert werden soll, um anstelle von „Nordpol“ wieder dem Namen „Nathan“ Platz zu machen:

Also: Ich verwende wieder N wie Nathan und möchte diesen auch in der DIN 5009 wiederhaben!
scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens 17.8.2019
Die olle Kamelle war schon vor fast sieben Jahren im neugeschaffenen Zwangsgebührenfunk aufgerührt worden. Aber erst dieser Notschrei des Glaubens- und Gotteswissenschaftlers führte zum Erfolg:
Das Deutsche Institut für Normung (DIN) will früher als bisher geplant eine entsprechende Änderung der offiziellen Buchstabiertafel überprüfen... „Der für die DIN-Norm 5009 ‚Diktierregeln‘ zuständige Ausschuss wird die Überarbeitung der Norm auf das nächste Jahr vorziehen und die Hinweise von Dr. Blume in die Diskussion zur Überarbeitung der Norm einfließen lassen.“
welt.de 6.11.2019
Wir haben ja keine wichtigeren Probleme. In Anbetracht der Bevölkerungsentwicklung sollte man aber besser schon einen türkischen Männernamen nehmen. Wie wäre es mit „Naci“ („der das Paradies verdient“)?

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