Notice: Undefined variable: goto in /home/www/rechtschreibung.com/html/Forum/showthread.php on line 3 Notice: Undefined variable: goto in /home/www/rechtschreibung.com/html/Forum/showthread.php on line 3 Forum - Gästebuch
Willkommen und Rechtschreibforum
Suche in Gästebüchern
Das neue Gästebuch
Dieser Faden ist 199 Seiten lang:    1  2  3 · 10 · 20 · 30 · 40 · 50 · 60 · 70 · 80 · 90 · 100 · 110 · 120 · 130 · 140 · 150 · 160 · 170 · 180 · 190 · 196  197  198  199  antworten       Gasteintrag
Walter Lachenmann
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
I think I read not right!

Aber Herr Ickler! Wenn Sie so weitermachen, droht Ihnen eine heftige Umarmung meinerseits.
Ja, genau das wär’s! Ein »brauchbarer« – was auch immer man darunter verstehen mag (er sollte klare Auskunft geben, in welchen Fällen man die Schreibweisen unterscheiden muß und weshalb und wann es egal ist – Ratgeber für ALLE, vom Hauptschüler bis zum Akademiepräsidenten.
Und zwar nur in    einer Ausführung – nicht wie Herr Wrase meinte in einer Grund- und einer Light-Ausführung.
Fragt sich nur, wie man einen solchen Ratgeber am besten macht, damit er seinen Zweck erfüllt. Er darf seinen Benutzer nicht im Zweifel lassen oder verunsichern, sonst kauft er das Konkurrenzprodukt.
Davon rede ich ja die ganze Zeit.
Man könnte zum Beispiel im Sinne einer schönen Sprache den Rat geben, bestimmte Formen, die sprachlich weder mißverständlich noch falsch sind, zu vermeiden, weil sie unschön sind und sich auf die Entwicklung der Sprache negativ auswirken. Dazu gehören Begriffe und Ausdrucksweisen des Beamtendeutschs, des Wichtigtuerdeutschs, des Werbedeutschs, des von einem dem andern nachgeplapperten Fernsehkommentatorendeutschs, des Dummdödeldeutschs (Warmduscher und so).   
Ist das so absurd, daß man darüber am Schreibtisch in Erlangen nur nachsichtig lächelnd den Kopf schütteln kann?

Ich werde wieder richtig wach – da ist ja noch was drin! Ich wollte schon aufgeben.



Walter Lachenmann
Krottenthal 9 – 83666 Waakirchen

Mit Klick die Kennkarte von Walter Lachenmann ansehen    An Walter Lachenmann schreiben   Visit Walter Lachenmann's homepage!   Suche weitere Einträge von Walter Lachenmann        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Theodor Ickler
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
Rückbildung

Zu Herrn Fleischhauer:
Der Begriff der „orthographischen Rückbildung“ stammt nicht von mir, sondern ist sinnvollerweise geprägt worden, um auszudrücken, daß es sich nicht um jene aus der Wortbildung bekannte Rückbildung handelt, wo wirklich ein neues Wort entsteht (zum Beispiel das Kompositum „(ich) staubsauge“ (aus „Staubsauger“ usw.); vielmehr ist lediglich die Zusammenschreibung des Verbkomplexes aus der Zusammenschreibung des Substantivkompositums übernommen, rückwirkend gewissermaßen, ohne das ein Verbkompositum entsteht. Drachs „Gewohnheitsgefüge“, Sie wissen schon.



Theodor Ickler
Ringstr. 46, D-91080 Spardorf

Mit Klick die Kennkarte von Theodor Ickler ansehen    An Theodor Ickler schreiben   Suche weitere Einträge von Theodor Ickler        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Theodor Ickler
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
“ohne daß³

Himmel! Daß das mir passieren mußte!



Theodor Ickler
Ringstr. 46, D-91080 Spardorf

Mit Klick die Kennkarte von Theodor Ickler ansehen    An Theodor Ickler schreiben   Suche weitere Einträge von Theodor Ickler        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Manfred Riebe
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
“satt essen³ doch nicht so einfach?

Besten Dank für Ihre freundliche Antwort. Sie schreiben: „Ich werde es (d.h. „satt essen“, M.R.) möglicherweise, nach gehöriger Prüfung, ändern und das Bögelchen einführen.“

Sie meinen, daß „satt essen“ an sich ein Zweifelsfall sei, der behoben werde, wenn Sie das Bögelchen für die Fakultativschreibung einführten, denn der Benutzer Ihres Wörterbuchs wisse ja, „daß kurze Ergebniszusätze mit dem Verb zusammengeschrieben werden können“.

Worauf führen Sie es zurück, daß in allen anderen Wörterbüchern „satt essen“ steht? Warum ist der Fall „satt essen“ doch nicht so einfach? Wieso haben Sie und auch die anderen Wörterbuchmacher es als Experten bisher nicht bemerkt? (Insofern befinde ich mich übrigens in bester Gesellschaft.) Eine wichtige Frage hatten Sie leider nicht beantwortet: Rührt Ihr Änderungsmotiv daher, daß in der Süddeutschen Zeitung womöglich entgegen Ihrem Wörterbuch zu 50 Prozent „satt essen“ und zu 50 Prozent „sattessen“ steht?



Manfred Riebe
Max-Reger-Str. 99, D-90571 Schwaig bei Nürnberg

Mit Klick die Kennkarte von Manfred Riebe ansehen    An Manfred Riebe schreiben   Visit Manfred Riebe's homepage!   Suche weitere Einträge von Manfred Riebe        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Stephanus Peil
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
Den Polizisten umfahren

Zum Zu‘sammen fahren (zu‘sammen ‘fahren) fällt mir ein, was mir mein Fahrschullehrer früher gesagt hat: Sie sollen den Polizisten um‘fahren, nicht ‘umfahren!



Stephanus Peil
Westerburg

Mit Klick die Kennkarte von Stephanus Peil ansehen    An Stephanus Peil schreiben   Suche weitere Einträge von Stephanus Peil        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Manfred Riebe
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
Getrennt- und Zusammenschreibung: “A³

Lieber Herr Professor Ickler!

Ausgangsbegriff dieser Diskussionsreihe war das Wort „zu lassen“ bzw. „zulassen“. Deswegen hatte ich in meine Liste der Getrennt- und Zusammenschreibungen mit dem Buchstaben A einige willkürliche Schreibweisen als Testfälle eingebaut und am Schluß die Frage gestellt: „Wer hat Änderungs-, Ergänzungs- und Verbesserungsvorschläge?“ Es handelte sich daher um eine teilweise widersprüchliche „private Orthographie“, wie Sie richtig feststellten. Daher konnten meine Beispiele kein Beweis sein. Ich wollte den Kenntnisstand und die Mitarbeitsbereitschaft testen. Leider hatte Ihre schnelle Antwort meinen Plan durchkreuzt, weil nach dem Wort eines Professors nur selten Beiträge zu erwarten sind. Sie stellten „aufsein“ und „absein“ richtig. Erklärungsbedürftig blieben nach Ihren Richtigstellungen:

„aufeinanderhetzen“: Kampfhähne aufeinanderhetzen
„aufeinander hetzen“: Die Politiker werden im Wahlkampf wieder aufeinander hetzen.

„allein entscheiden“ war auch einer meiner Testfälle. Sie schreiben dazu:
„Wenn es eine Verbfügung „allein entscheiden“ (mit Subjektsprädikativ) gibt, muß man dazu auch ein Partizip Präsens bilden können, es fehlt also ein entsprechender Eintrag neben „alleinentscheidend“ (ebenso bei „erziehen“); mit der Betonung allein kann man hier auch nicht unterscheiden, weil auch die getrennt geschriebene („getrenntgeschriebene“? Ton auf
dem ersten Bestandteil ...) Fügung auf dem ersten Teil betont ist oder werden kann. Auch „allein stehen“ wird in wörtlicher Bedeutung normalerweise auf „allein“ betont.“

Gibt es ein deutsches Wort für Subjektsprädikativ? Das ist doch ein kompliziert klingender Ausdruck für einen vermutlich einfachen Sachverhalt. Im Glossar Ihres Wörterbuchs fand ich das Wort nicht. Im Grammatikduden fand ich Prädikativ = mit der Kopula (vgl. dort) verbundener Teil des Prädikats (Substantiv, Adjektiv usw.). Kopula = Satzband, konjugierte Form von „sein“, „werden“ oder „blieben“, die das Subjekt mit dem Prädikativ (vgl. dort) verbindet (Der Mann blieb ruhig. Klaus ist mein Freund.) Ich meine, daß Normalbürger und selbst Schulmeister mit diesem Fachchinesisch ohne ein Beispiel ihre Schwierigkeiten haben und daher nicht oder nur mit Mühe weiter mitdiskutieren können.
In Ihrem Glossar steht immerhin die Erklärung für Prädikativ – die Satzaussage bildender adjektivischer oder substantivischer Ausdruck: sie ist mir feind, wir sind quitt, das Haus ist mein Eigentum
Ist da nicht ein Unterschied zwischen Ihrer Erläuterung und der im Grammatikduden?

Wäre dies die richtige Lösung? Der Prokurist wird diesen Fall allein entscheiden. (Was ist Subjektsprädikativ?). Allein entscheidend ist der Prokurist. (Partizip Präsens)

Was mich übrigens stutzig macht, ist die Tatsache, daß sich hier keine Sprachwissenschafter zu Wort melden. Warum? Trauen sie sich nicht?



Manfred Riebe
Max-Reger-Str. 99, D-90571 Schwaig bei Nürnberg

Mit Klick die Kennkarte von Manfred Riebe ansehen    An Manfred Riebe schreiben   Visit Manfred Riebe's homepage!   Suche weitere Einträge von Manfred Riebe        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Wolfgang Wrase
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
sich satt_essen

Ich muß dazu erklären, daß ich nicht im Wörterbuch nachgesehen hatte; ich hatte erwartet, daß dort ein Bogen steht; mich würde die Verteilung interessieren. Vielleicht war ich davon beeinflußt, daß Herr Riebe und mit anderen Begründungen auch weitere Teilnehmer mit großer Gewißheit und Ausdauer die Zusammenschreibung fordern. Nun findet es Herr Riebe plötzlich ganz einfach, daß „satt essen“ entgegen seiner ständigen Forderungen getrennt geschrieben wird. Prima. Sollen wir Ihre früheren Beiträge nun umdeuten, Herr Riebe, und als Ihre derzeitige Meinung festhalten, daß es ganz einfach wäre, wenn alles genau umgekehrt geschrieben wird, als Sie es zuvor wollten?



Wolfgang Wrase
München

Mit Klick die Kennkarte von Wolfgang Wrase ansehen    An Wolfgang Wrase schreiben   Suche weitere Einträge von Wolfgang Wrase        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Wolfgang Wrase
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
Plädoyer für “Ickler milde Sorte³ und “Ickler medium³

Das Anliegen derer, die sich gegen die Liberalität des Icklerschen Wörterbuchs sträuben, ist durchaus berechtigt und nachzuvollziehen, wie ich ja auch vor kurzem gesagt habe: Der Benutzer sei irritiert usw. Das kann man gerade bei Lehrern verstehen, die sich mit der Frage aus Schülermund konfrontiert sehen: „Gut, es gibt wieder mal beides, und wie soll ich es jetzt schreiben?“, und nicht einfach immer nur „Egal!“ antworten wollen. Außerdem gab Norbert Schäbler zu bedenken, daß die Reform nun mal eingeführt worden ist, und Herr Riebe weist darauf hin, daß sie sich in einer chaotischen Schreibung in den Zeitungen niederschlägt. All dem ist zuzustimmen.

Ich möchte kurz auf den letzten Punkt eingehen, die Auswirkung der Reform, und zwar gerade im Bereich GZS. Angenommen, irgendwelche Entscheidungsträger (Politiker, Presse, Reformerkommission) kommen an den Punkt, wo sie erkennen: „Also, das mit der GZS geht so nicht“, und wo sie merken, daß man mit dem Herumdoktern an der Reform-GZS auch nichts Vernüftiges zustande bringt. Sie suchen also nach Alternativen, und als solche Alternative versteht sich ja das Rechtschreibwörterbuch.

Nun hat die Reform bei denen, die sie anwenden, in kurzer Zeit große Schneisen in die Zusammenschreibung geschlagen, gerade bei Verbzusätzen. Das liegt nicht unbedingt an den Regeln selbst, sondern an der unausweichlichen Verallgemeinerung „Jetzt mehr getrennt“. Genauer betrachtet sind vor allem diejenigen jetzt getrennt zu schreibenden Verbzusatzkonstruktionen schuld, bei denen die Zusammenschreibung bisher so gut wie selbstverständlich war: fertig stellen, richtig stellen, sich auseinander setzen. Jedes gelesene Wort bedeutet für den Leser nämlich nicht nur „So schreibt man das“, sondern zugleich „So schreibt man solche Wörter“ – das Prinzip der Analogie. Deshalb finden sich nun in den Zeitungen und bei sonstigen Reformopfern plötzlich auch alle möglichen Verbzusatzkonstruktionen in getrennter Form, bei denen die Regel Zusammenschreibung fordert: weiter gehen, mit gestalten, davon rennen, dazu lernen, voran treiben und viele andere; die größte Fehlergruppe überhaupt bei guten Schreibern.   

Wenn man die Reform und diese ihre Auswirkung ernst nimmt, muß man eingestehen, daß fast der gesamte Bereich der Verbzusätze (mit Ausnahme der Fälle „obligatorische Zusammenschreibung“ im Sinne von Theodor Ickler) einen gewaltigen Rückstoß in Richtung Getrenntschreibung bekommen hat; das war ja gewollt. Nähme man auch diesen Textbestand bzw. die teilweise Umprogrammierung der Bevölkerung in Richtung Getrenntschreibung ernst, dann wäre es sehr sinnvoll, ein alternatives Wörterbuch mit großer Liberalität in der GZS zu haben, vor allem bei Verbzusätzen. Aus diesem Grund bin ich auch in dem Absatz „Ausblick“ meiner SZ-Unteruchung zu dem Schluß gekommen, daß man das Icklersche Wörterbuch als „goldene Brücke“ zwischen der Reform und einer vernünftigen Schreibkultur der Zukunft einsetzen kann, und habe deshalb gerade der Presse empfohlen, diesem Werk ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden.

Das heißt: Solange das Wörterbuch (noch) dazu dient, einen plausiblen Ausweg aus der Rechtschreibreform auszuformulieren, ist es in seiner jetzigen liberalen Form (mit nur wenigen Empfehlungen) bestens geeignet. Ickler milde Sorte.

Wir wissen aber nicht zuletzt aus der Geschichte der Reform, daß die Profession nach eindeutigen Vorgaben verlangt, wie es Professor Ickler einmal treffend ausgedrückt hat – das war tatsächlich der Grund, warum die dpa versucht hat, möglichst alle Varianten aus der Reform herauszustreichen. (Daß dabei weder für die Zeitungen noch für das Reformprogramm selbst etwas Sinnvolles zustande kam, spielt hier keine Rolle.) In ähnlicher Weise können andere professionelle Bereiche, nicht zuletzt auch Lehrer, zwar nicht eine vollständig festgelegte und variantenfreie Rechtschreibung brauchen (das geht von der Sache her einfach nicht), aber sie haben ein Bedürfnis nach jeweils möglichst entscheidbaren Schreibweisen, nach Empfehlungen und Hinweisen, auch bei einzelnen Stichwörtern im Lexikon. So gibt es ja auch bei den Regeln gewisse Hauptregeln und Faustregeln – und für die, die es genauer wissen wollen, gibt es Regeln zu detaillierteren Fragen und Problemen; ähnlich gab es irgendwann den Buchdruckerduden, und auch heute gibt es mehr oder weniger ausführliche bzw. genaue Lexika.

Insofern ist es schon grundsätzlich vorstellbar, daß in das Icklersche Wörterbuch irgendwann noch mehr Differenzierungen und Empfehlungen einfließen, für diejenigen eben, die es komplizierter wollen: Ickler medium. Das könnten auch schon die oben vorgestellten Entscheider sein, die das Rechtschreibwörterbuch sonst mit der Begründung ablehnen könnten: „Da sind ja noch mehr Varianten drin als bei unserer Reform, und wir wissen doch von den Zeitungen, daß man das auf Dauer nicht brauchen kann.“ Wenn sie das sagen, hält man ihnen Ickler medium hin, und wenn sie dann wieder meckern, daß das zu kompliziert ist, mit zu vielen Inkonsequenzen in Grenzbereichen, dann hält man ihnen wieder Milde Sorte hin.

Falls Professor Ickler sich also aus irgendwelchen Gründen dafür entscheiden sollte, sein Wörterbuch in Richtung Differenzierung, Präzisierung, Empfehlungen zu bearbeiten, empfehle ich, zumindest als Grundgedanke, daß die Milde Sorte von dieser neuen Produktlinie, die für die etwas härteren Konsumenten geeigneter wäre, abgegrenzt und erhalten bleibt.



Wolfgang Wrase
München

Mit Klick die Kennkarte von Wolfgang Wrase ansehen    An Wolfgang Wrase schreiben   Suche weitere Einträge von Wolfgang Wrase        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
anonymer Gast
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
Lieber Norbert Schäbler,

ich gebe dir folgenden Rat: einfach die neue Rechtschreibung unterrichten. Ich persönlich finde die Reform gut, weil ich früher Gämse auch schon mit ä geschrieben habe. Das hilft den Schülern, weil es ja auch die Gams gibt.

Deine Kultusministerin
Monika Hohlbirne



Monika Hohlmeier
München

Mit Klick die Kennkarte von anonymer Gast ansehen    An anonymer Gast schreiben   Visit anonymer Gast's homepage!   Suche weitere Einträge von anonymer Gast        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Theodor Ickler
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
satt

Lieber Herr Riebe,
vielleicht verstehen wir uns hier wieder mal nicht ganz richtig. Ich habe „satt essen“ erst einmal so übernommen und bisher überhaupt noch nicht nachgeprüft, wie es wirklich geschrieben wird. Ich halte es von vornherein für wahrscheinlich, daß sowohl Getrenntschreibung als auch Zusammenschreibung reichlich belegt ist. Werde später mal nachsehen. Von meinen Regeln her (Zusammenschreibung bei kurzen Objektsprädikativen, hier Ergebniszusätzen, möglich) ist der Fall unproblematisch. Die Regel vereinfacht vieles, weil sie das Nachschlagen erspart. Das Zusammenschreiben ergreift nach und nach sehr viele Zusatzkonstruktionen, man kann auch selbst mal so etwas riskieren, auch wenn es bisher unüblich war; es liegt ganz auf der Linie der deutschen Sprachgeschichte. Jede Einzelfallfestlegung, sei es in der einen oder in der anderen Richtung, wäre unnötiger Lernstoff und würde die Rechtschreibung schwieriger als nötig machen. Ist nun klar, was ich meinte?



Theodor Ickler
Ringstr. 46, D-91080 Spardorf

Mit Klick die Kennkarte von Theodor Ickler ansehen    An Theodor Ickler schreiben   Suche weitere Einträge von Theodor Ickler        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Theodor Ickler
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
Empfehlungen

Mit Herrn Wrases Vorstellung, mehr Empfehlungen einzubauen, kann ich mich leicht anfreunden. Das setzt allerdings ebenfalls voraus, daß die Benutzer ein anderes Verhältnis zum Wörterbuch und zur Orthographie gewinnen, als es bisher in Deutschland üblich war. Man muß sich also von der irren Vorstellung lösen, nur das, was im Wörterbuch steht, sei existent, zulässig usw. Das Wörterbuch als Ratgeber – das wär’s!
Übrigens glaube ich nicht, daß die neuen Getrenntschreibungen wirklich ein Fundament haben. Sobald der Zwang weg ist, hört das wieder auf.



Theodor Ickler
Ringstr. 46, D-91080 Spardorf

Mit Klick die Kennkarte von Theodor Ickler ansehen    An Theodor Ickler schreiben   Suche weitere Einträge von Theodor Ickler        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Stephan Fleischhauer
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
Warum “orthographische³ Rückbildung?

Was haben Rückbildungen mit Orthographie zu tun?



Stephan Fleischhauer
Holtenauer Str. 53, 24105 Kiel

Mit Klick die Kennkarte von Stephan Fleischhauer ansehen    An Stephan Fleischhauer schreiben   Suche weitere Einträge von Stephan Fleischhauer        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Walter Lachenmann
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
I think I read not right!

Aber Herr Ickler! Wenn Sie so weitermachen, droht Ihnen eine heftige Umarmung meinerseits.
Ja, genau das wär’s! Ein »brauchbarer« – was auch immer man darunter verstehen mag (er sollte klare Auskunft geben, in welchen Fällen man die Schreibweisen unterscheiden muß und weshalb und wann es egal ist – Ratgeber für ALLE, vom Hauptschüler bis zum Akademiepräsidenten.
Und zwar nur in    einer Ausführung – nicht wie Herr Wrase meinte in einer Grund- und einer Light-Ausführung.
Fragt sich nur, wie man einen solchen Ratgeber am besten macht, damit er seinen Zweck erfüllt. Er darf seinen Benutzer nicht im Zweifel lassen oder verunsichern, sonst kauft er das Konkurrenzprodukt.
Davon rede ich ja die ganze Zeit.
Man könnte zum Beispiel im Sinne einer schönen Sprache den Rat geben, bestimmte Formen, die sprachlich weder mißverständlich noch falsch sind, zu vermeiden, weil sie unschön sind und sich auf die Entwicklung der Sprache negativ auswirken. Dazu gehören Begriffe und Ausdrucksweisen des Beamtendeutschs, des Wichtigtuerdeutschs, des Werbedeutschs, des von einem dem andern nachgeplapperten Fernsehkommentatorendeutschs, des Dummdödeldeutschs (Warmduscher und so).   
Ist das so absurd, daß man darüber am Schreibtisch in Erlangen nur nachsichtig lächelnd den Kopf schütteln kann?

Ich werde wieder richtig wach – da ist ja noch was drin! Ich wollte schon aufgeben.



Walter Lachenmann
Krottenthal 9 – 83666 Waakirchen

Mit Klick die Kennkarte von Walter Lachenmann ansehen    An Walter Lachenmann schreiben   Visit Walter Lachenmann's homepage!   Suche weitere Einträge von Walter Lachenmann        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Theodor Ickler
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
Rückbildung

Zu Herrn Fleischhauer:
Der Begriff der „orthographischen Rückbildung“ stammt nicht von mir, sondern ist sinnvollerweise geprägt worden, um auszudrücken, daß es sich nicht um jene aus der Wortbildung bekannte Rückbildung handelt, wo wirklich ein neues Wort entsteht (zum Beispiel das Kompositum „(ich) staubsauge“ (aus „Staubsauger“ usw.); vielmehr ist lediglich die Zusammenschreibung des Verbkomplexes aus der Zusammenschreibung des Substantivkompositums übernommen, rückwirkend gewissermaßen, ohne das ein Verbkompositum entsteht. Drachs „Gewohnheitsgefüge“, Sie wissen schon.



Theodor Ickler
Ringstr. 46, D-91080 Spardorf

Mit Klick die Kennkarte von Theodor Ickler ansehen    An Theodor Ickler schreiben   Suche weitere Einträge von Theodor Ickler        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Theodor Ickler
17.01.2001 23.00
Diesen Beitrag ansteuern
“ohne daß³

Himmel! Daß das mir passieren mußte!



Theodor Ickler
Ringstr. 46, D-91080 Spardorf

Mit Klick die Kennkarte von Theodor Ickler ansehen    An Theodor Ickler schreiben   Suche weitere Einträge von Theodor Ickler        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Dieser Faden ist 199 Seiten lang:    1  2  3 · 10 · 20 · 30 · 40 · 50 · 60 · 70 · 80 · 90 · 100 · 110 · 120 · 130 · 140 · 150 · 160 · 170 · 180 · 190 · 196  197  198  199  antworten       Gasteintrag
Jemandem das Gästebuch empfehlen! Druckvoransicht zeigen
Gehe zum Forum: