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Forum > Demokratiefrage
Unsere tägliche Korruption gib uns heute
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Detlef Lindenthal
21.11.2009 03.54
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Unsere tägliche Korruption gib uns heute


Spiegel.de, 20. 11. 2009:
Betrugsverdacht bei 200 Spielen
Riesiger Wettskandal erschüttert Europas Fußball


Schiebung in der Champions League, Manipulationen in der Zweiten Bundesliga und in acht weiteren europäischen Ligen: Der neue Bestechungsskandal im Profifußball sprengt alle Dimensionen. Der Fall stellt den Hoyzer-Skandal schon jetzt in den Schatten – weitere Enthüllungen könnten bald folgen.

Peter Limacher brachte es auf den Punkt: „Das ist der größte Betrugsskandal, den es bisher im europäischen Fußball gegeben hat“, sagte der Leiter der Disziplinarabteilung bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa). „Wir sind zutiefst betroffen vom Ausmaß abgesprochener Spielmanipulationen internationaler Banden.“ Damit übertreibt er sicher nicht. Was die Staatsanwaltschaft Bochum an diesem Freitag auf einer Pressekonferenz bekanntgab, betrifft den gesamten europäischen Fußball in bislang ungekanntem Ausmaß – und stellt die Glaubwürdigkeit des millionenschweren Sports massiv in Frage. ...

„Das ist nur die Spitze des Eisbergs“

Die mutmaßliche Tätergruppe um die am Donnerstag festgenommen Drahtzieher aus dem Hoyzer-Skandal, Ante und Milan Sapina, soll durch die manipulierten Spiele bei Wetten in Asien und Europa insgesamt mindestens zehn Millionen Euro erschwindelt haben. Die Polizei rechnet aber mit einem noch höheren Schaden. Etwa die Hälfte aller Manipulationsversuche sei erfolgreich gewesen.

„Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs“, sagte Ermittlungsleiter Andreas Bachmann. Laut Staatsanwaltschaft ist davon auszugehen, dass sich sowohl die Zahl der Tatverdächtigen als auch die Zahl der betroffenen Spiele noch erhöhen wird. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden zur Identität weiterer beteiligter Personen sowie zu den betroffenen Vereinen derzeit keine Auskünfte erteilt. ...

Schlimmer als der Fall Hoyzer

... Zu Beginn des Jahres 2005 hatte der DFB einen Hinweis erhalten, dass Schiedsrichter Robert Hoyzer Spiele manipuliert habe. Dieser bestritt die Vorwürfe zunächst, gestand wenige Tage später: Er gab zu, dass von ihm geleitete DFB-Pokalspiel zwischen dem SC Paderborn und dem HSV so manipuliert zu haben, dass der damals drittklassige SC 4:2 gewann. ...

Quelle: http://spiegel.de/sport/fussball/0,1518,662480,00.html

Weil bei derart vielen Beteiligten nicht gar so viel Schummelgeld für jeden einzelnen herausspringt, könnte vermutet werden, daß für die Schiedsrichter, Spieler und Macher noch einen anderer wichtiger Grund mitspielt: daß es ihnen Vergnügen bereitet, das tumbe, alkoholisierte Publikum an der Nase herum und vorzuführen.

Eine ähnliche Haltung habe ich aus der Haltung der Politikerinnen Gerburg Böhrs, Gisela Böhrk und Ute Erdsiek-Rave kennengelernt: Kein Abwägen und sachliches Begründen, sondern ein So-tun-als-Ob, und vermutlich anschließend ihre heimliche, klammheimliche, unheimliche Freude: Hihi, denen haben wir das jetzt wieder gezeigt! Und bei den Politiker-, Lehrer- und Richter-Apparatschiks in der Rechtschreibsache in gleicher Weise: schlimmer als bei den Fußballern gab es hier nur ganz wenige Ausnahmen – im Promille-Bereich.

Und gleiches habe ich bei Anwälten und Richtern bei Landgericht, Amtsgericht und Oberlandesgericht erlebt: Keine Gründung im geschriebenen Recht und im Abwägen mit gesundem Menschenverstand, sondern absurdistanige Winkelzüge – Anhören, Weghören und Ablenken, Monolog des Richters statt Herausarbeiten der Streitpunkte, also Verletzung der ZPO 137 ff. – zwar habe ich keine Beweise, doch liegt es für mich auf der Hand, daß Richter und Anwälte vorher telefonieren.

Daß diese Verhaltensweisen einfach platt kriminell sind, wird nur manchmal deutlich (Prozeßbetrug, Rechtsbeugung). Nun setzt das Fußball-Ungemach wieder Maßstäbe – oder entmutigt uns in unserer Ohnmacht.

Ach so, und dann gleich noch einen:

SZ-Online.de, 20. November 2009
Politik

Abgeordnete bestellten Füller für 68.800 Euro

Berlin – Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung haben 115 Bundestagsabgeordnete gegen Ende der letzten Wahlperiode auf Kosten der Steuerzahler noch für insgesamt 68.800 Euro 396 Füller und Stifte der Nobelmarke Montblanc gekauft. Das berichtet die Zeitung in ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf die Bundestagsverwaltung.

Von Januar bis Juli 2009 wurden demnach 180 Füller und Kugelschreiber und von August bis Oktober 216 Stifte ausgeteilt. Dem Bericht zufolge haben mehrere Abgeordnete trotz Ausscheidens aus dem Parlament sogar noch eine ganze Reihe goldener Füller geordert. (AP)

Quelle: http://sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2319092

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