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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
09.03.2018 16.44
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] INTEGRATION? INKLUSION? – Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes:

Gewalt an Schulen – „Schulen können nicht bewältigen, was ihnen Politiker zumuten“

VON JOSEF KRAUS am 8. März 2018

Die allermeisten Lehrer machen einen guten Job, schreibt Josef Kraus, früherer Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Aber sie können nicht jene Aufgaben erledigen, die von Politikern und Eltern gelöst werden müssen

Stellen Migranten an Schulen ein Problem dar?

Autoreninfo

Josef Kraus ist pensionierter Gymnasialdirektor und war von 1987 bis 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbands.

Lieber Mesut Göre,

Sie haben als Sozialarbeiter in Berlin einen äußerst herausfordernden Beruf. Respekt! Aber in einigen Punkten muss ich Ihren Aussagen im Interview „Wären Lehrer besser, bräuchten wir weniger Sonderpädagogen“ entschieden widersprechen. Dieser Satz klingt wie die Übersetzung des Satzes „Wir schaffen das.“ Nein, wir schaffen es nicht. Die Schulen können mit noch so multiprofessionell ausgebildeten Lehrern nicht schultern, was ihnen Gesellschaft und Politiker zumuten. Ein zunehmender Anteil von Eltern schiebt immer mehr Erziehungsaufgaben an die Schule ab, anstatt der elterlichen Verantwortung gemäß Grundgesetz Artikel 6 nachzukommen. In der Folge sollen Schulen gefälligst auch noch für Freizeiterziehung, Verbrauchererziehung, Umwelterziehung, Gesundheitserziehung, Medienerziehung und vieles mehr sorgen. Die herkömmlichen Unterrichtsfächer, die die jungen Leute fit machen sollen für das Nachfolgende, leiden darunter, weil ihnen wegen stets neuer Aufgaben die Zeit fehlt.

Sie haben, lieber Mesut Göre, ein maßlos überfrachtetes Bild von Lehrern, die heute – ich zitiere professorale Visionen – Sozialarbeiter, gesellschaftliche Feuerwehr, Mediatoren, Interaktionsanwälte, Gemeinwesenarbeiter und Multi-Kulti-Experten sein sollen. Eine völlig verkorkste und ideologisierte Vision von Inklusion tut ein Übriges. All diese Erwartungen erinnern an einen gewissen Friedrich Adolf Diesterweg, der den Lehrern vor mehr als hundert Jahren folgendes wünschte: den Scharfsinn eines Lessing, das Gemüt eines Johann Peter Hebel, die Begeisterung eines Pestalozzi, die Kenntnisse eines Leibniz, die Weisheit eines Sokrates, die Liebe Jesu Christi und an erster Stelle die Gesundheit und die Kraft eines Germanen. Von der offiziellen Pädagogik wird das heute noch getoppt mit folgenden Erwartungen: Lehrer sollen mit dem Entertainer-Talent eines Show-Masters, dem Öko-Engagement eines Greenpeace-Aktivisten sowie der Güte einer Mutter Teresa ausgestattet sein.

Muslimische Familien schotten sich ab

Bei aller Bedeutung „kultursensibler“ Schulbildung: Viele Probleme an vielen Schulen haben mit der multikulturellen Zusammensetzung zu tun.
Das sind keine Einzelfälle, wie Sie glauben machen möchten. Beispiele gefällig? Anfang November 2017 kam über die Welt ein Bericht der Leiterin der Berthold-Otto-Grundschule in Frankfurt-Griesheim an die Öffentlichkeit. Es ist eine Schule mit einem Anteil von 90 bis 100 Prozent Migrantenkindern. Die Rektorin beklagt „schlimmste soziale Verhältnisse“ und dass an regulären Unterricht nicht mehr zu denken sei. Besonders schwerwiegend ist für die Schulleiterin, dass sich muslimische Familien völlig abgeschottet und durch den Islam radikalisiert hätten. Diese Eltern würden ihre Kinder nicht zum Lernen anhalten und nicht dazu verpflichten, Lehrer zu respektieren.

Bald darauf wurde ein Brief des Lehrerkollegiums der Gemeinschaftsschule Bruchwiese in Saarbrücken bekannt. Die Saarbrücker Zeitung hat ihn am 13. Dezember 2017 zum Aufmacher gemacht und getitelt: „Dramatischer Hilferuf von Saarbrücker Lehrern“. Dort ist von folgenden Zuständen die Rede: physische und verbale Gewalt gegen Mitschüler und Lehrer, Messerattacken, schwere Körperverletzungen, Drogen, Alkohol seien Alltag. Wörtlich: „Viele Kolleginnen haben Angst, bestimmte Schüler zu unterrichten.“ Es kommt hinzu, dass sich die saarländischen Schulpolitik der Ideologie der Totalinklusion verschrieben und damit Schüler mit extremem sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelklassen gesteckt hat.

Schulen können Problem nicht ausbügeln


Mich erreichen zudem immer wieder weitere drastische Schilderungen. Zum Beispiel: „Migrantenkinder haben ein exorbitantes Selbstbewusstsein. Fast alle Schülerinnen sind der Überzeugung, dass sie kurz vor der Anstellung als Tierärztin oder Architektin stehen. Dabei reicht es nicht einmal für den Hauptschulabschluss. Zu diesem Selbstbewusstsein gesellt sich ein ausgeprägter Nehmermodus – unterstützt durch verständnisvolle Rechtsanwälte.“ Oder ein anderes Beispiel: „Es sind nicht nur die Eltern, die ihre Kinder vom Lernen abhalten, sondern die Imame in den Moscheen, die eine Lernbereitschaft als obsolet erscheinen lassen. Das deutsche Bildungsangebot ist für sie entbehrlich, weil es in absehbarer Zeit abgelöst werde von Instanzen des Koran. Wozu dann Anstrengungen für Minderwertiges?“

Natürlich sind nicht alle fast 800.000 Lehrer in Deutschland pädagogische Helden und Heilige. Aber die allermeisten kommen ihrer Verantwortung mit viel pädagogischem Engagement und – wo nötig – auch mit pädagogischem Trotz nach. Beschimpfungen, dass sie sich um Schülerprobleme nicht kümmern wollten, sind beleidigend – „nicht hilfreich“, würde jemand im Raumschiff Kanzleramt in einem Anflug von Realitätssinn sagen. Aber klar ist auch: Die Schulen können nicht ausbügeln, was ihnen Gesellschaft und Politiker zumuten und nicht lösen. Damit würde Schule zu einer Alibi-Veranstaltung. Also bitte etwas mehr Ehrlichkeit und Realitätssinn!

https://www.cicero.de/innenpolitik/gewalt-schule-migration-lehrer-schueler-politiker-bildung

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
09.02.2018 06.00
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes:

Bertelsmann organisiert die erwünschte PR für die GroKo
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/bertelsmann-organisiert-die-erwuenschte-pr-fuer-die-groko/
Von Josef Kraus
Do, 8. Februar 2018

Zwischen Bertelsmann und der Politik gibt es seit Jahrzehnten zahlreiche Drehtüren. Man adelt und protegiert sich gegenseitig. Die Liste der Personen, mit denen Bertelsmann in enger Verbindung stehen, liest sich wie ein „Who is Who“ deutscher und internationaler Politik. So holte sich Bertelsmann bereits für die Jahre 1991 und 1992 mit Horst Teltschik einen der engsten Berater von Helmut Kohl als Geschäftsführer in die Stiftung. Die Stiftung eröffnete sich damit einen Zugang in engere Kreise um Kohl und über die Bundesrepublik hinaus, zum Beispiel zum Ehepaar Gorbatschow. Teltschik hat die bis dahin unbekannte Stiftung zu einer Größe in der Politik gemacht. Zum Beispiel nutzte er seine Kontakte und versammelte führende Politiker vom 3. bis zum 5. April 1992 zum ersten Bertelsmann Forum im Gästehaus der Bundesregierung auf dem Petersberg bei Bonn.

Ziel: „Vetospieler“ ausschalten
Bertelsmann: Seit Jahrzehnten missionarisch unterwegs

Der Name Elmar Brok (CDU), seit 1980 ununterbrochen Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), darf nicht fehlen. Von 1999 bis 2007 war er und seit 2012 ist er wieder Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlaments. Ab 1992 war er für die Bertelsmann-AG, zunächst als Europa-Beauftragter des Vorstands, später bis 2011 als Senior Vice President Media Development mit einem Jahrssalär von 60.000 Euro tätig. Innerhalb der EU galt er als „Mr. Bertelsmann“ und damit als reinrassiger Lobbyist. Im Dezember 2011 erklärt der zwischenzeitlich 65-Jährige öffentlich: „Bertelsmann hat meinen Angestelltenvertrag einfach mit dem Erreichen der in Deutschland bisher üblichen Altersgrenze beendet.“

Aber es geht in den Rängen der Politik noch weiter nach oben. Recht intensiv haben sich Frank Böckelmann und Hersch Fischler 2004 mit den personellen Verflechtungen des Bertelsmann-Konzerns befasst. In ihrem Buch „Bertelsmann – Hinter der Fassade des Medienimperiums“ heißt es: Gerhard Schröders „Wahlsieg und die Agenda 2010 sind auf dem Terrain der Bertelsmann Medien und der Bertelsmann Stiftung gewachsen.“ Ein anderes Kapitel der Autoren ist überschrieben mit „Ein (Ex-)Bundespräsident im Internet-Fieber“. Ferner heißt es dort: „Für Reinhard Mohn wurde der neue Bundespräsident (gemeint ist Roman Herzog, der Verf.) ein ‚Freund‘ und als solcher ein enger Mitarbeiter in Stiftungsangelegenheiten.“ Auch zwischen Mohn-Gattin Liz und Roman Herzog bestand Jahre ein vertrautes Verhältnis. Zum Beispiel durfte Liz Mohn Herzog 1998 bei seinem Staatsbesuch bei der Queen in England begleiten.

Im Jahr 1999 veranstaltete die Bertelsmann Stiftung unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Herzog den „Deutschen Bildungskongress“. Man legte dort in einem Memorandum Leitlinien für das Bildungssystem der Zukunft vor. Eng blieben die Verbindungen der Stiftung zum Bundespräsidenten über Roman Herzog hinaus. Johannes Rau hielt im März 2002 die Festrede zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung. Und Joachim Gauck? Unsympathisch scheint ihm die Bertelsmann Stiftung nicht zu sein. Sein Buch „Freiheit“ ist in einem Verlag von Bertelsmann erschienen, und seinen 70. Geburtstag hat er als Noch-Nicht-Präsident im Januar 2010 in der noblen Repräsentanz von Bertelsmann in Berlin Unter den Linden gefeiert.

Fake-News statt Recherche
Bertelsmann-Studie: Wirtschaftsforscher widersprechen, Medien jubeln

Vergleichbares gilt für andere Personen in höchsten Staatsämtern. Im Jahr 2007 hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Carl Bertelsmann-Preises am 6. September 2007 in Gütersloh die Festrede. Es gab ferner Grußadressen des Osnabrückers Bischofs Franz-Josef Bode, des damaligen Ratsvorsitzenden der EKD Bischof Wolfgang Huber, der vormaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (sie war zeitweise Mitglied im Kuratorium der Stiftung) und diverser Bildungsminister. Ebenfalls im Jahr 2007 gaben Liz Mohn und die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen den Band „Familie gewinnt: Die Allianz und ihre Wirkungen für Unternehmen und Gesellschaft“ heraus. Es war dies der Nachfolgeband von „Familie bringt Gewinn“ aus dem Jahr 2004, damals herausgegeben von der damaligen Familienministerin Renate Schmidt und Liz Mohn. 2009 meinte der EKD-Vorsitzende Huber in einem Nachruf auf Reinhard Mohn, dieser sei „von christlichen Werten geleitet.“ 2011 wurde erstmals der Reinhard Mohn Preis zum Thema „Demokratie vitalisieren – politische Teilhabe stärken“ vergeben – im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel. 2012 „ergänzten“ der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. und die Bertelsmann Stiftung den kurz zuvor gestarteten Bürgerdialog http://www.dialog-ueber-deutschland.de von Bundeskanzlerin Merkel mit lokalen Diskussionsforen. Dabei organisierten sich Bürgerforen in über 50 deutschen Städten, in denen die von der Kanzlerin zur Diskussion gestellten Fragen thematisiert wurden. 2013 überreichte Liz Mohn dem Friedensnobelpreisträger und ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, den Reinhard Mohn Preis.

Wer nun meinte, wenigstens die „Öffentlich-Rechtlichen“ würden sich beim Thema „Bertelsmann“ abstinent verhalten, sieht sich getäuscht. Auch hier gibt und gab es zahlreiche Verflechtungen. Hier (Stand: 15. April 2010) wird ohne Widerspruch festgehalten: „Auch die öffentlich-rechtlichen Sender sind mit Bertelsmann verbandelt. So ist zum Beispiel der ehemalige stellvertretende Chefredakteur des ZDF und frühere Leiter der Hauptredaktion Aktuelles und heutige Leiter des Washingtoner ZDF-Studios, Klaus-Peter Siegloch, im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. Auch der frühere ZDF Intendant Dieter Stolte, der z. B. 1999 eine kritische Reportage über die Rolle Bertelsmanns im Dritten Reich verhinderte, gehörte noch während seiner Amtszeit dem Kuratorium an. Der Nachfolger von Nikolaus Brender als Chefredakteur des ZDF, Peter Frey, ist „Fellow“ des von Bertelsmann getragenen „Centrums für angewandte Politikforschung“ (CAP).

Es ist höchst fragwürdig, wenn sich Politik und Stiftung wechselseitig instrumentalisieren. Dass die Bertelsmänner nachweislich sogar auf Mediengesetzgebung Einfluss nahmen, ja gar die Entwürfe dazu lieferten; dass sich die Bertelsmann Stiftung jeder demokratischen Kontrolle entziehen kann, ist in hohem Maße bedenklich. Dass so etwas kommen würde, hat Günter Gaus bereits 1970 erahnt. Im „Spiegel“ Nr. 11/1970 schrieb er schier prophetisch von einer „Totalität, mit der ein künftiger Informations-Konzern von Bertelsmann-Größe auf die Gesellschaft Einfluss nehmen wird.“

Umfragen, die die Antwort schon kennen
Bertelsmann-Stiftung trommelt mit manipulierter Umfrage für Schulzens EU
Auch wenn sich die Stiftung zivilgesellschaftlich gibt, übt sie doch in bedenklicher Weise Einfluss auf die Politik aus. Die Bertelsmann Stiftung bestätigt damit die Grundannahmen von Colin Crouch mit seiner Theorie der Postdemokratie.

Crouch sieht nämlich ein Gemeinwesen heraufdämmern, „in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden, … in dem allerdings konkurrierende Teams professioneller PR-Experten die öffentliche Debatte während der Wahlkämpfe so stark kontrollieren, dass sie zu einem reinen Spektakel verkommt, bei dem man nur über eine Reihe von Problemen diskutiert, die die Experten zuvor ausgewählt haben. Die Mehrheit der Bürger spielt dabei eine passive, schweigende, ja sogar apathische Rolle … Im Schatten dieser politischen Inszenierung wird die reale Politik hinter verschlossenen Türen gemacht …“ (Siehe Colin Crouch: Postdemokratie, 2008). Ingrid Lohmann schreibt 2010 von einer „Privatisierung des Politischen“ und dass die „Grenzen zwischen dem Ökonomischen und dem Politischen verwischt“ würden. (Ingrid Lohmann: Die ‚gute Regierung‘ des Bildungswesens: Bertelmann Stiftung; in: Jens Wernicke und Thorsten Bultmann, Torsten (Hg.): Netzwerk der Macht – Bertelsmann. Marburg 2010)

Bertelsmann, Konzern und Stiftung, lässt gerne und viel über sich schreiben. Wenn es denn nichts Kritisches ist. Weniger offensiv geht Bertelsmann mit seiner Vergangenheit in den Jahren 1933 bis 1945 um. Bertelsmann gehört in diesen Jahren nämlich keineswegs zu den Geschädigten, sondern zu den Kriegsgewinnlern. Der Verlag lieferte mehr als ein Viertel der gesamten Buchproduktion, die als Soldatenlektüre für die Wehrmacht bestimmt war. Der damalige Bertelsmann-Chef Carl Heinrich Mohn (1885 – 1955) war Mitglied der Bekennenden Kirche, aber zugleich seit 1921 „Förderndes Mitglied der SS“; er hatte Laut Süddeutscher Zeitung vom 18. Januar 2000 an Jugend- und andere Organisationen des NS-Staates rund 15.000 Reichsmark gespendet. 1946 bekam er die Lizenz für die Buchproduktion zurück. Seine Mitgliedschaften musste er ein Jahr später schließlich bekannt machen, freilich mit dem Zusatz: „Alle diesbezüglichen Unterlagen sind verbrannt.“ 1999 wollte 3Sat einen kritischen Bericht über die Vergangenheit des Bertelsmann-Verlages im Dritten Reich bringen. Der damalige ZDF-Intendant Dieter Stolte, während seiner Amtszeit Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung, hat daraufhin bei 3Sat interveniert und den Beitrag verhindert.
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Ausführliches, auch zum Wert von Bertelsmann-„Studien“, findet sich im Buch von Josef Kraus: „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“. Erschienen 2017. Dort S. 23 – 50 das Kapitel „Machtspiele – Eine Stiftung hält die Fäden in der Hand“

-- Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
06.02.2018 14.47
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes: BERTELSMANN – Seit Jahrzehnten missionarisch unterweg ...

Bertelsmann: Seit Jahrzehnten missionarisch unterwegs

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/bertelsmann-seit-jahrzehnten-missionarisch-unterwegs/

February 5, 2018
Von Josef Kraus
Mo, 5. Februar 2018

„Wir brauchen Sendboten überall, die unsere Gedanken verbreiten. Es wäre schön, wenn einer vorangehen könnte wie einst Christus. Der hatte ja in relativ kurzer Zeit einen enormen Reformerfolg. Aber die Propheten haben es heute nicht mehr so leicht.“ Mit dieser Botschaft wird der Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 15. April 1999 zitiert. Damit ist im Kern schon alles gesagt über den missionarischen Eifer der schier sektenmäßig aufgestellten „Bertelsmänner“: Denn sie verstehen sich ganz offenbar als solche Sendboten, die die Welt braucht.

Sabine Etzold betätigte sich denn auch am gleichen Tag als Hofschreiberin in „DIE ZEIT“ und assistierte etwa mit Blick auf Mohn’sche Bildungsvisionen: „Menschlichkeit ist effizient“; Reinhard Mohn krempelt das deutsche Bildungssystem um. Die Geschichte einer Passion“. Und: „Wo immer man nach neuen Ansätzen im Bildungsbereich sucht, Bertelsmann ist schon da.“ Oder Reinhard Kahl, „Bildungsjournalist“ und Filmemacher: In der „Welt“ vom 16. September 1999 verfasst er mit Blick auf die Bertelsmann Stiftung die Überschrift: „Ins Gelingen verliebt sein“. Der Einleitungssatz danach ließ keinen Spielraum offen: „Man muss sie einfach loben, die Bertelsmann Stiftung.“

Loben wofür? Dass es keinen Politikbereich gibt, zu dem die Bertelsmänner ihren Senf nicht beitragen? Nichts lassen sie aus: weder Kommunalpolitik, Außenpolitik, Europapolitik, Wirtschaftspolitik und Steuerpolitik noch Sozialpolitik oder Gesundheitspolitik usw. Es gibt keinen Bereich, in den sich die Bertelsmann Stiftung nicht einmischt. Sie tut dies übrigens nicht nur in Deutschland, sondern auch mit Projekten Beispiel in Ägypten, Israel, Polen, Spanien usw. Hier eine kleine Auswahl von Titeln und Projekten: Gesundheitsmonitor, Gesundheitskarte für Flüchtlinge, demographischer Wandel, junge Familie, Generationengerechtigkeit, Stadt-Land-Gefälle, Kita-Qualität, Vorteile Deutschlands durch die Währungsunion, TTIP, Bürgerbeteiligung, Brexit, Schengen, Libanon, Syrien, Türkei …

Man sagt der Bertelsmann Stiftung deshalb nicht zu Unrecht nach, sie sei eine „Krake“, eine „Macht ohne Mandat“, die „Nebenregierung in Gütersloh“. Dabei bauen die Impulse der Stiftung fast immer auf einer Skandalisierung vermeintlicher Missstände auf. Dazu werden (Pseudo-)Diagnosen und Begriffe unters Volk gebracht – mal sanft suggeriert, mal eingehämmert. Dann startet man eine „Studie“, um den Leuten zu bestätigen, dass diese alles genau so sehen wie vorgegeben.

Ohne es so zu bezeichnen, betreibt Bertelsmann damit die Methode „nudge“, wie sie von den US-amerikanischen Professoren Richard Thaler und Cass Sunstein in ihrem 2008 erschienenen Buch „Nudge. Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness“ geprägt wurde. (Auf Deutsch ist das Buch im gleichen Jahr unter dem Titel erschienen: Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt). „nudge“ bedeutet: Schups, Stubsen. „nudge“ ist zu verstehen als ein medial und politisch permanent multiplizierter Anstoß oder als permanent suggestive Warnung an die Menschen, zum Beispiel umweltbewusst zu leben, sich gesund zu ernähren, einen Organspendeausweis mit sich zu tragen oder bestimmte Impfungen vorzunehmen.

Nach dieser Methode werden die „Menschen draußen“ von den Regierenden oder von anderen meinungsbildenden Mächten als überwiegend irrational handelnde angesehen; sie sollen am Ende glauben, was ihnen als „nudge“ vorgesetzt wird. Burrhus F. Skinner, einer der prominentesten Vertreter des Behaviorismus, lässt grüßen. Oder gar Pawlow? Dieser hatte ja mit künstlichen Stimuli Hunde darauf konditioniert, bestimmte Reflexe zu zeigen. Ist Politik mit „Nudge“ also auf den Hund gekommen?

US-Präsident Obama ließ sich vom Nudge-Prinzip inspirieren. Außerdem schafften es Thaler und Sunstein mit ihrer Theorie 2010 bis in britische Regierungskreise sowie 2014 in eine Nudge-Unit der Regierung Barack Obama und ins deutsche Kanzleramt. In letzterem wurden 2014 dort drei „Verhaltensökonomen“ eingestellt. „Behavioral Economics Teams“ nennt man diese Leute. Damit wird der Weg zur Meinungsbildung mittels Propaganda mehr und mehr frei.

Und dann folgt aus dem Hause Bertelsmann Studie auf Studie, mit denen man genau die eigenen Diagnosen abfragt und die Zustimmung der Bevölkerung dazu erwartet. Zirkelschlüsse kommen am Ende heraus. Vor allem aber hat eine Stiftung wie die Bertelsmann Stiftung dann wieder einmal „agenda setting“ betrieben, also die Tagesordnung, ja ganze Kongressberichte diktiert und fleißig an sich selbst erfüllenden Prophezeiungen gearbeitet.

Bezeichnend für diese Methode ist ein Strategieentwurf aus dem Hause Bertelsmann aus dem Jahr 2009. Friedbert Rüb, Karen Alnor und Florian Spohr haben das Politikverständnis der Bertelsmann Stiftung in einem Beitrag folgenden Titels skizziert: „Die Kunst des Reformierens: konzeptionelle Überlegungen zu einer erfolgreichen Regierungsstrategie. Zukunft Regieren: Beiträge für eine gestaltungsfähige Politik (Heft 3/2009, Gütersloh).

Es ist ein verräterischer, ja erschreckender Text, der wohl deshalb im Netz nicht mehr zu finden ist. Die Strategie der „Bertelsmänner“ gibt er gleichwohl markant wieder. Der „Beitrag“ ist eine Art Vademecum für die Durchsetzung von Reformen gegen den Willen der Bürger und zur Ausschaltung von „Vetospielern“. Um diese Ausschaltung zu erreichen, so die Empfehlungen, seien Reformziele „unter Reduktion der Beteiligten von Interessengruppen“ zu empfehlen. Diese seien zwar anzuhören, nicht aber, um die Pläne zu diskutieren, sondern um die „Legitimität der Reform“ zu steigern und „Widerstände“ zu mindern (S. 7).
Dafür bedürfe es unter anderem einer Schwächung des „Widerstandspotentials“ und dessen Aufbrechen mittels eines „geschickten Partizipationsstils.“ Vor allem gehe es darum, eine „potentielle geschlossene Abwehrfront zu verhindern“ (S. 40). Wörtlich: „Durch eine selektive Partizipation während der Entscheidungsphase können Vetospieler in ihrer Kohärenz geschwächt, sozusagen ‚gesplittet‘, und die Protestfähigkeit bestimmter Interessengruppen gemindert werden.“ Und weiter: „Um ihrer politischen Verantwortung gerecht zu werden, muss eine Regierung sich im Zweifelsfall auch gegen den empirischen und kontingenten Volkswillen durchsetzen. Politische Entscheidungen, die der gegebenen Mehrheitsmeinung entgegenstehen, sind nur auf den ersten Blick demokratietheoretisch bedenklich.“ (S.41) Fast könnte man meinen, eine Kanzlerin Merkel hat diese Empfehlungen im Sommer 2015 umgesetzt.

Wie man das im Detail macht und vor allem wie man Widerstände ausschaltet, beschreiben die beiden 2014 von der Stiftung konzipierten Broschüren „ReformKompass I. – Das Strategieinstrument für politische Reformprozesse“ und „ReformKompass II – Das Strategieinstrument für organisatorische Reformprozesse“. Hier finden sich Sätze wie der folgende: Es gelte, „die eigene Politik gegenüber politischen Gegnern durchzusetzen und gegenüber all denjenigen, die dadurch etwas zu verlieren haben.“ Zudem sollen sich entschlossene Reformer immer wieder unter anderem folgende Fragen stellen: „Welche Möglichkeiten haben die potenziellen Gegner, die Reform zu torpedieren? Gibt es formale Vetorechte? Wie könnte es den Gegnern gelingen, die Öffentlichkeit gegen die Reform zu mobilisieren? Welche Bündnisse kann und muss ich eingehen, um einen (Teil-)Erfolg zu haben, und welche Zeitabfolge (Sequenzierung) von Reformschritten ist notwendig, um die Verhandlungskorridore zu erweitern?“

Jedenfalls gerät dieses Bertelsmann-Papier sehr in die Nähe der Geheimdienst-Richtlinie 1/76 des Staatssicherheitsdienstes der DDR zur Zersetzungsarbeit gegen oppositionelle Gruppen. Dort heißt es: „Maßnahmen der Zersetzung sind auf das Hervorrufen sowie die Ausnutzung und Verstärkung solcher Widersprüche und Differenzen zwischen feindlich – negativen Kräften zu richten, durch die sie zersplittert, gelähmt, desorganisiert und isoliert und ihre feindlich – negativen Handlungen einschließlich deren Auswirkungen vorbeugend verhindert, wesentlich eingeschränkt oder gänzlich unterbunden werden.“

In anderen Ländern der Welt heißt die Bertelsmann-Methode „gelenkte Demokratie“. Noch Fragen, Kienzle?
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Ausführliches, auch zum Wert von Bertelsmann-„Studien“, findet sich im Buch von Josef Kraus: „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“. Erschienen 2017. Dort S. 23 – 50 das Kapitel „Machtspiele – Eine Stiftung hält die Fäden in der Hand“

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Kevin Kraus
31.01.2018 11.53
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Wieder eine PISA-„Sonderstudie“ mit ideologischem Faktor
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/wieder-eine-pisa-sonderstudie-mit-ideologischem-faktor/

Von Josef Kraus
Di, 30. Januar 2018

Die selbsternannte Erziehungs- und PISA-Großmacht OECD dreht und wendet es immer in dieselbe Richtung: Am Ende kommt stets die Forderung nach mehr Gesamt- bzw. Gemeinschaftsschule, also Einheitsschule und nach mehr Ganztagsschule heraus.
So auch jetzt bei der jüngsten, gefühlt x-ten Sonderauswertung einer Pisa-Studie. Das einzige halbwegs interessante Detail der Studie ist in wenigen Sätzen zusammengefasst: „Immer mehr Schüler aus bildungsschwachen Elternhäusern zeigen in der PISA-Studie solide Leistungen. Der Anteil sozial benachteiligter Jugendlicher mit guten Ergebnissen im Test stieg auf 32,2 Prozent.
Im Jahr 2006 hatte lediglich ein Viertel der bildungsfernen Getesteten gut abgeschnitten.“ So meldete es soeben die „tagesschau“. Und OECD-Obertester Andreas Schleicher fügt in einem seiner vielen Interviews hinzu: „Der Anteil resilienter Schüler – also Schüler, die aus einem sozial ungünstigen Umfeld kommen und trotzdem gute Leistungen erreichen – ist in Deutschland weiter gestiegen.“

Studienschwemme

Wieder mal eine Pisa-Junk- und Fake-Studie
Aber allein schon mit diesen Sätzen werden Fragen aufgeworfen, die freilich kein Teilnehmer der Pressekonferenz zu stellen wagte. Weiß Schleicher eigentlich, was „Resilienz“ ist? Wie ist ein „bildungsschwaches Elternhaus“ definiert? Wie wird die Herkunft der Schüler überhaupt erfasst? Wurde ein Migrantenhintergrund mit erfragt? Fragen über Fragen – unbeantwortet! All dies hindert Schleicher nicht daran, sofort seine Lieblingsleier anzustimmen: Deutschland „sortiere“ Schüler mit zehn Jahren zu früh. Am Rande: Mit Pisa wurden Fünfzehnjährige getestet! Schleicher weiter: Deutschland habe zu wenig Ganztagsschule. Singapur sei in jeder Hinsicht besser. Und: „Eine stärkere soziale Durchmischung an Schulen wirkt sich positiv aus.“

Also doch wieder Gesamtschule, Gemeinschaftsschule, Ganztagsschule, wenn es nach der OECD geht!
Und wenn es nach den „Öffentlich-Rechtlichen“ geht, die dieses Märchen ins Bild setzen, als sie zur aktuellen „Studie“ schöne Szenen aus Gesamtschulen brachten. Alles daneben! Gesamtschule hat in Deutschland – wirklich empirisch belegt! – Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit hinter sich. Sie hat keineswegs bessere soziale Aufstiegschancen eröffnet. Dafür war und ist sie um 30 Prozent teurer als das gegliederte Schulwesen. Und es gibt keine einzige Studie, die der Ganztagsschule bzw. deren Schülern auch nur einen kleinen Vorteil in puncto Schulleistung oder Aufstieg bestätigen könnte. Im übrigen sei angefügt: Ob ein Schüler eine Ganztagsschule besucht, ist mit Pisa gar nicht erfasst worden.

Der OECD-Direktor Schleicher bewegt sich also einmal mehr im luftleeren Raum.

Das heißt nicht, dass an Deutschlands Schulen nichts verbesserungsfähig bzw. verbesserungsbedürftig ist. Aber Fortschritte gibt es nur, wenn man den echten Problemen ins Auge schaut. Zum Beispiel dem Problem, dass Deutschlands Schulen mit einer völlig voraussetzungslosen Migration überfordert sind, wie man sie in keinem der hochgerühmten Länder Kanada oder Singapur oder Finnland hat.
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Josef Kraus war Oberstudiendirektor, Präsident des deutschen Lehrerverbands, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und als „Titan der Bildungspolitik“ bezeichnet. Er hat Bestseller zu Bildungsthemen verfasst und sein jüngstes Werk Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt erhalten Sie in unserem Shop: http://www.tichyseinblick.shop

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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
26.01.2018 16.29
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Dr. Ulrich Kliegis an SHEV

Re: [SHEV] [G9-SH] RECHTSCHREIBREFORM –
Friedrich Denk vs. Peter Schlobinski – Ist die Rechtschreibung am Ende?

25.01.2018 23:50 Uhr

Von: Ulrich G.Kliegis
An: Initiative G9-jetzt!
Kopie: Eltern in SHEV

Liebe Astrid,
liebe Eltern,
liebe Leserinnen und Leser,

vielen Dank für diese Zusammenstellung. Ich erlaube mir mal, die von mir namens des Deutschen Elternvereins e.V., des Dachverbandes zahlreicher Landeselternvereine wie z.B. des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V., verfaßte Stellungnahme zu den damaligen neuerlichen – und nicht letzten – Veränderungen des Rechtschreibregelwerks als pdf-Datei anzuhängen. Die Stellungnahme halte ich auch heute noch für gültig und leider dem Grunde nach nicht erledigt. Wer mag, kann sie gerne selbst verwenden – unter Wahrung der ursprünglichen Form und des ursprünglichen Inhalts. Vor allem aber bitte auch selbst lesen. Danke.

Mein Versuch, die Aufhebung des Volksentscheids zur Rechtschreibreform durch den schleswig-holsteinischen Landtag per Landesverfassungsbeschwerde anzufechten, scheiterte damals daran, daß es dem einfachen schleswig-holsteinischen rechtsunterworfenen Bürger nicht gestattet ist, dieses Gericht anzurufen. Dieser Beschränkung unterliegen u.a. die Landesregierung, der Landtag und seine Mitglieder und einige Institutionen mehr nicht. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Schönes Wochenende!

Gruß,
UK

Hinzugefügt von Redaktion:
http://www.schriftdeutsch.de/herladen/DEV-Rat1.pdf

http://www.deutschlandfunk.de/friedrich-denk-vs-peter-schlobinski-ist-die-rechtschreibung.2927.de.html?dram:article_id=408815

http://nachrichtenbrett.de/Forum/showthread.php?postid=41396#post41396

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Kevin Kraus
25.01.2018 20.16
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Dr. Ulrich Kliegis an SHEV

Re: [SHEV] [G9-SH] INKLUSION? INTEGRATION? – Schulpsychologe Klaus Seifried fordert bessere Betreuungsschlüssel ...

Datum: Wed, 24 Jan 2018 21:51:21 +0100

Seifried fordert bessere Betreuungsschlüssel – ein Schulpsychologe hat im Durchschnitt 8.700 Schüler zu versorgen
Antwort an:“Initiative G9-jetzt!“

> Der Schulpsychologe Klaus Seifried fordert mehr Prävention und
> bessere Betreuungsschlüssel an deutschen Schulen. Es sei
> entscheidend, gefährdete Kinder und Jugendliche frühzeitig
> aufzufangen, sagte er im Dlf. Ein deutscher Schulpsychologe habe im
> Durchschnitt jedoch 8.700 Schüler zu versorgen.

In SH sind es in einigen Kreisen noch bedeutend mehr, wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, bis zu 11.000, aber das bitte ohne Gewähr!

Im Übrigen plädiere ich dafür, sich nach Abschluß (noch ist es ja nicht ganz in trockenen Tüchern) des G9-Themas nunmehr mit voller Kraft der Wiederherstellung eines Schulsystems zu widmen, das für jeden Begabungs- und Fähigkeitsbereich ein geeignetes Angebot bereitstellt.

Man muß nicht bei den alten Namen und Aufteilungen landen, aber die Sammelschule für alle ist ein Fehlversuch.

Die staatlichen Schulen haben sich seit dem Mittelalter aus den kleinen Schulen mit zunächst nur einem Unterricht für alle (noch nicht nach Jahrgängen aufgebaut) über Jahrgangsklassen weiter auch in gezielte Angebote (die damals noch nicht so genannt wurden) für die unterschiedlichen Begabungen entwickelt. In der Biologie nennt man eine solche Entwicklung Differenzierung. Vom Einzeller zum Homo sapiens. Entdifferenzierung, also ein Rückfall in frühe Formen, ist ein Zeichen eines
bösartigen Tumors.

Die Gemeinschaftsschule ist somit ein Rückfall in die Entwicklungsstufe 18. / 19. Jahrhundert. Sozialromantische Vorstellungen einer Umverteilung von Fähigkeiten durch bloßes Zusammensitzen funktionieren nirgendwo. Das hat man damals schon erkannt und reagiert.

Alle, die sich mit aller Kraft für G9 eingesetzt haben, möchte ich als der, der diese Initiative unter diesem Namen seinerzeit gestartet hat, bitten, sich jetzt für die Weiterentwicklung unserer Schulen in begabungsgerecht gefächerte Bildungsangebotsbereiche einzusetzen.

Von der Fördeschule für besonders zuwendungsbedürftige Kinder bis zum Gymnasium – mit hoher Durchlässigkeit zwischen allen Angeboten, um persönlichen Entwicklungen jedes einzelnen Schülers gerecht zu werden, dazwischen etwas, was bislang Hauptschule und Realschule genannt wird, möglicherweise sogar noch eine Gruppe mehr, das muß das Ziel sein. Es hat sich bewährt.

In Südkorea gibt es solch ein vierteiliges Schulangebot als Regelangebot (wobei die Förderschulen wegen ihrer Spezialisierung nicht mitgezählt werden). Bei Pisa, man kann es werten, wie man möchte, ist Südkorea immer ganz vorne mit dabei.

Wir sollten das offensiv und proaktiv diskutieren.

Danke!

Beste Grüße,

U.Kliegis

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Eltern_in_SH@elternverein-sh.de

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Kevin Kraus
18.01.2018 15.16
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[Claudia Ludwig]

Schauen wir in die USA:

Was hier beschrieben wird, ist exakt, was schulisch in den USA seit Anbeginn praktiziert wird. Hier wird Klassengemeinschaft zerstört, das „Wir-Gefühl“ geht total verloren, wird aber durch Wettbewerbe künstlich wieder hergestellt. Soziales Lernen wird so unmöglich, jeder fokussiert sich nur auf sich selbst und jagt seinen „Creditpoints“ hinterher, um einen guten Punktestand zu erreichen. Lehrer sind keine Pädagogen mehr, sondern nur noch Wissensvermittler. Schöne neue Welt!

Mit traurigen Grüßen
Claudia Ludwig

Von: Eltern_in_SH [...] Im Auftrag von Astrid Schulz
Gesendet: Mittwoch, 17. Januar 2018 22:07
An: schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
Betreff: [SHEV] EINHEITSSCHULE aus Finnland als Vorbild: Die schleichende Umwandlung der Gymnasien in SH zu Gemeinschaftsschulen – per „Kabinettsystem“ oder „Lernraumkonzept“

Weitere Informationen zum „Kabinettsystem“ gibt es hier – aus Hamburg, wo es seit über 10 Jahren Schulen mit dem Kabinettsystem gibt:
http://www.hamburg.de/contentblob/2327704/data/hms-2-2010.pdf)

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Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) ist diesen Schritt als eine der wenigen Schulen in Schleswig-Holstein in dieser Woche bereits gegangen und hat das Klassenraum- durch das Lehrerraumprinzip ersetzt. Pädagogen und Schüler werden gleichermaßen von der neuen Struktur profitieren. Das zeigt das Beispiel der Gemeinschaftsschule Rugenbergen in Bönningstedt.
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05.01.18
Quickborn
Bonhoeffer-Gymnasium schafft Klassenzimmer ab
Burkhard Fuchs
Schulleiter Manfred Brandt mit Mittelstufenleiterin Kerstin Thomsen im neuen abgetrennten Aufenthaltsbereich für die siebten bis neunten Klassenstufen

Schule stellt aufs Kabinettsystem um: Alle Räume werden Lehrern zugeordnet, Schüler haben jede Stunde an einem anderen Ort Unterricht.


Quickborn. Großes Stühlerücken im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Quickborn. Den ganzen Vormittag wuselten am Montag die 630 Schüler und 51 Lehrer durch die Schule, schleppten Kartons mit Büchern hin und her, bemalten und dekorierten die Räume und bohrten und schraubten Bücherborde an die Wand. Grund für diese handwerklichen Arbeiten an der Oberschule war das neue Raumprogramm, das jetzt für zunächst zweieinhalb Jahre getestet wird. Danach gibt es an der Schule keine Klassenräume mehr. Die Schüler wechseln für jede Unterrichtsstunde in den Raum, der jetzt jedem einzelnen Lehrer für sein Fachgebiet zugeteilt worden ist.

„Dieses neue Kabinettsystem“, wie es Schulleiter Manfred Brandt bezeichnet, „bietet jedem Lehrer die Möglichkeit, seinen Fachraum individuell zu gestalten.“ Jeder Lehrer habe für seinen Raum die volle Verantwortung, wie er aussehen soll, welche Hilfsmittel, Karten oder Plakate er an die Wand hängen möchte oder wie die Sitzordnung sein soll, erklärt der Schulleiter. Die Schüler seien aktiv an der Gestaltung beteiligt. „Der Raum wird so zu einem eigenen pädagogischen Hilfsmittel“, sagt Brandt.

Die meisten Schulbücher bleiben in den Fachräumen

So malten Lina Rolfes, Lena Bartöck und Annika Sieling aus der 7c feinsäuberlich eine große Weltkarte an die Wand des neuen Geologieraumes, während Lion Bogen aus der Oberstufe mit anderen Schülern die Borde für die Atlanten an die Wand schraubte. Denn ein weiterer großer Vorteil dieses neuen Fachraum-Systems sei es, dass künftig die meisten Bücher in der Schule, in den jeweiligen Fachräumen, bleiben könnten. „Das entlastet vor allem die jüngeren Schüler, die nun viel weniger Gepäck in ihren Schulranzen haben werden“, erklärt Matthias Junge, der das Kabinett-Projekt an der Schule leitet. Dafür wurden auch mehr als 1000 Bücher neu angeschafft, die nun als Präsenzbibliothek in der Schule bleiben. Engagierte Mütter wie Angelika Csenteri und Dagmar Tittel halfen eifrig dabei mit, die neuen Bücher in Folien einzuschlagen.

Richtig gemütlich machte es sich in ihrem neuen Englisch-Raum Lehrerin Annette Berg. Sie hängte eine große US-Fahne an die Wand und ließ die Schüler lustige Sprüche auf Englisch formulieren. „Jetzt fehlen nur noch Ohrensessel und Teppich, wenn ich den Schülern etwas vorlese,“ sagte die Lehrerin.

Voll auf das neue System hat sich auch Lehrerkollege Ulf Brekenfelder eingestellt. An die Wände hat der große Fan der britischen Insel die Flaggen von England, Irland und Schottland und sogar den Windsors gehängt. In einer Ecke lacht Harry Potter vom Plakat, und ein paar Plastikschwerter laden zum Spaßduell. In der anderen Ecke hat er eine kleine Sitzecke aufgebaut, mit dem Union-Jack an der Wand und einer Maggie-Thatcher-Puppe auf dem Tisch. „Hier kann ich jetzt ganz individuell auf meine sieben Klassen mit ihren zwölf bis 26 Teilnehmern eingehen“, sagt der Englisch- und Geschichtslehrer.

Die Schüler halfen überall eifrig mit, obwohl sie nicht alle sofort vom neuen System überzeugt waren wie Oberstufenschüler Lion Bogen. „Ich war anfangs etwas skeptisch, weil wir ja jetzt Pausenzeit verlieren.“ So müssten die Schüler ja nun ständig in den Pausen zum nächsten Unterrichtsraum laufen. Mit einer Verstärkung des 90-Minuten-Block-Unterrichts soll dieses Hin- und Herlaufen bald auf ein Minimum beschränkt werden, kündigt Schuldirektor Brandt an.

Auch der alte Medienraum wurde aufgeräumt und mit einem großen Tisch versehen, damit die Schülerzeitungsgruppe hier nun ihre Konferenzen abhalten kann. Im PC-Arbeitsraum gibt es eine Ecke mit Fachzeitungen und wichtigen Infos.
Der Mittelstufentrakt im Flur ist nun nach Jahrgangsstufen aufgeteilt,
damit sich die Schüler hier wie zu Hause fühlen können. Mittelstufenleiterin Kerstin Thomsen; „Die bauen sich hier richtige kleine Höhlen.“

https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article213014949/Bonhoeffer-Gymnasium-schafft-Klassenzimmer-ab.html

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Kevin Kraus
11.01.2018 11.19
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] INTEGRATION? – Kriminalitätsstudie: Islamistische Tendenzen im Klassenzimmer // Derzeit kommen Kinder aus IS-Gebieten ... Heute 16:23 Uhr

Kriminalitätsstudie: Islamistische Tendenzen im Klassenzimmer

Von Marcel Leubecher, Ricarda Breyton | Stand: 10.01.2018 07:52 Uhr

Bei einer Kriminalitätsstudie zeigt sich: Von rund 300 befragten muslimischen Schülern der neunten Klasse in Niedersachsen kann sich jeder Dritte von ihnen gut vorstellen, selbst für den Islam zu kämpfen und sein Leben zu riskieren.

Quelle: WELT/Christin Brauer
Bei einer Befragung in Niedersachsen befürworten acht Prozent der muslimischen Schüler die gewaltsame Ausbreitung der Terrormiliz Islamischer Staat. Einige zeigen sogar Sympathie für Terroranschläge.

Die brisante Erkenntnis versteckt sich in Kapitel 4, Unterpunkt 1. „Extremismus und fundamentalistischer Islamismus“ lautet die Zwischenüberschrift des wenige Seiten umfassenden Absatzes. Er ist Teil der in der vergangenen Woche veröffentlichten Studie zu Ursachen von Zuwanderkriminalität, die der Kriminalwissenschaftler Christian Pfeiffer leitete.

Pfeiffer, der im Auftrag des Bundesfamilienministeriums forschte, untersucht in seiner Arbeit vor allem den Zusammenhang von Gewalttaten und Zuwanderung. Darin berichten die Autoren unter anderem auch über bislang nicht öffentlich präsentierte Ergebnisse einer 2015 repräsentativ durchgeführten Schülerbefragung. Sie weist auf einen beachtlichen Anteil muslimischer Schülern hin, die islamisch motivierte Gewalt und Terror begrüßen.

Seit 1998 befragt das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) regelmäßig niedersächsische Schüler zu Kriminalität – 2015 wurden erstmals auch Daten zu islamistischen Einstellungen erhoben. Befragt wurden 10.638 Jugendliche der neunten Jahrgangsstufe, 500 von ihnen gaben an, muslimischen Glaubens zu sein. Dabei nahmen nicht alle Muslime zu allen ihnen präsentierten Aussagen Stellung – rund 280 von ihnen gingen jeweils auf sie ein. Die Autoren verweisen darauf, dass die Gruppe vergleichsweise gering sei, dennoch halten sie die Ergebnisse für berichtenswert.

Jeder Dritte würde für den Islam kämpfen

Die Auswertung ergab: Jeder Dritte (29,9 Prozent) der muslimischen Schüler, die Angaben machten, kann sich „gut vorstellen, selbst für den Islam zu kämpfen und mein Leben zu riskieren“. Der Aussage „Die islamischen Gesetze der Scharia, nach denen zum Beispiel Ehebruch oder Homosexualität hart bestraft werden, sind viel besser als die deutschen Gesetze“ stimmten 27,4 Prozent zu.

Auffallend ist, dass in relevanter Größenordnung sogar die sunnitische Miliz Islamischer Staat (IS) und Terroranschläge begrüßt werden. So finden es 8,0 Prozent der antwortenden jungen Muslime richtig, dass ihre Glaubensbrüder im Nahen Osten versuchen, durch Krieg einen Islamischen Staat zu gründen; 3,8 Prozent bejahten gar den Satz: „Muslimen ist es erlaubt, ihre Ziele notfalls auch mit terroristischen Anschlägen zu erreichen.“ In der Zeit, zu der die Schüler befragt wurde, erlebte der IS gerade eine Hochphase.

Ein knappes Fünftel stimmte der Aussage zu: „Muslime werden auf der ganzen Welt unterdrückt; dagegen müssen sie sich mit Gewalt zur Wehr setzen“ (19,8 Prozent). Fast ebenso viele bejahten den Satz „Es ist die Pflicht jedes Muslims, Ungläubige zu bekämpfen und den Islam auf der ganzen Welt zu verbreiten“ (18,6 Prozent). Ein knappes Fünftel fand auch, dass „gegen die Feinde des Islams“ mit aller Härte vorgegangen werden müsse (17,7 Prozent). Tendenziell war die Zustimmung bei den männlichen Schülern etwas höher als bei den weiblichen – die Unterschiede waren aber nicht signifikant.

Nun können extremistische Einstellungen nicht direkt gemessen werden – Sozialforscher können lediglich Aussagen über Einstellungen möglichst repräsentativ erheben. So ist zum Beispiel denkbar, dass Schüler, die Gewalt begrüßen, dies in einer Befragung lieber für sich behalten. Es ist aber auch denkbar, dass Schüler in einem solchen Fragebogen besonders provokant wirken möchten und entgegen ihrer Intention radikale Ansichten ankreuzen.

Thomas Bliesener, Direktor des KFN, sagte dazu der WELT, in der Vergangenheit sei „in ähnlichen Schülerbefragungen eher ein Hang zur Übertreibung feststellbar“ gewesen. Laut dem Kriminologen dürfe man die Ergebnisse der Befragung also „nicht überbewerten, aber auch nicht herunterspielen“.

Auf die Frage der WELT, ob die Befragungsergebnisse aus dem Jahr 2015 den Sicherheits- und Kultusbehörden übermittelt wurden, oder ob diese auch erst in der vergangenen Woche durch die Veröffentlichung der Gewaltstudie davon erfahren habe, sagte Bliesener: „Die Befunde wurden schon verschiedentlich bei Seminaren diskutiert, auch im Beisein von Mitarbeitern der Sicherheitsbehörden.“

Niedersachsen setzt auf Prävention

Das Kultusministerium teilte auf Anfrage mit, die Studie derzeit „intensiv“ auszuwerten. „Die Präventionsarbeit genießt in Niedersachsen einen hohen Stellenwert“, sagte ein Sprecher. Man arbeite im schulischen Bereich „auf allen Ebenen“ daran, „Radikalisierungen im Vorfeld zu begegnen.“ Die von der KFN für die Studie befragten 500 Muslime stammten hauptsächlich vom Balkan, aus dem Libanon, Syrien, dem Iran, dem Irak und Pakistan. Die meisten, 289, waren türkischer Herkunft.

Für Türkeistämmige aller Altersgruppen gibt es auch eine repräsentative Studie. Das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster ließ für sie 2016 eine der bisher umfassendsten Befragungen türkischstämmiger Einwanderer über Integration und Religiosität durchführen.

Damals zeigte ein nicht geringer Anteil der Befragten Sympathie für islamistische Aussagen. Dem Satz „Muslime sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds anstreben“ stimmten in der von Emnid erhobenen Umfrage 32 Prozent „stark“ oder „eher“ zu. Ein beachtlicher Anteil, nämlich jeder Fünfte, teilte die Auffassung: „Die Bedrohung des Islam durch die westliche Welt rechtfertigt, dass Muslime sich mit Gewalt verteidigen.“


https://www.welt.de/politik/deutschland/article172327527/Kriminalitaetsstudie-Islamistische-Tendenzen-im-Klassenzimmer.html

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See


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Kevin Kraus
08.01.2018 15.10
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Altersfrage bei Flüchtlingen : Kinder mit Bärten

• Von Lydia Rosenfelder

• -Aktualisiert am 07.01.2018-14:59

Umstritten: In den vergangenen Tagen wurde heftig über die Altersprüfung von Flüchtlingen debattiert. Bild: Andreas Mueller

Ein 19 Jahre alter Junge gibt an, zwölf zu sein. Er geht zur Schule, dealt mit Drogen, verprügelt Mitschüler. Solche Extremfälle lassen sich jedoch verhindern.

Er hatte Bartwuchs, trug Anzüge und Parfum. Er war zwar nicht sehr groß, aber doch ein ausgewachsener Mann. In der Schule war allen klar, dass er nicht zwölf Jahre alt ist. Aber seine Familie hatte es im Asylverfahren so angegeben. Geburtsdatum 1. 12. 2004. Wahrscheinlicher war, dass er schon volljährig war. Am Nikolaustag im Jahr 2016 kam er zum ersten Mal zum Unterricht. Die Oberschule im Süden Berlins war seine sechste Station. Warum er so oft die Schule gewechselt habe, wurde er gefragt. Er sei oft umgezogen.

Schon am ersten Tag stürmte er mitten im Unterricht aus dem Klassenzimmer. Er war aggressiv, aber auch sehr manipulativ. Er berichtete von seinem „Schultrauma“: Bomben hätten seine Schule im irakischen Mossul getroffen. Er kam nur unregelmäßig zum Unterricht und nutzte die Schule, um Drogen zu verkaufen. Immer warteten Leute auf ihn, immer tauschte er etwas aus und ließ sich von den Lehrern nicht erwischen. Er war oft zugekokst, hatte Mädchen und drei Rechtsanwälte.

Das ging so weiter, bis der Krankenwagen vor der Schule stand.

Schlägerei.
Drei Schüler waren bereit, gegen Abbas R. auszusagen. Welche Waffen er stets mit in die Schule brachte zum Beispiel: Schlagring, Schlagstock, Elektroschockgerät, Messer und Pfefferspray. Wie er andere Schüler angegriffen hat. Die Zeugen waren auch Flüchtlinge, zwei afghanische Jungs und ein ägyptisches Mädchen. Abbas war nach der Schlägerei selbst verletzt und lag im Krankenhaus. Er saß mit dem Handy im Bett und drohte seinen Mitschülern, wollte sie von ihrer Zeugenaussage abbringen. Die gesamte Flüchtlingsklasse war wochenlang völlig aufgelöst, an Unterricht nicht zu denken.

Fast 100 Einträge in der Polizeiakte


Die Polizei kannte Abbas. Er hatte fast hundert Einträge. Darunter gewerblichen Drogenhandel und Körperverletzung. Polizisten kamen auch an die Schule. Ob er wirklich zwölf Jahre alt sei? Die Lehrer: Natürlich nicht. Aber wie alt war er? War er strafmündig, also mindestens vierzehn? Als er im Krankenhaus war, hätte man eine medizinische Altersbestimmung machen können. Hätte. Das Jugendamt, so heißt es, war nur dann hilfreich, wenn es um Schulmaterialien ging.

Abbas war dann nicht mehr an der Schule. Er machte ein Praktikum in einem Steakhouse. Dort wurde er im Mai 2017 gemeinsam mit seinem Vater festgenommen. Der Generalbundesanwalt teilte mit: Ihnen wird vorgeworfen, als Mitglieder des „Islamischen Staats“ im Irak Kriegsverbrechen begangen zu haben. Das wahre Alter von Abbas wurde medizinisch ermittelt. Er war volljährig.

Die extreme Geschichte von Abbas zeigt, wie in der Asylpolitik in Deutschland geltendes Recht außer Kraft gesetzt wird. Die Familie behauptete bei der Einreise einfach, Abbas sei 2004 geboren. Und das wurde so akzeptiert.
Das war im Jahr 2015 ... .

[... weiter bei faz.net:]

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/altersfrage-bei-fluechtlingen-kinder-mit-baerten-15377977.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0


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Kevin Kraus
07.01.2018 19.59
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Dr. Ulrich Kliegis an SHEV

Re: [SHEV] [G9-SH] Das liebe Geld.... Heute 11:55 Uhr
Von:
Ulrich G. Kliegis
An: Initiative G9-jetzt!
Kopie: eltern_in_sh@elternverein-sh.de


Moin,
rechnen wir mal weiter: Mit so vielen (und hoffentlich guten und mit sinnvollen
Aufgaben betreute) Lehrern werden unsere Kinder um einen Faktor X besser
ausgebildet, erzeugen so ein wesentlich (n^X) höheres Bruttosozialprodukt, woraus
über Steuern die Fehler der Vergangenheit, das immense Staatsdefizit, besser
getilgt werden kann, und es wird immer noch was übrigbleiben.

Was lernt uns das? (sic!)

Wir brauchen viel mehr BER. Oder denk ich da in die falsche Richtung?

Man muß immer mit dem besten rechnen – mit unserem Steuergeld.

Gruß, schönen Sonntag!

UK


Von: „Robert. Chr. Klein“ <...>
An: „Initiative G9-jetzt!“
Datum: Sun, 7 Jan 2018 01:30:21 +0100
Betreff: [G9-SH] Das liebe Geld....
Antwort an: „Initiative G9-jetzt!“

>
> Ich höre gerade in den Nachrichten: „Der Flughafen BER
> benötigt für seine Fertigstellung eine weitere Milliarde
> Euro.“ Rechnen wir mal grob: Mit dem Geld könnte man weit
> mehr als 2000 Lehrer für 10 Jahre bezahlen! Und wenn
> man noch weiter berechnet, dass diese rund ein Drittel des
> Gehalts als Steuern gleich wieder abgeben, wären
> davon noch einmal 666 zu finanzieren, von deren Steuern wieder
> 222 usw. Grob gerechnet bedeutet das3000
> Lehrerstellen für 10 Jahre oder1 BER-Baustelle für
> endlos. Diese Info nur für den Fall, dass noch jemand glaubt,
> Lehrermangel wäre eine Finanzierungsfrage. Viele GrüßeRobert
> Klein, Plön

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Sigmar Salzburg
29.12.2017 07.35
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Anmerkung zum Bericht von Josef Kraus:

Unter den zahlreichen Kommentaren bei TichysEinblick.de finden sich auch zwei, die direkt die Rechtschreib„reform“ ansprechen:

Kapitän Notaras
25.12.2017
„Dieser „Duden“ ist so überflüssig, wie es die Rechtschreibreform war.“
Hier bin ich dezidiert anderer Meinung. Die Rechtschreibreform war ein Verbrechen, das maßgeblich zur Schändung der Sprache beigetragen und den perversen Ideen der Gender-Sprachpantscher erst Tür und Tor geöffnet hat.
Sonst würden die meist allein stehenden (unverheirateten) Genderknallköppe nämlich ziemlich allein stehen.

Marco Mahlmann
27.12.2017
Nun, Herr Kraus, genauso, wie Sie nicht gendern, brauchen Sie auch die Rechtschreibreform nicht anzuwenden. Sie lehnen beides völlig zu Recht ab; dann lassen Sie auch beides. Spätestens jetzt als Pensionär verpflichtet Sie niemand mehr darauf.
Ich bin im aktiven Schuldienst und gendere nicht, was noch nirgendwo beanstandet wurde, und ich wende auch nicht die Rechtschreibreform an. Das macht zwar etwas Mühe, weil ich bestimmte Wörter und mit „daß“ eingeleitete Nebensätze vermeiden muß, aber diese Mühe ist mir die Sprache wert – anders als die Mühe, die ein Gendern machen würde. Dessen Sinn sehe ich partout nicht ein.
Vielleicht wird Kraus ja von Tichy auf die „Reform“ verpflichtet.

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Kevin Kraus
28.12.2017 10.45
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes: Neues Duden-Machwerk: „Richtig gendern“

Neues Duden-Machwerk: „Richtig gendern“
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/neues-duden-machwerk-richtig-gendern/

Von Josef Kraus

Mo, 25. Dezember 2017

Albert Einstein wird folgender Spruch zugeschrieben: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Nun, es war Einstein selbst, der bewiesen hat, dass das Weltall nicht unendlich ist. Also bleibt wahrlich nur noch die Unendlichkeit der Dummheit.

Bedurfte es dafür eines weiteren Beweises, so hat ihn soeben der Duden-Verlag mit einem neuen „Duden“ geliefert. Oder heißt er/sie/es jetzt die Duda, Dudin, Dud/in, DudIn, Dud-In, Dud_in, das Duden, das Dudix? Für 12 Euro sind 120 Seiten mit folgendem Titel zu haben: „Richtig gendern: Wie Sie angemessen und verständlich schreiben“. Die 120 Seiten Text verfasst haben – ganz und gar nicht gendergerecht tituliert – Anja Steinhauer („Autor“, sic!) und Gabriele Diewald (ebenfalls „Autor“).

Eingeführt wird der Nutzer der 120 Seiten mit dem Versprechen, dass er zukünftig „angemessen und verständlich“ schreiben könne und dass sich damit eine gendergerechte Sprache etabliere, wie sie die moderne Gesellschaft im Sinne einer Realisierung von Gleichstellung einfordere. Ja sogar das Grundgesetz wird bemüht – und zwar mit Artikel 3, Absatz 2: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ In kleinerer Münze geht es nicht. Allerdings erklären uns die Autorinnen nicht, was das mit Gendersprache zu tun hat.

Es folgen dann bereits in der Einleitung verheißungsvoll einige Fragen: „Gendern ist in vielen Institutionen und Firmen zum Standard geworden, aber wie macht man es richtig? Männer, Frauen und wie viele Geschlechter noch? Welche sprachlichen Möglichkeiten gibt es für das Gendern? Welche wähle ich für meine Institution, Firma, für meinen Text? Wie vermeide ich, dass der Text zu sperrig wird?“ Außerdem will der Band Hilfestellung leisten, damit ein Text durch die vielen Binnen-I, Sternchen und Unterstriche in und zwischen den Wörtern nicht »zu sperrig wird«. Getoppt wird der Band schließlich mit einen „Abriss über Geschichte und Funktion des Genderns“. Ein Verriss wäre wohl intellektuell anspruchsvoller gewesen.

Das „Neue Deutschland“, Ausgabe vom 16. Dezember 2017, ist begeistert: „Der Ratgeber ist dringend notwendig, denn die Zahl der Geschlechter hat zugenommen. Es gibt mittlerweile mindestens 32 Zuordnungen, vom einfachen Mann (Mann), Frau (Frau) und Bigender (also jene, die Mann und Frau in sich vereinen) über Transgender (Menschen, deren Geschlechtsidentität von der abweicht, die ihnen bei der Geburt aufgrund körperlicher Merkmale zugewiesen wurde) bis zu Demiboys und Demigirls (Personen, die sich teilweise als Mann/Junge oder Frau/Mädchen identifizieren, egal welches Geschlecht bei der Geburt bestimmt wurde). Es gibt zahlreiche Zwischenstufen; etwa mehrere Ausprägungen des »fließenden Geschlechts« (Genderfluid), bei denen sich das Geschlecht manchmal, sehr oft oder nur sehr selten ändert (auch mehrmals am Tag). Die Skala ist nach oben hin offen.“ Wow, jetzt wissen wir Bescheid! Allerdings reichen für 32 Geschlechter keine 120 Seiten gendersensiblen Sprachdiktats aus!

Franzosen nehmen ihre Sprache ernst


Premier Philippe macht Schluss mit der „gendersensiblen“ Sprache

Was ist von den 120 Seiten zu halten? Ganz einfach: Dieser „Duden“ ist so überflüssig, wie es die Rechtschreibreform war. Er ist das Machwerk einer an Orwell‘schen Neusprech erinnernden Sprachpolizei, die mittels Sprache Volkspädagogik inszeniert. Die Reaktionen des Bürgers „Normalo“ sind denn auch zutreffend. Zum Beispiel die Rezensionen, die Privatleute bei „amazon“ eingestellt haben: „Pedantische Scheinpräzisierung“, schreibt jemand. Oder ein anderer: „Pfui Teufel – und so etwas von einem angeblich renommierten Verlag. Geht’s noch?“ Oder: Das ist „sprachliche Autokratie aus den Echo-Räumen von Gender-Professuren.“ Oder sehr bodenständig: „DER Käse hat genauso wenig Männliches an sich wie DIE Wurst Weibliches an sich hat.“

In Frankreich hat man diesen Käse gerochen. Dort geht man massiv gegen eine gegenderte Sprache vor. Kompliment!

Und hier noch ein Lesetipp: Wer einen messerscharfen Anti-Gender-Duden lesen möchte, der besorge sich Tomas Kubeliks Buch “Genug gegendert! Eine Kritik der feministischen Sprache“. Der Autor dieses Bändchens hat anlässlich der Leipziger Buchmesse 2016 den mit 2.500 Euro dotierten Jürgen-Moll-Preis für verständliche Wissenschaft erhalten.
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Fußnote: Sorgte für Gelächter und etwas Spott in den sozialen Medien. Zwei Autorinnen als „Autor“. Stand heute noch so auf der Duden-Webseite: www.duden.de/Shop/Richtig-gendern
--

Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
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Kevin Kraus
20.12.2017 18.32
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Sogar die Muslim-Verbände kritisieren das Johanneum. In einer schriftlichen Stellungnahme schreibt der muslimische Landesverband: Die Schule habe eine Diskussion angestoßen, die „schnell zu einem Vorurteil gegenüber allen Muslimen“ führen kann.
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Lüneburger Gymnasium sagt Weihnachtsfeier nach Kritik von Muslimin ab

19. Dezember 2017 17:28 Uhr
Muslimische Schülerin beschwert sich: Lüneburger Gymnasium sagt Weihnachtsfeier ab

Übertriebene Rücksicht oder doch angemessen? Ein Lüneburger Gymnasium hat die Weihnachtsfeier im Unterricht abgesagt, weil sich eine muslimische Schülerin beschwert hatte – die Meinungen über die Entscheidung gehen auseinander.

Die Weihnachtsfeier am Johaneum in Lüneburg ist jetzt freiwillig und auf den Nachmittag verlegt

Aufregung im beschaulichen Lüneburg: Die Schulleitung des Johanneum-Gymnasiums hat die Weihnachtsfeier im Unterricht abgesagt. Grund ist die Beschwerde einer muslimischen Schülerin aus dem vergangenen Jahr, dass die christlichen Weihnachtslieder nicht mit ihrem Glauben vereinbar wären. Um dennoch eine Weihnachtsfeier zu haben, organisieren Schülervertreter eine Feier, die auf freiwilliger Basis am Nachmittag stattfindet, berichtet der „NDR“

„Es ist auch wirklich schwierig für die Schulleitung, einen Kompromiss einzugehen. Man möchte nicht nur eine Veranstaltung für Christen machen und andere Religionen ausgrenzen“, beschreibt Schulsprecherin Thurka Parathaman dem " NDR“ das Problem. Die Vorsitzende des Schulelternrats sagte demnach, die Verlegung auf den Nachmittag sei ein Kompromiss, mit dem sie leben könne.

Schüler reagieren mit Unverständnis auf abgesagte Weihnachtsfeier

Viele Schüler reagieren hingegen mit Unverständnis. Eine Schülerin sagte, man könne ja auch muslimische Lieder singen. Ein anderer sagte laut dem Bericht, dass da jetzt ein Problem sei, wo vorher gar keins war. Bei der Entscheidung beruft sich das Gymnasium auf das niedersächsische Schulgesetz. Dort heißt es, dass im Unterricht auf religiöse Überzeugungen zu achten sei und auf Empfindungen Andersdenkender Rücksicht genommen werden müsse. Auch im Musikunterricht würden keine religiösen Lieder gesungen, sagte der Leiter des Gymnasiums. Für eine weitere Stellungnahme war die Schule nicht zu erreichen.

Wäre es nach der Landesschulbehörde gegangen, hätte die Schule die Weihnachtsfeier nicht absagen müssen. Jede Schule könne selbst entscheiden, wie die Regelung umgesetzt werde. Der Paragraf im Schulgesetz sei kein Verbot, christliche Lieder zu singen. „Wenn eine Weihnachtsfeier verpflichtend stattfinden soll, dann raten wir den Schulen, dass religiöse Anteile maßvoll eingesetzt werden. Es darf also nicht den Charakter eines Gottesdienstes haben“, sagt Bianca Schuleich, Sprecher der Schulbehörde.

Verwunderung an anderen Lüneburgern Schulen

Es bleibt die Frage, warum nicht auch muslimische Schüler an einer christlichen Weihnachtsfeier teilnehmen können? An anderen Schulen in Lüneburg ist man verwundert. In der katholischen Grundschule in Lüneburg nehmen muslimische Schüler an der Weihnachtsfeier teil, sagte Schulleiter Patrick Schnüttgen. Muslimische Eltern hätten ihre Kinder teilweise bewusst an der Schule angemeldet, damit diese auch andere Kulturen und Religionen kennenlernen. Sogar die Muslim-Verbände kritisieren das Johanneum. In einer schriftlichen Stellungnahme schreibt der muslimische Landesverband: Die Schule habe eine Diskussion angestoßen, die „schnell zu einem Vorurteil gegenüber allen Muslimen“ führen kann.

https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/muslimin-beschwert-sich--lueneburger-gymnasium-sagt-weihnachtsfeier-ab-7793376.html

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Kevin Kraus
18.12.2017 16.27
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Katholisches Elitegymnasium stellt Lehrerin mit Kopftuch ein

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/katholisches-elitegymnasium-stellt-muslimische-lehrerin-mit-kopftuch-ein/

Von Josef Kraus
Fr, 15. Dezember 2017

In Berlin hat ein Jesuitenpater und Leiter eines katholischen Gymnasiums mit der Einstellung einer Kopftuch tragenden muslimischen Lehrerin von sich reden gemacht. In Berlin, wo man – wie in fast allen deutschen Landen – Lehrerinnen hochoffiziell das Tragen eines Kopftuches an öffentlichen Schulen untersagt hat. Der Pater Tobias Zimmermann ist gebürtiger Münchner und Rektor des als elitär angesehenen und 1925 gegründeten Canisius-Kollegs in Berlin-Tiergarten. Namengeber der Schule ist übrigens der Hl. Petrus Canisius (1521 – 1597). Dieser war zu seiner Zeit Exponent der Gegenreformation.

Große Schlagzeilen hatte die Schule 2010: Der damalige Schulleiter Klaus Mertes deckte auf, dass es an seiner Schule in den 1970er/1980er Jahren Fälle von Missbrauch gegeben hatte; er gab damit einen maßgeblichen Anstoß dazu, dass viele andere Schulen (auch die Odenwaldschule) sich ihrer Vergangenheit stellen mussten. Das ist Geschichte, wenn auch eine mühsam aufgearbeitete.

Falsches Signal

Kind mit Kopftuch: Vorbereitung auf die WM 2022 in Katar?

Zurück zu Pater Zimmermann: Als Jesuit sieht er sich in der Tradition des Ordens „Societas Jesu“ (SJ), der 1534 von Ignatius von Loyola gegründet wurde und bald eine Macht darstellte. In den Jahrhunderten seither sind Jesuiten und deren Zöglinge nicht nur in der katholischen Kirche, sondern in der hohen Politik zu gestaltenden Kräften geworden. Papst Franziskus ist Jesuit. Und in der Europäischen Union geben bzw. gaben Jesuitenschüler maßgeblich den Ton an: Jean-Claude Juncker, José Manuel Barroso, Mario Draghi und Herman Van Rompuy. Schlaue Jungs – so wird das Kürzel SJ von Kennern übersetzt.

Nun macht das Canisius-Kolleg inmitten der stets virulenten Debatte um die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland in ganz anderer Hinsicht auf sich aufmerksam. Der seit 2011 amtierende Kolleg-Rektor Zimmermann hat eine Kopftuch tragende Lehrerin eingestellt. Wie der Zopf tragende Pater betont, nicht deshalb, weil ihm sonst Lehrer fehlten, sondern ganz bewusst. Den Wünschen der Berliner Grünen folgend, die dort noch umstritten sind?

In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“, Ausgabe vom 11. Dezember 2017, legt er seine Beweggründe dar. Auf die Frage der Journalistin Kathrin Spoerr, warum er diese Lehrerin eingestellt habe, antwortet er gleich zu Beginn der Interviews: „Warum nicht?“ Schlaue Jungs, siehe oben: eine Frage mit einer Gegenfrage beantworten. Aber der Pater wird dann doch konkreter: Er wollte mit dieser Entscheidung „einen Pflock einschlagen“, er wäre glücklich, wenn sein Handeln zum Anfang einer offenen Debatte würde, und es gefalle ihm, „wie da alle Klischees durcheinandergewirbelt“ würden.

Säkularisierung verwirklichen

Islamischer Religionsunterricht aktuell und grundsätzlich

Ob das Kopftuch ein Zeichen gelungener oder gescheiterter Integration sei, wird der Rektor gefragt. Seine Antwort: „Ich denke, es am Kopftuch festzumachen, ist albern.“ Bemerkenswert auch seine anderen Aussagen: Der Islam könne uns aus unserem Hochmut herausholen. An anderer Stelle freilich: „Was Muslime in Deutschland wollen, wissen wir ja nicht genau …“ Im übrigen gibt Jesuit Zimmermann den Relativierer: „Aber mir ist nicht nur an bestimmten Rezeptionen des Korans manches suspekt, sondern auch solchen des Katholizismus“. An „Rezeptionen“ also, nicht am Islam selbst. Den Begriff Leitkultur hält der Pater für „absurd“. Leitkultur sei eine Fiktion, meint er. Von der Trias Jerusalem/Athen/Rom als den tragenden ideellen Säulen europäischer Leitkultur hat der Theologe wohl noch nichts gehört.

Die Einstellung der Lehrerin bezeichnet Zimmermann zum Ende des Interviews als einen „Dienst, den wir Christen der Gesellschaft tun.“
Nachdem er zuvor gemeint hatte: „Wir haben, was Religion betrifft, ein Bildungsproblem. Und der Islam hilft uns da weiter.“ Das kommt einem vor wie Merkel. Hatte sie vor Jahresfrist auf einem Parteitag in Mecklenburg-Vorpommern nicht gesagt, ihre Partei müsse mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit den christlichen Wurzeln pflegen? Konkret schlug sie damals vor, Liederzettel zu kopieren und jemanden aufzutreiben, der Blockflöte spielen kann.

Bei so viel Wahlverwandtschaft wird es höchste Zeit, dass Zimmermann im Kanzleramt empfangen wird. Und höchste Zeit für die Aushändigung eines Toleranzpreises.

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Sigmar Salzburg
15.12.2017 00.13
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Re: Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Zitat:
Ursprünglich verfaßt von Peter Schmachthagen
... Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat inzwischen einen Kanon von 800 Wörtern verkündet, deren Schreibweise alle Viertklässler am Ende der Grundschule beherrschen müssen. Außerdem verbot er die Methode „Lesen durch Schreiben“, was bei einigen Eltern und Lehrern nicht ohne Widerspruch blieb. Doch wo die Einsicht fehlt, muss die Obrigkeit eingreifen...

Der Verfasser beschwört die höhere Einsicht der Obrigkeit gegenüber dem beschränkten Untertanenverstand. Nachtigall, ick hör dir trapsen!

Deswegen meinte doch die Politik, sich der „Reform“ unserer bewährten Rechtschreibung zuwenden und dazu unsere Schulkinder instrumentieren zu müssen. Schmachthagen unterschlägt wieder diesen Bruch in der Literatur- und Lesetradition und bauscht dafür die Reichen-Methode auf.

Ein aufgewecktes Kind braucht keine Anlauttabelle. Das ist ja wie chinesische Zeichen aufsuchen. Einmal gesehen, ausgesprochen und geschrieben, dann sitzt der Buchstabe – schneller als bei vielen Erwachsenen. Es muß alles nur noch durch Übung geläufig werden.

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