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Schwarzer Humor, Satire
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Sigmar Salzburg
30.07.2018 15.01
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Ein Stengel bleibt ein Stengel

Erinnerungen an den Meister des Eigenlobs

Von Antje-Gesine Marsch

Heute vor 15 Jahren starb der Schriftsteller, Satiriker und Kabarettist Hansgeorg Stengel. Der gebürtige Greizer hatte Wortwitz wie kaum ein anderer.

Heute jährt sich der Todestag von Hansgeorg Stengel zum 15. Mal. Bekannt war der gebürtige Greizer vor allem für seinen scharfen Wortwitz, mit dem er gegen die Sprachschludereien der Deutschen ins Feld zog: Stengel – geboren am 30. Juli 1922 auf dem Schlossberg 10, verstorben an seinem 81. Geburtstag 2003 in Berlin – hatte seine Heimatstadt schon in den 1970er Jahren weit über die Landesgrenzen berühmt gemacht. Und zwar mit den Bänden „Greizer Sonate“ und „Greiz und quer“, in denen Stengel Persönlichkeiten, Begebenheiten und Ereignisse näher beleuchtete.

50 Bücher veröffentlichte Stengel, darunter solche Klassiker wie „So ein Struwwelpeter“, „Stenglisch for you“ oder „Rettet dem Dativ“. Er schrieb die Kolumne „Wortadella“, erfand die Kreuzworträtsel für Querdenker“, schrieb mit „Annasusanna“ das wohl erste Buch, das man sowohl von vorn nach hinten als auch umgekehrt lesen konnte und bereiste zudem als Kabarettist das Land. Im DDR-Fernsehen machte er sich rar, da er darauf bestand, sich nicht in seine Texte hineinreden zu lassen...

Stengel galt als eigenwillig und zudem mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet: „Ich bin mir sehr sympathisch“ oder „Ich hänge sehr an mir“ gehörten zu den Lieblingszitaten des Autors. Bereits 1950 hatte er seiner Heimatstadt den Rücken zugewandt, um beim „Eulenspiegel“ – damals noch „Frischer Wind“ – in Berlin zu arbeiten. „Mit Schrubber und Besen“ war sein erstes Buch, das im selben Jahr erschien. Seit 1959 war Hansgeorg Stengel als freier Redakteur und Kabarettist tätig. 150 Auftritte und 30.000 gefahrene Kilometer konnte der „Schriftsteller im besonderen Einsatz“ in einem Jahr nachweisen. „Er teilte gern aus, konnte aber auch damit umgehen, wenn man ihm einen einschänkte“, urteilte der Schriftsteller und Stengel-Freund Peter Ensikat in einem Interview.

Besonders die Sachsen hätten oft im Fokus seiner humoristischen Betrachtungen gestanden. „Sie haben keine Sprache, lediglich ein Signalsystem“, wie es Stengel formulierte. Ein einziges „Signal“, das einem „Klingeln“ ähnlich sei, könne vier Bedeutungen haben. Beispielsweise „Lähm“. Es könne „Lehm, Leim, Leben oder Löwen“ bedeuten. Für den „Meister des Eigenlobs“ war auch das Wort „Wende“ viel zu unpolemisch. Er nannte sie „Heimholung“. Bekannt wurden seine Betrachtungen über die Raumfahrt im Vogtland: „Ich stand auch auf der Liste der kosmischen Kandidaten – Schießt den Stengel auf den Mond!“

In den letzten Lebensjahren hatte der selbsternannte „Wortpolizist“ der Rechtschreibreform den Krieg angesagt; schließlich betraf sie ihn selbst: „Ich lasse mich nicht verumlauten.“ So wurde Hansgeorg kein Stängel. ...

Eine Ehrung wurde Stengel in diesem Jahr postum zuteil: An seinem Geburtshaus auf dem Schlossberg wurde Mitte Mai eine Gedenktafel angebracht.

freiepresse.de 30.7.2018

Gegen „höhere Kreise” kann ein schwacher Stengel eben nur mit seinem Namen stehen.

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Sigmar Salzburg
05.07.2018 15.47
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Schwer_wiegende „Reformen“ und ihre Bücher

[SPON EinesTages:] Pssssst. Es ging zwar nur um Zahlen, aber diese Operation war so geheim, dass sie den verschwörerischen Codenamen „Handy“ trug. Sie sollte Deutschland revolutionieren und die veränderungsmuffeligen Deutschen umerziehen. An der Spitze dieser Revolution: der Hamburger Comic-Zeichner Ully Arndt.

Er brauchte nur Zettel, Stift und eine gute Idee. In ein paar Stunden entwarf Arndt 1992 eine knallgelbe, sprechende, rotzfreche Hand – anatomisch unmöglich: fünf Finger auf zwei Beinen. Der Zeigefinger ein zähnebleckendes [„Reform“: Zähne bleckendes] Gesicht. Die Augen hinter einer fetten Sonnenbrille versteckt.

Fertig war "Rolf", der damals noch nicht Rolf hieß und von dem sein Schöpfer bis heute nicht weiß, warum gerade Rolf. Vier Buchstaben für eine Figur mit fünf Fingern, die immerzu „Fünf ist Trümpf“ krakeelte und den Deutschen die neuen fünfstelligen Postleitzahlen beibringen sollte, die am 1. Juli 1993 eingeführt wurden...

In den Comic-Clips wurde Rolf ständig von einem schweren Buch mit den neuen Postleitzahlen erschlagen. Arndt glaubte damals, dass sich viele Bürger genauso fühlten: erschlagen von einer Reform, „auf die keiner Bock hatte“...

spiegel.de 29.6.2018

Die richtige Bockmist-„Reform” kam drei Jahre später mit dem „richtigen“ Rolf [Wernstedt], von dem viele Bundesbürger hofften, er würde vorher noch rechtzeitig von dem dazugehörigen unsinnsschweren Buch erschlagen – dem gegenüber 1926 doppelt so schweren Reform-Duden.

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Sigmar Salzburg
21.06.2018 08.18
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Mein Kommentar zur laufenden Politik:

Der unbedingte Machtwille

Hitler gelang (gegen die SPD) in zwölf Jahren
die Teilabschaffung Deutschlands:

Reichstagswahl November 1932:
NSDAP 33,1 Prozent – SPD 20,4 Prozent


Merkel gelingt (mit der SPD) in zwölf Jahren
zunehmend die Abschaffung Rest-Deutschlands:

Bundestagswahl September 2017:
CDU/CSU 33 Prozent – SPD 20,5 Prozent

__________________
Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
30.05.2018 09.36
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Versteht Google lateinische Witze?

Meinen zu „Danaos virides“ (Grüne Griechen) erweiterten Laokoon-Spruch ergänzt die Suchmaschine sogleich mit dem Bild des fettgewordenen Joschka Fischer. Jetzt fehlt nur noch Katrin Göring-Eckardt mit ihren „Menschengeschenken“.

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Sigmar Salzburg
20.05.2018 13.12
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Politisch korrekte Karikaturen

In den Sechziger Jahren hängte der Staatsanwalt ein Bild des Malers Georg Baselitz ab: „Die lange Nacht im Eimer“ – weil es einen Onanierenden mit Riesengemächt zeigte und somit sittengefährdend sei.

Wiki: » Der Kunsthistoriker Klaus Gallwitz beschrieb das Motiv: „Die Gestalt, die vom Körperbau an einen Jungen erinnert, steht mit gespreizten Beinen da und hält mit der linken Hand einen überdimensionierten Phallus.“«
Die satirische Zeitschrift Pardon brachte dazu eine Maßtabelle für die von Phall zu Phall zulässigen Penislängen, beginnend mit „beklagenswert“ über „hochanständig“, „anständig“, „jugendgefährdend“ „unsittlich“ oder so ähnlich ... das Höchstmaß weiß ich nicht mehr.

Jetzt ist es wohl an der Zeit, Euronormen für zulässige Ohrengröße, Lippendicke und Nasenlänge karikierter Juden in Brüssel ausarbeiten zu lassen, wie der Fall Hanitzsch in der Süddeutschen zeigt:
18. Mai 2018, 18:10 Uhr
In eigener Sache
Stereotype und Klischees

Kurt Kister erklärt die Haltung der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“ zur Netanjahu-Karikatur und die Gründe, die zur Trennung vom langjährigen Karikaturisten Dieter Hanitzsch geführt haben..

Von Kurt Kister, Chefredakteur

Am Dienstag erschien auf der Seite Vier eine Zeichnung unseres langjährigen Karikaturisten Dieter Hanitzsch. Man sah eine Figurine des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, ... Im Gesicht des karikaturistisch Porträtierten sah man eine sehr große Nase und eher dicke Lippen. Die Ohren waren sehr groß...

Diese Karikatur führte innerhalb und außerhalb der SZ zu Verwerfungen, zu denen auch gehört, dass die Chefredaktion die Entscheidung getroffen hat, dass Dieter Hanitzsch nicht mehr für uns zeichnen wird...

Anders als der Zeichner und der Redakteur bin ich der Auffassung, dass sie antisemitische Stereotype oder Klischees enthält. Ich kenne Dieter Hanitzsch lange genug, um zu wissen, dass er weder Rassist ist noch Antisemit.

Das aber ändert nichts daran, dass die Art der karikaturistischen Überzeichnung der Netanjahu-Figur physiognomische Merkmale hat, die auch heute noch in vielen Ländern dieser Erde benutzt werden ...

sueddeutsche.de 18.5.2018
Karikaturen sollen den Typus des Karikierten durch Überzeichnung symbolisch kenntlich machen. Das ist jetzt anscheinend nicht mehr möglich: Demnächst dürfen Schwarze nur noch weiß dargestellt werden, Chinesen ohne Schlitzaugen und Netanjahu wohl auch nicht mit Schlitzohren.

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Sigmar Salzburg
11.05.2018 10.51
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Der Traum extremer Emanzen

Forscher filmen erstmals lebenden Fächerflossen-Seeteufel
Bei der Paarung von Fächerflossen-Seeteufeln verschmelzen die Tiere, anschließend verdaut das Weibchen das Männchen.

Auf Fotos und einem Video ist ein trächtiges Weibchen zu sehen, an dem ein Zwergmännchen angewachsen ist. Die Weibchen sind bis zu 60 Mal größer als die Männchen. Nachdem sich das Männchen angedockt hat, verschmelzen beide Körper für die Befruchtung. Anschließend ist es möglich, dass das Weibchen das Männchen komplett verdaut. Auf den Aufnahmen der Jakobsens ist zu sehen, dass der Kopf des Männchens schon absorbiert wurde. „Das Tier kann sich aber noch selbstständig bewegen“, sagte Tiefseeforscherin Boetius.
spiegel.de 23.3.2018

Nur das Verschmelzen dürfte auf die Männerfeindinnen noch abstoßend wirken. Daher werden sie darauf hoffen, daß mit fortschreitender Evolution und Wissenschaft die kleiner werdenden Zwergmännchen aus der Käfighaltung ganz durch Spermien neuartiger Stammzellenlinien ersetzt werden können.

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Sigmar Salzburg
25.03.2018 10.08
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BILD

Nahles* soll Schulz vor Gabriel gewarnt haben
„Entweder du killst ihn,
oder er killt dich“

Es war ein beispielloser Absturz. Martin Schulz hat für die SPD die große Koalition ausgehandelt. Heute sitzt er als einfacher Abgeordneter im Bundestag. In der SPD herrschten zuletzt raue 😠 Sitten. Das legen Äußerungen von Fraktions-Chefin Andrea Nahles nahe, die jetzt bekannt geworden sind.
bild.de 25.3.20l8

Nicht in BILD:
Vorsicht! Killt!

Nach Wattenrat, eig. für Ex-MP McAllister.

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Sigmar Salzburg
15.03.2018 12.11
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Satire-Website „Der Postillon“ ...

... als Sprachwahrer des Jahres ausgezeichnet

Die Leser der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“ kürten sie zum Sieger. Wie das in Erlangen erscheinende Blatt anlässlich der Leipziger Buchmesse bekanntgab, entfiel knapp die Hälfte der eingegangenen Stimmen auf den „Postillon“. Das vom Fürther Werbefachmann Stefan Sichermann vor zehn Jahren gegründete Satiremagazin erzielt vor allem in Sozialen Medien eine große Resonanz mit vermeintlich wahren, aber frei erfundenen Texten im Stil von Nachrichten.

Die Redaktion der „Sprachwelt“ würdigte den „Postillon“ für dessen Beitrag zur Schärfung des Sprachbewusstseins. Immer wieder würden Meldungen zu Themen wie Rechtschreibreform oder Gender-Deutsch veröffentlicht, „die so verrückt sind, dass sie schon wieder wahr sein könnten“. Damit mache Sichermanns Team auf Fehlentwicklungen aufmerksam und nehme auch „die zeitgeistigen Moralhüter und Sprachpolizisten aufs Korn“.

Verwiesen wurde auf Schlagzeilen wie „Feministinnen fordern Umbenennung von Mannheim in Menschheim“. Auf die Meldung „Aus 'seid' und 'seit' wird einheitlich 'seidt'" sei sogar der Mitteldeutsche Rundfunk hereingefallen. Auch die Forderung eines „Linguistischen Männerbundes“, aus Geschlechtergerechtigkeit eine männliche Endung „er“ („Bäckerer“, „Polizister“) einzuführen, hätten viele für bare Münze genommen.

deutschlandfunk.de 15.3.2018

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Sigmar Salzburg
29.01.2018 05.51
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Die Tollpatsch-Reform

Talpen Tölpel und Tolpatsche durch die Westalpen?

Davos: Kniefall vor dem ungeliebten Präsidenten – WELT
Tagelang schossen sich die Wirtschaftslenker in Davos auf den US-Präsidenten ein. Als Trump dann schließlich erschien, wurden viele Top-Manager ganz zahm. [so daß die „Tagesschau“ die Buhrufe verstärken mußte!]
Jetzt glaube ich zu wissen, woher Michael Klonovsky sein Talpen und Tapsen bezogen hat:
Das Rheingold. Vorabend zum Bühnenfestspiel
Rettet! Helft! ' Loge (den Riesen nachsehend). Über Stock und Stein zu Tal stapfen sie hin: durch des Rheines Wasserfurt waten die Riesen. Fröhlich nicht hängt Freia den Rauhen über dem Rücken! Heia! hei! wie taumeln die Tölpel dahin! Durch das Tal talpen sie schon. Wohl an Riesenheims Mark erst halten sie Rast.
Totalreformiert müßte es oben also lauten: Raue Töllpel und Tollpatsche tallpen durch die Westallpen.

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Sigmar Salzburg
12.01.2018 05.02
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Schon auf Grund gelaufen?

Auf dem Staatsschiff „Deutschland“ diskutiert man die Fahrtrichtung:

02:51 Uhr 12. Januar 2018 Lisa Caspari
17 Stunden Verhandlungen und noch gibt es kein Ergebnis. ... Nach wie vor gebe es die gleichen Streitpunkte, ist zu hören. Und das sind die „großen Brocken“ Finanz- und Flüchtlingspolitik, sowie die Finanzierung sozialpolitischer Ideen... zeit.de 12.1.2018
Auf einem „Spiegel“-Bild ist nebelhaft auch Ralf Stegner als Verhandlungsführer zu sehen. Bei Abbruch twittert er vielleicht wie im Sommer:
Ralf Stegner 18. August 2017 ·
Guten Morgen.
Wieder ein furchtbarer Terroranschlag. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien und Freunden.
Die Demokratie darf vor dem Terrorismus niemals zurückweichen!
Für mich geht es nun in die Schlußkurve von den Shetlandinseln über das norwegische Bergen zurück nach Schleswig-Holstein.
Mein Musiktipp für Euch da draußen im digitalen Orbit ist von
Dougie MacLean – „Caledonia“
Schönen Freitag ;-)
https://youtu.be/wP8A9rtg0iI
Diesmal wäre sein Musiktip(p) „Narrenschiff“ von Reinhard Mey passender:
Soll die „Klabauterfrau“ die Fahrtrichtung der „Deutschland“ weiter bestimmen – oder lieber der 100-Prozent-Klabautermann? Oder noch schlimmer: beide?

8:52 „Durchbruch“? Gut für die AfD, schlimm für Deutschland!

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Sigmar Salzburg
29.12.2017 09.25
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Steven Weinberg in einem Beitrag zu Sokal’s Hoax

Weinberg nennt Sokals Titel: „Transgressing the Boundaries – Toward a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity“ und kommentiert ironisch:

A physicist friend of mine once said that in facing death, he drew some consolation from the reflection that he would never again have to look up the word „hermeneutic“ in the dictionary.
physics.nyu.edu 8.8.1996
Dabei erwähnt er naturgemäß auch die berühmte (als Jux gemeinte?) Piltdown-Fälschung. 1996 war zugleich das Jahr des Social Hoax „Rechtschreibreform“, den wir hier in einer Reihe mit weiteren historischen Übertölpelungen sehen.

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Detlef Lindenthal
06.12.2017 09.10
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Re: Schwarzer Humor der GroKo-Gegner ist Kunst!

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
Mit lebensgroßen Galgen

ca 1,20m lang

Also ein Fall von Lügenpresse. Sollen wir solche Meldungen auf
      http://afd.luegenpresse.de
veröffentlichen? (Mit Rechtschreibung und Schule haben sie nicht gar so viel zu tun.)
__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
06.12.2017 07.35
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Schwarzer Humor der GroKo-Gegner ist Kunst!

Mit lebensgroßen Galgen reserviert für Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sigmar Gabriel hatten Pegida-Demonstranten in Dresden vor gut zwei Jahren die Öffentlichkeit verstört. Die Staatsanwälte der Stadt hatten jedoch keinen Anlass gesehen, die Sache vor Gericht zu bringen. Die Ermittlungen wurden nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

Die nachsichtige Haltung der sächsischen Justiz hat jetzt einen Devotionalien-Händler ermuntert, ein kleines Geschäft mit den provokativen Symbolen aufzuziehen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, stehen kleine Nachbildungen der Galgen zum Verkauf – für 15 Euro das Stück. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz findet das in Ordnung. Die Galgen seien wegen ihrer vieldeutigen Botschaft als Kunst zu betrachten.

spiegel.de 6.12.2017 [fett original] Siehe auch Klonovsky 6.12.17

Pegida-Protest: Ist ein Galgen schlimmer als die Guillotine? – WELT
13.10.2015 – Auch dies eine eindeutige Androhung von Gewalt an die Adresse von Sigmar Gabriel. Pegida errichtet Galgen für Merkel und Gabriel ... Bachmann über den Galgen: „ca 1,20m lang, aus dünnen Latten (also kein Verstoß gegen Versammlungsauflagen), kann offensichtlich einhändig getragen werden ...

Orthographisch relevanter Nachtrag: Vor 224 Jahren waren Guillotinen sogar als Kinderspielzeug beliebt. Goethes Mutter schrieb, von Adelung noch unbeeindruckt, an ihren Sohn, der eine solche für seinen Stammhalter begehrte:

»den 23. December 1793. Lieber Sohn! Alles was ich dir zu gefallen thun kan, geschieht gern und macht mir selbst Freude – aber eine solche infame Mordmaschine zu kaufen – das thue ich um keinen preiß – wäre ich Obrigkeit die Verfertiger hätten an Halseißen gemußt ... «

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Sigmar Salzburg
19.11.2017 15.49
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Ein Werbe-Geck für Langenscheidt

Im Kölner Stadtanzeiger schreibt ein Lemm ganz unverklemmt:

Was für 1 Quatsch
Köln -
Was ist das nur für 1 Entscheidung vong Sinnhaftigkeit her? Auf „Smombie“ und „fly sein“ folgt also „I bims“ als „Jugendwort des Jahres“. Was natürlich schon grundlegend Unsinn ist, denn „I bims“ sind – und das sollten auch die Sprachpeniblen des Langenscheidt Verlags gemerkt haben – zwei Wörter. Übersetzt man „I bims“ von Internet zu Deutsch, kommt man sogar auf ganze drei: „Ich bin es“. Und doch: Nicht einmal die Bezeichnung „Jugendsatz des Jahres“ wäre angemessen für „I bims“. Vielmehr versuchte die Jury in diesem Jahr einem ganzen Sprachphänomen zu huldigen, eine rebellische Rechtschreibreform, geboren in sozialen Netzwerken. Dass es überhaupt so weit gekommen ist, liegt an Money Boy, einem österreichischen Rapper. Am 30. Juni 2014 twitterte er folgenden, noch wenig phänomenal anmutenden, Satz: „m1 ist steif von 1 sexy girl her“...
ksta.de 17.11.17
Das Ganze ist eine Gipfelleistung, die Goethe und Mozart früher eben noch nicht erreichen konnten. Die spätpubertäre Infantil-Ausgabe des „Spiegels“ für Twenteenies, „bento“, macht natürlich wieder einen Test daraus – anlaßlos mit Fotos eines Schwarzen (Neger) garniert, den meine Tochter mal niedlich fand:
„I bims“ – Nenn uns deine Jugendwörter und wir erraten dein wahres Alter
bento.de 17.11.2017
Meinen Testversuch kommentierte das System: „Egal, wie alt du bist, du hat keinen Humor!“ Das will ich nicht unbedingt widerlegen, aber ich finde das Frühstückseiergespräch von Brösel zwischen einem Europäer und einem Chinesen viel lustiger: „Eiweiß!“ „I gelb“ „I know!“ Dabei fällt mir ein, I bims seit Jahren chinesische Zeichen, vergesse aber mangels Gebrauch ebensoviele wie ich neu lerne.

Nachtrag: Das genannte Gespräch in anderer Version.

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Sigmar Salzburg
27.10.2017 07.29
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Das Schwein als Kotelett und Waffe

Schwein für Muslime: Putin bekommt Lachanfall
In einer trockenen Kabinettssitzung ... Tschakow schlug vor, dem deutschen Vorbild zu folgen und mehr Schweinefleisch nach Asien zu exportieren. „Angenommen Deutschland produziert 5.5 Millionen Tonnen Schweinefleisch im Jahr, drei Millionen davon werden exportiert. Nach China, Indonesien, Japan, Korea und so weiter“, sagte der Minister ... „Indonesien ist ein muslimisches Land, sie essen kein Schwein“, belehrte Putin lachend. Tschakow versuchte zunächst, sich nicht beirren zu lassen. Doch Putin konnte sich mittlerweile vor lauter Lachen nicht mehr beruhigen...
diepresse.com 20.10.2017

Koteletts am Flüchtlingsheim abgelegt
Barsinghausen. Das Schweinefleisch könnte als Zeichen gegen die muslimischen Flüchtlinge gemeint sein, die dort einziehen werden. Das Kommissariat Barsinghausen hat daher auch die Staatsschutzstelle eingeschaltet.
haz.de 21.4.2017

Wie hier schon erwähnt, entdeckte ich als zehnjähriger Leser in den „Lübecker Nachrichten“ den Druckfehler, daß in seinem Jud-Süß-Prozeß der Filmregisseur Veit Harlan „von Schweinwerfern angestrahlt“ wurde. Das bringt mich heute auf den Gedanken: Mit wieviel weniger Opfern hätte Aleppo vom „Islamischen Staat“ zurückerobert werden können, wenn dort anstelle von Granatwerfern Schweinwerfer eingesetzt worden wären!

P.S. „Reform“: Warum wird das deutsche „Rau(h)e“ amtlich verstümmelt, aber das französische schon teilverstümmelte Wort nicht auf das aussprachegerechte „Kotlett“ reduziert? War den beinchenhebenden Reformdackeln manche Reviermarkierung vorerst doch noch zu anrüchig?
Duden: Lautschrift: [kɔtˈlɛt] auch: [ˈkɔtlɛt] französisch côtelette, eigentlich = Rippchen

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