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Unwichtige Geschichtsfälschungen
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Sigmar Salzburg
30.11.2021 07.06
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Fälschung klassischer Literatur

Anläßlich der Zürcher Mohrenhatz erinnerte ein Leser der „Jungen Freiheit“ daran, daß auch Verlage bei der Fälschung klassischer Literatur mitmachen:

Die linguistische Submissivität (und Fälschungseifer!) hat auch schon in der Literatur zugeschlagen: Neulich sah ich in der FAZ eine Rezension zu dem Buch „Ibrahim und Zar Peter der Große“ von Alexander Puschkin. Solch ein Buch war mir nicht bekannt gewesen. Im Text stand dann: vormals bekannt als „Der Mohr Peters des Großen“. Ja, das ist ja bekannt! Aber das geht ja offenbar nicht mehr. Die Russen werden aber die Texte und Titel ihres Nationaldichters („Арап Петра Великого“) NICHT ändern. Die sind für diese Krankheit nicht anfällig.
Da mir Russisch nicht geläufig ist, suchte ich nach einer genaueren Übersetzung und fand u.a. im Internet:
Moor von Peter dem Großen

Langenscheidt
Russisch-Deutsch Übersetzung für "арап“
Schlitzohr, Betrüger
... dann aber bei Leo :
ара́п m. | ара́пка f. obsolet
der Mohr | die Mohrin Pl.: die Mohren, die Mohrinnen obsolet

ара́п m. | ара́пка f. obsolet
der Neger | die Negerin Pl.: die Neger, die Negerinnen auch [pej.]
Da die Transkription „arap“ lautet, vermute ich, daß das Wort in gleicher Weise wie „Mohr“ (Maure) ursprünglich Nordafrikaner meint.

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Sigmar Salzburg
03.05.2021 17.09
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Wieder Tagebuchfälschungen

Spiegel Online schreibt über die Neuausgabe der Tagebücher der Sozialdemokratin Anna Haag (1888-1982):

Die Stuttgarterin war erfolgreiche Journalistin und Schriftstellerin, Pazifistin, Feministin und Mutter. Von 1940 bis 1945 führte sie Tagebuch und versteckte die 20 Schulhefte erst im Kohlenkeller, vergrub sie dann auf dem Land – stets im Bewusstsein der Lebensgefahr ...

Immer dachte Haag über die Möglichkeit – oder besser: Unmöglichkeit – nach, Hitler zu ermorden. Ihre Ausführungen zeigen, wie engmaschig die Überwachung war und wie perfekt die NS-Propaganda funktionierte. Die Bevölkerung beschrieb sie im Mai 1942 unter anderem als »gründlich entwaffnet und so entrechtet, geknechtet, geknebelt, bespitzelt, innerlich zerrissen, misstrauisch, machtlos, heimatlos«, was jeden ernsthaften Widerstand gegen das Regime unmöglich mache: »Womit? Mit dem Schürhaken, dem Teppichklopfer? Dem Spazierstock?« ...

Zur Nazi-Mär, Russland habe mit dem Schlachten begonnen, schrieb sie voller Verachtung für den NS-Apparat: »Es war mir geschwind als – als hätte Deutschland angefangen.« Inzwischen habe sie kapiert: »Polen hat angefangen, Russland hat angefangen! Das Gesindel bekommt seinen Lohn! Weg mit ihm! Lebensraum für uns!«

spiegel.de 3.5.2021
Die Kursivierung der Originalzitate und Rotauszeichnung habe ich hinzugefügt. Das Foto der Originalseiten aus dem Tagebuch zeigt, daß Frau Haag die bewährte Rechtschreibung verwendete – ausgiebig „daß“ und auch „muß“. Es scheint, daß Sätze mit solchen Wörtchen bewußt gemieden wurden, um das Volk nicht an die „Reform“-Schande von 1996 zu erinnern. Es ist zu hoffen, daß der Neudruck der Briefe wissenschaftlichen Kriterien besser genügt.

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Sigmar Salzburg
21.04.2021 21.40
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Wenn Historiker*innen die Historie ihres Instituts entsorgen

El Cids anonymes Schlachtroß ergänzt den Pi-Bericht zur Umbenennung des Kieler Tirpitz-Hafens um weitere seltsame Vorkommnisse in der Landeshauptstadt:

Babieca 21. April 2021 at 19:09

Nur zur Erinnerung, was parallel dazu gerade in Kiel am historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität abläuft, seit dieses verkniffene Gesicht namens Gabriele Lingelbach …

Gabriele Lingelbach [Wikipedia]

… eine der drei „Mitdirektorinnen“ des historischen Seminars ist. Professor Werner Paravicini (und der ist nicht irgendwer!) hat in einem Leserbrief an die FAZ Alarm geschlagen:
Wenn die Vergangenheit abgeschafft wird

In Ihrer Zeitung war des Öfteren davon die Rede, daß die Cancel-Culture nun auch Deutschland erreicht habe, oft verbunden mit einem recht aggressiven Feminismus. Hier ein weiteres, erbauliches Beispiel dieser Haltung. Der lange Flur im Kieler Historischen Seminar war bis vor kurzem mit einer „Ahnengalerie“ geschmückt, wie sie bei vielen Institutionen und Seminaren üblich ist, die ihre verstorbenen Professoren und künftig auch Professorinnen auf diese Weise in Erinnerung halten. Plötzlich, Anfang März 2021, sind diese schlichten Rahmen mit je vier Bildern und knappen Biographien verschwunden. Nur die Haken, an denen sie aufgehängt waren, ragen noch aus der Wand.

Der verwunderte Besucher erkundigt sich und erfährt, daß ein Beschluß des Seminardirektoriums zu diesen Schritt geführt hat: Das seien alles (alte, weiße) Männer, von denen sich die neuerdings drei Mitdirektorinnen nicht repräsentiert fühlten, ja es könne sogar der Eindruck entstehen, daß diese Männerblicke sie beobachteten. Deshalb sollten Emeriti auch nicht in der Festschrift schreiben, die zum 150ten Jubiläum des Seminars geplant war.

Man halte sich vor Augen, ein Historisches Seminar, berufen, den Umgang mit der Vergangenheit zu lehren und zu erforschen, entsorgt sie und pfeift auf jede Tradition. Ein Hinweis auf das Kieler elektronische Gelehrtenverzeichnis kann die verlorene Gegenwart nicht ersetzen. Dazu tritt noch die Unterstellung, das seien ohnehin alles Nazis gewesen.

Große Namen waren da an der Wand vertreten: Friedrich Christoph Dahlmann, einer der Göttinger Sieben (wer die waren, konnte man hier erfahren); Georg Waitz, der Erneuerer der editorischen Mediävistik im 19. Jahrhundert; Gustav Droysen, dessen Historik immer noch zu den Grundtexten der Geschichtstheorie gehört. Heinrich von Treitschke war in der Tat ein Antisemit, konnte aber noch kein Nazi sein. Den überaus prominenten Zeithistoriker Karl-Dietrich Erdmann hat rigoroser Moralismus der Nähe zum Nationalsozialismus bezichtigt, die indes auf Fritz Rörig zutrifft und auch Karl Jordan nicht ganz abgesprochen werden kann. Hartmut Boockmann, unbescholten, gehörte zur ersten Riege der deutschen Spätmittelalterhistoriker. Unsichtbar ist nun auch der Ägypter Subhi Labib, der Mittlere und Neuere Geschichte des Vorderen Orients lehrte, nie sichtbar war Ottokar Menzel, nach seiner von Karl Jordan betreuten Habilitation Privatdozent, der mit seiner Frau im Februar 1945 aus dem Leben schied, als er fürchten mußte, daß seine Beziehung zum Widerstand bekannt würde.

Da hätte man ergänzen können. Alles egal. Die Vergangenheit soll besser werden, und da dies nicht gelingen kann, wird sie abgeschafft, oder eben abgehängt – ausgerechnet von Historikern.

Professor Dr. Werner Paravicini, Kronshagen

*https://www.faz.net/aktuell/politik/briefe-an-die-herausgeber/briefe-an-die-herausgeber- vom-1-april-2021-17272699.html
Seltsamerweise wird der Text hier mit bewährten „ß“ zitiert, während er in der FAZ reformkonform erschien. Was originaler ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

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Sigmar Salzburg
22.03.2021 07.58
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Vielleicht doch keine Fälschung:

Älteste Bibeltexte

Am 9. März 1884 erschoß sich der jüdische Antiquitätenhändler Moses Wilhelm Shapira in einem Amsterdamer Hotel, nachdem die Bibel-Fragmente, die er dem Britischen Museum für eine Million Pfund angeboten hatte, für Fälschungen erklärt worden waren. Er hatte die Schriftrollen in Jerusalem von Beduinen aufgekauft, war aber vorher schon in die Fälschung von anderen antiken Kunstgegenständen verwickelt.

Jetzt berichtet das Magazin Scinexx, daß der Potsdamer Hebraist Idan Dershowitz eine Neubewertung anhand von (unvollkommenen) Abschriften vorgenommen habe und zu dem Ergebnis gekommen sei, daß es sich doch um älteste Teile des biblischen Deuteronomium (5. Buch Mose) gehandelt haben könnte. Die Originale sind vermutlich bei einem Brand vernichtet worden.

Ein flüchtiger Blick auf die Abschriften im Artikel zeigt phönizische Schriftzeichen, wie sie im fünften Jahrhundert im ganzen östlichen Mittelmeerraum verbreitet waren. Sie gelangten bis zur phönizischen Stadtgründung Karthago und von dort nach Mittelitalien auf eins der berühmten Goldbleche von Pyrgi („li rabat li astart ...“). Hier schloß sich der Kreis, denn auf den beiden anderen Blechen verwendeten die Etrusker die westgriechische linksläufige Variante der griechischen Schrift, die im achten Jahrhundert ebenfalls von den Phöniziern übernommen worden war.

Dabei hatten die Griechen durch Umwidmung der semitischen Konsonanten Alef, Het, Yod, Ain, Waw zu Vokalen das erste vollständige Alphabet geschaffen und damit auch die Niederschrift von Ilias und Odyssee ermöglicht. In diese Zeit fällt also auch die Erzählung der biblischen Berichte – teilweise ausgeschmückt mit 1500 Jahre älteren altorientalischen Mythen.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
07.02.2021 10.36
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Geschichtslehrer zensieren unangepaßte Texte

Einige Schnipsel aus Hubertus Knabes Bericht:

Die ehemalige Stasi-Informantin Anetta Kahane hat ein fragwürdiges Buch über die DDR herausgegeben. Aus einer Rezension entfernte der Geschichtslehrerverband Deutschlands einen Hinweis auf ihre Vergangenheit. Ein Erfahrungsbericht über Zensur und Selbstzensur bei deutschen Historikern.

Von Hubertus Knabe

... An das Buch war ich gekommen, weil mich ein geschätzter Kollege, Professor Uwe Walter, gefragt hatte, ob ich es für die Zeitschrift des Geschichtslehrerverbandes Deutschlands „geschichte für heute“ rezensieren wolle...

Erst Mitte Januar erhielt ich kommentarlos ein Heft der Zeitschrift „geschichte für heute“ zugeschickt, das ich zunächst ungeöffnet irgendwo hinlegte. Wenig später erreichte mich jedoch eine Mail von Professor Walter, der mich informierte, dass der letzte Absatz meiner Besprechung, in dem es um Frau Kahane und ihre Mitherausgeber ging, nicht gedruckt worden sei. Tatsächlich klaffte in dem Heft an dieser Stelle eine weiße Lücke...

Der Vorgang zeigt aber exemplarisch, wie sich die Spielräume des öffentlichen Diskurses in Deutschland verengen. Statt sich einer möglichen oder eingebildeten Gefahr der Kritik durch gut organisierte Netzwerke auszusetzen, greift man aus vorauseilendem politischem Gehorsam lieber selbst zur Schere und entfernt einen möglicherweise Anstoß erregenden Absatz. Beunruhigender als die Verstümmelung eines Textes durch eine Historikerzeitschrift ist deshalb die Bereitschaft zur Selbstzensur in den Köpfen der Verantwortlichen.

Die vollständige Rezension des Buches findet sich hier.

hubertus-knabe.de 2.2.2021

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Sigmar Salzburg
30.12.2020 19.19
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Filmische Fälschung der Geschichte

Bislang war diese Rubrik orthographischen Fälschungen vorbehalten. Jetzt müssen wir hier wohl auch sachliche Fälschungen aus politischer Korrektheit verzeichnen:

Wolfgang Hübner 30. Dezember 2020

CÄSAR EIN SCHWARZER, LUTHER EIN ASIATE?
Hautfarbe soll im Film keine Rolle mehr spielen


Seit Weihnachten ist bei Netflix die amerikanische Serie „Bridgerton“ zu sehen (siehe Trailer oben). Es ist die Verfilmung einer sehr erfolgreichen Buchreihe der US-Autorin Julia Quinn und spielt im London des frühen 19. Jahrhunderts. Wie unterhaltsam die vorerst acht einstündigen Folgen der Serie sind, mag jeder Netflix-Abonnent selbst entscheiden. Interessant an „Bridgerton“ ist auf jeden Fall die Besetzung von tragenden Rollen wie der Figur des „Duke of Hastings“ mit farbigen Darstellern. Zwar gab es selbstverständlich in jener Zeit der Filmhandlung keinen schwarzen Herzog im Königreich. Doch im Jahr 2020 wird er nun von einem in Simbabwe geborenen Darsteller gespielt...

Sowohl in den USA als auch in Großbritannien müssen inzwischen farbige Darsteller in fast jeder Produktion eingesetzt werden, wenn diese nicht dem Verdacht ausgesetzt werden sollen, rassistisch zu sein.

Da wollte die staatlich bestens gepäppelte deutsche Film- und Fernsehbranche natürlich nicht nachstehen. Deshalb hat kürzlich die Universal Film AG (Ufa) stolz verlauten lassen: „Als erstes deutsches Unterhaltungsunternehmen verpflichtet sich die Ufa,…zu mehr Diversität vor und hinter der Kamera.“ Und weitere Unterhaltungsunternehmen werden ganz sicher bald folgen. Machen wir uns also darauf gefasst, demnächst Filme zu sehen, in denen Cäsar ein Schwarzer, Luther ein Asiate oder Goethe ein Mulatte ist.

Immerhin ist so viel sicher: Hitler oder Goebbels werden auch zukünftig immer nur von Weißen verkörpert werden (dürfen). Denn diese Figuren mit einem Schwarzen zu besetzen, wäre gewiss Rassismus im Quadrat. Ausgerechnet die Bösewichte unserer Geschichte bleiben also auch künftig vom „historischen Fortschritt“ verschont – welch ein Trost!

Auch unter: pi-news.net 30.12.2020

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Sigmar Salzburg
15.07.2020 18.37
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Quellengemäße Wiedergabe geht doch:

In einem von seinen Peinigern verfassten Verhörprotokoll erklärt sich Helmut Sonnenschein angeblich der „Ausübung von Verbrechen“ gemäß Artikel 58 des Strafkodex der RSFSR für schuldig. „Ich gebe zu, daß ich (…) ein überzeugter Feind der Sowjetunion und der Deutschen Demokratischen Republik geblieben bin. Aus diesen Gründen konnte ich mich mit der Niederlage des faschistischen Deutschlands nicht abfinden, habe ich Pläne für einen neuen Krieg gegen die UdSSR ersonnen und hatte vor, (…) erneut zur Waffe zu greifen.“ Das reichte den Sowjets für ein Todesurteil.
spiegel.de 15.7.2020

Und warum nicht beim klassischen Dichter in der FAZ?

[Heinrich Heine] Jetzt, auf der Reise, sammelte er Material für den am „Don Quijote“ geschulten Mix aus Bericht, lyrischen Einsprengseln und Idiotengalerie. Allein seiner physischen Beschreibungen wegen müsste man Heine lesen, das würde abhärten für den Alltag. In Clausthal wird dem Dichter der Kaffee verleidet, weil sich „ein junger Mensch diskursierend zu mir setzte und so entsetzlich schwadronierte, dass die Milch auf dem Tische sauer wurde“.
faz.net 6.7.2020

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Sigmar Salzburg
26.06.2020 04.52
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Marx in der „Reform“schreibung von 1996

Marx & Engels intim:
Erstaunliches aus dem unzensierten Briefwechsel von Karl Marx und Friedrich Engels

Kindle Ausgabe
von Björn Akstinat (Autor, Herausgeber),

Kindle 7,99 € Lesen Sie mit unserer kostenfreien App

Leseprobe

Papa Marx hatte seine liebe Not mit seinem Sohn Karl. So schrieb Heinrich Marx am 18. November 1832 einen kummervollen Brief:

„Lieber Karl! Über drei Wochen sind verflossen, dass Du weg bist, und keine Spur von Dir! Du kennst Deine Mutter und ihre Ängstlichkeit, und dennoch diese grenzenlose Nachlässigkeit! Das bestätigt mir nur zu sehr die Meinung, welche ich trotz Deiner mancher guten Eigenschaft hege, dass der Egoismus in Deinem Herzen vorherrschend ist“
Zwei Jahre später scheint der Sohnemann immer noch nicht geläutert. Am 9. Dezember 1837 schrieb der besorgte Vater:
„Als wären wir Goldmännchen, verfügt der Herr Sohn in einem Jahre für beinahe 700 Taler gegen alle Abrede, gegen alle Gebräuche, während die Reichsten keine 500 ausgeben.“
Zwei Monate später hat Karlchen es geschafft: Der Vater gibt sich selbst die Schuld am missratenen Sohn und schreibt am 10. Februar 1838 an seinen Karl:
„Ich leugne nicht, dass ich mir zuweilen Vorwürfe mache, als zu schwach Dir den Zügel gelassen zu haben. So sind wir jetzt im vierten Monat des Justizjahres, und schon hast Du 280 Taler gezogen. So viel habe ich diesen Winter noch nicht verdient … Ich bin erschöpft, lieber Karl, und muss schließen .“
Und so schloss Heinrich Marx nicht nur sein Geschäft, sondern auch mit dem Leben ab und starb noch im selben Jahr. Da der Vater Angst hatte, dass Karl Marx seinen Erbteil verprasst, hat er in seinem Testament bestimmt, dass ein Vermögensverwalter kontrolliert, wie Karl Marx seinen Erbteil ausgezahlt bekommen und ausgeben darf. In dieser prekären Situation lassen wir den armen Karl selbst zu Wort kommen. So schreibt er am 25. Januar 1843 an einen Bekannten:
„Ich bin, wie ich Ihnen schon einmal geschrieben habe, mit meiner Familie zerfallen und habe, solange meine Mutter lebt, kein Recht auf mein Vermögen.“
Das war also der Grund, warum Marx ständig knapp bei Kasse war.

Hadmut Danisch hat am 1.12.2019 in seinem Blog „Ansichten eines Informatikers“ weitere Zitate aus diesem Buch gebracht – natürlich auch in der gefälschten Rechtschreibung:

Engels an Marx 1862:
„Falls wir nicht die Kunst erfinden, Gold zu scheißen , wird schwerlich etwas anderes übrigbleiben, als dass Du auf die eine oder andre Weise etwas aus Deinen Verwandten herausschlägst.”
Danisch schreibt zum Schluß:
Zitate entnommen aus Björn Akstinat und Simon Akstinat, Marx & Engels intim ; irgendwo stand mal, die Bolschewisten hätten ihren eigenen Marx-Engels-Historiker umgelegt, nachdem er das alles herausgefunden hatte, weil sie verhindern wollten, dass jemand bemerkt, was für ein Gesindel sie als Propheten vergötterten.
Siehe auch dies. Weitere Originaltexte von Karl Marx mit der Suchfunktion.

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Sigmar Salzburg
01.06.2020 02.52
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FDJ-Treffen 1950

https://www.spiegel.de/geschichte/deutschlandtreffen-der-jugend-in-ost-berlin-1950-party-der-fdj-a-0e5d3437-b421-4505-a6af-4509639be2bb


„Wir brauchen einen Vogelbauer für den Verbrecher Adenauer, ein Vogelbauer ist zu klein,
es muß ein Raubtierkäfig sein!“

Bertolt Brecht und der Komponist Paul Dessau schrieben daraufhin das Chorwerk „Herrnburger Bericht“. Im holprigen Agitprop-Stil reimte Brecht:

„Die Bonner Polizisten, sie halten Kind und Kind,
sie wollen kontrollieren, ob sie verpestet sind.
Auf dass sie nicht anstecken das ganze deutsche Land
mit einer großen Seuche, Friede genannt.“
An anderer Stelle heißt es: „Polizist: Was hatten sie zu zeigen, was ihr daheim vermisst? Jugend: Neue Werke, die volkseigen und drinnen Werkstudent und Aktivist.“
Das Polit-Singspiel wurde 1951 bei den „Weltfestspielen“ in Ost-Berlin uraufgeführt.

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Sigmar Salzburg
27.01.2020 10.54
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»UNS HAMBURG« der AfD

In der Frage der Rechtschreibreform vertritt wohl ein großer Teil der Mitglieder und Mitläufer der AfD die Meinung, das Kind sei in den Brunnen gefallen und es gäbe Wichtigeres. Deshalb die Nachlässigkeit bei Schmidt-Zitaten in der AfD-Wahlkampfzeitung „UNS HAMBURG“. 1992 gab es auch in der Frankfurter Rundschau noch keine „Reform“:

Helmut Schmidt als eine Jahrhundertgestalt
Eine Auswahl von bemerkenswerten Zitaten


»Die Vorstellung, dass eine moderne Gesellschaft in der Lage sein , müsste, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen, halte ich für abwegig. Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen. «
Quelle: Frankfurter Rundschau, 12. September 1992, S. 8
Das Zitat aus dem „Hamburger Abendblatt“ ist dagegen korrekt, da die Springer-Presse aufgrund besserer Einsicht seit 2004 wieder in der traditionellen Rechtschreibung erschien.
»Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, daß sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten. «
Quelle: Hamburger Abendblatt, 24. November 2004
Leider wurde die Rechtschreibung durch das unheilvolle Wirken von Schavan und Zehetmair und wohl auch der Konzerneigentümerin (und P. Schmachthagen) 2006 wieder auf die vom Volk abgelehnte „Reform“ umgestellt. Die „Zeit“ hatte keinen Widerstand geleistet und schon 1999 eine streberhafte Vorreiterrolle gespielt, obwohl Helmut Schmidt als einer der Herausgeber eigentlich Reformgegner war:
»Wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man, dass die politischen Journalisten eigentlich mehr zur politischen Klasse gehören und weniger zum Journalismus. «
Quelle: Interview mit Giovanni di Lorenzo, ZEITmagazin, 25. März 2010. Nr. 13

UNS HAMBURG pdf
In der AfD gibt es tatsächlich einige, die die Unterwerfung unter die durch Schule, Medien, Behörden und Software erpreßte „Reform“ verweigern. Björn Höcke gehört zu diesen rühmlichen Ausnahmen.

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Sigmar Salzburg
15.01.2020 02.28
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Der Riß durch Land und Schreibgemeinschaft

Das Landeshaus in Kiel wirbt für eine Veranstaltung – unter Nichtbeachtung der Zitattreue und der Volksabstimmung gegen die Rechtschreib„reform“:

AMPHIBIEN Ein deutsch-dänisches Abstimmungs-Schauspiel zum 100. Jahrestag der Volksabstimmungen von 1920 über den Verlauf der deutsch-dänischen Grenze

TOURNEETERMINE

Do 13.2.2020, 19.00 Uhr

Kiel, Schleswig-Holsteinischer Landtag

Einlass für diese Spielstätte nur nach Anmeldung und unter Vorlage des Personalausweises.

AMPHIBIEN

Ein deutsch-dänisches Abstimmungs-Schauspiel


zum 100. Jahrestag der Volksabstimmungen von 1920 über den Verlauf der deutsch-dänischen Grenze.

BIS VOR KURZEM war alles selbstverständlich. Wir waren Amphibien. Amphibien? Wir lebten in zwei Elementen: auf dem Land gehen, im Wasser schwimmen. In gewisser Weise tun wir's noch. Wir gehen von der einen Sprache in die andere wie durch eine offene Tür. Je nach Umgebung leben wir in dänischen Liedern oder in deutschen. Im Wasser schwammen sie und an Land gingen sie. Ich rede wie von einem Kindheitsparadies, von einem fernen Zuhause ... Wir redeten und wir sangen deutsch, in der Kirche und im Dorf war alles dänisch, und gingen deutsch oder umgekehrt. Je nachdem, wir konnten uns gar nicht vorstellen, dass es auch anders geht. Ja aber, das Leben in beiden Welten? Wir haben uns schlafen gelegt und sind alle als Landtiere mit Eckzähnen aufgewacht. Alles fiel auseinander. Und was war daran schuld?
Die Schleswigsche Frage ...

Aus dem Roman „Riß durchs Festland“ von Uwe Pörksen

[Leseprobe]

AMPHIBIEN

Die Theater-Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig in Apenrade hat dieses Stück in Zusammenarbeit mit Studierenden und Lehrenden der Abteilungen Kunst und Visuelle Medien, Textil und Mode sowie Darstellendes Spiel der Europa-Universität Flensburg zum 100. Jahrestag der Volksabstimmungen von 1920 über den Verlauf der deutsch-dänischen Grenze entwickelt...

landtag.ltsh.de

Prof. Uwe Pörksens Austrittserklärung aus dem Rat für Rechtschreibung hier.

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Sigmar Salzburg
01.09.2019 08.24
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Zur Umfälschung Mitteldeutschlands in „Ostdeutschland“

Aus einem umfangreichen Text zur deutschen Erinnerungskultur:

Im Geschichtsloch verschwunden –
Wie der Ostdeutsche Kulturrat 2019 unterging


Jörg Bernhard Bilke 6. Juni 2019

Von der deutschen Öffentlichkeit kaum bemerkt, hat die „Stiftung Ostdeutscher Kulturrat“, zuletzt ansässig in Königswinter/ Rheinland, ihre Arbeit am 30. April 2019 eingestellt. Die letzte „Kulturpolitische Korrespondenz“, deren Chefredakteur in Bonn ich in den Jahren 1983/2000 war, erschien im März 2019. Danach räumten die beiden noch verbliebenen Mitarbeiter, die inzwischen das Rentenalter erreicht hatten, die Räume leer und übergaben sie dem Vermieter.

Die bildungspolitische Einrichtung „Ostdeutscher Kulturrat“ war 1950 zunächst als Verein gegründet worden, der den Bundesregierungen unter Konrad Adenauer (1876-1967) und Ludwig Erhard (1897-1977) beratend zur Seite stand, wurde seit 1968 vom Bundesvertriebenenministerium gefördert und seit 1969, nachdem dieses Ministerium von der SPD-FDP-Koalition aufgelöst worden war, vom Bundesinnenministerium. Der Verein wurde 1975 in eine Stiftung umgewandelt und vom Bundesinnenministerium mit Geldern nach der Westvermögenszuführungsverordnung ausgestattet.

Ein Vierteljahrhundert später, am 30. Juni 2000, wurden der Stiftung von Kulturstaatsminister Michael Naumann sämtliche Fördermittel entzogen. Da aber die Stiftung über eigenes Vermögen verfügte, konnte sie mit verkleinerter Mannschaft ihre Arbeit noch bis ins Jahr 2019 fortführen. [...]

Herbert Hupka, dessen Ansehen nach dem Mauerfall in Berlin 1989 auch in Polen zusehends wuchs, so dass er schließlich zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ratibor/Oberschlesien ernannt wurde und am 15. August 2005 dort seinen 90. Geburtstag feiern konnte, hatte sich 1983 ehrgeizige Ziele gesetzt. Er wusste mit mehreren Projekten zugleich die reichhaltige Geschichte und die überragenden Kulturleistungen des 1945 untergegangenen Ostdeutschlands den nachgeborenen Deutschen wieder in Erinnerung zu rufen. [...]

Das alles ist nun, seit 30. April 2019, Vergangenheit, nachdem der politisierende Schöngeist Dr. Michael Naumann (SPD) im Oktober 1998 unter Bundeskanzler Gerhard Schröder Kulturstaatsminister geworden war und in den zwei Jahren seiner Amtsführung anderthalb Dutzend ostdeutsche Kulturinstitute ausgelöscht hatte, darunter die „Stiftung Kulturwerk Schlesien“ in Würzburg, die „Künstlergilde“ in Esslingen/Neckar und die „Stiftung Ostdeutscher Kulturrat“ in Bonn.

Wenn Vermögen vorhanden war konnte sich das betroffene Institut noch einige Jahre halten, auch wenn zahlreiche Mitarbeiter mit exzellentem Fachwissen vorzeitig in den Ruhestand geschickt oder einfach nur entlassen wurden. ...

Die Verantwortlichen in den Ministerien von Bund und Ländern für die Pflege ostdeutschen Kulturgutes sind heute alle nach 1945 geboren und verstehen unter „Ostdeutschland“ zunehmend Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg.

... Immanuel Kant (1724-1804), der bedeutendste Denker der europäischen Philosophiegeschichte, der in seinem langen Leben seine Heimatprovinz Ostpreußen nicht einmal verlassen hat. Sein 300. Geburtstag wird am 22. April 2024 in aller Welt begangen werden mit Festveranstaltungen, unzähligen Vorträgen und beachtlichen Büchern. Im „Literarischen Führer Deutschland“ wird sein Name nur einmal genannt, weil er in Berlin zufällig in einem Figurenensemble zu sehen ist. Die beiden DDR-Schriftstellerbrüder Hermann (1926-2016) und Uwe Kant (1936) werden in diesem Lexikon zehnmal erwähnt.

Darf man jetzt schrill auflachen?

tabularasamagazin.de 6. 6.2019

Der „Mitteldeutsche Rundfunk“ hat seinen Namen in der Euphorie der deutschen Wiedervereinigung eher versehentlich erhalten. Sicher wird auch er wegen des Verdachts auf „Revanchismus“ irgendwann fallen.

800 Jahre Kultur Ostdeutschlands sollen in der Erinnerung ausgelöscht werden – bis auf die zwölf Jahre Nazi-Greuel.

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Sigmar Salzburg
26.07.2019 16.22
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Zum Geburtstag von Anetta Kahane, ...

... der ehemaligen Stasi-Spitzelin und heutigen Leiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung, hat der Historiker Hubertus Knabe eine Würdigung ihres Wirkens veröffentlicht.

Knabe wurde bekanntlich als Direktor der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen mit fragwürdigen Gründen amtsenthoben. Damit erfüllte sich die im Kuratorium vertretene SED-Nachfolgepartei Die Linke (mit Hilfe der Ex-Kulturbeauftragten Monika Grütters, CDU) einen langgehegten Herzenswunsch (hier und da).

Deutschland Staatssicherheit
Die Täter sind unter uns
https://hubertus-knabe.de/der-fall-kahane/
Wir können uns hier nur mit einer kleinen Unachtsamkeit des Historikers befassen: Anetta Kahane und ihre Stasi-Führungsoffiziere schrieben selbstverständlich traditionell.

Ihre Verpflichtungserklärung gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit mit Annahme des Decknamens „Viktoria“ ist noch unauffällig. Der nächste abgebildete handschriftliche Bericht beginnt:
„23.12.74 ...., 20 Jahre alt wohnhaft in Berlin Pankow ... ist mir seit ca. 6 Jahren bekannt. Wir lernten uns bei einer Party bei mir zu Hause kennen und stellten fest, daß ...... befreundet sind. ......“
Eine späte handschriftliche Notiz ihres Führungsoffiziers hält fest:
„Beim Treff am 17.3.82 äußerte der IM [kein Gender!], daß er die Aufgaben für das MfS nicht mehr erfüllen kann. Er lebe in einer ziemlichen Streßsituation, außerdem gibt es – das kam mehr indirekt zum Ausdruck – ideologische Barrieren.“
Knabe „reformiert“ in Textzitat und Bildunterschrift:
»In einer ziemlichen Stresssituation“ – Vorschlag zur Beendigung der Zusammenarbeit vom Juni 1982 «
Was mir entgangen war: Auch dahinter steckt Anetta Kahane:
#NichtEgal *
Gemeinsam mit der Kampagne „Laut gegen Nazis“, der Amadeu Antonio Stiftung und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel startete YouTube im August 2009 „361 Grad Toleranz – der YouTube Schülerwettbewerb gegen Ausgrenzung“.

https://youtu.be/1GOAuhQoj-4
... nicht zuletzt zur Vorbereitung des bunten Angriffs auf die „weiß gebliebenen“ Gebiete der DDR.

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Sigmar Salzburg
11.07.2019 06.22
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Wikipedia: der sogenannte „Nero-Befehl“

Speer verfasste unter Datum vom 29. März 1945 ein Gesuch an Hitler, in dem er bat, den Zerstörungsbefehl zurückzunehmen. Speer gibt dort nach dem Einschub – „wenn ich Sie nicht missverstanden habe“ – in indirekter Rede wieder, was Hitler ihm am Abend des 18. März erklärt habe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nerobefehl (abgerufen 11.7.19)

II. Speers Antwort vom 29. März 1945

... Sie machten mir jedoch am Abend Ausführungen, aus denen — wenn ich Sie nicht mißverstanden habe — klar und eindeutig hervorging: Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. Dieses Schicksal ist unabwendbar. Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil sei es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen ...

Quelle: Bundesarchiv Koblenz N 1340/215 „29. März 1945 Schreiben Speers an Adolf Hitler Zusammenbruch des Deutschen Reiches, Opposition, insbes. gegen die Zerstörungsbefehle Hitlers (vgl. R 3/1538)“;

http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/docpage.cfm?docpage_id=2382&language=german

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Sigmar Salzburg
08.07.2019 02.47
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Artur Brauner ist tot

Im Wirtschaftswunder der Fünfzigerjahre gingen die Geschäfte gut; Brauner fütterte den Markt mit teilweise über 15 Produktionen pro Jahr, darunter mit Kassenschlagern wie „Die Frühreifen“ (mit Peter Kraus) und „Mädchen in Uniform“ (mit Romy Schneider). Aber auch Robert Siodmaks Gerhart-Hauptmann-Adaption „Die Ratten (mit Maria Schell und Curd Jürgens) brachte Brauner ins Kino, das Stauffenberg-Drama „Der 20. Juli“ und den beeindruckenden Dürrenmatt-Film „Es geschah am helllichten Tag“ mit Heinz Rühmann. „Der brave Soldat Schwejk“, den Brauner ebenfalls mit Rühmann drehte, bezeichnete er später gern als seinen „vielleicht liebsten Film“.

spiegel.de 7.7.3019

Google:

„Es geschah am hellichten Tag“
Ungefähr 70.300 Ergebnisse (0,41 Sekunden)

„Es geschah am helllichten Tag“
Ungefähr 7.980 Ergebnisse (0,55 Sekunden)

Besonders neckisch:
„Ausführliche Filmkritik zu ES GESCHAH AM HELLLICHTEN TAG (1958)“

Es geschah am hellichten Tag – Wikipedia

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