Willkommen Die 20 neuesten Beiträge im Forum
Fadensuche     Suche
Kennkarte ändern     Häufig gestellte Fragen   zu anderen Nutzern  kostenlose Anmeldung   Anfang  verabschieden
Jemandem diese Seite senden! Druckvoransicht zeigen
Forum > Dokumente
Unwichtige Geschichtsfälschungen
< voriges Leitthema     nächstes Leitthema >
Verfasser
Leitthema    Dieser Faden ist 16 Seiten lang:    1   2  3  4 · 10 · 13  14  15  16  Post New Thread     Post A Reply
Sigmar Salzburg
26.06.2020 04.52
Diesen Beitrag ansteuern
Marx in der „Reform“schreibung von 1996

Marx & Engels intim:
Erstaunliches aus dem unzensierten Briefwechsel von Karl Marx und Friedrich Engels

Kindle Ausgabe
von Björn Akstinat (Autor, Herausgeber),

Kindle 7,99 € Lesen Sie mit unserer kostenfreien App

Leseprobe

Papa Marx hatte seine liebe Not mit seinem Sohn Karl. So schrieb Heinrich Marx am 18. November 1832 einen kummervollen Brief:

„Lieber Karl! Über drei Wochen sind verflossen, dass Du weg bist, und keine Spur von Dir! Du kennst Deine Mutter und ihre Ängstlichkeit, und dennoch diese grenzenlose Nachlässigkeit! Das bestätigt mir nur zu sehr die Meinung, welche ich trotz Deiner mancher guten Eigenschaft hege, dass der Egoismus in Deinem Herzen vorherrschend ist“
Zwei Jahre später scheint der Sohnemann immer noch nicht geläutert. Am 9. Dezember 1837 schrieb der besorgte Vater:
„Als wären wir Goldmännchen, verfügt der Herr Sohn in einem Jahre für beinahe 700 Taler gegen alle Abrede, gegen alle Gebräuche, während die Reichsten keine 500 ausgeben.“
Zwei Monate später hat Karlchen es geschafft: Der Vater gibt sich selbst die Schuld am missratenen Sohn und schreibt am 10. Februar 1838 an seinen Karl:
„Ich leugne nicht, dass ich mir zuweilen Vorwürfe mache, als zu schwach Dir den Zügel gelassen zu haben. So sind wir jetzt im vierten Monat des Justizjahres, und schon hast Du 280 Taler gezogen. So viel habe ich diesen Winter noch nicht verdient … Ich bin erschöpft, lieber Karl, und muss schließen .“
Und so schloss Heinrich Marx nicht nur sein Geschäft, sondern auch mit dem Leben ab und starb noch im selben Jahr. Da der Vater Angst hatte, dass Karl Marx seinen Erbteil verprasst, hat er in seinem Testament bestimmt, dass ein Vermögensverwalter kontrolliert, wie Karl Marx seinen Erbteil ausgezahlt bekommen und ausgeben darf. In dieser prekären Situation lassen wir den armen Karl selbst zu Wort kommen. So schreibt er am 25. Januar 1843 an einen Bekannten:
„Ich bin, wie ich Ihnen schon einmal geschrieben habe, mit meiner Familie zerfallen und habe, solange meine Mutter lebt, kein Recht auf mein Vermögen.“
Das war also der Grund, warum Marx ständig knapp bei Kasse war.

Hadmut Danisch hat am 1.12.2019 in seinem Blog „Ansichten eines Informatikers“ weitere Zitate aus diesem Buch gebracht – natürlich auch in der gefälschten Rechtschreibung:

Engels an Marx 1862:
„Falls wir nicht die Kunst erfinden, Gold zu scheißen , wird schwerlich etwas anderes übrigbleiben, als dass Du auf die eine oder andre Weise etwas aus Deinen Verwandten herausschlägst.”
Danisch schreibt zum Schluß:
Zitate entnommen aus Björn Akstinat und Simon Akstinat, Marx & Engels intim ; irgendwo stand mal, die Bolschewisten hätten ihren eigenen Marx-Engels-Historiker umgelegt, nachdem er das alles herausgefunden hatte, weil sie verhindern wollten, dass jemand bemerkt, was für ein Gesindel sie als Propheten vergötterten.
Siehe auch dies. Weitere Originaltexte von Karl Marx mit der Suchfunktion.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
01.06.2020 02.52
Diesen Beitrag ansteuern
FDJ-Treffen 1950

https://www.spiegel.de/geschichte/deutschlandtreffen-der-jugend-in-ost-berlin-1950-party-der-fdj-a-0e5d3437-b421-4505-a6af-4509639be2bb


„Wir brauchen einen Vogelbauer für den Verbrecher Adenauer, ein Vogelbauer ist zu klein,
es muß ein Raubtierkäfig sein!“

Bertolt Brecht und der Komponist Paul Dessau schrieben daraufhin das Chorwerk „Herrnburger Bericht“. Im holprigen Agitprop-Stil reimte Brecht:

„Die Bonner Polizisten, sie halten Kind und Kind,
sie wollen kontrollieren, ob sie verpestet sind.
Auf dass sie nicht anstecken das ganze deutsche Land
mit einer großen Seuche, Friede genannt.“
An anderer Stelle heißt es: „Polizist: Was hatten sie zu zeigen, was ihr daheim vermisst? Jugend: Neue Werke, die volkseigen und drinnen Werkstudent und Aktivist.“
Das Polit-Singspiel wurde 1951 bei den „Weltfestspielen“ in Ost-Berlin uraufgeführt.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
27.01.2020 10.54
Diesen Beitrag ansteuern
»UNS HAMBURG« der AfD

In der Frage der Rechtschreibreform vertritt wohl ein großer Teil der Mitglieder und Mitläufer der AfD die Meinung, das Kind sei in den Brunnen gefallen und es gäbe Wichtigeres. Deshalb die Nachlässigkeit bei Schmidt-Zitaten in der AfD-Wahlkampfzeitung „UNS HAMBURG“. 1992 gab es auch in der Frankfurter Rundschau noch keine „Reform“:

Helmut Schmidt als eine Jahrhundertgestalt
Eine Auswahl von bemerkenswerten Zitaten


»Die Vorstellung, dass eine moderne Gesellschaft in der Lage sein , müsste, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen, halte ich für abwegig. Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen. «
Quelle: Frankfurter Rundschau, 12. September 1992, S. 8
Das Zitat aus dem „Hamburger Abendblatt“ ist dagegen korrekt, da die Springer-Presse aufgrund besserer Einsicht seit 2004 wieder in der traditionellen Rechtschreibung erschien.
»Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, daß sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten. «
Quelle: Hamburger Abendblatt, 24. November 2004
Leider wurde die Rechtschreibung durch das unheilvolle Wirken von Schavan und Zehetmair und wohl auch der Konzerneigentümerin (und P. Schmachthagen) 2006 wieder auf die vom Volk abgelehnte „Reform“ umgestellt. Die „Zeit“ hatte keinen Widerstand geleistet und schon 1999 eine streberhafte Vorreiterrolle gespielt, obwohl Helmut Schmidt als einer der Herausgeber eigentlich Reformgegner war:
»Wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man, dass die politischen Journalisten eigentlich mehr zur politischen Klasse gehören und weniger zum Journalismus. «
Quelle: Interview mit Giovanni di Lorenzo, ZEITmagazin, 25. März 2010. Nr. 13

UNS HAMBURG pdf
In der AfD gibt es tatsächlich einige, die die Unterwerfung unter die durch Schule, Medien, Behörden und Software erpreßte „Reform“ verweigern. Björn Höcke gehört zu diesen rühmlichen Ausnahmen.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
15.01.2020 02.28
Diesen Beitrag ansteuern
Der Riß durch Land und Schreibgemeinschaft

Das Landeshaus in Kiel wirbt für eine Veranstaltung – unter Nichtbeachtung der Zitattreue und der Volksabstimmung gegen die Rechtschreib„reform“:

AMPHIBIEN Ein deutsch-dänisches Abstimmungs-Schauspiel zum 100. Jahrestag der Volksabstimmungen von 1920 über den Verlauf der deutsch-dänischen Grenze

TOURNEETERMINE

Do 13.2.2020, 19.00 Uhr

Kiel, Schleswig-Holsteinischer Landtag

Einlass für diese Spielstätte nur nach Anmeldung und unter Vorlage des Personalausweises.

AMPHIBIEN

Ein deutsch-dänisches Abstimmungs-Schauspiel


zum 100. Jahrestag der Volksabstimmungen von 1920 über den Verlauf der deutsch-dänischen Grenze.

BIS VOR KURZEM war alles selbstverständlich. Wir waren Amphibien. Amphibien? Wir lebten in zwei Elementen: auf dem Land gehen, im Wasser schwimmen. In gewisser Weise tun wir's noch. Wir gehen von der einen Sprache in die andere wie durch eine offene Tür. Je nach Umgebung leben wir in dänischen Liedern oder in deutschen. Im Wasser schwammen sie und an Land gingen sie. Ich rede wie von einem Kindheitsparadies, von einem fernen Zuhause ... Wir redeten und wir sangen deutsch, in der Kirche und im Dorf war alles dänisch, und gingen deutsch oder umgekehrt. Je nachdem, wir konnten uns gar nicht vorstellen, dass es auch anders geht. Ja aber, das Leben in beiden Welten? Wir haben uns schlafen gelegt und sind alle als Landtiere mit Eckzähnen aufgewacht. Alles fiel auseinander. Und was war daran schuld?
Die Schleswigsche Frage ...

Aus dem Roman „Riß durchs Festland“ von Uwe Pörksen

[Leseprobe]

AMPHIBIEN

Die Theater-Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig in Apenrade hat dieses Stück in Zusammenarbeit mit Studierenden und Lehrenden der Abteilungen Kunst und Visuelle Medien, Textil und Mode sowie Darstellendes Spiel der Europa-Universität Flensburg zum 100. Jahrestag der Volksabstimmungen von 1920 über den Verlauf der deutsch-dänischen Grenze entwickelt...

landtag.ltsh.de

Prof. Uwe Pörksens Austrittserklärung aus dem Rat für Rechtschreibung hier.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
01.09.2019 08.24
Diesen Beitrag ansteuern
Zur Umfälschung Mitteldeutschlands in „Ostdeutschland“

Aus einem umfangreichen Text zur deutschen Erinnerungskultur:

Im Geschichtsloch verschwunden –
Wie der Ostdeutsche Kulturrat 2019 unterging


Jörg Bernhard Bilke 6. Juni 2019

Von der deutschen Öffentlichkeit kaum bemerkt, hat die „Stiftung Ostdeutscher Kulturrat“, zuletzt ansässig in Königswinter/ Rheinland, ihre Arbeit am 30. April 2019 eingestellt. Die letzte „Kulturpolitische Korrespondenz“, deren Chefredakteur in Bonn ich in den Jahren 1983/2000 war, erschien im März 2019. Danach räumten die beiden noch verbliebenen Mitarbeiter, die inzwischen das Rentenalter erreicht hatten, die Räume leer und übergaben sie dem Vermieter.

Die bildungspolitische Einrichtung „Ostdeutscher Kulturrat“ war 1950 zunächst als Verein gegründet worden, der den Bundesregierungen unter Konrad Adenauer (1876-1967) und Ludwig Erhard (1897-1977) beratend zur Seite stand, wurde seit 1968 vom Bundesvertriebenenministerium gefördert und seit 1969, nachdem dieses Ministerium von der SPD-FDP-Koalition aufgelöst worden war, vom Bundesinnenministerium. Der Verein wurde 1975 in eine Stiftung umgewandelt und vom Bundesinnenministerium mit Geldern nach der Westvermögenszuführungsverordnung ausgestattet.

Ein Vierteljahrhundert später, am 30. Juni 2000, wurden der Stiftung von Kulturstaatsminister Michael Naumann sämtliche Fördermittel entzogen. Da aber die Stiftung über eigenes Vermögen verfügte, konnte sie mit verkleinerter Mannschaft ihre Arbeit noch bis ins Jahr 2019 fortführen. [...]

Herbert Hupka, dessen Ansehen nach dem Mauerfall in Berlin 1989 auch in Polen zusehends wuchs, so dass er schließlich zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ratibor/Oberschlesien ernannt wurde und am 15. August 2005 dort seinen 90. Geburtstag feiern konnte, hatte sich 1983 ehrgeizige Ziele gesetzt. Er wusste mit mehreren Projekten zugleich die reichhaltige Geschichte und die überragenden Kulturleistungen des 1945 untergegangenen Ostdeutschlands den nachgeborenen Deutschen wieder in Erinnerung zu rufen. [...]

Das alles ist nun, seit 30. April 2019, Vergangenheit, nachdem der politisierende Schöngeist Dr. Michael Naumann (SPD) im Oktober 1998 unter Bundeskanzler Gerhard Schröder Kulturstaatsminister geworden war und in den zwei Jahren seiner Amtsführung anderthalb Dutzend ostdeutsche Kulturinstitute ausgelöscht hatte, darunter die „Stiftung Kulturwerk Schlesien“ in Würzburg, die „Künstlergilde“ in Esslingen/Neckar und die „Stiftung Ostdeutscher Kulturrat“ in Bonn.

Wenn Vermögen vorhanden war konnte sich das betroffene Institut noch einige Jahre halten, auch wenn zahlreiche Mitarbeiter mit exzellentem Fachwissen vorzeitig in den Ruhestand geschickt oder einfach nur entlassen wurden. ...

Die Verantwortlichen in den Ministerien von Bund und Ländern für die Pflege ostdeutschen Kulturgutes sind heute alle nach 1945 geboren und verstehen unter „Ostdeutschland“ zunehmend Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg.

... Immanuel Kant (1724-1804), der bedeutendste Denker der europäischen Philosophiegeschichte, der in seinem langen Leben seine Heimatprovinz Ostpreußen nicht einmal verlassen hat. Sein 300. Geburtstag wird am 22. April 2024 in aller Welt begangen werden mit Festveranstaltungen, unzähligen Vorträgen und beachtlichen Büchern. Im „Literarischen Führer Deutschland“ wird sein Name nur einmal genannt, weil er in Berlin zufällig in einem Figurenensemble zu sehen ist. Die beiden DDR-Schriftstellerbrüder Hermann (1926-2016) und Uwe Kant (1936) werden in diesem Lexikon zehnmal erwähnt.

Darf man jetzt schrill auflachen?

tabularasamagazin.de 6. 6.2019

Der „Mitteldeutsche Rundfunk“ hat seinen Namen in der Euphorie der deutschen Wiedervereinigung eher versehentlich erhalten. Sicher wird auch er wegen des Verdachts auf „Revanchismus“ irgendwann fallen.

800 Jahre Kultur Ostdeutschlands sollen in der Erinnerung ausgelöscht werden – bis auf die zwölf Jahre Nazi-Greuel.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
26.07.2019 16.22
Diesen Beitrag ansteuern
Zum Geburtstag von Anetta Kahane, ...

... der ehemaligen Stasi-Spitzelin und heutigen Leiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung, hat der Historiker Hubertus Knabe eine Würdigung ihres Wirkens veröffentlicht.

Knabe wurde bekanntlich als Direktor der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen mit fragwürdigen Gründen amtsenthoben. Damit erfüllte sich die im Kuratorium vertretene SED-Nachfolgepartei Die Linke (mit Hilfe der Ex-Kulturbeauftragten Monika Grütters, CDU) einen langgehegten Herzenswunsch (hier und da).

Deutschland Staatssicherheit
Die Täter sind unter uns
https://hubertus-knabe.de/der-fall-kahane/
Wir können uns hier nur mit einer kleinen Unachtsamkeit des Historikers befassen: Anetta Kahane und ihre Stasi-Führungsoffiziere schrieben selbstverständlich traditionell.

Ihre Verpflichtungserklärung gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit mit Annahme des Decknamens „Viktoria“ ist noch unauffällig. Der nächste abgebildete handschriftliche Bericht beginnt:
„23.12.74 ...., 20 Jahre alt wohnhaft in Berlin Pankow ... ist mir seit ca. 6 Jahren bekannt. Wir lernten uns bei einer Party bei mir zu Hause kennen und stellten fest, daß ...... befreundet sind. ......“
Eine späte handschriftliche Notiz ihres Führungsoffiziers hält fest:
„Beim Treff am 17.3.82 äußerte der IM [kein Gender!], daß er die Aufgaben für das MfS nicht mehr erfüllen kann. Er lebe in einer ziemlichen Streßsituation, außerdem gibt es – das kam mehr indirekt zum Ausdruck – ideologische Barrieren.“
Knabe „reformiert“ in Textzitat und Bildunterschrift:
»In einer ziemlichen Stresssituation“ – Vorschlag zur Beendigung der Zusammenarbeit vom Juni 1982 «
Was mir entgangen war: Auch dahinter steckt Anetta Kahane:
#NichtEgal *
Gemeinsam mit der Kampagne „Laut gegen Nazis“, der Amadeu Antonio Stiftung und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel startete YouTube im August 2009 „361 Grad Toleranz – der YouTube Schülerwettbewerb gegen Ausgrenzung“.

https://youtu.be/1GOAuhQoj-4
... nicht zuletzt zur Vorbereitung des bunten Angriffs auf die „weiß gebliebenen“ Gebiete der DDR.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
11.07.2019 06.22
Diesen Beitrag ansteuern
Wikipedia: der sogenannte „Nero-Befehl“

Speer verfasste unter Datum vom 29. März 1945 ein Gesuch an Hitler, in dem er bat, den Zerstörungsbefehl zurückzunehmen. Speer gibt dort nach dem Einschub – „wenn ich Sie nicht missverstanden habe“ – in indirekter Rede wieder, was Hitler ihm am Abend des 18. März erklärt habe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nerobefehl (abgerufen 11.7.19)

II. Speers Antwort vom 29. März 1945

... Sie machten mir jedoch am Abend Ausführungen, aus denen — wenn ich Sie nicht mißverstanden habe — klar und eindeutig hervorging: Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. Dieses Schicksal ist unabwendbar. Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil sei es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen ...

Quelle: Bundesarchiv Koblenz N 1340/215 „29. März 1945 Schreiben Speers an Adolf Hitler Zusammenbruch des Deutschen Reiches, Opposition, insbes. gegen die Zerstörungsbefehle Hitlers (vgl. R 3/1538)“;

http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/docpage.cfm?docpage_id=2382&language=german

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
08.07.2019 02.47
Diesen Beitrag ansteuern
Artur Brauner ist tot

Im Wirtschaftswunder der Fünfzigerjahre gingen die Geschäfte gut; Brauner fütterte den Markt mit teilweise über 15 Produktionen pro Jahr, darunter mit Kassenschlagern wie „Die Frühreifen“ (mit Peter Kraus) und „Mädchen in Uniform“ (mit Romy Schneider). Aber auch Robert Siodmaks Gerhart-Hauptmann-Adaption „Die Ratten (mit Maria Schell und Curd Jürgens) brachte Brauner ins Kino, das Stauffenberg-Drama „Der 20. Juli“ und den beeindruckenden Dürrenmatt-Film „Es geschah am helllichten Tag“ mit Heinz Rühmann. „Der brave Soldat Schwejk“, den Brauner ebenfalls mit Rühmann drehte, bezeichnete er später gern als seinen „vielleicht liebsten Film“.

spiegel.de 7.7.3019

Google:

„Es geschah am hellichten Tag“
Ungefähr 70.300 Ergebnisse (0,41 Sekunden)

„Es geschah am helllichten Tag“
Ungefähr 7.980 Ergebnisse (0,55 Sekunden)

Besonders neckisch:
„Ausführliche Filmkritik zu ES GESCHAH AM HELLLICHTEN TAG (1958)“

Es geschah am hellichten Tag – Wikipedia

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
04.06.2019 13.32
Diesen Beitrag ansteuern
Wer stahl dem roten Kasner sein „daß“?

Aus Klonovskys Acta diurna:

Leser *** macht mich auf eine „schon ältere und in einem ganz frühen 'Merkel-Stadium' geschriebene Merkel-Biographie“ aufmerksam – es handelt sich um das Buch „Wem dient Merkel wirklich?“ von David Korn, den ich ebenfalls nicht kenne –, worin ein pikantes Zitat von Merkels Vater Horst Kasner zu finden ist. Der schrieb „nach der für ihn so frustrierenden Wiedervereinigung“ im Periodikum die kirche, Organ der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, Nr. 33 (16. August 1992), unter der Schlagzeile „Nichts kann bleiben, wie es einmal war“:

„Als Beigetretene leben wir nun mit dem Grundgesetz der alten Bundesrepublik, an eine Neufassung ist nicht zu denken. Allenfalls Ergänzungen und Änderungen wird es geben. Und dabei steht es, wie gesagt, nicht zum besten um die freiheitlich demokratische Grundordnung. Von der Diktatur der Staatspartei befreit, haben wir auf einen demokratischen Aufbruch gehofft und sind nun in einen Parteienstaat hineingeraten, in dem, gemäß Verfassungspostulat, alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, dann aber dorthin nicht mehr zurückkehrt. Wir bemerken nun, wie sich die etablierten Parteien den Staat zur Beute gemacht haben und dass der Staat zum Selbstbedienungsladen für Politiker geworden ist ... Der Parteienstaat der Bundesrepublik, in dem sich die beiden Volksparteien inhaltlich kaum noch unterscheiden, hebt sich eigentlich nur noch durch das Mehrparteiensystem von der Parteidiktatur der DDR ab. In der bequemen Proporzdemokratie wird der Klüngel zum System. Man schanzt sich wechselseitig Vorteile zu.“

Und Töchterli heute mittenmang!

michael-klonovsky.de/acta-diurna 3.6.2019

War es David Korn, der Leser*** oder Klonovskys F-Automat (Ferbesserungsautomat)?

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
19.05.2019 05.36
Diesen Beitrag ansteuern
Falsch aus Unwissenheit

Am Freitag hörten wir, meine Frau und ich, im Kieler Pharmakologischen Institut einen Vortrag von Dr. Harald Lübke über seine und seiner Kollegen Forschungen zur Steinzeit in Estland. Prof. Christian Andree erwähnte in seiner Begrüßung die 500-Jahr-Feier der (jetzt „Europa-“) Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, bei der die damalige Uni-Präsidentin Gesine Schwan (SPD), verspätet eintreffend, in ihrer Rede „das 300ste Jubiläum, ... äh, ich meinte das 400ste“ feiern wollte, bis sie schließlich die richtige Zahl traf. Die Vertreter der benachbarten polnischen Universität seien übrigens im vollen traditionellen Ornat erschienen, im Gegensatz den unfeierlichen Deutschen.

Daß die „Europäer“ mit der Geschichte auf Kriegsfuß stehen, merkt auch Michael Klonovsky in seinen „Acta diurna“ an:


... Apropos Kretins in der Politik: Nach Ansicht von Frans Timmermans, Vizepräsident und „EU-Kommissar für Bessere Rechtsetzung“ – resp. Rechtleitung – und Gedöns gehört „der Islam seit 2000 Jahren zu Europa“. Diese Auskunft sollte man mal einigen besonders pingeligen Mohammed-Jüngern zu- oder vorspielen; der EU-Typ behauptet doch tatsächlich, sogar ihre Religion hätten die Europäer erfunden, volle sechs Jahrhunderte bevor Allahs Gesandter sie dem Propheten eingab!

michael-klonovsky.de 18.5.2019

Nebenbei zitiert Klonovsky noch eine Umfrage des MDR:

Gehört der Islam zu Deutschland?
Ja: 4,66 Prozent – - – Nein: 95,34 Prozent

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
03.05.2019 17.16
Diesen Beitrag ansteuern
Lengsfeld zitiert Haffner

Vera Lengsfeld hatte 2004 noch ihre Unterschrift unter den Gruppenantrag „Die Einheit der deutschen Sprache wahren“ gesetzt, der sich gegen die Rechtschreib„reform“ richtete, aber bereits durch den Einfluß von Angela Merkel verwässert worden war.

Vermutlich ist Frau Lengsfeld jetzt nur zu faul, ihrem Schreibautomaten hinterher zu korrigieren. Sie zitiert „reformiert“ aus dem verdienstvollen Buch von Sebastian Haffner „Anmerkungen zu Adolf Hitler“, das 1978 auf deutsch erschien. Bis zu seinem Tod 1999 las ich alles von ihm, was mir zugänglich war. Ich höre noch heute seine hohe, etwas gequetschte Stimme: „Ich war immer ein Wiedervereiniger“ (anders als Grass und Steinmeier).

[Lengsfeld:] Haffners Analyse ist verblüffend und die Parallelen zu einer aktuellen Politikerin sind es auch.
„Was konnte ‚größenwahnsinniger‘ sein, als der Beschluss eines Unbekannten […] Politiker zu werden?“

Zwischen 1930 und 1941 gelang „Hitler innen- und außenpolitisch, schließlich auch militärisch so gut wie alles, was er unternahm, zum Staunen der Welt“.

Hitler errang seine Erfolge über bereits geschwächte Gegner, „die zum wirklichen Widerstand unfähig oder unwillig waren […] Es ist also ein Irrtum […] dass erst Hitlers Ansturm die Weimarer Republik zum Fallen gebracht hätte […] bei den innerpolitischen Kämpfen 1930-1934 ging es in Wirklichkeit nicht mehr um Verteidigung der Republik, sondern nur noch um ihre Nachfolge.“

Die wichtigste Schlussfolgerung Haffners:
„Offensichtlich steht Hitler […] zwischen Mussolini und Stalin – und zwar, bei genauerem Hinsehen, näher bei Stalin, als bei Mussolini […] Nichts ist irreführender, als Hitler einen Faschisten zu nennen […] Sein Nationalsozialismus war alles andere als ein Faschismus“.

Hitler wurde von den Alliierten die Vorherrschaft in Europa geebnet, seine Gebietsansprüche bewilligt. Allerdings setze er diese Erfolge ab 1939 mutwillig aufs Spiel, als er diese bereits garantierte Vorherrschaft in „kriegerische Eroberung und Besetzung Europas verwandelte, was sich mit der Vergewaltigung einer vollkommen hingabewilligen Frau vergleichen lässt.“

Schon am 27. November 1941, als die deutsche Offensive vor Moskau zwar zum Stehen gekommen war, die sowjetische Gegenoffensive aber noch nicht eingesetzt hatte, erklärte Hitler vor dem dänischen und dem kroatischen Außenminister:

„Wenn das deutsche Volk einmal nicht mehr stark und opferbereit genug ist, sein eigenes Blut für seine Existenz einzusetzen, so soll es vergehen und […] vernichtet werden. Ich werde dem deutschen Volk keine Träne nachweinen.“

Auch Plan 3 versuchte er, mit aller grausamer Konsequenz durchzusetzen.
„Sein letztes Programm für Deutschland war der Volkstod.“

In klarer und unwiderlegbarer Form dokumentiert sich dieses Vorhaben in den Führerbefehlen vom 18. und 19. März 1945. Am 18.3. verfügte er, die Bevölkerung Westdeutschlands auf Todesmärsche zu schicken, am 19.3. gab er den Befehl, alles, was in Deutschland noch stand und den Deutschen eine Überlebensmöglichkeit sichern würde, in die Luft zu sprengen – „es also mit Vernichtung zu bestrafen, weil es sich zur Welteroberung unfähig gezeigt hatte.“

Ausgehend von einigen englischen Historikern, hat sich inzwischen in der Linken die These verfestigt, Hitler als das vorbestimmte Produkt der ganzen deutschen Geschichte zu betrachten.

Haffner: „Das Gegenteil ist richtig. Hitler steht in keiner deutschen Tradition, am wenigsten in der protestantisch-preußischen des „nüchtern selbstlosen Dienstes“ am Staat.

„Nüchternheit hatte er planmäßig durch Massenrausch ersetzt, man kann sagen, dass er sich selbst sechs Jahre den Deutschen als Droge verabreicht hatte […] Er hatte sich Deutschland ausgesucht – ohne es zu kennen, und eigentlich kennengelernt hat er es nie. Die Deutschen waren sein erwähltes Volk […] als das zu seiner Zeit größte Machtpotential Europas. und nur als Machtinstrument haben sie ihn je wirklich interessiert.“

Hitler ist so gründlich gescheitert, dass heute niemand „auch nur die kleinste politische Außenseiterchance“ hat, der sich auf ihn beruft. Von daher ist der gegenwärtige staatlich geförderte Kampf gegen angebliche „Nazis“ eine Schimäre. Mehr noch:
„Weniger gut ist, dass viele Deutsche sich seit Hitler nicht mehr trauen, Patrioten zu sein.”

Denn die deutsche Geschichte ist mit Hitler nicht zu Ende. Wer das Gegenteil glaubt und sich womöglich darüber freut, weiß gar nicht, wie sehr er damit Hitlers letzten Willen erfüllt.

freiewelt.net 3.5.2019 Original: vera-lengsfeld.de 3.5.2019
(Auch orthographisch nicht relevante Stellen wurden des Gesamtbildes wegen zitiert.)
Hitler war als unscheinbarer Niemand aus dem Nichts aufgestiegen und benutzte das deutsche Volk für seine Geltungssucht und seinen Machtwillen. Jetzt wird es wieder benutzt, und es ist sehr die Frage, ob es das übersteht.

PS: Siehe auch dies und das.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
27.03.2019 08.21
Diesen Beitrag ansteuern
Patrick Süskind zum 70.

„Ich will nichts erleben! Ich bin Schriftsteller!“

Der berühmteste Schriftsteller, der es beständig schafft, nicht berühmt zu sein, ist Patrick Süskind. Angesichts der Gepflogenheiten heutiger Literaturvermarktung erscheint es als unwahrscheinlich, wie Süskind gezielt ein paar bleibende literarische Werte gesetzt und sich dann der Sekundärverwertung seiner Bedeutung komplett entschlagen hat: keine Interviews, Fernsehauftritte und Preisreden gibt es aus den letzten Jahrzehnten...

„Ein Kontrabass ist mehr, wie soll ich sagen, ein Hindernis als ein Instrument.“

In diesem Buch gibt es die unvergessliche Szene, in der der junge Ich-Erzähler zu spät zur Klavierstunde kommt und sich dann auch noch verspielt. F statt Fis. Die Klavierlehrerin haut auf die schwarze Taste, niest, haut noch mal hin und eine „Portion schleimig frischen Rotzpopels“ bleibt auf der richtigen Note zurück. Der Klavierschüler fängt von vorne an, die gefährliche Stelle rückt näher, „der liebe Gott schwieg und tat nichts“ und dann: ",Fis jetzt!' schrie es neben mir ... und ich, im klarsten Bewusstsein dessen, was ich tat, mit vollkommener Todesverachtung, spielte F. -"

So komisch diese Geschichte für jeden ist, der unter musikalischer Früherziehung gelitten hat, so ernst ist sie. Weil sie zeigt, wie unversehens Menschen einander zur Qual werden können, wie fatal die Distanzlosigkeit der Welt ist. Und schon mit seinem Debüt, dem Theatermonolog "Der Kontrabaß", hat Süskind ja einen von seiner Mitwelt gequälten Mann aufgestellt: „Ein Kontrabass ist mehr, wie soll ich sagen, ein Hindernis als ein Instrument.“ 1981 wurde das Stück mit Nikolaus Paryla uraufgeführt, der bald achtzig wird und es heute noch spielt.

sueddeutsche.de 26.3.2019

Patrick Süskind hat, neben 700 anderen, 1996 gegen die Rechtschreib„reform“ die Frankfurter Erklärung der Schriftsteller, Germanisten, Historiker, Verleger und anderer Persönlichkeiten unterzeichnet. Es ist nicht bekannt, daß er dies widerrufen hat.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
20.03.2019 03.17
Diesen Beitrag ansteuern
Textfälschungen werden zur Regel, ...

... besonders wenn es um die neuen „ss“ geht. Auch die albernen neuen Großschreibereien, die man schon im 19. Jahrhundert fast überwunden hatte, werden meist wohl automatisch in die Texte hinein„korrigiert“ – man darf die Bürger, vor allem die Schüler, doch nicht verunsichern:

„Wissense denn nich, det Fontane Antisemit is?“
Stand: 14.03.2019 | Lesedauer: 14 Minuten
Von Wolf Lepenies

Nach wie vor finden sich im Adel „entzückende Einzelexemplare“, aber die Junker, die doch den eigentlichen Adelstypus verkörpern, sind Fontane unerträglich geworden: „Je mehr sie überflügelt werden, je mehr sie sich überzeugen müssen, dass die Welt anderen Potenzen gehört, desto unerträglicher werden sie in ihren Forderungen, ihre Vaterlandsliebe ist eine schändliche Phrase ... je eher mit ihnen aufgeräumt wird, desto besser.“...

Dichter noch als in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ und in seinen Romanen mischen sich in den Briefen Fontanes Liebe und Distanz zu Preußen. Verehren, bewundern und doch gelegentlich ein Nein: „So muss es sein!“, heißt es einmal.

welt.de 14.3.2019
Richtig muß es heißen:
Brief Fontanes an Georg Friedländer, 14. Mai 1894: »Je mehr sie [die Junker] überflügelt werden, je mehr sie sich überzeugen müssen, daß die Welt andren Potenzen gehört, desto unerträglicher werden sie in ihren Forderungen; ihre Vaterlandsliebe ist eine schändliche Phrase, sie haben davon weniger als andre, sie kennen nur sich und ihren Vortheil und je eher mit ihnen aufgeräumt wird, desto besser.«
…und der Textfetzen stammt aus Kapitel 3 des Buches: Irrungen, Wirrungen:
»Ja«, schmunzelte die Dörr vor sich hin, »das is das Richtige, so muß es sein. Aber is es denn wahr, Lene, daß er Botho heißt? So kann doch einer eigentlich nich heißen; das is ja gar kein christlicher Name.« »Doch, Frau Dörr.« Und Lene machte Miene, die Tatsache, daß es solchen Namen gäbe, des weiteren zu bestätigen.

https://gutenberg.spiegel.de/buch/irrungen-wirrungen-4457/3
Inzwischen können die Korrekturautomaten den entlegensten Blödsinn der „Reform“. Waren das noch Zeiten, als es sich die Kieler Nachrichten einfach machten und in einem Fortsetzungroman nur die „dass“ hineinferkelten. Oder als die Eckernförder Ausgabe der KN das gleiche mit einem wirklich alten Text tat, nur um den Kultusministern ihren Unterwerfungseifer zu zeigen.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
19.12.2018 08.22
Diesen Beitrag ansteuern
Lügenpresse: Das Fälschungs-Muss an der deutschen Vergangenheit

Es ist einer der spannendsten Momente der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Die Unionsfraktionen im Deutschen Bundestag (damals noch in Bonn) versuchen 1972 etwas, was es nie zuvor gegeben hat: den Sturz eines Kanzlers über ein konstruktives Misstrauensvotum. Hunderttausende Bürger sind empört über dieses zwar legale, aber doch, wie sie finden, unmoralische Verhalten – und gehen auf die Straße. Auch in Hamburg.



„Willy muss Kanzler bleiben!“ Das steht auf Plakaten, die die MOPO – damals noch eine SPD-Parteizeitung – drucken und verteilen lässt. 15.000 – nach anderen Quellen sogar – 30.000 Menschen recken am 26. April 1972 auf der Moorweide diesen Bogen Papier in die Höhe, um sich solidarisch zu erklären mit dem Mann, der vielen ein Idol ist und die Hoffnung auf ein freieres und demokratischeres Deutschland verkörpert: Willy Brandt.

mopo.de 16.12.2018

24 Jahre später war die SPD führend daran beteiligt, 80 Millionen Deutsche durch Geiselnahme der Schüler zum Muss-Deutsch zu erpressen. Den verdienten Abstieg hat die Volks(reform)-Partei mühsam erarbeitet – im Osten nur noch 8 Prozent!

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
12.11.2018 11.20
Diesen Beitrag ansteuern
Sprechblasen

Junge Leute von 1989 sprechen „reformiert“ wie um 1998:

Brandanschläge auf Berliner Mauer „Was für ein Scheißland!“
Mit Bolzenschneidern und Molotowcocktails attackierten vier frühere DDR-Bürger 1989 die Berliner Mauer. Hier berichtet Raik Adam, wie es zu den gefährlichen Aktionen kam, die er nun als packenden Comic erzählt...


In West-Berlin feierten sie – und planten militante Aktionen gegen die verhasste Mauer. Die „Stiftung Berliner Mauer“ hat diese ungewöhnliche Geschichte jetzt als Graphic Novel veröffentlicht, gezeichnet und geschrieben von den Aktivisten selbst.
In den Sprechblasen heißt es:
Eine Woche später, 16. Juni „Das wird ein Spektakel, wie die es noch nicht erlebt haben. Das muss richtig krachen! Wir müssen maximalen Schaden anrichten!“ „Das gibt einen heißen Tanz heute Nacht.“

spiegel.de/einestages 12.11.2018
Wie verblüffend wäre es, wenn die Worte der Jugendlichen so aufgezeichnet würden, wie damals üblich. Anscheinend hat sich die deutsche, ehemals gemeinsame Schriftsprache soweit gewandelt, daß man sie der Jugend von heute nicht mehr zumuten kann.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Alle Zeiten sind MEZ    Dieser Faden ist 16 Seiten lang:    1   2  3  4 · 10 · 13  14  15  16  Neuen Faden beginnen     antworten
Gehe zum Forum:
< voriges Leitthema     nächstes Leitthema >

Benutzungs-Regeln:
Wer kann im Forum lesen? Jeder Gast / jeder angemeldete Nutzer.
Wer kann ein neues Leitthema oder eine Antwort eintragen? Jeder angemeldete, eingewählte Nutzer.
Einträge können von ihrem Verfasser geändert oder auch gelöscht werden.
HTML-Kennungen beim Eintragen erlaubt? AN. Schnuten erlaubt? AN. vB-Kennungen erlaubt? AN. Bilder-Einbindung mit [IMG] erlaubt? AN.

Maßnahmen der Verwaltung:
Leitthema öffnen / schließen
Leitthema umziehen lassen
Leitthema löschen
Leitthema ändern

Herausgeber · Schreiben Sie uns · Forum

Technik von: vBulletin, Version 1.1.4 ©Jelsoft Enterprises Ltd. 2000. Rechtschreibung.com – Nachrichten zur Rechtschreibfrage