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Unwichtige Geschichtsfälschungen
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Sigmar Salzburg
16.10.2013 09.27
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„Daß“ ins Orwellsche Gedächtnisloch!

Wenn der Redaktion von Spiegel EinesTages nichts mehr einfällt, müssen wieder die Texte aus älteren Jugend-Tagebüchern herhalten, die Werner und Wedel im Fischer Scherz Verlag herausgegeben haben. Natürlich sind sie in die ab 1996 von den Kultusministern erpreßte Reformschreibung umgefälscht worden, um vor allem die jüngeren Leser nicht auf dieses Kulturschurkenstück aufmerksam zu machen:

22. Dezember 1986
... Jetzt ist es im Altersheim schon so weit, dass ich ein Mädchen einlerne. Sie ist 17, heißt Andrea, Dauerwelle, die liebsten braunen Augen, die ich je gesehen hab', keinen Hauptschulabschluss und lebt mit ihrem Freund zusammen. Sie ist süß und nett und nicht so verprollt, wie ich es denken würde, wenn ich nur die vorhergegangenen Kurzinformationen vernehmen würde – (Ich weiß, ich bin von Vorteilen (Freudscher Verschreiber) belastet!). Es ist ganz gut, einen Tag guckt sie mir zu und zwei Tage steh' ich dann daneben und pass auf, dass sie alles richtig macht!

einestages.spiegel.de 15.10.2013 und Faksimile

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Sigmar Salzburg
10.10.2013 08.35
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Sprachfälschung beim WDR

Bei der Darstellung der DDR-Vergangenheit schreibt der öffentlich rechtliche Rundfunk auch Tonaufzeichungen von Verhören der Vergangenheit in die Reformschreibung von 1996 um, einschließlich der neuen Stotterschreibung „so genannt“:

Das Feature
Redaktion: Ulrike Toma
Fallbeil für Gänseblümchen
Der Spionageprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz im Originalton
----------------------------------
Sendung: Sonntag, den 03.10.2013, 11.05 –12.00 Uhr
Produktion: WDR 2011

Am 23.11.1955 wurden Karl Laurenz und Elli Barczatis in Dresden wegen angeblich schwerwiegender Spionage durch das Fallbeil, das vermutlich noch aus der Nazizeit stammte, hingerichtet. Die WDR-Aufzeichnung läßt die Beteiligten im Prozeß stotternd sagen:

BARCZATIS:
... war der Angeklagte Laurenz beschäftigt bei der, bei einem Rechtsanwalt im demokratischen Sektor von Berlin, beim Dr. Greffin, als Gerichtsassessor, hatte in dieser Tätigkeit auch Besuche in den Haftanstalten durchzuführen und dort mit den Beschuldigten als Verteidiger zu sprechen. Und er hat bei dieser Gelegenheit so genannte Begünstigungen vorgenommen, ich glaube er hat einen Brief oder Briefe mitgenommen.
[Vorsitzender Richter] ZIEGLER:
So genannte? Sie meinen, es war eigentlich keine, wie?
BARCZATIS:
Entschuldigen Sie bitte, mir war, mir war der Begriff Begünstigung vorher nicht bekannt.

[An anderer Stelle ging es um Verrat von Planungsmängeln an den Klassenfeind:]

BARCZATIS:
Mein dienstlicher Auftrag lautete, zu überprüfen, ob die Versorgung der Bevölkerung mit dem so genannten Weihnachtsteller – das war vor Weihnachten 1953 –, also die Versorgung der Bevölkerung mit Südfrüchten, Rosinen, Mandeln gesichert ist. Die vorgesehenen, geplanten Mengen waren eingegangen, es waren aber insofern doch Planfehler unterlaufen, als gerade in diesem Kreis, dass man in diesem Kreis nicht die lokalen Verhältnisse bedacht hatte, gerade in diesem Kreis, in dem die Dresdner Stolle gebacken wird, die unendlich viel Rosinen benötigt, ja, da hat man nicht dran gedacht und diesem Kreis, diesem Bezirk die gleiche Menge Rosinen zugeteilt wie anderen Bezirken, wo diese Traditionen nicht üblich sind.
ZIEGLER:
Weil die Streuung nicht richtig funktionierte?
BARCZATIS:
Ja.

http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/feature/fallbeil103.pdf

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Sigmar Salzburg
04.10.2013 20.25
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Spiegel kann’s auch richtig – wenn er will

Bau der Anatolischen Eisenbahn
Otto von Bismarck höchstpersönlich schrieb an die Banker, „politische Bedenken gegen die Bewerbung“ beständen nicht. Aber: „Die darin für deutsches Kapital liegenden Gefahren werden ausschließlich den Unternehmern zur Last fallen, und werden die letzteren nicht darauf rechnen dürfen, daß das Deutsche Reich sie gegen die mit gewagten Unternehmungen im Auslande verbundenen Wechselfälle sicherstellen werde.“
einestages.spiegel.de 3.10.2013

Es wäre ja wohl eine Groteske gewesen, dem Schreibveränderungsgegner Bismarck eine Reformschreibung so unterzujubeln, wie es bei normalen Leserbriefen seit 1999 dreisterweise üblich geworden ist.

1876 hatte eine in Berlin tagende „Konferenz zur Herstellung größerer Einigung in der Rechtschreibung“ die Orthographie wenigstens innerstaatlich, das heißt in den Grenzen des kleindeutschen Reiches geregelt...

Aber eine für das gesamte deutsche Sprachgebiet verbindliche Konvention war noch nicht in Sicht, solange etwa Fürst Bismarck seinen Beamten „bei steigenden Ordnungsstrafen“ die Anwendung der zum ersten Male offiziell formulierten Rechtschreibregeln untersagte. Der konservative Kanzler teilte offenbar die Ansicht, die schon Schopenhauer seinem Leipziger Verlag Brockhaus und dessen Haus-Orthographie gegenüber vertreten hatte: „Daß ein Ladenmensch, ein Buchdrucker und seine schwarzen Myrmidonen aus dem Schmierloch die deutsche Sprache regieren wollen, ist nicht nur ein Übelstand, sondern eine Infamie.“
Spiegel von 1956

Heute haben wir leider genug Kulturpolitiker und Apparatschicksen, die sich als Ass holistischer Bildung aufführen und mit dem, was am Ende „hinten herauskommt“, nicht nur die Sprache regieren, sondern auch die Menschen umfunktionieren wollen. („There is a fine line between holistic and assholistic“)

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Sigmar Salzburg
30.09.2013 09.27
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Spiegel online fälscht wieder

Untrügliches Indiz ist die ss/ß-Mischung des Heyse-Systems, das vor 1996 in Deutschland praktisch unbekannt war:

Der große Krieg hatte nun auch in Afrika begonnen. Das war gar nicht im Sinne des deutschen Gouverneurs Heinrich Schnee; der wollte am liebsten sofort kapitulieren und drohte später damit, Lettow-Vorbeck wegen Hochverrats vor ein Kriegsgericht zu bringen. Berlin wollte keinen Konflikt in Afrika. Doch der eigensinnige General glühte für diesen Krieg, und so kam ihm der britische Angriff gerade recht. „Ich wusste, dass das Schicksal der Kolonien, wie das jedes deutschen Besitzes, auf den europäischen Schlachtfeldern entschieden werden würde“, schrieb er später. „Die Frage war, ob wir die Möglichkeit hatten, die große heimische Entscheidung von unserem Nebenkriegsschauplatze aus zu beeinflussen.“
einestages.spiegel.de 27.9.2013

Dabei kann Spiegel/einesTages durchaus korrekt zitieren, wenn es darum geht, dem Ganzen das historische Flair zu lassen, wie ein Bericht über Rudolf Diesel am gleichen Tag zeigt:

1878 ist es noch ein unreifer Gedanke, den der angehende Ingenieur während einer Vorlesung von Carl zu Linde in sein Notizbuch formuliert: „Kann man Dampfmaschinen so construiren, welche den vollkommenen Kreisprozess [?] ausführen, ohne zu sehr complicirt zu sein?“ Diesel kann, auch wenn es noch ein paar Jahre dauern soll.
einestages.spiegel.de 27.9.2013

Diese ungleiche Zitierweise ist zweifellos Absicht:
Der Spiegel will keine Aufmerksamkeit für die jüngste „Reform“ – und er will vor allem seine eigene üble Rolle in diesem Skandal vergessen machen.

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Sigmar Salzburg
10.09.2013 08.32
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Der Spiegel fälscht Heß-Zitate

In den USA wird ein spektakulärer Aktenfund versteigert: rund 300 Seiten handschriftliche Notizen des NS-Reichsministers Rudolf Heß. Der Hitler-Stellvertreter trug das Dossier mit dem Vermerk „Most Secret“ 1945 zum Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess bei sich. Seither galt es als verschollen. ...

Ein Blick in die Faksimiles (5.9.41, 13.11.41, 23.1.42) zeigt, daß Heß trotz Rust und Lateinschrift nicht, wie damals bisweilen üblich, ß-los schrieb, sondern im traditionellen, noch heute in kultivierten Kreisen üblichen ß-Gebrauch nach Adelung. Der Spiegel fälscht, wie gewohnt, die Textzitate ins Reformdeutsch von 1996:

Hamilton hatte die Zusammenkunft am 11. Mai 1941 ausführlich beschrieben, doch Heß’ handschriftliche Aufzeichnung zu diesem Treffen war bislang unbekannt. Das einzigartige Schriftstück ist in dem jetzt zum Verkauf stehenden Dossier enthalten.

„Wie der Führer“, notierte Heß darin seine Überlegungen, sähe auch er „den Krieg zwischen unseren Ländern als ein Unglück für alle Beteiligten“ an. „Schwere Opfer müssten auf beiden Seiten gebracht werden, ohne dass irgendetwas erreicht würde, das auch nur entfernt dieser Opfer wert sei.“

Er wisse, dass es der britischen Regierung „aus Prestigegründen unmöglich sei, ohne entsprechenden Anlass auf das Verständigungsangebot des Führers einzugehen“ – gemeint war Hitlers „Friedensappell“ vom Juli 1940 –, doch wolle er durch sein Kommen genau diesen Anlass geben. Heß' Vorstellungen sind von entwaffnender Naivität ... „Der Herzog war sichtlich ergriffen“, vermerkte Heß, aber „nicht von der Überzeugung abzubringen, dass Deutschland die Weltherrschaft anstrebe“. ...

Heß musste einen Monat warten, bis er seine Vorschläge der britischen Regierung unterbreiten konnte. ...
Das Protokoll, das sich in der Heß-Akte befindet, umfasst 71 maschinenschriftliche Seiten und zahlreiche Blätter mit Notizen in Heß’ Handschrift, alles wie eine Notarsurkunde zusammengebunden und gesiegelt. ...

Der deutsche Einflussbereich sollte den europäischen Kontinent mitsamt Russland bis zum Ural umfassen („das asiatische Russland interessiert uns nicht“), die englische Sphäre das Empire. Außerdem forderte Heß die ehemaligen deutschen Kolonien zurück...

Das Heß-Dossier enthält ... eine von Heß verfasste „Erklärung zur 'Atlantik-Kundgebung'"; und seine Denkschrift „Deutschland-England unter dem Gesichtspunkt des Krieges gegen die Sowjet-Union“.

Die Schrift gipfelte in der Frage, ob es sich für England lohne, „unter größten Opfern den höchst unsicheren Versuch zu machen, die ‘Achse’ zu besiegen, um dafür mit Sicherheit in Kauf zu nehmen, dass ihm im bolschewistischen Russland ein weitaus gefährlicherer Gegner für sein Empire erwächst“...

Die Heß-Akte zeigt einen höchst neurotischen, selbstzerstörerischen Mann, dessen Mission nicht die geringste Aussicht auf Erfolg hatte...

einestages.spiegel.de 9.9.2013

Die Chance zur „Greuel“-Fälschung hat der Spiegel sich entgehen lassen.(24.4.45)
Die Frage ist, warum die Spiegel-Führung solche Fälschungen unternimmt oder durchgehen läßt. Der einzige plausible Grund ist, daß man Mittäter der Rechtschreibreform ist und die Leser nicht darauf aufmerksam machen will. Die Erinnerung an die herkömmliche Rechtschreibung soll im bekannten „Gedächtnisloch“ verschwinden.

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Sigmar Salzburg
24.08.2013 04.46
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Der SPIEGEL fälscht weiterhin Dokumente ...

... und transkribiert die DDR-Stasi-Akten von 1980 über Steinbrück in die BRD-Reform-Schulschreibung von 1998. Will der „Spiegel“ vergessen machen, daß die deutsche Einheit in der Rechtschreibung seither mutwillig zerstört wurde oder will er die jüngeren Leser nicht im neuen Rechtschreibglauben wankend machen?:

„Dein SPIEGEL“ richtet sich an 8- bis 13-jährige Leser ...
Holen Sie sich Dein SPIEGEL nach Hause!
spiegel.de

Um jüngsten Spekulationen entgegenzutreten, veröffentlicht Peer Steinbrück seine Stasi-Akte...

Besonders unterhaltsam sind etwa die Schilderungen über Steinbrücks politische Einstellungen in einem „Auskunftsbericht“ vom 29. Januar 1981. Sie fußen auf Protokollen, die ein IM „Richard König“ der Staatssicherheit lieferte...

„In den Unterhaltungen bezeichnet er sich als Marxist. Er ist eindeutig ein Vertreter der Theorie des demokratischen Sozialismus – Prägung der bundesdeutschen SPD“, heißt es in dem Bericht. „Den real existierenden Sozialismus in der DDR, den er als sowjetischen Sozialismus bezeichnete, lehnt er ab.“ Steinbrück habe „die feindliche Behauptung“ aufgestellt, "dass der real existierende Sozialismus in der DDR nichts mehr zu tun habe mit den Theorien von Marx, Engels und Lenin“.

„Steinbrück äußerte sich zu den bevorstehenden Bundestagswahlen und gab seiner Befürchtung Ausdruck, dass er mit einem Wahlsieg der CDU/CSU seine Arbeitsstelle verlieren könnte“, notierte der IM im September 1976.

Ab Januar 1981 endet laut der Akte die Korrespondenz zwischen Steinbrück und seiner Verwandtschaft in der DDR. „Der IM schätzt dazu ein, dass ihm die Korrespondenz von staatlicher Seite verboten wurde“, heißt es dazu. Ab 1. März 1981 werde Steinbrück Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der BRD in der Hauptstadt der DDR.

spiegel.de 23.8.2013


Ein Blick in die Akte zeigt, daß auch in der DDR noch kultiviert geschrieben wurde, etwa S. 23 der Datei:

»Der im Dezember 1980 geschriebene und im Januar abgeschickte Brief ist sehr zweideutig abgefaßt und der IM schätzt dazu ein, daß ihm die Korrespondenz von staatlicher Stelle verboten wurde. In den Briefen vom 22.12.1980 und 19.2.1981 schreibt St., daß er ab 1. März 1981, wie schon in persönlichen Gesprächen mit den IM dargelegt, Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der BRD in Berlin/Hauptstadt der DDR wird...

In den Unterhaltungen bezeichnet er sich als Marxist... Er stellte die feindliche Behauptung auf, daß der real existierende Sozialismus in der DDR nichts mehr zu tun habe mit den Theorien von Marx, Engels und Lenin.«

peer-steinbrueck.de

Steinbrück möchte nun den Marxisten streichen:

„Der zu meinem weiteren verwandtschaftlichen Umfeld gehörende IM konnte offenbar nicht umhin, meine ablehnende, 'feindliche' Haltung zum sowjetisch dominierten Gesellschaftssystem der DDR zu melden. Seine Denunziation, ich sei Marxist, könnte allenfalls für schlechtes politisches Kabarett taugen.“
spiegel.de 23.8.2013

Wie sagte der Breitmaulfrosch? „Marxisten, dü güpt’s hür nücht!“

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Sigmar Salzburg
16.08.2013 10.38
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Wieder Tagebuchfälschungen

Wenn den Spiegel-Leuten nichts mehr einfällt, bringen sie wieder Auszüge aus der bei Fischer Scherz erschienen Sammlung von Tagebuchnotizen junger Mädchen – diesmal sogar ohne sich Mühe zu geben, nur daß-freie Seiten im Bild vorzuführen:

21. Mai 1994

Ich weiß nicht warum, aber ich habe mir heute geschworen, in Hollywood Karriere zu machen. Ich weiß, dass das niemals in Erfüllung gehen wird, aber es ist toll, einen absolut irren Traum zu haben, den man anstrebt. Ich habe gerade im Fernsehen „Die blonde Versuchung“ gesehen – mit ALEC BALDWIN!!!!

Dieser Mann sieht so geil aus. Also echt, diese Lippen. Ich werd noch verrückt. Ich will jetzt jeden Zeitungsschnipsel von ihm sammeln und jeden Film sehen, den er jemals gedreht hat. Das ist vielleicht auch ein Grund für meinen Hollywoodtick.

Ich glaube nicht, dass ich jemals in Deutschland einen wirklich gutaussehenden Typen kennenlernen würde. Oder hab ich hier jemanden wie Kevin Costner, Liam Neeson, Joe Lando oder eben Alec Baldwin rumlaufen sehen? Nee, na also! Es ist ja auch nicht so, dass ich …

einestages.spiegel.de 14.8.2013

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Sigmar Salzburg
20.07.2013 20.56
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Na, bitte, es geht auch unverfälscht!

Hitlers wichtigste Forderung aber war ein Verbot der politischen Betätigung katholischer Geistlicher. Der Vatikan stimmte dem zu, und in Artikel 32 des Konkordats hieß es später vielsagend: „Auf Grund der in Deutschland bestehenden besonderen Verhältnisse […] erläßt der Heilige Stuhl Bestimmungen, die für die Geistlichen und Ordensleute die Mitgliedschaft in politischen Parteien und die Tätigkeit für solche Parteien ausschließen.“...

1957 entschied das Bundesverfassungsgericht, das Konkordat sei nach wie vor gültig. Es gilt bis bis zum heutigen Tag.

einestages.spiegel.de 18.7.2013

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Sigmar Salzburg
20.07.2013 12.19
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Die Fälschung der Vergangenheit geht munter weiter

Wieder veröffentlicht Spiegel-EinesTages gefälschte Tagbuchnotizen von Jugendlichen, zugleich als Werbung für den Buchverlag. Ein fünfzehnjähriger Jannis soll am 14. Juni 1991 schon in Dass-Deutsch seine Entdeckung beschrieben haben, daß er schwul ist:

Wieso gebe ich diesen heterosexuellen Arschlöchern recht, wenn sie Leute wie mich „nicht normal“ nennen? Ich weiß ja, dass ich normal bin... Wieso denke und fühle ich nicht wie die anderen, wieso können sie mich nicht verstehen? Wieso müssen sie mich doof anmachen, wenn ich auf den Satz: „Hey, die hat ja eine Hand voll!“ nicht reagiere? Mich interessieren die Brüste meiner Klassenkameradinnen nicht.

einestages.spiegel.de 19.7.2013

Auch die „Hand voll“ gibt Rätsel auf.

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Sigmar Salzburg
14.07.2013 09.33
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Spiegel fälscht weiter

Sex sells, Sexismus auch: Als Alice Schwarzer 1978 mit neun weiteren Klägerinnen das Nachrichtenmagazin „Stern“ wegen frauenfeindlicher Titelbilder vor Gericht brachte, hagelte es Spott und Hohn. Selbst der Richter fiel kurz aus der Rolle ...

Am 26. Juli verkündete Richter Engelschall das Urteil: Die Klage wurde abgewiesen.

In der Urteilsbegründung schien der Richter das zu bedauern: „Es tut uns fast leid, dass Sie nicht gewonnen haben.“ [ Nicht „es tut uns fast Leid, dass ...?]

einestages.spiegel.de 12.7.2013

Natürlich hat der Richter geschrieben: „Es tut uns fast leid, daß Sie nicht gewonnen haben“. Obwohl alles Reden aus Schriftstücken und der damaligen Presse zitiert wird, wird doch der Eindruck vermittelt, es würde eine heute gehörte wörtliche Rede wiedergegeben. Nur manchmal läßt es sich nicht vermeiden, auf ein Dokument hinzuweisen, um es dann trotzdem wieder zu verfälschen.

Die Leser sollen eben nicht darauf gestoßen werden, daß wir bis 1996 eine hervorragend funktionierende einheitliche Orthographie hatten, die dann durch die irrren, von allen guten Geistern verlassenen Kultusminister im Komplott mit den unterwürfigen Medien zerstört wurde – woran der Spiegel ausgiebig beteiligt war.

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Sigmar Salzburg
08.07.2013 15.18
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Der Große Bruder ändert mit

Überwachung von Rudi Dutschke
... Ob sie Dutschke denn kenne? Nee, nur aus der Presse. Aber Frau Schultz hielt das Attentat für ein „schreckliches Unglück“. Der Dutschke tue ihr "sehr leid" ...
Stolz vermerkten die Ermittler, sie hätten eine „nochmalige in Aussicht gestellte spätere Spende dahingehend manipuliert, dass es ihm (Dutschke – d. Red.) jetzt gut gehe“. Frau Schultz habe das als „beruhigend“ empfunden. Noch beim Abschied glaubte sie, echte Freunde von Rudi stünden vor ihr. Die Geschichte vom Besuch bei der alten Dame findet sich in den Rudi-Dutschke-Akten, die das Bundesamt für Verfassungsschutz auf Antrag des SPIEGEL nun freigegeben hat.
spiegel.de 8.7.2013

Anscheinend hat der Verfassungsschutz schon 1971 die Reformschreibung verwendet, um Schüler und linientreue Bürger nicht zu verunsichern. Der scharfsichtige Orthographiehistoriker erkennt, daß die Schlapphüte bereits die Zeit nach 2006 im Blick hatten.

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glasreiniger
02.07.2013 10.30
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SpOn wieder mit einer Verfälschung

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/spiegel-widmet-1989-der-nsa-seine-titelgeschichte-a-908858.html

...
Dass […] auf deutschem Boden, offenbar mit Wissen und Billigung der Bundesregierung jeder Piepser abgehört wird, gilt zumindest unter amerikanischen Geheimdienstexperten als sicher. […]

Anmerkung: Dieser Text ist exakt im vorliegenden Wortlaut am 20. Februar 1989 im SPIEGEL erschienen. Es wurden lediglich einige Passagen gekürzt.

Der zitierte Text im Spiegelarchiv ist nicht auf Pseudo-Heyse umgestellt.

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Sigmar Salzburg
27.06.2013 08.14
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Historische Zeitung dummformiert ...

... eine bemerkenswert unsinnige Reform-Unterwürfigkeit.
Über Wikipedia kann man zur dieser Seite kommen:


„Schlesische privilegierte Zeitung“
________________________________________
Die 16-seitige Originalzeitung vom 20. März 1813 wurde in einer Frakturschrift gesetzt. Solche Schriften können heute jedoch nur wenige mühelos lesen. Deshalb finden Sie hier eine digitale Neuausgabe (PDF-Format) mit einer klassischen Lateinschrift. Der Neusatz hat einen Umfang von 17 Seiten.

Eine Fülle an Informationen aus einer Zeit von vor fast 200 Jahren macht das Lesen der „Schlesischen privilegierten Zeitung“ speziell für historisch Interessierte sowie für Journalisten zu einer interessanten Lektüre.

Was mir als Siebenjährigem mühelos gelang – das unvorbereitete Lesen der Fraktur – ist heute anscheinend selbst Erwachsenen nicht mehr zuzumuten. Aber nicht nur das: Auch die originalgetreue Adelungsche ß-Schreibung, wie sie auch heute noch ein Zeichen von Kultur ist, darf den Lesern nicht mehr unter die Augen kommen. Sie wird durch die „leichter leserliche“ reformierte ss-Afferei ersetzt – eine irritierende Gechichtsfälschung. Der ersten Seite der genannten Ausgabe sind die faksimilierten Kopfzeilen vorgesetzt:

Schlesische priviligirte Zeitung
No. 34. Sonnabends den 28. März 1830.
Se. Majestät dr König haben mit Sr. Majestät dem Kaiser aller Reußen ein Off- und Defensivbündniß abgeschlossen

An Mein Volk

Es folgt die Übertragung in Antiqua mit gefälschten ss, aber originaler majestätischer und sonstiger Großschreibung, so daß man wieder nicht auf die Originalgestalt des Textes rückschließen kann:

So wenig für Mein treues Volk als für Deutsche bedarf es einer Rechenschaft über die Ursachen des Krieges, welcher jetzt beginnt. Klar liegen sie dem unverblendeten Europa vor Augen
.
Wir erlagen unter der Übermacht Frankreichs. Der Frieden, der die Hälfte Meiner Untertanen Mir entriss, gab uns seine Segnungen nicht; denn er schlug uns tiefere Wunden, als selbst der Krieg. Das Mark des Landes ward ausgesogen, die Hauptfestungen blieben vom Feinde besetzt, der Ackerbau ward gelähmt, so wie der sonst so hoch gebrachte Kunstfleiß unserer Städte. Die Freiheit des Handels ward gehemmt und dadurch die Quelle des Erwerbs und des Wohlstands verstopft. Das Land ward ein Raub der Verarmung.

Durch die strengste Erfüllung eingegangener Verbindlichkeiten hoffte Ich Meinem Volke Erleichterung zu bereiten und den französischen Kaiser endlich zu überzeugen, dass es sein eigener Vorteil sei, Preußen seine Unabhängigkeit zu lassen. Aber Meine reinsten Absichten wurden durch Übermut und Treulosigkeit vereitelt, und nur zu deutlich sahen wir, dass des Kaiser Verträge mehr noch wie seine Kriege uns langsam verderben mussten. Jetzt ist der Augenblick gekommen, wo alle Täuschung über unseren Zustand aufhört.


Raether-Buch.de
Stand: März 2013
Die vorliegenden Seiten mit lateinischer Schrift entsprechen proportional und layoutmäßig weitgehend der Originalzeitung.
Bei der Umsetzung der Zeitung in die aktuelle Form wurden einige wenige inhaltliche Änderungen vorgenommen.
Und soweit es den heutigen Lesegewohnheiten entgegenkommt, kamen in begrenztem Umfange jetzt gültige Rechtschreibregeln zur Anwendung

http://www.raether-buch.de/PDF_Dateien/SZ_1813.pdf

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Sigmar Salzburg
05.06.2013 06.58
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Zehn Jahre nach Selbstmord

Rätselhafter Brief von FDP-Politiker Jürgen W. Möllemann aufgetaucht
… An seinen Freund Kubicki gerichtet schreibt Möllemann: „Ich danke Dir sehr, mein Freund, dass Du – wenn nötig Carola und den Töchtern bei der Bewältigung der wirtschaftlichen/rechtlichen Fragen zu helfen.“...
„Meine innere Unruhe, über die ich Dir berichtet habe, veranlasst mich, Dir für den angesprochenen Fall vertraulich folgendes zu schreiben.“

focus.de 5.6.2013

Wie ein Fakisimile-Ausschnitt bei BILD zeigt, schrieb Möllemann damals aber keineswegs schon in KuMist-ss-Deutsch:
bild.de ... bild.de 5.6.2013Zu einer weiteren Focus-Fälschung siehe hier.

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Sigmar Salzburg
02.05.2013 08.24
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EinesTagesSpiegel „erleichtert“ wieder

Unter dem orthographisch gefälschten Zitat
„Liebe Sachbearbeiterin! Was machen Sie heute Abend?“
bringt „EinesTages“ wieder „lesbar“ gemachte Schreiben skurrilen Inhalts an die ZVS (Zentrale Studienplatzvergabe).
Natürlich hat der Bewerber in seinem
Unmoralischen Angebot: Bewerbung von 1999 an die ZVS“ geschrieben:

„Hallo liebe Sachbearbeiterin! Was machen Sie heute abend?“ wie aus dem nebenstehenden Bild hervorgeht.

einestages.spiegel.de 30.4.2013

Auch sonst nimmt die Redaktion die Aufgabe ernst, die herkömmliche, immer noch verbreitete Rechtschreibung in die „erleichternde“ Kultusministerschreibe zu übersetzen:

Muttis Weckdienst: Ein ärztliches Attest begründet 1991, warum ein Augsburger nur in seinem Heimatort studieren kann.

„Bei Herrn B. liegt eine linksseitige Ertaubung vor. Da er gewohnheitsmäßig auf dem rechten Ohr schlafe, sei er darauf angewiesen, dass ihn jemand am Morgen weckt. Automatische Weckanlagen werden von ihm wegen der linkseitigen Ertaubung nicht gehört. Diese Angabe ist sicherlich schlüssig, da Schlafgewohnheiten nur schwer zu ändern sind.“

Bloß nicht in fremden Betten! Brief aus Mühlheim 1998

„Bitte berücksichtigen Sie auch, dass ich aus psychosomatischen Gründen nicht in fremden Betten schlafen kann. Bei einer nächtlichen Unterbringung in fremden Betten würde ich zu stark abgelenkt und somit mein Studium gefährden.“

Verflogener Zorn: Brief von 1984 aus Bayreuth

„Anfangs war ich ganz schön stinkig, dass ihr mich nach Bayreuth geschickt habt, aber ich habe hier einen gaaanz tollen Freund gefunden. Wir sind sehr glücklich, dass wir uns getroffen haben. Dafür wollte ich euch bloß mal danke sagen, und dass ich nicht mehr sauer bin.“

Glücklich in Paderborn: Postkarte von 1981

„Liebe ZVS,

erst jetzt können wir ermessen, wie weise und klug die ZVS bei der Vergabe von Studienplätzen vorgeht. Euch verdanken wir unser Glück. Gruß und Kuss von einem Liebespaar,

Willy und Barbara“

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