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Sigmar Salzburg
21.01.2017 07.19
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Christoph Ransmayr

Atlas eines ängstlichen Mannes
Fischer Verlag 2012 Hardcover
Preis € 24,99
ISBN: 978-3-10-062951-7

Verlagstext:

Ein großer erzählter Weltatlas. Der ›Atlas eines ängstlichen Mannes‹ ist eine einzigartige, in siebzig Episoden durch Kontinente, Zeiten und Seelenlandschaften führende Erzählung. »Ich sah…«, so beginnt der Erzähler nach kurzen Atempausen immer wieder und führt sein Publikum an die fernsten und nächsten Orte dieser Erde: In den Schatten der Vulkane Javas, ins hocharktische Packeis, an die Stromschnellen von Mekong und Donau und über die Paßhöhen des Himalaya bis zu den entzauberten Inseln der Südsee. Wie Landkarten fügen sich dabei Episode um Episode zu einem Weltbuch, das in atemberaubenden Bildern Leben und Sterben, Glück und Schicksal der Menschen kartographiert.

Leseprobe:

ICH SAH EINE FERNE GESTALT
vor einem verfallenen Wachturm jenes fast neuntausend Kilometer langen Verteidigungswalls, der im Land seiner Erbauer Wànli Cháng Chéng – Unvorstellbar lange Mauer, vom Rest der Welt aber Chinesische Mauer genannt wird... Hätte der frühe Schnee nicht alles Dunkle, Mauerwerk, Ruinen, Felsen, noch schärfer hervortreten lassen, wäre mir die Gestalt auf diese Entfernung wohl kaum aufgefallen... Die Gestalt rührte sich nicht von der Stelle, während ich in einem schattigen Abstieg und Wiederaufstieg im Naßschnee eine Senke durchquerte, und so befürchtete ich schon, am Wachturm einem Soldaten oder einem Aufseher zu begegnen, der mir die Fortsetzung meiner Wanderung wegen der Brüchigkeit des Mauerwerks verbieten würde.

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Sigmar Salzburg
18.01.2017 18.32
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Christoph Ransmayr

Cox
oder Der Lauf der Zeit

Roman
Hardcover Preis € 22,00
ISBN: 978-3-10-082951-1

Der mächtigste Mann der Welt, Qiánlóng, Kaiser von China, lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister aus London soll in der Verbotenen Stadt Uhren bauen, an denen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Zeiten des Glücks, der Kindheit, der Liebe, auch von Krankheit und Sterben abzulesen sind.

Leseprobe:

Háng zhōu
die Ankunft

Cox erreichte das chinesische Festland unter schlaffen Segeln am Morgen jenes Oktobertages, an dem Qiánlóng, der mächtigste Mann der Welt und Kaiser von China, siebenundzwanzig Steuerbeamten und Wertpapierhändlern die Nase abschneiden ließ.

Nebelbänke zogen an diesem milden Herbsttag über das glatte Wasser des Qiántáng, dessen sandiges, in Nebenarmen zerfließendes Bett von mehr als zweihunderttausend Zwangsarbeitern mit Schaufeln und Körben vertieft worden war, damit gemäß den Wünschen des Kaisers ein Fehler der Natur korrigiert werde und dieser Fluß, schiffbar gemacht, das Meer und die Bucht von Háng zhōu mit der Stadt verbinde.

http://www.fischerverlage.de/buch/cox/9783100829511

„... brillant erfunden.“ faz.net 14.8.2016

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Sigmar Salzburg
27.09.2016 06.34
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Navid Kermani

Sozusagen Paris

Der neue Roman von Navid Kermani, dem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2015.

Hanser Verlag
288 Seiten 22 Euro
ISBN 978-3-446-25276-9

Erscheinungsdatum: 26.09.2016

Leseprobe:
Sicher fürchtete ich ihren Zorn, da ich sie ungefragt zu einer Romanfigur gemacht hatte,
und war darauf gefaßt, daß sie mir meine Erinnerungen als bloße Einbildungen um die Ohren schlägt.

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Sigmar Salzburg
09.08.2016 12.17
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Uwe Grund

Schulische Rechtschreibleistungen
vor und nach der Rechtschreibreform

Verlag Frank & Timme, Berlin,
250 S.; 36 Euro

„Im wesentlichen“ schreibt der Germanist Uwe Grund in seinem Buch klein und nicht groß. Und „Neuntklässler“ sind für ihn noch immer „Neuntkläßler.“ So wie es eben vor 1996 geschrieben wurde. Vor der Rechtschreibreform. Denn die ist dem Germanisten und Buchautor ein Dorn im Auge. Nicht erst seit heute, aber jetzt hat Uwe Grund erstmals mit einer Studie den wissenschaftlich fundierten Beweis geliefert, dass die Rechtschreibreform nicht nur Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung und einiges mehr veränderte, sondern die deutsche Sprache in vielen deutschen Schulheften ins Chaos stürzte.
Wirtschaftswoche 8.8.2016

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Sigmar Salzburg
29.06.2016 11.00
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Marcel Beyer

GRAPHIT
Gedichte

Suhrkamp 2014

Das Rheinland stirbt zuletzt
... nördlich der Alpen.
Da gibt der Boden nach.
Ohne Geländekarte
muß ich ins fremde Land?
...
Georg-Büchner-Preis 2016 für Marcel Beyer
28.06.2016 [Verlagsmitteilung]

Marcel Beyer erhält den Georg-Büchner-Preis 2016. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ehrt damit einen Autor, »der das epische Panorama ebenso beherrscht wie die poetische Mikroskopie«. In der Begründung der Jury heißt es weiter: »Ob Gedicht oder Roman, zeitdiagnostischer Essay oder Opernlibretto, für Marcel Beyer ist Sprache immer auch Erkundung. Er widmet sich der Vergegenwärtigung deutscher Vergangenheit mit derselben präzisen Hingabe, mit der er die Welten der Tiere und Pflanzen erforscht. Er hat den Sound der Straße im Ohr, er kennt die Testgelände der ästhetischen Avantgarden, er ist vertraut mit der tückischen Magie der Medien. Seine Texte sind kühn und zart, erkenntnisreich und unbestechlich. So ist während dreier Jahrzehnte ein unverwechselbares Werk entstanden, das die Welt zugleich wundersam bekannt und irisierend neu erscheinen lässt.«

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Sigmar Salzburg
23.04.2016 09.20
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Josef Noll, Jürgen Herzau

Hofheim-Marxheim 1930 – 1945

Das Buch erscheint in der Buchreihe des Stadtmuseums Hofheim am Taunus „Beiträge zur Kultur- und Stadtgeschichte, Band 20“ als Sonderdruck.


Das Buch ist für 10 Euro im Stadtmuseum Hofheim, Burgstraße 11, erhältlich.

(22.04.16) Hofheim – Der Heimatforscher Josef Noll hat auf Wunsch des Ortsbeirates und im Auftrag des Magistrats der Stadt Hofheim die Entwicklung Marxheims von 1930 bis 1945 aufgearbeitet. Texte, Fotos, Pläne und andere Unterlagen dokumentieren diese Jahre in Marxheim, über die es bisher nichts Vergleichbares gab.

Die Arbeit von Josef Noll umfasst zahlreiche Dokumente aus dem Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden, aus dem Stadtarchiv Hofheim und vor allem aus seiner privaten, lokalhistorischen Sammlung. Bereits vor Jahrzehnten begann er, Schriftstücke, Fotografien und andere Dokumente zusammenzutragen, mit dem Ziel dieses Buch zu schreiben...

Dass vor zwei Jahren der Magistrat der Stadt Hofheim eine Anfrage an ihn zu diesem Thema stellte, die der Ortsbeirat Marxheim initiiert hatte, bewog ihn, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Unterstützung fand er in Jürgen Herzau, der Layout und Umsetzung in eine Druckdatei übernahm.

Nach zwei arbeitsreichen Jahren war das Werk fertig. Ganz bewusst hat sich Josef Noll dabei für die Orthografie vor der Rechtschreibreform 1996 und gegen die nachfolgenden entschieden...

Gemeinsam mit Josef Noll und seinem Mitstreiter Jürgen Herzau hat Stadtarchivarin Roswitha Schlecker den neuen Band aus der Reihe „Beiträge zur Kultur- und Stadtgeschichte“ am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt.

frankfurt-live.com 22.4.2016

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Sigmar Salzburg
04.04.2016 08.22
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Walle Sayer

Was in die Streichholzschachtel paßte.
Feinarbeiten.

Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen. 127 S., 18 Euro



In Suedkurier.de:
„Feinarbeiten“ nennt Walle Sayer, Gast der diesjährigen „Erzählzeit ohne Grenzen“, die Gattung seiner Texte, die nur wenige Zeilen lang sind und selten mehr als eine Druckseite. Sie erzählen nicht Handlungen und sind dennoch geschichtenträchtig...

Und immer wieder Reaktionen auf Literatur, zum Beispiel in „Leserausweis“, wo beschrieben wird, wie man im Lesen „zwischen Buchdeckeln die Wüsten durchqueren“ kann, „fernhin, wo die Eyach in den Missisippi fließt“. Einmal verrät sich der Erzähler: „Daß ich halt Sinneseindrücke sammle“ – übrigens steht das so im Text. Sayer schreibt noch so wie vor der Rechtschreibreform, das „paßt“ der „Stoffetzen“, und bei „Einbleuen“ stutzt man als [umerzogener] Leser schon. Im Text „Der Übersetzer fragt nach“ kommen lauter alte, ungebräuchlich gewordene Wendungen vor: „zerdätscht“ und „verlickern“, „Finanzheini“ und „Fasnetsversehrte“, und was ist mit „verseckeln“ gemeint?...

Der Rezensent kann kaum aufhören zu zitieren. Das schmale Buch passt gut in die Tasche und taugt für immer neue Lektüren, man wird stets lächeln und klüger werden, welche Seite auch immer man aufschlägt. Auch wenn es zwischen alle Genres fällt: sehr empfehlenswert!

suedkurier.de 30.3.2016

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Sigmar Salzburg
12.03.2016 09.44
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Heinrich Gerlach

Durchbruch bei Stalingrad

Galiani-Berlin
ISBN: 978-3-86971-121-8
Erschienen am: 10.03.2016
704 Seiten, gebunden 34,00 €

Die 1949 vom russischen Geheimdienst konfiszierte und nun in russischen Archiven wiederaufgespürte Urfassung des großen Antikriegsromans. Gefunden, herausgegeben und mit einem dokumentarischen Anhang versehen von Carsten Gansel ...

kiwi-verlag.de

Leseprobe von Seite 43:

»Sehnse«, meinte Endrigkeit bedächtig, »ich will ja nischt gegen den Krieg sagen. Krieg hat es immer gegeben und wird es immer geben...« Mit leichtem Unbehagen wurde er sich dessen bewußt, daß er vor langen Jahren einmal anders philosophiert hatte. Damals, 1918, als er nach Hause kam, das Trommelfeuer von St. Mihiel noch in den Knochen, hatte es für ihn wie für fast alle nur eine Meinung gegeben: Das nie wieder! Nie wieder Krieg! – Und nun war man unversehens doch wieder hineingeschliddert. Regelrecht hineingeschliddert trotz aller guten Vorsätze. Ganz langsam, harmlos und gemütlich hatte es angefangen. Revision von Versailles? Das schien gerecht und friedfertig. Die anderen waren entgegenkommend, Österreich, Sudetenland, Memelgebiet fielen wie reife Äpfel vom Baum. Den Polen eins auf den Deckel? Genehmigt! ...

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Sigmar Salzburg
08.03.2016 11.12
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Marion Poschmann

Geliehene Landschaften
Lehrgedichte und Elegien

Suhrkamp
Erschienen: 07.03.2016
Gebunden, 118 Seiten, 19,95 €
ISBN: 978-3-518-42522-0

Blickinsbuch

Bernsteinpark Kaliningrad

Knochen

Pop-up-Park: es waren Blumenrabatten,
bepflanzt mit Metallkombinaten, bepflanzt mit
Petunienlenin, mit Stalin aus Stiefmütterchen,
Chrysanthemenchruschtschow – blüht noch einmal
auf im Bewußtsein, sprecht Blumen- und Blutsprachen,
Sprachen der Macht…

Rede, Park, rede nur, daß ich dich sehe.
Besprich die Relikte, Reliquien, rede von deinen Raketen-
reisen ins Jenseits, von Kriegerdenkmälern, die sich mit roten
Tulpen umgeben, mit Siegen und Seufzern und einer
brunnendurchflossenen Gegenwart. Hier wandeln jene,
die tot sein werden...

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Sigmar Salzburg
18.02.2016 10.57
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Siegfried Suckut (Hrsg.):

Volkes Stimmen
„Ehrlich, aber deutlich“ – Privatbriefe an die DDR-Regierung.

Deutscher Taschenbuch Verlag; 576 Seiten; 26,90 Euro.

Ausnahmsweise nicht gefälscht bei Spiegel Online/ EinesTages:

Was DDR-Bürger der Regierung schrieben „Und das nennt ihr Sozialismus“

Ärgert sich der Deutsche, schreibt er Briefe. Die meisten Protestschreiben in und aus der DDR landeten bei der Stasi – ein Mosaik des Alltagsfrustes. Der Politologe Siegfried Suckut sucht die Absender. Von Solveig Grothe

Die DDR-Bürgerin machte sich große Sorgen. Sie sah die Gesundheit der Bevölkerung in Gefahr: wegen dieses miesen Kaffees. Im September 1977 wandte sie sich mit einem Brief an den Moderator des DDR-Wirtschaftsmagazins „Prisma“:

„Sehr geehrter Dr. K.-H. Gerstner! ... Ich bin Verkäuferin und höre mir jeden Tag die Klagen von den Kunden an. Ich bin selbst der Meinung, daß¹ der Kaffee Mix zu 6,-M nicht zu genießen ist. Er ist das reinste Rattengift. Ich bitte Sie, daß der Betrieb in aller Öffentlichkeit Stellung hier nimmt... Mit sozial. Gruß ...“
Der Politologe Siegfried Suckut, langjähriger Mitarbeiter der Stasiunterlagenbehörde, hat sie gelesen: 200 Akten, etwa 45.000 Blatt Papier. Einen Teil davon macht er nun der Öffentlichkeit zugänglich und hat knapp 250 Briefe in seinem neuen Buch „Volkes Stimmen“ versammelt. Die faszinierende, bisweilen kuriose Lektüre gibt Einblick in den Alltag deutscher Briefeschreiber – und in die Sammelwut der staatlichen Überwacher...
Die Staatssicherheit, das zeigen die Akten, scheute keine Mühen, um anhand von Schrift und Speichelresten anonyme Absender ausfindig zu machen...

spiegel.de/einestages 17.2.2016

¹) Hier wurde doch ein wenig gefälscht und das „das“ zu „daß“, lt Faksimile.

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Sigmar Salzburg
23.11.2015 07.57
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Sebastian Hennig

Pegida.
Spaziergänge über den Horizont. Eine Chronik.

Mit einem Vorwort von Michael Beleites und Karikaturen von Peter Willweber. 2015.
191 S., 28 Zeichn. 320 gr. ISBN 3-944064-39-9. Gb. 15,– €

ARNSHAUGK VERLAG
Weltwitzer Weg 8 · 07806 Neustadt an der Orla


Eine Kritik steht hier. Ihr wurde auch der Hinweis entnommen, daß das Buch in anständiger Rechtschreibung erschienen ist:

Neben den Etablierten scheint ihm [Sebastian Hennig] auch die Deutsche Rechtschreibreform suspekt, denn er ignoriert sie geflissentlich.

„[m]it Pegida […] eine integrative Kraft entstanden, die keine Energie auf Festlegung konkreter Nahziele verschwendet hat. Tausende kommen überein darin, daß [sic] ihnen die gesamte Richtung nicht paßt [sic].“

„Es handelt sich vielmehr um einen Querschnitt der Gesellschaft, der tatsächlich am treffendsten als Volk beschrieben ist. Statt zur Revolution aufzurufen, stemmt er sich gegen einen durch die politische Kaste verordneten Umsturz. Das Volk ist störrisch geworden. Der belastete Esel wittert, daß [sic] die Brücke längst verfault ist, über die er getrieben werden soll.“

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Sigmar Salzburg
18.11.2015 15.39
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Akif Pirinçci

Die große Verschwulung
Wenn aus Männern Frauen werden
und aus Frauen keine Männer


Edition Sonderwege, 21.Oktober 2015
272 Seiten, Preis: 17,80 €
Manuscriptum.de

Zitat aus dem Buch (S. 260):

Der deutsche Mann wird sich ständig kontrollieren müssen, um zu verhindern, daß ihm in einem Anfall von Frustration und Wut etwas Unanständiges über die Zustände in seinem Land herausrutscht. Es könnten hohe Geldstrafen, die Vernichtung seiner Existenz, sogar Gefängnis drohen.

Eine ausgiebige Besprechung hat, ebenfalls in bewährter Kulturrechtschreibung, Gudrun Eussner in ihrem Blogspot v. 17.11.2015 verfaßt.

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Sigmar Salzburg
29.10.2015 11.40
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Jean Raspail

Das Heerlager der Heiligen

Verlag Antaios 2015
426 S., geb. 22 Euro
ISBN 9783944422121

Immer mehr Menschen aus der Dritten Welt drängen nach Europa. Jean Raspail hat in seinem visionären Roman bereits 1973 die Überwältigung eines von Selbsthaß zerfressenen Kontinents durch Masseneinwanderung beschrieben. Neue, erstmals vollständige Übersetzung von Martin Lichtmesz!

Rezension im „Tagesspiegel“:
Jean Raspail „Das Heerlager der Heiligen“
Das Kultbuch der Neuen Rechten – eine Lesewarnung

tagesspiegel.de 27.10.2015

Rezension der Rezension:
Raspails Buch wirkt!
jungefreiheit.de 29.10.2015


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Sigmar Salzburg
19.10.2015 13.47
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E. M. Cioran

Notizen 1957–1972
Herausgegeben von Simone Boué

Aus dem Französischen von Peter Weiß, Verene von der Heyden-Rynsch und Konrad Weiß
1024 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Mit Abbildungen und einem umfangreichen Personenregister
Karolinger
ISBN 978 3 85418 143 9
EUR 44,90/CHF 63,–

Über dreißig Notizhefte fanden sich im Nachlaß von E. M. Cioran (1911–1995), des bedeutenden rumänisch-französischen Aphoristikers, Essayisten und Philosophen, wohlgeordnet, aber mit dem Vermerk „Zu vernichten“ versehen. Simone Boué, die Gefährtin des Autors, gab sie bei Gallimard in Paris heraus, 2001 erschien eine deutsche Auswahl, die allerdings nur ein Fünftel der Textmasse umfaßte. Wir legen hier die seit langem gewünschte vollständige Ausgabe vor.

Aus Michael Klonovskys Notizen:
16. Oktober 2015
Speziell empfehlen will ich, was Neuerscheinungen betrifft, die „Cahiers von Cioran“ (Klappentext), die erste vollständige Publikation der mehr als dreißig Notizhefte des franko-rumänischen Dichterphilosophen und Spitzennihilisten, und das geschieht wohl am besten, indem ich sozusagen als Appetitmacher einige Notate aus diesem 1000-Seiten-Opus zitiere ...

„Jeden Menschen, der will, daß man von ihm spricht, sollte man als möglichen Feind betrachten.

Dieses Licht, dieser intime Glanz bei Vermeer, der dich alles vergessen läßt, was es hienieden an Infernalem gibt.

Die Entstehung des Doktor Faustus von Thomas Mann gelesen. Hier ist alles beliebig, außer drei, vier Seiten über Gerhart Hauptmann. Es ist seltsam, einen Mann am Ende seiner Laufbahn zu sehen, der sich mit Eitelkeit füllt. Wozu soll man Komplimente seiner Freunde wiedergeben? Wenn man weiß, daß eigentlich kein Lob aufrichtig ist, ist es am besten, ihm niemals Bedeutung zu geben.

Ich habe bemerkt, daß ich nach Mitternacht dazu neige, mich selbst zu bemitleiden. Ich sollte mich daran gewöhnen, früher zu Bett zu gehen.

Goldberg-Variationen.
Danach muß man die Zugbrücke hochziehen.“

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Sigmar Salzburg
14.09.2015 21.26
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Verena Stefan

Fremdschläfer
Roman

Meridiane 115
2007. 224 Seiten. Gebunden
ISBN 9783250601159
Ammann Verlag & Co.

Leseprobe

Madame, Monsieur, für Einwandernde und Auswandernde hat der Begriff Fremdschläfer unterschiedliche Bedeutungen. Damit kann sowohl in der Fremde schlafen gemeint sein, als auch mit einer Fremden schlafen, wobei es sich für eine Einwandernde in einem fremden Land so verhält, daß die Einheimische, die sie in ihr Bett einlädt, für sie ebenfalls eine Fremde ist, das heißt, daß zwei Fremde miteinander schlafen. Am Anfang sind alle Einheimischen Fremde.

lyrikwelt.de

Kürzlich fand ich ihr erstes Werk „Häutungen” (1975) in den Beständen meiner Frau – verfaßt in ß-loser Kleinschreibung.
Diese Modetorheit ist hier erfreulicherweise überwunden, ohne der gegenwärtigen Reformtorheit zu folgen.

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